Donnerstag, 18. Juli 2019

Ausstellerkatalog.de versendet Offerten an Messeaussteller

Uns liegt eine Offerte des Anbieters Ausstellerkatalog.de aus Bad Dürkheim vor, in der ein kostenpflichtiger Eintrag in einem Messeausstellerskatalog für nahezu 300 EUR beworben wird.

Titel: Ausstellerkatalog.de versendet Offerten an Messeaussteller

Angebote für Einträge in einem Messe-Ausstellerkatalog


Finden statt Suchen. So beschreiben die Betreiber der Webseite „Ausstellerkatalog.de“ ihre Dienstleistung. Besucher des Portals sollen demzufolge die Möglichkeit haben, Veranstaltungen, Messen, Veranstaltungsorte, Termine und Aussteller zu finden. Bei unserem Besuch auf der Seite war es möglich, sich bestimmte Messetermine darstellen zu lassen; wir wählten den Monat August 2019. Zwar wurden wichtige Messen wie u.a. die Gamescon (Köln) und die Cosmetica (Hannover) samt der Termine gezeigt, aber die Aussteller fehlten (Stand 18.07.2019).

Aussteller bzw. Veranstalter haben die Möglichkeit, sich an Ausstellerkatalog.de zu wenden, um dort dementsprechend zur passenden Messe aufgelistet zu werden. So zumindest in der Theorie. Praktisch erhielt jedoch eine Firma eine Offerte von „Ausstellerkatalog.de“, in der ein kostenpflichtiger „Eintrag im Messe-Ausstellerskatalog inkl. Verlinkung“ angeboten wird. Ein wichtiges aber entscheidendes Detail wurde auf dem Formular jedoch vergessen: das Wort „Offerte“. Somit ist es für Empfänger solcher unverbindlichen Angebote auf den ersten Blick nicht unbedingt ersichtlich, dass kein Vertragsverhältnis besteht.

Ein Blick in die AGB: So kommt ein Vertrag zustande


Gefordert wird ein Betrag in Höhe von knapp 300 EUR. Der Vertrag kam laut AGB zustande, wenn das durch den Empfänger ausgefüllte Auftragsformular über das Internet, per Telefax oder Post zugestellt wurde. Dieses Auftragsformular liegt uns leider nicht vor, dafür aber die Offerte, die auf den ersten Blick wie eine Rechnung wirkt. Da es sich aber um ein unverbindliches Angebot handelt, würde der dementsprechende Vertrag erst zustande kommen, wenn die Summe von knapp 300 EUR gezahlt werden würde.

Der Vertrag hätte laut AGB eine Mindestvertragslaufzeit einem Jahr. Wird er nicht gekündigt, verlängert er sich automatisch um die gleiche Laufzeit. Eine Messe ist oft eine turbulente Angelegenheit, in der vorab und auch im Nachhinein viel Chaos herrschen kann. Sollte in einem unachtsamen Moment ein solches Formular von einem Aussteller überwiesen werden, ohne auf ein bestehendes Vertragsverhältnis zu prüfen, könnten ein unerwünschter Vertrag die Folge sein. Gewerbetreibende haben einem B2B Geschäft kein Widerrufsrecht!

Scan: "Angebot" Ausstellerkatalog.de / Juli 2019
"Angebot" Ausstellerkatalog.de / Juli 2019


Erfahrungen mit „Ausstellerkatalog.de“


Uns liegt ein Schreiben vom Geschäftsführer der Seite „Ausstellerkatalog.de“ vor. Aus dem geht hervor, dass sein Portal in keinerlei Vertragsbeziehung zum betreffenden Messe-Veranstalter steht. Da auf dem Schreiben die Bezeichnung „Angebot“ bzw. „Offerte“ fehlte, wundert es scheinbar nicht, dass es „seitens der Empfänger zu Irritationen gekommen“ ist.

Ferner weist der Geschäftsführer darauf hin, dass es sich bei dem vorliegenden Schreiben um keine Rechnung handelt und dass daher keine Zahlungen zu tätigen seien.

Wichtig für Unternehmer, Selbständige und Freiberufler: das Kleingedruckte lesen. Oftmals erhalten besonders frisch eingetragene Unternehmer zahlreiche Offerten, die ein unverbindliches Angebot unterbreiten. Ist keine Dienstleistung dieser Art gewünscht, sollte dementsprechend gehandelt werden – insbesondere in Hinsicht auf das fehlende Widerrufsrecht.

Kontakt zu Verbraucherdienst


Haben Sie weitere Fragen zu den Offerten von Ausstellerkatalog.de? Über unsere Kontaktmöglichkeiten erhalten Sie erste allgemeine Informationen.

0201-176 790

oder per E-Mail:

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Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Freitag, 12. Juli 2019

E-Plus AG fordert für „DGZ 6-49 / Deutsche Gewinner Zentrale“

Uns wurde eine Zahlungsaufforderung von der Firma „E-Plus AG Forderungsmanagement & Inkasso Büro“ vorgelegt. Gefordert wird ein Betrag für die Teilnahme an einem oder mehreren Gewinnspielen. Wie seriös ist dieses Schreiben?

Beitrag: E-Plus AG fordert für „DGZ 6-49 / Deutsche Gewinner Zentrale“


Knapp 300 EUR für die Teilnahme an Gewinnspielen?


Derartige Schreiben sind im Zuge unserer Berichterstattung im Internet häufig thematisiert worden. So fordert eine Firma, die sich selbst als möglicher Inkassodienstleister beschreibt die Zahlung einer angeblich noch offenen Summe. Bei einem aktuell vorliegenden Forderung einer Firma namens „E-Plus AG Forderungsmanagement & Inkasso Büro“ ist dies auch der Fall. Die Firma gab als Adresse ein Business-Center in 10707 Berlin an und behauptet, dass der Empfänger sich telefonisch bei dem Dienstleistungsvertrag „DGZ 6-49 / Deutsche Gewinner Zentrale“ angemeldet haben soll.

Der Brief steckt voller Schreibfehler und verweist auf eine Kontoverbindung in Griechenland, auf die ein Betrag in Höhe von 298,46 EUR überwiesen werden soll. Zusätzlich ist dem Schreiben ein „Kündigungs-Formular“ beigefügt, mit dem das Abo bei „DGZ 6-49 / Deutsche Gewinner Zentrale“ gekündigt werden kann.

Scan: Mahnung E-Plus AG, Berlin / Seite 01 /  Juli 2019
Mahnung E-Plus AG, Berlin / Seite 01 /  Juli 2019

Scan: Mahnung E-Plus AG, Berlin / Seite 02 /  Juli 2019
Mahnung E-Plus AG, Berlin / Seite 02 /  Juli 2019


E-PLUS AG gibt sich als Mitglied im BDIU e.V. aus


Bei einer Nichtzahlung droht die Firma aus dem Virtual Office in Berlin mit zahlreichen Konsequenzen: Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid, Zwangsvollstreckung durch einen Gerichtsvollzieher etc. Da zum aktuellen Kenntnisstand kein Inkassodienstleister mit dem Namen E-Plus AG im deutschen Rechtsdienstleistungsregister registriert ist (Stand: 10.07.2019) eingetragen ist, könnte es sich folglich um leere Drohungen handeln.

Besonders irritierend scheint, dass sich das Unternehmen in ihrem Brief als Mitglied im Bundesverband Deutscher Inkassounternehmen e.V. ausgibt. Wie leider zu erwarten: auf der Liste der Mitglieder findet sich kein Unternehmen mit dem Namen. (Quelle: https://www.inkasso.de/mitgliederliste, Stand: 10.07.2019)

Woran kann man seriöse Inkassoforderungen erkennen?


Wichtig: Berechtigte Inkassoforderungen sollten niemals ignoriert oder gar im Papierkorb landen. Die Folgen wären kostspielig, so könnten ein gerichtlicher Mahnbescheid oder gar ein Vollstreckungsbescheid die Folgen sein. Es ist also zu empfehlen, solche Schreiben auf ihre Richtigkeit zu prüfen.

Nun ist es so, dass es in der Vergangenheit häufiger zu unberechtigten Forderungen durch vermeintliche Inkassounternehmen kam. Betroffene Verbraucher haben die Möglichkeit, erhaltene Zahlungsaufforderungen selbst zu prüfen:


  • Sind folgende Angaben vorhanden? Firma des Auftraggebers, Forderungsgrund, Vertragsgegenstand und Datum des Vertragsschlusses?
  • Hat das Unternehmen seinen Sitz in Deutschland, aber die Bankverbindung weist ins Ausland?
  • Überhöhte Inkasso-Gebühren?
  • Ist der Inkassodienstleister in Deutschland (Überprüfbar auf rechtsdienstleistungsregister.de) registriert?


Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens E-Plus AG erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, kann jedoch nicht hundertprozentig belegt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

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Mittwoch, 10. Juli 2019

Über „Das Blaue Branchenbuch“ der MM Access AG

Es meldete sich eine Gewerbetreibende telefonisch bei uns, um kurz ihre Erfahrungen mit „Das Blaue Branchenbuch“ zu schildern. Laut ihrer Aussage wurde sie von einem Mitarbeiter angerufen, um Ihr mitzuteilen, dass ein Vertrag auslaufen würde und sie diesen nun verlängern müsste.

Beitrag: Über „Das Blaue Branchenbuch“ der MM Access AG

Das Blaue Branchenbuch: Wie kommen kostenpflichtige Firmeneinträge zustande?


Einen Zahnarzt in der Nähe finden? Oder wird dringend ein Klempner benötigt? Zu diesem Zweck nutzen einige Verbraucher online angebotene Branchenverzeichnisse. Bekannte Branchenbücher wie u.a. „Die Gelben Seiten“ liefern mühelos die gewünschten Informationen, welche durch Gewerbetreibende übermittelt werden können. Aber es gibt auch weniger bekannte Anbieter, die ihre Kunden unter anderem telefonisch gewinnen wollen. Wir berichteten schon zahlreich über diverse Gewerbeverzeichnisse, die Selbständige, Unternehmer und Freiberufler kontaktieren, um Verträge für einen kostenpflichtigen Firmeneintrag abzuschließen.

Vor kurzem berichtete uns Gewerbetreibende, dass sie durch eine Berliner Telefonnummer kontaktiert wurde. Der Mitarbeiter am anderen Ende gab laut der Gewerbetreibenden an, dass die Anrufer „mit Google zusammen arbeiten würde“ und es insgesamt um die Google-Präsenz der Angerufenen gehen würde. Uns gegenüber gab sie an, dass sie zwar beim Datenabgleich (Beispiel: „Sind Sie Frau xxxx, Geschäftsführerin der xxxxx?“) mit „Ja“ beantwortet haben soll, aber laut eigener Aussage keinerlei Verträgen zustimmte. Außerdem wurde uns durch die Gewerbetreibende mitgeteilt, dass beim Gespräch von der Seite „Das Blaue Branchenbuch“ die Rede war.

Betreiber ist eine Firma namens MM Access AG


Wir schauten uns die Webseite dasblauebranchenbuch.de an und mussten feststellen, dass dort aktuell keine Inhalte verfügbar sind. (Stand 10.07.2019). Somit können zahlreiche Informationen wie unter anderem das Impressum, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder die angebotenen Dienstleistungen beurteilt werden. Unsere Recherchen ergaben, dass das Branchenverzeichnis von einer Firma namens MM Access AG aus der Schweiz betrieben wird.

Laut unserer Erfahrungen mit Anbietern von digitalen Branchenbüchern im Internet können solche Firmeneinträge für Gewerbetreibenden zu hohen Kosten führen. So gab es in der Vergangenheit vergleichbare Angebote von Branchenbuch-Anbietern, in denen „Premiumeinträge“ mit einer Laufzeit von 12 Monaten bis zu 799,00 EUR kosten können.

Da die MM Access AG derzeit kein nutzbares Angebot präsentiert, stellt sich die Frage, ob und wie Einträge in „Das Blaue Branchenbuch“ dargestellt werden.

Haben Sie Erfahrungen mit MM Access AG oder „Das Blaue Branchenbuch“?


Haben Sie auch Erfahrungen mit Firmeneinträgen auf dasblauebranchenbuch.de der Firma MM Access AG aus der Schweiz? Sollen Sie als Gewerbetreibender hohe Kosten für einen Branchenbucheintrag zahlen?

Wir bieten Unternehmern, Freiberuflern und Selbständigen erste allgemeine Informationen und Hilfe bei diesem Thema. Auch Gewerbetreibende aus Österreich und der Schweiz können sich gerne an uns wenden. Nutzen Sie die unten aufgeführten Kontaktdaten:

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Montag, 1. Juli 2019

„Service für Erwachsene“ - Telefonrechnungen aus der Tschechei im Umlauf

Derzeit erhalten viele Verbraucher Rechnungen für einen sogenannten „Service für Erwachsene“ - sprich für Telefonsex. Angeblich soll die Empfänger diese Dienstleistung genutzt haben und sollen nun einen Betrag in Höhe von 90,00 EUR auf ein Konto in der Tschechei einzahlen.


Armex, Kawora, Werso oder Madaco – so heißen die Absender der dubiosen Rechnungen


Sie heißen Madaco, Werso, Kawora oder Armex und haben dennoch eine Sache gemeinsam: sie alle fordern die Zahlung von 90,00 EUR, weil angeblich ein kostenpflichtiger „Service für Erwachsene“ genutzt wurde. Zu diesem Zweck zeigen die Rechnungen das jeweilige Datum, wann diese Dienstleistung in Anspruch genommen worden sein soll. Zusätzlich wird pro Schreiben eine Uhrzeit und sogar eine Telefonnummer genannt, die dafür gebraucht worden sein soll. Jedoch wird verschwiegen, wie lange der Empfänger telefoniert haben soll – stattdessen sollen 90,00 EUR innerhalb von acht Tagen überwiesen werden.

Es gibt mehrere Absender dieser Telefonrechnungen, die auch allesamt unterschiedliche Bankverbindungen für die geforderte Überweisung aufweisen. Diese Konten befinden sich jedoch allesamt in der Tschechei.

Scan: Telefonrechnung Armex / Juni 2019
Telefonrechnung Armex / Juni 2019

Soll eine erhaltene Rechnung bezahlt werden?


Auch wenn die jeweiligen Rechnungen auf den ersten Blick nicht unbedingt unseriös wirken, sollten sämtliche Forderungen auf Herz und Nieren geprüft werden. Sollten Sie als Empfänger eines solchen Schreibens keinerlei Dienstleistungen wie einen „Service für Erwachsene“ in Anspruch genommen haben, sollten Sie die Rechnung nicht zahlen.

Es gibt Indizien, welche die Rechnungen der genannten Firmen fragwürdig erscheinen lassen: so fehlen unter anderem die Anrede, eine vollständige Absenderadresse und die Nummer bzw. der Anbieter, die angeblich angerufen wurde. Bei telefonischen Dienstleistungen von Erotikanbietern sind ohnehin nur die anfallenden Verbindungskosten zu zahlen. Bereits 2018 gab eine Reihe von ähnlichen Rechnungen, über die auch die Verbraucherzentrale berichtete: „Ist eine Verbindung zum Erotikanbieter zustande gekommen, sind lediglich die Verbindungskosten zu bezahlen. Ein weiteres Entgelt muss nur dann beglichen werden, wenn ein Vertrag abgeschlossen wurde und Anrufer und Angerufener vorher einen Preis für das Erotiktelefonat vereinbart haben.“ Quelle: https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/pressemeldungen/vertraege-reklamation/vorsicht-bei-forderungen-fuer-telefonsex-von-werso-und-co-27074

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Haben Sie weitere Fragen zu den Telefonrechnungen aus der Tschechei? Über unsere Kontaktmöglichkeiten erhalten Sie erste allgemeine Informationen.

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Dienstag, 25. Juni 2019

European Domains & Trademarks: Vorsicht vor Rechnungen

Haben Sie eine Webseite geschaltet und eine E-Mail oder gar Rechnung von dem Absender „European Domains & Trademarks“ erhalten? Dort wird die Zahlung für die Registrierung eines Domainnamens gefordert. Wir warnen Empfänger solcher Schreiben davor, die Summe zu zahlen.

Beitrag: European Domains & Trademarks: Vorsicht vor Rechnungen

Infos über European Domains & Trademarks aus Brüssel


In der Rue de Grand Bigard 14 in 1082 Brüssel besteht die Möglichkeit, sich ein virtuelles Büro zu mieten, wie es scheinbar auch das Unternehmen European Domains & Trademarks umgesetzt haben. Von der Adresse aus werden Rechnungen für die Registrierung einen Domainnamens an die jeweiligen Domainbesitzer versandt. Für einen Zeitraum von 10 Jahren wird vom Empfänger der Rechnung die Zahlung einer Summe in Höhe von 197,50 EUR verlangt.

Uns liegt eine dementsprechende Rechnung vor, die uns ein angeschriebener Seitenbetreiber freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. er schreibt, dass er eine .COM Domain reserviert und bezahlte – aber erhielt darüber hinaus eine weitere Rechnung.

Scan: Rechnung European Domains & Trademarks / Mai 2019
Rechnung European Domains & Trademarks / Mai 2019


Es könnte sein, dass der Betroffene zuvor Kontakt mit der „European Trademarks & Domains“ aus Berlin hatte, die vom Namen her leicht mit der „European Domains & Trademarks“ zu verwechseln sind. Beide Unternehmen versandten laut unseren Informationen Mails mit der Aufforderung, eine Summe von rund 200 EUR für die Registrierung einer Webseite zu zahlen.

