Dienstag, 26. Mai 2015

Gewerbeverlag Online | Branchenbuch aus dem spanischen Urlaubsort Playa del Ingles

Das Branchenbuch „Gewerbeverlag Online“ kommt aus dem spanischen Urlaubsort Playa del Ingles. Zurzeit informiert Verbraucherdienst e.V. über einen per Bandaufnahme (Cold Call) abgeschlossenen Vertrag.

Gewerbeverlag Online | Branchenbuch aus dem spanischen Urlaubsort Playa del Ingles

Update 28.07.2015 - Anfrage zur "Korrektur und Bestätigung" via Email

Das Branchenbuch Gewerbeverlag Online meldet sich weiterhin bei Gewerbetreibenden, um kostspielige Branchenbucheinträge an den Mann zu bringen. Abseits von der bekannten Masche mit unerlaubten Werbeanrufen (Cold Call), wurde dem Verbraucherdienst e.V. durch ein Mitglied eine Email vom Gewerbeverlag Online weitergeleitet. Inhalt dieser Mail unter dem Absender "melinda" ist folgender:

Betreff: Wichtige Änderungen Q3/2015 
Sehr geehrte Damen und Herren,
Wir bitten um Korrektur und Bestätigung Ihrer Daten im Anhang innerhalb 7 Tage nach erhalt dieses Schreibens. Sofern Interesse besteht, kann der Anhang per Fax zurückgesendet werden.Wir behalten uns vor, Einträge, die nicht zu dem Gesamtangebot passen, abzulehnen.Sollte Ihr Unternehmen Mustermann GmbH (Name von der Redaktion geändert) nicht mehr existieren, müssen Sie uns nicht antworten. Ihr Unternehmen wird dann automatisch aus unserem Internetangebot gelöscht.
Gewerbetreibende, die eine solche Email zugestellt bekommen haben oder via Cold Call von Gewerbeverlag Online kontaktiert worden sind, erfahren innerhalb dieses Artikels mehr über das Branchenbuch aus Playa del Ingles. Mitglied sein heißt –  den Rest kannst du dir sparen.

„Gewerbeverlag Online“ aus dem größten Urlaubszentrum Spaniens


Vielleicht waren Sie während Ihres Spanienurlaubs auf der Insel Gran Canaria in Playa del Ingles, wo sich der Firmensitz vom „Gewerbeverlag Online“ befindet? Denn Playa del Ingles ist mit den Orten San Agustin und Maspalomas, die zur Gemeinde San Bartolomé de Tirajana gehören, das größte Urlaubszentrum Spaniens! Von dort aus wird der fragwürdige Branchenbucheintrag vor allem an deutsche, österreichische, schweizerische und spanische Gewerbetreibende vermarktet. Sicherlich sind Sie schon während Ihres Kanarenurlaubs unbemerkt an der Firmenadresse vom „Gewerbeverlag Online“ vorbeigegangen!

Zielgruppe sind Gewerbetreibende aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Spanien


Die Hauptzielgruppe des spanischen Branchenbuchs sind vermutlich Gewerbetreibende aus Deutschland, die in der Regel über keinerlei Widerrufsrecht hinsichtlich abgeschlossener Verträge verfügen. Die rechtliche Anfechtung eines Vertrags des Branchenbuchs „Gewerbeverlag Online“ mit der einfach gestalteten Homepage www.firmensuchseite1.info ist für Gewerbetreibende in der Regel nicht möglich. Beim Layout der Webseite des spanischen Branchenbuchs „Gewerbeverlag Online“ (siehe Screenshot) haben Internet-User den Eindruck, dass sie sich im „Steinzeitalter“ des Internets befinden würde. Eine modern gestaltete Webseite (auch mit einer Suchfunktion) sieht heutzutage anders aus!

Screenshot Impressum | Gewerbeverlag Online | Stand 26.05.2015
Screenshot Impressum | Gewerbeverlag Online | Stand 26.05.2015

Ein „Firmeneintrag 12 Monate mit Suchoptimierung“ kostet 299 Euro


Aber zurück zu den üblichen Formalitäten bezüglich des Branchenbuchs „Gewerbeverlag Online“. Das spanische Unternehmen verlangt für einen sogenannten „Firmeneintrag 12 Monate mit Suchoptimierung“ einen Endpreis über 299 Euro. Dieser Firmeneintrag ist mit einer automatischen Kündigung verbunden. Laut des vorliegenden Vertrags mit „Gewerbevertrag Online“ ist dieser am Telefon mit dem Gewerbetreibenden zustande gekommen. Laut „Fernmündlichem Vertrag“ wurde dieser „nach § 312b ff. per Bandaufnahme“ mit dem Gewerbetreibenden abgeschlossen, heißt es in der vorliegenden Rechung vom „Gewerbeverlag Online“. Hinsichtlich abgeschlossener Verträge mit Branchenbucheinträgen, die per Cold Call und mit Bandaufzeichnung zustande gekommen sind, konnten die angeschlossenen Anwälte des Verbraucherdienst e.V. schon etliche Verträge mit Gewerbetreibenden anfechten.

Einmal nicht richtig aufgepasst - und schon ist ein rechtswirksamer Vertrag zustande gekommen!


Im üblichen Stress des täglichen Geschäftsalltags achten viele Gewerbetreibende nicht auf vertragliche Kleinigkeiten und rufen meist nicht die AGB der Firma hinter dem „Gewerbeverlag Online“ im Internet auf, wenn ein Vertrag mittels Bandaufzeichnung angeschlossen wird. Dann hat der Gewerbetreibende jedoch – meist unbemerkt - einen kostenpflichtigen Vertrag mit einem Online-Branchenbuch aus dem spanischen Urlaubsort Playa del Ingles abgeschlossen. Wenig später folgt eine Rechnung von „Gewerbeverlag Online“ (siehe Screenshot) über 299 Euro, welche auf die spanische Banco de Sabadell S.A. (BIC: BSABESBBXXX) von dem Gewerbetreibenden überwiesen werden soll.

Rechnung | Gewerbeverlag Online
Rechnung | Gewerbeverlag Online 

Verbraucherdienst e.V. informiert über „Gewerbeverlag Online“


Den erhofften Werbeeffekt des sogenannten „Firmeneintrag mit Suchoptimierung“ kann Verbraucherdienst e.V. nicht einschätzen. Basierend auf der nicht suchmaschinenoptimierten Homepage vermuten wir jedoch, dass dieser eher gering ausfallen dürfte.
Mitglied sein heißt –  der Zug ist noch nicht abgefahren.


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Örtliches Branchenregister | Branchenbuch aus Leipzig


Kennen Sie das Branchenbuch „Örtliches Branchenregister“? Nicht zu verwechseln mit dem Online-Telefonbuch „Das Örtliche“ der DeTeMedien der Telekom! Zurzeit informiert Verbraucherdienst e.V.  über den abgeschlossenen Vertrag mit dem Online-Branchenbuch aus dem Freistaat Sachsen.

„Verbinden Sie Ihr Unternehmen“ ist der Werbeslogan des Branchenbuchs „Örtliches Branchenregister“


Mit dem Slogan „Verbinden Sie Ihr Unternehmen“ wirbt das Branchenbuch „Örtliches Branchenregister“ aus der sächsischen Messestadt Leipzig (Brünner Straße 10). Zielgruppe des Branchenbuchs mit der Webseite das-oertlichebranchenregister.de sind Gewerbetreibende. So ist zum Beispiel auf der Homepage (im § 11 AGB) zu lesen: „Laut § 13 BGB ergibt sich weder ein Rücktritts- oder Widerrufsrecht, da die S. Marketing Management ausschließlich Geschäfte mit Gewerbetreibenden, Unternehmern und Freiberuflern betreibt.“ Dadurch sei ein rechtswirksamer Vertrag mit dem Gewerbetreibenden (laut Fernabsatzvertrag) zustande gekommen. Meist werden in der üblichen Hektik des Geschäftsalltags die AGB von den Gewerbetreibenden nicht beachtet. Mitglied sein heißt –  nicht hilflos zu sein.

Vermarktung eines Eintrags in „Örtliches Branchenregister“ per Cold Call und zwei Telefonaten

Vermarktet wird ein Eintrag in das Branchenbuch „Örtliches Branchenregister“ per sogenanntem Cold Call. So ist in den AGB zu lesen: „Das erste Telefonat mit unserem Verkäufer dient dazu, die vertragsrelevanten Daten zu klären und aufzunehmen.“ Ebenso heißt es im § 1 AGB weiter: „Zwischen S. Marketing Management und dem Kunden kommt es zu einem verbindlichen Vertrag, wenn der Kunde in einem zweiten Telefonat (Kontrollgespräch) oder schriftlich der S. Marketing Management einen Auftrag erteilt.“


Rechnung für einen Eintrag in "Örtliches Branchenregister"

474,82 Euro für einen „Firmeneintrag“ in „Örtliches Branchenregister“


Laut der vorliegenden Rechnung unseres Mitglieds verlangt Herr Sypitzki, der Geschäftsführer des Online-Portals „Örtliches Branchenregister“, einen Gesamtbetrag über 474,82 brutto. Der geforderte Geldbetrag für einen sogenannten „Firmeneintrag“ setzt sich aus dem Nettobetrag über 399 Euro netto und den üblichen Mehrwertsteuersatz über 75,81 Euro zusammen. Der geforderte Geldbetrag soll von dem Gewerbetreibenden auf ein Konto der Postbank (BIC: PBNKDEFF), dessen Inhaber ebenfalls der Geschäftsführer Sypitzki ist, überwiesen werden. Mitglied sein heißt –  immer auf den aktuellen  Stand zu sein.
Nutzen Sie die unverbindliche Hotline vom Verbraucherdienst e.V.

Haben Sie auch einen kostenpflichtigen Vertrag mit der S. Marketing Management bezüglich eines kostenpflichtigen Eintrag in das Online-Portal „Örtliches Branchenregister“ abgeschlossen?



Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.


Donnerstag, 21. Mai 2015

Aktuell: Verbraucherdienst e.V. in eigener Sache






Liebe Verbraucher und Mitglieder,

da wir regelmäßig auch mit unseriösen Firmen gerichtliche Auseinandersetzungen bestreiten, registrieren wir aktuell Angriffe auf unsere Webpräsenzen sowie auf unsere Bewertungsprofile. Unser Verein kann nahezu identische Vorgänge auf unterschiedlichen Seiten des Verbraucherdienst e.V. beobachten - deshalb gehen wir von einer systematischen Rufschädigung aus. Mitglied sein heißt –  nicht allein zu sein.

Natürlich können sich Fehler einschleichen, schließlich arbeiten in unserem Verein auch nur Menschen. Dennoch können wir zahlreiche Erfolge vorweisen. Dank unserer weitreichenden Webpräsenz und Social-Media-Aktivitäten wandten sich zahlreiche Verbraucher vertrauensvoll an uns, wenn sie Hilfe in Sachen Verbraucherschutz suchten. Uns ist bewusst, dass ein derartig gelingendes Konzept auch viele Neider und Kritiker auf den Plan ruft. Verbraucherschutz ist für uns jedoch eine Herzensangelegenheit, für den wir trotz Gegenwind unseriöser Firmen einstehen. Mitglied sein heißt –  sich nicht alles gefallen zu lassen.



