Mittwoch, 3. Juni 2015

Branchenbuch | TeleMedien Verlag | www.adressverzeichnis.info


Der TeleMedien Verlag mit Sitz in San Agustin, Spanien, verschickt derzeit Rechnungen für einen Eintrag in das Branchenbuch www.adressverzeichnis.info - in Höhe von 353,04 Euro. Verbraucherdienst e.V. warnt vor dubioser Abzocke von den kanarischen Inseln.

Branchenbuch  TeleMedien Verlag  www.adressverzeichnis.info unternehmerdaten.com


Update 30.05.2016 - Neue Adresse von TeleMedien Verlag: unternehmerdaten.com


Der TeleMedien Verlag verschickt auch aktuell noch Rechnungen, die allerdings das Online-Branchenbuch "Unternehmerdaten vom Örtlichen" unter der URL unternehmerdaten.com betreffen. Das Impressum dieser Seite zeigt jedoch eine andere Firma, nämlich die Business Marketing S.L.U. mit Sitz in Gran Canaria.



Im Falle einer Rechnung des TeleMedien Verlags aus San Agustin ist Vorsicht geboten. Gefordert werden 354,04 Euro für einen Eintrag in das Online-Branchenbuch www.adressverzeichnis.info. Diesen Eintrag sicherte sich das Unternehmen angeblich durch Kaltaquise, einem sogenannten Cold Call. Doch besteht tatsächlich ein Vertragsverhältnis zwischen den Kunden und des TeleMedien Verlags? Anscheinend werden Gewerbetreibende telefonisch getäuscht, indem sie laut des Anrufers bereits einen Branchenbucheintrag in Auftrag gegeben hätten. Eine Verlängerung von 24 Monaten wäre kostspielig, doch der Anrufer schlägt eine Verkürzung auf 12 Monate vor. Stimmt der Verbraucher dem zu, entsteht ein neuer Vertrag für einen Eintrag. Diese fragwürdige Geschäftstaktik und die daraufhin versandte Rechnung erscheinen höchst fragwürdig. Mitglied sein heißt –  nicht hilflos zu sein.

Screenshot www.adressverzeichnis.info | 03.06.2015

Weitere Zahlungsaufforderung durch das Inkassobüro Wolf


Überweist der Kunde die zuvor geforderte Geldsumme nicht, meldet sich das Inkassobüro Wolf mit einer Zahlungsaufforderung von insgesamt 712,23 Euro. Brisant ist, dass dieses Inkassobüro Wolf nicht in Deutschland als zulässiges Inkassounternehmen registriert ist. Ohne diese Berechtigung ist es dem Inkassobüro untersagt, Inkassodienstleistungen anzubieten.

Es ist zu vermuten, dass die gleichen Hintermänner, sprich der Telemedien Verlag aus San Augstin, hinter der Masche stehen. Das Inkassobüro Wolf gibt beispielsweise für die Überweisung die „Deutsche Bank“ an, die allerdings mit spanischen IBAN und BIC Nummern ( ESxxxx bzw. CAxxxx) versehen sind.

Auch wenn das Inkassobüro Wolf mit zusätzlichen Mahnkosten und sogar mit Pfändung des Kontos droht: Zahlen Sie die Forderung auf keinen Fall. In der Vergangenheit erreichten den Verbraucherdienst e.V. ähnliche Schreiben des dubiosen Inkassobüros:

Zahlungsaufforderung durch das Inkassobüro Wolf | 28.05.2015

Was ist zu tun bei einer Rechnung vom TeleMedien Verlag?


Erkennen Sie Ähnlichkeiten zu den Angaben in diesem Beitrag? Sollten Sie auch unwissentlich einen Branchenbucheintrag bei www.adressverzeichnis.info registriert haben, informieren wir Sie unverbindlich.. Mitglied sein heißt –  immer auf den aktuellen  Stand zu sein.


