Dienstag, 31. März 2020

Euro-Invest-Inkasso UG fordert für Online-Vertrieb-Marketing GmbH

Aktuell liegt eine Forderung von der Euro-Invest-Inkasso UG aus Nürnberg vor. Sie fordern laut des Schreibens für ihre Auftraggeberin Online-Vertrieb-Marketing GmbH die Zahlung noch offener Kosten.

Titel: Euro-Invest-Inkasso UG fordert für Online-Vertrieb-Marketing GmbH

Zahlunsgaufforderung aus Nürnberg


„Herzlich willkommen bei der Euro-Invest“ ist als Grußformel an alle Besucher der Webseite gerichtet, die sich über das Nürnberger Inkassobüro informieren wollen. Die Euro-Invest-Inkasso UG (haftungsbeschränkt) hat eine Zahlungsaufforderung an ein Mitglied versandt, in der eine Summe von über 150 EUR verlangt wird.

Auftraggeberin ist laut der Forderung die ebenfalls bekannte OVM Online-Vertrieb-Marketing GmbH. Laut einer aktuellen Abfrage im Rechtsdienstleistungsregister (Web: rechtsdienstleistungsregister.de) ist keine Euro-Invest-Inkasso UG eingetragen – Stand 31.03.2020.

Angerufen durch die Inkassofirma


Unser Mitglied schilderte uns gegenüber schriftlich, dass sogar ein Anruf erfolgte. Wir zitieren an dieser Stelle den vorliegenden Brief des Betroffenen:

„Hatte am vergangenen Samstag um 13:27 Uhr den 07.03.2020 von der Inkassofirma einen Drohanruf bekommen. Ich soll meine Zahlung tätigen, sonst wird es weitergeleitet. Hatte nie eine Karte bestellt, habe Annahme verweigert und alles dem Postboten wieder mitgegeben.“

Inhalt der Zahlungsaufforderung der Euro-Invest-Inkasso UG


Das Inkassounternehmen aus Nürnberg gibt in der Forderung an, dass sie von der Online-Vertrieb-Marketing GmbH beauftragt wurde. Scheinbar sollen entstandene Kosten eines Vertrages aus dem Jahr 2015 offen sein, obwohl die Auftraggeberin bereits mehrfach zur Zahlung aufgefordert haben soll.

Insgesamt soll ein Betrag in Höhe von 151,96 EUR gezahlt werden. Dieser Betrag setzt sich aus der Haupt-/ Restforderung sowie weiteren Posten wie u.a. Inkassogebühren zusammen. Für die Zahlung der geforderten Summe wurden 6 Tage eingeräumt.

Der Forderung ist eine Ratenzahlungsvereinbarung und eine außergerichtliche Vergleichsvereinbarung beigefügt. Sollte eins der beiden Formulare ausgefüllt und unterschrieben an die Euro-Invest-Inkasso UG zurückgesandt werden, wird die Gesamtforderung anerkannt.

Scan: Zahlungsaufforderung Euro-Invest-Inkasso UG / Jan 2020
Zahlungsaufforderung Euro-Invest-Inkasso UG / Jan 2020


Über die Online-Vertrieb-Marketing GmbH


Über das Unternehmen OVM GmbH haben wir bereits mehrfach in diesem Blog berichtet. Bislang lagen uns nur Mahnungen durch die Online-Vertrieb-Marketing GmbH vor und keine Zahlungsaufforderungen von Inkassounternehmen, welche für die Beitreibung offener Kosten beauftragt wurden. In der Vergangenheit sollen Kunden sogenannte „Finanzmanagement Paket“ beantragt haben, welches in Kooperation mit Bavaria Finanzservice e.K. online angeboten wurden. Es wurden Summen über 350 EUR verlangt. Mehr Infos hier: OVM Online Vertrieb Marketing GmbH: Mahnbescheid erhalten?

Weitere Informationen zu Euro Invest inkasso GmbH und Online-Vertrieb-Marketing GmbH


Haben Sie Erfahrungen mit OVM GmbH oder gar eine Zahlungsaufforderung von Euro-Invest-Inkasso UG erhalten? Reagieren Sie! Nutzen Sie zu diesem Zweck unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Donnerstag, 19. März 2020

Update 2020: Offerten nach Neueintragungen im Handelsregister

Regelmäßig melden sich Gewerbetreibende bei uns, um uns über aktuelle Offerten der Anbieter von inoffiziellen „Handelsregisterzentralen“ und „Gewerberegister“ zu informieren. Für unsere stets aktuelle Berichterstattung bieten wir Informationen bezüglich solcher Angebote. In einem aktuellen Fall bekam ein Unternehmer sogar vier Angebote auf einen Streich, weil er sich neu im offiziellen Handelsregister eintragen ließ.

Titel: Update 2020: Offerten nach Neueintragungen im Handelsregister

Anschreiben genau prüfen


Die Art und Weise ist bekannt und wurde auch in vielen Beiträgen beschrieben: ein Gewerbetreibender veranlasst eine Neueintragung oder Änderung im offiziellen Handelsregister – wie unter anderem eine Änderung der Anschrift. Die Folge kann ein Schreiben einer Firma sein, die ein inoffizielle Datenbank mit Adressdaten führt. Auf dem ersten Blick wirken diese Offerten so, als stünde der Empfänger bereits in einem Vertragsverhältnis mit dem Absender – oder das es sich gar um eine Benachrichtigung einer Behörde handelt.

Wie sind die Schreiben aufgebaut?


Die Texte der unterschiedlichen Schreiben ähneln sich stark und beschreiben in der Regel folgenden Umstand: „Ihre firmenrelevanten Daten wurden im Bundesanzeiger zur Kenntnis gebracht. (…) Die elektronische Veröffentlichung Ihrer Unternehmensdaten wurde bereits automatisch zentral zusammengeführt und für Interessenten elektronisch abrufbar im Internet (…) bereitgestellt“. Für diese Dienstleistung würden die Absender unterschiedliche Summen in Rechnung stellen (siehe Bilder), doch handelt es sich meist um Beträge zwischen 288,00-928,20 EUR.

Die uns bekannten Firmen heißen u.a. ITVH GmbH und ZGRP GmbH, die beide sogar jeweils eine Homepage geschaltet haben: itvh.online und zentrales-gewerbeportal.de.

Was Gewerbetreibende beachten sollten


Wichtig für Gewerbetreibende ist zu wissen: es handelt sich bei diesen Schreiben um nicht verpflichtende Angebote, sozusagen Offerten. Erst wenn der Empfänger die geforderte Summe überweist, wird der Vertrag geschlossen. Unternehmer, Freiberufler und Selbständige haben bei B2B Geschäften keinen Anspruch auf Widerruf, von daher sollte eine etwaige Zahlung gründlich geprüft werden.

Nicht selten ist es auch der Fall, dass sich abgeschlossene Verträge automatisch verlängern, sofern sie nicht innerhalb einer angegebenen Frist gekündigt werden.

Versandte Offerten: Liste der Absender


Uns liegen derzeit die folgenden Absender von Offerten in möglicherweise unterschiedlichen Datenbanken bzw. Firmenverzeichnissen vor:


  • ADRZ e.K. (40210 Düsseldorf)
  • Handels Union Deutschland (33791 Steinhagen)
  • GCR GmbH (40474 Düsseldorf)
  • HGR (50735 Köln)
  • HRU GmbH (50670 Köln)
  • ITVH GmbH (40123 Düsseldorf)
  • RGB Deutschland GmbH (50933 Köln)
  • SHV GmbH (40210 Düsseldorf)
  • PDWS Register GmbH (80336 München)
  • ZGRP GmbH (40227 Düsseldorf)



scan: Offerte HGR GmbH / März 2020
Offerte HGR GmbH / März 2020

Scan: Offerte HRU GmbH / März 2020
Offerte HRU GmbH / März 2020

Scan: Offerte ITVH GmbH / März 2020
Offerte ITVH GmbH / März 2020

Scan: Offerte ZGRP GmbH / März 2020
Offerte ZGRP GmbH / März 2020



Hilfe bei Offerten für „Handelsregister“ und „Gewerberegister“


Sind Sie Unternehmer, Freiberufler oder selbständig und haben eine der im Text dargestellten Offerten erhalten? Oder haben Sie gar das Dokument ausgefüllt zurückgesandt? Gewerbetreibende haben kein Widerrufsrecht, aber können bei uns erste Informationen erhalten. Nutzen Sie zu diesem Zweck unsere Kontaktmöglichkeiten:

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Freitag, 13. März 2020

Billion Event Inc.: Erfahrungen eines Anlegers

Jens W. (Billion Event Inc.) bot Anlegern die Möglichkeit, in fragwürdige Finanzprodukte zu investieren – ohne Genehmigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin). Statt „gesicherter Rendite trotz überdurchschnittlicher Performance“ gab es Vertröstungen via WhatsApp. Bei uns meldete sich Herr H., der Geld in die Aktien von Jens W. investierte. Das Angebot erhielt er durch den Anlageberater Matthias R. aus Brandenburg.