Ihr Verbraucherdienst e.V.



Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Kostenlose Infos erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.



Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Mittwoch, 20. Mai 2015

Deutsches Zentralregister TCR | Fragwürdiger „Datenlöschungsauftrag“

Verbraucherdienst e.V. sowie die Verbraucherzentrale Niedersachsen informieren aktuell über das Unternehmen „Deutsches Zentralregister TCR“ aus dem nordrhein-westfälischen Dortmund.

269 Euro für „Datenlöschungsauftrag“ von der Firma „Deutsches Zentralregister TCR“


Laut den Informationen der Verbraucherzentrale Niedersachsen soll die Firma „Deutsches Zentralregister TCR“ einen sogenannten „Datenlöschungsauftrag“ am Telefon an Verbraucher vertreiben. Für diese fragwürdige Dienstleistung („Datenlöschungsauftrag“) verlangt die Dortmunder Firma „Deutsches Zentralregister TCR“ sogenannte Aktenverwaltungsgebühren über 269 Euro. Mit diesen recht zweifelhaften Gebühren (über 269 Euro) habe dann der Verbraucher das Dortmunder Unternehmen beauftragt europaweit Gewinnspielfirmen, Lotterieveranstalter sowie Zeitschriftenverlage wegen vermuteter Datenmissbrauchsfälle anzuschreiben. Mitglied sein heißt –  Gewinner zu sein.

Kunde soll auf ein rumänisches Konto der Firma „Justorat“ überweisen


Die 269 Euro soll der Kunde anschließend auf ein Konto aus Rumänien überweisen. Der rumänische Empfänger der fragwürdigen Dienstleistung von der Firma „Deutsches Zentralregister TCR“ ist dem Verbraucherdienst e.V. mit seinen Vertragsanwälten allerdings schon bestens bekannt! Es ist nämlich die Firma „Justorat“ aus Bulgarien. Verbraucherdienst e.V. berichtete bereits über die Firma „Justorat“ aus der Hauptstadt Sofia, die bereis Mahnungen – auch als Zahlungsaufforderungen bekannt - im Auftrag des „Fachverbandes der Lotterie- und Glückspielanbieter Deutschland“ an deutsche Verbraucher verschickt hatte. Laut den Recherchen des Verbraucherdienst e.V. ist die rumänische Firma „Justorat“ auch als Inkassofirma tätig.

Verbraucherdienst e.V. informiert Sie unverbindlich!


Eine unverbindliche Telefon-Hotline bzw. eine E-Mail-Adresse vom Verbraucherdienst e.V. können bezüglich „Deutsches Zentralregister TCL“ und deren Aktenverwaltungsgebührten kontaktiert werden. Mitglied sein heißt –  stark zu sein.

Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Debcon GmbH | Drohung mit Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid, Zwangsvollstreckung und Klage


Die Inkassofirma Debcon GmbH aus Bottrop droht inzwischen mit der Versendung von unzähligen Mahnbescheiden und Vollstreckungsbescheiden. Zwangsvollstreckungen oder sogar Klagen können später die unliebsame Folge sein. 

Debcon GmbH | Drohung mit Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid, Zwangsvollstreckung und Klage

Debcon GmbH droht mit Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid - Zwangsvollstreckung oder sogar Klagen können die unangenehme Konsequenz sein


Verbraucherdienst e.V. mit seinen Vertragsanwälten bekam heute ein Schreiben (Erstellungsdatum 15.05.2015) per Fax zugeschickt. In den ersten Zeilen des vorliegenden Schreibens baut die Debcon GmbH (Poststraße 6) gegenüber ihren Schuldnern eine Drohkulisse mit der Zusendung eines Mahnbescheids oder eines Vollstreckungsbescheids auf. Zwangsvollstreckungen oder sogar Klagen könnten die unangenehme Folge aus früheren Urheberrechtsverletzungen sein – sollte das Schreiben von dem Schuldner ausgesessen werden. Mitglied sein heißt –  den Rest kannst du dir sparen.

Debcon GmbH will ab Mai 2015 monatlich 1.000 Mahnbescheide beantragen


Die Debcon GmbH werde „nach Übermittlung der wirtschaftlichen Situation des jeweils einzelnen Forderungsschuldners / Gegners monatlich über die Inkassosoftware automatisiert rund 1.000 gerichtliche Mahnbescheide, und die damit verbundenen Vollstreckungsbescheide beantragen.“ Ebenso befindet sich auf der Homepage der Bottroper Inkassofirma eine ähnliche Meldung (vom 05.05.2015): „Debcon GmbH beantragt ab Mai 2015 monatlich 1.000 Mahnbescheide“ (Quelle: http://debconwebcenter.de/). Folgen auch ab Mai 2015 unzählige Vollstreckungsbescheide, Zwangsvollstreckungen oder sogar Klagen?

15.000 Inkassoforderungen von der Debcon GmbH mit den Status „GERICHT_MAHNBESCHEID“


Weiter ist in dem vorliegenden Schreiben zu lesen, dass fast 15.000 Forderungen (!) durch die Debcon GmbH (unmittelbar) bevorstünden, aus denen im schlimmsten Fall ein Mahnbescheid, ein Vollsteckungsbescheid, eine Zwangsvollstreckung oder sogar eine Klage entstehen könnten. Diese circa 15.000 Forderungen (!) habe die Debcon GmbH mit dem Status „GERICHT_MAHNBESCHEID“ markiert, sollte es nicht zu einer außergerichtlichen Einigung zwischen dem jeweiligen Schuldner und der Inkassofirma aus Bottrop kommen. In dem vorliegenden Schreiben wird nicht nur mit einem Mahnbescheid oder einen Vollstreckungsbescheid gedroht. Vergessen Sie nicht, dass sogar Zwangsvollstreckungen oder sogar Klage bei Gericht die Folge sein können.


Riskieren Sie keinen Schufa-Eintrag durch die Debcon GmbH

Außerdem sei die Inkassofirma aus dem Ruhrgebiet ebenfalls dazu verpflichtet, die „gerichtlich festgestellten Forderungen der Schufa einzumelden“. Ein Schufa-Eintrag ist dann für Sie – von der Debcon GmbH beantragt – nicht von Vorteil, da etliche negative Merkmale (zum Beispiel negatives Zahlungsverhalten, Mahnverfahren, Vollstreckungsbescheide) oder ein beantragter Mahnbescheid bei unbestrittener Forderung von der Schufa gespeichert werden. Quelle: http://www.vergleich.de/informationen/finanzierung/schufa/daten.html

Debcon GmbH droht sogar bis zur Titulierung oder zur Vollstreckung bis ins Vermögen


Sollte es jedoch zu einem Widerspruch gegen einen Mahnbescheid kommen, würden „auf Filesharing beauftragte anwaltliche Vertreter der Debcon GmbH“ Ansprüche vor Gericht gegenüber dem Schuldner geltend machen. In der Vergangenheit trat Herr Rechtsanwalt Sebastian Wulf als Prozessbevollmächtigter auf. Die Inkassofirma aus Bottrop droht dabei den jeweiligen Schuldnern „bis zur Titulierung“ und sogar mit einer „möglichen Vollstreckung in das Vermögen“. Mit dieser Formulierung droht die Inkassofirma mit möglichen Vollstreckungsbescheiden, Zwangsvollstreckungen und / oder sogar Klagen vor Gericht.

Versucht jetzt die Debcon GmbH alte Filesharing – Abmahnungen zu versilbern?


Denn die Debcon GmbH versucht zurzeit alte ignorierte Forderungen aus alten Abmahnungen wegen Filesharing zu „versilbern“. Die in den Brief aufgebaute Drohkulisse gegenüber dem Schuldner soll allerdings der Debcon GmbH zu einem schnelleren Zahlungseingang verhelfen – ohne, dass es zu einem Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid, Zwangsvollstreckung oder sogar zu einer Klage kommt. Laut den Informationen des Verbraucherdienst e.V. treibt diese Inkassofirma für verschiedene Rechtinhaber Forderungen ein.



Ursprüngliche Forderung seitens Debcon GmbH beträgt insgesamt 1.136,83 Euro


Um noch an das Geld der Schuldner ohne Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid, Zwangsvollstreckung oder Klage zu gelangen, führt die Debcon GmbH „drei Möglichkeiten“ in dem vorliegenden Schreiben auf, womit „das automatisierte gerichtliche Mahnverfahren durch das individuelle Tun“ des Schuldners verhindert werden soll. Obwohl die Gesamtforderung gegenüber unserem Mitglied eine Höhe von über 1.136,83 Euro (Hauptforderung 1.000 Euro / Zinsen 136,83 Euro) beträgt, sehen die Alternativen hinsichtlich einer außergerichtlichen Klärung ohne Zusendung eines Mahnbescheids oder sogar eines Vollstreckungsbescheids (für unser Mitglied bis zum 02.06.2015) folgendermaßen aus. In den drei Szenarien einer außergerichtlichen Einigung mit unserem Mitglied verzichtet die Inkassofirma auf die Gerichtskosten sowie auf die weiteren anfallenden Kosten. Laut dem Schreiben verzichte die Debcon GmbH außerdem gegenüber dem Schuldner (unserem Mitglied) auf die Zustellung eines Mahnbescheids oder eines Vollstreckungsbescheids. Mitglied sein heißt –  der Zug ist noch nicht abgefahren.

Angebot von der Debcon GmbH über 683,30 Euro, 797,18 Euro oder individuell zugeschnitten


In dem ersten Inkassoangebot bietet die Debcon GmbH dem Schuldner durch die sofortige Einstellung eines möglichen Mahnbescheids mit der sofortigen Zahlung über 683,30 Euro an. Ebenfalls werden unserem Mitglied in dem nächsten Inkassoangebot zwölf gleich hohe Ratenzahlungen über 66,43 Euro angeboten. Demzufolge müsste unser Mitglied insgesamt einen Geldbetrag über 797,18 Euro an die Inkassofirma überweisen. In dem dritten Inkassoangebot würde unser Mitglied einen von der Debcon GmbH „zugeschnittenen außergerichtlichen Vergleich“ erhalten, der nach den wirtschaftlichen Verhältnissen des jeweiligen Schuldners angepasst sei. Dazu müsse unser Mitglied jedoch auf die sogenannte „Einrede auf Verjährung“ – die gesetzlich festgelegte Verjährungsfrist – verzichten, sodass diese die Geldforderungen auch über einen längeren Zeitraum gegenüber dem Schuldner beitreiben kann. Nach Prüfung der geltend gemachten Forderung durch die Anwälte des Verbraucherdienst e.V ist dem Mitglied abgeraten worden ein derartiges Angebot anzunehmen.