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

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Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Anfechtung von Cold-Call Verträgen bei Gewerbetreibenden und Verbrauchern

Cold-Call Verträge sind bei Verbrauchern grundsätzlich nichtig


Unternehmen, die sich mittels Werbeanruf an Verbraucher wenden, benötigen eine dementsprechende Einwilligung. Wurde kein solches Einverständnis (in schriftlicher oder elektronischer Form) erteilt, ist von einem Cold Call die Rede. Ein nachträgliches Einverständnis am Anfang eines Telefonats kann nicht eingeholt werden. Ein unerlaubter Werbeanrufe oder „Kaltanruf“ an Verbrauchern kann mit hohen Bußgeldern von bis zu 300.000 Euro bestraft werden. Seit dem Inkrafttreten des Gesetzes gegen unseriöse Geschäftspraktiken vom 9. Oktober 2013 sind die erlassenen Vorschriften noch strikter. Ein Vertrag, der durch einen Cold-Call Anruf bei einem Verbraucher zustande gekommen, ist nach §134 BGB nichtig. Viele Verbraucher werden durch die klare Gesetzeslage vor Betrügereien wirkungsvoll geschützt. Cold-Call Verträge sind mittlerweile bei Verbrauchern selten. Die unseriösen Anrufer für Gewinnspiele, Stromanbieter oder Handy Unternehmen würden schließlich hohe Geldstrafe riskieren.


Verträge aus Cold-Calls bei Gewerbetreibenden


Anders ist es jedoch bei Gewerbetreibenden. Der angerufene Unternehmer kann bei einem Cold Call nicht mit dem gleichen Schutz eines Verbrauchers rechnen. Dem Gewerbetreibenden wird eine gewisse Naivität abgesprochen und rechtliches Wissen erwartet. Für Betroffene bietet sich unter anderem die Möglichkeit störende und unerwünschte Anrufe selbst wegen wettbewerbswidrigen Verhalten abzumahnen. Die meisten Gewerbetreibenden machen selten Gebrauch davon. Aus Unwissenheit, oder auch, um dem schriftlichen Aufwand aus dem Weg zu gehen. Schließlich ist es der bequemste Weg, den Hörer einfach aufzulegen, um das Telefongespräch zu beenden. Mitglied sein heißt –  auf der sicheren Seite zu stehen.

Leider kommt es oft vor, dass Gewerbetreibende auf die geschickten Maschen des Telefonmarketings hereinfallen, wenn sie sich auf ein solches Gespräch einlassen. Aus Cold-Call Anrufen im Business-to-Business entstehen viel zu häufig irrtümlich abgeschlossene Verträge. Zur Beweissicherung über einen Vertragsabschluss, wird nach Einwilligung des Unternehmers das Gespräch aufgezeichnet. Bei einer Tonaufzeichnung mit eindeutiger Zustimmung ist es schwer, den Vertrag im Nachhinein anzufechten.

Diese unerwünschten Anrufe sind nicht nur zeitraubend und lästig. Zudem kommt es vor, dass Selbstständige oder Freiberufler von solchen unerlaubten Werbeanrufen gezielt überrumpelt wurden.
Die Gründe, weshalb ein Unternehmer einem Vertrag zunächst zustimmt, aber kurz darauf lieber anfechten lässt, können sehr unterschiedlich sein. Während des Gesprächs kann die ihm angebotene Leistung höchstens oberflächlich überprüfen werden. Nicht selten entsteht die Vermutung, dass es sich bei dem Business-to-Business (B-to-B) Cold-Call um einen anderen (seriösen) Anbieter, zum Teil aus laufenden Geschäftsbeziehungen, handelt. Mit Absicht werden von unseriösen Anbietern ähnliche klingende Firmennamen der aktuellen Marktführer verwendet.

Damit Sie keinen Business-to-Business  Vertrag aus einem Cold-Call eingehen, informiert der Verbraucherdienst e.V.:

Eine seriöse Firma wird Ihnen auf Wunsch auch einen schriftlichen Vertrag zusenden.

Haben Sie einer Bandaufzeichnung zugestimmt und dabei irrtümlich einen B-to-B Vertrag abgeschlossen?

