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Freitag, 26. Juli 2024

Finances Futures LLC, Kreditkings: Forderung von Culpa Inkasso

Mit der Firma Finances Futures LLC in die finanzielle Freiheit? Zumindest wirbt die Webseite Kreditkings mit vergleichbaren Aussagen. Wir haben uns das Angebot genauer angeschaut. Außerdem berichten wir über eine Zahlungsaufforderung von Culpa Inkasso, die ebenfalls in diesem Zusammenhang beauftragt wurde.

Titel: Finances Futures LLC, Kreditkings: Forderung von Culpa Inkasso


Bis zu 7.500 EUR mit Kreditkings?

„Sichern Sie Sich Ihre Exklusive MasterCard® und bis zu 7.500€ ohne Schufa“ – Moment … kennen wir solche Werbeaussagen nicht? Bereits seit einigen Jahren berichteten wir über vergleichbare Kreditangebote, die im Zusammenhang zu Kreditkarten standen. Doch scheinbar gibt es nun ein ähnliches aktuelles Angebot auf der Webseite Kreditkings.com.

Screenshot Kreditkings.com / Juli 2024
Screenshot Kreditkings.com / Juli 2024

Die Bedienung der Webseite gestaltet sich einfach: über ein kleines Formular die gewünschte Kredithöhe bis zu 7.500 EUR samt Laufzeit angeben und dann auf den Button „Schritt 2“ klicken. Die nächste Seite wird dargestellt und plötzlich geht es nicht um alleine um den Kredit – sondern auch um eine Bestellung?

Finances Futures LLC betreibt das Angebot

Wir schauten uns Kreditkings.com noch einmal genauer an. Betrieben wird die Webseite laut dem Impressum aktuell von einer Firma namens Finances Futures LLC; der Sitz in 5 Brayford Square, London, E1 OSG, UK. Umschrieben wird das Angebot mit diesen Worten: „Mit unseren drei Produkten sichern Sie sich finanzielle Unabhängigkeit und das über Jahre. Sorgen Sie dafür das Sie immer Ihre Schufa im Blick haben und sichern Sie sich noch heute bis zu 7.500 Euro trotz negativen Schufa-Einträgen.“ (Quelle: https://kreditkings.com/, Letzter Abruf 24.07.2024)

Wie bereits beschrieben ist es für Interessierte einfach, über die Webseite selbst einen „Wunschkredit“ anzugeben. Erst im zweiten Schritt wird jedoch deutlich, dass es sich eigentlich mehr um eine Bestellung als eine Kreditvergabe handeln könnte. „Schritt 2“ fordert Besucher auf, die entsprechenden Felder auszufüllen (Name, Adresse, etc.). Am Ende des Formulars ist zu erkennen, dass es um folgende Produkte gehen soll:

  • 1 x Aufnahmegebühr Vorteilswelt: 12 Monate Laufzeit (99,90 EUR)
  • 1 x Vorscore: 24 Monate Laufzeit. (178,84 EUR)
  • 1 x Finabon: 24 Monate Laufzeit. (178,84 EUR)

Statt Kredit Vertrag für „Vorteilswelt“ geschlossen

Doch was sind das für Angebote? Im ersten Schritt war es für uns nicht erkennbar, dass Produkte wie „Vorscore“ und „Finabon“ Teil des Vertrags sein sollen. Erst bei Schritt Nummer 2 wird deutlich, dass es laut Leistungsbeschreibung es sich nicht primär um einen Kredit ohne Schufa dreht, sondern tatsächlich um ein „Schufafrei Sorglos Paket“. Dieses soll laut der Beschreibung aus einer sogenannten „Vorteilswelt“ bestehen, wo Vertragspartner sich, Zitat, „ausgewählte Produkte für Schufa Kunden wie z.B. Handyvertrag trotz Schufa sowie einer Prepaid MasterCard und optional und unabhängig von der Ausgabe der MasterCard der Beantragung eines Kredits bis zu max. 7.500 EUR ohne Einholung einer Schufa-Auskunft und ohne Eintragung des Kredits in die Schufa bestellen können.“ Zitatende.

Statt einem Kredit ohne Schufa wird auf einmal ein Vertrag für die Nutzung von „Vorscore“ und „Finabon“ angeboten. Dies könnte Besucher und Interessenten verwirren und unter Umständen zu Vertragsabschlüssen führen, die unter der Absicht einen Kredit zu erhalten stattdessen eine Bestellung ausführen.

Forderung durch Culpa Inkasso

Mit Absenden der Daten sowie dem gesetzten Haken bei der Anerkennung der AGB und der Widerrufsbelehrung kommt es zur Bestellung mehrere Produkte. Das ist aktuell der Fall (Stand 24.07.2024). Uns liegt durch eine Verbraucherin eine Zahlungsaufforderung durch das Inkassounternehmen Culpa Inkasso vor.

Scan: Zahlungsaufforderung Culpa Inkasso / Financial Futures LLC / Juni 2024
Zahlungsaufforderung Culpa Inkasso / Financial Futures LLC / Juni 2024


Culpa Inkasso gibt bekannt, dass sie durch die Firma Finance Futures LLC beauftragt wurden, eine offene Forderung geltend zu machen. Die Bestellung soll über Kreditkings erfolgt sein. In diesem Fall soll eine Portalanmeldung bestellt worden sein – die Kosten zzgl. der Inkassokosten belaufen sich auf mehr als 180 EUR.

