Dienstag, 11. Dezember 2018

Kanzlei Twinkle droht mit einem Inkassoverfahren

Uns liegt ein Dokument eine Kanzlei Twinkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH vor. Das Schreiben trägt den Betreff „Eilt – Inkassoverfahren (Mit Gerichtsbeschluss“. Es sollen Zahlungen offen sein, die nun durch die Kanzlei eingefordert werden. Haben Sie auch Post dieser Art erhalten? Hier erhalten Sie Fakten zu dem Thema.

Titel: Kanzlei Twinkle droht mit einem Inkassoverfahren

Kanzlei Twinkle fordert eine hohe Summe


Erneut wurde uns ein Schreiben vorgelegt, in welchem mit der Beauftragung eines Gerichtsvollziehers bzw. einer Zwangsvollstreckung gedroht wird, sofern nicht gezahlt wird. In diesem Fall stammt diese schriftliche Forderung von einer Kanzlei Twinkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH, die laut Briefkopf in Frankfurt am Main ansässig sind.

Kanzlei Twinkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH schreibt: „sie haben trotz zahlreicher Mahnungen Ihre Zahlungsbereitschaft nicht unter Beweis gestellt. Deshalb haben sich Kosten und Zinsen weiter erhöht“. Kein Wort wird über den Auftraggeber oder den Ursprung der Forderung verloren. Empfänger eines solchen Schreibens sollen zahlen – und das möglichst schnell. Innerhalb von 10 Tagen soll die Gesamtsumme in Höhe von 239,89 EUR überwiesen werden, um weitere Folgen zu vermeiden.

Wie seriös ist das Schreiben?


Die Kanzlei Twinkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH droht aufgrund mangelhafter Kooperationsbereitschaft zur Zahlung mit einer Vorpfändung. die laut des Schreibens sogar bereits vorbereitet wurde. Genauer: das Konto des Empfängers wird in Kürze gesperrt. Um dies zu verhindern, muss schnellstens überwiesen werden. Zum Zwecke der Überweisung ist dem Schreiben ein Zahlschein beigefügt, der bereits zu Teilen ausgefüllt wurde.

Der Betrag in Höhe von 239,89 EUR soll an die Zahlungsempfängerin „Kanzlei Twinkle“ überwiesen werden. Die angegebene Kontoverbindung verweist auf ein Konto in Belgien.

Scan: Kanzlei Winkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH / Seite 1
Kanzlei Twinkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH / Seite 1

Scan: Kanzlei Winkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH / Seite 2
Kanzlei Twinkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH / Seite 2
Scan: Kanzlei Winkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH / Seite 3
Kanzlei Twinkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH / Seite 3


Empfänger einer solchen Forderung sollten wissen, dass der Rechtsanwalt und Notar Dr. Frank Müller laut der Überprüfung durch das offizielle „Bundesweite Amtliche Anwaltsverzeichnis der BRAK“ kein in Deutschland zugelassener Rechtsanwalt ist. Folglich stellt sich die Frage, ob die Kanzlei Twinkle überhaupt dazu berechtigt ist, oben zu sehende Forderungen zu stellen. Da im Schreiben keinerlei nötige Hinweise auf die zuständige Rechtsanwaltskammer vorhanden sind, sind Zweifel berechtigt. Die genannte Telefonnummer stellt eine Mobiltelefonnummer dar, eine Website für weitere Informationen ist nicht angegeben.

Kontakt mit Verbraucherdienst


Verbraucher, die ebenfalls Post von der Kanzlei Twinkle, Rechtsanwälte und Notar Dr. Frank Müller Partnerschaftsgesellschaft mBH erhielten, können sich für weitere Informationen bei uns melden.

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Freitag, 7. Dezember 2018

Mit der Firma ADinnovation GmbH & Co. KG auf den ersten Platz bei Google?

Uns wurde eine Email bezüglich der Firma namens ADinnovation GmbH & Co. KG zugestellt. Laut der Mail gab sich ein Anrufer als „Google Mitarbeiter aus“ und versprach eine hohe Position in den Suchergebnissen. Was sollten Gewerbetreibende beachten, wenn statt guten Rankings nur teure Rechnungen ins Haus flattern?

Titel: Mit der Firma ADinnovation GmbH & Co. KG auf den ersten Platz bei Google?

Vermeintliche „Google-Mitarbeiter“ auf Kundenfang?


Ein besseres Ranking bei Google – dazu brauchen Gewerbetreibende das nötige Knowhow und unter Umständen Zeit und Nerven. Denn neben dem Geschäft sich auch noch um die Pflege der Online-Auftritte und deren Positionen in den Suchmaschinen zu kümmern, erfordert Aufwand. Kein Wunder, wenn Unternehmer spezialisierte Agenturen beauftragen, die sich um das Ranking kümmert. Was ist jedoch, wenn man als Gewerbetreibender von einer Firma kontaktiert wird, die sich als „Google Mitarbeiter“ ausgibt und „den ersten Platz bei Google“ versprechen?

Die Firma ADinnovation GmbH & Co. KG aus Aachen verkündet auf ihrer Homepage „Mit AdDirect24 auf Seite 1“. Darunter verstehen die Anbieter die Optimierung von Kampagnen via Google AdWords, sprich Werbeanzeigen, die bei dementsprechenden Bedingungen in den Suchmaschinenergebnissen angezeigt werden.

Schlechte Bewertungen für ADinnovation GmbH & Co. KG


Umso überraschender ist das Fazit, wenn man die eigenen Suchergebnisse der ADinnovation GmbH & Co. KG googelt. Es gibt zahlreiche schlechte Bewertungen, die den Verdacht verhärten, dass sich die Mitarbeiter von AdDirect24 als Google-Mitarbeiter ausgeben:

Screenshot: Bewertung ADinnovation GmbH & Co. KG / Dez 2018
Screenshot: Bewertung ADinnovation GmbH & Co. KG / Dez 2018

Text: „Haben ein ziemlich aufdringliches Kaltakquise Team.
Erwecken den Eindruck sie seien selbst von Google oder von Google beauftragt.
Erst nach dreimaliger Nachfrage wurde klar gestellt das es sich bei der addirect24.de / ADinnovation um eine ganz normales Unternehmen handelt, welches versucht seine Adwords Pakte an den Mann zu bringen.“
 
Screenshot: Bewertung ADinnovation GmbH & Co. KG / Dez 2018
Screenshot: Bewertung ADinnovation GmbH & Co. KG / Dez 2018

Text: „Machen aufdringliche Kaltakquise für einen vielversprechenden "Adwords Flatratetarif". Für Unwissende so formuliert, als sei es Google direkt, auf Nachfrage geben sie sich aber zu verstehen, dass sie nur Partner seien. Selbst das ist aber nicht auf deren Website ersichtlich, daher ist auch diese Aussage in Frage zu stellen.“
Quellen: Google My Business Bewertungen / Dezember 2018.
Bitte beachten: Ob diese Aussagen der Wahrheit entsprechen, kann an dieser Stelle nicht belegt werden. Es handelt sich bei diesen Zitaten um Aussagen und Behauptungen von den Bewertern.

Email bestätigt den Eindruck


Wir wurden via Mail von einem Herrn R. kontaktiert, der uns ebenfalls den Eindruck bestätigt. Laut seiner Mail fordert die Firma ADinnovation GmbH & Co. KG Geld, „obwohl nie ein rechtsgültiger Vertrag abgeschlossen wurde. Die Firma gibt sich am Telefon als Google Mitarbeiter aus und versprechen den ersten Platz bei Google“.

Nun ist es so, dass natürlich keine „Google-Mitarbeiter“ bei Gewerbetreibenden anrufen, um das jeweilige Ranking zu verbessern. Möglicherweise wird man jedoch von sogenannten „Google-Partnern“ kontaktiert. In der Regel sind das Agenturen, die durch spezielle Prüfungen und Tutorials mit dem „Partner-Emblem“ ausgezeichnet werden – damit sie zukünftige Kunden effektiv beraten können. Dennoch: ein Google-Partner ist kein Angestellter von Google selbst.

Was tun, wenn ADinnovation GmbH & Co. KG Geld fordert?


Betroffene Gewerbetreibende sollten Forderungen oder gar Mahnungen der ADinnovation GmbH & Co. KG nicht ignorieren. Es empfiehlt sich, dass die erhaltenen Dokumente von einem Anwalt geprüft werden. Unternehmer, Selbständige und Freiberufler haben bei B2B Geschäften keinen Anspruch auf Widerruf!

Kontaktmöglichkeit mit dem Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch Erfahrungen mit der ADinnovation GmbH & Co. KG oder wurden Sie auch durch einen sogenannten „Google-Mitarbeiter“ kontaktiert? Gerne können Sie sich für weitere allgemeine Informationen bei uns melden.

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Donnerstag, 6. Dezember 2018

Tideplay.de und PlaPlay.de – Hohe Kosten nach Ablauf der Testphase

In vergangener Zeit meldeten sich Verbraucher bei uns, die uns ihre Erfahrungen mit den Streaming-Portalen „Tideplay.de“ und „PlaPlay.de“ mitteilen wollten. Optisch sind die beiden Webseiten kaum auseinanderzuhalten, doch ist jeweils ein anderes Unternehmen aus UK für den Betrieb verantwortlich. Uns wurde berichtet, dass nach einer 5-Tage-Testphase die Zahlung von mehr als 350 EUR gefordert wurde. Worauf Verbraucher bei der Nutzung achten sollten, erläutern wir im folgenden Artikel.