Titel: Billion Event Inc.: Erfahrungen eines Anlegers

Ein Geschädigter berichtet


Wir schildern an dieser Stelle die Inhalte einer Email von Herrn H., der uns seine Erfahrungen mit dem Team Jens W. mitteilte. Er schreibt, dass er über Herrn Matthias R. (Name der Redaktion bekannt) im März 2018 eine Mitteilung über ein „sehr sicheres“ Investment erhalten habe. Bei Interesse würde ein Kontakt mit Jens W. hergestellt werden, was auch geschah.

Herr H. schreibt, dass Jens W. ihm das Konzept telefonisch erläuterte und dabei „sehr viele Bankausdrücke“ verwendete, um möglicherweise den Eindruck zu vermitteln, dass er sich sich im Bankgeschäft auskennt. Es wirkte scheinbar so, als ob Jens W. über die nötigen Kontakte zu Investoren verfügt, es sollen sehr hohe Rendite möglich sein – alles abgesichert durch die EZB (Europäische Zentral Bank).

Aus dem „Beteiligungs- /Abtretungsvertrag“


Uns liegt ein Beteiligungs- bzw. Abtretungsvertrag zwischen Jens W. und Herrn H. vor. Vertragsgegenstand: Der Neugesellschafter (Herr H.) erwirbt vom Altgesellschafter (Jens W.) jeweils 10 Aktien der billion-event Inc. und der billion-event-online Inc. Diese Aktien werden jedoch erst auf den Neugesellschafter übertragen, wenn der Altgesellschafter seinen Zahlungsverpflichtungen aus diesem Vertrag nicht fristgerecht nachkommt.

Der Kaufpreis von jeweils 10 Aktien beträgt 1.000 EUR, dieser Betrag wird sofort vom Neugesellschafter fällig, sofern der Altgesellschafter bestätigt, dass die Voraussetzungen für den Beginn des avisierten Tradinggeschäftes erfüllt sind. Überwiesen werden soll die Summe auf das Konto vom Vermittler Mattias R., auf eine polnische Bankverbindung.

Scan: Beteiligungs- / Abtretungsvertrag Jens W. Billion-Event-Online Inc / Seite 01
Beteiligungs- / Abtretungsvertrag Jens W. Billion-Event-Online Inc / Seite 01

Scan: Beteiligungs- / Abtretungsvertrag Jens W. Billion-Event-Online Inc / Seite 02

Beteiligungs- / Abtretungsvertrag Jens W. Billion-Event-Online Inc / Seite 02
 
Scan: Beteiligungs- / Abtretungsvertrag Jens W. Billion-Event-Online Inc / Seite 03
Beteiligungs- / Abtretungsvertrag Jens W. Billion-Event-Online Inc / Seite 03



Kontakt überwiegend via WhatsApp und Newsletter


Auffallend bei den vorliegenden Unterlagen ist, dass der Kontakt zwischen den Beteiligten Matthias R., Jens W. und Herr H. teilweise nur via WhatsApp erfolgte. Uns liegen Screenshots von ausgetauschten Nachrichten vor. Neben dem Kontakt via Messenger wurden Newsletter und E-Mails versandt, die neben weiteren bzw. neuen Angeboten auch „lukrative Provisionen“ versprechen. Trotzdem erwecken die Meldungen den Eindruck, als ob Investoren hinsichtlich einer Auszahlung regelmäßig vertröstet werden – so auch Herr H.
Im Laufe des Kontaktes wurde von Jens W. ein weiteres Projekt mit dem Namen „Investment Programm 650 – 40“ angepriesen. Produktanbieter soll laut des vorliegenden Schreibens die EZB (Europäische Zentral Bank) sein.

Keine Auszahlung und Betrugsverdacht


Herr H. investierte laute eigener Aussage anfangs die Summe von 1.000 EUR. Nach einiger Zeit soll er von Jens W. über Matthias R. kontaktiert worden sein, um ihm ein weiteres Angebot zu unterbreiten. Es wurde eine Vertrauensbasis aufgebaut, es wurde geduzt und große Versprechungen gemacht. Insgesamt investierte Herr H. eine Summe von mehr 9.000 EUR.

Die erste Auszahlung sollte im Oktober 2018 erfolgen, doch dazu kam es nicht. Jens W. soll daraufhin mitgeteilt haben, dass spätestens am 29.02.2020 jedoch die gesamte Auszahlung erfolgen sollte. Die böse Vorahnung von Herrn H. wurde leider bittere Realität: es kam wieder zu keiner Auszahlung.

Ferner noch stellte sich auf Anfrage von Herrn H. an die EZB (Europäische Zentral Bank) heraus, dass kein Programm aufgelegt wird, wie es Jens W. für sein Investment Programm nutzen wollte. Die EZB erwiderte in der Mail an Herrn H. sogar, dass er Opfer eines Betrugversuches geworden ist.

Aktuell: Uns liegt die Information vor, dass die Staatsanwaltschaft Hamburg unter dem Aktenzeichen 5612/JS130/19 gegen Herrn Jens W. ermittelt wird.

Investment Programm 650-40: Das sollte das Produkt von Jens W. bieten


Im April 2019 ein Newsletter von Jens W. mit Team versandt, in dem er das neue Produkt „Investment Programm 650-40“ vorstellt. Produktanbieter soll die EZB (Europäische Zentral Bank) sein. Das Unternehmen Jens W. gibt an, dass durch „jahrelangen Kontaktaufbau und Kontaktpflege“ Zugang zu Finanzprodukten der EZB gewährleistet wurde. Diese sollen laut des Newsletters u.a. nicht nur die Auszahlung von 100% der getätigten Einlagegarantieren, sondern auch zusätzliche Gelder aus neu generierten Investments.

Ein Beispiel wurde ebenfalls angegeben: der Teilnehmer vermittelt einen Investmentbetrag von 10.000 EUR. Ab dem vierten Monat soll er zehn monatliche Auszahlung mit jeweils 1.000 EUR erhalten, sprich garantierte Auszahlung von 10.000 EUR.

Aus diesem Grund wird in dem Newsletter dazu aufgerufen, dass jeder Empfänger zum Telefon greifen und andere Personen für ein Investment begeistern soll. Zitat: Jens W. ist bereit, 80% seiner durch das eigene Investment generierten Erträge für Auszahlungen an Sie alle (Empfänger des Newsletters, Anmerkung der Redaktion) einzusetzen.


Scan: Investment Programm 650 - 40 / Jens W. / Seite 01
Investment Programm 650 - 40 / Jens W. / Seite 01
Scan: Investment Programm 650 - 40 / Jens W. / Seite 02
Investment Programm 650 - 40 / Jens W. / Seite 02

Hintergrund: Über das Geschäftsmodell der Billion Event Inc.


Herrn H. wurden in einem Angebot der Kauf von Aktien der Billion Event Inc. vorgeschlagen, doch was war das für ein Unternehmen? Lohnte sich ein Investment? „Stilvoll feiern auf höchstem Niveau“ versprach die Homepage der Firma Billion Event Inc. mit Sitz auf den Cayman Islands bzw. Kaimansinseln. Billion Event plante laut eigener Aussage „die Veranstaltung von First Class Event Kreuzfahrten mit einem Fünf-Sterne-Rahmenprogramm“ für zahlungskräftige Gäste. Denen soll laut den Vorstellungen der Veranstalter „jeder Wunsch von den Augen abgelesen und erfüllt“ werden, sogar „bevor er selbst daran gedacht hat“.

Die Webseite ist aktuell nicht mehr verfügbar bzw. es besteht nur noch ein Passwort-geschützter Bereich (Stand 10.03.2020). Die Informationen sind über das Webarchiv jedoch noch einsehbar.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch Verträge mit der Billion Event Inc. geschlossen? Möglicherweise sind noch weitere Investoren mit Jens W. in Kontakt getreten, die immer noch auf Ihre Auszahlungen warten. Wehren Sie sich und gehen Sie nicht davon aus, dass das investierte Geld verloren ist. Gerne können sich auch Anleger mit alternativen Erfahrungen oder weiterführenden Informationen bei uns melden.

Allgemeine Infos zu dem Thema Kapitalanlage erhalten Sie über unter dieser Telefonnummer:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

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Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Freitag, 6. März 2020

CashBro Limited : Forderung für Card Compact Limited

Aktuell liegt uns eine Forderung einer Firma namens CashBro Ltd. vor. Im Auftrag einer Card Compact Limited wird eine Summe von mehr 150 EUR verlangt. Was hat es mit dem Schreiben auf sich?

Titel: CashBro Limited : Forderung für Card Compact Limited

Über die Firma CashBro Limited


Viel lässt sich über die Firma mit Sitz in London nicht sagen. Als Adresse ist ein Bürokomplex in der Londoner Wenlock Road angegeben, in dem sich virtuelle Büros mieten lassen. Laut des Briefskopf (siehe Bild) soll das laut eigener Aussage „internationale Forderungsbüro“ auch in Moskau und Brüssel aktiv sein.

