Donnerstag, 2. Juli 2020

Süd West Assekuranz-Service GmbH – Kreditabsicherung bei Bavaria Finanz

Durch unser Mitglied wurde uns mitgeteilt, dass die Firma Süd West Assekuranz-Service GmbH von einem Vertragspartner noch offene Beiträge für eine Versicherung forderte, eine sogenannte „Kreditabsicherung“. Werden derartige Verträge möglicherweise bei der Suche nach einem Kredit ohne Schufa geschlossen?

Titel: Süd West Assekuranz-Service GmbH – Kreditabsicherung bei Bavaria Finanz

Das steht in der Zahlungsaufforderung der Süd West Assekuranz-Service GmbH


Ein Verbraucher legte unseren angeschlossenen Rechtsanwälten eine Zahlungsaufforderung der Süd West Assekuranz-Service GmbH vor. Laut dieses Schreibens soll eine Summe von insgesamt 87,60 EUR fällig sein. Scheinbar betragen laut der Forderung die monatlichen Beiträge 25,80 EUR, wobei die Summe von 77,40 EUR bislang offen sein soll.

Süd West Assekuranz-Service GmbH schreibt, dass sie in den vergangenen Wochen bereits mehrfach auf die Verpflichtung hingewiesen haben, dass die Beiträge zu zahlen sind. Sollte die Zahlung weiterhin ausbleiben, so droht das Unternehmen mit der Übergabe an die Rechtsabteilung, was weitere Kosten verursachen könnte.

Wie kommt es zum Vertragsabschluss?


Auf der Suche nach einem Kredit stößt man im Internet auf zahlreiche Anbieter, wie unter anderem die Bavaria Finanzservice e.K. Über die Bavaria Finanz berichteten wir u.a. in dem Beitrag „OVM Online Vertrieb Marketing GmbH fordert für Finanzmanagement Paket“.

„Jetzt Ihre Kredite absichern!“, so wirbt die Bavaria Finanzservice e.K. aktuell (Stand 29.06.2020) auf ihrer Webseite. Der Service „Kreditabsicherung“ soll einen Kreditraten-Ausfallschutz bieten, z.B. wenn der Vertragspartner unverschuldet arbeitslos werden sollte. Die Kosten für diese Absicherung: 25,80 EUR monatlich. Diese Summe ist uns bereits durch die Zahlungsaufforderung der Südwest Assekuranz-Service GmbH bekannt.

Auf der Webseite ist ebenfalls zu lesen, dass die Kreditabsicherung ein Angebot der WÜRZBURGER VERSICHERUNGS-AG (Bahnhofstr. 11, 97070 Würzburg) sei. Um eine solche Kreditabsicherung abzuschließen, wird die Eingabe der erforderlichen Daten samt der Kontoverbindung verlangt.

Bei der Eingabe der Kontodaten auf den Button „SEPA“ öffnet sich ein Fenster für ein SEPA Lastschriftmandat Süd West Assekuranz-Service GmbH. Laut der Beschreibung wird der genannten Firma gewährt, bei Vertragsabschluss Lastschriften einzuziehen.

Keine Garantie auf einen ausgezahlten Kredit


Wichtig für Personen, die im Internet auf der Suche nach einem Kredit sind: die Bavaria Finanzservice e.K. wirbt auf ihrer Webseite laut eigener Aussage „Online-Kredite – schnell und einfach – auch ohne Schufa“, aber es besteht keine Garantie auf eine Auszahlung. Bei der Eingabe der erfragten Daten besteht die Möglichkeit, statt des erhofften Kredits Verträge für kostenpflichtige Dienstleistungen abzuschließen, wie ein „Finanzmanagement Paket“ (ein Angebot der OVM-Online Vertrieb Marketing GmbH ) oder eine „Kreditabsicherung“ (ein Angebot der WÜRZBURGER VERSICHERUNGS-AG). Interessierte sollten unbedingt die Allgemeinen Geschäftsbedingungen lesen, ehe sie ihre Daten zur Verarbeitung weiterleiten.

Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie ebenfalls Erfahrungen mit der Süd West Assekuranz-Service GmbH? Oder mit der Bavaria Finanzservice e.K.? Suchen Sie Hilfe oder weitere Informationen?

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Donnerstag, 25. Juni 2020

Wirecard Aktie: Schadensersatz nach dem Börsencrash?

Bei dem Unternehmen Wirecard geht es derzeit hoch her: so schien der Zahlungsdienstleister durchaus als Anleger-Liebling zu gelten, welcher jedoch in der jüngsten Vergangenheit mit argen Kursverlusten zu kämpfen hatte. Im Juni 2020 kam es dann zum Schock: die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erstattete aufgrund des Verdachts der Marktmanipulation Anzeige gegen den Vorstandvorsitzenden Markus Braun und drei weitere Vorstandsmitglieder von Wirecard. Darüber hinaus kam es zu einer Razzia der Geschäftsräume des Unternehmens.

Titel: Wirecard Aktie: Schadensersatz nach dem Börsencrash?


Aufgrund der Umstände und der starken Kursverluste stellt sich für betroffene Anleger die Frage: Wie reagieren? Es geht um Wirecard Aktien, Derivate und Anleihen. Ob die Wertpapiere erst vor kurzem erstanden worden sind und wieweit dies eine Rolle spielt, muss durch eine Prüfung der Unterlagen beurteilt werden. Die angeschlossenen Rechtsanwälte des Verbraucherdienstes stehen Mitgliedern, die in Wirecard investierten, mit Rat und Tat zur Seite.

Wirecard: Droht eine Insolvenz?


„Beyond payment – Alle Wege führen zum Erfolg“ ist der Homepage des Zahlungsdienstleisters Wirecard zu lesen. Dass nicht alle Wege zum Erfolg führen müssen, dürften die jüngsten Ereignisse rund um das Unternehmen bestätigen. Möglicherweise mit Sorge wollen die Anleger von Wirecard Aktien News bzw. Neuigkeiten zu diesem Thema erfahren. Dabei kommen dringende Fragen auf wie „Wie steht es um Schadensersatz“ oder „Droht gar eine Insolvenz und alles ist weg?“

Aktuell hat sich der Verdacht der Marktmanipulation verhärtet. Durch die Ad-hoc-Mitteilung vom Montag, in der Wirecard einräumte, dass die verschwundenen 1,9 Milliarden Euro mit "überwiegender Wahrscheinlichkeit" gar nicht existent seien, berichtet die Tagesschau. Die Mitteilung "verstärkt den Verdacht, dass die bilanzielle Darstellung zu Umsatzerlösen und Vermögensgegenständen in den Geschäftsberichten 2016, 2017 und 2018 unrichtig war", erklärte eine Bafin-Sprecherin.

Wirecard-Aktie: Wie Anleger reagieren können


Viele Anleger reagieren nervös, wenn der Kurs nachgibt oder gar extrem fällt, wie es jüngst zu erleben war. Wirecard-Anleger könnten unter Umständen Verluste einfahren, doch könnte es Chancen geben, zumindest einen Teil der Verluste durch eine Schadensersatzklage zurückzuholen. Doch bevor Hals über Kopf in der noch teilweise unklaren Lage rund um die Wirecard-Aktien entschieden wird, sollte zuvor eine Prüfung stattfinden.

Die angeschlossenen Rechtsanwälte des Verbraucherdienstes bieten Mitgliedern an, die dazu vorhandenen Unterlagen zu prüfen und zu beurteilen. Nach der Sichtung der Unterlagen werden die angeschlossenen Rechtsanwälte auf der Grundlage der uns übermittelten Daten eine konkrete Handlungsempfehlung aussprechen sowie ggf. Handlungsalternativen aufzeigen.

Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie ebenfalls Erfahrungen mit diesem Thema? Sind Sie Anleger und haben zum Beispiel Aktien von Wirecard erstanden? Sprechen Sie uns an. Wir bieten Hilfe bei Kapitalanlagen. Teilen Sie uns Ihre Erfahrungsberichte gerne über unsere Kontaktmöglichkeiten mit.

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dienstag, 23. Juni 2020

KK Königliche Kunst GmbH: Erfahrungen und Bericht eines Kunden

Unser Mitglied Herr W. schloss insgesamt zwei Verträge mit der KK Königliche Kunst GmbH aus Hattingen über den Kauf der Produkte „Meisterwerke der Welt“ (1 & 2) ab. Jeweils soll eins dieser Angebote sage und schreibe 11.998,00 EUR kosten. Unser Mitglied teilte uns seine Erfahrungen mit.

Titel: KK Königliche Kunst GmbH: Erfahrungen und Bericht eines Kunden

„Meisterwerke“ für nahezu 24.000 EUR


Nicht jeden Tag erhalten wir Berichte von unseren Mitgliedern, in denen es um Kunst bzw. den Erwerb von künstlerischen Wertanlagen geht. Herr W. gab uns jedoch mit seinen Erfahrungen den Anlass dazu. Er gab uns gegenüber an, zwei Kaufverträge mit einem Handelsvertreter der Firma KK Königliche Kunst GmbH abgeschlossen zu haben. Fragen über den tatsächlichen Wert der erworbenen Kunst kamen erst im Nachhinein auf. Hier der Ablauf des Geschehens:

Laut den Aussagen des Mitglieds Herr W. wurde dieser von einem Handelsvertreter der KK Königliche Kunst GmbH aufgesucht. Herr W. soll zuvor Kunde bei der Firma Bertelsmann gewesen sein, dies soll der Vertreter ihm gegenüber vermittelt haben. Herrn W. schloss bei diesem Verkaufsgespräch gar zwei Verträge über den Erwerb der Werke „Meisterwerke der Welt“ und „Meisterwerke der Welt – Edition II“ ab. Eine Wertsteigerung soll laut des Vertreters gegeben sein, berichtet unser Mitglied. Kostenpunkt je Ausgabe: 11.998,00 EUR.

Prüfung der Unterlagen warf Fragen auf


Mit dem Kauf soll Herr W. keine Echtheitszertifikate oder vergleichbare Unterlagen zur Wertbestimmung erhalten haben. Um die hohe Summe zahlen zu können, beantragte Herr W. einen Kredit auf Raten, um eine Finanzierung der neu erworbenen Werke zu sichern.