Zahlen Sie nicht!


Auch wenn die genannte Webseite in den Rechnungen möglicherweise tatsächlich vom Angeschriebenen angemeldet wurde: zahlen Sie diese Summe nicht. Es gibt mehrere Hinweise darauf, dass es ich hierbei um keine seriöse Forderung handelt.

Die Macher der E-Mail und Betreiber der jeweiligen Homepages versuchen den Eindruck zu erwecken, dass die Forderung von einer offiziellen Behörde stammt. Manchmal werden Symbole wie ein Bundesadler genutzt, um den Eindruck zu verstärken. Die bisher in den Rechnungen auftauchenden Domains enden auf „.com“ – keine deutsche Behörde verwendet diese Endung, in der Regel wäre „.de“ zu lesen. Auf den Websites der Versender fehlt das verpflichtende Impressum. In Kombination mit dem Virtual Office verstärkt dies den Eindruck, dass es sich hierbei um Abzocke handeln könnte.

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Haben Sie weitere Fragen zu der European Domains & Trademarks und/oder haben eine Rechnung? Über unsere Kontaktmöglichkeiten erhalten Sie erste allgemeine Informationen.

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Montag, 24. Juni 2019

Mediendienstportal.de – Neues Branchenverzeichnis der I.K. Mediendienst GmbH?

Neues von der I.K. Mediendienst GmbH aus Köln. Wir berichteten bereits mehrfach über das Geschäftsgebaren der Firma, die aktuell laut eines Gewerbetreibenden erneut in Erscheinung traten. Scheinbar rief ein Mitarbeiter der I.K. Mediendienst GmbH einen Unternehmer an, weil die Kündigung einer Anzeige bestätigt werden soll. Dabei wurde laut des Gewerbetreibenden keine Anzeige geschaltet.

Titel: Mediendienstportal.de – Neues Branchenverzeichnis der I.K. Mediendienst GmbH?

Mehrere Anrufe durch einen Mitarbeiter der I.K. Mediendienst GmbH?


In einer Mail berichtet ein betroffener Gewerbetreibender über seine Erfahrungen mit der I.K. Mediendienst GmbH. Er schreibt, dass er wiederholt angerufen wurde und dass laut des Anrufers eine Anzeige gekündigt wurde. Dazu wäre noch eine schriftliche Bestätigung nötig. Angeblich war die Anzeige kostenlos und es soll auch ein „schriftlicher Bescheid“ durch den Gewerbetreibenden notwendig gewesen sein, um die Anzeige überhaupt einzustellen. Der Gewerbetreibende schreibt abschließend, dass keine Anzeige geschaltet wurde.

Offerte für einen kostenpflichtigen Branchenbucheintrag


Zusätzlich wurde uns ein Dokument von der I.K. Mediendienst GmbH übermittelt. Dabei handelt es sich um eine Offerte für einen Eintrag in dem Branchenverzeichnis mov-portal.de. Über dieses Portal berichteten wir bereits in einem anderen Beitrag. Zuvor sollte diese Offerte unterzeichnet an eine Faxnummer zurückgeschickt werden, doch mittlerweile wurde diese durch eine E-Mail-Adresse ersetzt, die auf die Webseite mediendienstportal.de verweist. Aktuell ist die Seite noch im Aufbau (Stand: 24.06.2019), von daher ist derzeit nicht bestimmbar, ob es sich auch wirklich um ein Branchenverzeichnis handelt.

Scan: Offerte I.K. Mediendienst / Mai 2019
Offerte I.K. Mediendienst / Juni 2019


Rücksendung kann zu Vertrag führen


Auf dem vorliegenden Formular wird einleitend darauf hingewiesen, dass der Kunde sich „heute per Telefon/Fax/E-Mail an die Fa. Medien-Online gewandt“ hätte. Mit der Rücksendung dieses unterschriebenen Formulars würde ein Gewerbetreibender diese Aussage bestätigen und einen Auftrag für einen kostenpflichtigen Firmeneintrag auf mov-portal.de bestätigen. Durch den Gewerbetreibenden wurde uns berichtet, dass es umgekehrt verlaufen sein soll. Dass sich ein Mitarbeiter der I.K. Mediendienst GmbH telefonisch bei dem Gewerbetreibenden gemeldet haben soll.

Die Preise für einen Eintrag haben sich nicht verändert: Grundpreis: 399 EUR, Einstellungs- und Pflegekosten: 299 EUR sowie die Graf. Gestaltung: 199 EUR. Als besondere Vereinbarung ist schriftlich festgehalten, dass der Vertrag automatisch ausläuft. Die Laufzeit beträgt laut dem Formular drei Jahre. Gewerbetreibende, die das Formular an das „Mediendienstportal.de“ oder I.K. Mediendienst GmbH zurück mailen, bestellen somit einen teuren Branchenbucheintrag, dessen Nutzen nicht einzuschätzen ist. Des Weiteren haben Unternehmer bei solchen B2B Geschäften kein Widerrufsrecht!

Hilfe bei mediendienstportal.de oder I.K. Mediendienst GmbH


Haben Sie auch Erfahrungen mit Firmeneinträgen auf mediendienstportal.de der Firma I.K. Mediendienst GmbH? Sollen Sie als Gewerbetreibender hohe Kosten für einen Branchenbucheintrag zahlen?

Wir bieten Unternehmern, Freiberuflern und Selbständigen erste allgemeine Informationen und Hilfe bei diesem Thema. Auch Gewerbetreibende aus Österreich und der Schweiz können sich gerne an uns wenden. Nutzen Sie die unten aufgeführten Kontaktdaten:

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Mittwoch, 19. Juni 2019

RA Sebastian Kipke fordert für Webbilling AG

In einer vorliegenden Zahlungsaufforderung durch RA Sebastian Kipke wird die Zahlung einer offenen Summe in Höhe von 111,65 EUR gefordert. Auftragsgeber ist die Webbilling AG, eine Zahlungsdienstleister aus der Schweiz.

Titel: RA Sebastian Kipke fordert für Webbilling AG

„Sofortdates69.com“: Offene Beträge werden eingefordert


Eine Firma namens Boranu Online B.V. betreibt das Dating-Portal „Sofortdates69.com“, auf der interessierte Besucher sich zwar kostenlos registrieren können, aber bei der Nutzung von bestimmten Dienstleistungen dennoch Kosten entstehen können. In den AGB steht: Boranu Online B.V. kann die Zahlung für kostenpflichtige Dienste über einen von Boranu beauftragten externen Dienstleister abwickeln lassen. Dieser Dienstleister scheint in diesem Fall die Webbilling AG zu sein.

Scheinbar konnte eine genutzte Dienstleistung (Hauptforderung 59,90 EUR) durch die Webbilling AG nicht verrechnet werden, sodass weiterhin offene Kosten bestehen. Zu diesem Zweck beauftragte Webbilling AG den Hamburger Rechtsanwalt Sebastian Kipke, der erneut zur Zahlung auffordert.

Das steht in dem Schreiben von Rechtsanwalt Sebastian Kipke


RA Kipke schreibt, dass er die Zahlung von insgesamt 111,65 EUR fordert, da bisher kein Zahlungseingang festgestellt werden konnte. Dieser Betrag setzt sich aus der Hauptforderung, sowie der Geschäftsgebühr, der Auslagenpauschale, der Mahngebühr etc. zusammen. Sollte weiterhin keine Zahlung erfolgen, so droht RA Sebastian Kipke mit der Einleitung eines Gerichtsverfahrens. Dadurch würden noch weitere Kosten auf den Empfänger der Forderung zukommen.

„Sie sind nicht der richtige Empfänger?“ In der Zahlungsaufforderung wird dem Empfänger ein Internet-Link vorgeschlagen, hinter dem sich weitere Informationen befinden. Dort ist erneut der Hinweis zu lesen, dass möglicherweise ein kostenpflichtiger Vertrag über Waren, Dienstleistungen, Spiele oder ähnliches im Internet abgeschlossen wurde, was einen Anspruch berechtigen würde.

Hilfe bei RA Sebastian Kipke und Webbilling AG


Haben Sie auch Erfahrungen mit der Webbilling AG und/oder haben eine überraschende Rechnung für die Nutzung eines Online-Portals erhalten? Oder haben Sie gar schon eine Zahlungsaufforderung durch ein Inkasso-Unternehmen oder durch Rechtsanwalt Sebastian Kipke erhalten? Über unsere Kontaktmöglichkeiten erhalten Sie erste allgemeine Informationen.

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Brandes Rechtsanwälte fordern für Webbilling AG

Für den Auftraggeber Webbilling AG, ein Zahlungsdienstleister für kostenpflichtige Unterhaltungs- und Warenangebote im Internet, fordert die Kanzlei Brandes Rechtsanwälte die Zahlung einer offenen Forderung.

Titel:   Brandes Rechtsanwälte fordern für Webbilling AG

RA Brandes fordert: offene Rechnung aus einem Online-Vertrag?