Die unseriösen Callcenter machen den B-to-B-Vertrag möglichst „wasserdicht“ 


Die Firmen, die sich auf diese Art der Kaltquise von Aufträgen spezialisiert haben, nutzen jede gegebene Möglichkeit aus, um die Verträge möglichst „wasserdicht“ abzuschließen. Eine Anfechtung der Abschlüsse wird dadurch erheblich erschwert. Der Vertrag wird zum Beispiel von den Callcenter Mitarbeitern erst bei einem zweiten Anruf aufgezeichnet und abgeschlossen. Somit können die Anrufer behaupten, dass der Vertrag nicht durch einen erstmaligen Cold-Call Anruf entstanden ist.

Auswege aus einem langjährigen B-to-B-Vertrag nach einem Cold-Call


Bei zwei Urteilen, die dem Verbraucherdienst e.V. vorliegen, verdeutlichte das zuständige Gericht, das jeweils ein Vertrag mit dem angerufenen Gewerbetreibenden zustande gekommen ist. Das Amtsgericht Sonthofen konnte weitgehend keine Verstöße im Vertrag erkennen. Auch war der strittige Vertrag nicht offensichtlich sittenwidrig. Das Landgericht Bonn ging weiter ins Detail und sah auch keinen Grund den Vertrag aufgrund von Irrtümern zum Vertragspartner zu bezweifeln.

Obwohl es zu einem Business-to-Business Vertrag kam, wies das Landgericht die Klage auf Zahlung ab. Weil der Vertrag wegen einem Cold-Call zustande kam, entstanden auf Seiten des Anrufers wegen der Verletzung eines Schutzgesetzes und eines daraus resultierenden Schadenersatzanspruches eine Forderung gegen das Unternehmen, welches den Vertrag per Cold-Call abgeschlossen hatte. Vor dem Amtsgericht Sonthofen trugen unsere angeschlossenen Anwälte diese Argumente ebenfalls vor.

Die Klage des Branchenbuchs gegen ein Vereinsmitglied des Verbraucherdienst e.V. wurde abgewiesen. In dem positiven Urteil für das Mitglied nahm das Gericht ausdrücklich Bezug auf das Landgerichtsurteil aus Bonn. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung ist das Landgerichtsurteil zur Revision zugelassen. Für eine einheitliche Rechtsprechung wäre das auch geboten. Mitglied sein heißt –  geschützt zu sein.

Der Verbraucherdienst e.V. informiert auch Unternehmer, Gewerbetreibenden oder Freiberufler zu den Themen B-to-B und Cold Call.

Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.


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Gewinnversprechen am Telefon | Abzocke mit „Bearbeitungsgebühr“


In der letzten Zeit sind vor allem Senioren in die Abzockfalle mit falschen Gewinnversprechungen am Telefon geraten. Die Betrüger zocken vor allem ältere Leute mit einer „Bearbeitungsgebühr“ ab. Verbraucherdienst e.V. und seine angeschlossenen Vertragsanwälte informieren über diese Abzockmasche, die meist auf die Blauäugigkeit von Senioren bzw. Rentnern abzielt. Auch das Bundeskriminalamt (BKA) informiert in seinem Flyer vor den betrügerischen Gewinnversprechen am Telefon.

Gewinnversprechen mit der Bezahlung einer „Bearbeitungsgebühr“ 


So werden zum Beispiel gutgläubige Senioren von selbsternannten Mitarbeitern von „Verlagshäusern“ mit einem großen Gewinnversprechen angerufen. Der versprochene Gewinn des „Verlagsmitarbeiters“ beläuft sich dabei auf mehre Zehntausend Euro oder kann sogar ein nagelneues Automobil sein. Jedoch soll der unerlaubt (per Cold Call) angerufene Rentner eine „Bearbeitungsgebühr“ wegen der versprochenen Gewinnauszahlung im Voraus zahlen. Mitglied sein heißt –  nicht allein zu sein.