Wir helfen und informieren

Besonders jene Personen könnten noch mehr in die Schuldenspirale geraten, weil sie sich aus einer finanziellen Not Angebote wie Kredite ohne Schufa-Eintrag nutzen wollen. Seiten wie Kreditkings präsentieren sich selbst mit Aussagen wie „Es war noch nie so einfach! Der schnelle Kredit bis zu 7.500 Euro, auch bei Schufa-Einträgen möglich“ und schaffen Hoffnung auf eine „finanzielle Freiheit“. Doch das bei Vertragsschluss weitere Kosten auf einen zukommen können, damit rechnet nicht jeder Verbraucher.

Aus diesem Grund bieten wir Betroffenen die Möglichkeit, sich bei uns Hilfe und Informationen zu holen. Sie erreichen uns salopp gesagt überall, ob via Telefon, Mail oder Social Media. Kontaktieren Sie uns, wenn Sie sich gegen ungewollte Vertragsabschlüsse wehren wollen.

Kontakt

Verbraucherdienst e.V. – Telefon: 0201-176790

Email: kontakt@verbraucherdienst.com

WhatsApp: +491628033374 (Keine Anrufe, nur WhatsApp!)

Bürozeiten: Montags bis Freitags 08:00-13:00 Uhr und 14:00-17:00 Uhr.

Für Nichtmitglieder ist es uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten. Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dieser Artikel basiert auf den uns gemeldeten Informationen, Zitaten und den im Artikel genannten Quellen und spiegelt nicht unsere Auffassung wieder. Soweit es ist uns möglich ist, haben wir diese sorgfältig geprüft. Testbestellungen oder sogenannte Lockvogel-Anrufe erfolgten nicht. Sollten Sie der Meinung sein, dass uns wesentliche Punkte zum Sachverhalt unbekannt sind, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.

Dienstag, 11. Januar 2022

Phonify.me – Erfahrungen einer Verbraucherin

Eine Kreditkarte via Nachnahme zu einem Preis 98,90 EUR. Eine Verbraucherin berichtet uns gegenüber ihre Erfahrungen mit dem Portal Phonify.me und der Mastercard Advantia Card. Weil sie die Annahme verweigerte, folgte eine Forderung von der Euro Collect GmbH.

Titel: Phonify.me – Erfahrungen einer Verbraucherin

Mastercard Advantia Card: Hohe Nachnahme?

Die Verbraucherin Frau A., Mitglied unseres Vereins, wandte sich mit ihren Erfahrungen hinsichtlich der Mastercard Advantia Card an uns. Sie teilte uns ausführlich die Folgen mit, als sie die Annahme eines Paket mit einer hohen Nachnahme verweigerte.

Laut der Aussage von Frau A. stieß sie im Netz auf eine Seite, auf der es um eine Mastercard Advantia Card gehen soll. Leider liegen uns keinerlei Informationen wie die URL oder der Seitenname vor, noch welche Daten von der Verbraucherin übermittelt wurden. In Folge sah sie im Briefkasten eine Benachrichtigung , dass sie ein Paket bei der Post abholen kann, mit einer Nachnahme von einem Betrag in Höhe von 98,90 EUR. Sie verweigerte die Annahme.

Zahlungsaufforderungen durch Euro Collect GmbH

Ungefähr drei Wochen später erhielt sie laut ihrer Aussage eine Email von der Mailadresse me@cards-support.com mit dem Vermerk „Zahlungserinnerung Mastercard (phonify.me). Es soll argumentiert worden sein, dass eine Annahmeverweigerung kein Widerspruch sei.

Daraufhin soll sich das Inkassounternehmen Euro Collect GmbH telefonisch bei Frau A. gemeldet haben – jedoch via Bandansage. Inhalt der Ansage soll gewesen sein, dass eine wichtige Nachricht im E-Mail Postfach auf Frau A. warten würde. Ein Anruf seitens der Verbraucherin führte zu keinem Erfolg – sie berichtet uns gegenüber, dass sie niemanden persönlich erreichen konnte. Aber sie erhielt die besagte Email von dem Inkasso-Dienstleister.

Vertragsabschluss über Phonify.me?

Uns liegen diverse Unterlagen und Dokumente von Frau A. vor, die sie uns freundlicherweise für diesen Bericht zur Verfügung gestellt hat. Unter anderem das Schreiben von Euro Collect GmbH aus Monheim am Rhein. Dabei handelte es sich um eine Zahlungsaufforderung im Auftrag von „Advantia Card“, der Vertragsabschluss soll über „Phonify.me“ erfolgt sein.

Frau A. wird in dem Schreiben darüber informiert, dass bisher kein Zahlungseingang festgestellt werden konnte. Ein Gesamtbetrag von 181,30 EUR wird gefordert, zahlbar in ungefähr 10 Tagen. Wird nicht gezahlt, droht Euro Collect GmbH mit einem gerichtlichen Mahnverfahren bis hin zum Erlass eines Haftbefehls. Zuvor erhielt Frau A. eine Email von der Absenderadresse „inkasso@inkassodienst.nrw“ (Schuldner.NRW) - scheinbar mit einer Forderungsaufstellung.