In einem nachfolgenden Schreiben an uns schilderte Herr W. den weiteren Ablauf. Er schreibt, dass in einem Gespräch mit einem Mitarbeiter seiner Sparkasse Fragen bezüglich von Ratenkrediten hinsichtlich der Firma KK Königliche Kunst GmbH aufkamen. Herr W. lag demzufolge seine Unterlagen vor. Er schreibt weiter: „Nach Prüfung der Unterlagen stellt die Sparkasse in Frage, ob die Reproduktionen der Meisterwerke (2 x 7 Gemälde auf Chrom Stahl) den Wert der Kreditsumme entsprechen würden.“

Über die „Meisterwerke der Welt“


Herr W. übersandt uns via Mail Eindrücke über seine erstandenen „Meisterwerke der Welt“. Als Größe der jeweiligen Bilder gab er uns gegenüber ein Format von 30 cm x 40 cm an, also ungefähr DINA3 (29,7 cm x 42,0 cm). Uns liegen drei Fotografien vor, welche die Inhalte dokumentieren. Zu sehen sind unterschiedliche Motive, wie unter anderem „Mercator“ von Frans Hogenberg und „Die Schutzmantelmadonna“, entstanden in der Werkstatt von Francisco de Zubarán.

Bei Recherchen im Internet fanden wir vergleichbare Werke, in denen ebenfalls die „Meisterwerke der Welt“ zum Kauf angeboten wurden – jedoch für weitaus weniger Kosten. Wir fanden unter anderem ein Produkt gleichen Namens mit mindestens einem gleichen Motiv für knapp 3.500 EUR.

KK Königliche Kunst GmbH: Allgemeine Informationen über das Unternehmen


Das Unternehmen KK Königliche Kunst GmbH hat ihren Sitz in Hattingen, NRW. Es sind zum derzeitigen Zeitpunkt ein paar Artikel im Internet abrufbar, welche das Angebot des Geschäftsführers Kaan Ö. genauer vorstellen. Auf WAZ.de sind mehrere Beiträge über die angebotenen Dienstleistungen zu lesen. Zum einen „Königliche Kunst für Liebhaber ist made in Hattingen“ vom 08.02.2019 und „Aus Hattingen kommt eine Heilige Schrift für 29.000 Euro“ vom 24.12.2019. Geschäftsgegenstand ist laut des aktuellen Handelsregistereintrags (abgerufen am 17.06.2020): „der Handel mit Waren aller Art, insbesondere mit solchen aus dem medialen Bereich wie Bücher, Lexika, Schriften und der Kunst einschließlich deren Finanzierungen, Forderungsmanagement“.

Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie ebenfalls Erfahrungen mit diesem Thema? Oder haben ebenfalls einen Vertrag mit der Firma KK Königliche Kunst GmbH abgeschlossen? Teilen Sie uns Ihre Erfahrungsberichte gerne über unsere Kontaktmöglichkeiten mit.

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Freitag, 19. Juni 2020

Media Marketing LTD Offerte: Nach einem Fax folgt die hohe Rechnung

Ein Gewerbetreibender legte uns eine Rechnung einer Firma mit Sitz in London, UK namens „Media Marketing LTD“ vor. Es handelt sich dabei um die kostenpflichtige Veröffentlichung einer Anzeige in einem „Bürger-Info“.

Titel: Media Marketing LTD Offerte: Nach einem Fax folgt die hohe Rechnung

Gewerbetreibende erhalten eine Offerte via Fax


Als Gewerbetreibender ist es keine Seltenheit, zwecks Werbung, Anzeigen und Firmeneinträgen in Verzeichnissen von diversen Firmen kontaktiert zu werden. Nun liegt uns erneut eine Rechnung einer Firma namens Media Marketing LTD vor. Scheinbar soll zuvor eine Fax-Offerte unterzeichnet zurückgesandt worden sein; so soll es zum verbindlichen Vertragsabschluss gekommen sein.

Bei einer Offerte handelt sich somit um ein unverbindliches Angebot. Die Firma mit Sitz in London (Anschrift: 7 Clitherce Road, London SW9 9DY, UK) stellt ihren Vertragspartnern eine Werbeanzeige in einem Druckobjekt mit der Bezeichnung „Bürger-Info-Programm“, Serie MM/9-3/420 in Rechnung.

Media Marketing LTD: Hohe Kosten für eine Anzeige im „Bürger-Info“


Bei Unterzeichnung und Rücksendung des Faxes wird zwischen der Media Marketing LTD und dem Gewerbetreibenden ein gültiger Vertrag geschlossen. Die Kosten für ein Anzeigenfeld können immens hoch sein, hinzu kommen diverse Zusatzkosten, wie unter anderem der Versand. In der vorliegenden Rechnung sind die Kostenpunkte wie folgt aufgelistet:


  • Anzeigenpreis: 798,00 EUR
  • Satzpauschale: 129,00 EUR
  • Farbpauschale: 149,00 EUR
  • Versandpauschale: 29,00 EUR
  • Mehrwertsteuer 20%: 221,00 EUR


Laut der Rechnung ergibt dies insgesamt die Summe von 1.326,00 EUR. Der Nutzen der Anzeige in dem Druckobjekt „Bürger-Info“ ist leider nicht absehbar. Dazu fehlen die Nennungen der Verteilungsgebiete oder Proben des Druckobjekts, in welchem die Anzeige zu sehen sein soll. Gewerbetreibende sollten wissen, dass sie keinen Anspruch auf Widerruf haben, da es sich hierbei um ein B2B Geschäft handeln würde.

Scan: Rechnung / Media Marketing LTD / April 2020
Rechnung / Media Marketing LTD / April 2020


Onlineauftritt der Media Marketing LTD hat wenig Antworten


Über die Druckobjekte lässt sich wenig in Erfahrung bringen. Zwar hat die Media Marketing LTD unter der URL https://www.media-marketing24.net/ eine Webseite geschaltet, doch glänzt diese mit trivialen Marketing-Phrasen anstatt einer Übersicht der Angebot. Ein Impressum suchen Besucher auch vergebens, stattdessen ist ein Kontaktformular geschaltet. Auch eine Telefonnummer ist nicht angegeben, diese findet man jedoch auf der Rechnung.

Hilfe bei Media Marketing LTD


Sind Sie Gewerbetreibender und haben eine Offerte erhalten und unterschrieben zurückgeschickt? Oder haben Sie eine Rechnung von der Media Marketing LTD erhalten? Sie können den Verbraucherdienst e.V. per E-Mail oder am Telefon kontaktieren – auch aus Österreich und der Schweiz.

Kostenlose Infos erhalten Sie telefonisch:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Donnerstag, 18. Juni 2020

Culpa Inkasso GmbH fordert für Flirt & Date Ltd.

Wir berichteten vor kurzem über die Firma Flirt & Date Ltd. aus UK, die das Dating-Portal DeinSeitensprung.club betreibt. Jetzt liegen weitere Schreiben vor: das Inkassounternehmen Culpa Inkasso GmbH aus Stuttgart fordert die Zahlung der nicht bezahlten Dienstleistung für das besagte Online-Portal.

Titel: Culpa Inkasso GmbH fordert für Flirt & Date Ltd.

Vorgerichtliche Zahlungsaufforderung durch Culpa Inkasso


Das Inkassobüro Culpa Inkasso wird in diesem Blog nicht zum ersten Mal in Zusammenhang mit Zahlungsaufforderungen gegen unsere Mitglieder genannt. Das im Rechtsdienstleistungsregister eingetragene Inkassounternehmen ist dazu berechtigt, für ihre Auftraggeber bei Zahlungsverzug der Kundschaft tätig zu werden.

Aktuell wurde Culpa Inkasso von der Firma Flirt & Date Ltd. beauftragt, um noch offene Kosten für die Nutzung des Dating-Portals „DeinSeitensprung.club“ beizutreiben. Sollten Sie Post von einem Inkassounternehmen bekommen, so sollten Sie dies nicht als Fake in die Ablage P wie Papierkorb werfen, sondern gewissenhaft prüfen.

Mehr als 400 EUR für die Nutzung eines Datingportals


Dem Empfänger der Zahlungsaufforderung wird im vorliegenden Fall vorgeworfen, sich auf dem Online-Dating-Portal „DeinSeitensprung.Club“ angemeldet zu haben. Diese Bestellung soll laut der Culpa Inkasso unter Einbeziehung der AGB und Widerrufsbelehrung mit der dazugehörigen IP-Adresse getätigt worden sein. Somit seien die Anmeldedaten nachweislich bei der Auftraggeberin gespeichert.

Da kein Widerruf innerhalb der gesetzten Widerrufsfrist erfolgt sein soll, sei die Bestellung bindend. Insgesamt wird die Summe von 460,91 EUR verlangt. Dieser Betrag setzt sich aus der Hauptforderung und den Mahn- und Inkassokosten zusammen.

Sollte eine Forderung ausbleiben, so droht das Inkassounternehmen mit weiteren rechtlichen Schritten. Aus diesem Grund sollten Empfänger einer solchen Forderung diese nicht ignorieren, sondern handeln!

Scan: Culpa Inkasso GmbH / Forderung Flirt & Date Ltd. / Mai 2020
Culpa Inkasso GmbH / Forderung Flirt & Date Ltd. / Mai 2020


Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie ebenfalls Erfahrungen mit der Firma Flirt & Date Ltd. oder haben Sie gar Post von Culpa Inkasso erhalten? Gerne helfen wir Ihnen mit ersten Informationen zu diesem Thema.

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt

Dienstag, 16. Juni 2020

DeinSystem.com – Über das Abo im „Bonus und Rabattclub“

Der Rechtsanwalt Sebastian Kipke forderte für die Anmeldung bzw. für eine in Anspruch genommene Internetdienstleistung die Zahlung noch offener Kosten. So sollen sich Empfänger der Forderung zuvor auf der Seite „DeinSystem.de“ angemeldet haben. Beinhaltet diese Zahlungsaufforderung jedoch einen Fehler?

Titel: DeinSystem.com – Über das Abo im „Bonus und Rabattclub“

Forderung von RA Sebastian Kipke


Uns liegt eine Forderung vom Rechtsanwalt Sebastian Kipke vor. Im Auftrag der Webbilling AG wird die Zahlung der Hauptforderung zzgl. von Bank- und Mahngebühren gefordert. Die Firma Webbilling AG ist mit der Zahlungsabwicklung diverser Online-Portale beauftragt, über die wir in diesem Blog bereits berichteten. In diesem Zusammenhang berichteten wir ebenfalls über auch über Schreiben des Rechtsanwalts Kipke.

Zuletzt forderte der Hamburger Anwalt eine Summe von insgesamt 113,50 EUR für die Anmeldung auf der Internetseite „deinsystem.de“. Mit der Anmeldung soll ein „kostenpflichtiger Vertrag über den Erwerb von virtueller Währung zur Nutzung“ aus der besagten Seite geschlossen worden sein. Wir wunderten uns über die URL des Bonus- und Rabattclubs. Denn die eigentliche URL der Internetseite von McLoud Solutions Limited endet wahrscheinlich auf COM und nicht auf DE.

