Dienstag, 17. Juli 2018

Post von der Ffan Inkasso AG / FanFan Zahlung Service

Erst kürzlich berichtete Verbraucherdienst über die Firma ZCS Inkasso AG, welche offene Beträge für die vermeintliche Teilnahme an Gewinnspielen einforderte. Wenige Tage später wurde uns durch einen Verbraucher eine weitere Zahlungsaufforderung vorgelegt: Ffan Inkasso AG aus 12107 Berlin fordern für die bisher entstandenen Kosten eine Zahlung von nahezu 290 EUR. Doch ist diese Forderung gerechtfertigt?

Titel: Post von der Ffan Inkasso AG / FanFan Zahlung Service

FFAn Inkasso AG / FanFan Zahlung Service fordern


Beauftragt wurde die Berliner Firma namens FFan Inkasso AG durch einen unbenannten Mandanten, es sollen noch offene Beträge ein. So sollen sich Empfänger des Schreibens telefonisch bei „Top 100 Gewinnspiele / EuroWin 6-49“ angemeldet haben. Für die Überweisung eines Betrags in Höhe von 269,46 EUR (zusammengesetzt aus der Hauptforderung, Mahnkosten und vorgerichtliche Inkassokosten) wurde eine Frist von sieben Tagen gewährt. Als Kontoverbindung ist – genau wie bei der Forderung der ZCS Inkasso AG - ein belgisches Konto angegeben, als Zahlungsempfänger ist in diesem Fall ein „FanFan Zahlung Service“ eingetragen.

Auch hier wird unter anderem mit Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid und mit Pfändung gedroht, sofern eine Zahlung ausbleibt.

Inkassoschreiben sollte man nicht ignorieren, aber …


In dem vorliegenden Schreiben der FFan Inkasso AG sollte der Hinweis erlaubt sein, dass es sich nicht unbedingt um ein eingetragenes Inkassounternehmen handeln muss, nur weil sich das Wort „Inkasso“ in der Firmenbezeichnung befindet. Hinsichtlich der FFan Inkasso AG ist zum aktuellen Zeitpunkt kein Eintrag im Rechtsdienstleistungsregister (Stand: 16.07.2018) zu finden. Das könnte bedeuten, dass dieses Unternehmen in Deutschland zum derzeitigen Zeitpunkt keine Inkassodienstleistungen anbieten oder durchfahren darf.

Scan: Ffan Inkasso AG / Forderung / Juli 2018
Ffan Inkasso AG / Forderung / Juli 2018


Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens FFan Inkasso AG erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, kann jedoch nicht hundertprozentig belegt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

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Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

E-net Payment Group verschickt Forderungen

Aus 28359 Bremen kommt das Unternehmen E-Net Payment Group, die in ihren Schreiben mit Formulierungen wie „gerichtliches Mahnverfahren“ oder „Zwangsvollstreckung“ Empfängern Sorgen bereiten.

Titel: E-net Payment Group verschickt Forderungen

Drohung einer Zwangsvollstreckung durch E-Net Payment Group


So teilt das Unternehmen „bedauerlicherweise“ mit, dass sich „in der Bundesrepublik Deutschland mehrere Sammelklagen von verschiedenen Gewinn- und Zeitschriftenverlagen gesammelt haben“ sollen. Genannt werden hier u.a. EuroMillions, EuroWinAg, und EuroWin24. Diese sollen sämtliche in Verzug befindliche Zahlungen ihrer Kunden an die E-Net Payment Group abgetreten haben.

Vergleichsangebot gilt drei Tage


Zu diesem Zweck werden vermeintlich ehemalige Kunden zur Zahlung von noch offenen Kosten mit einer Gesamthöhe von 760,00 EUR (zusammengesetzt aus Hauptforderung, Mahnkosten und vorgerichtlichen Inkassokosten) aufgefordert. Sollte der Empfänger jedoch innerhalb von drei (!) Tagen ein Vergleichsangebot von 305,00 EUR zahlen, so würde ein scheinbar bereits eingeleitetes gerichtliches Mahnverfahren eingestellt.

Bei einer Zahlung innerhalb der genannten Frist soll laut der E-Net Payment Group sämtliche Daten aus allen Online-Systemen gelöscht werden und somit Kontaktaufnahmen durch Gewinnspielverbände unterbunden werden. Wird die Frist jedoch nicht eingehalten, so wird die Gesamtforderung von 760,00 EUR sofort fällig. In so einem Fall würde es laut des Schreibens auch zu einer Beauftragung eines Gerichtsvollziehers oder gar einer Zwangsvollstreckung bzw. Pfändung kommen.