Titel: Tideplay.de und PlaPlay.de – Hohe Kosten nach Ablauf der Testphase

Tideplay: Nach 5 Tagen folgt eine hohe Rechnung


„Filme online ansehen“ - so einfach sollen aktuelle Kinohits auf den heimischen Fernseher geholt werden. Während Netflix und Co. bereits seit Jahren auf dem Siegeszug sind, versucht scheinbar die Plattform „Tideplay.de“ ebenfalls mit Blockbustern bei Serien- und Filmfans punkten zu wollen. Bereits die Startseite von Tideplay bietet eine reichhaltige Übersicht über das Angebot, sei es der Animationsfilm „Findet Dorie“ oder die Comicverfilmung „Guardians Of The Galaxy“. Betrieben wird Tideplay.de laut Impressum von der FAST TIDE LTD mit Sitz in Großbritannien.

Klickt man auf einen der dargestellten Filme, so erscheint der Hinweis: „Achtung! Es wurde ein Fehler festgestellt: Nicht registrierte Nutzer haben keinen Zugriff auf die Filme, melden Sie sich bitte an bzw. registrieren Sie sich auf der Webseite.“ Wir klickten auf den Button „Registrieren“ und fanden ein Formular. Wird dieses ausgefüllt und an die Betreiber von Tideplay gesandt, so soll eine kostenlose Testphase mit der kurzen Dauer von fünf Tagen starten. Nach Ablauf der Zeit muss die Zahlung einer Premium-Mitgliedschaft einmalig in Höhe von 359,88 EUR geleistet werden.

Screenshot: Registrierung auf "Tideplay.de"
Screenshot: Registrierung auf "Tideplay.de" / Dezember 2018


Kein Widerrufsrecht durch den Betreiber eingeräumt


Über die hohen Kosten einer Mitgliedschaft wird erst in den Nutzungsbedingungen in Kenntnis gesetzt. Dort heißt es: „Wenn Sie die kostenfreie Testphase abonnieren oder Ihren Account während der Testphase löschen, wird keine Gebühr erhoben. Falls Sie Ihren Account innerhalb von 5 Tagen nicht löschen sollten, wird Ihr Account automatisch als Premium-Tarif für den Preis von 29,99 € pro Monat (359,88 € pro Jahr) verlängert. In diesem Fall muss die Zahlung für die Premium-Mitgliedschaft einmalig in Höhe von 359,88 € geleistet werden“. Quelle: tideplay.de/nutzungsbedingungen.html

Was in den Nutzungsbedingung des Webportals Tideplay.de jedoch fehlt, ist das Widerrufsrecht. Nach der geltenden EU-Richtlinie über Verbraucherrechte zum 13. Juni 2014 müssen Anbieter digitaler Inhalte ab Vertragsschluss ein 14-tägiges Widerrufsrecht gewähren. Das gilt auch für derartige Streamingportale.

PlaPlay.de – optische ähnliche Aufmachung wie Tideplay


Über das rein visuell zum Verwechseln ähnliche Streaming-Portal „PlaPlay.de“ erfuhren wir durch eine Email einer Verbraucherin. Sie konnte sich die Mails von PlaPlay nicht erklären. Die Verbraucherin soll sich auf dem Portal für eine 5-Tage-Testphase registriert haben. Auch hier soll der kostenlose Account in einen Premium-Status umgewandelt werden. Die Kosten dafür: ebenfalls 359,88 EUR für ein Jahr.

Betrieben wird PlaPlay.de von einer ABABLE PLAY LTD, ebenfalls aus Großbritannien, aber nicht an der gleichen Adresse wie Tideplay. Dennoch unterscheiden sich die Nutzungsbedingungen rein visuell kaum – bis auf den Vertragspartner bzw. den Betreiber der jeweiligen Webseite.

Screenshot: Startseite Tideplay.de / Dez 2018
Startseite Tideplay.de / Dez 2018
Screenshot: Startseite Plaplay.de / Dez 2018
Startseite Plaplay.de / Dez 2018


Kontaktmöglichkeit mit dem Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch Erfahrungen mit den genannten Portalen Tideplay oder PlaPlay? Haben Sie unweigerlich eine Mitgliedschaft abgeschlossen? Gerne können Sie sich für weitere allgemeine Informationen bei uns melden.

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Neues Portal der ZaBu GmbH: Mein-Dienstleistungsservice.de

Bereits 2015 berichtete Verbraucherdienst über die ZaBu GmbH, die in der Vergangenheit mit dem Branchenbuch „Mein Businessdeal“ in Erscheinung tat. Nun ist uns ein neues Portal bekannt geworden: mit Einträgen auf der URL Mein-Dienstleistungsservice.de wird versucht, Verträge mit Gewerbetreibenden abzuschließen. Doch da zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Webportal nicht funktionstüchtig ist, könnte es Schwierigkeiten geben.

Titel: Neues Portal der ZaBu GmbH: Mein-Dienstleistungsservice.de

Mehr Umsatz durch Mein-Dienstleistungsservice.de?


„Mehr Umsatz?“ fragt das Portal Mein-Dienstleistungsservice.de der Firma ZaBu GmbH aus Schwerin. Die Seite bietet Gewerbetreibenden, Unternehmern und Selbständigen scheinbar die Möglichkeit, ein Firmenprofil anzulegen und bestenfalls neue Aufträge zu erhalten. Jedoch ist eine Anmeldung für die Auftragserteilung aktuell nicht möglich; die Seiten „Auftrag erteilen“ und „Auftragsbuch füllen“ führen derzeit zu einer 404 Fehlerseite. (Stand: 06.12.2018)

Laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) werden Verträge zwischen Gewerbetreibenden und der ZaBu GmbH telefonisch geschlossen, eine schriftliche Bestätigung dessen erfolgt dann in schriftlicher Form. Alternativ kann die Auftragserteilung via Post, ‬Fax oder E-Mail eingehen. Laut unserer Erfahrung mit Branchenbüchern und Gewerbeverzeichnissen, die Einträge auf dem telefonischen Wege vermitteln, können insgesamt zwei Anrufe erfolgen. Das erste Telefonat dient zur Information, währen das zweite Gespräch in der Regel nur Daten abgleicht.

Ein weiteres Branchenverzeichnis der ZaBu GmbH


Bereits mit dem Branchenbuch „Mein Businessdeal“ versuchte die ZaBu GmbH mit ihren beiden Geschäftsführern Madlen Zanner und Marcel Bruhn Verträge für kostenpflichtige Firmeneinträge abzuschließen. So meldeten sich zahlreiche Gewerbetreibende bei uns, um uns ihre Erfahrungen mit dem damaligen Portal mitzuteilen. Oftmals lagen teure Rechnungen und Mahnungen der ZaBu GmbH vor. Es kam sogar vor, dass ein Unternehmer laut eigener Aussage keinerlei Kontakt (weder schriftlich noch telefonisch) zur ZaBu GmbH hatte, aber dennoch eine Rechnung erhielt.

Kontaktmöglichkeit mit dem Verbraucherdienst e.V.


Sind Sie Gewerbetreibender und haben Erfahrungen mit der Firma ZaBu GmbH oder Mein-Dienstleistungsservice.de? Gerne können Sie sich für weitere allgemeine Informationen bei uns melden.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
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oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

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Dienstag, 4. Dezember 2018

Erfahrungen mit der AGD Medien und Service UG

Wir bieten Verbrauchern und sämtlichen Lesern unseres Webangebots die Möglichkeit, uns via den sogenannten „Abzockbutton“ zu kontaktieren. Dies nutzte auch der Verbraucher Herr S., der uns über die Firma AGD Medien und Service UG informieren wollte.

Titel: Erfahrungen mit der AGD Medien und Service UG

Fragt die AGD Medien und Service UG telefonisch Kontodaten ab?


Herr S. trat mit uns in Kontakt über unsere „Abzocke melden“ Funktion, die wir auf unseren Webseiten anbieten. Er teilte uns auf diesem Weg mit, wie eine Firma namens AGD Medien und Service UG ihn kontaktierte. Wir zitieren an dieser Stelle die Mail von Herrn S.:

„Ich möchte die Firma AGD Medien und Service UG melden, diese ruft folgender Nummer +49152******** (Nummer der Redaktion bekannt) an und verspricht zwei Reisen plus 500,00 EUR in bar. Nachdem man die Kontodaten preisgegeben hat, muss man zur Finanzierung der Gewinne ein Abo abschließen, dass mit zwei Raten à ca. 53,00 EUR abgebucht werden soll. Danach kommt dann noch einen Kontrollanruf von folgender Nummer +49211******** (Nummer der Redaktion bekannt).


Was ist über die Firma AGD Medien und Service UG bekannt?


