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Freitag, 28. August 2026

Medien Total GmbH, PVZ & ADU Inkasso: Zeitschriftenabos und hohe Forderungen

Titel: Medien Total GmbH, PVZ & ADU Inkasso: Zeitschriftenabos und hohe Forderungen

Dem Verbraucherdienst e.V. liegen aktuell erneut Anfragen und Berichte von Verbraucherinnen und Verbrauchern vor, die mit unerwarteten Forderungen für angebliche Zeitschriften-Abonnements konfrontiert werden. Im Fokus stehen dabei die Medien Total GmbH, die PVZ Pressevertriebszentrale GmbH & Co. KG sowie der Inkassodienstleister Allgemeiner Debitoren- und Inkassodienst GmbH (ADU Inkasso).

Viele Betroffene schildern ein ähnliches Szenario: Plötzlich werden Zeitschriften geliefert oder Mahnungen zugestellt – ohne dass nach Erinnerung der Empfänger jemals ein kostenpflichtiger Vertrag abgeschlossen wurde.

Verunsicherung durch überraschende Post und hohe Inkassogebühren

Nach den uns vorlegenden Informationen berichten Verbraucher von Lieferungen bekannter Magazintitel wie der Zeitschrift „Bunte“. Zunächst wird die Auslieferung oft gar nicht recht eingeordnet, bis schließlich Rechnungen oder Mahnungen im Briefkasten landen.

In den der Redaktion vorliegenden Schilderungen geben Betroffene an, dass sie sich an keinen Vertragsschluss mit der Medien Total GmbH erinnern können. Auf Versuche der Betroffenen, bei den beteiligten Firmen einen Nachweis über das Zustandekommen eines Abonnements oder eine Widerrufsbelehrung anzufordern, sei laut Verbraucherschilderungen häufig gar nicht oder unzureichend reagiert worden.

Statt einer Klärung erfolgt im weiteren Verlauf oft die Abgabe der Forderung an ein Inkassobüro. Die Allgemeiner Debitoren- und Inkassodienst GmbH (ADU Inkasso) fordert in diesen Schreiben Beträge, die inklusive Gebühren schnell auf über 300 Euro ansteigen können. Zudem wird mit Fristen gedroht sowie auf die Möglichkeit eines gerichtlichen Mahnverfahrens hingewiesen, was bei den Empfängern zusätzlichen Druck erzeugt.

Wie entstehen solche vermeintlichen Abonnements?

In der Praxis des Verbraucherschutzes zeigt sich häufig, dass angebliche Verträge über verschiedene Wege initiiert werden können – oft ohne dass es den Betroffenen im Moment der Dateneingabe bewusst ist. Zu den typischen Konstellationen gehören:

  • Gewinnspiele und Umfragen im Internet: Teilnahme an Online-Gewinnspielen, bei denen im Kleingedruckten oder durch versteckte Häkchen ein kostenpflichtiges Zeitschriftenabo gekoppelt ist.
  • Angeblich „kostenlose“ Probe-Abos oder Produkttests: Werbung für Gratis-Ausgaben, die sich nach Ablauf eines Probezeitraums automatisch in ein kostenpflichtiges Langzeit-Abo umwandeln.
  • Unerwünschte Telefonanrufe (Cold Calling): Werbeanrufe, bei denen Daten abgeglichen werden und im Nachgang behauptet wird, es sei ein mündlicher Vertrag geschlossen worden.

Einordnung: Wer muss den Vertrag beweisen?

Grundsätzlich gilt im deutschen Zivilrecht: Wer einen Anspruch geltend macht, trägt die Beweislast.

Wenn ein Unternehmen wie die Medien Total GmbH behauptet, dass ein zahlungspflichtiger Vertrag zustande gekommen ist, muss das Unternehmen dies im Streitfall nachweisen können. Ein bloßes Versenden von Ware oder das Ausstellen einer Rechnung reicht als Nachweis für einen wirksamen Vertragsschluss nicht aus.

Zudem gelten bei Verträgen, die im Fernabsatz (also online, per Telefon oder per Post) geschlossen werden, strenge gesetzliche Pflichten:

  • Widerrufsbelehrung: Verbraucher müssen ordnungsgemäß über ihr 14-tägiges Widerrufsrecht beleuchtet werden. Fehlt diese Belehrung, verlängert sich die Widerrufsfrist unter Umständen um bis zu 12 Monate und 14 Tage.
  • Vertragsbestätigung: Bei Fernabsatzverträgen muss dem Verbraucher eine Bestätigung des Vertrags auf einem dauerhaften Datenträger (z. B. per E-Mail oder Brief) zur Verfügung gestellt werden.
Scan: Anschreiben "medien total gmbh" / August 2026
Anschreiben "medien total gmbh" / August 2026

Verhaltensempfehlung: Was tun bei Post von PVZ oder ADU Inkasso?

Sollten Sie Rechnungen der PVZ oder Schreiben der ADU Inkasso für eine Forderung der Medien Total GmbH erhalten haben, die Sie für unberechtigt halten, empfehlen wir folgende Schritte:

  1. Nicht vorschnell zahlen: Lassen Sie sich durch kurze Zahlungsfristen oder die Androhung gerichtlicher Schritte nicht einschüchtern. Eine unberechtigte Forderung wird durch das Beachten der Ruhe nicht automatisch rechtens.
  2. Forderung schriftlich bestreiten: Teilen Sie der PVZ und dem Inkassounternehmen nachweisbar (vorzugsweise per Einwurf-Einschreiben oder qualifiziertem Fax) mit, dass kein kostenpflichtiger Vertrag geschlossen wurde. Verlangen Sie einen konkreten Nachweis (z. B. Bandaufnahme, Unterschrift, Log-Daten der IP-Adresse).
  3. Hilfsweise Widerruf und Anfechtung erklären: Tragen Sie hilfsweise den Widerruf sowie die Anfechtung wegen Irrtums bzw. arglistiger Täuschung vor, falls behauptet wird, ein Vertrag sei zustande gekommen.
  4. Dokumente aufbewahren: Heben Sie alle Rechnungen, Mahnungen, Schreiben sowie eigene Briefe und Sendeberichte sorgfältig auf.

Wie kann Ihnen der Verbraucherdienst e.V. helfen?

Wenn Sie ebenfalls Schreiben von der Medien Total GmbH, der PVZ Pressevertriebszentrale oder der ADU Inkasso erhalten haben und unsicher sind, wie Sie richtig reagieren sollen, stehen wir unseren Mitgliedern mit Rat und Unterstützung zur Seite.

Kontakt

Verbraucherdienst e.V. – Telefon: 0201-176790

Email: kontakt@verbraucherdienst.com

WhatsApp: +491628033374 (Keine Anrufe, nur WhatsApp!)

Bürozeiten: Montags bis Freitags 08:00-13:00 Uhr und 14:00-17:00 Uhr.

Für Nichtmitglieder ist es uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten. Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dieser Artikel basiert auf den uns gemeldeten Informationen, Zitaten und den im Artikel genannten Quellen und spiegelt nicht unsere Auffassung wieder. Soweit es ist uns möglich ist, haben wir diese sorgfältig geprüft. Testbestellungen oder sogenannte Lockvogel-Anrufe erfolgten nicht. Sollten Sie der Meinung sein, dass uns wesentliche Punkte zum Sachverhalt unbekannt sind, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.

⚠️ Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Er ist keine Rechtsberatung und kann eine Prüfung konkreter Unterlagen durch eine qualifizierte Rechtsanwältin oder einen qualifizierten Rechtsanwalt nicht ersetzen.

💡 Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt, um Recherchen zu beschleunigen und Entwürfe zu strukturieren. Der Text wurde anschließend von unserer Redaktion geprüft, überarbeitet und finalisiert.

Freitag, 17. Juli 2026

C-Date kündigen? Kosten, Laufzeit und Inkasso prüfen

Titel: C-Date kündigen? Kosten, Laufzeit und Inkasso prüfen

Kostenlose Registrierung, später hohe Forderung? Verbraucher berichten immer wieder von Unsicherheiten rund um Dating-Portale, Vertragslaufzeiten und Inkassoschreiben. Auch im Zusammenhang mit C-Date erreichen uns Anfragen. Worauf du bei Anmeldung, Kündigung und Zahlungsforderungen achten solltest.

C-Date kündigen? Was Verbraucher zu Kosten, Laufzeit und Inkassoschreiben wissen sollten

Abos gehören für viele Menschen längst zum Alltag – vom Streamingdienst bis zur Fitness-App. Auch Dating-Plattformen arbeiten häufig mit Mitgliedschaften und laufzeitgebundenen Verträgen. Problematisch wird es aus Verbrauchersicht vor allem dann, wenn Nutzer erst spät erkennen, dass aus einer Registrierung ein kostenpflichtiges Vertragsverhältnis entstehen kann.

Auch im Zusammenhang mit C-Date erreichen uns immer wieder Verbraucheranfragen. In einem aktuellen Fall schilderte uns ein Betroffener, dass er eine Zahlungsaufforderung im Zusammenhang mit einer Mitgliedschaft erhalten habe. Nach seinen Angaben wurde die Forderung im Auftrag der Betreiberin Interdate S.A. geltend gemacht. Der Fall zeigt: Wer sich bei Dating-Portalen anmeldet, sollte Kosten, Laufzeiten und Kündigungsfristen besonders genau prüfen.

Was ist C-Date?

C-Date ist eine Online-Dating-Plattform, die mit diskreten Kontakten und unkompliziertem Kennenlernen wirbt. Das Angebot ist über die Website nutzbar, außerdem stehen mobile Anwendungen zur Verfügung. Wie bei vielen vergleichbaren Portalen werden Nutzer im Registrierungsprozess schrittweise durch Fragen zu Profil, Interessen und Erwartungen geführt.

Für Verbraucher entscheidend ist dabei weniger die Art der Fragen als die Transparenz des Buchungsvorgangs: Wann wird auf Kosten hingewiesen? Welche Leistungen sind kostenlos? Und unter welchen Voraussetzungen kommt ein kostenpflichtiger Vertrag zustande?