CashBro Ltd. verzichtet in der Zahlungsaufforderung auf alternative Kontaktmöglichkeiten, wie unter anderem eine Telefonnummer oder Email-Kontakt. Zum aktuellen Zeitpunkt ist die CashBro Limited nicht im Deutschen Rechtsdienstleistungsregister registriert. Das könnte bedeuten, dass diese Firma keine Berechtigung hat, in Deutschland Forderungen beizutreiben.

Ein Sitz im Ausland oder eine ausländische Bankverbindung können verdächtig sein – müssen es aber nicht. Empfänger sollten genau hinsehen, ob es sich bei dem Schreiben nicht um einer Forderung einer Behörde handelt – zum Beispiel für zu schnelles Fahren im Ausland.

Was steht in der Forderung?


Die CashBro Limited zeigt sich in ihrem Schreiben zunächst von ihrer freundlichen Seite: „Wir hoffen, es geht Ihnen gut“. Leider wird dieser Ton nicht beibehalten, da im nächsten Satz die eigentliche Absicht offenbart wird. Scheinbar hat die CashBro Ltd. eine angeblich noch offene Forderung der Firma Card Compact Limited gekauft und möchte nun etwaige Schulden einfordern.

Der Empfänger der Forderung soll laut des Schreibens im Jahr 2015 eine „Payplus Mastercard Gold“ der Firma Card Compact Limited aktiviert haben. CashBro Ltd. weist schriftlich darauf hin, dass die Schuld „nun auf uns über gegangen“ sei und der Empfänger „gesetzlich verpflichtet“ wäre, den offenen Betrag inkl. Forderungskosten zu bezahlen.

Wie viel soll gezahlt werden?


CashBro Limited listet die geforderten Kosten übersichtlich auf. Insgesamt verlangt das „Internationale Forderungsbüro“ aus London die Zahlung von 150,25 EUR. Dieser Betrag setzt sich aus der Hauptforderung (49,00 EUR) und der Forderungskosten 101,25 EUR) zusammen. Überwiesen soll der Betrag innerhalb von 7 Tagen auf ein belgisches Konto. Sollten noch Fragen offen sein, so kann man sich via Chat mit der Firma auseinandersetzen. Keine Email, keine Telefonnummer – sondern ein Chat. Dieser kann über die Firmen-Homepage erreicht werden.

Scan: Forderung CashBro Ltd. / Feb 2020
Forderung CashBro Ltd. / Feb 2020


Hilfe bei CashBro Limited und Card Compact Limited


Sollten Sie ein Zahlungsaufforderungen von der CashBro Limited erhalten haben, sollten Sie unbedingt reagieren. Allgemeine Informationen erhalten Sie über unter dieser Telefonnummer:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

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Donnerstag, 5. März 2020

International Fairs Directory, Costa Rica: Plattform 2020 weiterhin aktiv

Auch im Jahr 2020 sind Gewerbetreibende und Messeaussteller vor Offerten durch die Mulpor Company S.R.L. aus Costa Rica gewarnt. Dabei handelt es sich um einen kostenpflichtigen Eintrag im „International Fairs Directory“. Haben Sie auch so ein Formular erhalten? Hier erfahren Sie, was zu tun ist.

Titel: International Fairs Directory, Costa Rica: Plattform 2020 weiterhin aktiv

Hohe Kosten für Darstellung im International Fairs Directory


„Connecting Businesses worldwide“ schreibt die Mulpor Company S.R.L. mit Sitz in Costa Rica auf dem Webportal "International Fairs Directory" (abrufbar unter inter-fairs.com). Bereits 2018 berichtet wir über das Angebot dieser Firma. Es handelt sich um eine Datenbank, welche Daten von Ausstellern auf europäischen Messen auflistet.

Um an die dafür benötigten Daten zu gelangen, sind unterschiedliche Wege vorstellbar. Geschäftsdaten wie eine Anschrift und etwaige Email-Adressen sind meist kein Geheimnis und können unter anderem im Handelsregister einsehbar sein. Die Mulpor Company S.R.L. beschreitet einen alternativen Weg, um an Daten zu gelangen.

Zu diesem Zweck werden Gewerbetreibende bzw. Unternehmen hinsichtlich bevorstehender Messen kontaktiert. So sollen Formulare unter dem Namen der jeweiligen Messe versandt werden, vermeintlich aufgrund der Korrektheit vorliegender Ausstellerdaten. Wird das Formular unterschrieben zurückgesandt werden, kann eine Überraschung in Form einer hohen Rechnung die Folge sein.

Über 3.500 EUR für eine fragwürdige Dienstleistung


Die Mulpor Company S.R.L. versandte ein Angebot, die möglicherweise längst veröffentlichten Daten kostenpflichtigen in dem Portal „International Fairs Directory“ einzutragen. Ein solcher Eintrag würde eine Laufzeit von insgesamt drei Jahren haben. Ob ein Eintrag im Portal inter-fairs.com Messeaussteller Gewerbetreibenden tatsächlich nützt, darf durchaus zur Diskussion stehen. Jedenfalls soll die Verbreitung von Daten auf der Webseite jährlich 1.212, EUR kosten.

Sollte das Formular an Mulpor Company S.R.L. zurückgesandt werden, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Rechnung für die Schaltung des Logos und evtl. weiterer Daten der jeweiligen Firma folgen. Insgesamt würde der Vertrag mit der Firma den Gewerbetreibenden 3.636,00 EUR kosten.

Scan: International Fairs Directory Anschreiben / JAN 2020
International Fairs Directory Anschreiben / JAN 2020

Scan: International Fairs Directory Offerte / JAN 2020
International Fairs Directory Offerte / JAN 2020


Ausbildungsmesse Ennepe-Ruhr warnt vor International Fairs Directory


Die Ausbildungsmesse Ennepe-Ruhr warnt in einem Beitrag vom 03.03.2020 auf ihrer Homepage vor International Fairs Directory. Wir zitieren: „Da sind sie wieder, die Abzockeschreiben, mit denen dubiose Firmen aus dem Ausland sozusagen als Trittbrettfahrer Geld mit unserer Messe machen wollen. Absender ist – wie immer – das „International Fairs Directory“, in diesem Jahr mit Adressen in Costa Rica und Ungarn. Wir möchten alle Aussteller der Ausbildungsmesse Ennepe-Ruhr eindringlich davor warnen, auf dieses Schreiben der Fa. International Fairs Directory mit Sitz in Costa Rica zu reagieren.“ Quelle: https://www.ausbildungsmesse-en.de/news/artikel/article/vorsicht-vor-international-fairs-directory-das-ist-abzocke-2.html

Hilfe bei Mulpor Company S.R.L. / Internation Fairs Directory


Wurden Sie auch durch das Unternehmen via Fax kontaktiert, um Ihre Geschäftsdaten abzugleichen? Schickten Sie die Offerte unterschrieben zurück? Reagieren Sie schnell, um sich bei unerwünschten Einträgen zu wehren!

Verbraucherdienst e.V. bietet zu diesem allgemeine Informationen für Gewerbetreibende, die Fragen zu diesem Thema oder Branchenbuch-Einträgen im Allgemeinen haben. Auch Unternehmer aus Österreich und der Schweiz können sich gerne an uns wenden. Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

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oder per E-Mail:
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Dienstag, 3. März 2020

MDV Medien Reklam: Kostspielige Werbeanzeigen in einem „Bürgerinfo“

Erneut machen Offerten für Anzeigen in sogenannten „Bürgerinfos“ die Runde. Ein betroffener Gewerbetreibender leitete ein Fax der Firma MDV Medien Reklam an uns weiter.

Titel: MDV Medien Reklam: Kostspielige Werbeanzeigen in einem „Bürgerinfo“

Offerte erreicht Gewerbetreibende via Fax


Mittels Retourfax wurde ein Gewerbetreibender von der MDV Medien Reklam kontaktiert, die Werbeanzeigen für ein Printprodukt verkauft. Die Anzeige soll in dem „bekannten Werbeobjekt Bürgerinfo Versicherungen“ erscheinen. Es wird ein Rücktrittsrecht von 14 Tagen ab Auftragserteilung gewährt. Insgesamt soll der Vertrag für ein Jahr gelten, wobei innerhalb des Jahres pro Quartal drei weitere Auflagen der gebuchten Anzeige erscheinen sollen. Zwar wird auch erwähnt, dass die Deutsche Post AG für die Zustellung des Werbeobjekts zuständig sein soll, doch fehlen zahlreiche Informationen, wo und wie das Printprodukt mögliche Kunden erreichen soll.

