Mittwoch, 2. April 2014

Branchenbuch Deutschland 2014



Am 31. März 2014 wurde der Verbraucherdienst e.V. aus Essen (NRW) von dem Branchenbuch Deutschland 2014 mit einem ein Korrekturabzug angeschrieben. Der Korrekturabzug ist mit dem Zusatz (Zitat) „Nordrhein-Westfalen“ (Zitat Ende) versehen. Es ist ein (Zitat) „Eintragungsantrag“ (Zitat Ende) für ein Online-Branchenbucheintrag. Bei dem sogenannten Eintragungsantrag in das Branchenbuch Deutschland 2014 handelt es sich jedoch um einen Korrekturabzug um einen Vertrag abzuschließen.

Anbieter kommt aus den British Virgin Islands


Bei dem Anbieter des Eintrags in das Branchenbuch Deutschland 2014, das im ersten Eindruck sehr seriös und vertrauenswürdig wirkt, handelt es um die TAD Systems Ltd. aus Tortola, der größten Insel der British Virgin Islands, einem britischen Überseegebiet in der Karibik. Der Betreiber des Branchenbuch Deutschland 2014 besitzt dort eine Briefkastenfirma. Die meisten Briefkastenfirmen weltweit – nicht nur die Firma mit dem Branchenbucheintrag - befinden sich in den winzigen British Virgin Islands, wie die „10vor10“-Reportagedes Schweizer Fernsehens zeigt.

Korrekturabzug soll innerhalb von 5 Tagen zurück gesandt werden


In dem Korrekturabzug bezüglich eines Eintrags in das Branchenbuch Deutschland 2014 ist zu lesen: (Zitat) „Wir bitten Sie diesen Antrag innerhalb von 5 Arbeitstagen ausgefüllt und evtl. mit ihren neuen Daten zum Beispiel aufgrund von Umzug zu übermitteln.“ (Zitat Ende). Weiter heißt es im Korrekturabzug bezüglich des Branchenbuch Deutschland 2014, dass auch an den Verbraucherschutzverein Verbraucherdienst e.V. gesandt wurde: (Zitat) „Wir bitten Sie, uns diesen Antrag innerhalb von 5 Arbeitstagen ausgefüllt und ggf. mit ihren korrigierten Daten zu übermitteln, Erscheinungszeitraum April 2014 bis März 2017, Vertragslaufzeit 3 Jahre.“ (Zitat Ende). Hinsichtlich den Preisen der angebotenen Dienstleistung ist im dem Schreiben nachzulesen: (Zitat): „Firmeneintrag jährlich 139 €, zahlweise Firmeneintrag: Zahlweise im Voraus für drei Jahre 289€. Sparen Sie bis zu 32%.“ (Zitat Ende). Weiter heißt es sogar im Korrekturabzug (Zitat) „92,8%ige Empfehlungsrate – Preis/Leistung „Hervorragend“ – neues Design – verbesserte Technik“ (Zitat Ende). Mitglied sein heißt –  Abwehrkräfte zu stärken. 


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.


Montag, 10. März 2014

Gold International SE | Goldaktie eine Abofalle?

Goldaktie - Überraschend schellt das Telefon und die Person am anderen Ende hat einen sicheren Kapitalanlage-Tipp mit der Gold Aktie International SE, II SE oder III SE.

Gold International SE  Goldaktie eine Abofalle

Gold International SE - Goldaktie via Cold Call


Der Anruf kommt für den Verbraucher völlig überraschend, denn er hatte vorher keine telefonischen Informationen zur Goldaktie erfragt. Es handelt sich in einem solchen Fall also um einen unerlaubten Werbeanruf, auch bekannt als Cold Call. Der Anrufer nennt dem überraschten Verbraucher vollmundig überzeugende Zahlen und Fakten, verweist auf hohe Renditen ohne / mit geringem Risiko bei einer Investition in die Goldaktie. Abschliessend wird angeboten kostenloses Informationsmaterial zu Goldaktien per Post zu senden.

Annahme des Infomaterials zur Goldaktie mittels Post-Identverfahren eine Abofalle?