In Hamburg hat die Kanzlei Brandes ihren Sitz, die sich selbst als „exzellent vernetzte Boutique-Kanzlei“ beschreibt. RA Matthias Brandes ist laut eigener Aussage auf die Gebiete Forderungsbeitreibung und Zwangsvollstreckung spezialisiert. Eine solche Zahlungsaufforderung liegt uns derzeit vor. Im Auftrag der Firma Webbilling AG fordert RA Brandes die Zahlung einer noch offenen Rechnung. Die Webbilling AG ist laut des Schreibens eine „Zahlungsabwicklerin für entgeltliche Unterhaltungs- und Warenangebote im Internet“. Dem Empfänger der Forderung wird vorgeworfen, sich Ende April diesen Jahres mit den persönlichen Daten ein dementsprechendes Angebot angenommen zu haben. Es wird durch die Kanzlei keine zugehörige Rechnungs- und Kundennummer genannt, sondern ausschließlich eine E-Mail Adresse, die dem Empfänger der Forderung zuzuordnen sein soll.

Fand eine Anmeldung auf einem Dating-Portal statt?


Die Webbilling AG hat laut unseren Informationen ihren Sitz in Würlingen in der Schweiz. Uns ist bekannt, dass noch andere Rechtsanwälte für die Webbilling AG unter Umständen offene Kosten beitreiben – dort wird u.a. geschrieben, dass eine Anmeldung auf dem Dating-Portal „sofortdates59.com“ erfolgt sein soll. Demzufolge besteht die Möglichkeit, dass die zu zahlende Summe der vorliegenden Forderung der Brandes Rechtsanwälte auf einer Anmeldung auf einem Dating-Portal beruht. Leider ist es anhand der Forderung nicht ersichtlich, welches „Unterhaltungs- und Warenangebot“ der Empfänger online genutzt haben soll.

RA Brandes fordert in dem Schreien die Zahlung einer Summe in Höhe von 89,71 EUR. Sollte eine Zahlung ausbleiben, könnte ein gerichtliches Mahnverfahren die Folge sein.

Hilfe bei Brandes Rechtsanwälte und Webbilling AG


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Freitag, 14. Juni 2019

Über die Portale der D.I.E. GmbH – ehemals Ideo Labs GmbH

Verbraucherdienst berichtete bereits mehrfach über den möglichen Abschluss eines Abos auf einem der zahlreichen Dating-Portale der Ideo Labs GmbH. Mittlerweile ist die Firma aus Monheim unter einen neuen Namen bekannt: D.I.E. GmbH.

Titel: Über die Portale der D.I.E. GmbH – ehemals Ideo Labs GmbH

D.I.E. GmbH: Kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaften als Abo


Digital Interactive Experiences – dafür stehen die Initialen D.I.E. der Firma aus Monheim. Auf ihren vielen Internetportalen zum Thema Dating besteht für Besucher die Möglichkeit, sich kostenlos zu registrieren. Zu diesem Zweck müssen Angaben wie Geschlecht und E-Mailadresse eingegeben sowie ein Häkchen bei dem Feld „Ich akzeptiere die AGB & Datenschutzbestimmungen“ setzen.

Wie bei allen Internetverträgen ist es sinnvoll, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen vorab zu lesen. Dort erfahren Besucher der Seite, dass es nach der kostenlosen Anmeldung zu einer kostenpflichtigen Premium-Mitgliedschaft auf dem jeweiligen Portal kommen kann. Uns liegen mehrere Zahlungsaufforderungen von der D.I.E. GmbH als E-Mail vor, in denen scheinbar noch offene Mitgliedsbeiträge eingefordert werden.

Forderung des Mitgliedsbeitrags in Höhe von 89,90 EUR


In einer vorliegenden Mail der D.I.E. GmbH schreibt die Monheimer Firma, dass bislang auf vorherige Mahnungen nicht reagiert wurde und somit der Mitgliedsbeitrag einer kostenpflichtigen Premium-Mitgliedschaft weiterhin ausstehen würde. Es wurden laut der Mail die persönlichen Daten sowie die IP Adresse des Anschlusses gespeichert, somit habe sich der Besucher nach Anerkennung der AGB dem Vertragsabschluss zugestimmt.

Gefordert wird ein Betrag in Höhe von 89,90 EUR zuzüglich 10,00 EUR, zahlbar innerhalb einer Woche. Sollte eine Zahlung weiterhin ausbleiben, so droht das Unternehmen mit weiteren gerichtlichen Schritten.

Liste der bekannten Dating-Portale


Die D.I.E. GmbH aus Monheim betreibt zahlreiche Portale, die sich hauptsächlich auf das Thema „Casual Dating“ berufen. Folgende Webseiten sind uns derzeit bekannt (Stand 13.06.2019)


  • 4.dating
  • 6.dating
  • c.dating
  • s.dating
  • click-and-date.de
  • dateformore.de
  • just-date.de
  • flirt-lounge.com
  • flirtdate18.com
  • daily-date.de
  • million-dates.com
  • daily.dating
  • flirtygirls.de
  • lol-date.de
  • now-date.de
  • mega.date
  • wow-date.de
  • wowdate.de
  • only-dates.de

Letzte Mahnung via Email


Uns liegt eine aktuelle Mahnung der D.I.E. GmbH vor, die via E-Mail versandt wurde. So schreibt die Firma, dass auf bisherige Mahnungen nicht reagiert wurde und somit weiterhin der Mitgliedsbeitrag für die Nutzung des Portals S.Dating ausstehen soll. Letztmalig wird der Empfänger zur Zahlung aufgefordert. Wird der Betrag nicht innerhalb einer gewissen Frist beglichen, droht die Eröffnung eines gerichtlichen Mahnverfahrens.

Scan: Letzte Mahnung via E-Mail / D.I.E. GmbH / Mai 2019
Letzte Mahnung via E-Mail / D.I.E. GmbH / Mai 2019


Hilfe bei D.I.E. GmbH und Abos bei Dating-Portalen


Haben Sie auch Erfahrungen mit der D.I.E. GmbH und/oder haben eine überraschende Rechnung für die Nutzung eines Dating-Portals erhalten? Oder haben Sie gar schon eine Zahlungsaufforderung durch ein Inkasso-Unternehmen erhalten? Über unsere Kontaktmöglichkeiten erhalten Sie erste allgemeine Informationen.

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Mittwoch, 12. Juni 2019

Offerte von MS DESIGN 4U REKLAM aus Karabağlar

Ein Gewerbetreibender legte uns eine aktuelle Offerte der Firma MS DESIGN 4U REKLAM vor. Es handelt sich hierbei scheinbar um die Veröffentlichung einer Werbeanzeige in einem Werbeobjekt mit der Bezeichnung „Allgemeine Bürgerinfo“. Offensichtlich versandte diese Firma dieses Dokument via Fax und wies im Text darauf hin, dass eine kostenpflichtige Anzeige gedruckt werden soll. Wie sollten Gewerbetreibende auf eine solche Mail reagieren?

Titel: Offerte von MS DESIGN 4U REKLAM aus Karabağlar

Gewerbetreibende aufgepasst: Kein Datenabgleich, sondern Neuauftrag


Selbständige, Unternehmer und Freiberufler könnte ein Fax der MS Design 4U Reklam erreichen, die sich mittels einer Fax-Offerte neue Aufträge sichern möchte. Das besagte Unternehmen hat seinen Sitz in Hizmetleri, 9209/1 Sok. No.7 Karabağlar in der Türkei. Bei dem Formular handelt es sich um einen Neuauftrag für eine Werbeanzeige „gemäß der verbindlichen Textvorlage in der vereinbarten Anzeigengröße“ in dem angeblich ebenfalls bekannten Werbeobjekt „Allgemeine Bürgerinfo“ kostenpflichtig abzudrucken. Zu diesem Zweck wird in dem Formular eine Werbeanzeige des Empfängers präsentiert, die wir aus datenschutzrechtlichen Gründen für diese Veröffentlichung entfernten. Sollte dieses Formular unterschrieben an die MS DESIGN 4U REKLAM via Fax zurück gesandt werden, wird ein neuer Vertrag geschlossen.

Hohe Kosten für eine Werbeanzeige im Werbeobjekt „Allgemeine Büroinfo“


Vertragsgegenstand ist eine Werbeanzeige in einem Werbeobjekt, welches laut des Formulars durch die Deutsche Post AG in dem „vertraglich vereinbarten Verteilungsgebiet“ ausgeliefert werden soll. Empfänger der Offerte werden nicht über wichtige Bedingungen der Anzeige informiert, sondern nur geringfügig in Kenntnis gesetzt. So ist von einer Auflagenstärke von „mind. 1.000 Stück pro Ausgabe die Regel“ und das sie „in einem Rhythmus von ca. 4 Monaten“ aufgelegt werden. Der genaue Raum der Verteilung wird mit der Nennung der PLZ vereinfacht.