Old Phone 1 by Jan-Hendrik Caspers CC BY-SA 2.0

Bezahlung der „Bearbeitungsgebühr“ mit sogenannter Paysafecard


Der angerufene Rentner soll anschließend dem Unbekannten die Bearbeitungsgebühr mit sogenannter Paysafecard bezahlen, die auch in Tankstellen und an Kiosken anonym verkauft werden. Denn die fingierten „Verlagsmitarbeitern“ haben es auf die PIN-Codes auf der Paysafecard abgesehen. Diese Codes müssen von den Abgezockten nur noch übermittelt werden, damit die Betrüger an das Geld der ahnungslosen Opfer gelangen. Ist das viele Geld erst einmal überwiesen, wartet der Gewinner vergeblich auf eine Antwort des Anrufers. In der Regel bekommen die Abgezockten (meist älteren Leute) eine fingierte deutsche Telefonnummer auf ihrem Telefon zu sehen, obwohl diese Gewinnversprechen meist über das Ausland (meist aus der Türkei) getätigt werden.

Betrüger geben sich als Polizeibeamte, Richter oder Staatsanwälte aus


Fallen Sie nicht auf die Abzockmasche mit den hohen Gewinnversprechungen am Telefon herein, die mit einer hohen „Bearbeitungsgebühr“ verbunden ist. Denn wenn für eine Gewinnübergabe eine „Bearbeitungsgebühr“ von dem Angerufenen verlangt wird, versuchen in der Regel Abzocker (oft aus dem Ausland) an Ihr lange erspartes Geld zu gelangen. Eine Gewinnübergabe findet dann in der Regel jedoch nicht statt. Die Angerufenen werden sogar meist massiv unter Druck gesetzt. Den Opfern wird bei Nichtzahlung sogar mit einer Strafanzeige gedroht. Die Anrufer geben sich meist sogar als Polizeibeamte, Richter oder als Staatsanwälte aus. Quelle: http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/gewinnversprechen/methode.html.


Gewinnversprechen mit „Bearbeitungsgebühr“ auch per E-Mail oder per Post


Dubiose Gewinnversprechen erhalten meist ältere Mitbewohner nicht nur von Abzockern am Telefon. Über E-Mail oder per Post werden ebenfalls Schreiben mit den Gewinnversprechungen und der „Bearbeitungsgebühr“ verbreitet, denn die Tricks mit denen die Abzocker arbeiten, sind dabei recht vielfältig. Bei manchen sogenannten Gewinnversprechen muss sogar eine bestimmte festgelegte Ziffernfolge am Telefon von dem Opfer gewählt werden. Dann entstehen für den Abgezockten meistens hohe Telefongebühren von mehreren Hundert Euro, die anschließend von dem Anrufer bezahlt werden sollen. Wird die Rechnung nicht bezahlt, drohen sogar Mahnschreiben von diversen Inkassofirmen.

Seriöser Gewinn verlangt keine „Bearbeitungsgebühr“ im Voraus!


Sie werden niemals bei einem seriösen Gewinnversprechen unerlaubt (per Cold Call) aus dem Ausland von sogenannten „Verlagsmitarbeitern“ angerufen. Außerdem beinhaltet ein seriöses Gewinnversprechen in keinem Fall eine sogenannte „Bearbeitungsgebühr“, die aus einer finanziellen Vorleistung von mehreren Hundert oder gar Tausend Euro bestehen kann.

Seien Sie skeptisch bei hohen Gewinnversprechen


Bei den Geldgewinnen, die überraschend von Mitarbeitern übers Telefon versprochen werden, sollten Sie auf jeden Fall skeptisch sein. Seien Sie kritisch, wenn Sie mit einer „Bearbeitungsgebühr“ in finanzielle Vorleistung treten sollen. Seien Sie misstrauisch bei einem Anruf eines „Vertragsmitarbeiters“ oder wie dieser sich auch immer nennt, der Ihnen einen hohen Gewinn am Telefon verspricht und dazu noch eine hohe „Bearbeitungsgebühr“ verlangt, um überhaupt den versprochenen Gewinn zu erhalten. Die meist älteren Verbraucher – Senioren bzw. Rentner – sind oft die Leidtragenden. Mitglied sein heißt –  immer auf den aktuellen  Stand zu sein.