Debcon GmbH droht dem Schuldner auch mit bevorstehender Mitarbeiterstärke


Zu guter Letzt droht die Bottroper Inkassofirma unserem Mitglied sogar noch mit „bevorstehender dünner Mitarbeiterstärke“. Aus diesem Grund könnten gerichtliche Mahnbescheide - die sich schon Bearbeitung befänden – nicht gestoppt oder zurückgenommen würden. Aus diesem Grund sei die festgesetzte Fristsetzung (bis zum 02.06.2015) von dem Schuldner (unserem Mitglied) zu beachten um irrtümlicherweise– trotz Zahlungswillen des Schuldners– einen Mahnbescheid oder sogar einen Vollstreckungsbescheid zugeschickt zu bekommen. Von einer Zwangsvollstreckung oder einer Klage ganz zu Schweigen.

Haben Sie auch ein Schreiben mit dieser Drohung von der Debcon GmbH aus Bottrop erhalten? Wird in diesem auch mit einem gerichtlichen Mahnbescheid oder sogar einem Vollstreckungsbescheid gedroht?
Schreiben der Debcon GmbH vom 15.05.2015
Schreiben der Debcon GmbH vom 15.05.2015

Teilen Sie uns Ihre Erfahrungen mit der Debcon GmbH mit!


Sollten Sie als Verbraucher mit diesem Unternehmen Erfahrungen bezüglich Mahnbescheiden, Vollstreckungungsbescheiden, Zwangsvollstreckungen und Klagen gemacht haben, teilen Sie uns dieses bitte mit. Auch interessiert uns Ihre Reaktion auf solche Schreiben der Debcon GmbH. Mitglied sein heißt –  nicht hilflos zu sein.


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Montag, 18. Mai 2015

Firmen Suchportal | Bei Nichtbezahlung Mahnung von der Tesch Inkasso Finance GmbH

Wegen eines nicht sofort bezahlten Branchenbucheintrag in das „Firmen Suchportal“– aus der wenig später eine Mahnung von der Tesch Inkasso wurde – informiert inzwischen Verbraucherdienst e.V. aus Essen.

„Gefunden werden statt immer nur suchen“ ist das „Firmen Suchportal“ - Motto
Mit dem vielversprechenden Werbeslogan „Gefunden werden statt immer nur suchen“ versucht die Düsseldorfer Firma „Firmen Suchportal“ einen kostenpflichtigen Branchenbucheintrag mit sogenannter „Google-Optimierung“ für „teures Geld“ an Gewerbetreibende zu verkaufen. Denn das „Firmen Suchportal“ aus Düsseldorf-Reisholz - unweit der Stadt Hilden und der Oligser Heide in Solingen – „versteht sich als All-in-One Dienstleister, im Bereich SEO / SEM und Ihrer Top Platzierung bei Google“. Mit diesem vollmundigen Werbeversprechen vermarktet das Düsseldorfer Unternehmen Branchebucheinträge an Gewerbetreibende. Der verheißungsvolle Werbespruch von dem „Firmen Suchportal“ ist auf deren Homepage (siehe Screenshot) nachzulesen. Verbraucherdienst e.V. bezweifelt jedoch den Erfolg der vielversprechenden Dienstleistung von dem „Firmen Suchportal“ aus der Landeshauptstadt des Landes NRW. Mitglied sein heißt –  ein Teil der starken Gemeinschaft zu sein.

Screenshot der Homepage von "FirmenSuchportal" | 18.05.2015

297,50 Euro brutto kostet ein Eintrag in das „Firmen Suchportal“ aus dem rheinischen Düsseldorf
Den wirtschaftlichen Erfolg bezüglich dem „Eintrag im Firmen Suchportal und Google“ kann der Verbraucherdienst e.V. mit seinen Vertragsanwälten nicht genau abschätzen. Auf jeden Fall kostet ein gewerblicher Eintrag in das Online-Portal „Firmen Suchportal“ 297,50 Euro brutto mit einer einjährigen Laufzeit, der sich automatisch um ein weiteres Jahr für den Gewerbetreibenden verlängert. Wird allerdings die Rechnung von dem Gewerbetreibenden nicht innerhalb einer kurzer Zeit auf ein Konto der Stadtsparkasse Düsseldorf (BIC: DUSSDEDD) oder Postfinance (BIC: POFICHBEXXX) überwiesen, folgt wenig später eine Zahlungserinnerung, eine erste Mahnung über 307,50 brutto Euro sowie eine letzte Mahnung über 317,50 brutto Euro von dem Betreiber des Branchenbuch-Portals „Firmen Suchportal“. Werden diese zugeschickten Schreiben von dem Unternehmen „Firmen Suchportal“ jedoch missachtet, folgt wenig später eine Mahnung – auch Zahlungsaufforderung genannt - von der Tesch Inkasso Finance GmbH aus Tönisvorst. Mitglied sein heißt –  Ruhe bewahren zu können.

Mahnung von Tesch Inkasso über 373,51 Euro brutto
Hinsichtlich weiterer Nichtbezahlung der fälligen Forderungen erhöht sich anschließend der geforderte Betrag auf insgesamt 373,51 Euro brutto. Dann setzt sich die Geldforderung, die in der Mahnung (Zahlungsaufforderung) von der Tesch Inkasso beigetrieben wird, aus der Hauptforderung (297,50 Euro brutto), den Mahnkosten des Auftraggebers (22,01 Euro brutto) sowie den Inkassokosten (54,00 Euro brutto) zusammen. Diese Mahnung von der Tesch Inkasso, die dem Verbraucherdienst e.V. mit seinen Vertragsanwälten von einem Mitglied vorliegt, sei eine Gelegenheit, die „Sache“ (die fällige Rechnung) außergerichtlich mit dem Gewerbetreibenden zu regeln. Dadurch würden weitere Kosten hinsichtlich des Branchenbuch-Portals „Firmen Suchportal“ vermieden werden, heißt es in der vorliegenden Mahnung.

Tesch Inkasso ist im deutschen Rechtsdienstleistungsregister gelistet
Einer Mahnung von der Tesch Inkasso liegt schon ein vorgefertigter Überweisungsträger – auch Zahlschein genannt - bei. Bei der Tech Inkasso handelt es sich um kein „Fake-Inkasso“, sondern um ein seriöses Inkassounternehmen, das sogar im deutschen Rechtsdienstleistungsregister (siehe Screenshot) gelistet ist.

Screenshot des Rechtdienstleistungsregisters | Eintrag "Tesch Inkasso Finance GmbH" | 18.05.2015


Inkassoforderung soll auf die Commerzbank Krefeld überwiesen werden
Demzufolge darf die Tesch Inkasso Finance GmbH laut der zuständigen Registrierungsbehörde – dem Oberlandesgericht Düsseldorf - offiziell in Deutschland für das Branchenbuch-Portal „Firmen Suchportal“ offene Geldforderungen mit Mahnungen – auch Zahlungsaufforderungen genannt - beitreiben. Bezüglich der Bezahlung der offenen Inkassoforderung eines Branchenbucheintrags in das Online-Portal „Firmen Suchportal“ gibt die Tesch Inkasso ein deutsches Konto von der Commerzbank Krefeld an.

Verbraucherdienst e.V. informiert unverbindlich
Haben Sie ebenfalls eine Rechnung oder sogar eine Mahnung bezüglich eines kostenpflichtigen Vertrags mit der Düsseldorfer Branchenbuch-Firma erhalten? Wurde Sie schon von der Tesch Inkasso gemahnt? Mitglied sein heißt – Gewinner zu sein.


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Mittwoch, 13. Mai 2015

Medienbranchenregister | Mahnung wegen kostenpflichtigen Branchenbuch aus Antalya


Eine Mahnung bezüglich eines kostenpflichtigen Eintrags in das Online-Branchenbuch „Medienbranchenregister“ von der Firma Bayazit Medien aus der Türkei hat zurzeit der Essener Verein Verbraucherdienst e.V. im Mitgliederauftrag vorliegen. Den abgeschlossenen Vertrag, der durch ein sogenanntes Korrekturfax zustande gekommen sein soll, die Rechnungen sowie die anschließende Mahnung durch die Kölner Anwaltskanzlei Yendi (wegen Nichtzahlung der Rechung für das „Medienbranchenregister“), hat der Verbraucherdienst e.V. aus Essen vorliegen. Mitglied sein heißt –  nicht allein zu sein.

„Medienbranchenregister“ stammt von der türkischen Firma Bayzit Medien

Unser Mitglied, ein Gewerbetreibender, beauftragte den kostenpflichtigen Branchenbucheintrag in das Online-Portal medienbranchenregister.com aus der Türkei (Eski Lara Yolu, No. 219/4, Sirinyali Mah. Muratpasa/ Antalya) mittels Abschlusses eines rechtswirksamen Vertrags.
Screenshot der Homepage "MedienBranchenRegister" | Stand: 13.05.2015

Kanzlei Yendi fordert in der Mahnung einen Betrag über 3.481,52 Euro

Laut der vorliegenden Mahnung sollte unser Mitglied insgesamt 3.481,52 Euro bis zum 14.05.2015 bezahlen. Der geforderte Betrag von der Rechtsanwaltskanzlei Yendi aus Köln-Mülheim (Wiener Platz 4) setzt sich aus einen geforderten Gegenstandswert über 2.991,00 Euro, den zusätzlichen Gebühren über 334,75 Euro sowie den bisher angefallenen Zinsen über 155,77 Euro zusammen. Diese Zinsen über insgesamt 155,77 würden sich laut der Mahnung von der Kölner Kanzlei Yendi mit 0,60 Euro Tageszinsen ab dem 31.03.2015 berechnet.

997 Euro kostet eine Auflage für den Gewerbetreibenden

Unser Mitglied soll für die Veröffentlichung einer Werbeanzeige in das Branchenbuch-Portal „Medienbranchenregister“ für jede Auflage jeweils einen Gesamtbetrag über 997 Euro bezahlen. Da der Gewerbetreibende allerdings die erste bis dritte Auflage eines Eintrags in das „Medienbranchenregister“ in Auftrag gegeben habe, würde daraus dieser hohe Forderungsbetrag entstehen, der nun durch die Rechtsanwaltskanzlei Yendi eingefordert wird. Mitglied sein heißt –  immer auf den aktuellen  Stand zu sein.

„Einstellungs-Pflegekosten“ in das „Medienbranchenregister“ über 299 Euro

Laut der vorliegenden Rechung der türkischen Firma Bayazit Medien besteht ein Branchenbucheintrag aus einem sogenannten Grundpreis über 499 Euro. Dazu kommen noch die „Einstellungs-Pflegekosten“ über 299 Euro sowie die „Graf. Gestaltung“ über 199 Euro hinzu. Verbraucherdienst e.V. wundert sich außerdem (wie zum Beispiel) die hohen „Einstellungs-Pflegekosten“ von fast 300 Euro zusammen kommen sollen. Denn der Arbeitsaufwand für die Einstellung der Daten des Gewerbetreibenden in ein Content-Management-System ist doch eher gering. So oder so - der Gewerbetreibende (inzwischen unser Mitglied) sollte den geforderten Geldbetrag als „Nicht im Inland steuerbare Leistung“ auf ein Konto der „Turk Ekonomi Bankasi A.S.“ (BIC: TEBUTRIS462, ebenfalls aus dem türkischen Urlaubsparadies Antalya, überweisen. Quelle: http://www.swift-code.com/turkey/swift-code-tebutris462.html.