Zahlung soll an Lectio Rechtsanwalts GmbH gehen

Frau A. schreibt uns, dass sie mehrere Anrufe erhalten haben will. Es soll sogar eine SMS zugestellt worden sein, in der von einer Ratenzahlung die Rede gewesen sein soll. Sie will kurz darauf einen Vertrag erhalten haben, in der sie das Geld an eine Rechtsanwaltskanzlei namens Lectio Rechtsanwalts GmbH überweisen soll. Wir berichteten bereits in einem anderen Artikel über die Kanzlei.

Was ist das Phonify.me-Starterpaket?

Betrieben wird die Webseite „Phonify.me“ von der Advanzo Services KFT (Sitz: Portyázó út 34, 1221 Budapest Stand: 11.01.2022). Auf der Seite besteht gegenwärtig die Möglichkeit, ein sogenanntes „Phonify.me Starterparket“ inklusive einem Smartphone und einer Mastercard zu bestellen.

In den AGB zur Mastercard Vermittlung wird bekanntgegeben, dass der Vertragspartner eine Firma namens Platinum Card Services UK, Ltd. (Zusätzliche Infos hier) sein soll. Unter Punkt 4 der Geschäftsbedingungen finden wir Infos zum Angebot, Zitat: „Das Schufafrei Sorglos Duo ist eine Finanzdienstleistung, es besteht aus einer Premium Prepaid Mastercard mit Gold-Design und Hochprägung zum Ausgabepreis von 98,90 Euro (…) Die Zahlung der Ausgabegebühr (…) erfolgt unmittelbar nach Bestellung via Nachnahme und vor Kartenausgabe“. Zitatende. Quelle: phonify.me/agb-widerrufsbelehrung.pdf, Stand 11.01.2022)

Aus den AGB

Wird die Annahme von dem Paket verweigert, wie es Frau A. zuvor gehandhabt hat, soll dem Kunden/der Kundin die Möglichkeit gegeben werden, die Zahlung innerhalb von 14 Tagen per Überweisung zu tätigen. Eine dementsprechende Bankverbindung fanden wir in den AGB nicht. Erfolgt auch dann keine Zahlung, tritt die Platinum Card Services UK Ltd. die Forderung an ihren Zessionar, die Advantia Card, 81 Skipper Way, Suite 335, St. Neods, PE19 6LT (UK) ab.

Sollten Kunden vom Widerrufsrecht Gebrauch machen wollen, so müssen sie innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsabschluss schriftlich reagieren. Der Widerruf is an die Platin Card Services Ltd., 85 Great Portland Street, London, England, W1W 7LT zu stellen.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.

Haben Sie Erfahrungen mit Phonify.me oder gar eine Zahlungsaufforderung von der Euro Collect GmbH oder der Lectio Rechtsanwalts GmbH erhalten? Nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern unbedingt reagieren, da weitere Kosten entstehen können. Gerne helfen wir Ihnen mit allgemeine Informationen via E-Mail und Telefon.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unter dieser Telefonnummer:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

WhatsApp (Keine Anrufe, nur Chat): +491628033374

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten. Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dieser Artikel basiert auf den uns gemeldeten Informationen, Zitaten und den im Artikel genannten Quellen und spiegelt nicht unsere Auffassung wieder. Soweit es ist uns möglich ist, haben wir diese sorgfältig geprüft. Testbestellungen oder sogenannte Lockvogel-Anrufe erfolgten nicht. Sollten Sie der Meinung sein, dass uns wesentliche Punkte zum Sachverhalt unbekannt sind, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.

Donnerstag, 9. Dezember 2021

credi.de Darlehensvermittlungs GmbH – Erfahrungen nach Kreditanfrage

Nach einer Kreditanfrage bei der Firma credi.de Darlehensvermittlungs GmbH aus Nürnberg soll es zu weiteren Vertragsabschlüssen gekommen sein – darunter mit der Nova Sedes Wohnungsbau eG. Ein Verbraucher berichtet uns über den Ablauf und seine Erfahrungen.

Titelbild: credi.de Darlehensvermittlungs GmbH – Erfahrungen nach Kreditanfrage


Über das Angebot der credi.de Darlehensvermittlungs GmbH

„Wir vermitteln erfolgreich Kredite, Umschuldungsdarlehen und Immobilienfinanzierungen“ – so stellt sich die Firma credi.de Darlehensvermittlungs GmbH auf ihrer eigenen Webseite vor. Das Unternehmen aus 90427 Nürnberg vermittelt laut eigener Aussage Finanzdienstleistungen wie beispielsweise Kredite ohne Schufa, Ratenkredite, Finanzierungen und Umschuldungen in Zusammenarbeit mit kompetenten Experten und Sanierungsanwälten und Hypothekendarlehen.

