Mittwoch, 15. April 2020

Erfahrungen mit KissNoFrog von der OVC Online Video Communications GmbH

Ein Verbraucher teilte uns via E-Mail seine Erfahrungen mit dem Datingportal „KissNoFrog“ mit. Das Portal bietet laut der Homepage 25.000 neue Mitglieder und zeigt die Logos bekannter Medien wie u.a. „Spiegel Online“ oder „RTL“. Betrieben wird das Portal von der Firma OVC Online Video Communications GmbH aus Hamburg.

Titel: Erfahrungen mit KissNoFrog von der OVC Online Video Communications GmbH

Was ist das Datingportal Kissnofrog?


„Flirten, chatten und verlieben“ heißt es auf der Startseite des Dating-Portals KissNoFrog. Betreiber des Angebots ist eine Firma aus Hamburg namens OVC Online Video Communications GmbH. Diese Seite richtet sich an Erwachsene, die eine Partnersuche im näheren Umkreis suchen. KissNoFrog beschreibt sich laut ihrer Homepage selbst als „Deutschlands größtes Live-Datingportal“.

Was ist bei einer Anmeldung auf einem Dating-Portal zu beachten?


Viele der uns bekannten Dating-Portale bieten eine kostenlose Registrierung an. Jedoch kann die Nutzung der Dienstleistungen, wozu u.a. das Chatten mit anderen Teilnehmern zählen kann, Kosten verursachen. So auch bei KissNoFrog: um auf bestimmte Dienste des Portals Zugriff zu haben, müssen Nutzer eine „Premium-Mitgliedschaft“ anfordern. Bevor eine Registrierung erfolgt, sollten sich interessierte Besucher der Seite unbedingt die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (ABG) durchlesen, da dort Hinweise über die Kosten und das Widerrufsrecht zu lesen sind. Nicht selten sind Nutzer von Dating-Portalen überrascht, wenn nach einer kostenlosen Registrierung Kosten entstehen.

KissNoFrog kündigen – aber wie?


Aus der Widerrufsbelehrung in den AGB ist zu erfahren, dass Kunden binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen den Vertrag widerrufen können. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses, das Schreiben muss an die Betreiberin OVC Online Video Communications GmbH gesandt werden. (Stand 14.04.2020)

Wird die „Premium-Mitgliedschaft“ nicht gekündigt, so verlängert sich Vertrag abhängig von der ursprünglich vereinbarten Regelung des Vertragszeitraums. Das kann bedeuten, dass eine Mitgliedschaft um mehrere Monate verlängert wird. Aus diesem Grund ist es für Verbraucher ratsam, auf die Fristen beim Vertragsabschluss zu achten.

Ein Verbraucher teilte seine Erfahrungen


Verbraucherdienst berichtete bereits über viele Anbieter von Dating-Portalen. Zuletzt erreichte uns eine Email eines Verbrauchers, der uns seine Erfahrungen mitteilen wollte. Aufgebracht schreibt dieser in deutlichen Worten über seine Anmeldung auf KissNoFrog. Wir zitieren an dieser Stelle seine Email, Zitat: „Inzwischen sind schon Kosten von ca. 450 Euro entstanden. (...) mit Rechnungen und Weiterleitung an Inkassodienste gedroht und konfrontiert“, Zitatende.

Dating- und Singleportale: Unbedingt auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen achten!


Häufig erreichen uns Verbraucher, die sich auf Singlebörsen, Datingportalen u.ä. anmelden, ohne die Vertragsklauseln im sogenannten „Kleingedruckten“, sprich die AGB, zu beachten. Wir können nicht häufig genug davor warnen, Internetverträge ohne genaue Kenntnisse der Allgemeinen Geschäftsbedingungen abzuschließen! Es kam vor, dass Zahlungsaufforderungen durch Inkassounternehmen folgten, um die noch ausstehenden Kosten beizutreiben.

Hilfe bei Datingportalen wie „KissNoFrog“


Haben Sie ähnliche Erfahrungen mit „KissNoFrog“ oder der OVC Online Video Communications GmbH gemacht oder gar eine Zahlungsaufforderung durch ein Inkassounternehmen erhalten? Nehmen Sie solche Forderungen ernst, sonst kann es noch kostspieliger werden!

Wir bieten allgemeine Informationen zu diesem Thema. Nutzen Sie dazu unsere Kontaktdaten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dienstag, 7. April 2020

EUROCLAIMS: Zahlungsbefehl von „Europäischer Inkasso Kommission“

Aktuell liegt eine Forderung einer EUROCLAIMS aus Düsseldorf vor. Es sollen noch offene Kosten für einen Dienstleistungsvertrag mit einem Gewinnspiel offen sein.

Titel: EUROCLAIMS: Zahlungsbefehl von „Europäischer Inkasso Kommission“

Zahlungsaufforderung trotz Corona


Auch eine Pandemie scheint gewisse Absender nicht davon abzuhalten, unseriöse Zahlungsaufforderungen für die angebliche Teilnahme an Gewinnspielen zu versenden. Das Thema ist ein Dauerbrenner hier im Blog, nicht selten folgen zahlreiche fragwürdige Forderungen von verschiedenen Firmen hintereinander.