C-Date: Kosten und Vertragsbedingungen genau prüfen

Wer sich bei einer Dating-Plattform anmeldet, sollte nicht allein auf Werbeaussagen oder den Hinweis auf eine „kostenlose Registrierung“ vertrauen. Wichtig ist vor allem, die Vertragsbedingungen genau zu lesen. Dazu gehören insbesondere folgende Punkte:

  • Ist nur die Registrierung kostenlos oder auch die Nutzung wesentlicher Funktionen?
  • Wann wird aus der Anmeldung eine kostenpflichtige Mitgliedschaft?
  • Welche Laufzeit gilt?
  • Verlängert sich der Vertrag automatisch?

Welche Kündigungsfrist muss eingehalten werden?

Gerade im Bereich digitaler Mitgliedschaften entstehen Streitigkeiten häufig dann, wenn Nutzer den Umfang der Zahlungsverpflichtung nach eigener Darstellung erst später erkennen.

Unser Eindruck vom Registrierungsprozess

Bei unserem Blick auf das Angebot zeigte sich ein mehrstufiger Registrierungsablauf. Dabei stehen zunächst Fragen zur Nutzung und zu persönlichen Vorlieben im Vordergrund. Preis- und Vertragsinformationen sind aus Nutzersicht jedenfalls nicht zwingend von Beginn an zentral platziert.

Wir haben den Vorgang an der Stelle beendet, an der eine E-Mail-Adresse eingegeben werden sollte. Denn bevor persönliche Daten übermittelt werden, sollte möglichst klar erkennbar sein, welche Leistungen kostenlos sind und unter welchen Bedingungen Kosten entstehen können.

Verbraucherschilderung: Hohe Forderung nach der Mitgliedschaft

In dem uns geschilderten Fall berichtete ein Verbraucher, dass er eine Zahlungsaufforderung über mehr als 500 Euro erhalten habe. Nach seiner Darstellung stand diese Forderung im Zusammenhang mit einer Mitgliedschaft bei C-Date. Die Geltendmachung sei durch ein Inkassounternehmen erfolgt.

Wichtig ist dabei: Ein einzelner geschilderter Fall erlaubt keine pauschale Bewertung aller Forderungen oder Vertragsverhältnisse. Ob eine Zahlungsforderung berechtigt ist, muss immer anhand des konkreten Einzelfalls geprüft werden. Maßgeblich sind unter anderem der tatsächliche Vertragsschluss, die im Buchungsvorgang angezeigten Informationen, die vereinbarte Laufzeit sowie eine mögliche Kündigung.

Inkassoschreiben zu C-Date: Was du jetzt tun solltest

Wenn du ein Inkassoschreiben erhältst, solltest du dieses nicht einfach ignorieren. Gleichzeitig gilt: Eine Zahlungsaufforderung bedeutet nicht automatisch, dass die Forderung in jeder Hinsicht berechtigt ist.

Sinnvoll ist es, zunächst in Ruhe zu prüfen:

  • Worauf stützt sich die Forderung genau?
  • Wann soll der Vertrag abgeschlossen worden sein?
  • Gibt es Vertragsunterlagen oder Bestätigungsmails?
  • Wurde bereits gekündigt?
  • Liegt ein Nachweis über die Kündigung vor?
  • Ist die Forderung nachvollziehbar aufgeschlüsselt?

Gerade bei digitalen Verträgen können bereits E-Mails, Screenshots oder gespeicherte Buchungsinformationen später eine wichtige Rolle spielen.

Welche Unterlagen Betroffene sichern sollten

Wenn du Zweifel an einer Forderung hast, solltest du möglichst früh alle relevanten Unterlagen zusammentragen. Dazu gehören insbesondere:

  • Anmeldebestätigungen
  • Vertragsunterlagen
  • Preisangaben zum Zeitpunkt der Buchung
  • E-Mails des Anbieters
  • Kündigungsschreiben
  • Versand- oder Zugangsnachweise der Kündigung
  • Screenshots aus dem Anmelde- oder Buchungsprozess
  • Inkassoschreiben mit genauer Forderungsaufstellung

Je vollständiger die Unterlagen sind, desto besser lässt sich prüfen, ob und in welchem Umfang eine Forderung bestehen könnte.

C-Date kündigen: Warum der Nachweis so wichtig ist

Wer ein Dating-Abo beenden möchte, sollte nicht nur kündigen, sondern die Kündigung auch nachweisbar dokumentieren. Denn in der Praxis geht es später häufig nicht nur um die Frage, ob eine Kündigung erklärt wurde, sondern auch darum, wann und in welcher Form sie erfolgt ist.

Achte deshalb darauf, Fristen einzuhalten und Bestätigungen oder Versandnachweise aufzubewahren. Wer zu spät reagiert, riskiert unter Umständen, dass sich eine Mitgliedschaft verlängert oder weitere Forderungen geltend gemacht werden.

Fazit: Bei Dating-Abos genau hinschauen

Ob C-Date oder andere Dating-Portale: Verbraucher sollten vor einer Anmeldung genau prüfen, welche Kosten entstehen, wie lange ein Vertrag läuft und wann gekündigt werden muss. Kommt es später zu einer Zahlungsaufforderung oder einem Inkassoschreiben, sollte der Einzelfall sorgfältig geprüft werden.

Pauschale Aussagen helfen hier selten weiter. Entscheidend sind die konkreten Vertragsunterlagen, die Kommunikation mit dem Anbieter und eine saubere Dokumentation aller Schritte.

Call-to-Action

Du hast Ärger mit einer Dating-Plattform oder eine hohe Zahlungsforderung erhalten?

Dann sichere alle Unterlagen, Screenshots, E-Mails und Kündigungsnachweise. Wenn du unsicher bist, ob die Forderung berechtigt ist, lass deinen Fall prüfen.

Ein rechtlicher Hinweis:
Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information. Er stellt keine Rechtsberatung dar und kann eine individuelle Prüfung des Einzelfalls nicht ersetzen. Ob und welche Ansprüche bestehen, sollte mit einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt besprochen werden.Der Beitrag beruht auf den uns mitgeteilten Informationen, eingereichten Unterlagen und den Schilderungen der beteiligten Person. Eine vollständige und abschließende Überprüfung sämtlicher Umstände war uns nicht möglich. Eigene Testbestellungen oder sogenannte Lockanrufe wurden von uns nicht durchgeführt. Sollten aus Sicht betroffener Stellen wesentliche Gesichtspunkte fehlen, bitten wir um eine Nachricht.

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Bürozeiten: Montags bis Freitags 08:00-13:00 Uhr und 14:00-17:00 Uhr.

Für Nichtmitglieder ist es uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten. Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dieser Artikel basiert auf den uns gemeldeten Informationen, Zitaten und den im Artikel genannten Quellen und spiegelt nicht unsere Auffassung wieder. Soweit es ist uns möglich ist, haben wir diese sorgfältig geprüft. Testbestellungen oder sogenannte Lockvogel-Anrufe erfolgten nicht. Sollten Sie der Meinung sein, dass uns wesentliche Punkte zum Sachverhalt unbekannt sind, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.



Dienstag, 5. Mai 2026

Vorscore: Erfahrungen mit dem Bonitätschecker der Bonibutler Ltd.

Titel: Vorscore: Erfahrungen mit dem Bonitätschecker der Bonibutler Ltd.

Immer wieder berichten Verbraucherinnen und Verbraucher von unerwarteten Rechnungen für Online-Dienste, die sie entweder nicht bewusst abgeschlossen haben oder deren Kosten nicht klar ersichtlich waren. Ein aktuelles Beispiel betrifft den Dienst „Vorscore“ von Bonitbutler Ltd. Anhand eines aktuellen Falls möchten wir erklären, worauf Sie achten sollten.

Der Fall: Plötzlich eine Rechnung

Eine Verbraucherin erhielt eine Rechnung über 89,42 Euro für einen angeblichen Zugang zum „Vorscore-Portal“ mit einer Laufzeit von 12 Monaten. Laut Dokument wurde:

  • eine Mitgliedschaft abgeschlossen
  • die Bestellung online durchgeführt
  • eine konkrete IP-Adresse erfasst
  • eine Zahlungsfrist gesetzt

Besonders auffällig: Die Rechnung fordert zur Zahlung über einen speziellen Link auf und nennt einen externen Zahlungsdienstleister. Alle persönlichen Daten wurden für diesen Screenshot anonymisiert.

Screenshot Bezahlen-Link Vorscore
Screenshot vom Bezahlen-Screen / Vorscore / Mai 2026

Was ist „Vorscore“ überhaupt?

„Keine negative SCHUFA mehr"! Vorscore ist ein kostenpflichtiger Abo-Dienst der englischen Firma Bonibutler Ltd., der Nutzern Bonitätsprüfungen, Tipps zur Verbesserung der Kreditwürdigkeit und Kreditangebote verspricht. Der Dienst wirbt damit, Verbrauchern Informationen zur Bonität, Finanzen oder Verträgen bereitzustellen. Solche Angebote sind grundsätzlich nicht ungewöhnlich – allerdings kommt es häufig auf die Transparenz beim Vertragsabschluss an.

Typische Kritikpunkte bei vergleichbaren Diensten:

  • Kostenpflicht wird nicht klar dargestellt
  • Anmeldung wirkt wie ein kostenloser Test
  • Vertragslaufzeiten sind versteckt
  • Widerrufsbelehrungen sind unklar

Typische Merkmale von Vorscore Rechnungen

Auch in diesem Fall zeigen sich einige klassische Warnsignale:

  1. Unerwartete Forderung: Viele Betroffene erinnern sich nicht daran, bewusst einen kostenpflichtigen Vertrag abgeschlossen zu haben.
  2. Jahresabo statt Einmalzahlung: Die Rechnung bezieht sich direkt auf eine 12-monatige Laufzeit, nicht auf eine einmalige Leistung.
  3. Zahlungsdruck: Eine relativ kurze Zahlungsfrist soll schnellen Handlungsdruck erzeugen.
  4. Zahlung über externen Link: Die Aufforderung, über einen speziellen Link zu zahlen, ist zwar nicht automatisch unseriös, sollte aber immer kritisch geprüft werden.