„Bürgerinfo Versicherungen“: Hohe Kosten für die Anzeige


Auf dem Formular der MDV Medien Reklam selbst ist bereits eine Textvorlage zu sehen, um wahrscheinlich den Eindruck einer möglichen Anzeige im besagten Folder zu sehen. Woher diese Anzeige bezogen wurde, bleibt ungeklärt. Da es sich um ein Angebot ohne vorherigen Kontakt handelt, dürfte die Überraschung bei Empfängern des Faxes groß sein. Auch überraschend sind die hohen Kosten für die „Anzeige“: pro Anzeigenfeld – mit einer Größe von 30cm² - 389 EUR kosten. Zusätzlich kommen einmalig die Kosten für den Satz 119 EUR, Farbe 198 EUR und Versandkosten 23 EUR hinzu. Wichtig: das sind die Kosten für EINE Auflage. Ein unterschriebener Vertrag verpflichtet zu drei Auflagen.

Scan: Offerte MDV Medien Reklam / FEB 2020
Offerte MDV Medien Reklam / FEB 2020


Es kann eine Rechnung folgen


In der Vergangenheit kam es vor, dass bei Rücksendung eines solchen Faxes wenige Tage später eine Rechnung folgt. Ob es bei der vorliegenden Offerte durch die MDV Medien Reklam auch der Fall sein würde, kann an dieser Stelle noch nicht bestätigt werden. Die MDV Medien Reklam hat als auf der Offerte eine Adresse in der Türkei angegeben: Sair Esref Bul. No:22 Konak.

Es handelt sich bei den Werbeanzeigen in dem Printobjekt „Bürgerinfo“ möglicherweise um eine nutzlose Dienstleistung. Die MDV Medien Reklam wendet sich scheinbar per Spam-Fax an Gewerbetreibende, um eine teure und nicht überprüfbare Anzeigen-Offerte in einem Druckobjekt zu verkaufen. Sollten Sie ein solches Fax zurückgeschickt haben und somit in einer Kostenfalle gelandet sein, bietet Verbraucherdienst e.V. Informationen an.

Hilfe bei MDV Medien Reklam


Sind Sie Unternehmer, Freiberufler oder selbständig und haben eine Nachricht von MDV Medien erhalten? Oder haben Sie gar das Dokument ausgefüllt zurückgesandt? Gewerbetreibende erhalten bei uns erste Informationen, auch aus Österreich oder der Schweiz. Nutzen Sie zu diesem Zweck unsere Kontaktmöglichkeiten:

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Mittwoch, 26. Februar 2020

Erfahrungen mit i-LuxX: Warnung vor ungewollten Bestellungen

Eine Verbraucherin wandte sich an uns, um uns ihre Erfahrungen mit der Firma i-LuxX AG aus Neuss zu schildern. Sie soll von einem Mitarbeiter der genannten Firma kontaktiert worden sein, der neue Sehhilfen für die Mutter der Verbraucherin für nötig hielt. Es stellte sich jedoch schnell heraus, dass die Mutter die teuren Brillen gar nicht benötigt hätte.

Titel: Erfahrungen mit i-LuxX: Warnung vor ungewollten Bestellungen

Informationen über i-LuxX aus Neuss


„Wir fangen da an, wo andere aufhören“ heißt es auf der Homepage der Firma i-LuxX aus 41469 Neuss. Sie ist laut eigener Aussage „spezialisiert auf empirischen Kontrollen im Bereich Sehhilfen für Senioren“ und soll Augenuntersuchungen in Senioreneinrichtungen bzw. Pflegeheimen im Zuge einer Sturzprophylaxe übernehmen.

Die im Impressum und auf Rechnungen angegebene HRB Nummer verweist auf die SAHE-Group UG (haftungsbeschränkt), ebenfalls Neuss. Über dieses Unternehmen wurde 2016 auf der Website shz.de berichtet. In dem Beitrag „Abzocke in Schleswig-Holstein: Falscher Augenarzt im Altenheim“ wurde über die Firma Optegomed berichtet, die laut des Artikels „bereits erfolgreich von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen verklagt“ wurde.

Brillen sollen via Telefon bestellt worden sein


Eine betroffene Verbraucherin schilderte uns schriftlich ihre Erfahrungen mit der i-LuxX. In einem Pflegeheim sollte aufgrund einer Sturzprohylaxe die Augen einiger Bewohner überprüft werden. Zu diesem Zweck suchte ein Mitarbeiter der Firma i-LuxX aus Neuss das betreffende Heim auf. Die Heimleitung war über die Untersuchung unterrichtet worden, sodass eine Augenuntersuchung u.a. bei der Mutter der Betroffenen stattfinden konnte. Als Ergebnis dieser Untersuchung wurde der Tochter telefonisch bekannt gegeben, dass es „unumgänglich“ wäre, die aktuell verwendete Brille anzupassen. Die untersuchte Mutter soll sich laut des Mitarbeiters bereits Gestelle ausgesucht haben.

Die Betroffene vertraute auf die Seriosität der Untersuchung und nahm zur Kenntnis, dass kostspielige Spezialgläser für die Anpassung der Brille nötig seien. Jedoch soll sich beim Besuch der Mutter im Pflegeheim herausgestellt haben, dass diese von einer Bestellung nichts wusste. Die Tochter rief daraufhin die Firma i-LuxX zurück, um die Bestellung zu widerrufen.

Im Gespräch mit dem Mitarbeiter der i-LuxX soll der Betroffenen erklärt worden sein, dass sich das 14tägige Widerrufsrecht auf nur 3 Tage verkürzt haben soll und das es sich bei der Bestellung um Spezialgläser handelt, welche zur Abnahme verpflichten.

Bei der Heimleitung des Pflegeheims kam kurz ein Paket mit der Brille an, die Betroffene selbst erhielt zwei Rechnungen von der i-LuxX – für jeweils eine Fern- und Nahbrille. Kostenpunkt für jede Brille: insgesamt 289,00 EUR.

Scan: Auftragbestätigung i-LuxX / Feb 2020
Auftragbestätigung i-LuxX / Feb 2020

Vorliegendes Dokument belegt keine Einschränkung des Sehvermögens


Die Betroffene legte uns zudem ein Schriftstück der i-LuxX vor, welche die durchgeführte Augenuntersuchung dokumentiert. Übertitelt mit „Überprüfung auf Beeinträchtigung der Sinneswahrnehmung“ wurden bei der Untersuchung der Mutter der Betroffenen keine Einschränkungen festgestellt. Es wurden sogar schriftlich durch einen Mitarbeiter der i-LuxX festgehalten, dass keine neuen Sehhilfen empfohlen werden. Dennoch liegen uns die zwei Rechnungen für die neuen Brillen vor.

Wie soll die Bestellung zustande gekommen sein?


Scheinbar kam die Bestellung in diesem Fall so zustande, dass ein Mitarbeiter der i-LuxX die Tochter telefonisch mit dem Hinweis kontaktierte, dass ein Kostenvoranschlag per Mail zugesandt wird. Diese Mails wurden auch zugestellt, jedoch ging die Betroffene davon aus, dass für eine Bestellung eine Unterschrift nötig wäre. Darüber hinaus handelt es sich bei den beigefügten Dokumenten um keine Kostenvoranschläge, sondern um „Verbindliche Auftragsbestätigungen“. Die telefonische Bestellung soll innerhalb von 3 Tagen schriftlich bestätigt werden. Der stattdessen erfolgte Widerruf soll zwar bestätigt worden sein, aber die Brillen müssten dennoch bezahlt werden.

Hilfe bei i-LuxX oder Sahe Group UG


Haben Sie auch Erfahrungen mit der Firma i-LuxX aus Neuss oder der Sahe Group UG? Nutzen Sie die unten aufgeführten Kontaktdaten:

Tel: 0201-176790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Mittwoch, 19. Februar 2020

Update Mediendienstportal.de – Neue Offerte „Medienmarketing“

Auch 2020 macht der I.K. Mediendienst GmbH mit Offerten auf sich aufmerksam. Wir berichteten bereits mehrfach über die Versuche der Kölner Firma, die via Fax Vertragsabschlüsse mit Gewerbetreibenden erreichen wollen. In der Vergangenheit sollen Mitarbeiter der I.K. Mediendienst GmbH zudem Unternehmer angerufen haben, um die Kündigung einer Anzeige zu bestätigen. Aktuell liegt uns eine Offerte mit dem banalen Titel „Medienmarketing“ vor.

Titel: Update Mediendienstportal.de – Neue Offerte „Medienmarketing“

Fa. Medienmarketing: Offerte für einen kostenpflichtigen Branchenbucheintrag


Das aktuelle Dokument der I.K. Mediendienst GmbH lässt auf den ersten Blick nicht erkennen, dass es sich um einen kostenpflichtigen Branchenbucheintrag handelt. Über das Verzeichnis mov-portal.de berichteten wir bereits in anderen Beiträgen. Vom Aufbau her hat sich seit unserem letzten Besuch augenscheinlich wenig geändert und auch der Aufbau der Offerte kommt bekannt vor. Das Dokument soll unterzeichnet an eine Berliner Faxnummer zurückgeschickt werden, obwohl die I.K. Mediendienst GmbH selbst in Köln sitzt.