Scan: E-net Payment Group / Forderung / Juli 2018
E-net Payment Group / Forderung / Juli 2018


Ist diese Forderung rechtens?


Empfänger einer solchen Forderung sollten beachten: derzeit ist kein Unternehmen mit der Bezeichnung E-Net Payment Group im Rechtsdienstleistungsregister (Stand: 16.07.2018) eingetragen. Das bedeutet, dass diese Firma unter umstehen nicht dazu berechtigt ist, in Deutschland Inkassodienstleistungen anzubieten oder durchzuführen. Die Zahlung auf ein Konto in Rumänien erfolgen. Berechtigte Inkassoschreiben sollte man als Schuldner jedoch immer ernst nehmen. Reagieren sollten Verbraucher erst recht, wenn ein offizieller Mahnbescheid vom Amtsgericht kommt.

Kontakt zu Verbraucherdienst


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Montag, 16. Juli 2018

Über AVAS Marketing + Consulting GmbH / Zimmersuche24

Zur Jahresmitte ist Urlaub angesagt. Viele Anbieter von Ferienwohnungen und Gastzimmers bieten aus diesem Grund ihre Räumlichkeiten im Internet an. Das Portal „Zimmersuche24“ der Firma AVAS Marketing + Consulting GmbH stellt ein Internetportal dar, auf dem sich Interessierte eine Übersicht verschaffen können. Die Einträge auf dem Portal sind natürlich nicht kostenlos. Eine Gewerbetreibende, die einen solchen Eintrag testete, berichtet uns über ihre Erfahrungen mit dem Service.

Titel: Über AVAS Marketing + Consulting GmbH / Zimmersuche24

Ferienwohnungssuche durch das Portal Zimmersuche24


„Zimmersuche24, die einfachste Art der Zimmervermittlung“ - das behauptet die Betreiberin AVAS Marketing + Consulting GmbH über ihr Internetportal. Auf Zimmersuche24 ist es für Touristen und Feriengästen möglich, sich über eine Suchanfrage Auskünfte über Unterkünfte einzuholen. Doch wie kommt Zimmersuche24 an die dargestellten Adressen?

Das Angebot der AVAS Marketing + Consulting GmbH


Eine Gewerbetreibende bzw. Vermieterin einer Ferienwohnung konnte uns ihre Erfahrungen mitteilen. Sie führte ein Telefonat mit AVAS Marketing + Consulting GmbH, um einen Eintrag in dem Internetportal „Zimmersuche24“ zu erhalten. Die eingeholten Daten der Gewerbetreibenden wurden im Rahmen eines kostenfreien Testeintrags (mit einer Dauer von zwei Monaten) dargestellt. Dieser Testzugang für Neukunden beinhaltet sogar die Vorzüge einer Premiumpräsentation, die scheinbar Vorteile gegenüber der Standardversion inne hat.

Was steht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen?


Ein Blick in die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gibt Aufschluss über Kündigungs- und Widerrufsfristen. Wird der zunächst kostenfreie Testeintrag nicht schriftlich zwei Wochen vor Ablauf der kostenlosen Bezugsphase gekündigt, folgt ein kostenpflichtiger Eintrag mit einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten.

Die Gewerbetreibende kündigte nicht innerhalb der besagten Frist und erhielt folglich eine Rechnung von der AVAS Marketing + Consulting GmbH. Für einen Premiumeintrag auf Zimmersuche24 (Dauer 12 Monate) werden 284,89 EUR verlangt.

Der Vertrag wurde laut den uns vorliegenden Unterlagen wahrscheinlich über das Telefon abgeschlossen. Die Gewerbetreibende schilderte uns gegenüber schriftlich, dass sie gekündigt hätte, jedoch keine Kündigungsbestätigung erhielt. Die auf dem zugesandten Dokument aufgeführte Widerrufsbelehrung besagt, dass der Vertrag innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen werden kann. Dies besteht jedoch nicht, wenn bei Abschluss des Vertrages eine gewerbliche Tätigkeit ausgeführt wurde – wie das Betreiben einer Ferienunterkunft.

Hilfe bei AVAS Marketing + Consulting GmbH und Zimmersuche24


Haben Sie als Unternehmer oder Vermieter auch einen Anruf durch AVAS Marketing + Consulting GmbH erhalten? Wurde Ihnen ebenfalls ein teurer Premiumeintrag auf Zimmersuche24 in Rechnung gestellt? Gerne können Sie uns für weitere Informationen kontaktieren. Auch für Gewerbetreibende in Österreich und in der Schweiz!