Was gilt für Verträge?

Nach deutschem Recht gilt:

  • Ein kostenpflichtiger Vertrag muss klar und eindeutig erkennbar sein
  • Der sogenannte „Button-Lösung“ (§ 312j BGB) verlangt, dass Nutzer ausdrücklich bestätigen, dass sie zahlungspflichtig bestellen
  • Fehlt diese Transparenz, ist der Vertrag oft nicht wirksam

Was sollten Betroffene tun?

Wenn Sie eine ähnliche Rechnung erhalten haben:

✔ Ruhe bewahren: Nicht sofort zahlen – prüfen Sie den Sachverhalt genau.

✔ Vertrag prüfen: Haben Sie sich wirklich bewusst angemeldet?

✔ Widerruf einlegen: Falls die Anmeldung kürzlich war, kann ein Widerruf möglich sein.

✔ Forderung widersprechen: Wenn Sie keinen Vertrag abgeschlossen haben, widersprechen Sie schriftlich.

✔ Keine vorschnellen Zahlungen: Eine Zahlung kann als Anerkennung der Forderung gewertet werden.

Unser Fazit

Der vorliegende Fall zeigt, wie wichtig es ist, Online-Angebote genau zu prüfen. Dienste wie „Vorscore“ bewegen sich oft in einem rechtlichen Graubereich zwischen legitimen Angeboten und potenziellen Kostenfallen.

Unser Rat:

👉 Lesen Sie immer das Kleingedruckte

👉 Prüfen Sie Zahlungsaufforderungen kritisch

👉 Holen Sie im Zweifel rechtlichen Rat ein

Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht?

Mehr Infos können Sie bei uns anfordern. Teilen Sie auch Ihre Erfahrungen gern in den Kommentaren oder kontaktieren Sie uns direkt über unseren Blog:

Gemeinsam sorgen wir für mehr Transparenz im Verbraucherschutz.

Hinweis: Dieser Artikel dient der Aufklärung und ersetzt keine rechtliche Beratung. Bei Unsicherheit wenden Sie sich an die Verbraucherzentrale oder einen Anwalt.

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Bürozeiten: Montags bis Freitags 08:00-13:00 Uhr und 14:00-17:00 Uhr.

Für Nichtmitglieder ist es uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten. Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dieser Artikel basiert auf den uns gemeldeten Informationen, Zitaten und den im Artikel genannten Quellen und spiegelt nicht unsere Auffassung wieder. Soweit es ist uns möglich ist, haben wir diese sorgfältig geprüft. Testbestellungen oder sogenannte Lockvogel-Anrufe erfolgten nicht. Sollten Sie der Meinung sein, dass uns wesentliche Punkte zum Sachverhalt unbekannt sind, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.

Freitag, 17. April 2026

Forderung von Match Global Services Ltd. – Was Betroffene jetzt wissen sollten

Haben Sie eine Zahlungsaufforderung erhalten oder eine Abbuchung festgestellt, die Sie nicht zuordnen können? Dann sind Sie nicht allein. Viele Betroffene melden sich, nachdem sie eine Forderung von National Inkasso im Zusammenhang mit der Plattform bff-friends erhalten haben. Auftraggeber ist die Firma Match Global Services Ltd.

Titel: Forderung von Match Global Services Ltd. – Was Betroffene jetzt wissen sollten

BFF-Friends: Was hat es mit der der Seite auf sich?

Mit der Aussage „Tausende Singles warten bereits auf dich“ werden Besucher der Plattform bff-friends begrüßt. Betrieben wird es von der Match Global Services Ltd. mit Sitz in Malta. Ob man auf dieser Seite seinen „besten Freund für alle Zeiten“ oder halt modern ausgedrückt „bff“ (best friend forever) findet, soll an dieser Stelle nicht beantwortet werden. Laut den Nutzungsbedingungen erfolgt die Interaktion jedoch nicht zwingend mit echten Personen, sondern können auch auf digital erzeugten Inhalten basieren, was einer echten Freundschaft eventuell im Weg stehen würde. Aber nicht nur deshalb interessierte uns mehr, wie Verträge geschlossen werden, sondern ebenfalls, weil uns mehrere Verbraucher zu diesem Thema kontaktierten.

Erfahrungen von Verbrauchern

Diese berichteten uns gegenüber, dass sie Zahlungsaufforderungen via E-Mail erhalten hätten, weil sie Mitglied auf besagtem Portal sein sollen. In zwei Fällen wurde durch ein Inkassounternehmen jeweils die Zahlung offener Mitgliedsbeiträge gefordert. Beide teilten uns unabhängig voneinander mit, dass sie keine Verträge oder Abos mit der Firma abgeschlossen haben. Die Anmeldung erfolgt häufig über eine zunächst kostenlose Testphase. Wird diese nicht rechtzeitig beendet, geht sie automatisch in eine kostenpflichtige Mitgliedschaft über.

National Inkasso fordert für Match Global Services Ltd.

Die Forderungen wurden durch die National Inkasso im Auftrag der Match Global Services Ltd. An die Verbraucher verschickt. Die National Inkasso ist ein eingetragenes Inkassounternehmen und ist somit kein „Fake“. Forderungen – auch via E-Mail – sind demzufolge zu beachten. Ein Ignorieren könnte sonst die Kosten steigen lassen. Wenn auf Mahnungen nicht reagiert wird, kann es im weiteren Verlauf zu gerichtlichen Schritten kommen, etwa:

  • Mahnbescheid
  • Vollstreckungsbescheid
  • Zwangsvollstreckung (z. B. Kontopfändung)

Spätestens wenn ein Schreiben vom Gericht eingeht, sollten Sie unbedingt schnell handeln und sich Rat einholen.

Dating-Abo und Forderung – wie sollte vorgegangen werden?

  1. Ruhe bewahren Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
  2. Nichts vorschnell bezahlen Zahlen Sie erst, wenn Sie sicher sind, dass die Forderung berechtigt ist.
  3. Unterlagen prüfen Fordern Sie den angeblichen Vertrag an, falls Ihnen keiner vorliegt.
  4. Fristen beachten Reagieren Sie rechtzeitig, insbesondere bei offiziellen Schreiben.
  5. Schriftlich widersprechen Wenn Sie die Forderung für unberechtigt halten.
  6. Keine Telefonate führen Vermeiden Sie unnötigen telefonischen Kontakt.
  7. Kündigung nur bei echtem Vertrag Sonst könnte dies als Schuldanerkenntnis gewertet werden.
  8. Rechtlichen Rat einholen Vor allem bei Unsicherheiten oder gerichtlichen Schreiben.

Hilfe bei Inkassofordeurngen und Problemen mit Dating-Portalen

Forderungen rund um Online-Dating-Abos sind kein Einzelfall. Entscheidend ist, die Situation sachlich zu prüfen und besonnen zu reagieren. Weder vorschnelles Zahlen noch komplettes Ignorieren sind gute Strategien.

Kam es zu einem ungewollten Vertragsabschluss oder Abo, als Sie mit Dating-Seiten interagierten? Oder wurden Sie bereits von einem Inkassounternehmen kontaktiert?

Wir bieten Betroffenen Informationen und Unterstützung. Unsere kooperierenden Rechtsanwälte stehen unseren Mitgliedern beratend zur Seite. Nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf.

Kontakt

Kontakt

Verbraucherdienst e.V. – Telefon: 0201-176790

Email: kontakt@verbraucherdienst.com

WhatsApp: +491628033374 (Keine Anrufe, nur WhatsApp!)

Bürozeiten: Montags bis Freitags 08:00-13:00 Uhr und 14:00-17:00 Uhr.

Für Nichtmitglieder ist es uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten. Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dieser Artikel basiert auf den uns gemeldeten Informationen, Zitaten und den im Artikel genannten Quellen und spiegelt nicht unsere Auffassung wieder. Soweit es ist uns möglich ist, haben wir diese sorgfältig geprüft. Testbestellungen oder sogenannte Lockvogel-Anrufe erfolgten nicht. Sollten Sie der Meinung sein, dass uns wesentliche Punkte zum Sachverhalt unbekannt sind, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.


Montag, 10. November 2025

Wolfgang Klenk e.K. Abonenntenverwaltung - Abo durch "Gratis-Produkte-Testen"

Neuigkeiten von der Wolfgang Klenk e.K. Abonnentenverwaltung und der PVZ Pressevertriebszentrale. Ein Verbraucher meldete sich bei uns, weil er eine schriftliche Benachrichtigung für ein Test-Abo erhalten hat. Dabei soll er eine kostenpflichtige Bestellung auf einem Produkt-Tester Portal abgegeben haben.

Titel: Wolfgang Klenk e.K. Abonenntenverwaltung - Abo durch "Gratis-Produkte-Testen"

Was wird auf der Webseite "Gratis-Produkte-Testen" angeboten?

"Deine Meinung ist Gold wert" heißt es auf der Webseite mit der Bezeichnung Gratis-Produkte-Testen. Betrieben wird die Page aktuell von dem Unternehmen Greenbird Marktforschung LLC (Sitz laut Impressum, Stand Nov 2025: 309 Coffeen Avenue STE 1200, Sheridan, Wyoming 82801, USA). Die URL scheint richtungsweisend für das Angebot zu sein, denn das Portal bietet Besuchern an, ein "Produkttester" zu werden, um "coole Produkte gratis" testen zu können. Dazu sollen sich Interessierte in weniger als einer Minute in einer gewissen Produkttester-Kartei registrieren, um somit an verschiedenen Produkttests teilnehmen zu können. In der Praxis könnten eingetragene Tester Produkte zugesandt bekommen und diese nach dem Test behalten dürfen.

