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Montag, 14. Januar 2019

Zahlungsaufforderungen durch ein CC Inkassoinstitut im Umlauf

Bereits Ende des vergangenen Jahres legte uns ein Mitglied eine Zahlungsaufforderung durch ein sogenanntes CC Inkassoinstitut vor. Angeblich soll diese selbsternannte „Kanzlei“ mit der Einleitung eines gerichtlichen Mahn- und Vollstreckungsverfahren gegen unser Mitglied beauftragt worden sein. Bislang meldeten sich zahlreiche weitere Verbraucher, die ebenfalls ein derartiges Schreiben erhalten haben. An dieser Stelle erfahren Betroffene mehr.

Titel: Zahlungsaufforderungen durch ein CC Inkassoinstitut im Umlauf


„Gerichtsfeste“ Aufzeichnung soll Vertragsabschluss beweisen


Über 240 EUR sollen Empfänger der vorliegenden Zahlungsaufforderung zahlen, doch wirft das Schreiben des CC Inkassoinstituts zahlreiche Fragen auf. So soll das Unternehmen zwar seinen Sitz in Mönchengladbach haben, doch eine genaue Anschrift wird nicht genannt. Wenigstens haben die angegebenen Kontaktnummern (Fax und Telefon) die passende Vorwahl. Das „CC“ in der Firmenbezeichnung steht für Collection und Consulting. Doch ist es fraglich, ob das CC Inkassoinstitut überhaupt dazu berechtigt ist, in Deutschland Inkassodienstleistungen anzubieten oder durchzuführen, da zu dieser Firma aktuell keinen Eintrag im offiziellen Rechtsdienstleistungsregister existiert (Stand: 14.01.2019).

Das hindert das Unternehmen aus Mönchengladbach jedoch nicht daran, mit einem gerichtlichen Mahn-und Vollstreckungsverfahren oder gar einer Pfändung zu drohen. Laut dem Schreiben soll der Anbieter „Winners 49 & Top 400 Millionenrente“ seine Ansprüche gegen den Empfänger an die CC Inkasso Abteilung abgetreten haben. Unterlagen, ob der Empfänger je einen Vertrag mit dem Gewinnspiel abgeschlossen hat, liegen dieser Forderung nicht bei.

CC Inkassosinstitut: Überweisung nach Bulgarien?


Der Betrag von 243,00 EUR soll innerhalb einer kurzen Frist auf eine bulgarische Kontoverbindung überwiesen werden. Wird nicht gezahlt, so droht CC Inkassoinstitut mit weiteren Kosten sowie einem mehrstufigen Mahnverfahren. Zahlungsempfänger ist ein gewisser Thomasz S. Anbei ist eine Ratenvereinbarung beigefügt, die man bei Bedarf zurückfaxen oder mailen soll.

Verwirrend sind auch die Angaben im Briefkopf. So gehört die dort genannte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer einem eingetragenen bayrischen Inkassounternehmen und die Handelsregisternummer einem Viersener Unternehmensberater. Ob die angegebene Steuernummer korrekt ist, ist unter diesen Umständen jedenfalls fraglich.

Scan: Zahlungsauforderung CC Inkassoinstitut / DEZ 2018
Zahlungsauforderung CC Inkassoinstitut / DEZ 2018


Wie sollte man auf Zahlungsaufforderungen reagieren?


Es wäre ein Fehler, sämtliche Zahlungsaufforderungen als „Betrug“ zu betiteln oder sogar direkt in den Papierkorb zu werfen. Jedoch sollte man erhaltene Mahnungen kritisch prüfen, ob denn die Forderung berechtigt ist. Dazu sollten Verbraucher diese Punkte beachten:


  • sind folgende Angaben vorhanden? Firma des Auftraggebers, Forderungsgrund, Vertragsgegenstand und Datum des Vertragsschlusses
  • hat das Unternehmen seinen Sitz in Deutschland, aber die Bankverbindung weist ins Ausland
  • überhöhte Inkasso-Gebühren
  • ist der Inkassodienstleister in Deutschland (Überprüfbar auf rechtsdienstleistungsregister.de) registriert?


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Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens CC Inkassoinstitut erhalten? Sollen Sie angeblich offene Beiträge bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, kann jedoch nicht hundertprozentig belegt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Unerfreuliche Weihnachtspost von der Spare AG

Kurz vor den Feiertagen wurden Dokumente einer Firma namens Spare AG Forderungsmanagement & Inkasso Büro an uns weitergeleitet. Das Schreiben trägt den Betreff „Eilt – Inkassoverfahren (Mit Gerichtsbeschluss)“. So soll noch eine Forderung aus einer Dienstleistung der „Top 100 Gewinnspiele / MaxiWin 6-49“ offen sein. Haben Sie auch Post dieser Art erhalten? Hier erhalten Sie Fakten zu dem Thema.

Titel: Unerfreuliche Weihnachtspost von der Spare AG

Spare AG versendet einen Zahlungsbefehl


Die Spare AG scheut nicht, die Adressaten ihrer Zahlungsaufforderung mit Drohgebärden zu verunsichern. So wird neben der Beauftragung eines Gerichtsvollziehers oder gar einer Pfändung gedroht – sofern die geforderte Summe nicht gezahlt wird. Die Firma Spare AG Forderungsmanagement & Inkasso Büro ist laut Briefkopf in 56068 Koblenz ansässig. Unter der angegeben Adresse befindet sich ein Büro-Service, in dem Büroräume und Telefondienste angeboten werden.

Spare AG Forderungsmanagement & Inkasso Büro schreibt: „Sie haben der kostenpflichtigen Dienstleistung mit Ihren persönlichen Daten zugestimmt und den Betrag für die Dienstleistung unseres Mandanten bis heute nicht beglichen. Wir fordern Sie daher letztmalig mit Nachdruck au, die Schuldsumme, sowie die bisher aufgelaufenen Kosten, die Sie infolge Ihres Zahlungsverzuges zu tragen haben, an uns auf das folgende Konto innerhalb von sieben Tagen zu überweisen“.

Innerhalb der genannten Frist soll die Gesamtsumme in Höhe von 243,59 EUR überwiesen werden, um weitere Folgen zu vermeiden. Unterzeichnet wurde das Schriftstück von einem gewissen „Dr. Thomas Berg, Rechtsanwalt“.

Wie seriös ist das Schreiben?


Die Spare AG Forderungsmanagement & Inkasso Büro droht bei Nichteinhaltung der Frist mit weiteren Folgen, wie unter anderem einem Inkassoverfahren sowie einer Pfändung . Zum Zwecke der Überweisung ist dem Schreiben ein Zahlschein beigefügt, der bereits zu Teilen ausgefüllt wurde.

Der Betrag in Höhe von 243,59 EUR soll an eine Spare Management AG überwiesen werden. Die angegebene Kontoverbindung verweist auf ein Konto in Polen.

Scan: Spare AG Forderungsmanagement & Inkasso Büro / Seite 1
Spare AG Forderungsmanagement & Inkasso Büro / Seite 1 
Scan: Spare AG Forderungsmanagement & Inkasso Büro / Seite 2
Spare AG Forderungsmanagement & Inkasso Büro / Seite 2


Scan: Spare AG Forderungsmanagement & Inkasso Büro / Seite 3
Spare AG Forderungsmanagement & Inkasso Büro / Seite 3


Empfänger einer solchen Forderung sollten wissen, dass die Spare AG Forderungsmanagement & Inkasso Büro kein in Deutschland eingetragenes Inkassounternehmen ist und somit stellt sich die Frage, ob das Unternehmen überhaupt dazu berechtigt ist, Dienstleistungen einer Inkassofirma anzubieten und durchzuführen. Auch die im Schreiben angegebene Handelsregisternummer (Amtsgericht Hamburg) führt zu keinem Eintrag. Die genannte Telefonnummer führt ins Ausland, genauer gesagt nach Finnland. Eine Website für weitere Informationen ist nicht angegeben. Empfänger eines solchen Schreibens brauchen sich nicht über die Feiertage hinweg den Kopf zu zerbrechen: es handelt sich hierbei um keine Zahlungsaufforderung durch ein seriöses Unternehmen. Das Schreiben erinnert von der Aufmachung her an das nahezu zeitgleich verschickte Dokument der „Kanzlei Twinkle“.