Kontaktmöglichkeiten mit den Verbraucherdienst e.V.  auch für Ihre Mahnung von der Kölner Kanzlei Yendi

Haben Sie auch eine Rechnung von Bayazit Medien aus der Türkei für das Online-Portal „Medienbranchenregister“ oder sogar schon eine Mahnung von der Kanzlei Yendi aus Köln in Ihren Briefkasten gefunden? Verbraucherdienst e.V. informiert Sie bezüglich Ihren Vertrag mit dem  Branchenbuch „Medienbranchenregister“.


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Mittwoch, 29. April 2015

Internet Online Media GmbH | “Werbebudget Google” mit “Online-Werbesysteme-Premium”?

Verbraucherdienst e.V. hat zurzeit im Mitgliederauftrag eine Rechnung von einer sogenannten Internet Online Media GmbH aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf (Hansaallee 299) vorliegen. Eine Zahnarztpraxis aus Bayern, inzwischen unser Mitglied, soll für die Dienstleistung eines „Werbebudget Google“ inklusive „Online-Werbesysteme-Premium“ den stolzen Betrag über 296,31 Brutto bezahlen.

296,31 Euro brutto für „Google“-Diensteistung von der Internet Online Media GmbH

Laut der vorliegenden Rechung der Internet Online Media GmbH soll das sogenannte „Werbebudget Google“ den stolzen Betrag über 200 Euro kosten. Für das „Online-Werbebudget-Premium“ werden noch 49 Euro zusätzlich von dem Gewerbetreibenden aus Bayern verlangt. Insgesamt soll die Zahnarztpraxis 249 Euro netto bzw. 296,31 brutto auf ein Konto der Commerzbank (BIC: COBADEDDXXX) überweisen. Diese Dienstleistung von der Internet Online Media GmbH soll sich auf einen Zeitraum von einem Monat (nämlich vom 01. bis zum 28.02.2015) belaufen. Mitglied sein heißt –  auf der sicheren Seite zu stehen.


Homepage der Internetmedia Online Marketing GmbH | Stand 28.04.2015

„Endlich bei Google auf der 1. Seite“ – Dichtung oder Wahrheit?

„Endlich bei Google auf der 1. Seite“, mit diesem vielversprechenden Werbeslogan versucht die dieses Düsseldorfer Unternehmen hilfesuchenden Gewerbetreibenden eine sogenannte „Google“-Optimierung zu verkaufen, die sich wenig oder überhaupt nicht mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) von Webseiten im Internet auskennen.

Keine direkten Einsichtmöglichkeiten der durchgeführten Dienstleistung

Laut der Aussage des Gewerbetreibenden (also auch unser Mitglied) wurde er von dem Düsseldorfer Unternehmen hinsichtlich durchgeführter Dienstleistungen nicht richtig aufgeklärt. So soll zum Beispiel keine direkte Einsichtmöglichkeit der tatsächlich durchgeführten „Google“ - Kampagnen bestehen. Außerdem soll die Internet Online Media GmbH keine Berichte über die durchgeführten „SEO -Optimierungen“ an unser Mitglied weitergegeben haben. Somit ist es für den Gewerbetreibenden undurchsichtig, aus welcher durchgeführten Dienstleistung das sogenannte „Werbebudget Google” mit „Online-Werbesysteme-Premium” besteht.

Bereits im Jahr 2013 berichtete der Schlosser Jörg Reinholz auf seinem Blog über die "nicht ganz astreinen" Geschäftsgebaren der Internet Online Media GmbH aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf.

Quelle: http://joerg-reinholz.blogspot.ch/2013/08/betrugsuntreue-vorwurfe-gegen-die.html


Wir informieren Sie über den abgeschlossenen Vertrag mit der Online Media GmbH aus Düsseldorf

Haben Sie auch einen Vertrag mit der Internet Online Media GmbH aus Düsseldorf bezüglich einer fragwürdigen „Google“ - Optimierung abgeschlossen? Sollen Sie auch 296,31 Euro für diese Dienstleistung bezahlen? Verbraucherdienst e.V., der bekannte eingetragene Verein für Verbraucherschutz aus dem Ruhrgebiet, informiert Sie über den fragwürdigen Vertrag mit der Internet Online Media GmbH.


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Dienstag, 28. April 2015

Lebensfreude GbR | Die fragwürdige Dienstleistung der MIT AG aus Bern

Im April 2015 durfte Verbraucherdienst e.V. zahlreiche Rechnungen einer sogenannten Lebensfreude GbR (MIT AG) aus Bern (Schweiz) im Mitgliederauftrag betreuen. So zum Beispiel für unser Mitglied Herrn M. aus B., der via Cold Calling einen Vertrag mit der Firma aus der Schweiz abschloss.

Update 09.11.2015: Salzburger Arbeiterkammer warnt vor Gewinnspielabzocke


59 EUR für einen Anteil der Lebensfreude (MIT AG) aus der Schweiz


Bei dem vorliegenden Begrüßungsschreiben des Unternehmens aus Bern dürfte das subjektive Empfinden der Freude am eigenen Leben allerdings schnell verflogen sein. Für den Kauf eines Anteils an der Lebensfreude GbR (MIT AG) werden von deutschen Staatsbürgern 59 EUR verlangt. Österreicher sollen dafür 69 EUR bezahlen, während von Staatsbürgern der Schweiz für die Dienstleistung sogar 79 Euro eingefordert werden. Laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der MIT AG gelte bei der Lebensfreude GbR das Recht der Schweizerischen Eidgenossenschaft (Schweiz). Mitglied sein heißt – nicht hilflos zu sein.

Welche Dienstleistung bietet das Unternehmen aus der Schweiz?

Das „unschlagbare Angebot“ der Lebensfreude GbR (MIT AG) soll zehn voll ausgefüllte Lottoscheine für jeden Mittwoch und Samstag im Monat enthalten, sowie eine sogenannte „Geld-zurück-Garantie“, mit der komplette Anteils-Kaufpreise wieder zurück erstattet werden sollen – sofern man keine Gewinne erzielt. Teilnehmer erhalten darüber hinaus ein persönliches Monatshoroskop und eine kostenlose Mitgliedschaft bei dem großen Rabatt-Club Deutschlands www.kaufspass.de. Verbraucherdienst e.V. ist der Meinung, dass es sich hier um ein fragwürdiges Angebot aus Bern im Rahmen von Glücksspielen handelt - für gutgläubige Verbraucher, die sich auf die Geld-zurück-Garantie verlassen. Denn die Geld-zurück-Garantie kann nur gesondert aktiviert werden, indem eine schriftliche Einzugsermächtigung erteilt wird für Anteilskaufscheine für Lebensfreude GbRs, sodass die monatlichen Beiträge mittels Lastschrift vom Konto des Verbrauchers eingezogen werden können.

Zielgruppe der fragwürdigen Unternehmung sind gutgläubige Verbraucher


Jedoch entsprechen die Versprechungen dieses Unternehmens nicht den Erfahrungen unserer Mitglieder. So erhielt z.B. eine Teilnehmerin der Lebensfreude GbR (die sich bei Verbraucherdienst e.V. meldete) trotz Zahlung keinen Nachweis, dass überhaupt über eine Lottoteilnahme statt fand. Zudem erfolgte auch die in den Unterlagen der MIT AG vollmundig versprochene detaillierte Gewinnabrechnung (Bilanz). Das Mitglied selber hat nach dem hier vorliegenden Unterlagen der MIT AG keine schriftliche Einzugsermächtigung erteilt, trotzdem fanden Belastungsbuchungen 4 x 59 EUR monatlich statt. Ein Betrag in Höhe von 3,45 EUR wurde auf das Konto des Mitglieds unter Angabe "Ertragsabrechnung" gutgeschrieben. Woraus die Erträge erzielt wurden, ist nicht bekannt. Zu guter letzt erhielt die Verbraucherin sogar eine Zahlungsaufforderung in Höhe von 276,85 EUR von der Condor Forderungsmanagement im Auftrag der MIT AG aus 3018 Bern.

Ob es überhaupt zu einer tatsächlichen Teilnahme kam, kann nicht überprüft werden. Laut der teilnehmenden Verbraucher konnte aber festgehalten werden, dass die Verträge via unerwünschten Werbeanruf (Cold Calling) und per Bandaufzeichnung zustande kamen. Diese Form der Akquise ist seit dem 09.10.2013 in Deutschland verboten.

Brief von dem „Projekt Lebensfreude“ aus der Bümplizstrasse 104 verschickt


Der von dem Schweizer Unternehmen (Homepage http://lebensfreude-gbr.com/) geforderte Geldbetrag für das „Projekt Lebensfreude“ der MIT AG wird mittels Lastschrift über Österreich eingezogen. Interessant ist, dass die Firma aus der Schweiz kommt. Gibt es in der Schweiz keine Banken?
Dabei stammt dieses Unternehmen allerdings aus der Bümplizstrasse 104 aus dem Berner Stadtteil Bümplitz (siehe Google Maps). Dort befindet sich auch die Berner Kantonalbank „BEKB“ / „BCBE“. Auch in diesem Gebäude soll sich die Lebensfreude GbR (MIT AG) befinden. Bei dieser Firmenadresse handelt es vermutlich um eine sogenannte Briefkastenfirma. Es ist außerdem anzunehmen, dass sich das Büro der Lebensfreude GbR (MIT AG) in einer Hochhauswohnung auf der Bümplizstrasse 104 befindet.

Update 09.11.2015: Salzburger Arbeiterkammer warnt vor Gewinnspielabzocke


Auch die Salzburger Arbeitskammer informiert in einer Meldung auf ihrer Webpräsenz über die Geschäftsgebaren der MIT AG. So beschreibt Andrea Kinauer vom Konsumentenschutz der AK: „Bei der Firma MIT AG/Lebensfreude handelt es sich um eine uns bereits bekannte Lotteriegesellschaft. Die betroffenen Personen wurden von dieser Firma vor längerer Zeit bereits angerufen und zum Abschluss eines Gewinnspielvertrages gedrängt“. Weiter heißt es in dem Beitrag, dass laut des Konsumentenschutzgesetzes in Österreich solche Verträge, die via unerlaubtem Werbeanruf entstanden, nichtig und demnach nicht gültig seien. Quelle: https://sbg.arbeiterkammer.at/service/presse/pressemitteilungen/Gewinnspielabzocke__Condor_GmbH.html
In Deutschland sind solche Anrufe (Cold Calling) nicht erlaubt (§ 20 Abs. 2 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, UWG).

Kein Problem! Verbraucherdienst e.V. informiert



Haben Sie sich auch einen Brief von der Lebensfreude GbR (MIT AG) erhalten? Sollen Sie auch den hohen Geldbetrag für die fragwürdige Dienstleistung aus der Schweiz überwiesen? Verbraucherdienst e.V. hat bereits vielen Verbrauchern zur Seite gestanden, aufgrund von ungewollten Glückspiel- Angeboten . Wir bieten Ihnen kostenfreie Informationen bezüglich Lebensfreude GbR / Mit AG aus der Schweiz an. Mitglied sein heißt – immer auf den aktuellen Stand zu sein.

Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.


Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Freitag, 24. April 2015

Ergopoy Inkasso Dienst GmbH | Mahnung wegen „200 Gewinnspiele / Eurowin24“

Haben Sie auch eine Mahnung wegen einer sogenannten „Kündigungsbetätigung“ von der „Ergopoy Inkasso Dienst GmbH“ erhalten? Sollen Sie auch die Gesamtforderung über 233,38 Euro (Hauptforderung 184,88 Euro, Mahnkosten 9,50 Euro, vorgerichtliche Inkassokosten 39 Euro) wegen der nichtbezahlten Dienstleistung für „200 Gewinnspiele / Eurowin24“ auf ein Konto der Commerzbank (BIC: COBADEFFXX) überweisen?

„Ergopoy Inkasso Dienst GmbH“ fordert 233,38 Euro wegen „200 Gewinnspiele / Eurowin24“


Zurzeit informiert Verbraucherdienst e.V., der bekannte eingetragene Verein aus dem Ruhrgebiet, über eine Mahnung von der „Ergopoy Inkasso Dienst GmbH“ aus Frankfurt am Main. Für unser Mitglied, Frau E.W. aus S., betreut der Verbraucherschutzverein im Moment die umstrittene Mahnung. Laut dem vorliegenden Schreiben sei die Inkassofirma aus Frankfurt am Main für das Unternehmen „200 Gewinnspiele / Eurowin24“ bevollmächtigt worden den oben genannten Geldbetrag von unserem Mitglied Frau E.W. aus S. beizutreiben. Die Verbraucherin habe die kostenpflichtige Dienstleistung mit ihren persönlichen Daten zugestimmt. Jedoch habe die Schuldnerin, Frau E.W. aus S., bis zum heutigen Tage die fällige Geldsumme über 233,38 Euro noch nicht beglichen. Mitglied sein heißt –  nicht allein zu sein.


Mahnung von Ergopoly Inkasso Dienst GmbH
Fragwürdige Mahnung von Ergopoly Inkasso Dienst GmbH

Womit droht die „Ergopoy Inkasso Dienst GmbH“ gegenüber unserem Mitglied?


Sollte nicht innerhalb der nächsten drei Tage kein Zahlungseingang wegen des Mahnschreibens erfolgen, droht die Inkassofirma aus Hessen mit einem gerichtlichen Verfahren. Infolge eines sogenannten Zahlungsverzugs spricht die Inkassofirma aus Frankfurt am Main in dem Schreiben mit weiteren Folgekosten. Laut dem vorliegenden Mahnschreiben könne deshalb die „Ergopoy Inkasso Dienst GmbH“ verschiedenste Auskünfte über das Automobil, dem Arbeitslohn bzw. über die Konten der Schuldnerin ohne eines Einverständnisses der Schuldnerin einholen, damit eine schnelle Pfändung bezüglich der Nichtbezahlung der Inkassoforderung seitens des mahnenden Unternehmens möglich wäre. In dem vorliegenden Mahnschreiben weist ebenfalls die „Ergopoy Inkasso Dienst GmbH“ hin, dass laut dem 2. Kostenrechtsmodernisierungsgesetzes die anfallenden Kosten für die Rechtsanwälte, für das gerichtliche Verfahren sowie für die Zwangsvollstreckungen erheblich steigen würden.  Mitglied sein heißt –  sich nicht alles gefallen zu lassen.

„Ergopoy Inkasso Dienst GmbH“ nicht im deutschen Rechtsdienstleistungsregister gelistet


Laut den Recherchen des Verbraucherdienst e.V. darf die „Ergopoy Inkasso Dienst GmbH“ in Deutschland keine Geldforderungen legal beitreiben, da dieses fragwürdige Unternehmen nicht im deutschen Rechtsdienstleistungsregister gelistet ist. Auch Sie können selber diese Nichteintragung der Frankfurter Inkassofirma auf http://www.rechtsdienstleistungsregister.de/ nachprüfen.



Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Donnerstag, 23. April 2015

Mein Business Deal: Branchenbucheintrag von der ZaBu GmbH aus Schwerin

Die ZaBu GmbH aus Schwerin bietet auf der Internet-Seite von „Mein Business Deal“ laut eigener Aussage einen Eintrag in ein Branchenregister an. Diese Dienstleistung soll sich hauptsächlich an Bauunternehmen, Handwerkern, Dienstleistern oder Lieferanten richten. Es wird auf der Homepage von „Mein Business Deal“ (http://www.mein-businessdeal.de/) ein Firmenprofil in das Branchenregister über ein Kontaktformular dem Gewerbetreibenden offeriert. Doch es herrschen Unklarheiten über die Vertragslaufzeit und über die dementsprechende Kündigungsfristen. Mitglied sein heißt –  Gewinner zu sein.

Bild von der Website Mein Business Deal
Impressum von Mein Business Deal

236,81 EUR brutto für einen Branchenbucheintrag in „Mein Business Deal“


Der anfangs kostenlose Eintrag des Online-Portals „Mein Business Deal“ entpuppt sich wenig später als eine ziemlich teure Dienstleistung, sollte der Gewerbetreibende das Internet-Kontaktformular vollständig ausgefüllt und abgeschickt haben. Wenig später bekommt der blauäugige Gewerbetreibende eine Rechnung über 236,81 EUR brutto für den angeblich kostenlosen Branchenbucheintrag. In dieser Rechnung wegen des Eintrags wird dann allerdings ein 12-monatiger Vertrag bezüglich der Darstellung des Firmenprofils des Gewerbetreibenden auf der Webseite bestätigt. Von einer „kostenlosen“ Dienstleistung ist dann allerdings keine Rede mehr. Der geforderte Rechnungsbetrag über 236,81 EUR brutto sollte von dem Gewerbetreibenden „zeitnah“ auf ein Konto der Commerzbank AG (BIC: COBADEFFXXX) überwiesen werden. Wird nicht sofort der ausstehende Rechnungsbetrag an „Mein Business Deal“ überwiesen, folgt sofort eine Zahlungserinnerung.

ZaBu GmbH | Mein Business Deal | Auftragsbestätigung | 19.02.2015
ZaBu GmbH | Mein Business Deal | Auftragsbestätigung | 19.02.2015


ZaBu GmbH | Mein Business Deal | Rechnung | 19.02.2015
ZaBu GmbH | Mein Business Deal | Rechnung | 19.02.2015

Wer ist die ZaBu GmbH mit ihrem Online-Portal „Mein Business Deal“?


Die ZaBu GmbH, die Betreiberfirma des Internet-Portals „Mein Business Deal“, befindet sich im Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern. Diese Firma wird von den beiden Geschäftsführern Madlen Zanner und Marcel Bruhn betrieben. Unter der Adresse Eckdrift 18, Schwerin finden sich zwei Kosmetikstudios ("my style GmbH" und "medical beauty systems ltd.") sowie die Physiotherapie-Praxis von Viola Kettler. Verbraucherdienst e.V. versuchte vergebens, unter der auf den Schreiben angegebenen Telefonnummern die ZaBu GmbH zu erreichen. Mitglied sein heißt –  stark zu sein.

Haben Sie auch einen Vertrag mit der ZaBu GmbH aus Schwerin wegen des fragwürdigen Eintrags in das Online-Portal „Mein Business Deal“ abgeschlossen? Verbraucherdienst e.V. informiert über den abgeschlossenen Vertrag.


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Kostenlose Infos erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Mittwoch, 22. April 2015

Firmensucher24 | Branchenbuch aus Kleve

Firmensucher24.de – einfach schnell gefunden werden“ – Mit diesem aussagekräftigen Werbeversprechen versucht ein fragwürdiges Unternehmen vom Niederrhein teure Branchenbucheinträge an Gewerbetreibende zu verkaufen.


Homepage des Online-Branchenbuchs "Firmensucher24.de"


100 Euro für Branchenbucheintrag in Firmensucher24.de

Wurde ein Vertrag mit dem umstrittenen Branchenbuch-Portal Firmensucher24 aus Kleve (Arntzstraße 33 / 47533 Kleve) abgeschlossen stellt sich für den Gewebetreibenden die erfolgte Investition oft als eine herbe Enttäuschung dar. Obwohl der Eintrag für 12 Monate in das Online-Portal (Geschäftsführerin Anne-Cathrin Künzel) nur 100 Euro brutto für den Gewerbetreibenden kostet ist möglicherweise die dadurch erbrachte Dienstleistung auch für den „relativ kleinen“ Geldbetrag ziemlich nutzlos. Mitglied sein heißt –  den Rest kannst du dir sparen.


Wir informieren Sie wegen Firmensucher24.de

Laut der Rechnung, die dem Verbraucherdienst e.V. von einem bayerischen Gewerbetreibenden vorliegt, sollte der Geldbetrag innerhalb von 14 Tagen beglichen werden. Unser Mitglied, ein Handwerksbetrieb, bezahlte jedoch nicht rechtzeitig den Rechungsbetrag. Die Folge wegen der Nichtbegleichung der Rechnung wegen dem Online-Portal Firmensucher24.de war eine erste und eine zweite Mahnung über 105 bzw. 110 Euro. Bei einer weiteren Nichtbeachtung der zugeschickten Rechnung kann später sogar eine Inkassofirma die offene Rechnung einfordern. Sogar ein Mahnbescheid oder eine Klage kann dann die unangenehme Folge einer nichtbezahlten Rechnung von Firmensucher24 sein. Das muss aber nicht sein. Mitglied sein heißt –  der Zug ist noch nicht abgefahren.

Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Dienstag, 21. April 2015

Hertz Forderungs Service Ltd. | Fragwürdige Mahnung aus Zürich

Im April 2015 erreichte den Verbraucherdienst e.V. eine fragwürdige Mahnung von einer sogenannten „Hertz Forderungs Service Ltd.“ aus Zürich (Schweiz). Laut unserem Mitglied Frau K. aus B. würden noch „offene rechnungen“ bestehen, wie in dem vorliegenden Schreiben (mit einem Tippfehler) von dem Schuldner nachzulesen ist. Sollte kein fristgerechter Zahlungseingang wegen dem Mahnschreiben von der „Hertz Forderungs Service Ltd.“ verzeichnet werden sei das Schweizer Unternehmen gezwungen zur Einbeziehung des ausstehenden Betrags rechtliche Schritte gegenüber dem Schuldner einzuleiten. Mitglied sein heißt –  ein Teil der starken Gemeinschaft zu sein.