DeinSystem.de ist nicht DeinSystem.com


Auf der Internetseite DeinSystem.de ist aktuell (Stand 16.06.2020) der Hinweis zu lesen, dass es sich bei um einen Irrtum handelt. Wir zitieren:

„Leider wurde diese Webseite Opfer missbräuchlicher Verwendung. Eine Anwaltskanzlei versendet in Bezug auf deinsystem.de Zahlungsaufforderungen. Diese Webseite hier hat jedoch nichts mit dieser Anwaltskanzlei oder anderen Parteien zu tun, die behaupten, dass Bestellungen o.ä. über deinsystem.de getätigt worden seien. Ich bitte Sie, sollten Sie betroffen sein, sich an die Polizei zu wenden. Ich kann Ihnen leider nicht weiterhelfen und weiß auch nicht mehr als das, was mir die Polizei bei der Kontaktaufnahme gesagt hat und was ich Ihnen hier schreibe.“
Quelle: http://deinsystem.de/2020/05/achtung-missbrauch-der-domain-deinsystem-de/

Tatsächlich lassen sich bei unseren Recherchen null Ähnlichkeiten zwischen den beiden Webseiten festmachen. Auf der Webseite DeinSystem.com werden Besucher von einem Sparschwein und der Ankündigung „Deinsystem hilft sparen“ begrüßt. Viele Infos sind kaum zu erhalten, stattdessen sollen Besucher direkt Mitglied werden oder sich wenigstens einloggen. Ein Klick auf den Button „Login“ in der Fußleiste führte uns zu einer 404-Seite.

Wie könnte es zum Vertrag mit der Mcloud Solutions Limited kommen?


Laut der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (einsehbar unter: deinsystem.com/agb.html, Stand 15.06.2020) soll es „bei einer telefonischen Verkaufsaktion gegenüber der Mcloud Solutions Limited oder einem von Ihr beauftragten Partnerunterunternehmen eine Willenserklärung zum Abschluss eines Vertrags über eine Mitgliedschaft im Bonus- und Rabatt Club DEINSYSTEM“ kommen.

Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie ebenfalls Erfahrungen mit der Firma Mcloud Solutions Limited oder dem Portal „DeinSystem.com“ oder gar Post von RA Sebastian Kipke erhalten? Gerne helfen wir Ihnen mit ersten Informationen zu diesem Thema.

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt

Conviceany GmbH: Erfahrungen als „Endkundenmanager“ im Homeoffice

Ein Verbraucher meldete sich via Mail an uns, um uns seine Erfahrungen mit dem Unternehmen Conviceany GmbH zu schildern. Er wurde kurzzeitig von der Firma mit Sitz in Hernau als „Endkundenmanager“ eingestellt. Schnell wurde der Arbeitsvertrag jedoch von der Seite des Arbeitgebers aufgelöst: weil der neue Arbeitnehmer ein neues Konto bei einer Online-Bank hat. Über die kuriosen Zusammenhänge zwischen Bitcoin-Handel, WhatsApp-Arbeitsanweisungen und über ein Team bestehend aus Stock-Fotos.

Titel: Conviceany GmbH: Erfahrungen als „Endkundenmanager“ im Homeoffice

Über die Firma Conviceany GmbH aus Hernau


Im beschaulichen Hernau an der Nürnberger Straße 50 soll sich das Büro der Firma Conviceany GmbH befinden. Tätigkeitsfeld: ein Dienstleistungsunternehmen am „Puls der Zeit“, welches „aktuelle und moderne Lösungen“ für andere Unternehmen bieten soll. Na gut. Aufmerksam wurden wir auf das Unternehmen, weil sich der Verbraucher Herr G. via Mail an uns wandte. Abgesehen von trivialen Werbetexten gibt die Homepage nicht viele Informationen her. Zumindest sind zahlreiche Logos namhafter Unternehmen wie Google und PayPal unter „Unsere Kunden“ zu sehen. Ansonsten keine Beschreibung des Angebots, keine Social-Media-Tätigkeiten, kein Portfolio. Nur eins ist unübersehbar: die Firma Conviceany GmbH ist auf der Suche nach Mitarbeitern.

Zu diesem Zweck ist nicht nur Aufruf auf der Homepage zu lesen, sondern zusätzlich noch Anzeigen bei dem bekannten Portal „eBay Kleinanzeigen“ zu finden (Stand 15.06.2020). Unter anderem wurde die Tätigkeit als „Home Office Mitarbeiter“ angeboten, Stundenlohn: 15,50 EUR, Teilzeit, keine Vorkenntnisse nötig. Dieses Angebot bewog Herrn G. dazu, sich bei dem Unternehmen zu bewerben. Er wurde schnell eingestellt und erhielt die ersten Arbeitsanweisungen via WhatsApp. Und um das vorwegzunehmen: der Austausch bis zur Kündigung erfolgte ausschließlich über WhatsApp.

Zitate aus der vorliegenden Email des betroffenen Verbrauchers


Herr G. wandte sich via Email an uns. Wir zitieren daraus:

„Gestoßen bin ich auf www.Conviceany.de und habe mich über deren Homepage mich mit meinem Lebenslauf und Personalausweis (Identifizierung) beworben.
Ziemlich schnell habe ich eine Zusage erhalten (…) Die Kommunikation läuft vor der Vertragsschließung per E-Mail und darauffolgend ausschließlich per Whatsapp. Telefonischen Kontakt mache man nur in dringenden Fällen.

Bei der Einarbeitung hat man von mir verlangt, dass ich mich auf Bitpanda registriert. Bei Bitpanda handelt es sich um eine Plattform, bei denen man Kryptwährungverwaltung sowie weitere Aktionen durchführen kann. Da es sich um Kunden handele, welche auch per Kryptowährungen Geld transferieren sollen. (...)
Bei Bitpanda habe ich mich registriert, worauf der Arbeitgeber meine IBAN sowie Empfängername (Kontoinhaber) verlangt hat und fragte mich zudem, ob ich Internetbanking betreibe. (Der Verbraucher hatte aufgrund eines Umzugs ein neues Konto bei einem Online-Banking-Anbieter eröffnet, Anmerkung der Redaktion)
(...)
Sodann artikulierte der Herr, dass die BaFin keine neuen Bankverbindung akzeptiere und das Konto sechs Monate alt sein müsse sowie die Kunden Volksbanken und Sparkassen bevorzugen würden. (...)
Als ich die Frage stellte, ob man nicht per Telefon weiter kommunizieren könne, sagte er nur bei Notfällen und wurde immer stutziger (…) Leider hat er das Gespräch beendet.“

Woher kommen die Fotos und gibt es ein Registergericht in Hernau?


Aufgrund der Email schauten wir uns die Homepage der besagten Firma an, um uns selbst ein Bild zu machen. „Unsere Experten stehen Ihnen mit Ihrem Fachwissen zur Seite“, heißt es auf der Seite „Team“ der Conviceany GmbH . Dort sind bei unserem Besuch (Stand 15.06.2020) viele Foto-Porträts zu sehen, welche scheinbar die Beschäftigten der Firma darstellen sollen. Eine kurze Recherche über die Bildersuche ergab, dass die dargestellten Bilder, inklusive die des Geschäftführers, scheinbar von anderen Webpräsenzen stammen.

Viele Informationen über das Unternehmen werden Besuchern der Seite derzeit nicht präsentiert. Im Vordergrund scheint die Suche nach neuen Mitarbeitern zu sein. Uns ist bei unserer Recherche noch etwas aufgefallen: im Impressum (Stand: 15.06.2020) ist zwar keine HRB-Nummer zu finden, aber dafür eine Nummer eines „Registergerichts Hernau“. Laut unserer Kenntnis existiert kein Registergericht in Hernau, Firmen aus dieser Stadt sind oft beim Amtsgericht Regensburg gemeldet. Mögen wir in dieser Angelegenheit falsch liegen, so bitten wir vorab um Nachsicht.

Kein Konto, kein Job?


Uns liegen Screenshots des WhatsApp-Dialogs zwischen Herrn G. und einem Sascha K. von der Conviceany GmbH vor, die den Ablauf belegen. Sascha K. kündigt das Arbeitsverhältnis, weil Herr G. kein Konto bei einer der „gängigen“ Banken führt. Natürlich war davon in der Stellenausschreibung keine Rede, das dies eine Bedingung für eine Beschäftigung sei.

Wir vom Verbraucherdienst erhielten in den vergangenen Monaten schon einmal Meldungen über vergleichbare Stellenangebote, in denen Home-Office-Mitarbeiter gesucht wurden, die dann ebenfalls ihre privaten Kontodaten zur Verfügung stellen sollten. In einem Fall sollten Home-Offe-Mitarbeiter im Zuge ihrer Beschäftigung für eine Firma aus NRW "zu Testzwecken" ein Konto mit den eigenen Daten eröffnen.

Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie ebenfalls Erfahrungen mit der Firma Conviceany GmbH? Waren Sie auch als „Endkundenmanager“ o.ä. für das Unternehmen tätig? Teilen Sie uns Ihre Berichte über unsere Kontaktmöglichkeiten mit.

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Donnerstag, 28. Mai 2020

DeinSeitensprung.club: Außergerichtliche Mahnung von Flirt & Date Ltd

Ein Verbraucher wandte sich via Email an uns, um seine Erfahrungen mit dem Datingportal „DeinSeitensprung.club“ mitzuteilen. Betrieben wird das Portal von der Firma Flirt & Date Ltd. aus Manchester, UK. Laut des Verbrauchers soll nie ein Vertrag mit dieser Firma geschlossen worden sein.

Titel: DeinSeitensprung.club: Außergerichtliche Mahnung von Flirt & Date Ltd

Was ist das Datingportal DeinSeitensprung.club?


„Als FlirtProfi liegen Dir hier die Frauen zu Füßen. Und das mit unserer Date-Garantie!“ heißt es auf der Startseite des Dating-Portals DeinSeitensprung.club. Betreiber des Angebots ist eine Firma aus Manchester (UK) namens Flirt & Date Ltd. Diese Seite richtet sich an Erwachsene, die eine Partnersuche im näheren Umkreis suchen. DeinSeitensprung.club bietet die Option, sich anzumelden und „direkt los flirten“. Das Angebot wird umworben mit starken Worten: „Anmelden und direkt zum F... werden! Du bekommst deine Flirt-Tipps und hast Premium Funktionen freigeschaltet!“ Scheinbar überlassen die Anbieter es der persönlichen Vorstellungskraft, was eine Anmeldung beim Kunden bewirken kann. Ob die Mitglieder dieses „Clubs“ sich selbst in der Rolle einer „Fee“, eines „Froschkönigs“ oder eines „Fruchtzwergs“ sehen möchten, können wir an dieser Stelle nicht beurteilen.

Was ist bei einer Anmeldung auf einem Dating-Portal zu beachten?