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Verbraucher, die ebenfalls Post von der Firma Spare AG Forderungsmanagement & Inkasso Büro erhielten, können sich für weitere Informationen bei uns melden.

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Dienstag, 11. Dezember 2018

Kanzlei Twinkle droht mit einem Inkassoverfahren

Uns liegt ein Dokument eine Kanzlei Twinkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH vor. Das Schreiben trägt den Betreff „Eilt – Inkassoverfahren (Mit Gerichtsbeschluss“. Es sollen Zahlungen offen sein, die nun durch die Kanzlei eingefordert werden. Haben Sie auch Post dieser Art erhalten? Hier erhalten Sie Fakten zu dem Thema.

Titel: Kanzlei Twinkle droht mit einem Inkassoverfahren

Kanzlei Twinkle fordert eine hohe Summe


Erneut wurde uns ein Schreiben vorgelegt, in welchem mit der Beauftragung eines Gerichtsvollziehers bzw. einer Zwangsvollstreckung gedroht wird, sofern nicht gezahlt wird. In diesem Fall stammt diese schriftliche Forderung von einer Kanzlei Twinkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH, die laut Briefkopf in Frankfurt am Main ansässig sind.

Kanzlei Twinkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH schreibt: „sie haben trotz zahlreicher Mahnungen Ihre Zahlungsbereitschaft nicht unter Beweis gestellt. Deshalb haben sich Kosten und Zinsen weiter erhöht“. Kein Wort wird über den Auftraggeber oder den Ursprung der Forderung verloren. Empfänger eines solchen Schreibens sollen zahlen – und das möglichst schnell. Innerhalb von 10 Tagen soll die Gesamtsumme in Höhe von 239,89 EUR überwiesen werden, um weitere Folgen zu vermeiden.

Wie seriös ist das Schreiben?


Die Kanzlei Twinkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH droht aufgrund mangelhafter Kooperationsbereitschaft zur Zahlung mit einer Vorpfändung. die laut des Schreibens sogar bereits vorbereitet wurde. Genauer: das Konto des Empfängers wird in Kürze gesperrt. Um dies zu verhindern, muss schnellstens überwiesen werden. Zum Zwecke der Überweisung ist dem Schreiben ein Zahlschein beigefügt, der bereits zu Teilen ausgefüllt wurde.

Der Betrag in Höhe von 239,89 EUR soll an die Zahlungsempfängerin „Kanzlei Twinkle“ überwiesen werden. Die angegebene Kontoverbindung verweist auf ein Konto in Belgien.

Scan: Kanzlei Winkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH / Seite 1
Kanzlei Twinkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH / Seite 1

Scan: Kanzlei Winkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH / Seite 2
Kanzlei Twinkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH / Seite 2
Scan: Kanzlei Winkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH / Seite 3
Kanzlei Twinkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH / Seite 3


Empfänger einer solchen Forderung sollten wissen, dass der Rechtsanwalt und Notar Dr. Frank Müller laut der Überprüfung durch das offizielle „Bundesweite Amtliche Anwaltsverzeichnis der BRAK“ kein in Deutschland zugelassener Rechtsanwalt ist. Folglich stellt sich die Frage, ob die Kanzlei Twinkle überhaupt dazu berechtigt ist, oben zu sehende Forderungen zu stellen. Da im Schreiben keinerlei nötige Hinweise auf die zuständige Rechtsanwaltskammer vorhanden sind, sind Zweifel berechtigt. Die genannte Telefonnummer stellt eine Mobiltelefonnummer dar, eine Website für weitere Informationen ist nicht angegeben.

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Verbraucher, die ebenfalls Post von der Kanzlei Twinkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH erhielten, können sich für weitere Informationen bei uns melden.

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Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
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Dienstag, 30. Oktober 2018

PLS Inkass Services Group droht mit Zwangsvollstreckung

Unsere Telefone stehen derzeit kaum still, da derzeit zahlreiche Zahlungsaufforderungen im Umlauf sind, die betroffene Verbraucher verunsichern. So auch bei einer Mahnung durch ein Unternehmen namens „PLS Inkass Services Group“ mit Sitz in Hannover.

Titel: PLS Inkass Services Group droht mit Zwangsvollstreckung

Was fordert die Firma PLS Inkass Services Group?


Das Unternehmen PLS Inkass Services Group soll laut Briefkopf seinen Sitz in Hannover haben, doch lässt sich über die Handelsregisternummer kein übereinstimmendes Ergebnis finden. Auch eine Suche im Rechtsdienstleistungsregister brachte kein Ergebnis. Das bedeutet, dass diese Firma in Deutschland keinerlei Inkassodienstleistungen anbieten oder durchführen darf.

Jedoch ist streng genommen in dem Schreiben (siehe Bild) auch nicht von „Inkasso“ die Rede, sondern von einem „Inkass“. Jedenfalls fordert die PLS Inkass Services Group die Zahlung von 760,00 EUR. Angeblich sollen Beitragszahlungen aus diversen Gewinnspielen noch offen sein. Zahlt der Empfänger innerhalb von drei Tagen, so gibt sich das Unternehmen mit 305,00 EUR zufrieden. Sollte keine Zahlung erfolgen, so droht PLS Inkass Services Group mit der Einleitung eines gerichtlichen Mahnverfahrens. Die Überweisung soll auf ein rumänisches Konto erfolgen.

Scan: Anschreiben PLS Inkass Services Group
Anschreiben PLS Inkass Services Group


Wie sollte man auf Zahlungsaufforderungen reagieren?


Es wäre ein Fehler, sämtliche Zahlungsaufforderungen als „Betrug“ zu betiteln oder sogar direkt in den Papierkorb zu werfen. Jedoch sollte man erhaltene Mahnungen kritisch prüfen, ob denn die Forderung berechtigt ist. Dazu sollten Verbraucher diese Punkte beachten:


  • sind folgende Angaben vorhanden? Firma des Auftraggebers, Forderungsgrund, Vertragsgegenstand und Datum des Vertragsschlusses?
  • hat das Unternehmen seinen Sitz in Deutschland, aber die Bankverbindung weist ins Ausland?
  • überhöhte Inkasso-Gebühren?
  • ist der Inkassodienstleister in Deutschland (Überprüfbar auf rechtsdienstleistungsregister.de) registriert?

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Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens PLS Inkass Services Group erhalten? Sollen Sie angeblich offene Beiträge bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, kann jedoch nicht hundertprozentig belegt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

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Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

CEN BVBA Inkasso AG verschickt „Letzte außergerichtliche Mahnung“

Ein Mitglied erhielt ein Schreiben mit dem Betreff „Letzte außergerichtliche Mahnung“ von einer CEN BVBA Inkasso AG aus Berlin. So sollen eine zuvor gemahnte Forderung noch offen sein. Wie sollten Empfänger auf diesen Schreiben reagieren?

Titel: CEN BVBA Inkasso AG verschickt „Letzte außergerichtliche Mahnung“

Was hat es mit den Schreiben der CEN BVBA Inkasso AG auf sich?