Wir behaupten, dass es letztendlich auf die Produkte ankommt, welche zu testen wäre. Leider fanden wir bei unserer Recherche diesbezüglich nur wenige Informationen. Der Webseite konnten wir die Info "Viele coole Marken - Wir verschicken Produkte von vielen neuen und auch bekannten Marken" entnehmen, was für alles Mögliche stehen könnte. Die "Gratis-Produkte-Testen" zeigt einige Bilder von Produkten mit dem Text: "Von Kleidung über Spiele, Deko, Elektronik, Parfum uvm ist alles möglich.". Laut den AGB könnte es aber zu Enttäuschungen kommen: "Die Auf dieser Website gezeigten Fotos und Marken-Namen sind nur Beispiele. Es gibt keine Garantie Produkte einer bestimmten Marke zu erhalten". Doch was lässt sich dann überhaupt testen? Kostenpflichtige Abos.

Testabo für Zeitschrift bestellt?

Nehmen wir die URL wörtlich, so dürften die Produkte gratis zu testen sein. Auch die Anmeldung soll laut des Portals "völlig kostenlos und unverbindlich" sein. Deshalb verwunderte es uns umso mehr, dass sich ein Verbraucher mit einem Schreiben der Wolfgang Klenk e.K. Abonenntenverwaltung an uns wandte. Die Absender schreiben, dass sich der Empfänger für ein Testabo für eine bekannte deutschsprachige Illustrierte überzeugen ließ. Weiter heißt es, dass er die Bestellung kostenpflichtig über die Landingpage gratis-produkte-testen.net abgeschlossen hätte. Ob sich angehende Produkttester, wie der angeschriebene Verbraucher, sich ihre Tätigkeit so vorgestellt haben? Dass man Test-Abos statt gratis Produkte wie Kleidung, Spiele etc. erhält?

Im Schreiben der Wolfgang Klenk Abonnentenverwaltung wird ein verlängertes Widerrufsrecht von 30 Tagen ab Erhalt der ersten Ausgabe zugesprochen. Der Empfänger hat in dem Fall die Möglichkeit, die Zeitschrift "gratis und in aller Ruhe zu testen". Kurzer Einwurf: Wir wären stark an weiteren Möglichkeiten interessiert, wie man Zeitschriften neben der Lektüre noch "testen" könnte, z.B. als Unterlage für wackelnde Tische oder Fliegenklatsche? Spaß beiseite und zum ernsten Teil: den Kosten: der gültige Heftpreis soll 5,00 EUR betragen, die Zeitschrift erscheint wöchentlich. Wird das Test-Abo demzufolge nicht gekündigt, kommen jährliche Kosten in Höhe von mindestens 260 EUR auf den Tester zu.

Scan: Wolfgang Klenk e.K. Abonenntenverwaltung / Okt 2025
Wolfgang Klenk e.K. Abonenntenverwaltung / Okt 2025


Betreuung durch PVZ Pressevertriebszentrale

Die Wolfgang Klenk e.K. Abonenntenverwaltung ist nicht das einzige Unternehmen in dem Schreiben, über das wir in der Vergangenheit bereits berichteten. Auch die bekannte PVZ Pressevertriebszentrale GmbH & Co. KG wird genannt. Genauer heißt es, dass die Firma mit der Betreuung des Zeitschriftenabos (inklusive der Rechnungsstellung und der Zahlungsabwicklung) beauftragt wurde. Bei unseren Recherchen fanden wir übrigens keinerlei Hinweise auf beide Firmen. Auch in den AGB fanden wir keine befriedigenden Antworten.

Stattdessen finden wir folgenden Hinweis in den allgemeinen Geschäftsbedingungen: "Wir vermitteln im Auftrag verschiedener Partnerunternehmen Produktproben und Proben verschiedener Dienstleistungen (z.B. kostenfreie Probemonate / Probeabos) an freiwillige Teilnehmer. Der entstehende Aufwand wird durch angebundene Partner getragen. Die Teilnehmer willigen ein, nach dem Produkttest bezüglich Ihres Empfindens verschiedener Produktmerkmale befragt zu werden. Das kann per E-Mail oder auch telefonisch passieren. Da nur eine gewisse Menge an neuen Mitgliedern pro Monat aufgenommen werden können, garantiert die Anmeldung nicht automatisch zum Erhalt von Produkten. Bei erfolgter Aufnahme kontaktieren wir das neue Mitglied per E-Mail oder telefonisch." (Quelle: gratis-produkte-testen.net/agb/, Stand: Nov 2025).

Screenshot: gratis-produkte-testen agb / nov 2025
Screenshot: gratis-produkte-testen AGB / nov 2025


Sind Besucher der Webseite Gratis-Produkte-Testen überhaupt an Test-Abos für Magazine interessiert? Erst recht, wenn mit anderen Produkten visuell geworben wird? Zweifelhaft. Deshalb ist es wichtig, dass vor der Abgabe der empfindlichen persönlichen Daten unbedingt die AGB studiert werden sollten.

Hilfe bei Wolfgang Klenk e.K. Abonnentenverwaltung und unbeabsichtigten Abos

Ein Klick hier, ein Klick dort und schnell wird eine wichtige Passage überlesen, die verraten hätte, dass ein zusätzlicher Haken zu einem kostenpflichtigen Abo führen kann. Deshalb empfehlen wir immer wieder unbedingt, die allgemeinen Geschäftsbedingungen vor der Bestätigung zu lesen.

Brauchen Sie Hilfe oder Informationen zu diesem Thema? Hier sind unsere Kontaktmöglichkeiten.

Kontakt

Verbraucherdienst e.V. – Telefon: 0201-176790

Email: kontakt@verbraucherdienst.com

WhatsApp: +491628033374 (Keine Anrufe, nur WhatsApp!)

Bürozeiten: Montags bis Freitags 08:00-13:00 Uhr und 14:00-17:00 Uhr.

Für Nichtmitglieder ist es uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten. Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dieser Artikel basiert auf den uns gemeldeten Informationen, Zitaten und den im Artikel genannten Quellen und spiegelt nicht unsere Auffassung wieder. Soweit es ist uns möglich ist, haben wir diese sorgfältig geprüft. Testbestellungen oder sogenannte Lockvogel-Anrufe erfolgten nicht. Sollten Sie der Meinung sein, dass uns wesentliche Punkte zum Sachverhalt unbekannt sind, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.

Montag, 18. August 2025

Zed Germany GmbH: Alles zum Abo und zur Kündigung

Wir müssen zugeben, dass wir bei unseren Recherchen zum Thema „Zed Germany GmbH“ überrascht wurden. Die obersten Suchergebnisse zeigen Veröffentlichungsdaten zwischen 2009 bis 2019 und somit alles andere als aktuell. Die Marktwächter der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein warnten zuletzt 2019 „vor auffälligem Drittanbieter ZED“.

Titel: Zed Germany GmbH: Alles zum Abo und zur Kündigung


Das steht im Schreiben „Bestätigung des Zugangs der Kündigungsbestätigung“

Via unserem Angebot „Abzockbutton“ erhielten wir eine Meldung einer Verbraucherin hinsichtlich der Firma ZED Germany GmbH. Sie schreibt, dass sie eine SMS bekommen hätte und ein Abo bei ZED abgeschlossen habe. Weiter teilt sie uns mit: „Ich habe nicht gespielt. Ich habe nur eine Auftragsbestätigung erhalten“.

Dazu sendete sie uns eine PDF, welche nach dem Öffnen eine Kündigungsbestätigung darstellt. Wir zitieren:

„Hiermit bestätigen wir Ihnen, die Kündigung Ihrer Abonnements (…) erhalten zu haben. Die Ihnen zugeordnete Nummer: ********* Art der Kündigung: ordentlich. Zeitpunkt, zu dem das Vertragsverhältnis enden soll: Zum Ende der laufenden Aboperiode. Bezeichnung des Vertrags: Clipmotion / Zed Abos“

Was ist Clipmotion?

Clipmotion präsentiert sich als Anbieter digitaler Inhalte wie Spiele oder Klingeltöne für Mobiltelefone. Die Inhalte werden über WAP oder Browser angeboten – zum Beispiel via Downloads auf Handys. Betrieben wird das Portal Clipmotion von der Firma ZED Germany Gmbh mit Sitz in Berlin.

Aktuell sind mehrere Spiele auf der Seite von Clipmotion verfügbar. Jedes einzelne Spiel hat bei unserem Besuch einen Button „Spielen“. Wer auf diesen Link klickt, erfährt zum ersten Mal über die entstehenden Kosten, die durch das Spielen entstehen können:

Clipmotion Pics, 4,99 €, pro Woche (Stand 18.08.2025)

Bevor somit „gezockt“ werden kann, muss ein Abo abgeschlossen werden. Viele Nutzer berichten, die Inhalte oder das Abo seien unklar oder überraschend zustande gekommen – oft durch unbedachtes Klicken auf Werbung. Wie erwähnt, berichtete Marktwächter bereits über das Thema. Es überrascht uns nicht, dass viele Verbraucher, die ein solches Abo unabsichtlich abgeschlossen haben, direkt kündigen möchten.

Wie ein Abo bei ZED Germany kündigen?

Die Kündigung des Abos ist möglich. Auf der Homepage von Clipmotion findet sich zum Veröffentlichungszeitpunkt dieses Artikels ein Hyperlink mit der Bezeichnung „Kündigen“. In Folge soll die Handynummer eingegeben werden und ein Passwort, das via SMS zugesandt werden soll.

Leider können wir nicht bestätigen, dass diese Methode auch von der Verbraucherin genutzt wurde, die sich bei uns meldete. Sie hat zwar eine Kündigungsbestätigung erhalten, aber die Umstände zur Kündigung sind unbekannt. Nutzer, die ein solches Abo unbewusst abgeschlossen haben:

  • die Anmeldung bei ihrem Mobilfunkanbieter, um Drittanbieter-Abos zu sperren
  • sich rechtlichen Rat suchen, um mögliche Rückzahlungen zu erwirken
  • Kündigung schriftlich vorzunehmen, um einen Nachweis zu haben
  • Rechnung nicht zahlen, da dies als Zustimmung zum Abo interpretiert werden könnte


Hilfe bei Abos

Verbraucher und Verbraucherinnen, die auf der Suche nach einem kurzen spielerischen Zeitvertreib sind, sollten vor der Eingabe ihrer Daten oder dem Betätigen von Checkboxen die AGB lesen, ob ein High Score direkt ins teure Abo führen kann.