Angeblich soll die Offerte von einer Fa. Medienmarketing stammen, obwohl in den auf dem Dokument schwer lesbaren AGB die Nutzungbedingungen auf das mov-portal.de der I.K. Mediendienst GmbH verweisen.

Anstatt der Faxnummer besteht die Möglichkeit, die Fa. Medienmarketing auch via Email zu erreichen, die auf die Webseite mediendienstportal.de verweist. Aktuell ist die Seite immer noch im Aufbau (Stand: 18.02.2020), von daher ist derzeit nicht bestimmbar, ob es sich ebenfalls um ein Branchenverzeichnis handelt.

Scan: Offerte Fa. Medienmarketing / Dez 2019
Offerte Fa. Medienmarketing / Dez 2019


Rücksendung kann zu Vertrag führen


Mit der Rücksendung dieses unterschriebenen Formulars würde ein Gewerbetreibender diese Aussage bestätigen und einen Auftrag für einen kostenpflichtigen Firmeneintrag auf mov-portal.de bestätigen.

Die Preise für einen Eintrag haben sich im Jahr 2020 verändert: Grundpreis: 499 EUR (100,00 EUR mehr als 2019), Einstellungs- und Pflegekosten: 299 EUR sowie die Graf. Gestaltung: 199 EUR. Als besondere Vereinbarung ist schriftlich festgehalten, dass der Vertrag automatisch ausläuft. Die Laufzeit beträgt laut dem Formular drei Jahre. Gewerbetreibende, die das Formular an das „Mediendienstportal.de“ oder I.K. Mediendienst GmbH zurück mailen, bestellen somit einen teuren Branchenbucheintrag, dessen Nutzen nicht einzuschätzen ist. Des Weiteren haben Unternehmer bei solchen B2B Geschäften kein Widerrufsrecht!

Hilfe bei mediendienstportal.de oder I.K. Mediendienst GmbH


Haben Sie auch Erfahrungen mit Firmeneinträgen auf mediendienstportal.de der Firma I.K. Mediendienst GmbH? Sollen Sie als Gewerbetreibender hohe Kosten für einen Branchenbucheintrag zahlen?

Wir bieten Unternehmern, Freiberuflern und Selbständigen erste allgemeine Informationen und Hilfe bei diesem Thema. Auch Gewerbetreibende aus Österreich und der Schweiz können sich gerne an uns wenden. Nutzen Sie die unten aufgeführten Kontaktdaten:

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Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Phoenix Mediengesellschaft mbH: Erfahrungen eines Unternehmers

Das Vermieten von Werbeflächen auf Automobilen, Schaukästen etc. ist bereits als Thema in diesem Blog behandelt worden. Eins unserer Mitglieder unterschrieb ebenfalls einen Vertrag und fühlt sich getäuscht. Er berichtete uns gegenüber seine Erfahrungen mit der Firma Phoenix Mediengesellschaft mbH.

Titel: Phoenix Mediengesellschaft mbH: Erfahrungen eines Unternehmers

Werbeflächen für gute Zwecke?


Sich als Unternehmer an Projekten für einen guten Zweck zu beteiligen kann sich mehrfach lohnen. Neben der Unterstützung von sozialen Einrichtungen u.ä. besteht die Chance, dass der Bekanntheitsgrad der Firma mit einem passenden Produkt steigt. Geläufige Beispiele wären Werbeanzeigen auf Transportmitteln oder Plakate, die in Vitrinen ausgestellt werden.

Die Firma Phoenix Mediengesellschaft mbH aus Frankfurt am Main bietet Gewerbetreibenden die Möglichkeit, eine „Anmietung von Werbeflächen“ an einem Anhänger zu beauftragen. In einem konkreten Fall sollte ein Tierschutzverein unterstützt werden. Zu diesem Zweck wurden einem Unternehmer Werbeflächen über eine bestimmte Laufzeit angeboten: 1.250 EUR plus MwSt. für 5 Jahre Werbezeit sowie die Erstellungskosten in Höhe von 345 EUR plus MwSt.

Ein Gewerbetreibender berichtet


Ein Unternehmer wandte sich bezüglich der Phoenix Mediengesellschaft mbH an uns und teilte uns schriftlich seine Erfahrungen mit. Er gab uns gegenüber bekannt, dass er sich von der Firma Phoenix Mediengesellschaft mbH mit einer Werbeaktion für einen Tierschutzverein getäuscht fühlt. Wir zitieren an dieser Stelle die dazugehörige Stellungnahme:

„In diesem Jahr erhielt ich einen Anruf von einer mir bisher unbekannten Person, welche sich als Mitarbeiterin des Tierschutzvereins ausgab. Es wurde mir mitgeteilt, dass die bisherige Unterstützungsmöglichkeit in Form von Anzeigen für den Verein wegfalle, es aber stattdessen eine neue Möglichkeit gäbe, den Verein in Form von gemieteten Werbeflächen auf einem Pferdeanhänger zu unterstützen. In dem Glauben hier mit einer Mitarbeiterin des Tierschutzvereins gesprochen zu haben, vereinbarte ich einen Termin mit der dafür zuständigen Mitarbeiterin, um das Projekt näher kennenzulernen“.

Reservierung von Werbeflächen als Vertragsgrundlage


Der Unternehmer erhielt laut eigener Aussage einen Besuch von einer wahrscheinlichen Mitarbeiterin der Firma Phoenix Mediengesellschaft mbH, wobei laut den Schilderungen des Betroffenen der Firmenname ungenannt blieb. Die Vertreterin legte die nötigen Formulare für die Reservierung für Werbeflächen auf dem Pferdeanhänger zur Unterschrift vor, der Gewerbetreibende berichtete uns, dass er davon ausging, es handle sich hierbei um eine Mitarbeiterin vom Tierheim und unterzeichnete ohne weitere Prüfung.

Erst im Nachhinein wurde ihm bei einer genaueren Prüfung bewusst, dass er die Werbefläche bei der Firma Phoenix Mediengesellschaft mbH und nicht bei dem Tierschutzverein reserviert wurde. Er schreibt: „Die dubiosen Vertragsbedingungen der Firma machten mich stutzig und ließen nichts Gutes erahnen“. Um sich zu informieren, kontaktierte er den besagten Tierschutzverein, die ihm mitgeteilt haben sollen, dass sich bereits mehr Personen über das Verhalten der Firma Phoenix Mediengesellschaft mbH beschwerten.

Widerruf nicht möglich?


Der betroffene Gewerbetreibende wollte aufgrund der Probleme mit dem Vertrag widerrufen. Jedoch wurde der Widerruf bzw. die Auftragsstornierung von der Firma Phoenix Mediengesellschaft mbH nicht anerkannt – im Gegenteil: es wird weiterhin auf die Vertragserfüllung bestanden. Hintergrund ist, dass bei B2B Geschäften kein Anspruch auf Widerruf besteht.

Achtung: Automatische Verlängerung der Vertragslaufzeit


Ein wie oben geschildeter Auftrag kann eine Laufzeit von 5 oder gar 10 Jahren haben, die Phoenix Mediengesellschaft mbH spricht hier von einer „Erstlaufzeit“. Der Vertrag verlängert sich automatisch um weitere 5 Jahre, sofern er nicht rechtzeitig 6 Monate vor Ablauf der Vertragslaufzeit gekündigt wird. Die Vertragslaufzeit beginnt mit der „erster Übergabe des Werbeträgers“ durch den Auftragnehmer an die Institution. Laut den AGB ist ein bestimmter Auslieferung- oder Übergabetermin nicht vereinbart, dem Auftragnehmer stehen hierfür maximal 12 Monate ab Vertragsschluss zur Verfügung – sofern nicht gesondert festgelegt.

Kontakt mit Verbraucherdienst


Hatten Sie als Unternehmer ebenfalls Kontakt mit der Phoenix Mediengesellschaft mbH? Über unsere Kontaktmöglichkeiten erhalten Gewerbetreibende erste allgemeine Informationen. Auch Unternehmer aus Österreich und der Schweiz können sich gerne an uns wenden.

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Donnerstag, 13. Februar 2020

MM Access AG mit weiterem Branchenbuch „Regionales Telefonbuch“

Vergangenes Jahr berichteten wir über die Firma MM Access AG aus Altdorf in der Schweiz. Die Firma kontaktierte Gewerbetreibenden telefonisch, weil ein Vertrag auslaufen würde und sie diesen nun verlängern müsste. Im damaligen Bericht ging es um Firmeneinträge in dem Verzeichnis „Das Blaue Branchenbuch“. Mittlerweile ist ein weiteres bekannt geworden: Regionales Telefonbuch.

Titel: MM Access AG mit weiterem Branchenbuch „Regionales Telefonbuch“

Regionales Telefonbuch: Wie kommen kostenpflichtige Firmeneinträge zustande?


