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Donnerstag, 6. Dezember 2018

Tideplay.de und PlaPlay.de – Hohe Kosten nach Ablauf der Testphase

In vergangener Zeit meldeten sich Verbraucher bei uns, die uns ihre Erfahrungen mit den Streaming-Portalen „Tideplay.de“ und „PlaPlay.de“ mitteilen wollten. Optisch sind die beiden Webseiten kaum auseinanderzuhalten, doch ist jeweils ein anderes Unternehmen aus UK für den Betrieb verantwortlich. Uns wurde berichtet, dass nach einer 5-Tage-Testphase die Zahlung von mehr als 350 EUR gefordert wurde. Worauf Verbraucher bei der Nutzung achten sollten, erläutern wir im folgenden Artikel.

Titel: Tideplay.de und PlaPlay.de – Hohe Kosten nach Ablauf der Testphase

Tideplay: Nach 5 Tagen folgt eine hohe Rechnung


„Filme online ansehen“ - so einfach sollen aktuelle Kinohits auf den heimischen Fernseher geholt werden. Während Netflix und Co. bereits seit Jahren auf dem Siegeszug sind, versucht scheinbar die Plattform „Tideplay.de“ ebenfalls mit Blockbustern bei Serien- und Filmfans punkten zu wollen. Bereits die Startseite von Tideplay bietet eine reichhaltige Übersicht über das Angebot, sei es der Animationsfilm „Findet Dorie“ oder die Comicverfilmung „Guardians Of The Galaxy“. Betrieben wird Tideplay.de laut Impressum von der FAST TIDE LTD mit Sitz in Großbritannien.

Klickt man auf einen der dargestellten Filme, so erscheint der Hinweis: „Achtung! Es wurde ein Fehler festgestellt: Nicht registrierte Nutzer haben keinen Zugriff auf die Filme, melden Sie sich bitte an bzw. registrieren Sie sich auf der Webseite.“ Wir klickten auf den Button „Registrieren“ und fanden ein Formular. Wird dieses ausgefüllt und an die Betreiber von Tideplay gesandt, so soll eine kostenlose Testphase mit der kurzen Dauer von fünf Tagen starten. Nach Ablauf der Zeit muss die Zahlung einer Premium-Mitgliedschaft einmalig in Höhe von 359,88 EUR geleistet werden.

Screenshot: Registrierung auf "Tideplay.de"
Screenshot: Registrierung auf "Tideplay.de" / Dezember 2018


Kein Widerrufsrecht durch den Betreiber eingeräumt


Über die hohen Kosten einer Mitgliedschaft wird erst in den Nutzungsbedingungen in Kenntnis gesetzt. Dort heißt es: „Wenn Sie die kostenfreie Testphase abonnieren oder Ihren Account während der Testphase löschen, wird keine Gebühr erhoben. Falls Sie Ihren Account innerhalb von 5 Tagen nicht löschen sollten, wird Ihr Account automatisch als Premium-Tarif für den Preis von 29,99 € pro Monat (359,88 € pro Jahr) verlängert. In diesem Fall muss die Zahlung für die Premium-Mitgliedschaft einmalig in Höhe von 359,88 € geleistet werden“. Quelle: tideplay.de/nutzungsbedingungen.html

Was in den Nutzungsbedingung des Webportals Tideplay.de jedoch fehlt, ist das Widerrufsrecht. Nach der geltenden EU-Richtlinie über Verbraucherrechte zum 13. Juni 2014 müssen Anbieter digitaler Inhalte ab Vertragsschluss ein 14-tägiges Widerrufsrecht gewähren. Das gilt auch für derartige Streamingportale.

PlaPlay.de – optische ähnliche Aufmachung wie Tideplay


Über das rein visuell zum Verwechseln ähnliche Streaming-Portal „PlaPlay.de“ erfuhren wir durch eine Email einer Verbraucherin. Sie konnte sich die Mails von PlaPlay nicht erklären. Die Verbraucherin soll sich auf dem Portal für eine 5-Tage-Testphase registriert haben. Auch hier soll der kostenlose Account in einen Premium-Status umgewandelt werden. Die Kosten dafür: ebenfalls 359,88 EUR für ein Jahr.

Betrieben wird PlaPlay.de von einer ABABLE PLAY LTD, ebenfalls aus Großbritannien, aber nicht an der gleichen Adresse wie Tideplay. Dennoch unterscheiden sich die Nutzungsbedingungen rein visuell kaum – bis auf den Vertragspartner bzw. den Betreiber der jeweiligen Webseite.

Screenshot: Startseite Tideplay.de / Dez 2018
Startseite Tideplay.de / Dez 2018
Screenshot: Startseite Plaplay.de / Dez 2018
Startseite Plaplay.de / Dez 2018


Kontaktmöglichkeit mit dem Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch Erfahrungen mit den genannten Portalen Tideplay oder PlaPlay? Haben Sie unweigerlich eine Mitgliedschaft abgeschlossen? Gerne können Sie sich für weitere allgemeine Informationen bei uns melden.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Freitag, 4. September 2015

Bufdi.EU | Erfahrungen | Abovertrag

Welche Erfahrungen haben Sie als Stellenausschreiber für den Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) oder für einen Arbeitsplatz für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) auf der privaten Internet-Plattform Bufdi.EU gemacht? Sind Sie auch in einen möglicherweise unseriösen Abovertrag getappt? Ihre Erfahrungen zu diesem Thema helfen uns Sie besser am Telefon oder per E-Mail zu informieren. Mitglied sein heißt – der Zug ist noch nicht abgefahren.