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Offerte von AK Media Reklam, Izmir

Ein Gewerbetreibender legte uns eine aktuelle Offerte der Firma AK Media Reklam für einen Anzeigenauftrag vor. Scheinbar versandte diese Firma dieses Dokument via E-Mail und wies im Text darauf hin, dass es eine telefonische Absprache zuvor gegeben haben soll. Wie sollten Gewerbetreibende auf eine solche Mail reagieren?

Titel: Offerte von AK Media Reklam, Izmir

Kein Datenabgleich, sondern Neuauftrag


„Wie telefonisch besprochen im Anhang das Dokument zur Freigabe. Bitte um Bestätigung per e-mail oder per Fax an uns“. Das ist der Text, der in einer uns vorliegenden E-Mail einer Mitarbeiterin der AK Media Reklam zu lesen ist. Dieses Unternehmen hat seinen Sitz in Tuna Mah. Kemalpasa Cad. NO:74/604, 35600 Izmir (Türkei). Im Anhang der Mail ist eine PDF-Datei, die auf dem ersten Blick möglicherweise wie ein Korrekturfax wirkt. Dabei handelt es sich um einen Anzeigenauftrag, ohne das bisher ein Vertragsverhältnis bestehen haben muss. Würde der gewerbetreibende Empfänger der Offerte die PDF ausfüllen und an AK Media Reklam zurücksenden, so würde ein neuer Vertrag abgeschlossen werden.

Hohe Kosten für eine Werbeanzeige im Werbeobjekt „Büroinfo“


Inhalt des Vertrags ist eine Werbeanzeige in einem Druckobjekt mit dem Titel „Bürgerinfo – Versicherungen“. In den Auftragsbedingungen (siehe Bild) sind wichtige Details zum Auftrag zu lesen. So würde ein Anzeigenvertrag eine Laufzeit von zwei Jahren haben und insgesamt vier (!) Ausgaben des Werbeobjekts beinhalten. Sollte der Vertrag nicht drei Monate vor Ende gekündigt werden, so verlängert er sich um ein weiteres Jahr. Anhand dieser Offerte ist es nicht ersichtlich, wo genau die Druckobjekte verteilt werden sollen. Wo genau die Anzeige erscheinen soll, ist nicht ersichtlich. Nur die Auflagenstärke ist bekannt: 1.000 Stück.

Scan: AK Media Reklam, Offerte / Juli 2018
AK Media Reklam, Offerte / Juli 2018


Die Kosten für eine geschaltete Anzeige: ein Anzeigenfeld kostet 359,00 EUR. Hinzu kommt eine Satzpauschale 148,00 EUR, eine Farbpauschale 198,00 EUR und die Versandkosten in Höhe von 25,00 EUR. Hohe Kosten für eine Werbeanzeige in einem Folder, über dessen Verteilung und Werbeerfolg möglicherweise wenig bis keine Informationen vorliegen.

Hilfe bei AK Media Reklam


Sind Sie Unternehmer, Freiberufler oder selbständig und haben eine Nachricht von AK Media Reklam erhalten? Oder haben Sie gar das Dokument ausgefüllt zurückgesandt Gewerbetreibende erhalten bei uns erste Informationen. Nutzen Sie zu diesem Zweck unsere Kontaktmöglichkeiten:

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Mittwoch, 11. Juli 2018

Erfahrungen mit der Communitas Sozialmarketing GmbH

Um neue Kunden zu erreichen, kommen für Unternehmer nicht selten die üblichen Zeitungsannoncen oder Werbeplakate in Frage. Dabei lässt sich theoretisch sogar ein guter Zweck mit Werbung verbinden, indem zum Beispiel eine Bäckerei einen Anhänger für eine soziale Einrichtung finanziert. So ein Anhänger würde neben dem Firmenlogo auch die Adresse präsentieren. Ein derartiges Konzept bietet das Unternehmen Communitas Sozialmarketing GmbH aus Bad Kreuznach an.

Titel: Erfahrungen mit der Communitas Sozialmarketing GmbH


Über das Produktsponsoring der Communitas Sozialmarketing GmbH


Interessierte Unternehmer haben die Möglichkeit aus verschiedenen Institutionen (u.a. Bildungseinrichtung, Seniorenpflege, Sportverein) und Produkten (u.a. Infotatel, Fahrzeug, Lebensrettungssystem) zu wählen. Wie in dem Beispiel zuvor profitieren im besten Fall alle Beteiligten von dieser Geschäftsidee der Communitas Sozialmarketing GmbH. Leider scheint jedoch das Werben in der Praxis nicht immer so zu funktionieren, wie uns aktuell eine Gewerbetreibende berichtete.