Bei unseren Recherchen nach der Firma stießen wir auf weitere Informationen. So soll die AGD Medien und Service UG laut der Suchmaschinenergebnisse ihren Sitz auf der Grafenberger Allee in Düsseldorf, NRW haben. Dort befindet sich ein Business-Center, in dem Unternehmer u.a. virtuelle Büros und weitere Dienstleistungen nutzen können.

Die Suchmaschinenergebnisse zeigen neben einer möglichen Adresse auch andere Verbrauchermeinungen und Erfahrungen auf. So ist ebenfalls von telefonisch versprochenen Reisegewinnen die Rede, für die jedoch eine Zeitschrift abonniert werden müsste. Andere Kommentare nennen die Firma PVZ Pressevertriebszentrale GmbH und Co. KG die uns bekannt ist. Wichtig zu wissen: Die Werber müssen für das Abo nicht zwangsläufig im Auftrag der PVZ Pressevertriebszentrale arbeiten. Diese ist nur der Lieferant, der Werber könnte in diesem Fall die AGD Medien und Service UG sein.

Screenshot: Screenshot Google Bewertung / AGD Medien und Service UG
Screenshot Google Bewertung / AGD Medien und Service UG


Kontaktmöglichkeit mit dem Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch Erfahrungen mit den genannten Firmen AGD Medien und Service UG oder PVZ Pressevertriebszentrale GmbH & Co. KG? Haben Sie unweigerlich ein Abo abgeschlossen? Gerne können Sie sich für weitere allgemeine Informationen bei uns melden.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

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oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

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Freitag, 30. November 2018

Erfahrungen mit der Tradelore Corporation

Ein Verbraucher meldete sich bei uns, um uns seine Erfahrungen mit dem Unternehmen Tradelore Corporation zu schildern. Es handelt sich bei dem Unternehmen, welches sich auf ihrer Homepage als „internationales Immobilienunternehmen“, welches laut eigener Aussage seit 18 Jahren in der Branche tätig sein soll. Die Tradelore Corporation betreibt Vertriebsdienstleistungen im Bereich Immobilienmanagement (Corporate-Real-Estate-Management).

Titel: Erfahrungen mit der Tradelore Corporation

Keine Auszahlung durch eine schlechte Google-Bewertung?


Scheinbar wurde zwischen beiden Parteien ein Vertrag abgeschlossen, der nach Ablauf der Laufzeit von 5 Jahren die Auszahlung einer vereinbarten Zinszahlung festlegt. Laut der Aussage des Verfassers der Mail fand dies nicht statt. Eine Auszahlung soll verweigert worden sein, da der Verbraucher eine schlechte Bewertung der Tradelore Corporation im Internet vergab. Wir zitieren im folgenden Absatz die von uns erhaltene Mail.

„In 2012 habe ich mit der Firma "Tradelore Corporation" einen "Rohstoff Handel Direkt Markt (RHDM)" Vertrag abgeschlossen. Dieser sollte für 5 Jahre lang laufen mit einer monatlichen Einzahlung von 100 EUR. Jährlich sollte mir dann eine 25% auf den bis dahin eingezahlten Betrag gut geschrieben werden. Die Auszahlung sollte in 2017 November fällig sein. Leider ist diese bis heute noch offen.

Ich habe mich heute nochmal mit meinem Ansprechpartner - und Chef der Firma – A. B. (Name der Redaktion bekannt), in Kontakt gesetzt. Er meinte kurz danach, dass ich wegen meiner schlechten Bewertung, die ich ungefähr in März auf Google geschrieben habe, keinen Anspruch auf diese Zahlung habe, solange diese Bewertung noch da ist.

Insgesamt habe ich über 5 Jahre 6.000,00 EUR investiert und mir liegt eine schriftliche vereinbarte Summe von ca. 12.000,00 EUR offen.“

Details über den Darlehensvertrag


Uns wurde durch den Betroffenen der besagte Darlehensvertrag nach § 488 BGB vorgelegt. Auf diesem Vertrag ist zu erkennen, dass es sich um ein Darlehen in Höhe von 6.000 EUR mit dem Darlehenszweck „Rohstoffhandel Direktmarkt“handelt.

Die Auszahlung soll in 60 Auszahlungsraten in Höhe von 100,00 EUR ausgezahlt werden. Nach einer Laufzeit von insgesamt fünf Jahren ist der Nettodarlehensbetrag in voller Höhe zurückzuzahlen.

Der Jahreszinssatz soll laut des Vertrags 24% vom Nettodarlehensbetrag betragen und wird am Ende der Laufzeit ausgezahlt.

Scan: Darlehensvertrag Tradelore Coporation / Seite 1
Darlehensvertrag Tradelore Coporation / Seite 1
Scan: Darlehensvertrag Tradelore Coporation / Seite 2
Darlehensvertrag Tradelore Coporation / Seite 2


Über die ehemalige Firma des Geschäftsführers vor der Tradelore Corporation


Als Kontaktsitz der Firma Tradelore Corporation wurde ein Business Center in Frankfurt genannt, als Firmensitz eine Adresse in Oregon, USA. Der aktuelle Geschäftsführer der Tradelore Corporation A.B. (Name der Redaktion bekannt) hat bereits 2017 durch eine Pressemeldung der BaFin für Aufsehen gesorgt. So wurde seiner vorherigen Firma, der Afv Braun e.K., der Betrieb eines unerlaubt betriebenen Einlagengeschäfts festgestellt.

„Der AfV Braun e. K. bot an, bestehende Forderungen aus gekündigten Vermögenanlagen einzuziehen, sie als „Kaufpreis“ für einen zu erwerbenden Diamanten zunächst einzubehalten und später auszuzahlen.
Mit dem Einzug entsprechender Forderungen, die erst später ratierlich an die Kapitalgeber auszuzahlen sind, betreibt der AfV Braun e. K. das Einlagengeschäft ohne die erforderliche Erlaubnis der BaFin. Er ist verpflichtet, die angenommenen Gelder unverzüglich und vollständig an die Kapitalgeber zurückzuzahlen.“ 
Quelle: Bafin.de

Es liegt die Vermutung nahe, dass die Tradelore Corporation für diese Art Darlehensaufnahme eine Genehmigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) benötigt, da es sich hier um Einlagengeschäft handeln könnte. Liegt in diesem Fall erneut keine Erlaubnis vor, kann dies für die Geschäftsführung der Gesellschaft sowohl zivilrechtliche, als auch strafrechtliche Konsequenzen haben.

Nachtrag: Weitere Erfahrungen


Kurz nach der Veröffentlichung dieses Beitrags meldete sich ein weiterer Anleger, der Erfahrungen mit der Tradelore Corporation hat. Dank seiner Schilderungen lässt sich vermuten, dass noch weitere Anleger vergleichbare Erfahrungen machten. Wir zitieren zu diesem Zweck seine Mail.
Zitat:

"Ich habe 50% meiner ausgezahlten Lebensversicherung in Vorzugsaktien der sogenannten Tradelore-Corporation investiert (rd. 3.700 EUR). Hierbei wurde eine Laufzeit von 36 Monaten, mit einer monatlichen Abschlagszahlung i. H. von rd. 200 EUR vereinbart. Ein lukratives Geschäft, sollte man vermuten.

Alle Unterlagen, das Beratungsgespräch wirkten sehr professionell. Mich wunderte nur, das Herr B. (Anmerkung: Name der Redaktion bekannt) mir ein Schreiben hat zukommen lassen, in dem er darum bat, eine neue IBAN für die Zahlung der 3.700 EUR zu verwenden. Er begründete dies mit einem Systemupgrade einer Bank. Nach der Überweisung meines Anteils bekam ich das Zertifikat von Tradelore. Zugleich auch eine „SMS“ (!) von Herrn B. mit dem Hinweis, dass das Geld nun eingegangen sei und man mir nun das Zertifikat zukommen lassen würde. Recht merkwürdig, doch vermutete ich, dass Herr B. wohl keinen Datenempfang mit seinem Smartphone hatte. 

Beginn der Laufzeit war der 01.10.2018. Die erste monatlich Rate erfolgt bereits am 15.10.2018. Doch von dort an blieben die Zahlung aus. Meine Recherchen haben ergeben, dass die Webseite www.tradelore.de, auf der mit Ankauf von Lebensversicherungen geworben wurde, nicht mehr existiert. Es findet lediglich eine Verlinkung zu YouTube statt. Dort gibt es allerdings nur einen Trailer, der sich mit Lebensversicherer und deren „unlauteres“ Verwalten der Beitragseinnahmen ihrer Versicherungsnehmer befasst. 

Eine Mobilfunknummer, über die mich Herr B. oftmals kontaktierte, ist nicht mehr erreichbar. Per Whatapp ebenso wenig. Das Profilbild bei Whatapp wurde entfernt. Der dazugehörige Profileintrag wurde mit den Worten „schon ok“ vor 9 Tagen geändert. Die Festnetznummer des Büros in Frankfurt ist zwar erreichbar, jedoch wird der eine Codenummer verlangt. Hat man diese nicht vorliegen, legt das System automatisch auf."

Zitat Ende.


Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch Verträge mit der Tradelore Corporation geschlossen? Gerne können sich auch Anleger mit alternativen Erfahrungen oder weiterführenden Informationen bei uns melden.