Zahlreiche Verbraucher meldeten sich bezüglich einer Zahlungsaufforderung einer Firma namens CEN BVBA Inkasso AG bei uns. In den vergangenen Monaten wurden uns zahlreiche Forderungsschreiben unterschiedlicher Unternehmen vorgelegt, in denen angeblich noch offene Forderungen aus Dienstleistungsverträgen mit „Top 100 Gewinnspiele / Lottogewinnzentrale-49“ bestehen sollen. Auch die CEN BVBA Inkasso AG behauptet in dem Schreiben mit dem Betreff „Letzte außergerichtliche Mahnung“, dass der Empfänger / die Empfängerin der „kostenpflichtigen Dienstleistung“ mit „persönlichen Daten“ zustimmte, aber bislang keine Zahlung tätigte.

Unser Mitglied legte uns ein ebensolches Schreiben vor, in dem ihr eine Zahlungsfrist von insgesamt sieben Tagen gewährt wurde. Gefordert wird ein Gesamtbetrag in Höhe von 269,46 EUR. Sollte unser Mitglied nicht zahlen, so droht die CEN BVBA Inkasso AG mit einem Vollstreckungsbescheid oder gar einer Zwangsvollstreckung.

Scan: Anschreiben CEN BVBA Inkasso AG
Anschreiben CEN BVBA Inkasso AG 


Wie sollte man auf Zahlungsaufforderungen reagieren?


Die CEN BVBA Inkasso AG ist zum derzeitigen Stand (30.10.2018) nicht im deutschen Rechtsdienstleistungsregister eingetragen. Das bedeutet, dass sie innerhalb Deutschlands keine Inkassodienstleistungen anbieten oder durchführen dürfen.

Berechtigte Inkassoforderungen sollten niemals ignoriert oder gar im Papierkorb landen. Die Folgen wären kostspielig, so könnten tatsächlich ein gerichtlicher Mahnbescheid oder gar ein Vollstreckungsbescheid zugestellt werden. Es ist also zu empfehlen, erhaltene Schreiben auf ihre Richtigkeit zu prüfen.

Nun ist es so, dass es in der Vergangenheit häufiger zu unberechtigten Forderungen durch vermeintliche Inkassounternehmen gekommen ist. Betroffene Verbraucher haben die Möglichkeit, erhaltene Zahlungsaufforderungen selbst zu prüfen:


  • sind folgende Angaben vorhanden? Firma des Auftraggebers, Forderungsgrund, Vertragsgegenstand und Datum des Vertragsschlusses
  • hat das Unternehmen seinen Sitz in Deutschland, aber die Bankverbindung weist ins Ausland?
  • überhöhte Inkasso-Gebühren?
  • ist der Inkassodienstleister in Deutschland (Überprüfbar auf rechtsdienstleistungsregister.de) registriert?


Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens CEN BVBA Inkasso AG erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, kann jedoch nicht hundertprozentig belegt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

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Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
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Montag, 17. September 2018

Forderung durch Atriga GmbH für Usenet.nl S.r.l.

Wir berichteten bereits über Zahlungsaufforderungen im Auftrag der Usnet.nl S.r.l. aus San Marino. Das Portal bietet einen schnelle Zugang zum sogenannten usenet. Gegen eine monatliche Gebühr ist es Kunden möglich, auf diverse Dienstleistungen zurückzugreifen. Bleibt eine Zahlung aus, so besteht die Möglichkeit einer Forderung durch das Inkassounternehmen Atriga GmbH aus Langen. Ein Verbraucher leitete ein solches Schreiben an uns weiter.

Titel: Forderung durch Atriga GmbH für Usenet.nl S.r.l.


Kostenpflichtige Abos bei der Usenet.nl S.r.l.


Bereits 2015 berichteten wir über die Firma Usenet S.r.l., die kostenpflichtige Zugänge zum sogenannten Usenet anbietet. Das Usenet ist ein weltweites Online-Netzwerk und ein eigenständiger Dienst im Internet, der lange vor dem World Wide Web (WWW) entstanden ist unter anderem „Newsgroups“ anbietet. Kunden, die einen Zugang zu diesem Netzwerk suchen, könnten die Dienstleistung der Usenet.nl S.r.l. in Betracht ziehen. So bietet Usenet.nl S.r.l. derzeit Verträge mit zwei unterschiedlichen Laufzeiten an (monatlich und jährlich). Auch ist die Möglichkeit einer kostenlosen Testphase mit einer Dauer von 14 Tagen (zwei Wochen) gegeben, die sich nach Ablauf in ein kostenpflichtiges Abonnement umwandelt, sofern nicht fristgerecht gekündigt wurde.

Atriga GmbH fordert für die Nutzung der Onlineplattform „usenet.nl“


Ein Verbraucher wandte sich mit einem Schreiben der Atriga GmbH Aus Langen an uns. Das Inkassobüro aus Langen wirft dem Empfänger vor, dass dieser einen Vertrag zur Nutzung der Onlineplattform „Usenet“ abgeschlossen hätte. Als Zahlungsmethode soll die Zahlung via Paypal, Kreditkarte oder Lastschrift vereinbart worden sein. Jedoch schreibt Atriga GmbH, dass eine Belastung „nicht möglich“ war.

Verlangt wird die Zahlung einer Summe in Höhe von 184,49 EUR. Der Verbraucher schilderte uns gegenüber, dass er sich „keiner Schuld bewusst sei“. Zum Glück reagierte er jedoch richtig, indem er das Schreiben nicht ignorierte. Die Atriga GmbH ist ein eingetragenes Inkassounternehmen und ist somit berechtigt, in Deutschland Inkassodienstleistungen anzubieten und durchzuführen. Ein Ignorieren könnte weitere Kosten verursachen!

Scan: Forderung für Usenet S.r.l. von Atriga GmbH / Sep 2018
Forderung für Usenet S.r.l. von Atriga GmbH / Sep 2018


Hilfe bei Atriga GmbH und Usenet.nl


Haben Sie auch eine Zahlungsaufforderung durch die Atriga GmbH erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

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oder per E-Mail:

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Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Corbu Trading Inkasso AG droht mit letzter außergerichtlichen Mahnung

Fast täglich wenden sich besorgte Verbraucher bei uns, weil sie eine Zahlungsaufforderung im Briefkasten vorfanden, in der jede Menge Geld verlangt wird. Aktuell sind die Forderungen einer Corbu Trading Inkasso AG, die laut eigener Aussage von Gewinnspielanbietern beauftragt wurden. Hier erfahren Verbraucher, wie auf solche Schreiben reagiert werden kann.

Titel: Corbu Trading Inkasso AG droht mit letzter außergerichtlichen Mahnung

Über 250 EUR für die Teilnahme an Gewinnspielen?


Ein ungenannter Mandant beauftragte die Corbu Trading Inkasso AG, da noch offene Kosten aus einem Dienstleistungsvertrag mit „Top 100 Gewinnspiele / Lottogewinnzentrale-49“ bestehen sollen. Zum „letzten Mal“ fordert das Unternehmen den Empfänger zur Zahlung auf, in einem vorliegenden Fall handelt es sich um eine Summe von insgesamt 269,46 EUR.

Bei Nichtzahlung droht Corbu Trading Inkasso AG mit weiteren unangenehmen Folgen wie unter anderem einer Zwangsvollstreckung und Einträgen in Schuldnerverzeichnisse.

Um das zu verhindern, sollen die Empfänger der Forderung innerhalb von sieben Tagen überweisen und ein Dokument mit dem Titel „Kündigungs-Formular“ an eine angegebene Faxnummer bzw. Email Adresse senden.