Wer Hilfe bei diesen kostspieligen Abonnements sucht, kann sich gerne bei uns melden.

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Für Nichtmitglieder ist es uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten. Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dieser Artikel basiert auf den uns gemeldeten Informationen, Zitaten und den im Artikel genannten Quellen und spiegelt nicht unsere Auffassung wieder. Soweit es ist uns möglich ist, haben wir diese sorgfältig geprüft. Testbestellungen oder sogenannte Lockvogel-Anrufe erfolgten nicht. Sollten Sie der Meinung sein, dass uns wesentliche Punkte zum Sachverhalt unbekannt sind, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.


Donnerstag, 7. August 2025

CVneed B.V. – Unbewusst Abonnement abgeschlossen

Uns erreichte eine E-Mail mit einem Hinweis zur CVneed B.V. und deren Angebot. Die Firma mit Sitz in Amsterdam, Niederlande, bietet die Erstellung von Lebensläufen an – im Abo.

Titel: CVneed B.V. – Unbewusst Abonnement abgeschlossen


Was bietet CVneed an?

„Starte dein Abonnement und beginne mit der Erstellung deines Lebenslaufs“, steht zum Veröffentlichungszeitpunkt dieses Artikels auf der Webseite der Firma CVneed. Laut unseren Informationen soll die Webseite jedoch verändert und angepasst worden sein, von daher kann es zu weiteren Änderungen kommen. Doch was wird überhaupt angeboten?

In drei Schritten soll ein Lebenslauf erstellt werden; doch scheinbar richtet sich dieses Angebot an Personen, die sich regelmäßig bewerben möchten? Zumindest fragen wir uns das, da diese Dienstleistung ein Abonnement darstellt, mit höheren Kosten als ein Streaming-Service.

Wie viel kostet das Abo?

Folgende Vorteile soll ein Abo laut Webseite (Stand 07.08.2025) bieten:

  • Erstellen Sie Ihren Lebenslauf mit unserem Lebenslauf-Editor
  • Laden Sie Ihren Lebenslauf als PDF herunter
  • Bewerben Sie sich auf Zehntausende von Stellenangeboten
  • Wählen Sie aus über 10 professionellen Lebenslauf-Vorlagen

Der Preis: 35,00 Euro monatlich. Wer nicht bezahlt, könnte Post von CVneed erhalten. Genau dies ist einem Verbraucher passiert, der sich daraufhin bei uns meldete.

Zahlungserinnerung: Was steht in dem Schreiben?

Uns wurde freundlicherweise ein Schreiben der CVneed zur Berichterstattung vorgelegt. Im Brief wird bekanntgegeben, dass eine offene Forderung bestehen soll. Da bislang kein Zahlungseingang erfolgt ist, werden Mahngebühren erhoben.

Zur Zahlung des Betrages wird eine Frist genannt, es geht hierbei um einen Betrag in Höhe von über 90 Euro. Wird nicht überwiesen, drohen weitere Inkassokosten, Gerichtskosten, Vollstreckungskosten sowie Einträge in die SCHUFA.

Negative Berichte über CVneed – Verbraucherzentrale mahnt ab

Mittlerweile gibt es mehrere Stimmen im Internet, die vor dem Geschäftsmodell des Anbieters CVneed warnen. So schreibt die Verbraucherzentrale, Zitat: „Über 1.000 Beschwerden von Verbraucher:innen über CVneed sind seit Juli 2024 bundesweit in den Verbraucherzentralen eingegangen.“ Quelle: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/vertraege-reklamation/cvneed-achtung-abofalle-106793

Außerdem hat die Verbraucherzentrale NRW hat CVneed erfolgreich wegen der Widerrufsbelehrung und dem Kündigungsbutton abgemahnt. Laut der vorliegenden Informationen soll CVneed hat aufgrund der Abmahnung - aber auch zuvor – die betriebene Page mittlerweile mehrfach die Seite angepasst haben.

Überwiegend negative Bewertungen

Über die gängigen Bewertungsportale schaffen sich frustrierte Verbraucher und Verbraucherinnen ebenfalls Luft. Über 5.000 Bewertungen sind zum Veröffentlichungszeitpunkt auf dem Portal Trustpilot zu CVneed abgegeben worden. Überwiegend sind diese aktuell negativer Natur.

Die kritischen Stimmen berichten z.B. darüber, dass der Abschluss eines Abos nicht bewusst war oder äußern ihren Unmut hinsichtlich der Daten, die bei Vertragsschluss eingegeben wurden.

Quellen: https://de.trustpilot.com/review/cvneed.com

Vorsicht vor ungewollten Abo-Abschlüssen

Mittlerweile ist die Webseite von CVneed so gestaltet, dass die Kosten direkt ersichtlich sind. Dennoch sollten Verbraucher und Verbraucherinnen unbedingt die AGB lesen, ob so ein Abo-Angebot für die Erstellung von Lebensläufen überhaupt für sie in Frage kommt.

Wer auf der Schnelle nach der Suche nach einer Vorlage für einen Lebenslauf ist, kann möglicherweise für eine allgemeine Vorlage ein Programm (AI) nutzen, ohne das persönliche Daten vorab eingegeben werden müssen. Aber natürlich ist am besten noch: selber schreiben.

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Dieser Artikel basiert auf den uns gemeldeten Informationen, Zitaten und den im Artikel genannten Quellen und spiegelt nicht unsere Auffassung wieder. Soweit es ist uns möglich ist, haben wir diese sorgfältig geprüft. Testbestellungen oder sogenannte Lockvogel-Anrufe erfolgten nicht. Sollten Sie der Meinung sein, dass uns wesentliche Punkte zum Sachverhalt unbekannt sind, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.


Freitag, 6. September 2024

Glückspilot24: Abbuchungen vom Konto

Ein Verbraucher stellte eine Buchung via Lastschrift auf seinem Konto fest: Ein Monatsbeitrag mit der Bezeichnung „Glückspilot24“; der Zahlungsempfänger ist eine DMS GmbH. Doch es ist dem Verbraucher ein Rätsel, wie dies zustande gekommen sein soll.

Titel: Glückspilot24: Abbuchungen vom Konto


Was über Glückspilot24 bekannt ist

Der „umfassende Gewinnspielservice“ namens Glückspilot24 wirbt mit „Ihre Chance auf exklusive Gewinne“ (siehe HP https://glueckspilot24.com/). Ebenfalls auf der Webseite ist ein kurzes Video zu sehen, in dem zahlreiche Infos aufbereitet werden. Maximale Gewinnchancen! Über 200 Gewinnspiele! Teilnahme an einer exklusiven Internetlotterie! Nur um welche Gewinnspiele es sich handelt, was man überhaupt gewinnen kann lässt – all das und viel mehr bleibt unbeantwortet.

Was auf Glückspilot24 ebenfalls auf dem ersten Blick schwer einzuschätzen ist: wie kommen Verträge überhaupt zustande? Schließlich meldete ein Mitglied unseres Vereins eine überraschende Abbuchung einer Firma namens DMS GmbH für einen „Monatsbeitrag 07 24 Glueckspilot24“. Laut seiner Aussage ist es ihm ein Rätsel, wie es zustande gekommen sein soll. Er vermutete uns gegenüber eine „Trickserei in einer App“. Wir forschten demzufolge nach.

Wie kommt es zum Vertrag?

Zum Glück finden wir die Antworten in den AGB (siehe https://glueckspilot24.com/wp-content/uploads/2024/08/Gewinnspiel_AGB_160824_glueckspilot24.pdf ) Dort ist zu lesen, Zitat: „Der Kunde kann das Angebot des Anbieters sowohl online als auch telefonisch bestellen. Bei einer telefonischen Bestellung erhält der Kunde alle relevanten Details und Preise mündlich genannt.“ Zitatende.

Wir versuchten auf der Homepage von Glückspilot24 irgendeine Möglichkeit zur Anmeldung oder Registrierung zu finden. Dabei hatten wir keinen Erfolg, wir freuen uns über Tipps, wie das möglich sein soll. Aber wir fanden in dem Bereich „FAQ – Häufig gestellte Fragen“ folgenden Hinweis, Zitat: „Die genauen Kosten für unseren Service hängen von dem gewählten Paket und den gewünschten Leistungen ab. Ihr persönlicher Gewinnberater wird Ihnen alle Details und Preise am Telefon erklären, sodass Sie genau wissen, welche Optionen für Sie am besten geeignet sind. Alle Preise sind transparent und es gibt keine versteckten Gebühren.“ Zitatende.

Sitz von Glückspilot24 in Griechenland

Möglicherweise unterscheidet sich unsere Definition von Transparenz, aber wir hätten uns gefreut, wenn die Preise nicht nur am Telefon mitgeteilt werden würden. Das könnte aber ein Hinweis sein, wie die Verträge für Glückspilot24 zustande kommen – via Cold Call. Es wäre zumindest nicht unüblich, dass Glücksspiel-Verträge über das Telefon geschlossen werden.

Als Anschrift ist zwar eine Postfach-Adresse in Düsseldorf genannt, der Sitz der Firma ist jedoch Griechenland angegeben, zumindest wenn man das Impressum der Homepage aufruft: EPIRUS HYDRO IKE, MICHAIL AGGELOU 18, 45332 IOANNINA – Greece.

Die Lastschrift soll aber an den Zahlungsempfänger DMS GmbH gehen. Dieses Unternehmen wird auf der Homepage weder in den AGB, noch im Impressum genannt. Es handelt sich aber um eine deutsche Bankverbindung.