Viele der uns bekannten Dating-Portale bieten eine kostenlose Registrierung an. Jedoch kann die Nutzung der Dienstleistungen, wozu u.a. das Chatten mit anderen Teilnehmern zählen kann, Kosten verursachen. Nicht so bei DeinSeitensprung.club: um auf bestimmte Dienste des Portals Zugriff zu haben, müssen Nutzer eine „Premium-Mitgliedschaft“ anfordern. Die Preise sind der Homepage zu entnehmen. 358,90 EUR (inkl. Mwst.) soll ein Abo für ein Jahr kosten.

Ein Verbraucher wandte sich mit einer „Außergerichtlichen Mahnung“ von der Flirt & Date Ltd. an uns, da die Kosten für ein halbes Jahr Mitgliedschaft bei dem Portal DeinSeitensprung.club noch offen sein sollen. Die Summe von 189,45 EUR soll innerhalb eine genannten Frist gezahlt werden. Wird nicht gezahlt, so wird die komplette Jahresgebühr verlangt. Als Kontoverbindung wurde eine Kontoverbindung in Litauen genannt – Zahlungsempfänger ist „Cash Collect“.

Laut eigener Aussage steht das Inkassobüro Cash Collect GmbH in keinerlei Verbindung zu der Firma Flirt & Date Ltd.

Screenshot Cash Collect GmbH Homepage, 04.06.2020
Screenshot Cash Collect GmbH Homepage, 04.06.2020


DeinSeitensprung.club kündigen – aber wie?


Aus der Widerrufsbelehrung in den AGB ist zu erfahren, dass Kunden binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen den Vertrag widerrufen können. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses, das Schreiben muss an die Betreiberin Flirt & Date Ltd. gesandt werden.

Wird die Mitgliedschaft nicht gekündigt, so könnte es zu einer Rechnung für die Dauer eines Jahres kommen. Aus diesem Grund ist es für Verbraucher ratsam, auf die Fristen beim Vertragsabschluss zu achten.Es kam vor, dass Zahlungsaufforderungen durch Inkassounternehmen folgten, um die noch ausstehenden Kosten beizutreiben.

Hilfe bei Datingportalen wie „DeinSeitensprung.Club“


Haben Sie ähnliche Erfahrungen mit „DeinSeitensprung.Club“ oder der Flirt & Date Ltd. gemacht oder gar eine Zahlungsaufforderung durch ein Inkassounternehmen erhalten? Nehmen Sie solche Forderungen ernst, sonst kann es noch kostspieliger werden!

Wir bieten allgemeine Informationen zu diesem Thema. Nutzen Sie dazu unsere Kontaktdaten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Mittwoch, 20. Mai 2020

Erfahrungen mit Arita Finanzservice: Finanzsanierung per Nachnahme

Im Internet suchen Verbraucher erfahrungsgemäß nicht nur Katzenbilder, sondern auch Lösungen für Probleme. In finanzielle Not geratene Verbraucher wollen sich unter Umständen mit Hilfe eines online angebotenen „schufafreien Kredits“ aus der Schuldenspirale befreien. Die Firma Arita Finanzservice bietet auf ihrer Homepage keine Kredite an, sondern die Vermittlung einer Finanzsanierung. Was ist das genau und ist so etwas sinnvoll?

Titel: Erfahrungen mit Arita Finanzservice: Finanzsanierung per Nachnahme

Finanzsanierung: Definition und mögliche Kosten


„Ihr starker Partner für eine Finanzsanierung. Arita hilft – schnell & unbürokratisch!“ - heißt es auf der Webseite Arita Finanzservice. Die Firma aus Kolbermoor (Bayern) tritt als Vermittler von Finanzsanierungen auf. In eigenen Worten definiert die Firma das Angebot auf ihrer Homepage wie folgt: „Mit einfachen Worten gesagt ist die Finanzsanierung eine Hilfestellung durch eine Gesellschaft um die finanzielle Situation in den Griff zu bekommen und die Schulden abzubezahlen.“

Leider ist es laut der Erfahrungen vieler Verbraucher so, dass durch Abschluss eines Finanzsanierungsplans auf verschuldete Verbraucher eher noch weitere Kosten zukommen können, anstatt sich aus der finanziellen Notlage zu befreien zu können.

Arita-Finanzservice: Über 280 EUR für Vermittlerverträge


Uns liegt ein Auftragsformular der Arita Finanzservice vor, die detaillierte Einblicke gewährt. Vertragsgegenstand ist laut des Formulars: „Auftragserteilung zur Vermittlung eines Dienstleistungsvertrages (ohne Rechtsberatung), zur sukzessiven Regulierung von Verbindlichkeiten/Schulden (wie Kredite, Darlehen, Rechnungen, Mahnungen, etc.) aus eigenen finanziellen Mitteln des Auftraggebers“. Die Verbindlichkeiten des Auftraggebers können unterschiedlich hoch ausfallen.

Die Firma Arita Finanzservice bemüht sich nach Auftragserteilung um die „Vermittlung eines Schuldnerhilfevertrages mit einer gewerblichen Schuldnerhilfirma (sic!) aufgrund der bisherigen Angaben des Auftraggebers.“ Nachdem ein entsprechendes Angebot gefunden wurde, soll diese mit einem Dienstleistungsvertrag via Nachnahme an den Verbraucher gesandt werden. Die Kosten dafür variieren laut unserer Kenntnis zwischen 280-370 EUR, die Empfänger dem Postboten via Nachnahme zahlen sollen.

Drohung mit Inkasso


In den uns vorliegenden Briefen weist Arita Finanzservice darauf hin, dass bei einer Nichtzahlung ein Inkassounternehmen eingeschaltet wird. In der Konsequenz könnte dies noch mehr Kosten für den Verbraucher bedeuten, der anfangs an einer Schuldenregulierung interessiert war. Letztendlich können sich so noch weitere Schulden anhäufen. Verbraucher, die auf der Suche nach einem Weg aus ihren Schulden sind, sollten unbedingt ausführlich die allgemeinen Geschäftsbedingungen bzw. Nutzungsbedingungen lesen, ehe sie ihre Daten online weitergeben.

Hilfe bei Arita Finanzservice


Haben Sie ebenfalls Erfahrungen mit Finanzsanierungen der Arita Finanzservice? Sollten Sie auch eine hohe Summe via Nachnahme zahlen? Oder haben Sie gar eine Forderung erhalten? Reagieren Sie schnell, damit nicht noch weitere Kosten entstehen.

0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Donnerstag, 14. Mai 2020

Culpa Inkasso GmbH fordert für PAYSELECT GmbH

Die PAYSELECT GmbH aus Frankfurt beauftragte die Culpa Inkasso GmbH, die eine Mahnung an ein Mitglied von Verbraucherdienst sandte. Was hat es mit dem Schreiben auf sich?

Titel: Culpa Inkasso GmbH fordert für PAYSELECT GmbH

Was bietet PAYSELECT GmbH, Frankfurt an?


Auf der Webseite „vorteilskreditkarte.de“ stellt die PAYSELECT GmbH aus Frankfurt diverse Angebote vor. So finden Besucher folgende Punkte (Stand 14.05.2020):


  • Hochgeprägte PrePaid - Mastercard® bis zu 50.000 € Aufladelimit
  • Bis zu 7.500 € Vorteils Kredit
  • Mastercard® - ohne Bonitätsprüfung


Die PAYSELECT GmbH beschreibt ihr Angebot auf der genannten Webseite selbst mit den Worten „Ihr PaySelect Sorglos-Angebot – sicher, bequem, seriös“. Zahlreiche positive Kundenbewertungen lassen auf eine hohe Kundenzufriedenheit schließen. Die Verbraucherin Frau P. wandte sich an uns, weil sie unerwartet Post von einem Inkassounternehmen im Briefkasten fand. Laut des Schreibens soll eine Bestellung bei der PAYSELECT GmbH getätigt worden sein.

Inhalt der Zahlungsaufforderungen


In den vorliegenden Schreiben wird von der Empfängerin Frau P. verlangt, noch offene Kosten einer Dienstleistung der PAYSELECT GmbH zu bezahlen. Eine Bestellung soll unter Einbeziehung der AGB und Widerrufsbelehrung mit der IP-Adresse von Frau P. getätigt worden sein. Der Bestellvorgang selbst soll durch den Anbieter gespeichert worden sein. Laut der Culpa Inkasso soll der Bestellbutton der betreffenden Webseite der PAYSELECT GmbH eindeutig auf eine Kostenpflichtigkeit hinweisen.

Verlangt wird in dem ersten Schreiben ein Gesamtbetrag von über 200 EUR. Es folgte eine Mahnung, in der erneut letztmalig darauf hingewiesen wird, die Zahlung zu tätigen. Sollte eine Zahlung weiterhin ausbleiben, könnte ein gerichtliches Mahnverfahren drohen.

Erfahrungen mit Culpa Inkasso


Wir haben Erfahrungen mit dem Inkassobüro Culpa Inkasso GmbH aus Stuttgart. In der Vergangenheit berichteten wir bereits in vielerlei Beiträgen über dieses Inkassounternehmen. Culpa Inkasso ist ein im Rechtsdienstleistungsregister eingetragenes Unternehmen und ist demzufolge berechtigt, in Deutschland Inkassodienstleistungen anzubieten und durchzuführen. Aus diesem Grund sollten Zahlungsaufforderungen und Mahnungen von dieser Firma unbedingt ernst genommen und nicht ignoriert werden.

Weitere Informationen zu Culpa Inkasso und PAYSELECT GmbH


Haben Sie Erfahrungen mit der PAYSELECT GmbH oder gar eine Zahlungsaufforderung oder Mahnung von Culpa Inkasso erhalten? Reagieren Sie! Nutzen Sie zu diesem Zweck unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Bußgeldkatalog 2020: Falsch Parken kann richtig teuer werden

Mit den Änderungen des Bußgeldkatalogs im April 2020 müssen Falschparker tief in die Taschen greifen. Bis zu 100 EUR werden fällig, wenn die Vorschriften beim Parken missachtet werden. Punkte in Flensburg soll es geben, sofern ein Falschparker Radfahrer und Fußgänger gefährdet – das gilt auch für das Parken in zweiter Reihe. Was müssen Verkehrsteilnehmer noch zu den neuen Regelungen im Bußgeldkatalog bezüglich des Parkens wissen?

Titel: Bußgeldkatalog 2020: Falsch Parken kann richtig teuer werden

Parken auf dem Rad- und Gehweg: Hohe Bußgelder


Die Neuerungen und Änderungen der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) können für das unerlaubte Parken an gewissen Plätzen zu hohen Kosten führen. Die Bußgeldreform begünstigt Radfahrer und soll mehr Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer auf den umweltfreundlichen zwei Rädern gewähren. Für Autofahrer bedeutet dies, dass unter anderem das Parken auf Rad- und Gehwegen deutlich teurer werden kann – es drohen sogar Punkte in Flensburg.