Verbraucherdienst e.V. informiert Sie


 Auch wenn Sie Ihre Erlebnisse mit dem Gewinnversprechen und der sogenannten „Bearbeitungsgebühr“ der Polizei berichten, erhalten Sie in der Regel Ihr sauer verdientes Geld nicht zurück!


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Montag, 1. Juni 2015

Umzug | Abzocke durch unseriöse Umzugsunternehmen?

Verbraucherdienst e.V. informiert über unseriöse Umzugsunternehmen, die mit dubiosen Geschäftsgebaren Kunden teure Rechnungen ausstellen, obwohl diese zuerst mit einem Billigangebot geworben hatten. Wurden auch Sie mit Schnäppchenangeboten bezüglich Ihres Umzugs umworben? Sollen Sie im Nachhinein später eine überteuerte Rechnung an ein unseriöses Umzugsunternehmen begleichen?

Verbraucherdienst e.V. informiert über unseriöse Umzugsunternehmen mit überteuerten Rechnungen


Dabei läuft die Verkaufsmasche von unseriösen Umzugsunternehmen oft ähnlich ab. Bei diesem Themenkomplex sollte nicht vergessen werden, dass es überwiegend seriöse Umzugsfirmen gibt, die weder ihre Kunden abzocken noch dubiose und überteuerte Dienstleistungen und Rechnungen anbieten. Aber von diesen Unternehmen handelt unser Artikel nicht. Wir berichten hier lediglich über die Abzockmasche der „Schwarzen Schafe“ der Umzugsbranche, die leider immer häufiger in Erscheinung treten. Mitglied sein heißt –  Abwehrkräfte zu stärken.


Abzocke von Umzugskunden mit Schnäppchenangeboten


Mit sogenannten Schnäppchenangeboten werben unseriösen Umzugsunternehmen um ihre Kunden. So ein im Internet, auf Flugblättern oder in Anzeigenblättern ausgelobtes Schnäppchenangebot beinhaltet in der Regel nur sehr wenige Arbeitsstunden und Service-Leistungen, die das unseriöse Umzugsunternehmen dem Verbraucher anbietet. In der Regel sind diese ausgelobten Dienstleistungen für einen normalen Umzug zu gering bemessen, sodass der Verbraucher – Kunde des Umzugsunternehmen– später eine sehr hohe Rechnung erhalten kann. Denn ist der Auftrag für einen Umzug erst einmal erteilt, wird unter üblichen Umständen kein weiteres Unternehmen – in dem Fall hoffentlich ein Seriöses – von dem Umziehenden beauftragt. Und so sind Sie einem unseriösen Umzugsunternehmen erst einmal hilflos ausgesetzt.

Ein Umzug ist immer mit viel Stress und körperlichen Aufwand verbunden


Vielleicht kennen Sie den Umzugsstress aus Ihrer eigenen Erfahrung? In der Regel sind bei einem Umzug etliche Kisten und Kartons zu verpacken. Der Umziehende hat oft den Eindruck, dass ein Umzug mit sehr viel – zum Teil körperlichen - Aufwand und Anstrengungen verbunden ist. Die Umzugsvorbereitungen scheinen fast kein Ende zu nehmen. Dazu muss die Wohnung oder das Haus noch fristgerecht übergeben und wahrscheinlich sogar noch saniert werden. Und genau diese unglückliche Situation nutzen unseriöse Umzugsfirmen schamlos aus um Verbraucher – vorwiegend sogar Senioren – mit überteuerten Aufträgen abzuzocken. Unseriöse Umzugsunternehmen spekulieren auf Zeitdruck und die Überforderung des Auftraggebers, die bei einem Umzug gegeben sein können.