Wie sollte man reagieren?

Es lohnt sich, aktuelle Kontoauszüge auf Unregelmäßigkeiten hin zu prüfen, wie es unser Mitglied getan hat. Möglicherweise bucht ein unbekannter Dienstleister seit längerer Zeit gewisse Summen ab. Sollten Sie sicher sein, dass Sie keinem Vertragsabschluss zugestimmt haben, können Sie die Forderung unter Umständen zurückweisen. Der Anbieter könnte zum Nachweis aufgefordert werden, wie der angebliche Vertrag zustande gekommen sein soll.

Wir bieten rund um dieses Thema allgemeine Informationen an. Nehmen Sie Kontakt auf!

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Dienstag, 23. Januar 2024

Erfahrungen mit Glücksplan – Kündigen und Abo

Wir wurden auf die unterschiedlichen Dienstleistungen von „Glücksplan“ aufmerksam. Im Netz fanden wir zahlreiche Stimmen zu dem Abo. Wir haben uns die Seite genauer angesehen.

Titel: Erfahrungen mit Glücksplan – Kündigen und Abo

Was ist der Glücksplan?

„Komm auf die Sonnenseite des Lebens“ heißt es aktuell auf der Webseite von Glücksplan. Betrieben wird die Seite laut Impressum von der Firma m.c.s Member Concept Service AG (Sitz in Grand-Rue L-6630 Wasserbillig). Die Teilnahme am Glücksplan soll mehrere exklusive Vorteile bringen, wie ein Gewinnspiel.

Laut besagter Webseite sollen folgende Dienstleistungen den Teilnehmern gewährt werden:

  • Reise-Cashback
  • Shopping-Cashback
  • Rätselmagazin
  • Sondergewinnspiel

Das Shopping-Cashback soll den Kunden Rabatte bis zu 25 Prozent über 1.000 Partnershops bieten. Durch die Teilnahme am Glücksplan sollen Teilnehmer durch das Reise-Cashback einen Rabatt von 7% bei einer Reisebuchung erhalten. Hinzu kommen das monatliche Printmagazin mit 60 Seiten Rätselspass und fünf monatlich wechselnde Sondergewinne. (Stand: 23.01.2024)

Wie wird man Teilnehmer?

Bei unserer Recherche stellten wir fest, dass eine Anmeldung aktuell über einen Email-Kontakt möglich sein soll. Ein Kontaktformular konnten wir bei unserem Besuch (Stand: 16.01.2024) nicht auffinden. Die Teilnahme an diesem Glücksplan mit all seinen exklusiven Vorteilen erscheint unter diesen Umständen erschwert. Laut aktueller Bewertungen im Internet wird behauptet, dass zuvor ein telefonischer Kontakt stattgefunden haben soll.

https://g.co/kgs/U461iSW (Zuletzt besucht: 23.01.2024)

Das deckt sich auch mit dem Gegenstand des Unternehmens Bonus Dialog Marketing GmbH, den wir aus dem Handelsregister-Eintrag zitieren: „Vertrieb von nicht rezeptpflichtigen Nahrungsergänzungsmitteln aller Art, Vermarktung von off- und online Angeboten in Club, Abo und/oder Festpreismodellen an private und gewerbliche Kunden mittels postalischer, telefonischer und/oder online Ansprache sowie Vermarktung und Vermittlung von Adressendaten und Betreiben damit in Verbindung stehenden geschäftlichen Aktivitäten.“

Glücksplan kündigen und Kosten

Die m.c.s. Member Concept Service AG zieht einen Betrag in Höhe von 64,90 EUR per Lastschrift von dem Konto des Kunden ein. Der Betrag setzt sich aus zwei nicht zusammenhängenden GbR Anteilen zusammen.

  • 1. Teilnehmer-GbR: Gesamtkostenanteil 18,58 EUR, davon 12,37 EUR Lottoeinsatz und 6,21 EUR Service- und Verwaltungskosten
  • 2. Service-GbR: Gesamtkostenanteil 46,32 EUR. Davon 8,98 EUR Reiseflatrate, 8,99 EUR CashbackClub, 7,99 EUR Magazin, 20,36 EUR Service/Verwaltungskosten

Danach kann nur noch der Vertrag gekündigt werden mit einer Mindestlänge von sechs Monaten, die sich nach Ablauf automatisch um drei Monate verlängert. (Quelle: Glücksplan AGB, Stand 23.01.2024)

Hilfe bei Abos

Haben Sie Erfahrungen mit Glücksplan oder den genannten Firmen? Teilen Sie uns diese mit, damit wir unseren Artikel ggf. ergänzen können.

Der Verbraucherdienst hilft mit seinen angeschlossenen Rechtsanwälten gegen Abos. Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten und profitieren von unseren Erfahrungen.

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Dieser Artikel basiert auf den uns gemeldeten Informationen, Zitaten und den im Artikel genannten Quellen und spiegelt nicht unsere Auffassung wieder. Soweit es ist uns möglich ist, haben wir diese sorgfältig geprüft. Testbestellungen oder sogenannte Lockvogel-Anrufe erfolgten nicht. Sollten Sie der Meinung sein, dass uns wesentliche Punkte zum Sachverhalt unbekannt sind, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.

Montag, 22. Januar 2024

Erfahrungen mit Flixbooks – Kündigen und Abo

Ebooks als Abo. Flixbooks der Firma Convert Media EOOD soll laut der Webseite etliche Titel anbieten. Viele Fragen bleiben offen, aber scheinbar ist aktuell nur ein Abo möglich. Wir haben uns die Seite und das Angebot genauer angesehen.

Titel: Erfahrungen mit Flixbooks – Kündigen und Abo


Was ist Flixbooks?

„Alles über Haustiere“ oder „Der ultimative Heimtrainingsplan“ – so heißen zwei Titel aus dem Angebot der Webseite Flixbooks (flix-books.com, Stand 19.01.2024). Das Portal bietet seinen Kunden Zugriff auf Ebooks. Betrieben wird die Seite von einer Firma namens Convert Media EOOD mit Sitz in Bulgarien.

Was uns zuerst bei unserem Besuch auffiel: es gibt wenig Informationen über den Kauf von einzelnen Ebooks oder ob diese nur im Abo verfügbar sind. Selbst über das Abo konnten wir kaum Infos finden, sodass wir uns mit den AGB begnügen mussten.

Über das Flixbooks-Abo

In den AGB (flix-books.com/policies/terms-of-service) (Stand: 19.01.2024)  fanden wir genauere Infos über die Vertragslaufzeit oder wie es überhaupt zum Abo kommt. Ein Vertrag mit Flixbooks kommt so zustande:

„Ein Vertrag zwischen dem Anbieter und dem Kunden kommt zustande, indem der Kunde ein mündliches oder schriftliches Vertragsangebot abgibt, das ausdrücklich von dem Anbieter angenommen wird. Die Leistungsbeschreibungen und Preisangaben, die dem unmittelbar Kunden vor Abgabe seines Angebots mitgeteilt werden, sind Bestandteil dieses Angebots und werden Bestandteil des Vertrages zwischen dem Anbieter und dem Kunden, falls ein solcher zustande kommt.“

Über die Mindestlaufzeit wird mitgeteilt:

„Wenn der Kunde ein Abonnement mit einer bestimmten Mindestlaufzeit abgeschlossen hat, so verlängert sich dieses Abonnement ohne fristgemäße Kündigung nach Ablauf der Mindestlaufzeit automatisch um jeweils einen weiteren Monat“

Bewertungen Flixbooks

Wir suchten in den Bewertungen weitere Infos, wie ein Vertag mit Flixbooks zustande kommt. Wir fanden tatsächlich auch einige negative Bewertungen (https://de.trustpilot.com/review/flix-books.com) , in denen davon berichtet wurde, dass zuvor ein telefonischer Kontakt stattgefunden haben soll. Da wir keine Anmeldefunktion auffinden konnten (Login), könnte dies bestätigen, dass Verbraucher auch telefonisch kontaktiert werden, um Abos abzuschließen.

Ohne Passcode ging es für uns nicht weiter

Gerne hätten wir uns den Kundenbereich auf der Seite Flixbooks angesehen, doch leider wurden wir durch die Aufforderung „Bitte geben Sie Ihren persönliches Passcode ein“ gestoppt. Einzelne Ebooks konnten wir uns nicht genauer anschauen, eine Preisliste suchten wir auch ohne Ergebnis. Wir fragen uns, wie mit diesen Hürden neue Kunden erreicht werden sollen. Interessierte Verbraucher scheinen einen Passcode zu benötigen. Was dieser ermöglicht ist uns leider derzeit nicht bekannt.

Screenshot flix-books.com / Jan 2024
Screenshot flix-books.com / Jan 2024


Wenige Informationen über die dargestellten E-Books

Flixbooks präsentiert auf der Homepage (Stand 16.01.2024) zahlreiche Cover von Ebooks wie z.B. „Alles über Haustiere“. Leider war es uns nicht möglich, weitere Informationen über den jeweiligen Titel auf der Seite zu finden. So fehlten uns wichtige Informationen wie Seitenanzahl, ISBN-Nummer oder wann und bei welchem Verlag es veröffentlicht wurde.

Von den dargestellten Autoren gaben wir ein paar Namen bei Amazon ein, um mehr Infos über die Bücher zu erhalten. Doch auch erzielten wir keine Ergebnisse. Für Verbraucher ist es nicht möglich, sich ausführlich über die Angebote von Flixbooks zu informieren, bevor sie sich für ein Abo entscheiden sollten.

Hilfe bei Abos

Haben Sie Erfahrungen mit Flixbooks und haben ungewollt ein Abo abgeschlossen? Teilen Sie uns diese mit, damit wir unseren Artikel ggf. ergänzen können.

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Dienstag, 21. November 2023

Update: Handelsregisterzentrale24 – Weiterhin teure Abos möglich

Wir berichteten im Juni 2023 über das Portal namens Registerzentrale. Über die Webseite lassen sich Handelsregisterauskünfte einholen – für vergleichsweise hohe Gebühren. Zeit für ein Update: mittlerweile haben wir von zwei weiteren Adressen erfahren - wie der Handelsregisterzentrale24.