Über die Zahlungsaufforderung der Corbu Trading Inkasso AG


Das Forderungsschreiben sowie das „Kündigungs-Formular“ wirkt unseriös, da zahlreiche Rechtschreib- und Grammatikfehler erkennbar sind. Der erste Satz des Anschreibens ist unvollständig; es ist für den Empfänger nicht nachvollziehbar, für welchen Zweck die Corbu Trading Inkasso AG bevollmächtigt wurde. Die zweite Seite, das „Kündigungs-Formular“, soll an die „Top 100 Gewinnspiele / Lottogewinnzentrale-49“ (Französische Straße, 10117 Berlin) gehen. Um sich selbst einen Eindruck über den Brief zu verschaffen, haben wir die Schriftstücke eingescannt:

Scan:  Forderung von Corbu Trading Inkasso AG / Seite 1
 Forderung von Corbu Trading Inkasso AG / Seite 1

Scan:  Forderung von Corbu Trading Inkasso AG / Seite 2
 Forderung von Corbu Trading Inkasso AG / Seite 2

Weitere Informationen über das Unternehmen


Die Corbu Trading Inkasso AG soll laut Briefkopf ihren Sitz in Berlin haben, genauer „Am Zirkus“. Für alle Nicht-Berliner: "Am Zirkus ist der Name einer kurzen Straße (Hausnummern 1–6) im Berliner Ortsteil Mitte. Sie verläuft westlich der Friedrichstraße und verbindet den Schiffbauerdamm mit der Reinhardtstraße" (Quelle: Wikipedia). Das lässt Optionen offen, um den genauen Sitz der Corbu Trading Inkasso AG ausfindig zu machen. Wahrscheinlich kommt ein Bürokomplex in Frage. Die Firma „Design Offices“ vermietet am Bertolt-Brecht-Platz 3 in Berlin sogenannte „Virtuelle Büros“.

Das Unternehmen trägt zusätzlich eine ähnliche Bezeichnung wie eine Firma, über deren Forderungen wir kürzlich berichteten: Die Corb Trading Inkasso AG. Bei dem Namen enden die Gemeinsamkeiten nicht. So soll der geforderte Betrag auf die exakt gleiche belgische Bankverbindung überwiesen werden. Auch die Telefon- bzw. Faxnummer sind identisch.

Wie sollte man auf so eine Forderung reagieren?


Wichtig: Berechtigte Inkassoforderungen sollten niemals ignoriert oder gar im Papierkorb landen. Die Folgen wären kostspielig, so könnten ein gerichtlicher Mahnbescheid oder gar ein Vollstreckungsbescheid die Folgen sein. Es ist also zu empfehlen, solche Schreiben auf ihre Richtigkeit zu prüfen.

Nun ist es so, dass es in der Vergangenheit häufiger zu unberechtigten Forderungen durch vermeintliche Inkassounternehmen kam. Betroffene Verbraucher haben die Möglichkeit, erhaltene Zahlungsaufforderungen selbst zu prüfen:


  • Sind folgende Angaben vorhanden? Firma des Auftraggebers, Forderungsgrund, Vertragsgegenstand und Datum des Vertragsschlusses?
  • Hat das Unternehmen seinen Sitz in Deutschland, aber die Bankverbindung weist ins Ausland?
  • Überhöhte Inkasso-Gebühren?
  • Ist der Inkassodienstleister in Deutschland (Überprüfbar auf rechtsdienstleistungsregister.de) registriert?


Die Corbu Trading Inkasso AG ist nicht im Rechtsdienstleistungsregister registriert, somit darf das Unternehmen in Deutschland keine Inkassodienstleistungen anbieten oder durchführen.

Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens Corbu Trading Inkasso AG erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, kann jedoch nicht hundertprozentig belegt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

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Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
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Dienstag, 21. August 2018

Saturn Inkasso GmbH fordert für Euro Finanzsanierung Sp.z o.o.

Oftmals als „Kredit ohne Schufa“ angeboten entpuppt sich so manches Angebot als eine sogenannte Finanzsanierung. In so einem Fall werden anstatt der Übermittlung einer Auskunft Leistungen wie eine Aufstellung vorhandener Gläubiger hohe Gebühren berechnet, was bei Geldproblemen für den Kreditsuchenden weitere Probleme bedeuten könnte.

Titel: Saturn Inkasso GmbH fordert für Euro Finanzsanierung Sp.z o.o.

Über die Euro Finanzsanierung Sp.z o.o.


Die Firma Euro Finanzsanierung Sp.z o.o. hatte vor einiger Zeit diverse Dienstleistungen auf ihrer Webseite (euro-finanzsanierung.pl) beworben, wie unter anderem eine Erstellung eines Haushaltsplans und einen Gläubigervergleich. Es lässt sich somit behaupten, dass es sich um eine gewerbliche Schuldnerberatung handelt – ohne Garantie, dass sich die finanzielle Situation des Kunden verbessert. Leider ist die besagte Homepage zum aktuellen Zeitpunkt nicht aufrufbar (Stand 21.08.2018).

Somit lassen sich auch derzeit kaum Informationen für Verbraucher oder gar Schuldner über das Internet einholen, die sich für Dienstleistungen der Euro Finanzsanierung Sp. z o.o. interessieren. Dennoch wurden in der Vergangenheit scheinbar Dienste in Rechnung gestellt. Eins unserer Mitglieder leitete sogar eine Zahlungsaufforderung von der Firma Saturn Inkasso GmbH an uns weiter, in der ein Inkassoverfahren eröffnet wurde, weil Rechnungen nicht bezahlt wurden.

Zahlungsaufforderung von Saturn Inkasso GmbH


Das Inkassounternehmen Saturn Inkasso GmbH sitzt in Nürnberg und ist im deutschen Rechtsdienstleistungsregister eingetragen und ist demzufolge befugt, in Deutschland Inkassodienstleistungen anzubieten und durchzuführen. Sie vertreten in einer vorliegenden Zahlungsaufforderung die Euro Finanzsanierung Sp. z o.o. und fordern die Zahlung noch offener Posten: einen Gesamtbetrag in Höhe von 238,18 EUR.

Sollte die Forderung ungeachtet bleiben und keine Überweisung erfolgen, wird ein gerichtliches Mahnverfahren gegen den Schuldner eingeleitet. Das wäre mit noch weiteren Kosten verbunden. Für Menschen in finanziellen Nöten wäre das die schlimme Folge einer vermeintlich harmlosen Kreditanfrage über das Internet.

Scan: Zahlungsaufforderung Saturn Inkasso GmbH, Seite 1 von 2 / August 2018
Zahlungsaufforderung Saturn Inkasso GmbH, Seite 1 von 2 / August 2018

Scan: Zahlungsaufforderung Saturn Inkasso GmbH, Seite 2 von 2 / August 2018
Zahlungsaufforderung Saturn Inkasso GmbH, Seite 2 von 2 / August 2018


Hilfe bei Saturn Inkasso GmbH und Euro Finanzsanierung Sp.z o.o.


Haben Sie auch Forderungsschreiben von Saturn Inkasso GmbH erhalten? Oder haben Erfahrungen mit der Euro Finanzsanierung Sp.z o.o.? Das Inkassounternehmen Saturn Inkasso GmbH ist im Rechtsdienstleistungsregister aufgeführt, aus diesem Grund sollten Forderungen ernst genommen werden. Für weitere Informationen allgemeiner Art nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten.

Allgemeine Informationen erhalten Sie unter der Telefonnummer:

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oder per E-Mail:

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Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Inkasso&Co SP. GmbH: Offene Rechnung bei „Lotterie 6/49 Gewinnspiel Zentrale“

Uns liegt eine Forderung aus Linz in Österreich vor. Eine Firma namens Inkasso&Co. SP. GmbH schreibt, dass es trotz einer zuvor zugesandten Mahnung noch offene Beträge bei einem Gewinnspiel gäbe. Was hat es mit diesem Brief auf sich?