Sollte sich ein Gewerbetreibender trotz der wenigen Informationen dennoch für eine Werbeanzeige in der „Allgemeinen Bürgerinfo“ der MS DESIGN 4U REKLAM entscheiden, würde der Anzeigenvertrag eine Laufzeit von einem Jahr haben und insgesamt drei Ausgaben des Werbeobjekts beinhalten. Sollte der Vertrag nicht drei Monate vor Ende gekündigt werden, so verlängert er sich um ein weiteres Jahr.

Scan: Offerte MS Design 4U Reklam / Mai 2019
Offerte MS Design 4U Reklam / Mai 2019


Die Kosten für eine geschaltete Anzeige: ein Anzeigenfeld kostet 399,00 EUR. Hinzu kommt eine Satzpauschale 198,00 EUR, eine Farbpauschale 149,00 EUR und die Versandkosten in Höhe von 25,00 EUR. Hinzu kommt die Mehrwertsteuer. Hohe Kosten für eine Werbeanzeige in einem Folder, über dessen Verteilung und Werbeerfolg möglicherweise wenig bis keine Informationen vorliegen.

Hilfe bei MS DESIGN 4U REKLAM


Sind Sie Unternehmer, Freiberufler oder selbständig und haben eine Nachricht von MS DESIGN 4U REKLAM erhalten? Oder haben Sie gar das Dokument ausgefüllt zurückgesandt Gewerbetreibende erhalten bei uns erste Informationen. Nutzen Sie zu diesem Zweck unsere Kontaktmöglichkeiten:

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Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

ARP Marketing Verlag SL: Offerte „Bürgerinformation für die Region Franfurt“

Uns wurde eine Offerte der Firma ARP Marketing Verlag SL aus Spanien vorgelegt, die für kostenpflichtige Werbeanzeigen für eine sogenannte „Bürgerinformation für die Region Frankfurt“ wirbt. Für insgesamt vier Auflagen einer Anzeige soll der Empfänger die hohen Kosten tragen, sofern der Anzeigenauftrag zurückgesandt wird.

Titel: ARP Marketing Verlag SL: Offerte „Bürgerinformation für die Region Franfurt“

Hohe Kosten für eine Anzeige im „Bürgerinformationsfolder“


Wir berichteten bereits zahlreich über diese Art von Offerten, die an Selbständige, Unternehmer und Freiberufler verschickt werden. Meist geht es um Einträge in eher unbekannte Branchenbücher oder die Veröffentlichung der Firmendaten in einer via Internet zugänglichen Datenbank.

Häufig wenden sich Gewerbetreibende aber auch mit Offerten für Werbeanzeigen an uns, die in kaum erläuterten „Druckobjekten“ erscheinen sollen. So auch in dem Fall des Schreibens der ARP Marketing Verlag SL mit Sitz in Urb. Cala. Blanca 81, 03730 Javea, Spanien. Diese Firma verschickte eine Offerte bzw. einen Anzeigenauftrag für die Veröffentlichung der Firmendaten in einer „Bürgerinformation für die Region Frankfurt“. In der Hektik des geschäftlichen Alltags kann ein solches Schreiben nicht aufmerksam unterzeichnet werden, sodass die Überraschung umso größer ist, sofern kurz darauf eine hohe Rechnung im Postfach landet. Durch die Unterschrift und das Zurückschicken an die ARP Marketing Verlag SL scheint ein Anzeigenvertrag entstanden zu sein.

Kein Widerrufsrecht für Gewerbetreibende


Freiberufler und Betreiber eines Gewerbes, die aktuell eine Offerte von ARP Marketing Verlag SL erhalten haben, sollten dies ganz genau prüfen. Häufig bleiben bei Anzeigen in sogenannten „Bürgerinformationsfoldern“ etliche Fragen offen wie z.B. wie und in welcher Höhe so eine „Bürgerinfo“ vertrieben wird. Zwar ist ein Postleitzahlenbereich angegeben und eine Gesamtauflage (2.000 Exemplare, 25 Stück pro Auslagestelle), aber ein Ansichtsexemplar und dergleichen fehlen. Auch ist die Frage ungeklärt, ob dieses Werbeprodukt überhaupt genügend potenzielle Kunden erreichen könnte.

Scan: Offerte ARP Marketing Verlag SL / Juni 2019
Offerte ARP Marketing Verlag SL / Juni 2019


Die Kosten für eine geschaltete Anzeige: ein Anzeigenfeld kostet 299,00 EUR. Hinzu kommt eine Satzpauschale 119,00 EUR, eine Farbpauschale 49,00 EUR und die Versandkosten in Höhe von 29,00 EUR. Hinzu kommt die Mehrwertsteuer. Insgesamt sollen vier Auflagen erscheinen, das bedeutet, es kommt bei Vertragsabschluss auf den Gewerbetreibenden eine Rechnung von mindestens 1984,00 EUR zu. Der Vertrag verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, sofern nicht drei Monate vor Vertragsablauf fristgerecht gekündigt wird. Wichtig für Gewerbetreibende: Bei B2B Geschäften gibt es kein Widerrufsrecht.

Hilfe bei ARP Marketing Verlag SL


Sind Sie Unternehmer, Freiberufler oder selbständig und haben eine Nachricht von ARP Marketing Verlag SL erhalten? Oder haben Sie gar das Dokument ausgefüllt zurückgesandt Gewerbetreibende erhalten bei uns erste Informationen. Nutzen Sie zu diesem Zweck unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

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Donnerstag, 6. Juni 2019

Europe Finance Inkasso droht mit Zwangsvollstreckung

Aktuell erreichen uns auffallend viele Benachrichtigungen von betroffenen Verbrauchern, die eine Zahlungsaufforderung im Briefkasten vorfanden, die sie sich nicht erklären können. Bekannt sind uns u.a. Schreiben der "E.S. Company" und "E.B. Inkasso", über die wir in diesem Blog bereits berichteten. Nun liegt eine neue vor: Europe Finance Inkasso fordert ebenfalls für angeblich noch offene Posten aus Gewinnspielen die Zahlung von beinahe 300 EUR.

Titel: Europe Finance Inkasso droht mit Zwangsvollstreckung

Ankündigung einer Zwangsvollstreckung


Auch die Europe Finance Inkasso teilt mit, dass sich „in der Bundesrepublik Deutschland mehrere Klagen von verschiedenen Gewinn- und Zeitschriftenverlagen gesammelt haben“ sollen. Genannt werden hier u.a. EuroMillions, Europlus69 und Jackpot AG. Diese sollen sämtliche in Verzug befindliche Zahlungen ihrer Kunden an die Absender abgetreten haben. Europe Finance Inkasso hat laut Briefkopf ihren Sitz in Duisburg. Die angegebene Handelsregisternummer (siehe Bild) führt zu keinem Ergebnis. Auch die Adresse, die wir dem Schreiben entnommen haben, führt zu anderen Unternehmen. Handelt es sich somit hierbei um eine seriöse Forderung?

Europe Finance Inkasso ist nicht im Rechtsdienstleistungsregister gelistet


Verbraucher, die eine Forderung der Europe Finance Inkasso erhalten, fragen sich möglicherweise berechtigt: ist diese Zahlungsaufforderung seriös? Zum aktuellen Stand (06.06.2019) ist kein Unternehmen mit diesem Namen im offiziellen Rechtsdienstleistungsregister gelistet. Interessierte Verbraucher können dies selbst auf dem offiziellen Portal rechtsdienstleistungsregister.de überprüfen. Somit ist die Europe Finance Inkasso nicht berechtigt in Deutschland Inkassodienstleistungen anzubieten oder durchzuführen.

Scan: Europe Finance Inkasso Forderung / Juni 2019
Europe Finance Inkasso Forderung / Juni 2019

Aus Bottrop kommt ein ähnliches Schreiben


Zum Verwechseln ähnlich ist ein ebenfalls uns zugestelltes Schreiben einer "Finance Inkasso" aus Bottrop. Vom Inhalt her nahezu identisch soll auch hier ein Betrag in Höhe von 290,00 EUR auf ein Konto in Litauen überwiesen werden.

Scan: Finance Inkasso Forderung / Juni 2019
Finance Inkasso Forderung / Juni 2019


Wie sollte man auf so eine Forderung reagieren?


Wichtig: Berechtigte Inkassoforderungen sollten niemals ignoriert oder gar im Papierkorb landen. Die Folgen wären kostspielig, so könnten ein gerichtlicher Mahnbescheid oder gar ein Vollstreckungsbescheid die Folgen sein. Es ist also zu empfehlen, solche Schreiben auf ihre Richtigkeit zu prüfen.