Das dazugehörige Portal credi.de ermöglicht Besuchern per Mausklick eine „Online-Abfrage“ zu starten. Es öffnet sich ein Formular, welches mit „Jetzt Kredit beantragen“ übertitelt und auszufüllen ist. Neben dem Kreditwunsch und der gewünschten monatlichen Rate werden die Kontaktdaten abgefragt.

Schnell ist eine Einwilligung gegeben

Vor dem Absenden der eingegebenen Daten muss ein Einverständnis mittels Häkchen gegeben werden. Dort heißt es: „Mit der kostenlosen und unverbindlichen Angebotseinholung, der sicheren Datenverarbeitung, der Auskunftseinholung bei Auskunfteien, der Datenschutzerklärung und den AGB der credi.de Darlehensvermittlungs GmbH bin ich einverstanden. Meine Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.“ (Abgerufen am 07.12.2021)

Der Verbraucher Herr J. stellte eine solche Kreditanfrage bei der credi.de Darlehensvermittlungs GmbH und berichtete uns von seinen Erfahrungen.

Erfahrungen eines Verbrauchers nach der Kreditanfrage

Herr J. schilderte uns schriftlich den Ablauf, den wir an dieser Stelle als Zitat wiedergeben. Zitat:

„Am 09.10.2021 habe ich eine Kreditanfrage an credi Darlehensvermittlung gestellt. Am 10.10.2021 habe ich eine Zusage von dem Unternehmen bekommen, die Papiere wurden mir zugeschickt. Es war nicht ein Kredit von der Sigma Bank, sondern auch noch ein Schreiben von Nova Sedes dabei. Ich dachte, es gehört alles zusammen, unterschrieb alles. Ein paar Tage später rief ich bei credi an und fragte nach dem Bearbeitungsstand. Diese teilen mir mit, dass mein Kreditantrag nicht zutande kam und sie nicht mehr für mich könnten. Am 11.11.2021 rief mich meine Chefin an und sagte, dass sie ein Schreiben von Nova Sedes bekam und dann forschte ich nach und bekam mit, das ich auch eine Vermögenswirksame Leistung abgeschlossen hatte.“ Zitatende.

Uns wurden die angesprochenen Papiere bzw. der Email-Verkehr zwischen Herrn J. und der credi.de Darlehensvermittlungs GmbH zur vorgelegt – auch die Absage der Kreditanfrage. In dieser Email heißt es, dass die Kreditanfrage seitens der Bank „leider abgelehnt“ wurde. Ein paar Zeilen weiter in der gleichen Mail: ein Hinweis für eine „gebührenfreie“ credi PREMIUM CARD GOLD von Mastercard – mit einem sofortigen Verfügungsrahmen bis zu 7.500 EUR.

Eine Kreditanfrage soll zu weiteren Verträgen führen

Die vorliegenden Dokumente beinhalten das Formular „Kreditvermittlungsauftrag“ zwischen der credi.de Darlehensvermittlungs GmbH und dem Verbraucher. Der Auftrag besagt, dass der Vermittler dem Kunden bei einem in- oder ausländischen Finanzinstitut einen Kreditbetrag bis maximal 7.500 EUR zu beschaffen. Im Erfolgsfall soll sich der Kunde verpflichten, dem Vermittler eine Provision von 3 Prozent der Gesamtkreditbetrages (Nettodarlehensbetrages) zu vergüten.

Unter den Unterlagen befand sich ebenfalls ein bereits bekanntes Formular: eine Beitritts- und Beteiligungserklärung der Nova Sedes Wohnungsbau eG. Wir berichteten bereits in dem Artikel „Nova Sedes Wohnungsbau eG: Erfahrungen mit Kündigen und Vermögenswirksame Leistungen“ über das Unternehmen.

Nova Sedes Wohnungsbau eG – wie kam zum Abschluss?

Herr J. ging laut eigener Aussage davon aus, dass alles zusammengehört. Ein Blick in die AGB der Seite credi.de zeigt, woher das Angebot der Nova Sedes Wohnungsbau eG kommen könnte. Wir zitieren an dieser Stelle §5 in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen: „Zusätzliche Angebote: Die credi.de Darlehensvermittlungs GmbH offeriert u.U. weitere Finanzprodukte (z.B. optimierte Versicherungsprodukte, Altersabsicherungen, Vermögenswirksame Leistungen, u.ä) die nach Ermessen des Vermittlers sinnvoll sind. Die Wahrnehmung solcher Produkte erfolgt grundsätzlich ohne Einfluss auf die Kreditvermittlung“.

Weiter heißt es unter §7 Datenspeicherung und Datenweitergabe: „Die credi.de Darlehensvermittlungs GmbH ist berechtigt, sämtliche für die Bearbeitung erforderlichen Daten des Auftraggebers intern zu speichern und diese Daten im Rahmen des Vermittlungsvertrages des Auftraggebers an Dritte weiterzugeben.“ Quelle: https://credi.de/agb

Keine namentliche Erwähnung in den AGB

Ob nach einem Kredit suchenden Verbrauchern bewusst ist, dass sie möglicherweise weitere Verträge, wie z.B. über vermögenswirksame Leistungen abschließen, dürfte fraglich sein. Besonders in der Hinsicht, dass die Firma Nova Sedes Wohnungsbau eG keine Erwähnung in den AGB findet. (Stand: 07.12.2021)

Darüber hinaus liegt ein Formular „Kreditvertrag“ von der Sigma Kreditbank AG vor. Mit diesem Vertrag soll ein bestimmter Gesamtkreditbetrag (mit Zahlungsplan) beantragt werden. Wie mittlerweile bekannt ist, kam es zu keiner Auszahlung, sondern es entstanden stattdessen weitere Kosten für Herrn J., der statt dem erhofften Kredit scheinbar nicht gewünschte Verträge abschloss. Selbstverständlich sollten erhaltene Vertragsunterlagen von Verbrauchern genau geprüft werden, jedoch hätten wir uns etwas mehr Transparenz von Seiten des Anbieters gewünscht.