Im folgenden finden Sie eine Auflistung der Änderungen im Bußgeldkatalog, um sich eine Übersicht der neuen Bußgelder zu verschaffen.

Bußgeldkatalog Falsches Parken, gültig ab 28.04.2020:



  • Geparkt an/auf: Unübersichtliche Straßenstellen, scharfe Kurve, Fußgängerüberwegen, 5 m vor und 10 m nach Lichtzeichen, im Halteverbot: 35 EUR
    • mit Behinderung: 55 EUR
    • über eine Stunde: 55 EUR
    • über eine Stunde mit Behinderung: 55 EUR
  • An engen Stellen geparkt, sodass Rettungsfahrzeuge behindert wurden: 100 EUR (1 Punkt in Flensburg)
  • Parken an Stellen, auf denen das Halten verboten ist: 25 EUR
    • mit Behinderung: 40 EUR
    • über eine Stunde: 40 EUR
    • über eine Stunde mit Behinderung: 50 EUR
  • Auf dem Geh- oder Radweg geparkt: 55 EUR
    • mit Behinderung: 70 EUR (1 Punkt in Flensburg)
    • über eine Stunde: 70 EUR (1 Punkt in Flensburg)
    • über eine Stunde mit Behinderung: 80 EUR (1 Punkt in Flensburg)
    • über eine Stunde mit Gefährdung: 80 EUR (1 Punkt in Flensburg)
    • über eine Stunde mit Sachbeschädigung: 100 EUR (1 Punkt in Flensburg)
  • Vor oder in Feuerwehrzufahrt geparkt: 55 EUR
    • dabei Einsatzfahrzeuge behindert: 100 EUR (1 Punkt in Flensburg)
  • Auf Sperrflächen geparkt: 25 EUR
    • mit Behinderung: 25 EUR
    • über 15 Minuten: 30 EUR
    • über 15 Minuten mit Behinderung: 35 EUR
  • In zweiter Reihe geparkt: 55 EUR
    • mit Behinderung: 80 EUR (1 Punkt in Flensburg)
    • mit Gefährdung: 90 EUR (1 Punkt in Flensburg)
    • mit Sachbeschädigung: 110 EUR (1 Punkt in Flensburg)
    • länger als 15 Minuten: 85 EUR (1 Punkt in Flensburg)
    • länger als 15 Minuten mit Behinderung: 90 EUR (1 Punkt in Flensburg)
  • Unzulässiges Parken in verkehrsberuhigten Zonen: 10 EUR
    • mit Behinderung: 15 EUR
    • über 3 Stunden: 20 EUR
    • über 3 Stunden mit Behinderung: 30 EUR
  • An folgenden Orte geparkt: 5 Meter vor einer Kreuzung/Einmündung, vor Grundstücksein- und -ausfahrten, im Bereich von Taxiständen, vor und hinter Andreaskreuzen, über Schachtdeckeln: 10 EUR
    • mit Behinderung: 15 EUR
    • über 3 Stunden: 20 EUR
    • über 3 Stunden mit Behinderung: 30 EUR
  • Ohne Parkscheibe oder Parkschein geparkt bzw. Überschreiten der Parkdauer um ...
    • bis zu 30 Minuten: 20 EUR
    • bis zu 1 Stunde: 25 EUR
    • bis zu 2 Stunden: 30 EUR
    • bis zu 3 Stunden: 35 EUR
    • über 3 Stunden: 40 EUR
  • Auf Schwerbehinderten-Parkplatz geparkt: 55 EUR
  • Nicht platzsparend geparkt: 10 EUR
  • Parklücke einem Berechtigten weggenommen: 10 EUR
  • Auf Fußgängerbereichen oder anderen Verbotszonen (PKW) geparkt: 55 EUR
    • mit Behinderung: 70 EUR
    • über 3 Stunden: 70 EUR
  • Abfahrtsweg eines anderen KFZ zugeparkt: 20 EUR
  • Unberechtigt in einer Nothalte- oder Pannenbucht geparkt: 25 EUR
  • In einem geschützten Bereich während nicht zugelassener Zeiten mit einem KFZ über 7,5 t oder einem Anhänger über 2 t geparkt: 30 EUR
  • Länger als zwei Wochen Anhänger ohne Zugfahrzeug geparkt: 20 EUR
  • Im Fahrraum von Schienenfahrzeugen geparkt: 55 EUR
    • mit Behinderung: 70 EUR
  • Auf Autobahnen oder Kraftfahrstraßen geparkt: 70 EUR (1 Punkt in Flensburg)
  • Unzulässig auf Bussonderfahrstreifen und an Haltestellen geparkt: 55 EUR
    • mit Behinderung: 70 EUR
    • mit Gefährdung: 80 EUR
    • mit Sachbeschädigung: 100 EUR
    • über 3 Stunden: 70 EUR
    • über 3 Stunden mit Behinderung: 80 EUR
    • über 3 Stunden mit Gefährdung: 80 EUR
    • über 3 Stunden mit Sachbeschädigung: 100 EUR
  • Unzulässig auf Parkplatz für E-Fahrzeuge geparkt: 55 EUR
  • Unzulässig auf Parkplatz für Carsharing-Fahrzeuge geparkt: 55 EUR


Bußgeldkatalog Falsches Halten, gültig ab 28.04.2020:



  • Unzulässiges Halten: 20 EUR
    • mit Behinderung: 35 EUR
  • Unzulässiges Halten in zweiter Reihe: 55 EUR
    • mit Behinderung: 70 EUR (1 Punkt in Flensburg)
    • mit Gefährdung: 80 EUR (1 Punkt in Flensburg)
    • mit Sachbeschädigung: 100 EUR (1 Punkt in Flensburg)
  • Nicht platzsparendes Halten: 10 EUR
  • Unzulässiges Halten in einer Nothalte- oder Pannenbucht, unberechtigt: 20 EUR
  • Halten im Fahrraum von Schienenfahrzeugen: 20 EUR
    • mit Behinderung: 30 EUR
  • Unzulässiges Halten auf Schutzstreifen für Radverkehr: 55 EUR
    • mit Behinderung: 70 EUR (1 Punkt in Flensburg)
    • mit Gefährdung: 80 EUR (1 Punkt in Flensburg)
    • mit Sachbeschädigung: 100 EUR (1 Punkt in Flensburg)
  • Unzulässiges Halten auf Busfahrstreifen oder an Bushaltestellen: 55 EUR
    • mit Behinderung: 70 EUR
    • mit Gefährdung: 80 EUR
    • mit Sachbeschädigung: 100 EUR


Hilfe bei Verkehrsrecht


Die angeschlossenen Rechtsanwälte von Verbraucherdienst helfen Ihnen bei Ihren Fragen und Problemen rund um das Thema Verkehrsrecht. Melden Sie sich unter:

TEL:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Mittwoch, 6. Mai 2020

Inkassolution Deutschland GmbH: Zahlungsaufforderung für Aliaz Cooperation LLC

Aktuell liegt eine Zahlungsaufforderung der „Inkassolution Deutschland GmbH“ durch ein Mitglied vor. Im Auftrag der Firma Aliaz Cooperation LLC wand sich das Inkassounternehmen schriftlich an den Verbraucher, da die Kosten eines Kaufvertrags noch nicht beglichen sein sollen.

Titel: Inkassolution Deutschland GmbH: Zahlungsaufforderung für Aliaz Cooperation LLC

Grund der Forderung: Rechnung für Quickmax nicht bezahlt?


Die Inkassolution Deutschland GmbH aus 82515 Wolfratshausen hat sich via Brief an ein Mitglied gewandt, um die Zahlung noch offener Kosten zu fordern. Beauftragt wurde das Inkassobüro von der Aliaz Cooperation LLC (LV-1010 Riga). Laut des vorliegenden Schreibens ist der Forderungsgrund eine Bestellung, die scheinbar noch nicht beglichen wurde. Dabei handelt es sich offenbar um das Produkt „Quickmax“, ein Produkt, welches von der Aliaz Cooperation LLC online angeboten wird.

Die Aliaz Cooperation LLC betreibt aktuell die Webseite Onlineshopping-59.com, auf der das besagte Produkt „Quickmax“ beworben wird (Stand: 06.05.2020). Bei diesem Angebot handelt es sich um ein Kosemetikprodukt. Ob das Produkt von dem Verbraucher über diese Webseite bestellt wurde, lässt sich anhand der Forderung nicht erkennen.

Mehr als 190 EUR fordert Inkassolution Deutschland GmbH


Die vorliegende Zahlungsaufforderung im Auftrag der Aliaz Cooperation LLC listet dem Empfänger auf, wie die geforderte Gesamtsumme von 192,44 EUR zustande kommt. Die Hauptforderung stellt die noch offene Rechnung für die Bestellung dar, zu diesem Zweck wurde das Datum und die Uhrzeit dokumentiert, wann bestellt worden sein soll. Darüber hinaus nennt das Inkassobüro ebenfalls die IP-Adresse und die Email-Adresse, die bei der Bestellung festgestellt wurden.

Die Summe wird ergänzt durch Verzugszinsen, Gläubigerkosten, Auslagenpauschale etc., sodass der geforderte Betrag eine Höhe von insgesamt mehr als 190 EUR hat. Bleibt die Zahlung der Forderung aus, könnte laut der Inkassolution Deutschland GmbH die Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens drohen, was weitere Kosten bedeuten würde.

Scan: Zahlungsaufforderung Inkassolution Deutschland GmbH / April 2020
Zahlungsaufforderung Inkassolution Deutschland GmbH / April 2020

Forderungen nicht ignorieren!


Beim Stöbern im Internet sollten Verbraucher achtsam sein, ob in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen wichtige Hinweise zum Gebrauch des Webseiteninhalts gegeben sind. Mittels einem Klick sind schnell verbindliche Verträge geschlossen, die so manchen Nutzer überraschen können.

Die Folge kann eine Zahlungsaufforderung durch ein Inkassounternehmen sein. Solche Schreiben sollten auf ihre Richtigkeit geprüft werden. Wichtig ist: Forderungen sollten nicht grundsätzlich ignoriert werden. Reagieren statt ignorieren.

Hilfe bei Inkassolution Deutschland GmbH und Aliaz Cooperation LLC


Haben Sie auch eine Forderung durch die Inkassolution Deutschland GmbH erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Auch bei weiteren Fragen bezüglich der Aliaz Cooperation LLC können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dienstag, 5. Mai 2020

Warnung vor Rechnung für „Domainregistrierung für 2020 / 2021“

Vorsicht vor Rechnungen/Offerten für eine angebliche Domain-Registrierung von der Firma „United Hosting Deutschland“, die via Mail versandt wird.