Anschreiben der Hertz Forderungs Service Ltd. | Verbraucherdienst e.V. warnt vor Abzocke
Anschreiben von Hertz Forderungs Service Ltd. | Verbraucherdienst e.V. warnt vor Abzocke

198 Euro verlangt die „Hertz Forderungs Service Ltd.“ aus der Schweiz


Deshalb sollte die Angeschriebene Frau K. aus N. den von der „Hertz Forderungs Service Ltd.“ geforderten Gesamtbetrag über 198 Euro auf das Konto der TURKIYE IS BANKASI A.S. (BIC: ISBKTRISXXX) überweisen. Quelle: http://swiftcode.a1feeds.com/Swift_Code.aspx?Swift_Code=ISBKTRISXXX

Die Zahlung an die „Hertz Forderungs Service Ltd.“ sollte innerhalb von sieben Werkstagen erfolgen. Die Bezahlung der vorliegenden Mahnung von der „Hertz Forderung Service Ltd.“ sei ebenfalls gleichzeitig die sogenannte Kündigungsbestätigung. Weshalb und warum ein vorher abgeschlossener Vertrag mit der „Hertz Forderungs Service Ltd.“ aus der Schweiz gekündigt werden soll, steht nicht in dem vorliegenden Schreiben. Der Verbraucher bzw. die Verbraucherin wird mit dem vorliegenden Mahnschreiben absichtlich von Hertz Forderung Service Ltd. in Unwissenheit gehalten. Vermutlich ist es das einzige Ziel des fragwürdigen Unternehmens die sofortige Begleichung der angeblichen Geldforderung – höchstwahrscheinlich ohne irgendeine Gegenleistung gegenüber dem angeschriebenen Konsumenten.

Besitzt die „Hertz Forderungs Service Ltd.“ ein Büro im  „Zurich Seefeld Business Center“?


Das vorliegenden Schreiben von der „Hertz Forderungs Service Ltd.“ wurde vom „Zurich Seefeld Business Center“ (Seefeldstraße 69) aus verschickt. Dieses Geschäftszentrum, an dessen Vorderseite Straßenbahnen und Busse abfahren und auf das Jahr 1839 zurück geht, befindet sich in dem bekannten Züricher Stadtteil Seefeld, dem zentralem Banken- und Geschäftsviertel der Stadt Zürich. Bei dem sogenannten „Zurich Seefeld Business Center“ handelt es sich um ein Geschäftskonzept der Regus Group of Companies, die dort verschiedenste Büroräume (auch virtuelle!) für unterschiedlichte Unternehmungen anbietet. Nach Recherchen des Verbraucherdienst e.V. sind dort zum Beispiel die bekannten Unternehmen „Wolters Kluwer Financial Services Switzerland AG“, „ExxonMobile Zweigniederlassung Zürich“ sowie die „Planet Switzerland GmbH“. Eine „Hertz Forderungs Service Ltd.“, die die fragwürdige Mahnung an unser Mitglied verschickt hatte, ist dort jedenfalls nicht zu finden. Mitglied sein heißt –  Ruhe bewahren zu können.

Wir informieren Sie bei Mahnung von der „Hertz Forderungs Service Ltd.“


Auf jeden Fall informiert Verbraucherdienst e.V. hinsichtlich der Mahnung von der „Hertz Forderung Service Ltd.“, sofern Sie ein solche in Ihrer Post gefunden haben.


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Donnerstag, 9. April 2015

Inkasso Goldbach Ltd. | Mahnung über 185,81 Euro

Eine letzte Mahnung (Zahlungsaufforderung) von einer sogenannten Inkasso Goldbach Ltd. aus Berlin wird im April 2015 vom Verbraucherdienst e.V. betreut. Das angeschriebene Mitglied Frau C. aus O. soll an die Inkasso Goldbach Ltd. eine Geldsumme über 185,81 Euro wegen einer „Kündigungsbestätigung“ überweisen. Die Gesamtforderung beinhaltet ebenfalls die zu zahlenden Inkassokosten über 44,68 Euro.

Zahlungsaufforderung mit vorgefertigten Überweisungsträger

Die Zahlungsaufforderung von der Goldbach Inkasso Ltd. besteht nur aus einer DIN A4-Seite. Auf diesem befindet sich ein vorgefertigter Überweisungsträger für die sogenannte Piraeus Bank Bulgaria aus Sofia (BIC: PIRBBGDF). Der geforderte Geldbetrag sollte sofort nach dem Erhalt beglichen werden. Mitglied sein heißt –  auf der sicheren Seite zu stehen.

Drohung durch die Inkasso Goldbach Ltd.


Sollte es allerdings zu einer Verspätung der geforderten Zahlung kommen droht diese Inkassofirma mit weiteren gerichtlichen Schritten ohne einer erneuten Aufforderung. Die Inkasso Goldbach Ltd. droht unserem Mitglied Frau C. aus O. mit erhöhten Kosten. Ebenfalls empfiehlt die Inkassofirma aus Berlin (Rigaer Straße 139), dass diese Mahnung sofort zu bezahlen sei um weitere Unannehmlichkeiten (hohe Gerichtskosten, Vollstreckungsbescheid, Pfändungen) zu vermeiden.

Inkasso Goldbach Ltd. nicht im Rechtsdienstleistungsregister


Die Firma Inkasso Goldbach Ltd. ist kein in Deutschland registriertes Inkassounternehmen (siehe Screenshot). Aus diesem Grund darf dieses offiziell in Deutschland keine Mahnungen, zum Beispiel wegen sogenannten „Kündigungsbestätigungen“, beitreiben. Diese Nichtregistrierung können Sie auch auf dem Portal www.rechtsdienstleistungsregister.de selber nachprüfen. Mitglied sein heißt –  geschützt zu sein.

Bitte beachten Sie: Es handelt es hierbei nicht um das Inkassounternehmen "Inkasso Goldbach GmbH" aus Karlstein am Main (zuvor Aschaffenburg). Inkasso Goldbach GmbH ist im Gegensatz zur "Inkasso Goldbach Ltd." sehr wohl im Rechtsdienstleistungsregister vertreten.

Inkasso Goldbach Ltd. ist nicht im Rechtsdienstleistungsregister auffindbar 

Wir informieren Sie bei einer fragwürdigen Zahlungsaufforderung


Deshalb sollten Sie sich sofort bei Erhalt einer Mahnung von der Inkasso Goldbach Ltd. informieren.


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Mittwoch, 8. April 2015

Staatsanwaltschaft Hamburg | Ermittlungsverfahren gegen unser Mitglied?

Von unserem Mitglied Frau C. aus O. bekamen wir einen Brief von der „Staatsanwaltschaft Hamburg“ wegen eines angeblichen Ermittlungsverfahrens (Erstellungsdatum 19.03.2015).

Forderung über 821,50 Euro von der „Staatsanwaltschaft Hamburg“ in einem „Ermittlungsverfahren“

In diesem Brief wird anhand eines Ermittlungsverfahrens unserem Mitglied gedroht binnen drei Werkstagen den hohen Betrag über 821,50 Euro zu bezahlen. Sollte nicht die fristgerechte Bezahlung der Geldforderung erfolgen droht diese mit der Weitergabe von persönlichen Daten unseres Mitgliedes an die örtlichen Ämter und Behörden. Mitglied sein heißt –  nicht hilflos zu sein.


Fingierte Rufnummer enttarnt falsches behördliches Schreiben

Frau C. sollte außerdem die Rufnummer 040 – 60941824 anrufen um mit der „Abteilung Zivilrechte“ am Telefon Rücksprache zu halten. Dabei handelt es sich allerdings nicht um die tatsächliche Rufnummer der echten Staatsanwaltschaft Hamburg sondern um eine fingierte Telefonnummer, die bereits mit den Thema „Kostenfalle“ bzw. „Telefonterror“ in Verbindung stand. Verbraucherdienst e.V. entdeckte bei der Recherche zu diesem Beitrag den folgenden Link: www.tellows.de/num/04060941824. Dadurch konnte unter anderem dieses „amtliche Schreiben“ als fingiert enttarnt werden. Bitte achten Sie als Verbraucher auch bei anderen zweifelhaften Schreiben auf kleinste Details in der Formulierung oder bei der Angabe von relevanten Daten um nicht in eine böse Falle zu tappen.

Bild des angeblichen Schreiben
Das angebliche Schreiben der Staatsanwaltschaft Hamburg


Wer ist der Dienstherr der „Staatsanwaltschaft Hamburg“?

Das mit „Staatsanwaltschaft Hamburg“ betitelte Schreiben mit dem „Ermittlungsverfahren“ enthält außerdem einige Fehler dessen Formulierung, die von dem unbekannten Verfasser übersehen wurden. Einerseits sei das „Innenministerium Schleswig-Holstein“ bzw. anderseits das „Innenministerium Hansestadt“ die übergeordnete Behörde der „Staatsanwaltschaft Hamburg“, die das „Ermittlungsverfahren“ gegen unser Mitglied beauftragt habe. Bei einem echten ist dieses immer exakt angegeben. In der Regel setzt die echte Anwaltschaft keine Verbraucher mit einem Schreiben unter zeitlichen Druck um somit einen hohen Geldbetrag zu fordern, wenn es sich nur um ein sogenanntes „Ermittlungsverfahren“ handelt. Mitglied sein heißt –  immer auf den aktuellen  Stand zu sein.

Zum Glück gibt’s den Verbraucherdienst e.V. 

Lassen Sie sich keinen Schrecken bei dem Brief wegen eines Ermittlungsverfahrens einer fingierten Staatsanwaltschaft Hamburg einjagen. Zum Glück gibt’s dem Verbraucherdienst e.V. aus Essen!


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Montag, 30. März 2015

Flugverspätung: Diese Entschädigungen stehen Ihnen zu

Pilotenstreiks, Flugverspätungen und Flugausfälle sind die Albträume eines jeden Reisenden. Stehen dem Verbraucher eine Entschädigung oder Schadensersatz zu, wenn der Flug nicht stattfindet? Welche Rechte hat er? Verbraucherdienst e.V. informiert wie Sie bei einem Flugausfall ihr Geld zurück bekommen können.

Foto: "Relaxing in the Airport" by Cher VernalEQ CC by 2.0

Wenn ein gebuchter Flug ausfällt oder mehr als fünf Stunden Verspätung hat, muss die geplante Reise nicht ins Wasser fallen. In solchen Fällen gibt für Verbraucher zum einem die Möglichkeit, sich den Ticketpreis zurück erstatten zu lassen. Auch ist ein Recht auf Ersatzbeförderung gegeben. Der Flugveranstalter verpflichtet sich, Sie auf einem alternativen Weg zum Reiseziel zu befördern. Selbst wenn Piloten zum Streik aufrufen und ihre Arbeit niederlegen, ist dieses Recht gegeben. Die Fluggesellschaft müsste in dem Fall beispielsweise die Kosten einen Ersatztransport, das bedeutet für eine Bus- und Bahnreise, tragen. Weiteren Fragen klären wir im folgenden Fragenkatalog. Mitglied sein heißt –  nicht allein zu sein.