Hilfe bei credi.de Darlehensvermittlungs GmbH und Nova Sedes Wohnungsbau eG

Gerne helfen wir bei Fragen und bieten weitere Informationen allgemeiner Art und zur Thematik dieses Artikels oder zu Kapitalanlagen allgemein. Haben Sie ebenfalls Erfahrungen mit der Nova Sedes Wohnungsbau e.G. oder der credi.de Darlehensvermittlungs GmbH gemacht? Wir freuen uns über eine Rückmeldung. Sie haben vielfältige Möglichkeiten, um mit uns in Kontakt zu treten.

TEL: 0201-176 790

E-Mail: kontakt@verbraucherdienst.com

WhatsApp (Keine Anrufe, nur Chat): +491628033374

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Dieser Artikel basiert auf den uns gemeldeten Informationen, Zitaten und den im Artikel genannten Quellen und spiegelt nicht unsere Auffassung wieder. Soweit es ist uns möglich ist, haben wir diese sorgfältig geprüft. Testbestellungen oder sogenannte Lockvogel-Anrufe erfolgten nicht. Sollten Sie der Meinung sein, dass uns wesentliche Punkte zum Sachverhalt unbekannt sind, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.

Freitag, 20. August 2021

Sorglosdirekt24.de: Weiteres Portal der Creative Payment & Media B. V.

Es sind ein paar Monate seit unserem letzten Artikel über die Firma Creative Payment & Media B. V. aus Kerkrade, NL vergangen. Aktuell wurden weitere Zahlungsaufforderungen durch die beiden Inkassounternehmen Euro Collect GmbH und Culpa Inkasso vorgelegt.

Titel: Sorglosdirekt24.de: Weiteres Portal der Creative Payment & Media B. V.


Sorgen-frei.club: Schufafreie Kredite und Mastercards

„Für den Urlaub, die Bildung, einen Umzug“ - mit verlockenden Anreizen wie diesen wirbt die Firma Creative Payment & Media B. V. aus Kerkrade (NL) auf ihrem Portal „sorgen-frei.club“.

Wir berichteten bereits in der Vergangenheit über das Portal und das Angebot: es geht um schufa-freie Kredite sowie Mastercards. Auf der Seite „Sorgen-Frei.club“ wird mit Aussagen wie „SOFORTKREDIT mit bis zu 7.500€ möglich - auch bei schlechter Bonität, schnell und unkompliziert exklusive Mastercard® beantragen“ geworben (Stand August 2021).

Creative Payment & Media B. V.: Mastercard soll via Nachnahme versandt werden

Diese Angebote lassen sich direkt online über ein Bestellformular bestellen, die Sendung sollen dann via Nachnahme ins Haus kommen. Angeboten wird weiterhin der Tarif „Club“, die beiden anderen Tarife „Gebührenfrei“ und „Tarif VIP“ sollen weiterhin erst „demnächst“ verfügbar sein.

Das verfügbare Angebot der Creative Payment & Media B. V. bleibt somit der Tarif "CLUB MASTERCARD® HOCHGEPRÄGT“, der laut der Beschreibung folgende Eigenschaften mit sich bringt: kostenlose Vermittlung, echte Mastercard, Cashback beim Online-Shopping, Aufnahmegebühr 49,90 EUR, Jahresgebühr 49,90 EUR und einen Kredit bis zu 7.500,00 EUR.

Euro Collect GmbH: Forderung für offene Kosten sorgenlosdirekt24.de

Bleibt eine Zahlung aus, so kann eine Inkassoforderung folgen. In diesem Fall von der Euro Collect GmbH aus Monheim am Rhein. Uns wurde eine Forderung via Email von einem Mitglied vorgelegt. Der Absender Info@inkassodienst.nrw (Euro Collect) schreibt, dass die Zahlungsfrist für die offenen Kosten in Sachen Creative Payment & Media B.V. nicht beachtet wurde und somit weiterhin eine offene Forderung in Höhe von mehr als 180 EUR bestehen würde.

Der offene Betrag soll innerhalb von wenigen Tagen überwiesen werden – an die Bankverbindung einer EM Euro Collections EK.

Forderungen von Euro Collect GmbH und Culpa Inkasso

Eine weitere Forderung liegt ebenfalls vor. Dieses Mal jedoch von der Culpa Inkasso GmbH aus Stuttgart. Übertitelt ist das Schreiben mit „Fallübernahme“ und es wird weiterhin im Auftrag der Firma Creative Payment & Media BV aus 6461 Kerkrade.