Allgemeine Infos zu dem Thema Kapitalanlage erhalten Sie über unter dieser Telefonnummer:

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Mittwoch, 28. November 2018

Über die Platinum Card Services Ltd. und „sofort.credit“

Es melden sich zahlreiche Verbraucher, die sich auf Internetseiten nach einem „Kredit ohne Schufa“ umschauen und kurz darauf eine MasterCard via Nachnahme erhalten haben. Auch die Platinum Card Services Ltd. bietet Kreditkarten an; eine Verbraucherin leitete eine Mahnung an uns weiter.

Titel: Über die Platinum Card Services Ltd. und „sofort.credit“

Prepaid Kreditkarten der Platinum Card Services Ltd.


Wir berichteten bereits über Zahlungsaufforderungen des Payment-Dienstleisters VERIPAY BV aus dem niederländischen Heerlen. In unserem Beitrag wurde von dem Unternehmen ein Betrag von von 98,90 EUR für die Bestellung einer MasterCard verlangt. Laut unserer Kenntnis wurde auch das Inkassobüro Euro Collect GmbH mit der Beitreibung der offenen Beträge beauftragt.

Aktuell wurde uns eine Zahlungsaufforderung sowie eine Mahnung von einem Unternehmen namens Platinum Card Services Ltd. von einer Verbraucherin übermittelt, die laut des Schreibens die Webseite „sofort.credit“ besuchte. Die von der VERIPAY BV betriebene Seite ist auf den Vertrieb von Kreditkarten (in diesem Fall MasterCard) spezialisiert. Scheinbar soll nach dem Ausfüllen eines Kontaktformulars die Kreditkarte als Nachnahmesendung zugestellt werden, welche den Betroffenen 98,90 EUR kosten soll.

Scan: Mastercard Bestellung Platinum Card Services Ltd./ Okt 2018
Mastercard Bestellung Platinum Card Services Ltd./ Okt 2018


Kosten entstehen auch bei Verweigerung der Annahme


Wird die Annahme verweigert, folgt nach kurzer Zeit eine Zahlungserinnerung und Bestellbestätigung der Platinum Card Services Ltd., in der um einen Ausgleich der Forderung gebeten wird. Die Überweisung soll in diesem Fall an die VERIPAY BV gehen. In der besagten Nachnahmesendung ist die beworbene MasterCard nicht enthalten, sondern nur Zugangsdaten für ein Portal namens PAYPRO (www.paypro.sg).

In den Unterlagen zur Bestellung ist ein sogenannter „Voucher“ enthalten – ein Gutschein, der üblicherweise für eine bereits bezahlte Leistung erstellt wird. Mittels der Daten des Vouchers soll die bestellte MasterCard auf dem Portal PAYPRO aktiviert werden. Wichtig zu wissen: erst in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen wird deutlich, dass es sich bei der MasterCard um eine PrePaid-Karte handelt, die vor Gebrauch erst einmal aufgeladen werden muss.

Kein garantierter Kredit beim „Schufafrei Sorglos Duo“


Das Angebot der Platinum Card Services Ltd. umfasst ebenfalls die Beantragung eines Kredits bis zu 7.500 EUR. Auch bei dieser Dienstleistung mit der Bezeichnung „Schufafrei Sorglos Duo“ lohnt sich ein Blick in die AGB. Dort wird beschrieben, dass die bei der Bestellung erfassten Daten an „das jeweilige Finanzinstitut“ weiter geleitet wird. Weitere Informationen erhalten interessierte Verbraucher nicht.

Möchte man Widerruf einlegen, muss man sich an folgende Adresse richten: Platinum Services GmbH, Am Gut Wolf 3, in 52070 Aachen. Vertragspartner scheint ein externer Dienstleister mit dem Namen „Platinum Card Services UK Ltd.“ (483 Green Lanes, GB-London N13 4BS) zu sein.

Bitte beachten:

Verbraucher auf der Suche nach Online-Krediten sollten sich die nötige Zeit nehmen, um die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der VERIPAY BV oder Platinum Card Services Ltd. genau durchzulesen. So ist gewährleistet, dass Sie mehr Informationen über die tatsächlich erhaltenen Leistungen erhalten.

Hilfe bei Plantinum Card Services Ltd.


Sollten Sie ein Zahlungsaufforderungen bzw. Mahnung von der Platinum Card Services Ltd., Veripay B.V. oder gar durch ein Inkassounternehmen erhalten haben, sollten Sie unbedingt reagieren. Es handelt sich dabei um keinen Fake, der in der Ablage Papierkorb landen sollte. Handeln Sie jetzt und nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten.

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Dienstag, 27. November 2018

Über die verschiedenen Kredit-Portale der Creative Payment & Media B. V.

Die Firma Creative Payment & Media B. V. aus den Niederlanden betreibt diverse Internetportale, die eine MasterCard bzw. einen Sofortkredit über mehrere tausend Euro anbieten. Doch statt dem erhofften Kredit kommen oftmals weitere Kosten auf interessierte Verbraucher zu.

Titel: Über die verschiedenen Kredit-Portale der Creative Payment & Media B. V.

Werbung mit „SofortKredit bis zu 7.500€ und exklusive Platin MasterCard“


„Ein neues Auto? - Schufafreier Kredit für Arbeitnehmer in Deutschland“ - mit solchen Versprechen wendet sich die Creative Payment & Media B. V. aus Kerkrade (NL) an jene Verbraucher, die auf der Suche nach Krediten im Internet sind. Der Anbieter lockt die Besucher mit Schufa-freien Krediten sowie einer Mastercard, die jeweils über diverse Webseiten bestellt werden können. Unter anderem sind uns die unterschiedlichen Webseiten „PlatinMastercard.de“, „Sorgen-Frei.club“ oder „DeinKreditClub.de“ der Creative Payment & Media B. V. bekannt.

Auf den Portalen der Creative Payment & Media B. V. wird ein Sofortkredit über mehrere tausend Euro und eine Platin MasterCard angeboten – und das auch noch ohne Schufa. Dieses Angebot lässt sich jeweils bequem über ein Bestellformular online bestellen, die Sendung kommt dann via Nachnahme ins Haus. Angeboten werden zum derzeitigen Zeitpunkt insgesamt drei Tarife, von denen die Tarife „Gebührenfrei“ und „Tarif VIP“ erst demnächst verfügbar sein sollen.

Somit bleibt das einzig verfügbare Angebot der drei Portale der Creative Payment & Media B. V. zum jetzigen Zeitpunkt der Tarif "CLUB MASTERCARD® HOCHGEPRÄGT“, der laut der Beschreibung folgende Eigenschaften mit sich bringt: kostenlose Vermittlung, echte Mastercard, Cashback beim Online-Shopping, Aufnahmegebühr 49,90 EUR, Jahresgebühr 49,90 EUR und einen Kredit bis zu 7.500,00 EUR.

Creative Payment & Media B. V.: MasterCard via Nachnahme?


Interessierte Verbraucher könnten sich unter Umständen wundern, wenn der Bote mit der versandten Mastercard vor der Tür steht, um die anfallenden Kosten zu kassieren. So sind in vielerlei Fällen statt dem erhofften Kredit weitere Kosten entstanden, die insbesondere jene Menschen belasten, die aus einer Schuldenfalle entkommen wollten. Auch die Verweigerung der Annahme des Schreibens der Creative Payment & Media B. V. kann finanzielle Folgen haben: so ist weitere Post in Form von Mahnungen und Zahlungsaufforderungen möglich, die in Sachen Kosten weit über den ursprünglich geforderten Betrag hinausgehen.

Bei Angeboten im Internet, die mit „schufa-freien“ Krediten werben, ist Vorsicht geboten. In Deutschland erfolgt die Kreditvergabe durch ein seriöses Finanzdienstleister nicht ohne vorherige Bonitätsprüfung durch eine Auskunftei.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie Erfahrungen mit der Creative Payment & Media B. V. oder den besagten Portalen „PlatinMastercard.de“, „Sorgen-Frei.club“ oder „DeinKreditClub.de? Nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern unbedingt reagieren, da weitere Kosten entstehen können. Gerne helfen wir Ihnen mit allgemeine Informationen via E-Mail und Telefon.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unter dieser Telefonnummer:

0201-176 790

oder per E-Mail:

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Donnerstag, 22. November 2018

Saturn Inkasso fordert für Finanzen im Griff Verm. GmbH

Ein Mitglied wandte sich mit einer Zahlungsaufforderung der Saturn Inkasso GmbH an uns. So fordert das Inkassobüro im Auftrag einer Finanzen im Griff Vermittlungsgesellschaft mbH die Zahlung noch offener Kosten für ein „Finanzmanager Servicepaket“.

Titel: Saturn Inkasso fordert für Finanzen im Griff Verm. GmbH


Wird die verzweifelte Suche nach einem Kredit im Internet ausgenutzt?