Titel: Inkasso&Co SP. GmbH: Offene Rechnung bei „Lotterie 6/49 Gewinnspiel Zentrale“

Bandaufzeichnungen sollen Verträge belegen


Viel wissen wir nicht über den Absender der vorliegenden Forderung, der Inkasso&Co. SP. GmbH aus Linz, Österreich. So behauptet dieses Unternehmen, dass eine offene Rechnung bei einer „Lotterie 6-49 Gewinnspiele Zentrale“ existieren soll. Es sollen zwei Bandaufzeichnungen aus dem Jahren 2016 und 2017 mit dem hörbaren Beweis vorliegen, dass persönlich einem Vertrag zugestimmt wurde.

Der vorliegende Brief stellt somit die „letzte Mahnung“ dar, bevor die Inkasso&Co. SP. GmbH sich gezwungen sieht „gerichtliche Schritte einzuleiten“. Als mögliche Folgen bei einer Nichtzahlung wird ein Besuch eines Gerichtsvollziehers und weitere Zwangsvollstreckungsmaßnahmen wie eine Pfändung des Guthabens angedroht.

Inkasso&Co. SP. GmbH : Forderung soll auch zeitgleich eine Kündigung sein


Das Unternehmen teilt mit, dass es sich bei diesem Schreiben zeitgleich um eine offizielle Kündigungsbestätigung handeln soll. Der Empfänger wird somit laut der Inkasso&Co. SP. GmbH bei der „Hauptzentrale“ und „sämtlichen Tochtergesellschaften der Lotterie“ gekündigt. Um welche Tochtergesellschaften es sich dabei handeln soll, bleibt unerwähnt.

Es ist ungewöhnlich, dass bei diesem Brief keinerlei Anreden, Kundennummern oder sonstige wichtige Informationen auf der ersten Seite des Schreibens zu erkennen sind.

In Österreich ist eine Gewerbeberechtigung für seriöse Inkassoinstitute erforderlich. Diese können Verbraucher jederzeit online unter „firmen.wko.at“ selbst prüfen. Im Bereich „Firmeninfos“ finden Interessierte weitere Informationen zur Gewerbeberechtigung und dem gewerberechtlichen Geschäftsführer. Die Inkasso&Co. SP. GmbH ist derzeit nicht aufgelistet bzw. auffindbar (Stand 20.08.2018)

Scan: Forderung Inkasso&Co. SP. GmbH / August 2018
Forderung Inkasso&Co. SP. GmbH / August 2018


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Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens Inkasso&Co. SP. GmbH erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, kann jedoch nicht hundertprozentig belegt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

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0201-176 790

oder per E-Mail:

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Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Mittwoch, 1. August 2018

Bona Inkasso AG versendet „letzte außergerichtliche Mahnung“

Viele Verbraucher nutzen unseren Service, sich telefonisch erste allgemeine Informationen über einen Absender namens „Bona Inkasso AG“ zu erhalten. Laut einer uns vorliegenden Forderung sollen die Kosten für die Anbieter „Top 100 Gewinnspiele“ sowie „EuroWin 6-49“ noch nicht beglichen worden sein. Was ist zu tun, wenn ein solches Schreiben im Briefkasten landet?

Titel: Bona  Inkasso AG versendet „letzte außergerichtliche Mahnung“

Über „Bona Buchhaltungsservice“ aus 12207 Berlin


Ein Verbraucher leitete ein Dokument eines uns bislang unbekannten Absenders „Bona Inkasso AG“ vor. Übertitelt ist die Zahlungsaufforderung mit „letzte außergerichtliche Mahnung“. Innerhalb von sieben Tagen soll ein Betrag in Höhe von 296,46 EUR überwiesen werden. Bei Nichtzahlung oder Ablauf der genannten Frist drohen folgende Szenarien, die von Bona Inkasso AG übersichtlich aufgeführt werden: Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid, Zwangsvollstreckung, Pfändung der Bezüge etc.

Als Grundlage dieser Forderung wird eine „telefonische Anmeldung zum Dienstleistungsvertrag“ bei „Top 100 Gewinnspiele / EuroWin 6-49“ angegeben. Es wird behauptet, dass vorhandene Kontaktdaten und das Einverständnis durch den Empfänger ggf. im gerichtlichen Verfahren als Beweismittel verwendet werden. Als Anschrift hat Bona Buchhaltungsservice / Bona Inkasso AG einen Adresse in Berlin angegeben.

Schreibfehler und ein Konto in Belgien


Das gesamte Schreiben zeichnet sich durch grobe Schnitzer in Sachen Rechtschreibung aus. So ist die zweite Seite des Schreibens übertitelt mit „Kündigungs Belegen“. Der geforderte Betrag soll auf eine belgische Kontoverbindung überwiesen werden. All diese Ungereimtheiten lassen den Verdacht zu, dass es sich hierbei um keine ordentliche Inkassoforderung handeln könnte. Nur weil „Inkasso“ im Namen steht, bedeutet das nicht, dass die Firma in Deutschland Dienstleistungen eines Inkassounternehmens anbieten oder durchführen darf.

Scan: Forderung der "Bona Inkasso AG" / Juli 2018
Forderung der "Bona Inkasso AG" / Juli 2018


Bei einer Prüfung im Rechtsdienstleitungsregister (http://www.rechtsdienstleistungsregister.de, Stand 01.08.2018) wurde ersichtlich, dass Bona Inkasso AG zu diesem Zeitpunkt nicht eingetragen ist.


Noch eine Forderung: Corb Trading Inkasso AG


Wir erhielten zahlreiche Hinweise von betroffenen Verbrauchern, die ebenfalls eine nahezu wortgleiche Forderung erhielten, jedoch war der Absender eine gewisse "Corb Trading Inkasso AG". Am gleichen Firmensitz gelegen, werden auch hier noch angeblich offene Posten eines Dienstleistungsvertrag zwischen dem Verbraucher und "Top 100 Gewinnspiele" und "EuroWin 6-49" eingefordert. Auch dieses Unternehmen ist nicht im deutschen Rechtsdienstleistungsregister aufgeführt (Stand: 20.08.2018)

Scan: Forderung der "Corb Trading Inkasso AG" / August 2018
Forderung der "Corb Trading Inkasso AG" / August 2018


Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens Bona Inkasso AG oder Corb Trading Inkasso AG erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, kann jedoch nicht hundertprozentig belegt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Mittwoch, 25. Juli 2018

enDebito collect & finance GmbH fordert für dateyard AG

Die Webseiten-Betreiberin dateyard AG ist bereits Thema in unserer Berichterstattung gewesen. Bereits seit 2015 lagen uns Forderungen von Inkassounternehmen vor, die noch offene Rechnungen von Kunden beitreiben wollten. Nun liegt uns eine neue Zahlungsaufforderung vor:von der enDebito collect & finance GmbH.

Titel: enDebito collect & finance GmbH fordert für dateyard AG


Hohe Kosten für dateyard-Abo


Am Medienhafen in Düsseldorf befindet sich das Inkassounternehmen enDebito collect & finance GmbH. Derzeit liegt uns eine Zahlungsaufforderung dieses Unternehmens vor, die von der dateyard GmbH beauftragt wurde. Die dateyard GmbH betreibt unterschiedliche Flirtportale wie zum Beispiel „cougartreff.net“, auf dem „Singles Kontakte für Freundschaften, Partnerschaften und mehr“ geknüpft werden können.