Culpa Inkasso rät „dringend“ dazu, die offene Forderung fristgerecht zu regeln und fordert die Summe in Höhe 194,61 EUR. Wird nicht gezahlt, wird das Inkassounternehmen der Auftraggeberin empfehlen, das gerichtliche Verfahren einzuleiten.

Wir berichteten bereits zahlreich über die Firmen Culpa Inkasso und Euro Collect. Unsere Mitglieder konnten mit der Hilfe unserer angeschlossenen Rechtsanwälte hohe Inkassoforderungen abwehren.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.

Haben Sie Erfahrungen mit der Creative Payment & Media B. V. oder haben Sie sogar eine Forderung eines Inkasso-Büros erhalten? Bevor es zu weiteren Kosten kommt, sollten Sie reagieren! Gerne helfen wir Ihnen mit allgemeine Informationen via E-Mail und Telefon.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unter dieser Telefonnummer:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

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Donnerstag, 7. Januar 2021

Payselect: Erfahrungen mit der Prepaid Mastercard Karte

Eine Verbraucherin und ein Mitglied unseres Vereins erhielt zu ihrer Überraschung ein Schreiben von Payselect. Sie wunderte sich über den Erhalt einer „Prepaid Mastercard ® Karte“, die sie laut eigener Aussage nicht beantragt hatte.

Titel: Payselect: Erfahrungen mit der Prepaid Mastercard Karte


Das hat unser Mitglied nach dem Erhalt der Prepaid Mastercard ® Karte zu sagen

Neben dem Schreiben der Payselect schickte uns ein Mitglied ein paar Zeilen, welche die Umstände erläutern. Die Verbraucherin schreibt:

Zitat „Ich übersende Ihnen ein Schreiben mit 1 Karte, wo ich nicht weiß, wie ich mich verhalten soll, da ich so eine Karte nie bestellt habe, ebenso habe ich keine Karte beantragt.“ Zitatende.

Die Verbraucherin scheint verwundert, wie es dazu kommen konnte. In der Sektion FAQ auf der Homepage der Payselect GmbH konnten wir zum Zeitpunkt unserer Recherche am 05.01.2021 unter der Frage „Wie erhalte ich eine Payselect Premium Mastercard?“ folgende Antwort lesen:

Zitat: „Nachdem Sie Ihre Daten im Bestellformular eingegeben haben, erfolgt die verschlüsselte Datenübertragung an unser System. Hier erfolgt eine sofortige Überprüfung Ihrer Daten. Die Benachrichtigung über die Genehmigung Ihrer neuen PaySelect Premium Mastercard erfolgt in der Regel innerhalb von 10 Minuten per E-Mail und SMS. Sobald die Gebühren für die Karte bei uns eingegangen sind, erfolgt der Versand Ihrer neuen PaySelect Premium Mastercard.“ Zitatende. Quelle: (URL: https://world-premium.de/de/#faq)

Da die Verbraucherin laut ihren Schilderungen keine Kreditkarte bestellt hat, stellt sich die Frage, wie es zum Versand des Schreibens kommen konnte.

Inhalt des Schreibens der Payselect

„Deine Prepaid Mastercard ® Karte!“ schreibt die Payselect an unser Mitglied. Mit dem Schreiben erhielt die Verbraucherin die Plastikkarte, auf der ihr Name bereits gedruckt ist. „Mit diesem Schreiben erhältst du deine neue Prepaid Mastercard Karte. Du kannst diese Karte schnell und einfach aktivieren und sofort einsetzen“ schreibt Payselect weiter.

Die erforderliche Geheimzahl soll man während des Aktivierungsprozesses erhalten. Auf der Webseite „payselect.cards“ soll es möglich sein, eine Kontoübersicht zu erhalten. Wir schauten uns die besagte Webseite an (05.01.2021) und stellten fest, dass wir auf die URL cardcompacts.cards weitergeleitet wurden. Dort war es scheinbar möglich, eine Karte zu aktivieren und einen Kundenservice aufzurufen.

Scan: Begrüßungsschreiben Payselect Mastercard / Jan 2021
Begrüßungsschreiben Payselect Mastercard / Jan 2021


Kontakt zum Verbraucherdienst

Haben Sie ähnliche oder die gleichen Erfahrungen gemacht und wissen nicht, wie Sie handeln sollen? Oder haben Sie gar eine Zahlungsaufforderung durch ein Inkassounternehmen oder einen Rechtsanwalt erhalten? Allgemeine Informationen erhalten Sie unter:

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oder per E-Mail: kontakt@verbraucherdienst.com

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Donnerstag, 14. Mai 2020

Culpa Inkasso GmbH fordert für PAYSELECT GmbH

Die PAYSELECT GmbH aus Frankfurt beauftragte die Culpa Inkasso GmbH, die eine Mahnung an ein Mitglied von Verbraucherdienst sandte. Was hat es mit dem Schreiben auf sich?

Titel: Culpa Inkasso GmbH fordert für PAYSELECT GmbH

Was bietet PAYSELECT GmbH, Frankfurt an?