Nun ist es so, dass es in der Vergangenheit häufiger zu unberechtigten Forderungen durch vermeintliche Inkassounternehmen kam. Betroffene Verbraucher haben die Möglichkeit, erhaltene Zahlungsaufforderungen selbst zu prüfen:


  • Sind folgende Angaben vorhanden? Firma des Auftraggebers, Forderungsgrund, Vertragsgegenstand und Datum des Vertragsschlusses?
  • Hat das Unternehmen seinen Sitz in Deutschland, aber die Bankverbindung weist ins Ausland?
  • Überhöhte Inkasso-Gebühren?
  • Ist der Inkassodienstleister in Deutschland (Überprüfbar auf rechtsdienstleistungsregister.de) registriert?


Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens Europe Finance Inkasso erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, kann jedoch nicht hundertprozentig belegt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dienstag, 4. Juni 2019

Rechtsanwalt Dr. Michael Kunt meldet sich mit "FED INKASSO AG" zurück

Erst vor wenigen Wochen berichteten wir auf diesem Blog über Zahlungsaufforderungen der "Plus Expert Inkasso". Diese Briefe wurden seinerzeit von einem "Dr. Michael Kunt" unterzeichnet, der laut Briefkopf ein Rechtsanwalt sein. Mittlerweile liegt eine neue Forderung vor, die inhaltlich große Ähnlichkeiten aufweist: eine Forderung von einer "FED INKASSO AG".

Titel:   Rechtsanwalt Dr. Michael Kunt meldet sich mit "FED INKASSO AG" zurück

Fed Inkasso AG fordert für "Deutsche Gewinner Zentrale"


In der ersten Maihälfte 2019 berichteten wir Schreiben einer "Plus Expert Inkasso", in der noch offene Forderungen aus angeblichen Dienstleistungsverträgen der "TOP 100 GEWINNSPIELE / EUROJACKPOT 49" bestehen sollen. Auch die Verbraucherzentrale Niedersachsen berichtete in einem kurzen Beitrag, dass besagte Plus Expert Inkasso bei einer Verbraucherin aus Celle rund 280 Euro geltend machen wollte. Im Rechtsdienstleistungsregister war diese Firma zum Veröffentlichungszeitpunkt nicht zu finden. Nun ist ein neues Schreiben im Umlauf. Dr. Michael Kunt ist erneut tätig und fordert, doch dieses Mal für eine "FED INKASSO AG".

Erneut ist eine Adresse in Düsseldorf angegeben und eine Zahlung aus einer "telefonischen Anmeldung zum Dienstleistungsvertrag" bezüglich eines Gewinnspiels ("Deutsche Gewinner Zentrale") noch offen sein. FED INKASSO AG fordert somit den Betrag in Höhe von 286,76 EUR, ansonsten wird bei einer "anhaltenden Zahlungsverweigerung" keine andere Möglichkeit gesehen, als bei "ihrer Bank" eine Vorpfändung anzubringen. Des Weiteren droht Dr. Michael Kunt: "Das Formular ist bereits vorbereitet! Ihr Konto wird in Kürze gesperrt."

Scan: Fed Inkasso AG Forderung Seite 01 / Mai 2019
Fed Inkasso AG Forderung Seite 01 / Mai 2019

Scan: Fed Inkasso AG Forderung Seite 02 / Mai 2019
Fed Inkasso AG Forderung Seite 02 / Mai 2019


Die Überweisung soll innerhalb von sieben Tagen auf eine französische Kontoverbindung überwiesen (Zahlungsempfänger "FED AG") werden. Ein vorab ausgefüllter Zahlschein ist der Forderung beigelegt. Das Schreiben strotzt insgesamt nur von Rechtschreibfehlern und Empfänger solcher Forderungen sollten nicht voreilig die Summe ungeprüft überweisen. Die FED INKASSO AG ist nicht im Rechtsdienstleistungsregister eingetragen und demzufolge nicht berechtigt, in Deutschland Inkassodienstleistungen anzubieten oder durchzuführen. Bitte beachten Sie zusätzlich folgende Hinweise.

Woran erkennt man seriöse Inkassoforderungen?


Wichtig: Berechtigte Inkassoforderungen sollten niemals ignoriert oder gar im Papierkorb landen. Die Folgen wären kostspielig, so könnten ein gerichtlicher Mahnbescheid oder gar ein Vollstreckungsbescheid die Folgen sein. Es ist also zu empfehlen, solche Schreiben auf ihre Richtigkeit zu prüfen.

Nun ist es so, dass es in der Vergangenheit häufiger zu unberechtigten Forderungen durch vermeintliche Inkassounternehmen kam. Betroffene Verbraucher haben die Möglichkeit, erhaltene Zahlungsaufforderungen selbst zu prüfen:


  • Sind folgende Angaben vorhanden? Firma des Auftraggebers, Forderungsgrund, Vertragsgegenstand und Datum des Vertragsschlusses?
  • Hat das Unternehmen seinen Sitz in Deutschland, aber die Bankverbindung weist ins Ausland?
  • Überhöhte Inkasso-Gebühren?
  • Ist der Inkassodienstleister in Deutschland (Überprüfbar auf rechtsdienstleistungsregister.de) registriert?


Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens FED INKASSO AG erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, kann jedoch nicht hundertprozentig belegt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

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oder per E-Mail:

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Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
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Freitag, 24. Mai 2019

VENTERA Forderungsmanagement fordert für unbezahlte Erotikdienstleistung

Eventuelle Scham wird von dem Absender „VENTERA Forderungsmanagement“ als Druckmittel genutzt, um Geld einzutreiben. Ein Betrag in Höhe von 270,00 EUR soll auf ein tschechisches Konto überwiesen werden, weil eine offene Rechnung für die Nutzung eines Telefonsex-Services bestehen soll. Ist diese Forderung rechtens?

Titel: VENTERA Forderungsmanagement fordert für unbezahlte Erotikdienstleistung


VENTERA Forderungsmanagement: Überweisung in die Tschechei


Auf den ersten Blick könnte es sich um eine seriöse Forderung handeln: „VENTERA Forderungsmanagement“ gibt an, dass sie bevollmächtigt und beauftragt wurden, um eine noch offene Forderung beizutreiben. Wer die Firma mit Sitz in der Tschechei jedoch beauftragte, bleibt dem Empfänger solcher Forderungen unbekannt. Angeblich seien die Kosten durch die Nutzung von einem „Telefonsex-Service“ nicht beglichen worden, es handelt sich hierbei um die Summe von 90,00 EUR.

Zuzüglich anfallender Mahnkosten, Bearbeitungspauschalen und weiteren Kosten wird letztendlich ein Betrag in Höhe von 270,00 EUR verlangt. Zahlbar ist der Betrag innerhalb von 10 Tagen ab Zustellung des Schreibens. Diese Summe ist auf ein tschechisches Konto zu überweisen.

Scan: Zahlungsaufforderung VENTERA Forderungsmanagement / Mai 2019
Zahlungsaufforderung VENTERA Forderungsmanagement / Mai 2019

Ist diese Forderung rechtens?


VENTURA Forderungsmanagement ist derzeit nicht im deutschen Rechtsdienstleistungsregister (Stand 24.05.2019) eingetragen. Somit ist der Absender solcher Forderungen nicht berechtigt, in Deutschland Inkassodienstleistungen anzubieten oder durchzuführen. Betroffene, die nachweislich keine solchen Telefonsex-Dienstleistungen in Anspruch nahmen, müssen diese Forderung nicht bezahlen.

Wie sollte man auf so eine Forderung reagieren?


Wichtig: Berechtigte Inkassoforderungen sollten niemals ignoriert oder gar im Papierkorb landen. Die Folgen wären kostspielig, so könnten ein gerichtlicher Mahnbescheid oder gar ein Vollstreckungsbescheid die Folgen sein. Es ist also zu empfehlen, solche Schreiben auf ihre Richtigkeit zu prüfen.

Nun ist es so, dass es in der Vergangenheit häufiger zu unberechtigten Forderungen durch vermeintliche Inkassounternehmen kam. Betroffene Verbraucher haben die Möglichkeit, erhaltene Zahlungsaufforderungen selbst zu prüfen:

  • Sind folgende Angaben vorhanden? Firma des Auftraggebers, Forderungsgrund, Vertragsgegenstand und Datum des Vertragsschlusses?
  • Hat das Unternehmen seinen Sitz in Deutschland, aber die Bankverbindung weist ins Ausland?
  • Überhöhte Inkasso-Gebühren?
  • Ist der Inkassodienstleister in Deutschland (Überprüfbar auf rechtsdienstleistungsregister.de) registriert?

Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens VENTERA Forderungsmanagement erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, kann jedoch nicht hundertprozentig belegt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

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oder per E-Mail:

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Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
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Donnerstag, 23. Mai 2019

Weitere Forderungen mit Androhung einer "Zwangsvollstreckung"

Vor kurzem berichteten wir noch über Zahlungsaufforderungen durch die E.B. Inkasso, in denen Empfänger zu einer Überweisung von 290,00 EUR innerhalb von drei Werktagen aufgefordert wurden. Mittlerweile liegen zwei weitere Schreiben mit nahezu identischem Inhalt vor - und zwar von einer "E.S. Company" und einer "I.E. Company".