Auf der uns vorliegenden Zahlungsaufforderung schreibt die enDebito collect & finance GmbH, dass der Empfänger sich zu einem bestimmten Zeitpunkt auf dem Portal „cougartreff.net“ angemeldet und in der Folge soll er ein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen haben. Bei diesem Vorgang sollen eine IP-Adresse sowie der Nutzername festgestellt und dokumentiert worden sein.

Forderung durch enDebito collect & finance GmbH


Ein kostenpflichtiges Abo bei der Dateyard GmbH bzw. auf cougartreff.com kostet laut der Forderung für eine Laufzeit eines Monats 39,90 EUR. Da der Kunde die anfallenden Kosten bislang nicht bezahlte, wurde die enDebito collect & finance GmbH mit der Beitreibung der entstandenen Kosten beauftragt. Zuzüglich der Mahn- und Rücklastschriftgebühren sowie Auskunfts- und Inkassokosten kommt es zu einer Gesamtforderung von mehr als 130 EUR (siehe Bild).

Zwei Wochen Frist werden bis zur Zahlung der Kosten gewährt. Bei Verstreichen dieser Frist wird die Angelegenheit an die „hausinterne Rechtsanwaltskanzlei“ übergeben. Es handelt sich dabei um die Kanzlei Daniel Raimer. RA Raimer ist Geschäftsführer der enDebito collect & finance GmbH und bietet online u.a. für Internetnutzer den sogenannten „5-Minuten-Mahnbescheid“ an.

Scan: Forderung der enDebito collect & finance GmbH für Dateyard / Juni 2018
Forderung der enDebito collect & finance GmbH für Dateyard / Juni 2018


Kontaktmöglichkeit mit dem Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch Forderungsschreiben von enDebito collect & finance GmbH erhalten? Wir berichteten bereits über das Unternehmen dateyard AG und den Erfahrungen anderer Verbraucher. Wenn Sie solche Schreiben erhalten haben, sollte geklärt werden, ob mit der dateyard AG überhaupt ein wirksamer Vertrag zustande gekommen ist bzw. ob die die geltend gemachten Forderungen berechtigt sind. Auch sollte nicht von Abzocke oder Abofalle gesprochen werden, da der Vertragsabschluss über das Internet durchaus möglich ist. Das Inkassounternehmen enDebito collect & finance GmbH ist im Rechtsdienstleistungsregister aufgeführt und demzufolge berechtigt, in Deutschland Dienstleistungen hinsichtlich eines Inkassobüros anzubieten und durchzuführen. Für weitere Informationen allgemeiner Art nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

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Dienstag, 17. Juli 2018

E-net Payment Group verschickt Forderungen

Aus 28359 Bremen kommt das Unternehmen E-Net Payment Group, die in ihren Schreiben mit Formulierungen wie „gerichtliches Mahnverfahren“ oder „Zwangsvollstreckung“ Empfängern Sorgen bereiten.

Titel: E-net Payment Group verschickt Forderungen

Drohung einer Zwangsvollstreckung durch E-Net Payment Group


So teilt das Unternehmen „bedauerlicherweise“ mit, dass sich „in der Bundesrepublik Deutschland mehrere Sammelklagen von verschiedenen Gewinn- und Zeitschriftenverlagen gesammelt haben“ sollen. Genannt werden hier u.a. EuroMillions, EuroWinAg, und EuroWin24. Diese sollen sämtliche in Verzug befindliche Zahlungen ihrer Kunden an die E-Net Payment Group abgetreten haben.

Vergleichsangebot gilt drei Tage


Zu diesem Zweck werden vermeintlich ehemalige Kunden zur Zahlung von noch offenen Kosten mit einer Gesamthöhe von 760,00 EUR (zusammengesetzt aus Hauptforderung, Mahnkosten und vorgerichtlichen Inkassokosten) aufgefordert. Sollte der Empfänger jedoch innerhalb von drei (!) Tagen ein Vergleichsangebot von 305,00 EUR zahlen, so würde ein scheinbar bereits eingeleitetes gerichtliches Mahnverfahren eingestellt.

Bei einer Zahlung innerhalb der genannten Frist soll laut der E-Net Payment Group sämtliche Daten aus allen Online-Systemen gelöscht werden und somit Kontaktaufnahmen durch Gewinnspielverbände unterbunden werden. Wird die Frist jedoch nicht eingehalten, so wird die Gesamtforderung von 760,00 EUR sofort fällig. In so einem Fall würde es laut des Schreibens auch zu einer Beauftragung eines Gerichtsvollziehers oder gar einer Zwangsvollstreckung bzw. Pfändung kommen.

Scan: E-net Payment Group / Forderung / Juli 2018
E-net Payment Group / Forderung / Juli 2018


Ist diese Forderung rechtens?


Empfänger einer solchen Forderung sollten beachten: derzeit ist kein Unternehmen mit der Bezeichnung E-Net Payment Group im Rechtsdienstleistungsregister (Stand: 16.07.2018) eingetragen. Das bedeutet, dass diese Firma unter umstehen nicht dazu berechtigt ist, in Deutschland Inkassodienstleistungen anzubieten oder durchzuführen. Die Zahlung auf ein Konto in Rumänien erfolgen. Berechtigte Inkassoschreiben sollte man als Schuldner jedoch immer ernst nehmen. Reagieren sollten Verbraucher erst recht, wenn ein offizieller Mahnbescheid vom Amtsgericht kommt.

Kontakt zu Verbraucherdienst


Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren. Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

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Montag, 9. Juli 2018

ZCS Inkasso AG - Claim Service fordert für Gewinnspielanbieter

Vor wenigen Wochen berichtete Verbraucherdienst über eine Firma, welche offene Beträge für die angebliche Teilnahme an Gewinnspielen forderte. Nun liegt uns erneut eine Zahlungsaufforderung vor: ZCS Inkasso AG aus 12107 Berlin fordern „letztmalig“ bisher entstandene Kosten die Zahlung von mehr als 250 EUR. Doch ist die Forderung gerechtfertigt?


„Letzte außergerichtliche Mahnung“ von ZCS Inkasso AG


Beauftragt durch einen ungenannten Mandanten fordert eine Berliner Firma namens ZCS Inkasso AG noch offene Beträge ein. So sollen Empfänger von einem Schreiben telefonisch einen Vertrag mit bzw. für Top 100 Gewinnspiele / EuroWin 6-49 abgeschlossen haben. Innerhalb von sieben Tagen soll ein Betrag in Höhe von 269,46 EUR (zusammengesetzt aus der Hauptforderung, Mahnkosten und vorgerichtliche Inkassokosten) überwiesen werden. Als Kontoverbindung ist ein belgisches Konto angegeben, als Zahlungsempfänger die Bezeichnung „Zahlung Service“.

Im Fall einer Nichtzahlung wird unter anderem mit Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid und mit Pfändung gedroht.

Inkassoschreiben sollte man nicht ignorieren, aber …


In dem vorliegenden Schreiben der ZCS Inkasso AG kann behauptet werden, dass es ich nicht unbedingt um ein eingetragenes Inkassounternehmen handeln muss, nur weil das Wort „Inkasso“ im Firmennamen vorkommt. Hinsichtlich der ZCS Inkasso AG ist zum aktuellen Zeitpunkt kein Eintrag im Rechtsdienstleistungsregister (Stand: 09.07.2018) zu finden. Das könnte bedeuten, dass dieses Unternehmen in Deutschland keine Inkassodienstleistungen anbieten oder durchfahren darf.

Auch wenn die uns vorliegenden Unterlagen der Berliner Firma eine gewisse Drohkulisse aufbauen, ist die Forderung kritisch zu betrachten. So ist unter anderem ein Dokument mit dem Titel „Kündigungs Belegen“ (siehe Bild) beigefügt, welches die Kündigung eines angeblichen EuroWin 6-49 Abos darstellen soll. Wir zählten alleine auf dieser Seite mehr als zehn Rechtschreib- bzw. Grammatikfehler.