Auf der Webseite „vorteilskreditkarte.de“ stellt die PAYSELECT GmbH aus Frankfurt diverse Angebote vor. So finden Besucher folgende Punkte (Stand 14.05.2020):


  • Hochgeprägte PrePaid - Mastercard® bis zu 50.000 € Aufladelimit
  • Bis zu 7.500 € Vorteils Kredit
  • Mastercard® - ohne Bonitätsprüfung


Die PAYSELECT GmbH beschreibt ihr Angebot auf der genannten Webseite selbst mit den Worten „Ihr PaySelect Sorglos-Angebot – sicher, bequem, seriös“. Zahlreiche positive Kundenbewertungen lassen auf eine hohe Kundenzufriedenheit schließen. Die Verbraucherin Frau P. wandte sich an uns, weil sie unerwartet Post von einem Inkassounternehmen im Briefkasten fand. Laut des Schreibens soll eine Bestellung bei der PAYSELECT GmbH getätigt worden sein.

Inhalt der Zahlungsaufforderungen


In den vorliegenden Schreiben wird von der Empfängerin Frau P. verlangt, noch offene Kosten einer Dienstleistung der PAYSELECT GmbH zu bezahlen. Eine Bestellung soll unter Einbeziehung der AGB und Widerrufsbelehrung mit der IP-Adresse von Frau P. getätigt worden sein. Der Bestellvorgang selbst soll durch den Anbieter gespeichert worden sein. Laut der Culpa Inkasso soll der Bestellbutton der betreffenden Webseite der PAYSELECT GmbH eindeutig auf eine Kostenpflichtigkeit hinweisen.

Verlangt wird in dem ersten Schreiben ein Gesamtbetrag von über 200 EUR. Es folgte eine Mahnung, in der erneut letztmalig darauf hingewiesen wird, die Zahlung zu tätigen. Sollte eine Zahlung weiterhin ausbleiben, könnte ein gerichtliches Mahnverfahren drohen.

Erfahrungen mit Culpa Inkasso


Wir haben Erfahrungen mit dem Inkassobüro Culpa Inkasso GmbH aus Stuttgart. In der Vergangenheit berichteten wir bereits in vielerlei Beiträgen über dieses Inkassounternehmen. Culpa Inkasso ist ein im Rechtsdienstleistungsregister eingetragenes Unternehmen und ist demzufolge berechtigt, in Deutschland Inkassodienstleistungen anzubieten und durchzuführen. Aus diesem Grund sollten Zahlungsaufforderungen und Mahnungen von dieser Firma unbedingt ernst genommen und nicht ignoriert werden.

Weitere Informationen zu Culpa Inkasso und PAYSELECT GmbH


Haben Sie Erfahrungen mit der PAYSELECT GmbH oder gar eine Zahlungsaufforderung oder Mahnung von Culpa Inkasso erhalten? Reagieren Sie! Nutzen Sie zu diesem Zweck unsere Kontaktmöglichkeiten:

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Freitag, 6. März 2020

CashBro Limited : Forderung für Card Compact Limited

Aktuell liegt uns eine Forderung einer Firma namens CashBro Ltd. vor. Im Auftrag einer Card Compact Limited wird eine Summe von mehr 150 EUR verlangt. Was hat es mit dem Schreiben auf sich?

Titel: CashBro Limited : Forderung für Card Compact Limited

Über die Firma CashBro Limited


Viel lässt sich über die Firma mit Sitz in London nicht sagen. Als Adresse ist ein Bürokomplex in der Londoner Wenlock Road angegeben, in dem sich virtuelle Büros mieten lassen. Laut des Briefskopf (siehe Bild) soll das laut eigener Aussage „internationale Forderungsbüro“ auch in Moskau und Brüssel aktiv sein.

CashBro Ltd. verzichtet in der Zahlungsaufforderung auf alternative Kontaktmöglichkeiten, wie unter anderem eine Telefonnummer oder Email-Kontakt. Zum aktuellen Zeitpunkt ist die CashBro Limited nicht im Deutschen Rechtsdienstleistungsregister registriert. Das könnte bedeuten, dass diese Firma keine Berechtigung hat, in Deutschland Forderungen beizutreiben.

Ein Sitz im Ausland oder eine ausländische Bankverbindung können verdächtig sein – müssen es aber nicht. Empfänger sollten genau hinsehen, ob es sich bei dem Schreiben nicht um einer Forderung einer Behörde handelt – zum Beispiel für zu schnelles Fahren im Ausland.

Was steht in der Forderung?


Die CashBro Limited zeigt sich in ihrem Schreiben zunächst von ihrer freundlichen Seite: „Wir hoffen, es geht Ihnen gut“. Leider wird dieser Ton nicht beibehalten, da im nächsten Satz die eigentliche Absicht offenbart wird. Scheinbar hat die CashBro Ltd. eine angeblich noch offene Forderung der Firma Card Compact Limited gekauft und möchte nun etwaige Schulden einfordern.

Der Empfänger der Forderung soll laut des Schreibens im Jahr 2015 eine „Payplus Mastercard Gold“ der Firma Card Compact Limited aktiviert haben. CashBro Ltd. weist schriftlich darauf hin, dass die Schuld „nun auf uns über gegangen“ sei und der Empfänger „gesetzlich verpflichtet“ wäre, den offenen Betrag inkl. Forderungskosten zu bezahlen.