Titel: E.S. Company / I.E. Company: Weitere Forderungen mit Androhung einer "Zwangsvollstreckung"

Drohung einer Zwangsvollstreckung bei Nichteinhaltung der Zahlungsfrist


Die I.E. Company und die E.S. Company verschicken derzeit Forderungen, die inhaltlich an die E.B. Inkasso erinnern, über die wir kürzlich berichteten. So teilen die Absender mit, dass sich „in der Bundesrepublik Deutschland mehrere Klagen von verschiedenen Gewinn- und Zeitschriftenverlagen gesammelt haben“ sollen. Genannt werden hier u.a. EuroMillions, Europlus69 und Jackpot AG. Diese sollen sämtliche in Verzug befindliche Zahlungen ihrer Kunden an die Absender I.E. Company (Stuttgart) und E.S. Company (Hamm) abgetreten haben.

290,00 EUR: Brief identisch zu bereits bekannten Schreiben


Zu diesem Zweck werden vermeintlich ehemalige Kunden zur Zahlung von noch offenen Kosten mit einer Gesamthöhe von 760,00 EUR (zusammengesetzt aus Hauptforderung, Mahnkosten und vorgerichtlichen Inkassokosten) aufgefordert. Sollte der Empfänger jedoch innerhalb von drei (!) Tagen ein Vergleichsangebot von 290,00 EUR zahlen, so würde ein scheinbar bereits eingeleitetes gerichtliches Mahnverfahren eingestellt.

Bei einer Zahlung innerhalb der genannten Frist soll laut der E.B. Inkasso sämtliche Daten aus allen Online-Systemen gelöscht werden und somit Kontaktaufnahmen durch Gewinnspielverbände unterbunden werden. Wird die Frist jedoch nicht eingehalten, so wird die Gesamtforderung von 760,00 EUR sofort fällig. In so einem Fall würde es laut des Schreibens auch zu einer Beauftragung eines Gerichtsvollziehers oder gar einer Zwangsvollstreckung bzw. Pfändung kommen.

Scan: Mahnung E.S. Company / Mai 2019
Mahnung E.S. Company / Mai 2019

Scan: Mahnung I. E. Company / Mai 2019
Mahnung I. E. Company / Mai 2019


Sind die Forderungen rechtens?


Empfänger solcher Forderungen sollten beachten: derzeit sind keine Unternehmen mit der Bezeichnungen "I.E. Company" oder "E.S. Company" im Rechtsdienstleistungsregister (Stand: 23.05.2019) eingetragen. Das bedeutet, dass diese Firmen unter Umständen nicht dazu berechtigt sind, in Deutschland Inkassodienstleistungen anzubieten oder durchzuführen. Die Zahlung soll auf ein Konto in Litauen erfolgen. Berechtigte Inkassoschreiben sollte man als Schuldner jedoch immer ernst nehmen. Reagieren sollten Verbraucher erst recht, wenn ein offizieller Mahnbescheid vom Amtsgericht kommt.

Kontakt zu Verbraucherdienst


Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren. Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

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Freitag, 17. Mai 2019

„Ankündigung Zwangsvollstreckung“: E.B. Inkasso verschickt Forderungen

In 47807 Krefeld findet sich das Unternehmen E.B. Inkasso, die in ihren Schreiben mit Formulierungen wie „Beauftragung eines Gerichtsvollziehers“ oder „Zwangsvollstreckung“ Empfängern Sorgen bereiten.

Titel: „Ankündigung Zwangsvollstreckung“: E.B. Inkasso verschickt Forderungen

Drohung einer Zwangsvollstreckung durch E.B. Inkasso


So teilt das Krefelder Unternehmen mit, dass sich „in der Bundesrepublik Deutschland mehrere Klagen von verschiedenen Gewinn- und Zeitschriftenverlagen gesammelt haben“ sollen. Genannt werden hier u.a. EuroMillions, Europlus69 und Jackpot AG. Diese sollen sämtliche in Verzug befindliche Zahlungen ihrer Kunden an die E.B. Inkasso abgetreten haben.

290,00 EUR: Vergleichsangebot gilt drei Tage


Zu diesem Zweck werden vermeintlich ehemalige Kunden zur Zahlung von noch offenen Kosten mit einer Gesamthöhe von 760,00 EUR (zusammengesetzt aus Hauptforderung, Mahnkosten und vorgerichtlichen Inkassokosten) aufgefordert. Sollte der Empfänger jedoch innerhalb von drei (!) Tagen ein Vergleichsangebot von 290,00 EUR zahlen, so würde ein scheinbar bereits eingeleitetes gerichtliches Mahnverfahren eingestellt.

Bei einer Zahlung innerhalb der genannten Frist soll laut der E.B. Inkasso sämtliche Daten aus allen Online-Systemen gelöscht werden und somit Kontaktaufnahmen durch Gewinnspielverbände unterbunden werden. Wird die Frist jedoch nicht eingehalten, so wird die Gesamtforderung von 760,00 EUR sofort fällig. In so einem Fall würde es laut des Schreibens auch zu einer Beauftragung eines Gerichtsvollziehers oder gar einer Zwangsvollstreckung bzw. Pfändung kommen.

Scan: Mahnung E.B. Inkasso / Mai 2019
Mahnung E.B. Inkasso / Mai 2019

Ist diese Forderung rechtens?


Empfänger einer solchen Forderung sollten beachten: derzeit ist kein Unternehmen mit der Bezeichnung E.B. Inkasso im Rechtsdienstleistungsregister (Stand: 16.05.2019) eingetragen. Das bedeutet, dass diese Firma unter Umständen nicht dazu berechtigt ist, in Deutschland Inkassodienstleistungen anzubieten oder durchzuführen. Die Zahlung auf ein Konto in Litauen erfolgen. Berechtigte Inkassoschreiben sollte man als Schuldner jedoch immer ernst nehmen. Reagieren sollten Verbraucher erst recht, wenn ein offizieller Mahnbescheid vom Amtsgericht kommt.

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Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren. Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

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Über die Offerten der Handels Union Deutschland

Nachdem Gewerbetreibende im öffentlichen Handelsregister eingetragen wurden, könnte eine Offerte der „Handels Union Deutschland“ die Folge sein. Die Firma aus Steinhagen tritt an frisch eingetragene Unternehmer heran, um Ihnen einen kostenpflichtige „Hervorhebung“ in einem Gewerbeverzeichnis anzubieten. Uns wurde eine solche Offerte vorgelegt.

Titel: Über die Offerten der Handels Union Deutschland


Mehr Reichweite durch einen Branchenbucheintrag?


Das Wichtigste über die Offerte der Handels Union Deutschland ist dem Formular selbst zu entnehmen: „Es besteht keine Geschäftsbeziehung. Dies ist keine Rechnung.“ Die Boncheck GmbH, über die wir bereits im Zusammenhang mit Kreditclub24 berichteten, hat ein neues Projekt, die „Handels Union Deutschland“. Bei dieser „exklusiven B2B Firmen- und Produkt Datenbank handelt es sich scheinbar um ein Branchenbuch, mit dem Gewerbetreibende eine erhöhte Reichweite und somit mehr Kunden versprochen werden.

Ein Unternehmer leitete ein Schreiben der Handels Union Deutschland an uns weiter, ein Angebot für eine „Hervorhebung“ auf der Webseite www.handels-union.de. Die Betreiber versprechen: „Durch die Hervorhebung sichern Sie sich eine exklusive Platzierung in Ihrer Branche.“ Interessierte sollten dabei beachten, dass mit dieser Aussage wahrscheinlich nur die Platzierung auf der genannten URL berücksichtigt wird. Hohe Positionen bei einer Google Suchanfragen sind trotz „Hervorhebung“ nicht unbedingt gegeben.

Handels-union.de – Hohe Kosten für einen Eintrag


Es handelt sich bei dem Schreiben um einen Auftrag, der Vertragsschluss zwischen beiden Firmen kommt laut der der Offerte erst „durch die Bezahlung der ersten Jahresgebühr im Voraus“ zustande. Eine solche Veröffentlichung und Hervorhebung des Firmeneintrags hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Laut der Kostenaufstellung soll das Angebot insgesamt 288,00 EUR kosten.

Wir schauten uns das Firmenverzeichnis der Handels Union Deutschland an und stellten fest, dass sich ein „Basis-Eintrag“ auf die Nennung des Firmennamens samt Adresse beschränkt (Stand 16.05.2019). Es fehlen unter anderem die Kontaktdaten. Leider ist anhand der Beschreibung des Angebots für einen „Premium-Eintrag“ nicht erkennbar, wie ein „hervorgehobener Eintrag“ ausschauen soll.