Was muss ich bei Ankündigung eines Streiks tun?
Informieren Sie sich in jedem Fall bei Ihrem Reiseveranstalter bzw. der Fluggesellschaft, ob Flüge storniert wurden. Dazu besuchen Sie am besten die jeweilige Internetseite des Anbieters. Am Beispiel der Lufthansa gibt es auf der Homepage die Auswahl „Flugstatus“, unter der aktuelle Informationen abgerufen werden können. Zusätzlich wird ein SMS-Dienst angeboten, der im Falle eines Flugausfalls per Kurznachricht Bescheid gibt. Im Falle eines Ausfalls kann unter „Buchungen“ die Reise umgebucht oder gar storniert werden.

Flug gestrichen, was nun?
Sollte Ihr Flug streikbedingt ausfallen, muss sich die Fluggesellschaft schnellstmöglich um eine Ersatzbeförderung bemühen. Dauert der Ausstand gar länger, muss ein alternativer Flug angeboten werden.  Innerhalb Deutschlands bietet sich in dem Fall eine Reise per Bus und Bahn an. Kaufen Sie jedoch nicht auf eigene Faust ein Ticket, da Sie die Kosten eventuell nicht erstattet bekommen. Seien Sie zudem pünktlich am Flughafen, damit der Veranstalter genügend Zeit zur Organisation gegeben hat. Eventuell ist ein Ersatzflug im Bereich des Möglichen.

Mein Flug hat mehr als fünf Stunden Verspätung
In dem Fall können Sie vom Vertrag zurücktreten oder um eine Erstattung des Ticketpreises bitten. Außerdem verpflichtet sich die Fluggesellschaft, Sie während der Wartezeit mit Getränken und Nahrung zu versorgen. Wichtig: Dazu sind nur europäische Fluggesellschaften verpflichtet. Gegebenfalls muss der Veranstalter sich auch um eine Übernachtungsmöglichkeit kümmern. Sollte es sich um eine Pauschalreise handeln, hat der Verbraucher die Möglichkeit, eine Minderung der Reisekosten zu erfragen.

Habe ich bei einem gestrichenen Flug ein Recht auf Entschädigung?
Sie bekommen ihr Geld komplett zurück, sofern der Flieger nicht abhebt. Die Fluggesellschaften sind durch EU-Richtlinien sogar dazu verpflichtet. Der Ticketpreis kann selbst bei einer Wartezeit von über fünf Stunden storniert werden. Falls eine Umbuchung gewünscht ist, empfiehlt sich die Nutzung der jeweiligen Homepage der Fluggesellschaft. Mitglied sein heißt –  sich nicht alles gefallen zu lassen.

Gibt es bei nicht angetretener Reise Schadensersatz?
Sollten Sie nicht mindestens 14 Tage vor Reiseantritt über den Ausfall des Fluges informiert worden sein, haben Sie ein Recht auf Schadensersatz. Der Betrag ist in mehrere Staffeln (zwischen 200 und 600 Euro) unterteilt, die sich auf die Länge der Flugstrecke beziehen. Dies gilt allerdings erst bei einer verspäteten Ankunft am Reiseziel von mindestens drei Stunden.
Wichtig: Ein Streik fällt unter „Höhere Gewalt“. Deshalb sind Fluggesellschaften nicht zu Schadensersatz oder Entschädigung verpflichtet, wenn der Flieger streikbedingt nicht abhebt.



Haben Sie weitere Fragen?
Senden Sie uns eine E-Mail an: kontakt@verbraucherdienst.com
Verbraucherschutz wird bei uns groß geschrieben. Wir informieren bei Abzocke, Betrug, Abmahnungen, Inkasso, Kapitalanlagen und Internetbetrug.



Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Montag, 23. März 2015

Online-Dating: Auf der Partnersuche in die Kostenfalle

Die Partnersuche via Internet ist keine Randerscheinung mehr. Mittlerweile finden zahlreiche Singles auf Online-Dating-Portalen ihre bessere Hälfte. Doch das Geschäft mit der Liebe hat ihre Tücken. Denn mit dem Flirt und der gefundenen Partnerschaft kommen häufig versteckte Kostenfallen auf den Verbraucher zu. Selbst eine rechtzeitige Kündigung des Vertrages kann noch Kosten nach sich ziehen. Der Verbraucherdienst e.V. zeigt auf, worauf in Singlebörsen geachtet werden muss. Mitglied sein heißt –  nicht allein zu sein. 


Dating-Online-Portale: Vorsicht bei Kostenfallen
Foto: "You, hold my hand, by my side" by Cher VernalEQ CC by 2.0

Eigentlich war Michael L. nur neugierig, als er sich bei einem Online-Dating-Portal angemeldet hat. Die letzte Trennung ist schon was her und in seinem Dorf ist in Sachen Dating tote Hose. Ein Freund gab ihm den Hinweis auf die unbegrenzten Möglichkeiten des Internets. Die Anmeldung ging schnell; Michael L. hatte in wenigen Klicks ein Profil und mehrere Vermittlungsvorschläge – allerdings ohne Möglichkeit, diese zu kontaktieren oder gar ein Foto zu sehen. Für eine Premium-Mitgliedschaft, mit der alle Funktionen nutzbar sind, sind fast 700 Euro für neun Monate Laufzeit zu berappen. Allerdings gab es auch die Möglichkeit, zwei Wochen lang das Angebot kostenlos zu testen. Michael L. entschied sich dafür, kündigte jedoch nach zwei Tagen fristgerecht.
Wenige Tage später fand Michael L. keine Liebesbriefe im Postkasten, sondern eine Mahnung des Online-Dating-Portals. Zwar hatte er die Frist eingehalten, jedoch auch Dienste des Portals genutzt. Dadurch entstanden zusätzliche Kosten, die als „Wertersatz“ gekennzeichnet sind. Schnell kommen so Kosten wie z.B. 35 Euro für eine gelesene Nachricht zustande. Diese Kostenfalle war bei der Anmeldung nicht absehbar. Statt zum Standesamt führt der Weg von Michael L. nun zu Verbraucherschützern.


Kündigungsfristen unbedingt einhalten


Die Beschwerden über vermeintlich kostenlose Online-Dating-Portale häufen sich. Versteckte Kostenfallen, wie die oben beschriebene, scheinen bei einigen Anbietern an der Tagesordnung zu sein. Besonders ins Auge fallen die Portale „Flirt-Fever“, „KissNoFrog“ und „eDates“.
Alle drei Online-Flirt Webseiten bieten eine kostenlose Registrierung an, mit der man sich in aller Ruhe das Angebot und die Möglichkeiten anschauen kann.  Sollte man sich überzeugen lassen, steht einem Test-Abo nichts im Wege. Diese Testphase hat eine Dauer von rund zwei Wochen und kostet unter 3 Euro. Danach wandelt sich der Account in ein „Premium-Paket“, welches eine Laufzeit von mehreren Monaten aufweist und deutlich höhere Kosten hat.

Flirt-Fever:      Test-Abo: 1,99 Euro (14 Tage)
                         Premium-Paket: 120 Euro (10 Wochen)
KissNoFrog:  Test-Abo: 2,99 Euro (14 Tage)
                         Premium-Paket: 129 Euro (6 Monate)
eDates:          Test-Abo: 2,90 Euro (15 Tage)
                         Premium-Paket: 684 Euro (9 Monate)

Eine rechtzeitige Kündigung ist daher dringend zu empfehlen. Ein Vergessen der Widerrufs- und Kündigungsfrist kann erhebliche Kosten nach sich ziehen, da schnell eine Mahnung ins Haus flattert.
Generell sollte man als interessierter Verbraucher einen genauen Blick auf die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Anbieters werfen. Insbesondere, da zwar mit einer „kostenlosen Anmeldung/Registrierung“ geworben wird, aber entstehende Kosten nicht eindeutig genannt werden. Da der Button, mit dem die Registrierung vorgenommen wird, auch keinerlei Hinweise wie „Zahlungspflichtig bestellen“ oder gar „Kaufen“ enthält, ist doppelte Vorsicht geboten.


Worauf Sie auf Online-Dating-Portalen achten sollten


Es gibt einige Hinweise, auf die Sie bei einer Nutzung eines Online-Dating-Portals achten sollten. Hier einige wichtige Punkte für liebeshungrige Verbraucher.

Kostenlose Anmeldung – aber nicht alle Funktionen

Eine Anmeldung ist zwar oft kostenfrei, eine Nutzung jedoch nicht. Beispielsweise können Kontaktmails nur von zahlenden Mitgliedern eingelesen werden, was eine kostenpflichtige Registrierung verlockend macht.

Kündigung und Widerruf keine Selbstverständlichkeit

Ein Test-Abo bietet die Möglichkeit, sich ein wenig auf dem Portal umzuschauen. Wichtig ist dabei, die Kündigungsmöglichkeiten genauer zu studieren. Wie lange läuft die Frist? Kann ich nur auf dem Postweg oder per E-Mail kündigen? Leider kommt es vor, dass Anbieter behaupten, kein Kündigungsschreiben erhalten zu haben.
Auch beim Widerrufsrecht gibt es Probleme. Mit der Äußerung, dass das Widerrufsrecht bereits bei der Nutzung Dienstleistungen innerhalb des Portals erlischt, haben sich etliche Unternehmen bereits eine Abmahnung eingehandelt.
Das ist so nicht richtig: Nach dem Gesetz ist ein Widerrufsrecht gegeben, solange der Vertrag von beiden Seiten auf Wunsch des Kunden vor Ablauf der Frist erfüllt wurde. Mitglied sein heißt –  sich nicht alles gefallen zu lassen.

Abmahnungen und Inkassoschreiben statt Liebesbriefe

Obwohl die individuelle Rechtslage dagegen spricht, werden Verbraucher und Nutzer von Online-Dating-Portalen bei Nichtzahlung mit Mahnungen und Inkassoschreiben überschüttet. Betroffene halten dem Druck nicht stand und zahlen. Kündigen Sie in jedem Falle auf dem schriftlichen Wege und per Einschreiben samt Rückschein. Für alle weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne mit unverbindlichen Informationen zur Verfügung


In die Flirtfalle getappt? Wir informieren Sie unverbindlich!


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Mittwoch, 11. März 2015

Agrofinanz GmbH | Ölpalmen-Investment lässt Transparenz vermissen

Auch wenn Sie noch nie was von Palmöl gehört haben sollten, konsumiert haben Sie es mit Sicherheit. Dieses preiswert herzustellende Pflanzenöl ist in zahlreichen Konsumgütern zu finden, die uns im Alltag begleiten. Neben Pflegeprodukten wie Shampoo und Zahnpasta, findet man Anteile von Palmöl in Nahrungsmitteln und sogar im Biodiesel. Die Nachfrage wird voraussichtlich aufgrund der geringen Produktionskosten in den nächsten zehn Jahren weiter immens ansteigen.

Foto: "Oil palm: nursery" by Lian Pin Koh CC by 2.0

Die selbsternannten „Plantagen-Experten“ des Klever Unternehmens Agrofinanz GmbH nutzen diese Gelegenheit um zahlungswilligen Kapitalanlegern Anbauflächen für Palmöl anzubieten. Für eine Mindestbeteiligung von 7.500 Euro bekommt der zukunftsorientierte Anleger ganze 35 Ölpalmen, sogenannte Plots, samt einer garantierten Rendite von 9 Prozent. Das Ganze bei einer Laufzeit von 10 Jahren. Mitglied sein heißt –  Gewinner zu sein.
Bram Holthausen ist der zweite Geschäftsführer der Agrofinanz GmbH. Gemeinsam mit Vertriebsleiter Stefan van Ühm lud er in seine Firma ein, um sein Investmentprojekt in Ecuador vorzustellen.