Aktuell liegt uns ein Schreiben einer „EUROCLAIMS“ vor, die wie andere vermeintliche Inkassobüros ihren Sitz an der Grafenberger Allee 277 in 40237 Düsseldorf haben soll. Auch die Texte ähneln sich zu den bereits Forderungen. So heißt es: „Unser Mandant hat uns bevollmächtigt, die unten aufgeführte gemahnte Forderung, aus Ihrer telefonischen Anmeldung zum Dienstleistungsvertrag „EUROMILLIONS LOTTO – 6/49“ … und dann endet der Satz auf unerklärliche Weise.

„Zahlungsbefehl“ für über 470 EUR


Viele Informationen, welche in einer seriösen Inkassoforderungen vorhanden sein sollten, werden in dem Schreiben nicht aufgeführt. So fehlt die Nennung des Mandanten und die Details des Vertrags, dessen Kosten noch nicht beglichen sein sollen.

Das Formular ist mit „Zahlungsbefehl“ übertitelt und der Absender „EUROCLAIMS“ fordert die Zahlung einer Summe in Höhe von 478,76 EUR. Der Betrag soll auf eine polnische Kontoverbindung überwiesen werden. Es handelt sich hierbei um kein Inkasso-Unternehmen, welches im deutschen Rechtsdienstleistungsregister eingetragen ist.

Scan: Zahlungsaufforderung EUROCLAIMS / März 2020
Zahlungsaufforderung EUROCLAIMS / März 2020



Wie sollte man auf fragwürdige Forderungen reagieren?


Wichtig: Berechtigte Inkassoforderungen sollten niemals ignoriert oder gar im Papierkorb landen. Die Folgen wären kostspielig, so könnten ein gerichtlicher Mahnbescheid oder gar ein Vollstreckungsbescheid die Folgen sein. Es ist empfehlenswert, eintreffende Forderungsschreiben auf ihre Richtigkeit zu prüfen.

Es kam in der Vergangenheit häufiger zu unberechtigten Forderungen durch vermeintliche Inkassounternehmen, die mit weiteren Maßnahmen drohten. Betroffene Verbraucher haben die Möglichkeit, erhaltene Zahlungsaufforderungen selbst zu prüfen:



  • Sind folgende Angaben vorhanden? Firma des Auftraggebers, Forderungsgrund, Vertragsgegenstand und Datum des Vertragsschlusses?
  • Hat das Unternehmen seinen Sitz in Deutschland, aber die Bankverbindung weist ins Ausland?
  • Überhöhte Inkasso-Gebühren?
  • Ist der Inkassodienstleister in Deutschland (Überprüfbar auf rechtsdienstleistungsregister.de) registriert?



Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens EUROCLAIMS (Europäischer Inkasso Kommission) erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, schein unwahrscheinlich. Zahlen Sie nicht! Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

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Freitag, 3. April 2020

GID-Gewerbeinformationsdienst UG: Über das Branchenbuch „ihrgewerbeportal.de“

Regelmäßig berichten wir über diverse Anbieter von Firmenverzeichnissen, die Unternehmer, Freiberufler und Selbständige kontaktieren. Die GID-Gewerbeinformationsdienst UG möchte ebenfalls kostenpflichtige Firmeneinträge an den Mann bringen. Haben Sie als Gewerbetreibender auch Kontakt zu dieser Firma gehabt? Hier erfahren Sie alles, was Sie dazu wissen sollten.

Titel: GID-Gewerbeinformationsdienst UG: Über das Branchenbuch „ihrgewerbeportal.de“

Eintrag in „IhrGewerbeportal“: Per Fax zum Firmeneintrag?


Es ist unseren Lesern gedankt, dass wir regelmäßig Offerten von Branchenbuchbetreibern erhalten. Versandt werden unter anderem Faxe, die im ersten Augenblick wie eine Rechnung aussehen könnten. Bei einer genaueren Prüfung kommt jedoch schnell zum Vorschein, dass es sich um ein Angebot einer bis dato unbekannten Firma handeln kann.

Auch die GID-Gewerbeinformationsdienst UG verschickt Offerten für das Branchenverzeichnis „IhrGewerbeportal.de“. In der Regel sind auf solchen Angeboten u.a. relevante Firmendaten des Empfängers zu lesen.

Was jedoch möglicherweise erst auf dem zweiten Blick deutlich wird: im Kleingedruckten wird deutlich, dass mit der Rücksendung des Faxes ein neuer Vertrag abgeschlossen wird. Das bedeutet, dass hier keine Firmendaten „aktualisiert“ bzw. „korrigiert“ werden, sondern bei Rücksendung ein neues Vertragsverhältnis zur GID-Gewerbeinformationsdienst UG beschlossen wird.

