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Dienstag, 30. Oktober 2018

CEN BVBA Inkasso AG verschickt „Letzte außergerichtliche Mahnung“

Ein Mitglied erhielt ein Schreiben mit dem Betreff „Letzte außergerichtliche Mahnung“ von einer CEN BVBA Inkasso AG aus Berlin. So sollen eine zuvor gemahnte Forderung noch offen sein. Wie sollten Empfänger auf diesen Schreiben reagieren?

Titel: CEN BVBA Inkasso AG verschickt „Letzte außergerichtliche Mahnung“

Was hat es mit den Schreiben der CEN BVBA Inkasso AG auf sich?


Zahlreiche Verbraucher meldeten sich bezüglich einer Zahlungsaufforderung einer Firma namens CEN BVBA Inkasso AG bei uns. In den vergangenen Monaten wurden uns zahlreiche Forderungsschreiben unterschiedlicher Unternehmen vorgelegt, in denen angeblich noch offene Forderungen aus Dienstleistungsverträgen mit „Top 100 Gewinnspiele / Lottogewinnzentrale-49“ bestehen sollen. Auch die CEN BVBA Inkasso AG behauptet in dem Schreiben mit dem Betreff „Letzte außergerichtliche Mahnung“, dass der Empfänger / die Empfängerin der „kostenpflichtigen Dienstleistung“ mit „persönlichen Daten“ zustimmte, aber bislang keine Zahlung tätigte.

Unser Mitglied legte uns ein ebensolches Schreiben vor, in dem ihr eine Zahlungsfrist von insgesamt sieben Tagen gewährt wurde. Gefordert wird ein Gesamtbetrag in Höhe von 269,46 EUR. Sollte unser Mitglied nicht zahlen, so droht die CEN BVBA Inkasso AG mit einem Vollstreckungsbescheid oder gar einer Zwangsvollstreckung.

Scan: Anschreiben CEN BVBA Inkasso AG
Anschreiben CEN BVBA Inkasso AG 


Wie sollte man auf Zahlungsaufforderungen reagieren?


Die CEN BVBA Inkasso AG ist zum derzeitigen Stand (30.10.2018) nicht im deutschen Rechtsdienstleistungsregister eingetragen. Das bedeutet, dass sie innerhalb Deutschlands keine Inkassodienstleistungen anbieten oder durchführen dürfen.

Berechtigte Inkassoforderungen sollten niemals ignoriert oder gar im Papierkorb landen. Die Folgen wären kostspielig, so könnten tatsächlich ein gerichtlicher Mahnbescheid oder gar ein Vollstreckungsbescheid zugestellt werden. Es ist also zu empfehlen, erhaltene Schreiben auf ihre Richtigkeit zu prüfen.

Nun ist es so, dass es in der Vergangenheit häufiger zu unberechtigten Forderungen durch vermeintliche Inkassounternehmen gekommen ist. Betroffene Verbraucher haben die Möglichkeit, erhaltene Zahlungsaufforderungen selbst zu prüfen:


  • sind folgende Angaben vorhanden? Firma des Auftraggebers, Forderungsgrund, Vertragsgegenstand und Datum des Vertragsschlusses
  • hat das Unternehmen seinen Sitz in Deutschland, aber die Bankverbindung weist ins Ausland?
  • überhöhte Inkasso-Gebühren?
  • ist der Inkassodienstleister in Deutschland (Überprüfbar auf rechtsdienstleistungsregister.de) registriert?


Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens CEN BVBA Inkasso AG erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, kann jedoch nicht hundertprozentig belegt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Montag, 17. September 2018

Corbu Trading Inkasso AG droht mit letzter außergerichtlichen Mahnung

Fast täglich wenden sich besorgte Verbraucher bei uns, weil sie eine Zahlungsaufforderung im Briefkasten vorfanden, in der jede Menge Geld verlangt wird. Aktuell sind die Forderungen einer Corbu Trading Inkasso AG, die laut eigener Aussage von Gewinnspielanbietern beauftragt wurden. Hier erfahren Verbraucher, wie auf solche Schreiben reagiert werden kann.

Titel: Corbu Trading Inkasso AG droht mit letzter außergerichtlichen Mahnung

Über 250 EUR für die Teilnahme an Gewinnspielen?