Trennung zwischen Grund und Baum?

„Umweltverträglichkeit“ und „Nachhaltigkeit“ sind die beiden Schlüsselwörter der Broschüren, mit denen das Unternehmen ihre Geldanlage in Palmöl bewirbt. Was leider verschwiegen wird, sind die Risiken, die bei einer solchen Kapitalanlage entstehen können. So soll die Plantage, auf der die 35 Ölpalmen-Setzlinge gepflanzt werden sollen, im südamerikanischen Ecuador zu finden sein. Doch wem gehört der Grund eigentlich? Laut dem Kaufvertrag, der bei Erwerb eines Plots ausgehändigt wird, ist nur von Palmen die Rede. Darüber hinaus wird im Vertrag kein Wort über die Beschaffenheit, wie z.B. die Größe der Palmen verloren. Doch ohne Grund und Boden wird der Erwerb einer Ölpalme in Frage gestellt: Ohne Grund, kein Baum. Bram Holthausen erklärte, dass im Gegensatz zum deutschen Recht in Ecuador eine Trennung zwischen Grund und Baum möglich wäre. Nach deutschem Recht ist eine Eigentumsverschaffung an Bäumen, die fest mit dem Boden verbunden sind, nicht ohne weiteres möglich. In einfachen Worten: Die Palmen mögen dem Anleger gehören. Der Boden, auf dem sie gepflanzt sind, jedoch nicht. Mitglied sein heißt –  stark zu sein.
Zeichnung einer Karikatur eines Agrar-Kapitalanleger
So kann es dem Anleger ergehen, wenn das Konzept nicht aufgeht.



Agrofinanz GmbH lässt Transparenz vermissen

Agrofinanz GmbH ist ein recht junges Unternehmen, doch kann laut den Handelsbilanzen, die im Internet abrufbar sind, diese bereits Gewinne aufzeigen. Da die Firma erst seit 2011 in Deutschland tätig ist, stellt sich die Frage, woher die Gewinne stammen. Im Laufe des Gesprächs mit dem Verbraucherdienst e.V. gibt Holthausen an, dass insgesamt drei unterschiedliche Firmen an den Projekt Palmöl Investment beteiligt sind. Die Muttergesellschaft Kronos Agri Holding (Sitz in Holland) und die beiden Tochtergesellschaften Agrofinanz GmbH (Deutschland) und Titan Agro S.A. (Ecuador).

Bild der Geschäftsverbindungen


Im Gespräch erklärte Holthausen, dass die Grundstücke für die Palmen, auf dem sie nach dem Kauf gepflanzt werden, der Titan Agro S.A. gehören. Die Ölpalmen, die an die Anleger verkauft werden, werden durch die Agrofinanz GmbH von Titan Agro SA erworben. Das bedeutet für den Verbraucher, dass er beim Investment unwissentlich mit drei Unternehmen zu tun hat. Leider wird das weder im Informationsmaterial noch bei Vertragsabschluss deutlich.
Für den Verbraucher entstehen durch die mangelnde Transparenz weitere Risiken: Sollte beispielsweise eine der Tochtergesellschaften aus irgendeinen Grund in Isolvenz gehen, bedeutet das für den Verbraucher einen Totalverlust, den die Agrofinanz GmbH als „latent“ bezeichnet. Latent bedeutet „nicht offenkundig“, was zukünftige Anleger stutzig machen sollte. Schließlich ist es nicht einmal ersichtlich, dass hinter dem Palmöl-Projekt ganze drei Firmen stecken, die allesamt ein Risiko tragen.

Bram Holthausen ist laut der Emissionsbroschüre der Agrofinanz GmbH Gesellschafter und Geschäftsführer der Muttergesellschaft Kronos Agri Holding. Außerdem ist er laut derselben Broschüre zweiter Geschäftsführer der Agrofinanz GmbH, neben Anthony Berends. Über die Beteiligung an der Kronos Agri Holding ist Herr Holthausen sowohl an der deutschen Tochtergesellschaft, der Agrofinanz GmbH, als auch der ecuadorschen Tochtergesellschaft, der Titan Agri S.A., indirekt beteiligt, was er im persönlichen Gespräch bestätigte.


Hohe Risiken für Anleger


Ein derartiger Totalverlust ist gar nicht so unrealistisch, wie es von den Plantagen-Experten Holthausen und van Ühm beschrieben wird. Ganz abgesehen von dem unvermeidbaren Risiko der „Höheren Gewalt“, welches in der Land- und Forstwirtschaft immer gegeben ist, stellt sich die Frage, wie viel die Setzlinge der Ölpalmen überhaupt wert sind. Agrofinanz GmbH konnte dem Verbraucherdienst e.V. keinerlei Angaben zu den Preisen machen. Mitglied sein heißt –  den Rest kannst du dir sparen.
Sollte es beispielsweise zum Falle einer Insolvenz kommen, bleibt der Anleger auf den 35 Ölpalmen sitzen. Er erhält weder Grund noch Boden, auf dem die Bäume gepflanzt sind. Dies bedeutet, dass man zwar ein Anrecht auf die Ölpalmen hat, aber nicht auf das Grundstück, auf dem sie gepflanzt sind. Fraglich ist, ob die Titan Agro S.A., welche im Besitz der Grundstücke ist, dem Anleger neue Angebote unterbreitet, sofern eine Fortführung Geschäftstätigkeit noch gegeben ist.
Laut Holthausen erhält man nach Übereignung der Ölpalmen eine dementsprechende Urkunde mit Global Positioning Service (GPS) Daten, um die bepflanzte Plantage zu finden. Dem Verbraucherdienst e.V. liegt ein Kauf-, Miet- und Rückkaufvertrag der Agrofinanz GmbH vor.  Dort sind folgende Daten für die Lokalisierung des Ölpalmen Plots vermerkt:





Plantage:

Gavilanes

Standort:

Puebloviejo, Los Rios, Ecuador

Pflanzung:

2014

Pflanzensorte:

Deli x Ghana – ASD Costa Rica

Leider ist es anhand der Suche via Google Maps nicht möglich, genauere Informationen über den Standort zu erfahren. Wie man auf der Grafik erkennen kann, lässt die eingeschränkte Darstellung eine genaue Bestimmung nicht zu.  Auch der Name der Plantage „Gavilanes“ liefert keine Ergebnisse.

Unternehmensbeteiligung statt Ölpalmen-Investment

Auch wenn die Agrofinanz GmbH mit allerhand Versprechungen und der hohen Rendite lockt, sollten Anleger sich eine Investition in Palmöl genau überlegen. Zahlreiche Risiken lassen das Angebot bei weitem nicht so zukunftsträchtig wirken, wie es den Anschein hat.
Statt von einer „Unternehmensbeteiligung“ zu sprechen, was Anleger eventuell schon von einer Investition abhalten würde, wird mit nichtssagenden Wörtern wie „Nachthaltigkeit“ geworben. Die mangelnde Transparenz des Unternehmens werfen weitere Fragen auf: Warum wird die Schwesterfirma Titan Agro S.A. nicht erwähnt? Soll der Anleger gar getäuscht werden?
Es bleibt abzuwarten, ob sich die Versprechungen der Ölpalmen Plantagenbauer bewahrheiten. Da die Bepflanzung der aktuellen Setzlinge erst im Jahr 2014 statt fand laut vorliegen  Kauf-, Miet- und Rückkaufvertrag wird frühestens in drei Jahren die erste Ernte der Ölpalmen möglich sein. Wie diese  abgehandelt wird, bleibt auch ein Geheimnis von Agrofinanz GmbH.

Der Verbraucherdienst e.V. stieß bei seinen Recherchen auf das Internetportal „Palmen-Plantagen in Ecuador“, auf dem man ganze Plantagen (samt Ölbäume) für die Ölbaumbepflanzung und Palmölproduktion erwerben kann. Agrofinanz GmbH bietet für einen Kaufpreis von 7.500 Euro 35 Ölpalmen bepflanzt auf 0,25 Hektar. Zum Vergleich sei kurz ein Angebot des angesprochenen Internetportals genannt: Dort gibt es beispielsweise 1000 Hektar für rund 7.200.000 Dollar. Das wären 7.200 Dollar für 1Hektar und die Ölpalmen sind 8-10 Jahre alt und produzieren bereits 20 Metric Ton Palmenöl pro Hektar – ein deutlich besserer Deal, zumal die Ölpalmen nicht erst mehrere Jahre heranwachsen müssen. Im Vertrag der Agrofinanz GmbH wird keine Erklärung abgegeben, welche Produktionsmenge von Palmöl erwartet wird beziehungsweise überhaupt stattfindet.

„Mieten“ statt Zinsen

Bram Holthausen und sein Unternehmen Agrofinanz GmbH verspricht seinen Anlegern einen garantierten Rückkauf. Es ist wohl mit voller Absicht nicht von „Zinsen“ die Rede, sondern von „Mieten“.
Anleger erhalten beim Kauf eines Plots pro Quartal 168,70 Euro Miete. Hochgerechnet auf zehn Jahre wären das insgesamt 6748 Euro, was einen direkten Verlust von 752 Euro bedeutet. Bereits bei Unterzeichnung des Vertrages büßt man als Anleger im Falle einer Insolvenz nahezu 10 Prozent seines Anlagekapitals ein. Trifft die Insolvenz früher als Ablauf von 10 Jahren ein z.B nach 5 Jahren ist der Verlust sogar 3.374 EUR entspricht ca. 44 %. Hinzu kommt, dass die Miete ggfs. (unter Einnahmen aus Land- und Forstwirtschaft) versteuert werden muss. Die Einlage ist für 10 Jahre an die Ölpalme gebunden, ein vorzeitiger Rückkauf ist nicht möglich. Zum Vergleich: Ein Sparbrief bietet mit 3 Prozent Rendite auf 10 Jahre Laufzeit deutlich weniger Gewinne, doch die Einlage ist sicher. Das bietet die Agrofinanz GmbH nicht: Sollte es zu einer Insolvenz kommen, kann ein Rückkauf der Ölpalmen durch die Agrofinanz GmbH wohl ausgeschlossen werden. Mitglied sein heißt –  der Zug ist noch nicht abgefahren.

Erst in 10 Jahren wird feststehen, ob das Klever Unternehmen seine Versprechen einlösen kann und die Ölpalmenbestände zurückkaufen wird. Doch diese Vorstellung ist genauso wackelig wie der Boden, auf dem die Ölpalmen in Ecuador gepflanzt sind.


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.


Kennen Sie die Agrofinanz GmbH, was können Sie berichten? Sind Sie gar Anleger im Ölpalmen-Investment ? Wir freuen uns über jeden neuen Kommentar.