Scan: Offerte Handels Union Deutschland / Mai 2019
Offerte Handels Union Deutschland / Mai 2019

Hilfe bei Handels Union Deutschland und Boncheck GmbH


Sind Sie Unternehmer, Freiberufler oder selbständig und haben ein Schreiben von der Boncheck GmbH bzw. der Handels Union Deutschland erhalten? Nutzen Sie zu diesem Zweck unsere Kontaktmöglichkeiten:

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Donnerstag, 16. Mai 2019

„scoreExpert“ und „myVigra“: Über die Portale der INTAXX B.V.

Uns erreichten Hinweise bezüglich diverser Webportale der Firma INTAXX B.V. aus Maastricht, NL. So wirbt das Unternehmen mit der Aussage „Mit scoreExpert jetzt Bonität“ checken. Des Weiteren betreibt die niederländische Firma die Website „MyVigra“. Auf beiden Portalen besteht die Möglichkeit schnell – und möglicherweise ungewollt - ein Abo abzuschließen.

Titel: „scoreExpert“ und „myVigra“: Über die Portale der INTAXX B.V.

„scoreExpert“: Kostenpflichtige Schufa-Auskunft


„Ohne Risiko“ soll auf der Webseite „scoreExpert“ möglich sein, eine Bonitätsauskunft anzufordern. Sofern Besucher der Seite das Antragsformular im PDF-Format ausfüllen und an die Betreiber INTAXX B.V. senden, werden sie jedoch zusätzlich ein kostenpflichtiges Abo abschließen. Auf dem Antrag sind zwei Punkte bereits angekreuzt, die jene Verbraucher überraschen dürfte, die ausschließlich auf der Suche nach einer Bonitätsauskunft sind. Zum einen „Ja, ich möchte für mich Klarheit schaffen und den exklusiven scoreExpert informationsService aktivieren.“ und „ScoreExpert prüft für mich meine Negativeinträge bei bis zu 40 unterschiedlichen Auskunft-Dateien, Behörden, Firmen und Institutionen“. Letzter Vertragspunkt schließt mit ein, dass nach einer „Verbesserung“ des Ratings der Vertragspartner „an einer kostenlosen Kreditvermittlung durch Ihre Partner interessiert“ sei.

Bereits 2018 berichtete die Verbraucherzentrale Hessen über scoreExpert und die Gefahr einer möglichen „Kostenfalle“: „Im Kleingedruckten offenbart sich, dass das Unternehmen Herrn K. lediglich einen teuren „Informationsservice“ für 49 Cent pro Tag und eine Prepaid-Kreditkarte anbot. Beides hat für jemanden, der auf der Suche nach einem Kredit ist, keinen wirtschaftlichen Wert, sondern stellt eine zusätzliche finanzielle Belastung dar.“ Quelle: https://www.verbraucherzentrale-hessen.de/pressemeldungen/geld-versicherungen/kredit-schulden-insolvenz/kredit-ohne-alles-28152

MyVigra – nach dem Testpaket weitere Lieferungen


„Nur noch 19 Testpakete verfügbar“, heißt es auf der Startseite des Produkts „MyVigra“, ebenfalls betrieben von der INTAXX B.V. aus Maastricht. Zwar soll ein Test des Potenzmittels „unverbindlich“ sein, doch wird in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen darauf hingewiesen, dass weitere Lieferungen der Tabletten folgen könnten. Wird vom Kunden nicht innerhalb der genannten Frist widerrufen, so „erhält er im Anschluss an das Testpaket drei Monate lang jeweils ein Monatspaket zum Preis von 49,90 EUR. Das Monatspaket beinhaltet 12 Kapseln für 30 Tage. Das Abonnement endet automatisch und verlängert sich nicht automatisch.“

Weiteres Portal „Probentester.academy“


Ein drittes Portal der INTAXX B.V. stellt „Probentester.academy“ dar, auf der Besucher ebenfalls die Möglichkeit haben, sich anzumelden. In den AGB ist zu lesen, was die Plattform den Kunden für Leistungen anbietet: „Der Käufer hat die Möglichkeit über die Online-Plattform unterschiedliche Produkte zu kaufen. Hierbei kann es sich um Neuware oder um gebrauchte Ware handeln, wobei diese Eigenschaft auf der jeweiligen Produktseite deutlich gekennzeichnet ist. Weiterhin bietet Intaxx den Abschluss von Abonnements an,welche sich auf den Kauf von Produkten oder die Erbringung von Dienstleistungen beziehen können.

Auf den dargestellten Grafiken der Seite sind diverse bekannte und beliebte Markenprodukte wie Waschmittel, Smartphones und Schokolade zu sehen. Ebenfalls auf dem Bild zu sehen: eine Packung „MyVigra“.

Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch Erfahrungen mit Webseiten wie „probentester.academy“, „scoreExpert“ und „myVigra.com“ von Intaxx B.V.? Oder haben Sie eine Zahlungsaufforderung von einem Inkassobüro erhalten, da Ihnen vorgeworfen wird, ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen zu haben? Wehren Sie sich! Nehmen Sie Kontakt auf unter:

0201-176 790

oder per E-Mail:

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Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Montag, 6. Mai 2019

Plus Expert Inkasso für TOP100 GEWINNSPIELE und EUROJACKPOT 49

Zahlreiche Empfänger von Zahlungsaufforderungen durch den Absender „Plus Expert Inkasso“ haben uns kontaktiert. So verlangt die Firma mit Sitz in Düsseldorf die Zahlung von mehr als 270 EUR, da noch offene Kosten aus einem Dienstleistungsvertrag bestehen sollen.

Titel: Plus Expert Inkasso für TOP100 GEWINNSPIELE und EUROJACKPOT 49


Die Düsseldorfer Firma Plus Expert Inkasso fordert Geld


In Düsseldorf soll ein Unternehmen mit dem Namen Plus Expert Inkasso ihren Sitz haben. So erhielten mehrere Betroffene Post von dieser Firma. Plus Expert Inkasso gibt dem Empfänger gegenüber an, dass offene Beträge aus einer telefonischen Anmeldung bei „TOP100 GEWINNSPIELE und EUROJACKPOT 49“ bestehen würden. Es handelt sich hierbei um eine Summe in Höhe von 276,76 EUR.

Weiter heißt es: „Aufgrund Ihrer anhaltenden Zahlungsverweigerung sehen wir keine andere Möglichkeit, als bei Ihrer Bank eine Vorpfändung anzubringen. Das Formular ist bereits vorbereitet! Ihr Konto wird in Kürze gesperrt“.

Drohung mit Vorpfändung


Als zweite Seite ist dem Schreiben eine Seite mit der Überschrift „Vorpfändung“ anhängig, auf der die Gesamtforderung aufgelistet ist. Neben der Gesamtsumme sind dort unter anderem die außergerichtlichen Kosten und Zinsen als Anspruch genannt.

Um eine Sperrung des Konts zu verhindern, soll innerhalb von sieben Tagen ein Betrag in Höhe von 279,76 EUR überwiesen werden. Zu diesem Zweck ist auf der zweiten Seite des Schreibens ein vorab ausgefüllter Zahlschein zu finden. Dort wird anhand der Kontodaten ersichtlich, dass der Empfänger des Schreibens die geforderte Summe auf ein griechisches Konto einzahlen soll – Zahlungsempfänger ist „PLUS EXPERT AG“.

Scan: Forderung Plus Expert Inkasso / Seite 1 / April 2019
Forderung Plus Expert Inkasso / Seite 1 / April 2019

Forderung Plus Expert Inkasso / Seite 2 / April 2019


Kein Eintrag im Rechtsdienstleistungsregister


Neben mehrerer Schreibfehler fällt auf, dass keinerlei Angaben zum Auftraggeber gemacht wurden. Dabei sind solche Angaben bei seriösen Inkassoschreiben zu erwarten. Was ist der Forderungsgrund bzw. wer ist Vertragspartner/Gläubiger, der Plus Expert Inkasso auftragt haben soll? Das bleibt im Dunkeln. Des Weiteren ist auch fraglich, ob der genannte Rechtsanwalt „Dr. Michael Kunt“ tatsächlich existiert. Wir prüften im deutschen Rechtsdienstleistungsregister, ob ein Inkassounternehmen mit diesem Namen registriert ist. Zum aktuellen Stand ist das nicht der Fall.

Hilfe bei Inkassoforderungen


Haben Sie auch einen Brief von „Plus Expert Inkasso“ erhalten? Auch wenn es sich hierbei um keinen eingetragenen Inkassodienstleister handelt, sollte man gerechtfertigte Zahlungsaufforderungen unbedingt ernst nehmen und nicht ignorieren! Es könnte sonst zu kostspieligen Folgen kommen, die sogar einen Eintrag ins Schuldnerverzeichnis bedeuten könnten. Wir bieten allgemeine Informationen zu diesem Thema sowie über Inkassoforderungen. Nehmen Sie Kontakt auf:

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oder per E-Mail:
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