Die meisten Verbraucher wissen: Geld wächst nicht auf Bäumen. Dass es aber genauso wenig frei im Internet verfügbar ist, sollte anzunehmen sein. Leider versuchen diverse Firmen seit Jahren jene Personen anzulocken, die aufgrund unterschiedlicher Umstände in eine Schuldenfalle getappt sind und demzufolge Geld benötigen. Auf der Suche nach Schlagwörtern wie „Kredit ohne Schufa“ oder „Kredit trotz Schufa“ gelangen sie auf Portale, die auf dem ersten Blick zwar schnelle „Sofort-Kredite“ versprechen, aber letztlich sogar weitere Kosten verursachen können. Statt dem erhofften Kredit erhalten interessierte Kunden, die freiwillig via Internetformular eine Kreditanfrage stellten, sogenannte Finanzsanierungs-Angebote.


„Finanzen im Griff Vermittlungsgesellschaft mbH“ bietet ein Finanzmanager Servicepaket


Mit dem einprägsamen Namen „Finanzen im Griff“ präsentiert sich eine Firma aus Fürth im Internet. Auf der derzeit geschalteten Website (http://www.finanzen-im-griff.de) wird mit einer kompetenten Beratung sowie einer persönlichen Betreuung geworben, um durch eine „richtige Strategie“ das „finanzielle Potential“ voll auszuschöpfen. Das möchte die Firma „Finanzen im Griff Vermittlungsgesellschaft mbH“ scheinbar mit einem Finanzmanager Servicepaket für ihre Kunden erreichen. Leider ist es uns bei einem aktuellen Besuch der Website nicht gelungen, auf die Produkte zuzugreifen (Stand 20.11.2018), da einige der Elemente der Homepage scheinbar bei unserem Besuch nicht erwartungsgemäß funktionierten.

Zahlungsaufforderung durch die Saturn Inkasso GmbH


Mehr Informationen zu dem Angebot für das Finanzmanager Servicepaket der „Finanzen im Griff Vermittlungsgesellschaft mbH“ erhielten wir, als uns eine Verbraucherin eine Zahlungsaufforderung der Saturn Inkasso GmbH aus Nürnberg übermittelte. Dort verlangt das Inkassobüro im Auftrag der „Finanzen im Griff Vermittlungsgesellschaft mbH“ die Zahlung eines Gesamtbetrags in Höhe von 412,59 EUR. Zahlbar ist der Betrag innerhalb der durch Saturn Inkasso GmbH gesetzten Frest von 14 Tagen. Wird die Forderung nicht überwiesen, droht das das Inkassobüro mit der Einleitung eines gerichtlichen Mahnverfahrens. Sollte bei der Suche nach einem Sofort-Kredit (trotz oder ohne Schufa) weitere Kosten und letztlich sogar hohe Gerichtskosten bezahlt werden müssen, so wären das desaströse Folgen für die Verbraucherin. Ob das die „richtige Strategie“ für die Betroffene ist, um ihre Finanzen tatsächlich in den Griff zu bekommen, ist fraglich.

Scan: Saturn Inkasso: Forderung für Finanzen im Griff Verm. GmbH, Nov 2018
Saturn Inkasso: Forderung für Finanzen im Griff Verm. GmbH, Nov 2018


Es ist uns leider nicht bekannt, was das Angebot der Fürther Firma beinhalten soll. Möglicherweise lässt sich hinter der Bezeichnung Finanzmanager Servicepaket eine Art Finanzsanierung vermuten. Eine solche Finanzsanierung soll dabei helfen, einen Überblick über die persönliche finanzielle Situation zu bekommen – jedoch gegen Gebühren.

Kredite trotz Schufa sollten skeptisch machen


Im Netz finden sich zahlreiche Anbieter von schnellen Krediten. Leider wird in der Eile und vielleicht auch wegen der Notlage schnell übersehen, dass bereits nach dem ersten Anschreiben Bearbeitungsgebühren fällig werden können, die teilweise mehrere hundert Euro betragen.

Generell seien Angebote über hohe Kredite ohne eine vorige Prüfung durch die Schufa generell verdächtig, eine seriöse Bank würde potentielle Kunden vorher überprüfen.

Doch solche Versprechungen dienen dazu, um mögliche Kunden anzulocken. Einmal mit dem Versprechen auf eine schnelle Kreditauszahlung geködert, fallen stattdessen Kosten für Formulare und weitere Bearbeitungsgebühren an. Den erhofften Kredit erhält man wahrscheinlich nicht, im Gegenteil: man könnte zur Kasse gebeten werden. Viele Betroffene wehren sich nicht gegen die Forderung, doch ist eine Reaktion stets ratsam, um weitere Kosten zu vermeiden.

Finanzen im Griff Verm. GmbH , ehemals Cervia Finanz GmbH


Im Jahr 2013 wurde aus der Cervia Finanz GmbH die Finanzen im Griff Verm. GmbH, der Sitz wurde ebenfalls nach Fürth verlegt. Über diese Firma existiert negative Presse, wie in einem Artikel vom Handelsblatt. Dort heißt es:
„Kunden seien getäuscht worden. Im Glauben, einen Kreditvertrag zu unterschreiben, zeichneten die Kunden lediglich einen Vertrag über die Vermittlung des Kreditvertrags gegen – Anbieter nennen den auch gern Finanzsanierungsvertrag. Das Problem: Diese „Dienstleistung“ ist in der Regel nicht kostenlos. Die Cervia und Lugano Finanz GmbH etwa hatten im Anschluss an den Finanzsanierungsvertrag weitere Unterlagen per Post versandt – ein Kläger hätte dafür 347,50 Euro bezahlen sollen.“ Quelle: Handelsblatt

In Sachen Lugano Finanz: In einem Verfahren der Verbraucherzentrale NRW gegen die Lugano Finanz GmbH bestätigte das Landgericht Dortmund (Urteil vom 5.9.2017, AZ: 25 O 316/16): Es sei unzulässig, Verbrauchern eine „Finanzsanierung“ unterzuschieben, wenn sie lediglich eine Kreditvermittlung beantragt hätten. Ein solches Verhalten der Lugano Finanz GmbH, die aktuell als Exilium Finanz GmbH mit Sitz in Ahlen firmiert, verstoße gegen Verbraucherschutzrechte – so die Richter.Landgericht Dortmund. Quelle: Verbraucherzentrale.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie Erfahrungen mit der Finanzen im Griff Verm. GmbH oder gar eine Zahlungsaufforderung durch die Saturn Inkasso GmbH erhalten? Nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern unbedingt reagieren, da weitere Kosten entstehen können. Gerne helfen wir Ihnen mit allgemeine Informationen via E-Mail und Telefon.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unter dieser Telefonnummer:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dienstag, 13. November 2018

Offerte von der EZG GmbH für die Veröffentlichung elektronischer Firmendaten

Derzeit werden Offerten von einer Firma namens EZG GmbH an jene Gewerbetreibende versandt, die jüngst firmenrelevanten Daten ihres Unternehmens im Handelsregister veröffentlichten. So sollen für die elektronische Veröffentlichung der bereits im Internet zugänglichen Daten mehr als 800 EUR bezahlt werden.

Titel: Offerte von der EZG GmbH für die Veröffentlichung elektronischer Firmendaten


EZG GmbH will firmenrelevante Daten veröffentlichen


Eine Gewerbetreibende leitete eine Offerte des Absenders EZG GmbH an uns weiter, damit wir im Rahmen unseres Blogs darüber berichten können. Es ist nicht das erste Angebot dieser Art, welches sich als „Handels und Gewerberegister“ samt des gedruckten Bundesadlers an Unternehmer und Selbständige richtet. In der Regel werden jene Unternehmen kontaktiert, die jüngst ihre Daten im offiziellen HRB Handelsregister veröffentlichten. Auf der Website „handelsundgewerberegister.de“ sollen diese firmenrelevanten Daten erneut veröffentlicht werden – gegen eine einmalige Zahlung in Höhe von 813,96 EUR.

Der Betrag setzt sich aus der Eintragung der HRB Nummer, der Veröffentlichung des Handelsregistertexts und der Umsatzsteuer zusammen. Zahlbar ist die Summe innerhalb von kurzen drei Werktagen nach Erhalt der Offerte. Sollte nicht gezahlt werden, so werden die Daten laut der EZG GmbH aus dem System gelöscht.

Eine Offerte ist ein unverbindliches Angebot


Wichtig für Gewerbetreibende: es handelt sich hierbei um kein offizielles Verzeichnis, sondern um eine Offerte. Wird die geforderte Summe nicht gezahlt, so verfällt lediglich das Angebot und nicht der bereits vorhandene offizielle Firmeneintrag im HRB Handelsregister. Somit muss die Summe nicht innerhalb der gesetzten Frist gezahlt wird, es sei denn, eine Veröffentlichung auf „handelsundgewerberegister.de“ wird angestrebt.

Bei der Prüfung der Website (Stand 05.11.2018) wurde unter der URL jedoch keine Datenbank oder ein Verzeichnis gefunden, sondern ein Verbraucherportal. Es ist auch darauf hinzuweisen, dass auf der Offerte der EZG GmbH keine Adresse zu finden ist.