Einen Zahnarzt in der Nähe finden? Oder wird dringend ein Klempner benötigt? Zu diesem Zweck könnten Verbraucher online angebotene Branchenverzeichnisse nutzen. Bekannte Branchenbücher wie u.a. „Die Gelben Seiten“ liefern mühelos die gewünschten Informationen über Firmen und deren Kontaktadressen.

Aber es gibt auch weniger bekannte Anbieter, die um Kundschaft buhlen. Wir berichteten über „Das Blaue Branchenbuch“ der Firma MM Access AG., die Selbständige, Unternehmer und Freiberufler kontaktieren, um Verträge für einen kostenpflichtigen Firmeneintrag abzuschließen. Aktuell betreibt das Unternehmen ein weiteres Branchenbuch: Regionales Telefonbuch (regionalestelefonbuch.com).

Erfahrungen von betroffenen Gewerbetreibenden


In unserem Artikel über „Das Blaue Branchenbuch“ beschrieb uns eine Gewerbetreibende, wie sie durch eine Berliner Telefonnummer kontaktiert wurde. Der Mitarbeiter am anderen Ende gab laut der Gewerbetreibenden an, dass die Anrufer „mit Google zusammen arbeiten würde“ und es insgesamt um die Google-Präsenz der Angerufenen gehen würde. Uns gegenüber gab sie an, dass sie zwar beim Datenabgleich (Beispiel: „Sind Sie Frau xxxx, Geschäftsführerin der xxxxx?“) mit „Ja“ beantwortet haben soll, aber laut eigener Aussage keinerlei Verträgen zustimmte. Außerdem wurde uns durch die Gewerbetreibende mitgeteilt, dass beim Gespräch von der Seite „Das Blaue Branchenbuch“ die Rede war. Ob bei dem anderen Portal „Regionales Telefonbuch“ ähnlich verfahren wird, kann an dieser Stelle nicht belegt werden. Jedoch erscheint es nicht unmöglich.

Betreiber ist erneut die Firma MM Access AG


Wir schauten uns die Webseite regionalestelefonbuch.com an und warfen einen Blick in die allgemeinen Geschäftsbedingungen. Dort ist zu lesen: „Ein kostenpflichtiger Eintrag in das Firmenverzeichnis kommt erst zustande, nachdem der Kunde in einem zweiten Telefonat gegenüber eine(m/r) Mitarbeiter(in) der MM Access AG den von ihm gewünschten Vertragsabschluss bestätigt.“ Wir berichteten bereits über die doppelten Anrufe, die teure Firmeneinträge bedeuten könnte.

Haben Sie Erfahrungen mit MM Access AG oder „Regionales Telefonbuch“?


Haben Sie auch Erfahrungen mit Firmeneinträgen auf regionalestelefonbuch.de der Firma MM Access AG aus der Schweiz? Sollen Sie als Gewerbetreibender hohe Kosten für einen Branchenbucheintrag zahlen?

Wir bieten Unternehmern, Freiberuflern und Selbständigen erste allgemeine Informationen und Hilfe bei diesem Thema. Auch Gewerbetreibende aus Österreich und der Schweiz können sich gerne an uns wenden. Nutzen Sie die unten aufgeführten Kontaktdaten:

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SN Marketing GmbH, Offenbach am Main: Rechnungen für Branchenbücher

Gleich zwei Branchenbücher betreibt die SN Marketing GmbH aus Offenbach am Main. Gegen die Zahlung von mehr 700 EUR sollen Gewerbetreibende die Möglichkeit bekommen, ihre Kontaktdaten in eine wenig bekannte Datenbank eintragen zu lassen. Ein Widerrufsrecht besteht bei erfolgreich abgeschlossenen Verträgen nicht.

Titel: SN Marketing GmbH, Offenbach am Main: Rechnungen für Branchenbücher

Was bietet die SN Marketing GmbH aus Offenbach am Main an?


Die Firma betreibt aktuell zwei Gewerbeverzeichnisse, die es Besuchern ermöglichen, Firmen und Unternehmen an bestimmen Orten darstellen zu lassen. Dabei handelt es sich um „Das Gelbe Verzeichnis“ (dasgelbeverzeichnis.de) und „Ihr Örtliches Telefonbuch“ (ihroertlichestelefonbuch.de). Beide Verzeichnisse stehen in keiner Verbindung mit den seriösen Portalen „Das Örtliche“ oder „Die gelben Seiten“, obwohl deren Namen offensichtliche Ähnlichkeiten aufweist.

Auf den genannten Portalen der SN Marketing GmbH haben Gewerbetreibende die Möglichkeit, einen Firmeneintrag zu schalten. Mit Hilfe eines solchen Eintrags sollen Unternehmer eine größere Reichweite in den gängigen Suchmaschinen erhalten. Ob dieser Wunsch durch einen sogenannten „Premiumeintrag“ in den Branchenbüchern erfüllt wird, kann an dieser Stelle nicht festgestellt werden. Jedoch ist stark zu bezweifeln, dass die beiden genannten Portale Top-Positionen bei Suchmaschinenergebnisse sichern.

Verbraucherzentrale Niedersachsen: Rechnung für „Google“?


In einem Beitrag vom 14.01.2020 berichtet die Verbraucherzentrale Niedersachsen über die SN Marketing GmbH, da scheinbar ein Verbraucher eine Rechnung erhielt. Laut den AGB des Branchenbuchs „Örtliches Telefonbuch“ werden Verträge ausschließlich mit Unternehmern geschlossen – und eben nicht mit Verbrauchern. In der zugestellten Rechnung soll eine Summe von insgesamt 712,81 EUR gefordert werden – für eine „bessere Auffindbarkeit bei Google“. Inwiefern ein Verbraucher von einem solchen Angebot profitieren soll, bleibt unbeantwortet.

Wie kommen Verträge zustande?


Aus Erfahrung wissen wir, dass zahlreiche gewerbetreibende Mitglieder einen kostenpflichtigen Vertrag für Branchenbucheinträge abschlossen, indem sie mit einem doppelten Anruf kontaktiert wurden. Ein möglicher Nachteil für angerufene Gewerbetreibende ist das fehlende Widerrufsrecht. Am Telefon wird man zwar auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hingewiesen, doch muss meist zu erst die Webseite des Anbieters besucht werden, um wichtige Vertragsbedingungen zu erkennen. So ist den AGB der Seite „Das Gelbe Verzeichnis“ folgendes zu entnehmen:

„Die Mindestlaufzeit des Vertrages beträgt 12 Monate und beginnt mit dem Vertragsabschluss. (…) Der Vertrag verlängert sich jeweils um weitere 12 Monate zum Standardpreis, falls er nicht spätestens 4-8 Wochen vor Ablauf des Vertrages schriftlich gekündigt wird.“

Hilfe bei SN Marketing GmbH


Haben Sie auch Erfahrungen mit der SN Marketing GmbH oder haben gar einen kostenpflichtigen Vertrag für einen Eintrag auf den Portalen „Ihr Örtliches Telefonbuch“ oder „Das Gelbe Verzeichnis“ abgeschlossen? Über unsere Kontaktmöglichkeiten erhalten Gewerbetreibende erste allgemeine Informationen. Auch Gewerbetreibende aus Österreich und der Schweiz können sich gerne an uns wenden.

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Donnerstag, 6. Februar 2020

Aktuelle Zahlungsaufforderung von National Inkasso für Ephodos GmbH

Uns erreichte eine Email eines Verbrauchers mit einer Zahlungsaufforderung der National Inkasso. Da wir bereits mehrfach über das Inkassounternehmen aus Düsseldorf berichten konnten, wandte sich der Betroffene vertrauensvoll an uns. Es geht um eine offene Forderung von mehr als 470 EUR für einen Dienstleistungvertrag, der mit der Ephodos GmbH geschlossen worden sein soll.


National Inkasso: „Unschöne und kostenintensive Auseinandersetzung vermeiden“


Ein Verbraucher erhielt eine Zahlungsaufforderung von dem Düsseldorfer Inkassounternehmen National Inkasso. Laut dem Schreiben soll eine Forderung von 476,73 EUR offen sein – für einen Dienstleistungsvertrag mit der Firma Ephodos GmbH. Die Firma betrieb in der Vergangenheit diverse Portale der Erwachsenenunterhaltung mit eindeutig zweideutigen Titeln.

National Inkasso weist in dem Schreiben darauf hin, dass sie sich im Auftrag der Ephodos GmbH dazu „gezwungen“ fühlen, ein gerichtliches Verfahren einzuleiten. Der Klageentwurf wurde bereits fertig gestellt und dem Schreiben einschüchternd beigefügt. Um diese gerichtliche Auseinandersetzung zu vermeiden, welche National Inkasso als „unschöne und kostenintensive Auseinandersetzung“ betitelt, soll der Betrag innerhalb einer „letzten Frist“ überwiesen werden. Folgt keine Zahlung, nennt National Inkasso die Höhe der weiteren Kosten: zusammen ca. 1.409,00 EUR.