Scan: ZCS Inkasso AG / Claims Service Forderung Juni 2018
ZCS Inkasso AG / Claims Service Forderung Juni 2018


Scan: ZCS Inkasso AG / "Kündigungsbeleg" Juni 2018
ZCS Inkasso AG / "Kündigungsbeleg" Juni 2018


Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens ZCS Inkasso AG erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, kann jedoch nicht hundertprozentig belegt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

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Dienstag, 5. Juni 2018

Zahlungsaufforderung von Westbill Inkasso

Uns wurde eine „Aufforderung zur unverzüglichen Zahlung“ von einer Firma namens „Westbill Inkasso“ vorgelegt. Das Unternehmen aus Kolín (Tschechien) behauptet in dem Schreiben, dass eine offene Rechnung für eine Erotikdienstleistung noch zu zahlen wäre. Doch wohin soll überwiesen werden? Sollten Sie auch so ein Schreiben erhalten haben, erfahren Sie hier mehr.

Titelbild: Zahlungsaufforderung von Westbill Inkasso

Westbill Inkasso aus Kolín fordert zur „unverzüglichen Zahlung“ auf


Das Unternehmen Westbill Inkasso behauptet in einem vorliegenden Schreiben, dass der Empfänger eine „Forderung aus Erotikdienstleistung bisher nicht ausgeglichen“ habe. Die Kolíner Firma schreibt weitergehend, dass sie bevollmächtigt und beauftragt wurde, die genannte Forderung einzuziehen. Ein Auftraggeber wird jedoch nicht genannt. Auch die genaue Bezeichnung der telefonischen Dienstleistung sowie dazugehörige Daten wie Dauer und Gesprächspartners des angeblichen Telefonats werden nicht genannt.

Über 250 EUR für eine unbestimmte Erotikdienstleistung


Westbill Inkasso verlangt die Gesamtforderung in Höhe von 258,00 EUR innerhalb von 10 Tagen zu überweisen. Zu diesem Zweck ist eine tschechische Kontoverbindung angegeben. Laut der Forderungsaufstellung setzt sich der Betrag unter anderem aus folgenden Posten zusammen: Telefonsex-Service 90 EUR, Mahnkosten 48,00 EUR, Bearbeitungspauschale 60 EUR. Es ist hierbei anzumerken, dass im deutschen Rechtsdienstleistungsregister kein Inkassounternehmen mit der Bezeichnung „Westbill Inkasso“ vermerkt ist (Stand 04.06.2018).

Scan: Forderung WESTBILL Inkasso
Forderung WESTBILL Inkasso


Ist das Schreiben seriös?


Unseriöse Firmen ohne Erlaubnis versuchen häufig, mit angeblich offenen Forderungen Geld zu kassieren, beispielsweise über unbezahlte Beträge aus einem telefonisch bestellten Gewinnspiel oder aus Telefonsexdienstleistungen. Ein Sitz im Ausland oder eine ausländische Bankverbindung können verdächtig sein – müssen es aber nicht. Besonderes Augenmerk ist auf die entstandenen Gebühren zu werfen: sind diese zu hoch berechnet? Dies könnte hier der Fall sein. Empfänger eines solchen Schreibens können sich wehren, indem sie z.B. die benötigten Nachweise anfordern. Zu diesem Zweck könnte die angegebene Email des Anschreibens genutzt werden.

Kontakt mit Verbraucherdienst


Verbraucher, die ebenfalls Post von der Firma Westbill Inkasso erhielten, können sich für weitere Informationen bei uns melden.

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

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oder per E-Mail:

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Donnerstag, 17. Mai 2018

Ankündigung einer Zwangsvollstreckung durch Mainkas Solution Group

Uns liegt ein Dokument einer Firma namens Mainkas Solution Group vor. Das Schreiben trägt den Betreff „1. Mahnung – Sammelklagen – Ankündigung Zwangsvollstreckung“. Es sollen noch Beitragszahlungen offen sein, die nun durch das Unternehmen eingefordert werden. Haben Sie auch Post dieser Art erhalten? Hier erhalten Sie Fakten zu dem Thema.

Titel: Ankündigung einer Zwangsvollstreckung durch Mainkas Solution Group

Mainkas Solution Group fordert eine hohe Summe


Erneut wurde uns ein Schreiben vorgelegt, in welchem mit der Beauftragung eines Gerichtsvollziehers bzw. einer Zwangsvollstreckung gedroht wird, sofern nicht gezahlt wird. In diesem Fall stammt diese schriftliche Forderung von einer Firma namens „Mainkas Solution Group“, die laut Briefkopf in Hamburg ansässig sind.

Mainkas Solution Group schreibt: „Mit diesem Schreiben müssen wir Ihnen bedauerlicherweise mitteilen, dass sich in der Bundesrepublik Deutschland mehrere Sammelklagen von verschiedenen Gewinn- und Zeitschriftenverlagen gesammelt haben (u.a. EuroMillions, EuroWinAg, Weblotto, EuroWin24, NKL/SKL EuroJackpot), diese haben sämtliche im Zahlungsverzug befindliche Beitragszahlungen Ihrer Kunden an uns abgetreten“.

Innerhalb von drei Tagen soll die Gesamtsumme in Höhe von 285,00 EUR überwiesen werden, um weitere Folgen zu vermeiden. Bei diesem Betrag handelt es sich um ein Vergleichsangebot, die Hauptforderung samt Mahn- und Inkassokosten würde laut des Schreibens 760,00 EUR betragen.

Wie seriös ist das Schreiben?


Die Mainkas Solution Group droht bei Nichteinhaltung der Frist mit weiteren Folgen, wie unter anderem einer „Pfändung zukünftiger Rentenansprüche“ sowie einer „SCHUFA-Meldung“. Zum Zwecke der Überweisung ist dem Schreiben ein Zahlschein beigefügt, der bereits zu Teilen ausgefüllt wurde.

Der Betrag in Höhe von 285,00 EUR soll an eine Mainkas Solution SRL überwiesen werden. Die angegebene Kontoverbindung verweist auf ein Konto in Rumänien.

Scan: Anschreiben "Mainkas Solution Group"
Anschreiben "Mainkas Solution Group" 


Empfänger einer solchen Forderung sollten wissen, dass die Mainkas Solution Group kein in Deutschland eingetragenes Inkassounternehmen ist und somit stellt sich die Frage, ob das Unternehmen überhaupt dazu berechtigt ist, Dienstleistungen einer Inkassofirma anzubieten und durchzuführen. Auch die im Schreiben angegebene Handelsregisternummer (Amtsgericht Hamburg) führt zu keinem Eintrag. Die genannte Telefonnummer ist im Ausland angesiedelt, genauer gesagt in Großbritannien. Eine Website für weitere Informationen ist nicht angegeben.

Update Dezember 2018


Vor wenigen Tagen erhielten wir erneut eine Forderung mit dem Betreff "1. Mahnung - Ankündigung Zwangsvollstreckung droht" von der Mainkas Group. Scheinbar hat an der Aufmachung des Schreibens keinerlei Änderungen stattgefunden zu haben, jedoch hat sich der geforderte Betrag geändert. Anbei ein Scan der aktuellen Forderung, Stand Dez 2018:


Scan: Anschreiben "Mainkas Solution Group" / Dez 2018
Anschreiben "Mainkas Solution Group" / Dez 2018


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Mittwoch, 16. Mai 2018

Forderung von KM-Inkasso & Forderungsmanagement

„Letzte Mahnung“ aus Köln. Bereits zwei Forderungen einer Firma namens KM-Inkasso & Forderungsmanagement wurden an uns weitergeleitet. Laut des Schreibens soll eine Insertionsgebühr eines bestimmten Vertrags nicht bezahlt worden sein. Aus diesem Grund droht das Unternehmen mit einer Vorpfändung, sofern die offene Forderung nicht beglichen wird.