Eine Gewerbetreibende teilt ihre Erfahrungen mit


Im Jahr 2012 unterschrieb die Gewerbetreibende Frau S. einen Vertrag mit der Communitas Sozialmarketing GmbH. Für eine Laufzeit von insgesamt 5 Jahren soll ein Fahrzeuganhänger für ein Gymnasium finanziert werden. Frau S. wurde damals ein Korrekturabzug vorgelegt, der eine Vorschau der Anzeige zeigt, die später auf dem Anhänger platziert werden soll. Das Projekt wurde realisiert und das besagte Gymnasium konnte sich an einem neuen Anhänger erfreuen. Die Kosten für Frau S.: etwas mehr als 1.000 EUR.

Automatische Vertragsverlängerung nach 5 Jahren


Besonderes Augenmerk sollte jedoch auf die Laufzeit gelegt werden. In dem uns vorliegenden Vertrag ist eine „Basislaufzeit“ von fünf Jahren angegeben. Im Kleingedruckten ist weiterführend zu lesen: „Der Vertrag verlängert sich automatisch (…) um 5 Jahre.“ Wichtig zu wissen: Gewerbetreibende haben im Gegensatz zu Verbrauchern kein Anrecht auf Widerruf.

2018 erhielt Frau S. durch das Gymnasium die Nachricht, dass nach Ablauf der fünf Jahre keine Bemühung um einen neuen Anhänger angestrengt wird. Jedoch bedeutet das nicht, dass damit der Vertrag mit der Communitas Sozialmarketing GmbH seine Wirksamkeit verliert. Frau S. erhielt vielmehr eine Bestätigung für eine zweite Werbeperiode – für weitere fünf Jahre zu den gleichen Kosten.

Scan: Rechnung Communitas Sozialmarketing GmbH / Juni 2018
Rechnung Communitas Sozialmarketing GmbH / Juni 2018


Hilfe bei Communitas Sozialmarketing GmbH


Haben Sie ähnliche Erfahrungen mit dem Angebot der Communitas Sozialmarketing GmbH gemacht? Gewerbetreibende erhalten bei uns erste Informationen. Nutzen Sie zu diesem Zweck unsere Kontaktmöglichkeiten:

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Montag, 9. Juli 2018

ZCS Inkasso AG - Claim Service fordert für Gewinnspielanbieter

Vor wenigen Wochen berichtete Verbraucherdienst über eine Firma, welche offene Beträge für die angebliche Teilnahme an Gewinnspielen forderte. Nun liegt uns erneut eine Zahlungsaufforderung vor: ZCS Inkasso AG aus 12107 Berlin fordern „letztmalig“ bisher entstandene Kosten die Zahlung von mehr als 250 EUR. Doch ist die Forderung gerechtfertigt?


„Letzte außergerichtliche Mahnung“ von ZCS Inkasso AG


Beauftragt durch einen ungenannten Mandanten fordert eine Berliner Firma namens ZCS Inkasso AG noch offene Beträge ein. So sollen Empfänger von einem Schreiben telefonisch einen Vertrag mit bzw. für Top 100 Gewinnspiele / EuroWin 6-49 abgeschlossen haben. Innerhalb von sieben Tagen soll ein Betrag in Höhe von 269,46 EUR (zusammengesetzt aus der Hauptforderung, Mahnkosten und vorgerichtliche Inkassokosten) überwiesen werden. Als Kontoverbindung ist ein belgisches Konto angegeben, als Zahlungsempfänger die Bezeichnung „Zahlung Service“.

Im Fall einer Nichtzahlung wird unter anderem mit Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid und mit Pfändung gedroht.

Inkassoschreiben sollte man nicht ignorieren, aber …


In dem vorliegenden Schreiben der ZCS Inkasso AG kann behauptet werden, dass es ich nicht unbedingt um ein eingetragenes Inkassounternehmen handeln muss, nur weil das Wort „Inkasso“ im Firmennamen vorkommt. Hinsichtlich der ZCS Inkasso AG ist zum aktuellen Zeitpunkt kein Eintrag im Rechtsdienstleistungsregister (Stand: 09.07.2018) zu finden. Das könnte bedeuten, dass dieses Unternehmen in Deutschland keine Inkassodienstleistungen anbieten oder durchfahren darf.