Verbraucher bezahlt meist zähneknirschend die überteuerte Rechung


Denn der aufwendige Ab- sowie Aufbau von Möbeln, die Küchenmontage oder der sichere Transport eines großen Flat-TVs ist für gewöhnlich mit vielen Arbeitsstunden verbunden, wenn seriös und präzise gearbeitet wird. Allerdings stellen unseriöse Umzugsunternehmen zusätzliche erbrachte Dienstleistungen und Arbeitsstunden den ahnungslosen Verbrauchern – unter anderem auch Senioren – anschließend in eine überteuerte Rechung. Dabei wurde oft das ursprüngliche Angebot eines unseriösen Umzugsunternehmens bis auf das Zehnfache – oder sogar mehr – überschritten. Hatte der Verbraucher ein seriöses Unternehmen beauftragt wäre nicht die überhöhte Rechung zustande gekommen. Der Kunde muss dann – leider zähneknirschend – die Rechnung bezahlen, obwohl er diese (so in dieser Art und Weise) nicht in Auftrag bei dem unseriösen Umzugsunternehmen in Auftrag gegeben hatte.

Schauen Sie sich die Kostenvoranschläge sehr genau an


So ist es für den Umziehenden absolut notwendig – sollte dieser nicht an ein unseriöses Umzugsunternehmen gelangen – vorher die Kostenvoranschläge von den Umzugsunternehmen – auch den seriösen - genauestens durchzulesen. Sollten Sie Zweifel bezüglich des beauftragten Umzugsunternehmens haben, sollten Sie sich zusätzlich auch die Gewerbeanmeldung zeigen lassen. Von Bewertungen von Umzugsunternehmen im Internet sollten Sie jedoch Finger lassen. Diese können im schlimmsten Fall fingiert sein und nicht der Wahrheit entsprechen.

Hier noch einige Verbrauchertipps für Sie, wie die sogenannten „Schwarzen Schafe“ der Umzugsbranche – die Umzugsabzocker - schnell erkennen

Sollten Sie eine Umzugsanzeige finden, die nur eine Handynummer und / oder Postfach-Adresse enthält, ist Vorsicht geboten. Im Fall einer Reklamation ist das Unternehmen nicht zu erreichen. Wenn Pauschalen für die Möbelmontage verlangt werden sollten Sie als Kunde aufpassen, denn diese sind in der Regel nicht im normalen Angebotspreis enthalten. Sogenannte „Tagesfestpreise“ dienen bei der Umzugsabzocke als Lockmittel, da oft nur sechs Stunden reiner Arbeitszeit von der Firma enthalten sind. Die Mehrarbeit wird später überteuert in Rechnung gestellt. Auch bei einem Außenaufzug ist Vorsicht geboten. Unseriöse Firmen verlangen pro Stunden deutlich höhere Preise, obwohl der Stundensatz deutlich geringer ausfallen müsste. Ebenso sind bei einem Umzug keine Sonder-Versicherungen nötig, die ebenfalls kostspielig werden können, wenn Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht eingesetzt werden. Seriöse Umzugsunternehmen müssen sowieso Ihr Umzugsgut versichern. "Schwarze Schafe" oder  Billiganbieter benutzen häufig Kleintransporter um die gesetzliche Versicherungspflicht zu umgehen. Des Weiteren bieten Umzugsabzocker oft keine Vorbesichtigung Ihres Umzugsguts an, um dem Kunden zu ermöglichen, die Möbelmenge und den Arbeitsaufwand in Vornhinein abzuschätzen. Mitglied sein heißt –  rundum für Sie da zu sein.

Abzocke? – Verbraucherdienst e.V. informiert


Sind Sie von einem unseriösen Umzugsunternehmen abgezockt oder sogar betrogen worden? Verbraucherdienst e.V. informiert Sie unverbindlich, sollten Sie in die Abzockfalle bei Ihren Umzug geraten sein- Ein unverbindlicher Anruf oder ein E-Mail-Postfach kann von dem Verbraucher kontaktiert werden.

Sie suchen einen seriösen Anbieter? Schauen Sie dich mal auf Verbraucherdienst e.V. Empfehlungen

Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

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oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


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