Titel: Forderung von KM-Inkasso & Forderungsmanagement

Offene Kosten laut KM-Inkasso & Forderungsmanagement


„Leider haben Sie sich auf unsere Schreiben und unseren Anrufen (…) nicht gemeldet“, heißt es einleitend und fehlerhaft in dem Brief der Firma „KM-Inkasso & Forderungsmanagement“. Konsequent zeichnet sich das Schriftstück durch eine Vielzahl von Rechtschreib- und Grammatikfehlern aus, was Zweifel aufkommen lässt. Handelt es sich um eine seriöse Inkassofirma, die im Auftrag Ihrer Kunden offene Forderungen beitreibt? Diese Frage wäre leichter zu beantworten, wenn ein Auftraggeber genannt werden würde. KM-Inkasso & Forderungsmanagement spart sich Belege und Vollmachten, aber bietet die Möglichkeit, eine „Gesprächsaufzeichnung als Audio-CD“ zu versenden. Auf dieser Aufzeichnung soll wahrscheinlich eine Bestätigung einer „Mitgliedschaft bei der Optima Solution GmbH“ zu hören sein. (Siehe Bild)

Gefordert wird eine Summe von 543,65 EUR. Beide Forderungen, die uns freundlicherweise durch Mitglieder zur Verfügung gestellt wurden, listen exakt Kostenpunkte sowie Vertragsnummern und Aktenzeichen auf. Obwohl zwei unterschiedliche vermeintliche Schuldner kontaktiert wurden, scheinen differenzierende Aktenzeichen zur Beitreibung nicht nötig zu sein. Die Hauptforderung soll eine sogenannte „Insertionsgebühr“ sein. Um welches Inserat es sich dabei handeln könnte, bleibt unbekannt.

Drohung mit Vorpfändung


KM-Inkasso & Forderungsmanagement droht bei weiterer Zahlungsverweigerung mit der Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens. Bevor es dazu kommen muss, zeigt sich das Unternehmen von der kulanten Seite und bietet die Zahlung eines Vergleichs an. Sollte der Empfänger innerhalb von drei Werktagen die Summe in Höhe von 258,78 EUR zahlen, würde er eine schriftliche Bestätigung „mit Ihrer sofortigen Kündigung“ erhalten. Was genau gekündigt werden würde, wird nicht beschrieben.

Um den Ernst der Lage zu verdeutlichen, fügte KM-Inkasso & Forderungsmanagement ein Formular mit dem Aufdruck „Vorpfändung“ dem Schreiben bei. Dort ist sogar die Bank als Drittschuldner vermerkt, um eine weitere Drohkulisse aufzubauen.

Scan: KM-Inkasso & Forderungsmanagement | Seite 1
KM-Inkasso & Forderungsmanagement | Seite 1

Scan: KM-Inkasso & Forderungsmanagement | Seite 2
KM-Inkasso & Forderungsmanagement | Seite 2

Scan: KM-Inkasso & Forderungsmanagement | Seite 3
KM-Inkasso & Forderungsmanagement | Seite 3



Fakten zur Forderung


Im Rechtsdienstleistungsregister (abrufbar unter rechtsdienstleistungsregister.de) ist zum derzeitigen Zeitpunkt kein Inkassounternehmen namens „KM-Inkasso & Forderungsmanagement“ aufgeführt. Die angegebene Website der Firma (www.km-inkasso.de) zeigt nur eine Testseite (Stand 16.05.2018), die Adresse verweist auf ein virtuelles Büro. Es stellt sich die Frage, ob das Unternehmen überhaupt dazu berechtigt ist, Dienstleistungen einer Inkassofirma anzubieten und durchzuführen.

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Freitag, 23. März 2018

Zahlungsaufforderung durch Europa Inkasso

Uns liegen mehrere Zahlungsaufforderungen von einem „Europa Inkasso“ mit unterschiedlichen Geschäftssitzen vor. Laut der Schreiben sollen noch Kosten bei diversen Spielgemeinschaften wie „Winner 49“ und „EuroMillions Lottery“ offen sein. Haben Sie auch so ein Schreiben im Briefkasten gefunden? Hier erfahren Sie mehr.

Titelbild: Zahlungsaufforderung durch Europa Inkasso

Europa Inkasso – aus Dortmund, Frankfurt oder Malta?


„Meine Kanzlei wurde beauftragt, beim zuständigen Mahngericht das gerichtliche Mahn- und Vollstreckungsverfahren mit anschließender Pfändung gegen Sie einzuleiten“ - mit dieser Drohung beginnen vorliegende Zahlungsaufforderungen einer Firma namens „Europa Inkasso“.

Angeblich sollen Verträge mit Spielgemeinschaften von den Empfängern abgeschlossen und trotz erbrachter Leistung nicht gezahlt worden. Die in den Schreiben genannten Spielgemeinschaften wären „Winner 49 & Spiele Club-49“ und „Winner 49 & EuroMillions Lottery“.

Gefordert werden unterschiedlichen Summen, die von der Laufzeit der Verträge abhängig sind. So sollen Kosten von 49,00 EUR monatlich anfallen. Zuzüglich Rechtsanwaltskosten, Auslagenpauschale und Mahnkosten kommen Beträge im dreistelligen Bereich zustande.

Die Summe soll innerhalb einer kurzen Frist auf ein Konto in Malta überwiesen werden. Dabei ist der Geschäftssitz laut der vorliegenden Schreiben u.a. in Dortmund.

Scan: Europa Inkasso, Dortmund | Seite 1
Europa Inkasso, Dortmund | Seite 1

Scan: Europa Inkasso, Dortmund | Seite 2
Europa Inkasso, Dortmund | Seite 2

Europa Inkasso Service GmbH ist ein eingetragenes Inkassounternehmen


Die vorliegenden Zahlungsaufforderungen haben allesamt das Logo des im Rechtsdienstleistungsregister eingetragenen Inkassodienstleisters „Europa Inkasso Service GmbH“ aus Wuppertal. Diese Eintragung bedeutet, dass das Unternehmen in Deutschland berechtigt ist, Inkassodienstleistungen für ihre Kunden durchzuführen und zum Beispiel mit entsprechender Vollmacht noch offene Kosten bei Schuldnern beizutreiben.

Die eingetragene Firma hat ihren Sitz in Wuppertal. Uns liegt eine Zahlungsaufforderung vor, die ebenfalls aus Wuppertal stammen soll. Jedoch weisen diverse Posten, wie unter anderem die Telefonnummer, Unterschiede auf. Die offenen Kosten sollen in diesem Fall auf ein niederländisches Konto überwiesen werden. Auch hier geht es um um noch nicht gezahlte Beiträge bezüglich der Spielgemeinschaft „Winner-49 & EuroMillions Lottery“. Aktuell wird auf der Homepage der Firma berichtet, dass sie "nicht Versender der in Umlauf gebrachten Forderungsschreiben von Winner49 und EuroMillionsLottery" sind. (Stand 11.04.2018)

Scan: Europa Inkasso, Wuppertal | Seite 1
Europa Inkasso, Wuppertal | Seite 1

Scan: Europa Inkasso, Wuppertal | Seite 2
Europa Inkasso, Wuppertal | Seite 2


Hilfe bei Europa Inkasso


Haben Sie auch eine Zahlungsaufforderung von Europa Inkasso erhalten? Für allgemeine Informationen können Sie sich gerne an uns wenden:

0201 176790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

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