Scan: Zahlungsaufforderung / National Inkasso für Ephodos GmbH / Seite 01 / Jan 2020
Zahlungsaufforderung / National Inkasso für Ephodos GmbH / Seite 01 / Jan 2020

Scan: Zahlungsaufforderung / National Inkasso für Ephodos GmbH / Seite 02 / Jan 2020
Zahlungsaufforderung / National Inkasso für Ephodos GmbH / Seite 02 / Jan 2020


Ephodos GmbH: Für welches Unternehmen fordert National Inkasso?


Diese Firma betreibt diverse Portale der Erwachsenenunterhaltung, wie zum „ueber18.de“ und „sexpage.de“. Die im Impressum genannten Namen traten in der Vergangenheit u.a. bereits als Betreiber von diversen Portalen in Erscheinung. Welches Portal in der aktuellen Zahlungsaufforderung genutzt worden sein soll, kann Verbraucherdienst e.V. an dieser Stelle nicht beurteilen, da nur die betreibende Firma Ephodos GmbH genannt wurde.

Erfahrungen mit National Inkasso


Das Inkassounternehmen aus Düsseldorf ist regelmäßigen Lesern unserer Berichterstattungen bekannt. Wir berichteten nicht nur über versandte Zahlungsaufforderungen von National Inkasso, sondern auch über Urteile, die das Unternehmen aus Düsseldorf betrafen. Mit stets neuen Beiträgen schaffen wir einen informativen und aktuellen Überblick zu diesem Thema. Weitere Infos können interessierte Verbraucher gerne erfragen.

Weitere Informationen zu National Inkasso und Ephodos GmbH


Haben Sie Erfahrungen mit der Ephodos GmbH oder gar eine Zahlungsaufforderung von National Inkasso erhalten? Reagieren Sie! Nutzen Sie zu diesem Zweck unsere Kontaktmöglichkeiten:

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Dienstag, 4. Februar 2020

Über Brancheo – Branchenbuch der Firma Copion UG aus Neumünster

Über Sinn und Funktion von Branchenbucheinträgen lässt sich streiten, was die Copion UG aber nicht davon abhielt, ein weiteres Firmenverzeichnis zu veröffentlichen. Die Datenbank „Brancheo“ versammelt zahlreiche Adressen und fordert dafür hohe Beträge von Gewerbetreibenden.

Titel: Über Brancheo – Branchenbuch der Firma Copion UG aus Neumünster

Was ist Brancheo?


Das Webportal „Brancheo“ ist ein Firmenverzeichnis, welches von der Firma Copion UG aus Neumünster betrieben wird. Geworben wird mit der Aussagen „Sie suchen – wir finden!“ Dieses Portal könnte man als eine Art Datenbank bezeichnen, die zahlreiche Adressen von Unternehmern, Selbständigen und Freiberuflern auflistet. Diese Daten sind zum Großteil ohnehin kostenfrei und ohne Umschweife im Internet verfügbar. Sollte ein Gewerbetreibender jedoch den Wunsch verspüren, seine Firma kostenpflichtig in eine wahrscheinlich unbedeutende Datenbank einzutragen, wäre die Copion UG der richtige Ansprechpartner.

Über 350 EUR für 6 Monate „Premiumeintrag“


Brancheo listet Basis- und Premiumeinträge von Firmenadressen auf, die sich bis auf grafische Unterschiede inhaltlich kaum voneinander unterscheiden. Für einen Premiumeintrag mit einer Laufzeit von 6 Monaten verlangt die Copion UG einen Betrag in Höhe von 355,81 EUR. Eine dementsprechende Rechnung wurde uns freundlicherweise von einem Gewerbetreibenden zur Verfügung gestellt.

Scan: Rechnung "Brancheo" / Coption UG / Jan 2020
Rechnung "Brancheo" / Coption UG / Jan 2020


Wie kommen Verträge mit der Copion UG zustande?


Es ist davon auszugehen, dass Gewerbetreibende telefonisch (sofern die Telefonanlage funktioniert s.o.) kontaktiert werden, um Vertragsabschlüsse zu erwirken. Die Besonderheiten bei B2B Geschäften über das Telefon: es gibt keinen Anspruch auf Widerruf. Möglicherweise werden die Vertragsabschlüsse über einen doppelten Anruf durchgeführt, eine Registrierung über die brancheo.de ist – obwohl in den AGB von einer „Online-Bestellung“ die Rede ist.

Keine Registrierung auf Brancheo.de möglich


Bei unserem Besuch der Webseite am 04.02.2020 bestanden scheinbar Probleme mit der Telefonanlage der Copion UG. So ist gegenwärtig einem Hinweis zu entnehmen, dass aufgrund einer technischen Störung eine alternative Telefonnummer genutzt werden soll. Aber nicht nur da scheint es Hindernisse zu geben: wir suchten nach einer Möglichkeit, direkt über die Webseite brancheo.de einen Firmeneintrag zu registrieren. Obwohl auf der Seite unter dem Menüpunkt „Leistungen“ die Vorteile angepriesen werden, ist es zum aktuellen Zeitpunkt scheinbar nicht möglich, einen Eintrag zu schalten.

Nicht ignorieren, sondern reagieren


Das Ignorieren solcher Rechnungen wird laut unserer Erfahrung nicht zum Erfolg führen. Im Gegenteil: es könnte kostspieliger werden, da Betreiber von Firmenverzeichnisse in der Vergangenheit Inkassobüros beauftragen, um die Kosten beizutreiben. Betroffene Gewerbetreibende sollten lieber reagieren.

Informationen zu Brancheo und Copion UG


Sind Sie Unternehmer, Freiberufler oder selbständig und haben Erfahrungen mit der Copion UG und deren Branchenbuch Brancheo? Nutzen Sie zu diesem Zweck unsere Kontaktmöglichkeiten:

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Über die Portale der BBZ-Verlagsgesellschaft

Die Branchenbücher der BBZ-Verlagsgesellschaft bieten Gewerbetreibenden die Möglichkeit, ihre Daten kostenpflichtig zu veröffentlichen. Wie kommen Verträge zustande und lohnt sich ein Eintrag?

Titel: Über die Portale der BBZ-Verlagsgesellschaft

Wer ist die BBZ-Verlagsgesellschaft?


In Kleve sitzt die BBZ-Verlagsgesellschaft, die laut eigener Aussage ein „Netzwerk aus lokalen sowie deutschland- und europaweiten Internetplattformen“ anbietet. Interessierten Gewerbetreibenden wird angeboten, mit einem „kleinen monatlichen Beitrag“ die Präsenz im Internet „deutlich“ zu steigern. Dies könnte zum Beispiel mit einem kostenpflichtigen Eintrag in einem der vielfachen Portale der BBZ-Verlagsgesellschaft ermöglicht werden. Als Beispiel sei der aktuelle Kostenpunkt für einen sogenannten "Komforteintrag"auf „Branchenportal24“ (Stand 03.02.2020) genannt: 150 EUR mit einer Laufzeit von einem Jahr.

Bekannte Portale der BBZ-Verlagsgesellschaft



  • Anwaltsportal24
  • Branchenportal24
  • Branchenblitz
  • Handwerkerportal24
  • Steuerberaterportal24
  • Teambusiness24
  • Werbeportale (Diverse Städte)
  • Versicherungsmakler


Aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Portale


In den AGB der BBZ-Verlagsgesellschaft steht, dass nach Ablauf der kostenfreien Probezeit der Kunde von einem Mitarbeiter des jeweiligen Portals zwecks eines Datenabgleiches telefonisch kontaktiert wird. Bei solchen B2B Geschäften besteht kein Anspruch auf Widerruf. Sollte ein Vertrag nicht mindestens 4 Wochen vor Ablauf schriftlich per Fax oder Email gekündigt werden, verlängert sich die Laufzeit des Vertrages um weitere 12 Monate.

Es ist bekannt, dass zahlreiche Mitglieder uns über Vertragsabschlüsse mit Branchenbuch-Betreibern informierten, die über das Telefon abgeschlossen wurden. Nicht selten erfolgen im Zuge der Abschlüsse zwei hintereinander geführte Telefonate. Der erste Anruf soll informieren, der zweite Kontakt gleicht laut den Schilderungen angerufener Unternehmer Daten ab. Via Bandaufnahme kann somit das „Ja“ des angerufenen Gewerbetreibenden gesichert werden, um einen Vertrag mit einer Laufzeit von mehreren Monaten abzuschließen.

Verbessert ein Branchenbucheintrag die Reichweite einer Firma?


Lohnt sich ein Eintrag in einem Firmenverzeichnis für Unternehmer? Eindeutig lässt sich diese Frage nicht beantworten, da sich die Suche über das Internet in regelmäßigen Abständen ändert – für Nutzer, aber auch hinsichtlich der dargestellten Suchergebnisse. An dieser Stelle möchten wir die BBZ-Verlagsgesellschaft zitieren: „Suchmaschinenoptimierte Seiten mit wenig Inhalt belegen die vorderen Plätze, während kleinere Firmen mit oftmals regionalem Bezug kaum die Chance haben, besser gelistet zu werden.“ (Quelle: bbz-verlagsgesellschaft.eu/branchenportal24/, Stand: 04.02.2020) Diese Einschätzung teilen wir nicht.