Ein ungenannter Mandant beauftragte die Corbu Trading Inkasso AG, da noch offene Kosten aus einem Dienstleistungsvertrag mit „Top 100 Gewinnspiele / Lottogewinnzentrale-49“ bestehen sollen. Zum „letzten Mal“ fordert das Unternehmen den Empfänger zur Zahlung auf, in einem vorliegenden Fall handelt es sich um eine Summe von insgesamt 269,46 EUR.

Bei Nichtzahlung droht Corbu Trading Inkasso AG mit weiteren unangenehmen Folgen wie unter anderem einer Zwangsvollstreckung und Einträgen in Schuldnerverzeichnisse.

Um das zu verhindern, sollen die Empfänger der Forderung innerhalb von sieben Tagen überweisen und ein Dokument mit dem Titel „Kündigungs-Formular“ an eine angegebene Faxnummer bzw. Email Adresse senden.

Über die Zahlungsaufforderung der Corbu Trading Inkasso AG


Das Forderungsschreiben sowie das „Kündigungs-Formular“ wirkt unseriös, da zahlreiche Rechtschreib- und Grammatikfehler erkennbar sind. Der erste Satz des Anschreibens ist unvollständig; es ist für den Empfänger nicht nachvollziehbar, für welchen Zweck die Corbu Trading Inkasso AG bevollmächtigt wurde. Die zweite Seite, das „Kündigungs-Formular“, soll an die „Top 100 Gewinnspiele / Lottogewinnzentrale-49“ (Französische Straße, 10117 Berlin) gehen. Um sich selbst einen Eindruck über den Brief zu verschaffen, haben wir die Schriftstücke eingescannt:

Scan:  Forderung von Corbu Trading Inkasso AG / Seite 1
 Forderung von Corbu Trading Inkasso AG / Seite 1

Scan:  Forderung von Corbu Trading Inkasso AG / Seite 2
 Forderung von Corbu Trading Inkasso AG / Seite 2

Weitere Informationen über das Unternehmen


Die Corbu Trading Inkasso AG soll laut Briefkopf ihren Sitz in Berlin haben, genauer „Am Zirkus“. Für alle Nicht-Berliner: "Am Zirkus ist der Name einer kurzen Straße (Hausnummern 1–6) im Berliner Ortsteil Mitte. Sie verläuft westlich der Friedrichstraße und verbindet den Schiffbauerdamm mit der Reinhardtstraße" (Quelle: Wikipedia). Das lässt Optionen offen, um den genauen Sitz der Corbu Trading Inkasso AG ausfindig zu machen. Wahrscheinlich kommt ein Bürokomplex in Frage. Die Firma „Design Offices“ vermietet am Bertolt-Brecht-Platz 3 in Berlin sogenannte „Virtuelle Büros“.

Das Unternehmen trägt zusätzlich eine ähnliche Bezeichnung wie eine Firma, über deren Forderungen wir kürzlich berichteten: Die Corb Trading Inkasso AG. Bei dem Namen enden die Gemeinsamkeiten nicht. So soll der geforderte Betrag auf die exakt gleiche belgische Bankverbindung überwiesen werden. Auch die Telefon- bzw. Faxnummer sind identisch.

Wie sollte man auf so eine Forderung reagieren?


Wichtig: Berechtigte Inkassoforderungen sollten niemals ignoriert oder gar im Papierkorb landen. Die Folgen wären kostspielig, so könnten ein gerichtlicher Mahnbescheid oder gar ein Vollstreckungsbescheid die Folgen sein. Es ist also zu empfehlen, solche Schreiben auf ihre Richtigkeit zu prüfen.

Nun ist es so, dass es in der Vergangenheit häufiger zu unberechtigten Forderungen durch vermeintliche Inkassounternehmen kam. Betroffene Verbraucher haben die Möglichkeit, erhaltene Zahlungsaufforderungen selbst zu prüfen:


  • Sind folgende Angaben vorhanden? Firma des Auftraggebers, Forderungsgrund, Vertragsgegenstand und Datum des Vertragsschlusses?
  • Hat das Unternehmen seinen Sitz in Deutschland, aber die Bankverbindung weist ins Ausland?
  • Überhöhte Inkasso-Gebühren?
  • Ist der Inkassodienstleister in Deutschland (Überprüfbar auf rechtsdienstleistungsregister.de) registriert?


Die Corbu Trading Inkasso AG ist nicht im Rechtsdienstleistungsregister registriert, somit darf das Unternehmen in Deutschland keine Inkassodienstleistungen anbieten oder durchführen.

Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens Corbu Trading Inkasso AG erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, kann jedoch nicht hundertprozentig belegt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.