Bufdi.EU | Erfahrungen | Abovertrag

Stellenbörse auf Bufdi.EU ist für Stellenausschreiber kostenpflichtig


Mit dem Motto „Freiwilligenarbeit für alle! Finde deine Bundesfreiwilligendienst oder FSJ Stelle!“ wirbt die private Webseite Bufdi.EU mit einer Stellenbörse um die zukünftigen Bewerber, die sich für eine Stelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr oder für den Bundesfreiwilligendienst (abgekürzt Bufdi) interessieren. Die Webseite Bufdi.EU bietet zudem sozialen Einrichtungen (zum Beispiel kirchliche und religiöse Einrichtungen und Gemeinschaften) eine kostenpflichtige Dienstleistung feil um zukünftige Bewerber zu gewinnen. Deren Dienstleistung bezüglich eines Eintrags in der Stellenbörse kostet dem Stellenabieter dann mehrere Hundert Euro:

„Deren Masche: Sie bietet sozialen Einrichtungen die Möglichkeit, sich für die Suche nach Bundesfreiwilligen (Bufdis) zu registrieren. Mit der Registrierung wird gleichzeitig ein Abovertrag mit 24 Monaten Laufzeit abgeschlossen. Kostenpunkt: rund 800 Euro. Beim Haus Huckfeld ist man überzeugt, dass diese Kosten bei der Registrierung nicht erkennbar gewesen sind. Heute findet sich allerdings bei „Bufdi.EU“ ein deutlicher Hinweis auf die Kosten.“
Quelle: http://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/rosengarten/panorama/bufdieu-weiter-in-der-kritik-wochenblatt-bericht-ruft-betroffene-aus-ganz-deutschland-auf-den-plan-d61022.html

Abovertrag richtet sich nur an soziale Einrichtungen


Laut des Nutzungsvertrags (Allgemeine Geschäftsbedingungen) der Betreiberfirma VN Freiwilligenservice UG (haftungsbeschränkt) aus Berlin (Jessnerstr. 18-20) richte sich das Angebot von Bufdi.EU an nur an „öffentliche Institutionen, kirchliche und religiöse Einrichtungen und Gemeinschaften, sowie Vereine und/oder Unternehmer im Sinne von § 14 BGB“. Denn auf „dem Internetportal http://www.bufdi.eu können sich öffentliche Institutionen (z.B. Behörden, Verwaltungen), kirchliche und religiöse Einrichtungen und Gemeinschaften, sowie Vereine und/oder Unternehmer kostenpflichtig registrieren um Anzeigen mit Stellenangeboten zu schalten“ (§ 1.1 AGB).
Quelle: http://www.bufdi.eu/kontakt/agb/

Unseriös? Abovertrag über knapp 800 EUR ist für kleinere soziale Einrichtungen oft zu teuer


Gerade kleinere soziale Einrichtungen, die oft nur mit Spenden finanziert werden, verfügen bezüglich eines Abovertrags mit dem Betreiber VN Freiwilligenservice UG (haftungsbeschränkt) oftmals nicht um die ausreichenden finanziellen Ressourcen, um diese kostenpflichtige Dienstleistung zu bezahlen. Sollte eine soziale Einrichtung jedoch unbemerkt in den kostenpflichtigen Abovertrag getappt sein, ist dies meist ärgerlich. Denn eine vergleichbare Dienstleistung wird sogar kostenlos für den Stellenausschreiber (zum Beispiel auf www.bundesfreiwilligendienst.de) angeboten. So nimmt zum Beispiel das Bundesamt für Familie und zivilrechtliche Aufgaben (BAFzA) auf seiner Webseite zu der angebotenen Dienstleistung von Bufdi.EU eine klare Stellung ein. Mitglied sein heißt – Abwehrkräfte zu stärken. Dort heißt es unter anderem:

„Seitens des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) möchten wir darauf aufmerksam machen, dass das BAFzA für dieses Angebot nicht verantwortlich ist. Es wurde weder vom BAFzA initiiert noch unterstützt oder steht sonst in einem Zusammenhang mit dem Amt. Vielmehr handelt es sich bei der Stellenbörse bufdi.eu um ein privates Angebot eines Dritten, der für Einsatzstellen eine kostenpflichtige Dienstleistung erbringt“
 Quelle: https://www.bafza.de/startseite.html

Welche Erfahrungen machten Sie mit dem Betreiber VN Freiwilligenservice UG (haftungsbeschränkt)?


Verbraucherdienst e.V. ist werktags zwischen 8 und 17 Uhr am Telefon oder per E-Mail,zu erreichen, sollten Sie einen Abovertrag mit der Betreiberfirma VN Freiwilligenservice UG (haftungsbeschränkt) abgeschlossen haben. Schildern Sie uns Ihre Erfahrungen mit diesem privaten Anbieter bezüglich einer Stellenausschreibung für den Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) oder für eine Stelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ).


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.