Scan: Offerte EZG GmbH / Oktober 2018
Offerte EZG GmbH / Oktober 2018


Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie weitere Fragen zum Handels und Gewerberegister der EZG GmbH? Haben Sie als Gewerbetreibender die Offerte erhalten und den genannten Betrag überwiesen? Gerne helfen wir Ihnen allgemeine Informationen via E-Mail und Telefon.

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Dienstag, 6. November 2018

Offerte vom unabhängigen HR Handelsregister

Gewerbetreibende, die Ihr Unternehmen kürzlich im offiziellen HRB Handelsregister eintrugen, könnten eine Proformarechnung des ähnlich klingenden „HR Handelsregisters“ erhalten. Für aufgerundet 450 EUR sollen die Firmendaten in eine private Datenbank eingetragen werden, sofern der Betrag überwiesen wird.

Titel: Offerte vom unabhängigen HR Handelsregister

HR Handelsregister ist kein offizielles Verzeichnis


Uns wurde durch eine Unternehmerin ein Formular einer Firma namens „HR Handelsregister“ aus Berlin zur Berichterstattung vorgelegt. Dabei handelt es sich laut der Aussage des Absenders um eine Proformarechnung. Die Erklärung in dem Dokument: „Aufgrund der kürzlich von Ihnen vorgenommenen Neueintragung im offiziellen HRB Handelsregister wurden Ihre Daten erfasst und zur Hinterlegung in die private Datenbank des unabhängigen HR Handelsregister vorbereitet“.

Wichtig zu wissen: es handelt sich dabei um kein offizielles Schreiben einer Behörde, sondern um eine Dienstleistung einer unabhängigen Firma. Gewerbetreibende, Unternehmer und Selbständige, die ein solches Schreiben empfangen, die auf ein solches Angebot skeptisch reagieren, haben sicher gute Gründe. So sollen die Empfänger insgesamt 446,25 EUR für eine weitere Hinterlegung der bereits veröffentlichten Daten zahlen – in eine private Datenbank, die dem Empfänger unbekannt bleibt.

Keine verpflichtende Zahlung für Gewerbetreibende


Ob die Veröffentlichung der Daten in einer unbekannten Datenbank für die Kunden nennenswerte Vorteile gewähren, bleibt anzuzweifeln. Schließlich sind exakt die gleichen Datensätze im öffentlichen Handelsregister bereits zugänglich. Auch wenn das Schreiben den Eindruck einer Behörde vermitteln sollte, sind die zusätzlichen Kosten von mehr als 440 EUR keine Verpflichtung.

Laut des Formulars werden die hinterlegten Daten gelöscht, sofern die Summe nicht innerhalb von 7 Tagen überwiesen werden. Natürlich handelt es sich dabei nicht um den offiziellen Datensatz im HRB Handelsregister. Zahlungsempfänger ist eine sogenannte Frau Engelmann, die eine deutsche Kontoverbindung auf dem mitgesandten Zahlschein in Anspruch nimmt. Als Adresse wird die Friedrichstraße 23 in 10117 Berlin genannt, wo das aktuelle Gewerbe- und Wohnprojekt „Frizz23“ entsteht und demzufolge bis zum heutigen Tag noch nicht fertig gestellt ist.

Scan: Offerte HR Handelsregister / Oktober 2018
Offerte HR Handelsregister / Oktober 2018


Kontakt zum Verbraucherdienst


Haben Sie weitere Fragen zum HR Handelsregister? Haben Sie als Gewerbetreibender die geforderte Summe gezahlt? Vielleicht ist eine Anfechtung möglich. Gerne geben wir Ihnen allgemeine Informationen via E-Mail und Telefon.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unter dieser Telefonnummer:

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Dienstag, 30. Oktober 2018

PLS Inkass Services Group droht mit Zwangsvollstreckung

Unsere Telefone stehen derzeit kaum still, da derzeit zahlreiche Zahlungsaufforderungen im Umlauf sind, die betroffene Verbraucher verunsichern. So auch bei einer Mahnung durch ein Unternehmen namens „PLS Inkass Services Group“ mit Sitz in Hannover.

Titel: PLS Inkass Services Group droht mit Zwangsvollstreckung

Was fordert die Firma PLS Inkass Services Group?


Das Unternehmen PLS Inkass Services Group soll laut Briefkopf seinen Sitz in Hannover haben, doch lässt sich über die Handelsregisternummer kein übereinstimmendes Ergebnis finden. Auch eine Suche im Rechtsdienstleistungsregister brachte kein Ergebnis. Das bedeutet, dass diese Firma in Deutschland keinerlei Inkassodienstleistungen anbieten oder durchführen darf.

Jedoch ist streng genommen in dem Schreiben (siehe Bild) auch nicht von „Inkasso“ die Rede, sondern von einem „Inkass“. Jedenfalls fordert die PLS Inkass Services Group die Zahlung von 760,00 EUR. Angeblich sollen Beitragszahlungen aus diversen Gewinnspielen noch offen sein. Zahlt der Empfänger innerhalb von drei Tagen, so gibt sich das Unternehmen mit 305,00 EUR zufrieden. Sollte keine Zahlung erfolgen, so droht PLS Inkass Services Group mit der Einleitung eines gerichtlichen Mahnverfahrens. Die Überweisung soll auf ein rumänisches Konto erfolgen.

Scan: Anschreiben PLS Inkass Services Group
Anschreiben PLS Inkass Services Group


Wie sollte man auf Zahlungsaufforderungen reagieren?


Es wäre ein Fehler, sämtliche Zahlungsaufforderungen als „Betrug“ zu betiteln oder sogar direkt in den Papierkorb zu werfen. Jedoch sollte man erhaltene Mahnungen kritisch prüfen, ob denn die Forderung berechtigt ist. Dazu sollten Verbraucher diese Punkte beachten:


  • sind folgende Angaben vorhanden? Firma des Auftraggebers, Forderungsgrund, Vertragsgegenstand und Datum des Vertragsschlusses?
  • hat das Unternehmen seinen Sitz in Deutschland, aber die Bankverbindung weist ins Ausland?
  • überhöhte Inkasso-Gebühren?
  • ist der Inkassodienstleister in Deutschland (Überprüfbar auf rechtsdienstleistungsregister.de) registriert?

Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens PLS Inkass Services Group erhalten? Sollen Sie angeblich offene Beiträge bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, kann jedoch nicht hundertprozentig belegt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

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CEN BVBA Inkasso AG verschickt „Letzte außergerichtliche Mahnung“

Ein Mitglied erhielt ein Schreiben mit dem Betreff „Letzte außergerichtliche Mahnung“ von einer CEN BVBA Inkasso AG aus Berlin. So sollen eine zuvor gemahnte Forderung noch offen sein. Wie sollten Empfänger auf diesen Schreiben reagieren?

Titel: CEN BVBA Inkasso AG verschickt „Letzte außergerichtliche Mahnung“

Was hat es mit den Schreiben der CEN BVBA Inkasso AG auf sich?


Zahlreiche Verbraucher meldeten sich bezüglich einer Zahlungsaufforderung einer Firma namens CEN BVBA Inkasso AG bei uns. In den vergangenen Monaten wurden uns zahlreiche Forderungsschreiben unterschiedlicher Unternehmen vorgelegt, in denen angeblich noch offene Forderungen aus Dienstleistungsverträgen mit „Top 100 Gewinnspiele / Lottogewinnzentrale-49“ bestehen sollen. Auch die CEN BVBA Inkasso AG behauptet in dem Schreiben mit dem Betreff „Letzte außergerichtliche Mahnung“, dass der Empfänger / die Empfängerin der „kostenpflichtigen Dienstleistung“ mit „persönlichen Daten“ zustimmte, aber bislang keine Zahlung tätigte.

Unser Mitglied legte uns ein ebensolches Schreiben vor, in dem ihr eine Zahlungsfrist von insgesamt sieben Tagen gewährt wurde. Gefordert wird ein Gesamtbetrag in Höhe von 269,46 EUR. Sollte unser Mitglied nicht zahlen, so droht die CEN BVBA Inkasso AG mit einem Vollstreckungsbescheid oder gar einer Zwangsvollstreckung.

Scan: Anschreiben CEN BVBA Inkasso AG
Anschreiben CEN BVBA Inkasso AG 


Wie sollte man auf Zahlungsaufforderungen reagieren?


Die CEN BVBA Inkasso AG ist zum derzeitigen Stand (30.10.2018) nicht im deutschen Rechtsdienstleistungsregister eingetragen. Das bedeutet, dass sie innerhalb Deutschlands keine Inkassodienstleistungen anbieten oder durchführen dürfen.

Berechtigte Inkassoforderungen sollten niemals ignoriert oder gar im Papierkorb landen. Die Folgen wären kostspielig, so könnten tatsächlich ein gerichtlicher Mahnbescheid oder gar ein Vollstreckungsbescheid zugestellt werden. Es ist also zu empfehlen, erhaltene Schreiben auf ihre Richtigkeit zu prüfen.