Titel: Warnung vor Rechnung für „Domainregistrierung für 2020 / 2021“

Fragwürdige Rechnung für eine angebliche Registrierung?


Trotz der anhaltenden Pandemie versuchen unseriöse Firmen dennoch, Verbrauchern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Aktuell warnt die Zentrale Ansprechstelle Cybercrime (ZAC) des Landeskriminalamts Niedersachsen vor sogenannten „Phantasie-Rechnungen“ des Absenders „United Hosting Deutschland“. Der vermeintliche Anbieter von Domain & Web Hosting Services fordert für die „Domain-Registrierung Zeitraum 2020/2021“ einen Betrag in Höhe von 166,50 EUR.

Die angebliche Rechnung wird als Email mit Anhang (PDF) versandt, unterzeichnet ist das Schreiben von einer gewissen Sofia Schmidt, Kundendienst der United Hosting Deutschland. Bei dieser angeblichen Rechnung wird schnell ein unseriöser Eindruck erweckt. Unter anderem ist dem Absender United Hosting Deutschland keine Rechnungsanschrift zugeordnet, zahlreiche Rechtschreibfehler wie „Servicekoster“ und „firmanamens“ lassen Zweifel aufkommen.

Offerte statt Rechnung: United Hosting Deutschland fordert 166,50 EUR


Die geforderten 166,50 EUR sollen auf ein Konto in Spanien überwiesen werden. Diese Zahlung soll innerhalb von 14 Tagen getätigt werden. Auch wenn das Wort „Rechnung“ eindeutig im Anschreiben zu lesen ist, lohnt sich ein Blick auf das Kleingedruckte.

Dort ist es zu erkennen, dass es sich bei dieser Mail um eine Offerte handelt. Wir zitieren: „Dies ist ein angebot und keine rechnung, die zahlung auf dieses angebot hin wird als annahme des angebotes oder auftragsbestätigung verstanden.“

Kurzum: Zahlen Sie nicht! Ablage P wie Papierkorb ist angebracht.

Scan: Offerte United Hosting Deutschland / April 2020
Offerte United Hosting Deutschland / April 2020


Kontakt mit Verbraucherdienst


Nach Erhalt einer Rechnung sollte diese auf Plausibilität geprüft werden. Weitere Fragen beantworten wir gerne telefonisch:

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

PAYCASSO Forderungsmanagement: Letzte außergerichtliche Zahlungsaufforderung

Aktuell liegt eine Zahlungsaufforderung von der PAYCASSO Forderungsmanagement aus Prag vor. Laut des Schreibens soll die Zahlung für eine in Anspruch genommene „Erotikdienstleistung“ offen sein. Wie seriös ist diese Forderung?

Titel: PAYCASSO Forderungsmanagement: Letzte außergerichtliche Zahlungsaufforderung

Drohung mit Zwangsvollstreckung


Das Thema „unseriöse“ Zahlungsaufforderungen ist ein Dauerbrenner hier im Blog, nicht selten folgen zahlreiche fragwürdige Forderungen von verschiedenen Firmen hintereinander. Fragwürdig deshalb, weil die Schreiben nicht selten bestimmte Voraussetzungen nicht erfüllen, die eine seriöse Aufforderung zur Zahlung ausmachen.

Aktuell liegt uns ein Schreiben einer „PAYCASSO Forderungsmangement“ vor, die ihren Sitz in „186 00 Praha 8“ (Tschechische Republik) haben soll. Angeblich soll der Empfänger dieses Schreibens eine kaum näher beschriebene Erotikdienstleistung genutzt haben, diese jedoch nicht bezahlt haben. PAYCASSO Forderungsmanagement droht, dass dem vermeintlichen Nutzer die „Tragweite der drohenden Maßnahmen nicht bewusst“ sind. Diese negativen Konsequenzen sollen demzufolge in einem gerichtlichen Mahnverfahren bzw. einer Zwangsvollstreckung resultieren.

Forderung einer Summe in Höhe von 280,00 EUR


Viele Informationen, welche in einer seriösen Inkassoforderungen vorhanden sein sollten, werden in dem Schreiben nicht aufgeführt. So fehlt die Nennung des Mandanten und die Details des Vertrags, dessen Kosten noch nicht beglichen sein sollen.

Das Formular ist mit „Letzte außergerichtliche Zahlungsaufforderung“ übertitelt und der Absender „PAYCASSO Forderungsmanagement“ fordert die Zahlung einer Summe in Höhe von 280,00 EUR. Der Betrag soll auf eine tschechische Kontoverbindung überwiesen werden. Es handelt sich hierbei um kein Inkasso-Unternehmen, welches im deutschen Rechtsdienstleistungsregister eingetragen ist.

Scan: Zahlungsaufforderung PAYCASSO Forderungsmanagement / April 2020
Zahlungsaufforderung PAYCASSO Forderungsmanagement / April 2020


Wie sollte man auf fragwürdige Forderungen reagieren?


Wichtig: Berechtigte Inkassoforderungen sollten niemals ignoriert oder gar im Papierkorb landen. Die Folgen wären kostspielig, so könnten ein gerichtlicher Mahnbescheid oder gar ein Vollstreckungsbescheid die Folgen sein. Es ist empfehlenswert, eintreffende Forderungsschreiben auf ihre Richtigkeit zu prüfen.

Es kam in der Vergangenheit häufiger zu unberechtigten Forderungen durch vermeintliche Inkassounternehmen, die mit weiteren Maßnahmen drohten. Betroffene Verbraucher haben die Möglichkeit, erhaltene Zahlungsaufforderungen selbst zu prüfen:


  • Sind folgende Angaben vorhanden? Firma des Auftraggebers, Forderungsgrund, Vertragsgegenstand und Datum des Vertragsschlusses?
  • Hat das Unternehmen seinen Sitz in Deutschland, aber die Bankverbindung weist ins Ausland?
  • Überhöhte Inkasso-Gebühren?
  • Ist der Inkassodienstleister in Deutschland (Überprüfbar auf rechtsdienstleistungsregister.de) registriert?


Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens PAYCASSO Forderungsmanagement erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, schein unwahrscheinlich. Zahlen Sie nicht! Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Donnerstag, 30. April 2020

Euro - Invest - Inkasso UG (haftungsbeschränkt): Update



Update 30.04.2020:

Wir haben weiter recherchiert. Im Handelsregister ist diese Firma eingetragen als „Euro - Invest - Inkasso UG (haftungsbeschränkt)“ unter der HRB Nummer 37125. Im Rechtsdienstleistungsregister findet sich nur der Eintrag der „Euro-Invest-Inkasso UG“ mit dem Aktenzeichen 371-AB-339. Aufgrund der identen Adressen steht zu vermuten, dass es sich um dieselbe Firma handeln soll. Allerdings fordert § 5a GmbH Gesetz immer zwingend den Zusatz „UG (haftungsbeschränkt)“ oder „Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)“. Die Auswertung der Homepage der Euro – Invest – Inkasso UG (haftungsbeschränkt) ergibt, dass sich die Firma dort darstellt als


  • Euro – Invest – Euro-Invest-Inkasso UG
  • EURO-INVEST-INKASSO UG
  • EURO – INVEST
  • Euro-Invest-Inkasso UG
  • euroinvestinkasso.de


Warum ein Inkasso-Dienstleister nach RDG auf einer Internetseite sechs verschiedene Schreibweisen seiner Firma verwendet, die allesamt weder mit der Impressum-Schreibweise übereinstimmen noch mit den GmbH-gesetzlichen Vorschriften, und warum der wichtige Fakt der Haftungsbeschränkung nicht genannt werden soll, mag jeder für sich selbst bewerten.

Wir haben darauf verzichtet, den alten Artikel in den Schreibweisen an diese neuen Erkenntnisse anzupassen, um die Nachvollziehbarkeit unserer Recherchearbeit nicht zu verwässern.

Mittwoch, 29. April 2020

Bußgeldkatalog 2020 Änderungen: Testen Sie Ihr Wissen!

Ab dem 28.04.2020 könnten die Änderungen des Bußgeldskatalogs für Autofahrer kostspielige Überraschungen bedeuten. So ändern sich zahlreiche Regeln und Vorschriften, die härtere Strafen für Raser und Falschparker bedeuten können.



Die ab sofort geltende aktualisierte Straßenverkehrsordnung (StVO) begünstigt jedoch auch umweltorientierte Verkehrsteilnehmer. So genießen Carsharer und Fahrradfahrer neue Vorteile. Diese stehen für mehr Sicherheit, Gerechtigkeit und Klimaschutz auf den Straßen.

Bußgelderhöhung: Falschparker müssen tief in die Tasche greifen


Was gilt ab jetzt für Autofahrer? Wer ab dem 28. April 2020 ohne Erlaubnis zum Beispiel auf einem Behindertenparkplatz sein Auto abstellt, muss ab sofort 55 anstatt 35 EUR zahlen. Das verbotene Parken auf Geh- und Radwegen sowie das unerlaubte Halten auf Schutzstreifen und das Parken in zweiter Reihe wird auf bis zu 100 EUR erhöht. Bei besonders schweren Verstößen droht dem Fahrer sogar ein Punkt in Flensburg.

Punkteregen aus Flensburg: Neuerungen für Raser, Poser und Blocker


Wer Rettungsgassen unerlaubt nutzt oder erst gar keine bildet, muss mit einem Bußgeld zwischen 200 und 320 EUR sowie einen Monat Fahrverbot rechnen. Zusätzlich könnte das zwei Punkte bedeuten.

Auch den berüchtigten Rasern könnte der Bleifuß teuer zu stehen kommen: Wer innerorts in der Tempo-30-Zone 21 km/h zu schnell fährt, erhält als Strafe einen Monat Fahrverbot, zwei Punkte und muss 100 EUR Strafe zahlen.

Protzer stehen dem in Nichts nach: Wer unnötig nervigen Lärm verursacht, seine Mitmenschen mit vermeidbaren Abgasen belästigt oder mit seinem Gefährt unnötig hin- und herfährt, der muss mit einer Geldbuße von bis zu 100 EUR rechnen.

Bußgeldkatalog-Quiz: Sind Sie fit für den Straßenverkehr?


Testen Sie Ihre Kenntnisse in unserem kleinen Quiz. Dabei handelt es sich um sieben Fragen rund um die Neuerungen der Straßenverkehrsordnung (StVO). Jede Frage bietet drei Antworten im Multiple-Choice-Verfahren beantwortet werden können. Am Ende des Testes wird Ihnen eine Übersicht der richtigen Antworten präsentiert. Sind Sie ein potentieller Falschparker oder ein Vorzeige-Autofahrer? Viel Spaß!