Auch wenn die uns vorliegenden Unterlagen der Berliner Firma eine gewisse Drohkulisse aufbauen, ist die Forderung kritisch zu betrachten. So ist unter anderem ein Dokument mit dem Titel „Kündigungs Belegen“ (siehe Bild) beigefügt, welches die Kündigung eines angeblichen EuroWin 6-49 Abos darstellen soll. Wir zählten alleine auf dieser Seite mehr als zehn Rechtschreib- bzw. Grammatikfehler.

Scan: ZCS Inkasso AG / Claims Service Forderung Juni 2018
ZCS Inkasso AG / Claims Service Forderung Juni 2018


Scan: ZCS Inkasso AG / "Kündigungsbeleg" Juni 2018
ZCS Inkasso AG / "Kündigungsbeleg" Juni 2018


Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens ZCS Inkasso AG erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, kann jedoch nicht hundertprozentig belegt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

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oder per E-Mail:

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Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
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Freitag, 6. Juli 2018

Veripay B.V.: Erfahrungen mit „sofort.credit“ und „sofort.cards“

In finanzieller Not ist es denkbar, sich online nach einem schnellen Kredit bzw. einer Kreditkarte (Mastercard) zu erkundigen. Dabei besteht die Möglichkeit auf die Portale „sofort.credit“ oder „sofort.cards“ der Firma Veripay B.V. aus Heerlen (Niederlande) zu stoßen. Dort wird ein Angebot unterbreitet, sich über die jeweiligen Portale, die sich optisch kaum unterscheiden, eine „goldene Mastercard“ und einen Kredit „bis zu 7.500 EUR“ zu sichern.

Titel: Veripay B.V.: Erfahrungen mit „sofort.credit“ und „sofort.cards“

Mastercard und Kredit: Bei Bestellung teure Nachnahme


Bei solchen Angeboten ist Vorsicht geboten, weil unter Umständen noch weitere Kosten entstehen könnten – was gerade bei Geldproblemen fatal wäre. Oftmals versprechen Anbieter von derartigen Kreditangeboten „Kredite trotz Schufa“ und die Aussicht auf eine Kreditkarte.

Die Firma Veripay B.V. betreibt die Portale „sofort.credit“ und „sofort.cards“ und betreibt den Vertrieb von Krediten und Kreditkarten. Jedoch kommt es laut betroffenen Verbrauchern zu teuren Nachnahmesendungen; Mahnungen und Zahlungsaufforderungen von Inkassofirmen können die Folge sein. Zuvor sollen Kreditkarten (Mastercard) über die Portale bestellt und die anfallenden Kartengebühren nicht fristgerecht gezahlt worden sein.

Zahlungsaufforderung durch Euro Collect GmbH


Bei Nichtzahlung meldet sich das Inkassounternehmen Euro Collect GmbH aus Düsseldorf bei Verbrauchern, die eine Karte bei Veripay B.V. bestellten. Neben der Hauptforderung (Kreditkartengebühren) wird zusätzlich die Zahlung anfallender Mahngebühren verlangt, bei den vorliegenden Forderungen handelt es sich um einen Betrag in Höhe von 181,30 EUR.

Diese Summe soll innerhalb weniger Tage überwiesen werden. Ansonsten wird mit der Weiterleitung der Daten an die SCHUFA Holding AG gedroht; sowie „weitere Kosten und Unannehmlichkeiten“.

Scan: Beispiel einer Zahlungsaufforderung durch EURO COLLECT GMBH für VERIPAY B.V.
Beispiel einer Zahlungsaufforderung durch EURO COLLECT GMBH für VERIPAY B.V.


Hilfe bei Veripay B.V. und Euro Collect GmbH


Sollten Sie eine Mahnung von der Veripay B.V. oder gar eine Zahlungsaufforderung von der Euro Collect GmbH erhalten haben, sollten Sie unbedingt reagieren. Es handelt sich dabei um keinen Fake, der in der Ablage Papierkorb landen sollte. Handeln Sie jetzt und nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unter dieser Telefonnummer:

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oder per E-Mail:

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Mittwoch, 4. Juli 2018

Was hat es mit dem Portal „Amtsweg.com“ auf sich?