Nun ist es so, dass es in der Vergangenheit häufiger zu unberechtigten Forderungen durch vermeintliche Inkassounternehmen gekommen ist. Betroffene Verbraucher haben die Möglichkeit, erhaltene Zahlungsaufforderungen selbst zu prüfen:


  • sind folgende Angaben vorhanden? Firma des Auftraggebers, Forderungsgrund, Vertragsgegenstand und Datum des Vertragsschlusses
  • hat das Unternehmen seinen Sitz in Deutschland, aber die Bankverbindung weist ins Ausland?
  • überhöhte Inkasso-Gebühren?
  • ist der Inkassodienstleister in Deutschland (Überprüfbar auf rechtsdienstleistungsregister.de) registriert?


Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens CEN BVBA Inkasso AG erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, kann jedoch nicht hundertprozentig belegt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

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oder per E-Mail:

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Dienstag, 2. Oktober 2018

Fax von der „ DAZ Datenschutzauskunft-Zentrale“

Heute erhielten wir ein Fax von der sogenannten „DAZ Datenschutzauskunft-Zentrale“ aus Oranienburg. Es sieht so aus, als ob wir nicht die einzigen Empfänger dieser „eiligen Fax-Mitteilung“ wären: zahlreiche Gewerbetreibende meldeten sich bei uns, um über den Empfang einer zweifelhaften „Erfassung“ von Gewerbebetrieben zu berichten. Haben Sie auch so ein Fax erhalten? Hier alle wichtigen Informationen dazu.

Titel: Fax von der „ DAZ Datenschutzauskunft-Zentrale“


DAZ Datenschutzauskunft-Zentrale verschickt Offerten


Scheinbar soll es sich bei dem Fax um die „Erfassung“ von Gewerbetrieben zum „Basisdatenschutz nach EU-DSGVO“ handeln, aber stimmt das auch? Das Unternehmen DAZ Datenschutzauskunft-Zentrale hat zwar eine Adresse in Oranienburg angegeben, in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ist jedoch Malta der Standort. Die Firma informiert vordergründig in einem Fax darüber, dass Gewerbetreibende ihrer „gesetzlichen Pflicht zur Umsetzung des Datenschutzes“ nachkommen sollten und demzufolge ein Formular ausfüllen. Dies soll ausgefüllt und unterschrieben via Fax oder postalisch zurückgesandt werden.

Scan: DAZ Datenschutzauskunft-Zentrale / Offerte Seite 1 / Okt 2018
DAZ Datenschutzauskunft-Zentrale / Offerte Seite 1 / Okt 2018



Hohe Kosten bei Rücksendung des Formulars


Wichtig für Unternehmer, Selbständige und Freiberufler, die eine solche Fax-Offerte erhalten: es gibt bei solchen B2B Geschäften keinen Anspruch auf Widerruf des Vertrages! Das bedeutet, dass bei Rücksendung hohe Kosten drohen – so wie in diesem Fall der DAZ Datenschutzauskunft-Zentrale.

So wird für einen sogenannten „Basisdatenschutz“ durch die Firma aus Malta jährlich ein Betrag von 498,00 EUR verlangt. Der Vertrag hat jedoch eine Laufzeit von insgesamt drei Jahren – was eine finale Summe in Höhe von 1494,00 EUR wäre. Der Nutzen für den Gewerbetrieb? Zumindest in unserem Fall, da wir die Offerte ebenfalls erhielten, tendiert der Nutzen gegen Null.

Scan: DAZ Datenschutzauskunft-Zentrale / Offerte Seite 2 / Okt 2018
DAZ Datenschutzauskunft-Zentrale / Offerte Seite 2 / Okt 2018


Keine der angegebenen Leistungen wie die Erstellung einer Datenschutzverordnung wird von uns benötigt. Da viele Gewerbetreibende dieses Fax heute erhielten, haben wir die Meinungen dazu hier aufgeführt:

„Ich habe heute dieses Fax erhalten. Ganz eindeutig eine Abo-Falle. Dieses Fax haben heute sehr viele meiner Bekannten bekommen.“ - Frau S.

„Soeben haben wir in der Firma ein sehr perfides Fax erhalten, das momentan bestimmt bei vielen unbedarften Verbrauchern aufschlägt und aufgrund seiner Machart und der momentan doch noch vorherrschenden Unsicherheit bzgl. DSGVO so manches Opfer finden wird.“ - Frau D.

„Betrugsfax - DSGVO - Datenschutzauskunft-Zentrale Oranienburg. Natürlich werden wir dieser Forderung nicht nachkommen. Doch ich dachte eine Warnung wäre sicher gut.“ - Herr S.

Kontakt zum Verbraucherdienst


Haben Sie als Gewerbetreibender das Fax an die DAZ Datenschutzauskunft-Zentrale zurückgesandt und sollen nun zahlen? Wir bieten Betroffenen Antworten auf allgemeine Fragen zu dem Thema. Auch Unternehmer aus Österreich und der Schweiz können sich gerne an uns wenden. Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

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Montag, 1. Oktober 2018

Verlag für virtuelle Dienste meldet sich mit „Ranking-Bank“ zurück

Bei dem Portal „Ranking-Bank“ handelt es sich um ein Firmenverzeichnis, in dem Gewerbetreibende sich eintragen können. Verträge für kostenpflichtige Firmeneinträge werden telefonisch mit dem „Verlag für virtuelle Dienste“ aus Emmerich am Rhein abgeschlossen. Aktuell liegt uns eine Mahnung des Unternehmens vor.

Titel: Verlag für virtuelle Dienste meldet sich mit „Ranking-Bank“ zurück

Verlag für virtuelle Dienste mit neuem Portal


Wir berichteten bereits 2015 über das Unternehmen Verlag für virtuelle Dienste (V.f.v.D.) aus Emmerich am Rhein. Damals bot die Firma auf dem Portal „Firmendeals“ Gewerbetreibenden die Möglichkeit eines Branchenbucheintrags. Wer aktuell die alte URL von Firmendeals aufruft, wird auf das aktuelle Portal mit dem Namen „Ranking-Bank“ weitergeleitet. Es werden weiterhin kostenpflichtige (und auch kostenfreie) Firmeneinträge angeboten. Laut den AGB steht es dem Verlag für virtuelle Dienste frei „die Internet-Domain zu ändern, wobei der Vertragsinhalt und eine gleich bleibende Werbewirksamkeit für den Kunden gegeben sein muss“.

Was bietet die Ranking-Bank ihren Kunden?


Auf der Homepage unter „Unsere Leistungen“ (ranking-bank.de//unsere_leistungen.html) bezeichnet sich das Unternehmen als „Onlinemarketing-Experten“ und stellt eine Übersicht der Punkte zusammen, die bei einem Firmeneintrag verfügbar wären – wie unter anderem die Einbindung von Fotos. Somit scheint die Ranking-Bank eine Art via Internet zugängliche Datenbank darzustellen, mit der Unternehmen bei der Reichweite im Internet unterstützt werden könnten.

In der Praxis wird die Suchmaschine Google am häufigsten für die Suche nach Informationen im Internet genutzt. Wird zum Beispiel ein Handwerker aus Hamburg benötigt, so werden aktuell in den Suchergebnissen vorrangig Google MyBusiness Einträge, Facebook-Seiten oder die best platzierten Homepages der jeweiligen Branche anzeigt. Ob sich ein Firmeneintrag in einem Branchenverzeichnis oder einer Online-Datenbank demzufolge lohnt, soll jeder Gewerbetreibende selbst entscheiden.

Die Kosten einer solchen Schaltung sind laut der Homepage individuell, aber ein Standard-Preis ist dennoch aufgeführt: 1 Jahr Laufzeit 990,-€ inkl. MwSt. / 2 Jahre Laufzeit + Gratis Jahr: 1.980,- inkl. MwSt.

Wie kommt ein Vertrag zustande?


Laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (einsehbar unter ranking-bank.de//agb.html) kommt „ein kostenpflichtiger Eintrag in das Firmenverzeichnis [kommt] erst zustande, nachdem der Kunde in einem Telefonat gegenüber eine (m/r) Mitarbeiter(in) des Verlags für virtuelle Dienste den von ihm gewünschten Vertragsabschluss bestätigt. Dieser Vertragsabschluss wird mit Einwilligung des Kunden aufgezeichnet. Die Aufzeichnung erfolgt entweder durch denselben Vertriebsmitarbeiter/derselben Vertriebsmitarbeiterin im selben Telefonat oder durch einen(r) Vertriebsassistent(in) in einem weiteren Telefonat und dient der Dokumentation und Kontrolle der Vertragsinhalte.“

Wichtig für Gewerbetreibende: bei einem solchen Vertragsabschluss über das Telefon (B2B) gibt es kein Widerrufsrecht. Ein „Ja“ ist somit verbindlich! Wie man in solchen Fällen reagieren kann, erfahren Sie über unsere Kontaktmöglichkeiten weiter unten.

Mahnung vom Verlag für virtuelle Dienste


Uns wurde durch einen Gewerbetreibenden eine Mahnung durch den Verlag für virtuelle Dienste zugestellt. Laut des Schreibens konnte bislang kein Zahlungseingang festgestellt werden, aus diesem Grunde wurde mit einer Mahnung reagiert. Verlangt wird ein Gesamtbetrag von 571,92 EUR der innerhalb einer Woche überwiesen werden soll. Sollte die Frist ohne Zahlungseingang verstreichen, droht das Unternehmen mit der Entstehung weiterer Kosten und Gebühren – sprich Inkassogebühren, Gerichtskosten.