Hilfe bei Verkehrsrecht


Die angeschlossenen Rechtsanwälte von Verbraucherdienst helfen Ihnen bei Ihren Fragen und Problemen rund um das Thema Verkehrsrecht. Melden Sie sich unter:

TEL:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dienstag, 21. April 2020

MD Service GmbH: Über die Abos der Portale Flirthub, Fremd.dating und Dirty-Dating

Auf den Dating-Portalen „Flirthub.de“, „Dirty-Dating“ und „Fremd.dating“ kann man sich zwar kostenlos anmelden, jedoch durch die Nutzung gewisser Dienstleistungen weitere Kosten nicht ausgeschlossen. Umso größer wäre das Erstaunen, wenn ein kostspieliges Abo in Rechnung gestellt würde. Bei einer ausbleibenden Zahlung könnte gar eine Forderung durch ein Inkassounternehmen die Folge sein.

Titel: MD Service GmbH: Über die Abos der Portale Flirthub, Fremd.dating und Dirty-Dating

Wer betreibt Portale wie „Fremd.dating“?


Die mehr oder weniger eindeutigen Titel der derzeit aktiven Datingseiten „Dirty-Dating“, „Flirthub.de“ oder „Fremd.dating“ bedürfen wahrscheinlich keiner weiteren Erklärung. Beworben mit starken Slogans „Erotische Abenteuer ohne Limit“ und „Schon in wenigen Sekunden können Sie loslegen“ bietet dieses Portal nicht nur eiligen Interessierten an, sich in erster Linie kostenlos zu registrieren.

Betreiberin der Portale ist die MD Service GmbH mit Sitz in Otterfing, bei München. Für eine kostenlose Registrierung werden Daten wie das Geschlecht, Alter, E-Mail und PLZ abgefragt. Auch die Vergabe eines Passworts wird abgefragt. Versenden lassen sich die Daten via Formular über den Button „Jetzt starten“ - durch das Betätigen werden den Nutzungsbedingungen und AGB zugestimmt. Wichtig für Nutzer: es mag vielleicht möglich sein, sich kostenlos auf den genannten Portalen anzumelden, bestimmte Angebot kann man laut den AGB jedoch nur durch die Buchung kostenpflichtiger Abos nutzen.

Nach der Testphase soll die Premium-Mitgliedschaft beginnen


Bei der kostenfreien Registrierung auf den bekannten Portalen der MD Service GmbH fehlen vorab Hinweise auf mögliche Kosten, die bei der weiteren Nutzung der Dienstleistung entstehen können. Erst die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zeigen auf, was bei einem Vertragsabschluss zu beachten wäre.

Dort ist zu lesen:

„(3) Die exklusive Test-Premium-Mitgliedschaft (z.B. Standart-Paket oder Special-Paket), zu einem Preis von EUR 1,99, EUR 2,99 oder EUR 0,99 deren Laufzeit 14 Tage oder 4 Wochen beträgt, kann vom Nutzer unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 7 Tagen zum Vertragsende, wie § 7.2, gekündigt werden. Bei Nichtkündigung verlängert sich die kostenpflichtige Test-Premium-Mitgliedschaft automatisch in das nächst größere Paket (derzeit 38 Wochen)." 
Quelle: Flirthub.de AGB 20.04.2020

Was uns wunderte: die Erstellung eines Konto auf Flirthub war nicht möglich (Stand: 20.04.2020). Trotz mehrerer Versuche unsere Daten eingegeben und auf den Button „Kostenpflichtig Registrieren“ zu klicken, kamen wir nicht über eine Weiterführung zurück auf die Startseite hinaus.

Laut Berichten im Netz sollen Forderungen im Umlauf sein


Diverse Artikel beschäftigen sich mit Forderungen, die in Zusammenhang mit der einer Registrierung auf Flirthub.de stehen. So sollen sie sich auf der Website der MD Service GmbH angemeldet haben und eine Testphase sei nun in ein kostenpflichtiges Premium-Abo übergelaufen.

Des Weiteren sollen auch Inkassounternehmen Zahlungsaufforderungen versenden, die vor einer Zahlung des Empfängers unbedingt vorab geprüft werden sollten.

Hilfe bei Dating-Portalen und MD Service GmbH


Haben Sie eine Rechnung für ein möglicherweise ungewolltes Abonnement von der MD Service GmbH erhalten? Vielleicht sogar eine Zahlungsaufforderung durch ein Inkassobüro? Oder haben Sie allgemeine Fragen zur Anmeldung und Kündigung auf Flirtportalen wie Flirthub.de, Dirty-Dating oder Fremd.dating? Sie können den Verbraucherdienst e.V. per E-Mail oder am Telefon kontaktieren.

TEL:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Freitag, 17. April 2020

ADCADA.healthcare Warnung: Anleger sollen durch Corona-Krise profitieren

Derzeit richtet sich die ADCADA.healthcare mit starken Slogans wie „Ihr Einsatz im Kampf gegen Corona“ an Anleger, die helfen und profitieren will. Nicht weniger als ein 12% Zinsangebot mit einer Dauer von einem Jahr soll dies bei den angebotenen Anleihen bedeuten. Lohnt sich das Angebot für Anleger?

Titel: ADCADA.healthcare Warnung: Anleger sollen durch Corona-Krise profitieren

Was bietet ADCADA.healthcare an?


„Unterstütze das Wachstum dieser Initiative zur Sicherung des Bedarfs an Schutzkleidung. Mit bereits 100 Euro rettest Du Leben - Setze jetzt ein Zeichen für soziales Engagement!“ heißt in der aktuell geschalteten Anzeige der ADCADA.healthcare. Ganze 12 Prozent Zinsen will man dem Kunden zahlen, der sein Geld anlegt. Gutes tun und gleichzeitig profitieren? Dies soll mit einer Investion in den angebotenen Anleihen der ADCADA.healthcare möglich sein.

Scan: Google Anzeige ADCADA.healthcare / 16.04.2020
Google Anzeige ADCADA.healthcare / 16.04.2020


Als Zeichnungsfrist ist der 20. April 2020 angegeben. Folgende Vorteile nennt das Unternehmen mit Sitz im Fürstentum Liechtenstein den potentiellen Anlegern auf ihrer Homepage:
  • 12 % Zinsen p.a.
  • 12 Monate Laufzeit
  • Anlage ab 100 EUR
  • 100 % erstrangig
Die Anleihen sollen das Wachstum der Initiative unterstützen und zur Sicherung des Bedarfs an Schutzkleidung beitragen. Die ADCADA Group bezeichnet sich selbst als sozialverantwortliches und familienfreundliches Unternehmen und gibt bekannt, für die Laufzeit der Anleihe mindestens 12 Prozent der monatlichen Produktionsartikel an öffentliche und gemeinnützige Institutionen zu spenden.

Verbraucherdienst e.V. ist der Meinung, dass allein 12 % p.a. Verzinsung  in der jetzigen Zinssituation eine Utopie darstellt. Bei dieser Anlage muss der Anleger ein Totalverlustrisiko verkraften können. Daher stellt sich die Frage, warum die Emittentin das Angebot an unerfahrene Anleger richtet.

Was steht in dem Zeichnungsschein?


Der uns vorliegende Zeichnungsschein für die „ADCADA.healthcare Anleihe 2020“ bietet detaillierte Informationen über die mögliche Investition in die Inhaber-Teilschuldverschreibungen (Laufzeit von 12 Monaten und endfälliger Zinszahlung). So ist der Mindestanlagebetrag 100 EUR, höhere Anlagebeträge müssen durch 100 teilbar sein.

Vorab eingetragen ist die Anzahl von 10 Inhaber-Teilschuldverschreibungen, was eine Zeichnungssumme von 1.000 EUR ergibt. Sollte sich der Anleger für das Angebot entscheiden, so muss die Zeichnungssumme innerhalb von 5 Werktagen auf ein Deutsches Konto überwiesen werden.

Meinung von Verbraucherdienst e.V: Durch die Angabe eines deutschen Kontos könnte der Eindruck erweckt werden, dass hier eine besondere Vertrauensbasis zum Anleger aus Deutschland aufgebaut werden soll. Die ADCADA.healthcare selber hat ihren Sitz jedoch in Fürstentum Lichtenstein. Auch wenn Überweisungen auf ein deutsches Konto erfolgen, wäre bei einem Totalverlust der Einlage der Gerichtstandort das Fürstentum Liechtenstein. Will man damit das Geldwäschegesetz umgehen? Bei einer direkten Überweisung nach Liechtenstein würden unter Umständen diverse Personen aufmerksam werden die Investoren dahingehend beraten, die Anlage nicht zu tätigen.

Entfällt die Veröffentlichung eines Wertpapierprospekts?


Im Anhang sind die wichtigen Hinweise der „Schuldverschreibungsbedingungen der ADCADA.healthcare Anleihe 2020“ zu finden. Als Ermittentin des Angebots ist die ADCADA Investments AG PCC handelnd für SEGMENT 4 im Fürstentum Liechtenstein genannt.

In diesen Bedingungen ist unter anderem zu lesen, dass die Ermittentin für das öffentliche Angebot der Anleihe in Deutschland von der Ausnahmevorschrift des Artikels 1 Absatz 4 Buchstabe b) der Verordnung (EU) 2017/1129 Gebraucht macht. Durch diese Inanspruchnahme entfällt für den Anbieter die Verpflichtung zur Erstellung/Veröffentlichung eines Wertpapierprospektes als auch eines Wertpapier-Informationsblattes sowie jeweils die Gestattung durch die BaFin. Und das Angebot richtet sich an unerfahrene Anleger.

Verbraucherdienst e.V: ist der Meinung: Warum umgeht man einen Wertpapierprospekt? Ein Wertpapierprospekt hat diverse Pflichtinhalte, wie unter anderem eine umfangreiche Risikoaufklärung, zusätzlich müssen Zahlen wie eine Eröffnungsbilanz sowie Prognosen veröffentlicht werden. Die Anlage selber sowie die Webseite beinhalten weder eine Bilanz noch sorgfältige Risikohinweise, obwohl die Firma eine Schweizer AG ist.


Risikohinweis auf der Webseite


Auf der Webseite ist ein Risikohinweis zu finden, übertitelt mit „Anlage - Sicherheit & Risiken“. Dort ist der Hinweis zu lesen, dass die angebotenen Informationen kein Beratungsgespräch ersetzen. Des Weiteren enthalten sie „kein Angebot zum Kauf oder eine Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebotes für vorgestellte Produkte oder Leistungen und dürfen nicht zum Zwecke eines Angebotes oder einer Kaufaufforderung verwendet werden“. Stattdessen weist ADCADA.healthcare darauf hin, dass eine Entscheidung über einen Kauf erst nach Vorlage der vollständigen Unterlagen und Risikohinweise sowie nach vorheriger Rechts-, Steuer- und Anlageberatung getroffen werden sollte.