Titel: Update: Handelsregisterzentrale24 – Weiterhin teure Abos möglich


Noch mehr Portale für Handelsregisterauszüge

Insgesamt sollen sich an der Harzer Str. 39 in 12059 Berlin mehr als 20 Firmen befinden – so eine aktuelle Google-Recherche. Ob die Betreiber der Webportale „Handelsregisterzentrale24.de“, „Register-Auskunft.de“ oder der „Registerzentrale.de“ tatsächlich dort ansässig sind, können wir leider nicht feststellen. Über letztere Seite berichteten wir bereits. Die Portale bieten allesamt kostenpflichtige Handelsregisterauszüge.

Handelsregisterauszüge sind seit dem 01. August 2022 kostenlos über das offizielle Handelsregister-Portal abrufbar. Das ist bei Seiten wie Handelsregisterzentrale24.de nicht der Fall. Eine Abfrage kostet derzeit 4,50 EUR. (Stand: 20.11.23).

Blick in das „Kleingedruckte“

Nach einer Suche auf der Seite gelangt man schnell auf die Bestellseite von der Handelsregisterzentrale24. Dort ist in für uns schlecht erkennbarer Schrift folgender Text zu lesen:

„Die Bestellung erfordert den Abschluss eines kostenpflichtigen Nutzungsvertrags, der auf unbestimmte Zeit geschlossen wird und jederzeit mit einer Frist von 30 Tagen gekündigt werden kann. Zum Abschluss eines Nutzervertrags und der Bestellung von Handelsregisterauszügen und weiteren hier angebotenen Dokumenten/Auskünften sind ausschließlich Unternehmer berechtigt. Mit der erfolgreichen Erst-Bestellung wird der Nutzungsvertrag geschlossen. Die Höhe der monatlichen Nutzungsgebühr beträgt 159,00€ (zzgl. MwSt.) und wird separat abgerechnet.“ 

Quelle: https://handelsregisterzentrale24.de/sale-document-form/

Warnung vor unbeabsichtigten Abo

Wir weisen unsere Leser darauf hin, dass Handelsregisterauszüge kostenfrei verfügbar sind – über die URL handelsregister.de.

Über die Daten im Impressum lässt sich leider nicht viel sagen. Zwar ist dort ein Name aufgeführt, aber keine HRB Nummer oder sonstige Hinweise zu einem Unternehmen. Es wäre interessant gewesen, ob die verantwortliche Firma selbst in der Handelsregisterzentrale24 auffindbar gewesen wäre.

Wir berichteten zuletzt über ein Portal der Regitas Digital GmbH mit ähnlichem Geschäftsmodell. Diese ließ sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht finden.

Hilfe bei Abos

Der Verbraucherdienst hilft mit seinen angeschlossenen Rechtsanwälten gegen Abos. In Fall der Page Handelsregisterzentrale24 richtet sich unser Angebot besonders an Gewerbetreibende, die sich gegen den Vertrag wehren wollen. Wir bieten unsere Unterstützung auch Unternehmern, Freiberuflern und Selbständigen an. Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten.

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Handels-registerportal.de – Hohe Kosten für Abo

Seit dem 01. August 2022 sind Inhalte aus dem Handelsregister kostenlos und ohne Registrierung online verfügbar. Anders sieht es mit dem Angebot des Portals „Handels-Registerportal.de“ aus. Die Firma Regitas Digital GmbH aus Berlin bietet diesen Service an. Kostenpunkt aktuell: 749 EUR netto für eine vierteljährige Nutzung.

Titel: Handels-registerportal.de – Hohe Kosten für Abo


Über Handels-Registerportal.de und Regitas Digital GmbH

Das Wichtigste zuerst: bei der Webseite Handels-Registerportal.de handelt es sich nicht um das offizielle Handelsregister. Zwar bietet das Portal ebenfalls Handelsregisterauszüge an, doch sollen Kunden dafür zur Kasse gebeten werden bzw. ein Abo abschließen. Angeboten wird der Service von der Firma Regitas Digital GmbH aus Berlin.

Es wird als besonderer Unterschied eine Überwachungsfunktion genannt; eine Art Monitoring, die Neuigkeiten an Kunden übermitteln soll. Doch die größte Differenz dürften die Nutzungskosten sein.

Mehr als 700 EUR vierteljährlich

Die Kosten für die Nutzung der Seite Handels-Registerportal sind vergleichsweise hoch. Die Vertragsleistungen können ausschließlich nach einer Registrierung genutzt werden – und sie sind kostenpflichtig. Vierteljährig werden aktuell 749 EUR netto abgerechnet (Stand: 20.11.2023). Enthalten sind 100 „kostenfreie“ Abrufe pro Quartal, Abrufe darüber hinaus sollen extra kosten.

Nicht genutzte Abfragen können nicht in das nächste Quartal übernommen werden und verfallen. Die Mindestlaufzeit beträgt 3 Monate ab Bestellzeitpunkt und wird um weitere 3 Monate verlängert, sofern nicht 1 Monat vor Ablauf gekündigt wird.

Screenshot, Bestellung Handels-Registerportal
Screenshot, Bestellung Handels-Registerportal (20.11.2023)


Laut FAQ kein Widerrufsrecht

Die Seite FAQ (Frequently Asked Questions) liefert einige Antworten zum Zustandekommen des Vertrags, zur Laufzeit und letztlich auch zum Widerruf. Das Portal Handels-Registerportal.de soll sich demzufolge speziell nur an Geschäftskunden richten. Nutzer, die über das Portal eine Bestellung abgeben möchten, sollen vor Vertragsschluss per Häkchen bestätigen, dass sie Unternehmer im Sinne des § 14 BGB sind.

Es ist korrekt, dass für Gewerbetreibende bei B2B-Geschäften grundsätzlich kein Widerrufsrecht haben. Dennoch hätten selbst Unternehmer keine Kosten, wenn sie für einfache Anfragen auf das offizielle Handelsregister zurückgreifen.

Regitas Digital GmbH – nicht auffindbar?

Wir erlaubten uns für die Recherche zu diesem Artikel die Firma im Impressum selbst zu suchen. Über die Startseite gaben wir „Regitas Digital GmbH“ in das Suchfeld ein und betätigten die Suche. Nach wenigen Sekunden das überraschende Ergebnis: Es konnten keine Firmen gefunden werden. Zum Glück gibt es im offiziellen Handelsregister die gesuchten Informationen zur Firma.

Screenshot, Handels-Registerportal Suche
Screenshot, Handels-Registerportal Suche (20.11.2023)


Hilfe bei Abos

Der Verbraucherdienst hilft mit seinen angeschlossenen Rechtsanwälten gegen Abos. In Fall der Page Handels-Registerportal richtet sich unser Angebot besonders an Gewerbetreibende, die sich gegen den Vertrag wehren wollen. Wir bieten unsere Unterstützung auch Unternehmern, Freiberuflern und Selbständigen an. Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten und profitieren von unseren Erfahrungen.

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Mittwoch, 11. Oktober 2023

Nachsendeauftrag Online: Warnung vor zusätzlichen Kosten

Ein Umzug bedeutet in den meisten Fällen Stress pur. Mithilfe des Internets ist möglich, gewisse für einen Umzug nützliche Dienstleistungen online zu nutzen. Ärgerlich wird es jedoch, wenn zum Beispiel bei der Buchung eines Nachsendeauftrags Online zusätzliche Kosten entstehen, weil man statt bei der Post auf einer Drittanbieter-Webseite buchte.

Titel: Nachsendeauftrag Online: Warnung vor zusätzlichen Kosten

Google-Werbeanzeigen verweisen auf Nachsendeauftrag-Anbieter

Woran denken Sie als Erstes, wenn Sie an die Deutsche Post denken? Möglicherweise ist es die Farbe Gelb oder ein Briefkasten? Es gibt mehrere Dienstleister im Internet, die mit „Nachsendeauftrag Online“ werben, die an das typische Erscheinungsbild der Deutschen Post erinnern – zumindest wenn es um besagten gelben Briefkasten dreht.

Ein Nachsendeauftrag wird in der Regel bei einem Adresswechsel oder Abwesenheit erteilt. Die Kosten für Privatpersonen liegen aktuell laut der offiziellen Seite der Deutschen Post bei 28,90 EUR (Stand 10.10.2023). Doch wer derzeit Google mit den Suchbegriffen „Nachsendeauftrag online“ füttert, könnte stattdessen Werbeanzeigen von Seiten namens „Nachsendeauftrag Direkt“ oder „Nachsenden Info“ zu sehen bekommen.

Wie bereits erwähnt, ein Umzug bedeutet Stress. VerbraucherInnen, die neben all den Verpflichtungen nebenbei einen Nachsendeauftrag bei der Post organisieren wollen, könnten durch die Google-Werbeanzeigen auf Anbieter stoßen, die weitaus mehr Geld für die Dienstleistung verlangen.

Über Portale wie „Nachsendeauftrag Direkt“

Aufmerksam auf das Thema wurden wir durch einen Hinweis eines Verbrauchers. Via Email teilte er uns mit, dass ihn die Kosten des Nachsendeauftrags „stutzig“ machte. Er verlinkte uns die Seite „Nachsendeauftrag Direkt“, die nicht von der Deutschen Post betrieben wird. Bei der Firma handelt es sich um einen unabhängigen Dienstleister, der in keiner Beziehung zur Deutschen Post steht.

Aber ist das auch den Verbrauchern klar, welche die Seite besuchen? Die Hinweise, dass es sich um einen unabhängigen Dienstleister handelt, sind der Startseite zu entnehmen, doch steht das Formular für den Nachsendeauftrag im Vordergrund. Unbedachte Verbraucher, die möglicherweise einen stressigen Umzug organisieren müssen, könnten den wichtigen Hinweis überlesen.