Uns erreichten einige Mails mit Hinweisen und Fragen bezüglich einer Webseite mit dem Titel „Amtsweg.com“. Auf dem Portal soll es möglich sein, ein Führungszeugnis „ jetzt schnell & sicher online“ zu beantragen. Jedoch meldeten aufmerksame Verbraucher, dass es wohl doch nicht so einfach scheint, wie es auf dem ersten Blick wirkt.


Führungszeugnis – schnell und sicher? Nicht auf Amtsweg.com


„Ihr Führungszeugnis online beantragen“ ist für jeden Besucher des Portals „Amtsweg.com“ zu lesen. Weiter heißt es: „Die einfache Alternative zur Beantragung am Amt“. Besucher, die womöglich durch eine Google-Suche auf die Seite geleitet wurden, finden eine professionell aufgemachte Website vor, die in ansprechend formulierten Texten die Vorzüge einer Beantragung über das Internet anpreisen. Der Haken an der Sache: ausgerechnet die thematisierten Führungszeugnisse lassen sich zum derzeitigen Zeitpunkt nicht über „Amtsweg.com“ beantragen.

Stattdessen kann man kostenpflichtig einen Ratgeber anfordern, wie man via Internet ein Führungszeugnis anfordern könnte – zum Preis von 13,00 EUR. Der gleiche Preis, welchen man für ein Führungszeugnis sowieso zahlen müsste. Das ist ungefähr so, als wenn man einen Toaster im Internet bestellt und stattdessen einen Leitfaden erhält, wie und wo man Haushaltsgeräte online kaufen könnte.

Geld futsch? Verbraucher über Amtsweg.com


Der Verbraucher Herr L. meldete sich via Mail, dass er ein Führungszeugnis beantragen wollte, doch mit der Dienstleistung auf „Amtsweg.com“ scheinbar nicht zufrieden war. Ferner noch schrieb er, dass trotz Aufforderung die gezahlten 13 Euro nicht zurück überwiesen wurden. In der Hoffnung, andere Verbraucher zu warnen, wandte er sich vertrauensvoll an uns.

Ein anderer Verbraucher namens Herr R. beschreibt ähnliche Erfahrungen. Er schreibt: „Unter dem Internetauftritt Amtsweg.ccom wird vermittelt, dass man online Führungszeugnis für die amtliche Gebühr von 13 € beantragen kann. Zugestellt wird dann so ein Ratgeber für die Beantragung, den kein Mensch benötigt. Der Internetauftritt ist so perfekt, dass man wirklich denkt, man beantragt ein Führungszeugnis.“

Besteht eine Verwechslungsgefahr?


Tatsächlich ist die Webseite „gut“ aufgebaut, wenn man das Wort in diesem Zusammenhang gebrauchen möchte. Zumindest scheint es die Absicht zu sein, mit der Thematik „Führungszeugnis online beantragen“ Kasse zu machen. Besonders deutlich wird es bei einer simplen Onlinesuche mithilfe einer Suchmaschine wie Google.

Screenshot Google / 03.07.2918 - Amtsweg.com
Screenshot Google / 03.07.2918


Der von uns getestete Suchbegriff „Führungszeugnis online beantragen“ zeigt 10 Ergebnisse, unter denen die hier beschriebene Website auch zu sehen ist. Wie man am Bild erkennt, wird die Dienstleistung sogar regional angeboten – in diesem Fall die Stadt Essen, in der unser Vereinssitz ist. Damit scheint Amtsweg.com jene Verbraucher anzulocken, die sich durch den Onlinedschungel kämpfen, um ein Führungszeugnis zu bestellen. Da man ein solches Zeugnis gewiss nicht alle Tage bestellt, könnte man leicht das Portal mit einer offiziellen Anlaufstelle (wie z.B. das Online-Portal des Bundesamts für Justiz) verwechseln.

Fazit:


Es gibt reichhaltig Text auf der Seite „Amtsweg.com“. Dort sind auch Hinweise enthalten, dass es sich bei der angebotenen Dienstleistung nicht um eine Beantragung eines Führungszeugnisses über das Internet handelt. Viel mehr wird darauf hingewiesen, dass man nur den besagten Ratgeber erstehen kann. Jedoch ist dies schnell zu übersehen, wenn man gewisse Textpassagen überspringt. Deshalb gilt der allgemeine Ratschlag: Augen auf bei Internetgeschäften!

Kontakt


Haben Sie weitere Fragen zu „Amtsweg.com“? Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir ausschließlich im Mitgliedsauftrag tätig werden. Sollten Sie kein Mitglied in unserem Verein sein, können Sie sich über eine Mitgliedschaft informieren: JETZT Mitglied werden!

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