Scan: Letzte Mahnung Ranking-Banke - Verlag für virtuelle Dienste / Aug 2018
Letzte Mahnung Ranking-Banke - Verlag für virtuelle Dienste / Aug 2018



Hilfe bei „Ranking-Bank“ und „Verlag für virtuelle Dienste“


Wurden Sie auch Erfahrungen mit der Ranking-Bank oder dem Verlag für virtuelle Dienste? Sie sollten auf Rechnungen und Mahnung unbedingt reagieren, um weitere Kosten zu vermeiden.

Verbraucherdienst e.V. bietet zu diesem allgemeine Informationen für Gewerbetreibende, die Fragen zu diesem Thema oder Branchenverzeichnissen im Allgemeinen haben. Auch Unternehmer aus Österreich und der Schweiz können sich gerne an uns wenden. Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

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oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

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Freitag, 28. September 2018

Firmenscout24 – Branchenbuch der EU Marketing AG

Das Internet bietet unendliche Möglichkeiten hinsichtlich des Shoppings und Informationen. Unter Umständen kann ein Branchenverzeichnis suchenden Verbrauchern dabei unter die Arme greifen. Dies soll zumindest das Portal „FirmenScout24“ aus Zürich ermöglichen. Dieses Firmenverzeichnis wird betrieben von einer Firma namens EU Marketing AG und stellt bestimmte Datensätze von Gewerbetreibenden unter der URL firmen-scout24.com zur Verfügung.



EU Marketing AG fordert über 500 EUR


Jene Unternehmer, die sich auf dem Portal FirmenScout24 eintragen wollen, können dazu laut den auf der Website zu findenden AGB einen kostenlosen Basiseintrag wählen. Jedoch gibt es auch ein kostenpflichtiges Angebot eines Premiumeintrags, zu dem uns derzeit eine Rechnung vorliegt. Ein Gewerbetreibender leitet dieses Dokument zur Veröffentlichung an uns weiter.

Auf der uns vorliegenden Rechnung werden u.a. folgende Dienstleistungen in Rechnung gestellt: Premiumeintrag Google AdWords, Google My Business, FirmenScout24.com und eine Eintragszeit von 6 Monaten. Wie die besagten Einträge gestaltet sein sollen oder welche Informationen dafür erfasst werden, ist anhand der Rechnung nicht bestimmbar. Innerhalb von 7 Tagen soll ein Betrag in Höhe von 549,00 EUR überwiesen werden.

Scan: Rechnung von FirmenScout24 / September 2018
Rechnung von FirmenScout24 / September 2018


Ein Google-Bestätigungscode soll zugesandt werden


Als weitere Hinweise sind aufgeführt, dass der besagte Premiumeintrag automatisch nach einem halben Jahr endet. Des Weiteren soll ein Bestätigungscode durch Google innerhalb von 14 Tagen zugestellt werden, der an FirmenScout24 weitergeleitet werden soll. Nur so soll es möglich sein, die Aktivierung komplett abzuschließen.

Es ist eine Möglichkeit, für solche Dienstleistungen des Online-Marketings Agenturen mit dem Google Partner Siegel zu kontaktieren. Solche Unternehmen mussten sich für diesen Titel zunächst qualifizieren und sind am entsprechenden Google-Partner-Siegel zu erkennen. EU Marketing AG hat dieses Siegel derzeit nicht (Stand 27.09.2018).

Firmenscout24: Wie kommt ein Vertrag zustande?


Verträge mit Branchenbuch-Einträgen wie FirmenScout24 können unter anderem via Telefon zustande kommen. So werden Unternehmer, Freiberufler und Selbständige per „B2B Anruf“ kontaktiert, um das entsprechende kostenpflichtige Angebot zu bewerben. Gewerbetreibende sollten in diesem Fall beachten, dass sie kein Recht auf Widerruf haben. Sagt der Gewerbetreibende „JA“, also dass ein Eintrag in dem Branchenbuch gewünscht ist, so kommt es zum Vertragsschluss.

Hilfe bei Firmenscout24 und EU Marketing AG


Wurden Sie auch durch die EU Marketing AG kontaktiert, um einen kostenpflichtigen Vertrag in benanntes Branchenbuch abzuschließen? Reagieren Sie schnell, um sich bei unerwünschten Einträgen zu wehren!

Verbraucherdienst e.V. bietet zu diesem allgemeine Informationen für Gewerbetreibende, die Fragen zu FirmenScout24 oder anderen Branchenbüchern im Allgemeinen haben. Auch Unternehmer aus Österreich und der Schweiz können sich gerne an uns wenden. Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

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oder per E-Mail:
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Mulpor Company S.R.L. - Offerte für Werbung auf „Inter-Fairs.com“

Gewerbetreibende und Messeaussteller könnten eine Offerte durch die Mulpor Company S.R.L. aus Costa Rica erhalten. Dabei handelt es sich um einen kostenpflichtigen Eintrag im „International Fairs Directory“. Haben Sie auch so ein Formular erhalten? Hier erfahren Sie, was zu tun ist.

Titel:  Mulpor Company S.R.L. - Offerte für Werbung auf „Inter-Fairs.com“

Offerte für teure Werbung im International Fairs Directory


Die Mulpor Company S.R.L. mit Sitz in Costa Rica betreibt das Webportal "International Fairs Directory" (abrufbar unter inter-fairs.com). Dieses Portal stellt eine Art Branchenbuch dar, in dem die Daten von Ausstellern auf europäischen Messen zu lesen sind. Um an diese Daten zu gelangen, sollen Formulare unter dem Namen der jeweiligen Messe versandt werden, vermeintlich aufgrund der Korrektheit vorliegender Ausstellerdaten. Sollte das Formular unterschrieben zurückgesandt werden, so kann eine Überraschung in Form einer hohen Rechnung die Folge sein.

Die Mulpor Company S.R.L. versandte im Grunde eine Offerte für eine Eintragung auf „International Fairs Directory“. Ein solcher Eintrag würde eine Laufzeit von insgesamt drei Jahren haben. Ob es für Messeaussteller eine nützliche Dienstleistung darstellt, darf durchaus zur Diskussion stehen.

Scan: Mulpor Company S.R.L. Offerte / Sep 2018
Mulpor Company S.R.L. Offerte / Sep 2018


Kosten der Werbung auf Inter-Fairs.com


Sollte das Formular an Mulpor Company S.R.L. zurückgesandt werden, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Rechnung für die Schaltung des Logos und evtl. weiterer Daten der jeweiligen Firma folgen. Uns liegt eine solche Rechnung vor, in der die hohe Summe von insgesamt 1.212,00 EUR verlangt wird - für eine „Anzeige im International Fairs Directoy“. Überwiesen werden soll der Betrag an eine Firma in Lissabon, Portugal: die Finad Economy Lda.

Scan: Mulpor Company S.R.L. Rechnung / Sep 2018
Mulpor Company S.R.L. Rechnung / Sep 2018


Erfahrungen eines Gewerbetreibenden


Ein Unternehmer wandte sich an uns, da ein Mitarbeiter seiner Firma eine Offerte der Mulpor Company S.R.L. erhielt und auch ausgefüllt zurücksandte. Wir zitieren:

„Ich hatte im Mai diesen Jahres ein als „Datenaktualisierungsschreiben von der Messe Energy Decentral“ getarntes Schreiben erhalten und dies aufgrund des genau zu diesem Zeitpunkt in Kraft tretenden neuen DSGVO ohne genauere Prüfung ausgefüllt und zurückgesendet. Tatsächlich steht aber hinter dem Schreiben eine Firma Mulpor Company S.R.L. die über das Kleingedruckte überteuerte Anzeigen nach dem Abofallenprinzip für ihr Internetportal „International Fairs Directory“ erschleichen möchte, für welche sie pro Jahr 1.213 EUR (3 Jahre Laufzeit) in Rechnung stellen“.
 Zitat Ende.

AUMA warnt vor inoffiziellen Ausstellerverzeichnissen


AUMA, der Verband der deutschen Messewirtschaft, warnt in einem Beitrag auf ihrer Homepage vor unseriösen Herausgebern inoffizieller Ausstellerverzeichnisse und nennt dabei die Verzeichnisse „Expoguide“ und „International Fairs Directory“. AUMA rät: „Prüfen Sie genau, ob das Angebot seriös ist. Wenn es sich um ein betrügerisches Angebot handelt, unterschreiben Sie nicht. Informieren Sie Ihre Kollegen, insbesondere aus der Buchhaltung, um betriebsintern zu sensibilisieren und künftige Fälle zu vermeiden.“ Quelle: https://www.auma.de/de/ausstellen/recht/inoffizielle-ausstellerverzeichnisse

Hilfe bei Mulpor Company S.R.L. / Inter-Fairs


Wurden Sie auch durch das Unternehmen via Fax kontaktiert, um Ihre Geschäftsdaten abzugleichen? Schickten Sie die Offerte unterschrieben zurück? Reagieren Sie schnell, um sich bei unerwünschten Einträgen zu wehren!

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