Hohe Kosten für einen möglicherweise ungewollten Firmeneintrag


Sollte der Auftrag an die GID-Gewerbeinformationsdienst UG zurückgesandt werden wird ein entsprechender Eintrag öffentlich geschaltet. Dieser könnte unter anderem Kontaktdaten sowie eine Anschrift enthalten. Laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen hat der Vertrag für einen Firmeneintrag eine Laufzeit von mindestens zwei Jahren. Diese verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, sofern nicht drei Monate vor Vertragslaufzeitende gekündigt wurde.

Für einen „Texteintrag“ werden monatlich 49,83 EUR brutto fällig. Das macht für die gesamte Vertragsdauer eine Summe von 1.196,00 EUR brutto.

Wer sich die Mühe macht, die angegebene Webseite zu besuchen, wird feststellen, dass dort sogar einige Gewerbetreibende aufgelistet sind. Ob diese Kunden der GID-Gewerbeinformationsdienst UG von dem Angebot hinsichtlich der Reichweite profitieren, ist fraglich.

Hilfe bei GID-Gewerbeinformationsdienst UG bzw. IhrGewerbeportal.de


Sind Sie Unternehmer, selbständig oder freiberuflich tätig und wurden durch GID-Gewerbeinformationsdienst UG kontaktiert? Haben Sie gar das Fax zurückgesandt?

Als Gewerbetreibender haben Sie kein Recht auf Widerruf. Unter Umständen ergibt sich jedoch die Möglichkeit einer Anfechtung. Darüber informieren wir Betroffene gerne unter den folgenden Kontaktmöglichkeiten, auch für Gewerbetreibende aus Österreich bzw. der Schweiz:

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unter dieser Telefonnummer:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


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Donnerstag, 2. April 2020

Wertgarantie AG: Erfahrungen eines Verbrauchers

Gleich drei Handyversicherungen sollen nach dem Kauf eines Smartphones durch einen Verbraucher abgeschlossen worden sein. Anbieter des „Schutzpakets Premium“ ist die Wertgarantie AG. Unser Mitglied schilderte uns gegenüber seine Erfahrungen.


Über das Angebot der Wertgarantie AG


„Perfekter Schutz für alles, was Akku, Stecker oder Speichen hat“, heißt es derzeit auf der zugehörigen Homepage des Wertgarantie AG. Sitz der Firma, die sich selbst als „Deutschlands Fachhandelspartner Nr. 1 bei Garantie-Dienstleistungen für Konsumelektronik, Haushaltsgeräte und Fahrräder“ bezeichnet, ist Hannover.

Zu den dargestellten Versicherungsangeboten zählt u.a. die sogenannte „Handyversicherung“. Für diese Art Absicherung werden laut der Homepage zwei Varianten angeboten: „Komplettschutz“ ab 5,00 EUR pro Monat und der „Komplettschutz mit Premium-Option“ ab 6,95 EUR monatlich.

Abgesichert werden laut der Beschreibung zum Beispiel Schäden durch „Überspannung“ oder „Fall- und Sturzschäden“. Der „Diebstahlschutz“ sowie der „Cyberschutz“ stehen nur bei beim zweiten Tarif zur Verfügung.

Drei Versicherungen für ein Handy


Ein Verbraucher wandte sich an uns, weil er laut eigener Aussage zu viele Abbuchungen durch die Wertgarantie AG feststellte. So wurden die Gebühren für insgesamt drei Versicherungen abgebucht, die allesamt jedoch für ein einziges Smartphone galten. Der Verbraucher erwarb nur ein einziges Handy und wollte eine einzige Handyversicherung abschließen, doch wurden ihm drei unterschiedliche Versicherungsverträge zugestellt.

Insgesamt drei Mal erhielt der Verbraucher das sogenannte „Wertgarantie Schutzpaket Premium“ mit einer Laufzeit von 12 Monaten zum Preis von 9,95 EUR monatlich pro Gerät. Dieser Betrag wurde laut des Verbrauchers dreifach monatlich abgebucht.

Interessant: der Kaufpreis des Smartphones war insgesamt 200,00 EUR. Somit war die Versicherung schnell kostspieliger als die Anschaffung des Geräts selbst.

Die angeschlossenen Rechtsanwälte konnten helfen


Im Zuge seiner Mitgliedschaft konnte der Verbraucher auf die Hilfe unserer angeschlossenen Rechtsanwälte zurückgreifen. Diese erreichten unkompliziert eine rückwirkende Vertragsauflösung und die Erstattung geleisteter Beiträge der vorliegenden Versicherungsverträge.

Leider ließ sich nicht feststellen, wie dieser Fehler passieren konnte. Möglicherweise kam es zu Komplikationen bei der Übermittlung der Personen- und Gerätedaten beim Kauf des Geräts. Der Verbraucher kaufte das Smartphone in einem Handygeschäft seiner Stadt.

Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie ebenfalls Erfahrungen mit der Firma Wertgarantie AG und wollen uns diese mitteilen? Oder haben Sie Fragen zu diesem Thema? Nutzen Sie zu diesem Zweck unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.