Zeitnah bringt der Postbote die wichtig-wertvollen Informationsunterlagen zur Goldaktie. Für die Herausgabe an den empfangenden Verbraucher muss dieser sich via Personalausweis und zwei Unterschriften gemäss dem Post-Identverfahren legitimieren. Kommt der betreffende Verbraucher dem nach, um in den Besitz des Werbematerials zur Gold Aktie zu gelangen, besteht die Möglichkeit ungewollt einen Vertrag einzugehen. Aber ist dies nicht die Vorgehensweise einer Abofalle? Und was ist geschehen? Mitglied sein heißt –  rundum für Sie da zu sein.

Post-Indentverfahren mit Gold Aktie - Verbraucher nimmt ungewollt auch Vertragsunterlagen an


Neben dem im Werbeanruf versprochenem Informationsmaterial hat der Verbraucher auch Vertragsunterlagen zur Gold Aktie bestätigt, in Empfang genommen zu haben. Inhaltlich hat er sich bspw. 4.000 Goldaktien im Wert von 10.000 Euro reserviert. Die Laufzeit der Reservierung beträgt drei Jahre bei monatlich zu zahlenden 90,00 Euro Reservierungsprämie. Das ergibt immerhin einen Gesamtbetrag von 12 x 90,00 Euro = 1.080,00 Euro/Jahr x 3 Jahre = 3.240,00 Euro für eine ungewollte Reservierung der Goldaktie.

Eigentlich ging es ja nur um die Zusendung von Informationsmaterial zur Gold Aktie – nicht aber um eine vom Verbraucher gewollte Investition – Also doch eine Abofalle?


Wenn etwas kostenlos angeboten, aber schlussendlich etwas anderes, kostenpflichtig und für den Verbraucher nicht ersichtlich, geliefert wird, muss da nicht von einer klassischen Abofallegesprochen werden?


Update zu Gold International SE vom 07.12.2015:


Achtung! Verbraucherdienst e.V. berichtet:

Derzeit berichten uns Anleger, die sich Goldaktien International reservierten, dass die Gold International SE telefonisch Kontakt aufnimmt. Laut der Berichte wird in den Telefonaten verkündet, dass der Börsengang der Goldaktie International im ersten Quartal 2016 stattfinden soll. Eine schriftliche Bestätigung des tatsächlichen Börsengangs erfolgte nicht. Auch eine aktuelle Bilanz aus 2013/2014 wurde nicht übermittelt.

Außerdem sollen bis zum 31.12.2015 sämtliche offene Reservierungsprämien voll eingezahlt werden. Andernfalls sei eine Zuteilung der Aktie laut des Unternehmens nicht möglich.

Bitte beachten Sie dabei, dass die Reservierungsprämien bisher von Gold International BV mittels Lastschrift eingezogen wurden. Das Gleiche gilt voraussichtlich für die Schlusszahlung. Die BV ist eine Gesellschaft niederländischen Rechts. Da bleibt nur zu hoffen, dass die Gesellschaft nicht nach Einzahlung aller Schlussreservierungsprämien Insolvenz anmeldet, weil der Börsengang vielleicht doch nicht vollzogen werden konnte.

Der Wert der Goldaktie hat laut Gold International SE aktuell einen Wert von 120,00 EUR, Stand des Kontoauszugs 03.12.2015. Aus diesem Grund stellt sich schon die Frage, wie sich die Kursentwicklung von 2,50 EUR auf 120,00 EUR pro Aktie begründet, wenn dementsprechende Bilanzen nicht vorliegen.

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Dienstag, 25. Februar 2014

DDI Deutsche Direkt Inkasso- GWE– Lizenz entzogen



Das Verwaltungsgericht (VG) Köln urteilte in einem Eilverfahren bezüglich der DDI Deutsche Direkt Inkasso, die im Auftrag der Gewerbeauskunfts-Zentrale (GWG) handelt. Die Inkassofirma DDI Deutsche Direkt Inkasso mit Sitz in Köln darf vorerst keine Forderungen mehr beitreiben, die unter anderem von der Gewerbeauskunfts-Zentrale (GWE) stammen. Das Unternehmen missachtete etliche Male die Auflagen des Oberlandesgericht (OLG) Köln und lieferte außerdem inadäquate Rechtsdienstleistungen auch im Auftrag der Gewerbeauskunfts-Zentrale (GWE).