Die zusätzlichen Kosten für einen Nachsendeauftrag bei des Anbieters liegen für eine Privatperson bei 114,90 EUR, Laufzeit 12 Monate. Dieses Angebot umfasst u.a. Nachsendung von DHL Paketen (nur bei Paketoption), eine Umzugscheckliste und Vorteilsangebote und Gutscheine. Nicht nur, dass statt knapp 30 EUR fast 115 EUR gezahlt werden sollen, es soll sogar Spam in Form von „Vorteilsangeboten“ an die neue Anschrift verschickt werden? Dass die neue Anschrift direkt für Marketing-Zwecke genutzt wird, dürfte bei der Erteilung eines Nachsendeauftrags nicht gewünscht sein.

Schlechte Bewertungen für Nachsendeauftrag-Anbieter

Es gibt noch weitere Anbieter, die ebenfalls in den Google-Werbeanzeigen dargestellt werden, wenn nach „Nachsendeauftrag“ gesucht wird. Jene VerbraucherInnen, die Erfahrung mit den angebotenen Dienstleistungen, vermitteln hinsichtlich der Bewertung ein eindeutiges Bild. Ganz allgemein lässt sich festhalten, dass viele Betroffene sich „getäuscht“ fühlen oder in ihren Bewertungen offen von „Abzocke“ reden. Wir zitieren an dieser Stelle zwei Bewertungen:

„Sieht aus wie das Original, ist aber dreimal so teuer. Vorsicht! Nicht bestellen! Über die offizielle Seite der deutschen Post gehen!“ Quelle: Trustpilot, https://de.trustpilot.com/review/nachsendeauftrag-direkt.com

„Erweckt den Anschein, man wäre bei der gelben Post gelandet. Ist aber nur Vermittler! Verlangt wesentlich mehr Geld, als die gleiche Leistung bei der Post kostet.“ Quelle: Trustpilot, https://de.trustpilot.com/review/nachsendeauftrag-direkt.com

Unser Rat

Unser Ratschlag an dieser Stelle ist wie so oft: Lesen Sie unbedingt die AGB, bevor Sie einem Vertrag zustimmen! Es ist nachvollziehbar, wenn besonders in stressigen Abschnitten die Zeit und Muße fehlt, sich mit so leidigen Themen wie Geschäftsbedingungen zu beschäftigen, aber leider ist das der beste Schutz, um sich vor unvorhersehbaren Kosten zu schützen.

Bei Ihrer nächsten Google-Suche könnten Sie bei den Ergebnissen Werbeanzeigen und organische Treffer sehen. Stellen Sie sich die Frage: Bin ich wirklich auf der Seite gelandet, auf die ich wollte? Oder handelt es sich nur um eine Werbeseite?

In dem Fall einer Auftragserteilung gibt es für Privatpersonen ein Widerrufsrecht von 14 Tagen für Fernabsatzverträge – das schließt Internetverträge mit ein. Sollten Sie ein Angebot für einen Nachsendeauftrag widerrufen wollen, so sollten Sie es innerhalb von 14 Tagen tun – sonst gilt der Vertrag.

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Donnerstag, 24. August 2023

Notfall-Card.com: Alte Tippgemeinschaft soll Mitgliedschaft übertragen

Willkommen bei der „Notfall-Card“. Ein Verbraucher legte uns einen Brief einer „ELBL Tippgemeinschaft Klimakombi“ vor, weil diese über die Notfall-Card.com informieren wollen. Es sollen neue Dienstleistungen zum alten Preis angeboten werden.

Titel: Notfall-Card.com: Alte Tippgemeinschaft soll Mitgliedschaft übertragen

Tippgemeinschaft wird „sozialer Service“?

Uns wurde ein Schreiben von einem Verbraucher vorgelegt. Es handelt sich hierbei um eine Information „zur Übertragung Ihrer Mitgliedschaft“. Wir deuten den Brief so, dass eine Mitgliedschaft bei einer sogenannten „Elbl Tippgemeinschaft Klimakombi“ bereits bestehen soll. Ob dem so ist, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden.

ELBL steht normalerweise für „European Lotto and Betting Limited“. Leider ist uns sonst nicht viel über diese Tippgemeinschaft bekannt. Deshalb konzentrieren wir uns auf den uns vorliegenden Brief. Da heißt es:

Zitat: „Wir möchten Sie über eine aufregende Veränderung in Bezug auf Ihre Mitgliedschaft bei der Elbl Tippgemeinschaft Klimakombi informieren. Ab dem 01.08.2023 werden Ihre Mitgliedschaft und die damit verbundenen Vorteile automatisch auf die Notfall-Card.com Kombination Aktion Mensch übertragen. Dabei bleibt der monatliche Preis von 69,95 € unverändert“. Zitatende.

Scan: Anschreiben Notfall-Card.com / August 2023
Anschreiben Notfall-Card.com / August 2023


Leistungen der Notfall-Card.com

Die angeblich bereits bestehende Mitgliedschaft bei einer ELBL Tippgemeinschaft Klimakombi soll demzufolge auf die eine Notfall-Card.com Kombination Aktion Mensch übertragen werden – und das automatisch. Alles ändert sich scheinbar, bis auf den Preis. der soll weiterhin fast 70 EUR pro Monat betragen. Doch was erhalten die Kunden mit der Notfall-Card?

Laut des Briefes soll den Kunden die Chance gegeben werden, dass sie an den Lotterien und Gewinnspielen von Aktion Mensch teilnehmen können. Dazu gibt es lauter neue Möglichkeiten, wie u.a. lassen sich die Erstellung von Patientenverfügungen, Organspendeausweise und Medikamentenpläne als Dienstleistung nutzen.

Wir fragen uns da: Werden durch die Weitergabe von solchen sensiblen Daten nicht noch mehr Probleme verursacht? Ist den Kunden bewusst, dass diese Daten zum Beispiel im Ausland verwaltet werden?

Aktion Mensch warnt vor Täuschung

Auf der Homepage der Aktion Mensch e.V. gibt es aktuell eine Warnung, die wir an dieser Stelle zitieren. „Es gibt KEINE Zusammenarbeit der Aktion Mensch mit Notfall-Card! Bitte gib bei entsprechenden Kontaktversuchen keine persönlichen Daten oder Kontodaten weiter.“ Quelle: https://www.aktion-mensch.de/

Screenshot: Hompage https://www.aktion-mensch.de // August 2023
Quelle: Hompage https://www.aktion-mensch.de // August 2023

Darüber hinaus liegt uns eine Email vor, in der Aktion Mensch vor der Täuschung warnt. Zitat: „Wir möchten dich warnen, dass derzeit bei Werbeanrufen telefonisch IBAN-Nummern abgefragt werden. Dabei wird teilweise der falsche Eindruck erweckt, dies geschehe in Kooperation oder gar im Auftrag der Aktion Mensch“.

Damit bestätigt sich unser Verdacht, dass bei dem Anschreiben einiges nicht mit rechten Dingen zugeht. Wir fanden jedoch noch weitere Ungereimtheiten bei der Notfall-Card.com.

Angegebene ARGE-IK Nummer nicht auffindbar?

Dem Impressum der Webseite Notfall-Card.com sind dazu einige relevante Informationen aufgeführt. Eine weitere Firma, eine MEGATİPP Notrufdienste Handelsgesellschaft mbH, ist mit ihrer Adresse in Unna als Niederlassung in Deutschland angegeben, der Hauptsitz soll sich jedoch in der Türkei befinden.

Außerdem wird das ARGE-IK (Arbeitsgemeinschaft Institutionskennzeichen) angegeben. Diese lässt sich über eine spezielle Webseite der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung überprüfen. Die im Impressum angegebene Nummer gaben wir ein, doch kamen zu keinem Ergebnis. Um einen Eingabefehler unsererseits auszuschließen, wiederholten wir die Suche, doch leider fanden wir keinen Eintrag. (Stand 22.08.23)

Informieren Sie die älteren Menschen im Umfeld

Leider ist es uns anhand der vorliegenden Unterlagen nicht möglich, die ursprüngliche Quelle der Daten nachzuvollziehen. Jedoch scheinen die Kontaktdaten von älteren Personen im Umlauf zu sein, welche dann für weitere Folgeverträge kontaktiert werden könnten. Vielleicht wurde irgendwann die Adresse bei einem Gewinnspiel angegeben oder eine Zustimmung am Telefon erteilt.

Deshalb ist es wichtig, dass Senioren in Ihrem Umfeld über mögliche Kostenfallen informiert werden. Sprechen Sie mit den älteren Menschen in ihrem Umfeld oder auch im Familienkreis. Warnen Sie vor eventuellen Verträgen, die entstehen können, auch wenn ein vermeintlich „guter Zweck“ als Verkaufsargument vorgeschoben wird.

Weitere Infos zum Thema

Der Verbraucherdienst aus Essen ist bundesweit aktiv und berichtet nicht nur über eine Vielzahl aktueller Verbraucherthemen, sondern bietet engagierte Hilfe für unsere Mitglieder. Besonders bei den Themen Abo-Fallen, Inkasso-Forderungen und Cold Callings haben sich zahlreiche Betroffene an uns gewandt.

Kontakt

Verbraucherdienst e.V. – Telefon: 0201-176790

Email: kontakt@verbraucherdienst.com

WhatsApp: +491628033374 (Keine Anrufe, nur WhatsApp!)

Bürozeiten: Montags bis Freitags 08:00-13:00 Uhr und 14:00-17:00 Uhr.

Für Nichtmitglieder ist es uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten. Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dieser Artikel basiert auf den uns gemeldeten Informationen, Zitaten und den im Artikel genannten Quellen und spiegelt nicht unsere Auffassung wieder. Soweit es ist uns möglich ist, haben wir diese sorgfältig geprüft. Testbestellungen oder sogenannte Lockvogel-Anrufe erfolgten nicht. Sollten Sie der Meinung sein, dass uns wesentliche Punkte zum Sachverhalt unbekannt sind, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.