BaFin ordnet Einstellung und Abwicklung des unerlaubten Einlagenschäfts an


Am 16.04.2020 gab die Bundesanstalt der Finanzdienstleistungsaufsicht bekannt, dass das ohne Erlaubnis betriebene Einlagengeschäft der Adcada GmbH, Bentwisch mit Bescheid vom 09.03.2020 sofort eingestellt und unverzüglich abgewickelt wird.
Quelle: https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Verbrauchermitteilung/unerlaubte/2020/meldung_200416_Adcada.html

Die Adcada GmbH ist die Muttergesellschaft der ADCADA.healthcare.

Was Anleger beachten sollten


Aktuell könnten sich Anleger aufgrund der Corona-Krise zurückhaltend verhalten, was der Grund sein könnte, warum ADCADA.healthware u.a. mit Atemschutzmasken wirbt. Doch gerade diese Produkte machten in der jüngsten Vergangenheit Schlagzeilen, da sie nicht im Überfluss vorhanden sind. Ohnehin ist der Markt für Schutzkleidung u.ä. derzeit wechselhaft und es ist nicht absehbar, wie lange die Nachfrage nach diesen Produkten stark bleibt.

Darüber hinaus gab die BaFin am 16.04.2020 bekannt, dass das betriebene Einlagengeschäft des Mutterkonzerns ADCADA GmbH eingestellt und unverzüglich abgewickelt wird.

Ursprung des Tochterunternehmens „ADCADA.healthcare“


Die ADCADA Unternehmensgruppe hat sich laut ihren eigenen Worten auf die „entstandene Krisensituation schnell eingestellt“ und bereits rund 2.5 Millionen Euro u.a. für die Herstellung von Atemschutzmasken investiert. Damit soll die ADCADA Group in der Lage sein, ab dem 01. Mai 2020 rund 12 Millionen Schutzmasken pro Monat herzustellen. Zu diesem Zweck wurde das Tochterunternehmen „ADCADA.healthcare“ gegründet. Auf der Homepage wird verkündet, dass bei der Auslieferung der Produkte jene Einrichtungen und Menschen im Vordergrund stehen, welche täglich gegen die Weiterverbreitung der Viren ankämpfen.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie die ADCADA.healthcare Anleihe 2020 erstanden? Für weitere Informationen können Sie uns gerne kontaktieren, auch aus der Schweiz oder Österreich. Gerne können sich auch Anleger mit alternativen Erfahrungen oder weiterführenden Informationen bei uns melden.

Allgemeine Infos zu dem Thema Kapitalanlage erhalten Sie über unter dieser Telefonnummer:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Mittwoch, 15. April 2020

Erfahrungen mit KissNoFrog von der OVC Online Video Communications GmbH

Ein Verbraucher teilte uns via E-Mail seine Erfahrungen mit dem Datingportal „KissNoFrog“ mit. Das Portal bietet laut der Homepage 25.000 neue Mitglieder und zeigt die Logos bekannter Medien wie u.a. „Spiegel Online“ oder „RTL“. Betrieben wird das Portal von der Firma OVC Online Video Communications GmbH aus Hamburg.

Titel: Erfahrungen mit KissNoFrog von der OVC Online Video Communications GmbH

Was ist das Datingportal Kissnofrog?


„Flirten, chatten und verlieben“ heißt es auf der Startseite des Dating-Portals KissNoFrog. Betreiber des Angebots ist eine Firma aus Hamburg namens OVC Online Video Communications GmbH. Diese Seite richtet sich an Erwachsene, die eine Partnersuche im näheren Umkreis suchen. KissNoFrog beschreibt sich laut ihrer Homepage selbst als „Deutschlands größtes Live-Datingportal“.

Was ist bei einer Anmeldung auf einem Dating-Portal zu beachten?


Viele der uns bekannten Dating-Portale bieten eine kostenlose Registrierung an. Jedoch kann die Nutzung der Dienstleistungen, wozu u.a. das Chatten mit anderen Teilnehmern zählen kann, Kosten verursachen. So auch bei KissNoFrog: um auf bestimmte Dienste des Portals Zugriff zu haben, müssen Nutzer eine „Premium-Mitgliedschaft“ anfordern. Bevor eine Registrierung erfolgt, sollten sich interessierte Besucher der Seite unbedingt die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (ABG) durchlesen, da dort Hinweise über die Kosten und das Widerrufsrecht zu lesen sind. Nicht selten sind Nutzer von Dating-Portalen überrascht, wenn nach einer kostenlosen Registrierung Kosten entstehen.

KissNoFrog kündigen – aber wie?


Aus der Widerrufsbelehrung in den AGB ist zu erfahren, dass Kunden binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen den Vertrag widerrufen können. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses, das Schreiben muss an die Betreiberin OVC Online Video Communications GmbH gesandt werden. (Stand 14.04.2020)

Wird die „Premium-Mitgliedschaft“ nicht gekündigt, so verlängert sich Vertrag abhängig von der ursprünglich vereinbarten Regelung des Vertragszeitraums. Das kann bedeuten, dass eine Mitgliedschaft um mehrere Monate verlängert wird. Aus diesem Grund ist es für Verbraucher ratsam, auf die Fristen beim Vertragsabschluss zu achten.

Ein Verbraucher teilte seine Erfahrungen


Verbraucherdienst berichtete bereits über viele Anbieter von Dating-Portalen. Zuletzt erreichte uns eine Email eines Verbrauchers, der uns seine Erfahrungen mitteilen wollte. Aufgebracht schreibt dieser in deutlichen Worten über seine Anmeldung auf KissNoFrog. Wir zitieren an dieser Stelle seine Email, Zitat: „Inzwischen sind schon Kosten von ca. 450 Euro entstanden. (...) mit Rechnungen und Weiterleitung an Inkassodienste gedroht und konfrontiert“, Zitatende.

Dating- und Singleportale: Unbedingt auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen achten!


Häufig erreichen uns Verbraucher, die sich auf Singlebörsen, Datingportalen u.ä. anmelden, ohne die Vertragsklauseln im sogenannten „Kleingedruckten“, sprich die AGB, zu beachten. Wir können nicht häufig genug davor warnen, Internetverträge ohne genaue Kenntnisse der Allgemeinen Geschäftsbedingungen abzuschließen! Es kam vor, dass Zahlungsaufforderungen durch Inkassounternehmen folgten, um die noch ausstehenden Kosten beizutreiben.

Hilfe bei Datingportalen wie „KissNoFrog“


Haben Sie ähnliche Erfahrungen mit „KissNoFrog“ oder der OVC Online Video Communications GmbH gemacht oder gar eine Zahlungsaufforderung durch ein Inkassounternehmen erhalten? Nehmen Sie solche Forderungen ernst, sonst kann es noch kostspieliger werden!

Wir bieten allgemeine Informationen zu diesem Thema. Nutzen Sie dazu unsere Kontaktdaten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dienstag, 7. April 2020

EUROCLAIMS: Zahlungsbefehl von „Europäischer Inkasso Kommission“

Aktuell liegt eine Forderung einer EUROCLAIMS aus Düsseldorf vor. Es sollen noch offene Kosten für einen Dienstleistungsvertrag mit einem Gewinnspiel offen sein.

Titel: EUROCLAIMS: Zahlungsbefehl von „Europäischer Inkasso Kommission“

Zahlungsaufforderung trotz Corona


Auch eine Pandemie scheint gewisse Absender nicht davon abzuhalten, unseriöse Zahlungsaufforderungen für die angebliche Teilnahme an Gewinnspielen zu versenden. Das Thema ist ein Dauerbrenner hier im Blog, nicht selten folgen zahlreiche fragwürdige Forderungen von verschiedenen Firmen hintereinander.

Aktuell liegt uns ein Schreiben einer „EUROCLAIMS“ vor, die wie andere vermeintliche Inkassobüros ihren Sitz an der Grafenberger Allee 277 in 40237 Düsseldorf haben soll. Auch die Texte ähneln sich zu den bereits Forderungen. So heißt es: „Unser Mandant hat uns bevollmächtigt, die unten aufgeführte gemahnte Forderung, aus Ihrer telefonischen Anmeldung zum Dienstleistungsvertrag „EUROMILLIONS LOTTO – 6/49“ … und dann endet der Satz auf unerklärliche Weise.

„Zahlungsbefehl“ für über 470 EUR


Viele Informationen, welche in einer seriösen Inkassoforderungen vorhanden sein sollten, werden in dem Schreiben nicht aufgeführt. So fehlt die Nennung des Mandanten und die Details des Vertrags, dessen Kosten noch nicht beglichen sein sollen.

Das Formular ist mit „Zahlungsbefehl“ übertitelt und der Absender „EUROCLAIMS“ fordert die Zahlung einer Summe in Höhe von 478,76 EUR. Der Betrag soll auf eine polnische Kontoverbindung überwiesen werden. Es handelt sich hierbei um kein Inkasso-Unternehmen, welches im deutschen Rechtsdienstleistungsregister eingetragen ist.

Scan: Zahlungsaufforderung EUROCLAIMS / März 2020
Zahlungsaufforderung EUROCLAIMS / März 2020



Wie sollte man auf fragwürdige Forderungen reagieren?


Wichtig: Berechtigte Inkassoforderungen sollten niemals ignoriert oder gar im Papierkorb landen. Die Folgen wären kostspielig, so könnten ein gerichtlicher Mahnbescheid oder gar ein Vollstreckungsbescheid die Folgen sein. Es ist empfehlenswert, eintreffende Forderungsschreiben auf ihre Richtigkeit zu prüfen.

Es kam in der Vergangenheit häufiger zu unberechtigten Forderungen durch vermeintliche Inkassounternehmen, die mit weiteren Maßnahmen drohten. Betroffene Verbraucher haben die Möglichkeit, erhaltene Zahlungsaufforderungen selbst zu prüfen:



  • Sind folgende Angaben vorhanden? Firma des Auftraggebers, Forderungsgrund, Vertragsgegenstand und Datum des Vertragsschlusses?
  • Hat das Unternehmen seinen Sitz in Deutschland, aber die Bankverbindung weist ins Ausland?
  • Überhöhte Inkasso-Gebühren?
  • Ist der Inkassodienstleister in Deutschland (Überprüfbar auf rechtsdienstleistungsregister.de) registriert?



Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens EUROCLAIMS (Europäischer Inkasso Kommission) erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, schein unwahrscheinlich. Zahlen Sie nicht! Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.