Bei einer recht typischen Suche würde eine Suchanfrage ohne Veränderungen der Grundeinstellungen automatisch den Standort als Ausgangsbasis nutzen, um lokale Unternehmen sogar zu bevorzugen – ohne das ein kostenpflichtiger Brancheneintrag nötig wäre. Zum Beispiel würde die Anfrage „Friseur Essen“ aktuell dementsprechende Friseursalons aus Essen darstellen, sofern der Nutzer sich in Essen aufhält. Ob ein Listing „besser“ ist, nur weil ein Essener Friseur auch bei einer Anfrage aus München gelistet wäre, ist fraglich.

Hilfreich für „mehr Reichweite“ eines Unternehmens ist die Nutzung von Werbemaßnahmen der Suchmachinenanbieter, die zwar auch nicht kostenlos ist, aber zum derzeitigen Stand mehr Erfolge denn Einträge in zahlreiche Datenbanken verspricht.

Erfahrungen mit Branchenblitz.de


Wir berichteten bereits über die Erfahrungen eines Mitglieds mit dem Portal Branchenblitz. Der Gewerbetreibende zahlte zum damaligen Zeitpunkt die anfängliche Rechnung über 150 EUR nicht innerhalb 14 Tagen und erhielt kurz darauf eine Zahlungsaufforderung. Das Unternehmen drohte mit einem gerichtlichen Mahnverfahren sowie mit einer Abtretung der Forderungen an ein Inkassounternehmen.

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Freitag, 31. Januar 2020

ST.AR oHG: Über die Betreiber des Portals „Auftragsdepot24“

Das Internetportal „Auftragsdepot24“ von der Firma ST.AR oHG versucht zwischen Handwerkern und ihren Kunden zu vermitteln. Zu diesem Zweck werden kostenpflichtige "Testpakete" an jene Handwerker verkauft, die über das besagte Portal Anfragen erhalten wollen. Doch lohnt sich das Angebot?

Titel: ST.AR oHG: Über die Betreiber des Portals „Auftragsdepot24“

Was ist „Auftragsdepot24.de“?


Sicherheit, Exklusivität, Erfolg. Mit diesen starken Worten präsentiert sich die ST.AR oHG aus Rheda-Wiedenbrück. Die Firma betreibt das Portal „auftragsdepot24.de“ auf der für Besucher die Möglichkeit besteht, geeignete Handwerker für zu erteilende Aufträge zu finden. Diese Online-Suchanfrage soll für Auftraggeber kostenlos sein.

Damit die dementsprechenden Handwerker auch gefunden werden können, müssten diese sich zuvor im „Auftragsdepot24“ eintragen lassen. Um eine gewisse Anzahl an Auftragnehmern zu präsentieren, bietet die ST.AR oHG interessierten Handwerker ein "Testpaket" in dem Verzeichnis, um dementsprechende Anfragen zu erhalten. Dienstleistungen dieser Art sind nicht kostenlos. Laut der Facebook-Präsenz des Verzeichnisses soll aktuell eine sogenannte „Exklusive Anfragen-Zustellung mit Gebietsschutz“ teilnehmenden Handwerkern monatlich 19,99 EUR netto kosten. Ein Widerrufsrecht besteht laut den AGB nicht.

Wie hoch sind die Kosten für Auftragnehmer?


„Ablenkungen und Nebensächlichkeiten können Gründe für eine geminderte Wettbewerbsfähigkeit sein. Wir recherchieren für Sie nach potentiellen Kunden.“ schreibt die ST.AR oHG, Betreiberin von Auftragsdepot24. Ob die Firma aus Rheda-Wiedenbrück der geminderten Wettbewerbsfähigkeit ein Ende bereitet, kann und soll an dieser Stelle nicht beurteilt werden. Jedenfalls wird dem interessierten Handwerker folgendes Testpaket für die Nutzung der Dienstleistung vorgeschlagen:

Screenshot auftragsdepot24 / Jan 2020
Screenshot auftragsdepot24 / Jan 2020


3 Monate Testpaket Exklusive Anfragen-Recherche monatlich 19,90 EUR netto
23.68 EUR / 30 Tage

Weiter heißt es in dem Text, dass die Testphase innerhalb „der 3 Monate“ (welche? die ersten, die letzten?) mit einer Frist von 4 Wochen zum Laufzeitende kündbar sei. Danach verlängert sich der Vertrag um 12 Monate, verbunden mit einer monatlichen Investition von 39,90 EUR netto. Diesen Vertrag können Sie mit einer Frist von 6 Wochen zum Ende der Laufzeit kündigen.

Gewerbetreibende haben kein Widerrufsrecht


Was viele Gewerbetreibende unter Umständen nicht wissen, aber wissen sollten: bei B2B Geschäften besteht kein Widerrufsrecht. Das bedeutet, dass zum Beispiel kostenpflichtige Verträge mit einer gewissen Laufzeit auch fernmündlich abgeschlossen werden können – ohne das diese widerrufen werden können. Laut der Aussage der Betreiber werden keine Verträge am Telefon abgeschlossen, stattdessen haben die Kunden bzw. Handwerker haben die Möglichkeit, sich über ein Registrierungsformular anzumelden, um Dienstleistung zu nutzen.

Interessiert stellten wir im Zuge unserer Recherche Folgendes fest: Im Impressum der Webseite von ST.AR oHG sind zwei Namen als Gesellschafter aufgeführt. Einer der beiden Namen, Thomas S., ist kein Unbekannter. So ist uns sein Name im Zusammenhang mit dem Branchenbuch EBVZ und der mittlerweile aufgelösten Transparendo UG bekannt.

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Deutscher Werbe Verlag: Doppelter Anruf kann zu kostenpflichtigen Eintrag führen

Das Branchenbuch „Deutscher Werbe Verlag“ bietet Gewerbetreibenden die Möglichkeit, ihre Daten kostenpflichtig zu veröffentlichen. Wie kommen Verträge zustande und lohnt sich ein Eintrag?

Titel: Deutscher Werbe Verlag: Doppelter Anruf kann zu kostenpflichtigen Eintrag führen

Über das Firmenverzeichnis „Deutscher Werbe Verlag“


„Finden Sie die Firma, die Sie brauchen“ - heißt es auf der Homepage von „Deutscher Werbe Verlag“ mit Sitz in Frankfurt in Main. Laut der Firma bietet das Verzeichnis für Besucher folgende Möglichkeiten: Firmen suchen, „Firmeninfo anzeigen“ und „Buchen, erreichen oder anrufen“. Damit bietet das Portal vergleichbare Funktionen wie gängige Suchmaschinen an, wenn zum Beispiel ein Verbraucher nach der Telefonnummer des lokalen Klempners sucht. Ob sich ein Eintrag auf dieser Webseite lohnt, soll an dieser Stelle nicht bewertet werden. Jedoch lässt sich ein Eintrag in einem solchen Verzeichnis etwas kosten.

Vertragsabschluss durch doppelten Anruf


In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Homepage ist zu lesen, wie Verträge mit dem Unternehmen zustande kommen können: zum einen gibt es die kostenlosen Basiseinträge, die direkt über die Homepage erfolgen. Anstatt auch die kostenpflichtigen Firmeneinträge über die Webseite abzuwickeln, können diese nur telefonisch oder in Textform abgeschlossen werden. In den AGB steht: „Ein kostenpflichtiger Eintrag in das Firmenverzeichnis kommt erst zustande, nachdem der Kunde in einem zweiten Telefonat gegenüber eine(m/r) Mitarbeiter(in) der Deutscher Werbe Verlag den von ihm gewünschten Vertragsabschluss bestätigt.“ (Quelle: https://www.deutscherwerbeverlag.de/seite/agb/, 29.01.2020). Uns ist durch Berichte von Mitglieder bekannt, wie Vertragsabschlüsse über einen zweiten Anruf zustande kommen können.

Datenbank funktioniert, Anmeldung dagegen nicht


Bei unserem Besuch der Webseite war es nicht möglich, sich in irgendeiner Form anzumelden. Der Button „JETZT ANMELDEN“ reagierte nicht (Stand 29.01.2020). Auch sind keine Preise für den kostenpflichtigen Eintrag einsehbar, obwohl dies laut den AGB der Fall sein sollte. Trotz der nicht funktionierenden Anmeldung listet „Deutscher Werbe Verlag“ bei unserem Besuch zahlreiche Firmen auf. Wir nutzten die Suchfunktion, um Friseure in Berlin zu suchen und stellten fest, dass dort die Daten mehrerer Dienstleister hinterlegt sind. Wie diese ihren Weg in das Firmenverzeichnis fanden, ist leider unbekannt. Es besteht die Möglichkeit, dass diese telefonisch abgeschlossen wurden.

Hilfe bei „Deutscher Werbe Verlag“


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