Im Eilverfahren der DDI Deutsche Direkt Inkasso für GWE die Lizenz entzogen


Dem Eilverfahren mit dem Beschluss Az: 1 L 1262/13 vom 7. Februar 2014 des Verwaltungsgerichts (VG) Köln ging ein Rechtsstreit vor dem Oberlandesgericht (OLG) Köln voraus.  Der Rechtsstreit vor dem Oberlandesgericht Köln vom Dezember 2012 hatte zur Folge, dass der DDI Deutsche Direkt Inkasso GmbH verboten wurde Forderungen für die Gewerbeauskunft-Zentrale (GWE) wegen inadäquater Rechtsdienstleistungen beizutreiben. Außerdem durfte das Unternehmen nicht mehr auf Urteile verweisen, die zugunsten der Gewerbeauskunft-Zentrale (GWE) erfolgt sind. Diese stehen jedoch im Widerspruch zu der Entscheidung VIIZR 261/11 vom 26.07.2012 des Bundesgerichtshof (BGH). Die Kölner Oberlandesrichter verurteilten außerdem die Formulierungen „eindeutig“, „ganz aktuell“, „diese Urteile stellen unmissverständlich klar“, „damit sind alle gesetzlichen Anfechtungsgründe nicht gegeben“ bzw. „Klagen unseres Kunden wurden in vollem Umfang stattgegeben“ in den Schreiben des Unternehmens, die für Gewerbeauskunfts-Zentrale (GWE) formuliert wurden. Mit diesen Formulierungen sollte der Eindruck bei dem Empfänger der Schreiben entstehen, dass einer Abwehr der Inkassoforderungen gegenüber der DDI Deutsche Direkt Inkasso und der Gewerbeauskunfts-Zentrale (GWE) keinen oder geringen Erfolg habe. Mitglied sein heißt –  ein Teil der starken Gemeinschaft zu sein.
 

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FKH GBR | UGV Inkasso | Wehnert und Kollegen

Viele Verbraucher kontaktieren derzeit den Verbraucherdienst e.V. mit dem Problem eines vorläufigen Zahlungsverbots durch die UGV Inkasso aus Harthausen sowie auch wegen der FKH GbR und Wehnert und Kollegen aus Modenbach.


Was ist ein vorläufiges Zahlungsverbot?


Mit einem Zahlungsverbot, der Vorstufe der eigentlichen Forderungspfändung, wird einem sogenannten Drittschuldner verboten, eine Geldleistung an seinen Gläubiger zu zahlen. Dieses Zahlungsverbot wird aufgrund eines vollstreckbaren Titels von dem Gläubiger oder in dessen Auftrag von einem Gerichtsvollzieher ausgefertigt und dem Drittschuldner förmlich per Zustellungsurkunde zugestellt. Anders als bei einem Pfändungs- und Überweisungsbeschluss muss der vollstreckbare Titel lediglich bestehen, nicht aber vorgelegt werden. Ein Gläubiger kann zum Beispiel sofort nach Verkündung eines Zahlungsurteils gegen seinen Schuldner ein solches Zahlungsverbot beantragen, ohne dass ihm dieses bereits in schriftlicher Form vorliegt. Mitglied sein heißt –  Ruhe bewahren zu können.

Beispiel für einen geltend gemachten Anspruch durch die UGV Inkasso im Auftrag der FKH GbR


Herrn F., Mitglied des Verbraucherdienst e.V.,  wurden von der UGV Inkasso folgende Unterlagen übermittelt. Daraus ergibt sich eine Hauptforderung aus Vollstreckungsbescheid aus Grundlage Schuldanerkenntnis aus dem Jahr 2010 in der Höhe von 574,74 Euro. Bis zum 14.08.2012 wurde daraus eine Gesamtforderung in Höhe von 1492,56 Euro durch die UGV Inkasso im Auftrag der FKH GbR geltend gemacht. 917,82 Euro werden nur aus Zinsen und vermeintlichen Kosten und die Kontoführungsgebühren durch die UGV Inkasso im Auftrag der FKH GbR geltend gemacht. Die Gesamtforderung konnte nur durch seine Unterzeichnung geltend gemacht werden, da der Betroffene für die Forderung mit allen Nebenkosten ein Schuldanerkenntnis abgegeben hatte, obwohl bis heute nicht von der UGV Inkasso GmbH noch von der FKH GbR Klärung erläutert wurde, auf welchen Ursprungsgläubiger sich der Anspruch der Forderung begründet.


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