Wie viel soll gezahlt werden?


CashBro Limited listet die geforderten Kosten übersichtlich auf. Insgesamt verlangt das „Internationale Forderungsbüro“ aus London die Zahlung von 150,25 EUR. Dieser Betrag setzt sich aus der Hauptforderung (49,00 EUR) und der Forderungskosten 101,25 EUR) zusammen. Überwiesen soll der Betrag innerhalb von 7 Tagen auf ein belgisches Konto. Sollten noch Fragen offen sein, so kann man sich via Chat mit der Firma auseinandersetzen. Keine Email, keine Telefonnummer – sondern ein Chat. Dieser kann über die Firmen-Homepage erreicht werden.

Scan: Forderung CashBro Ltd. / Feb 2020
Forderung CashBro Ltd. / Feb 2020


Update Juli 2020: Drohung mit Vollstreckungsbescheid via Mail


In vergangener Zeit erreichten uns Nachrichten von besorgten Mitgliedern und Verbrauchern, die eine Email von Cashbro Ltd. erhalten haben sollen. In mindestens einer der bekannten Mails ist zu lesen, dass bereits mehrfach via Email und per Brief "über die ausstehende Forderung in Höhe von Ihrer KING Prepaid Mastercard von € 197,73" informiert worden sein soll. Weiter schreibt Cashbro Ltd: "Wir werden nun einen Vollstreckungsbescheid beantragen, der es uns ermöglicht, Ihr Konto und Ihr Gehalt zu pfänden. Sie können das nur noch durch eine sofortige Zahlung vermeiden."

Update Dezember 2020: Besuch angedroht


Aktuell stellte uns ein Mitglied eine neue Mail von der CashBro Limited zur Verfügung. Bisher waren uns nur Androhungen wie die Beantragung eines Vollstreckungsbescheids bekannt. Doch nun geht CashBro Ltd. neue Wege. Sie schreiben: Sollten Sie nicht kooperieren, werden wir Sie demnächst an Ihrer Arbeitsstelle oder zuhause besuchen, um unserer Forderung Nachdruck zu verleihen". 

Um diesen möglicherweise unerwünschten Besuch zu vermeiden, soll die geforderte Summe laut CashBro Ltd. "noch heute" überwiesen werden.

Hilfe bei CashBro Limited und Card Compact Limited


Sollten Sie ein Zahlungsaufforderungen von der CashBro Limited erhalten haben, sollten Sie unbedingt reagieren. Allgemeine Informationen erhalten Sie über unter dieser Telefonnummer:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

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Montag, 29. April 2019

Optimize Consumer Service B.V. : Über „cards24.credit“ „verbraucher.cards“ und „volks.cards“

Es lockt der schnelle und unkomplizierte Kredit, doch leider kann es auch zu überraschenden Zusatzkosten kommen. Regelmäßig nehmen jene Verbraucher Kontakt zu uns auf, die sich auf Internetseiten nach einem Kredit umschauen und nach eigener Aussage kurz darauf eine MasterCard via Nachnahme erhalten. Auch die Optimize Consumer Service B.V. aus Kerkrade (NL) bietet Prepaid Kreditkarten auf ihren Internetportalen an. Zwei Mitglieder erhielten Rechnungen bzw. sogar eine Zahlungsaufforderung durch das Inkassounternehmen First Debit GmbH, da offene Rechnung nicht beglichen wurden.

Titel: Optimize Consumer Service B.V. : Über „cards24.credit“ „verbraucher.cards“ und „volks.cards“



Prepaid Kreditkarten der Optimize Consumer Service B.V.


Einen Kredit trotz negativem Schufa-Vermerk zu bekommen, ist mit nicht selten mit Komplikationen verbunden. Es ist nicht auszuschließen, dass Betroffene Alternativen im Internet suchen, um sich über aus der Schuldenfalle zu befreien.

Bei ihrer Suche stoßen sie unter Umständen auf die Portale „cards24.credit“, „verbraucher.cards“ oder „volks.cards“ . Letztere Website wirbt mit der Aussage „Jetzt Goldene prepaid MasterCard® sichern und einen möglichen Kredit bis zu 9.999€ beantragen“. Auf der Startseite sind zahlreiche Kommentare angeblich zufriedener Kunden zu lesen, die scheinbar schon länger von teuren Krediten träumen. Zumindest wird in den begleitenden Texten behauptet, dass „ein Kindheitstraum wahr werden“ würde.

Es ist für Besucher der Seite „volks.cards“ möglich, mittels eines einfach zu bedienbaren Eingabeformulars eine dementsprechende Karte zu beantragen. Voreingestellt ist die Anfrage einer Kreditsumme in Höhe von bis zu 9.999 EUR - ohne weitere Worte über die Bedingungen zu verlieren. Eine transparente Übersicht mit Details erfolgt über einen Klick auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Dort erfahren Interessierte unter anderem, dass die MasterCard via Nachnahme zugestellt wird. Außerdem wird deutlich, dass Optimize Consumer Service B.V. nur Vermittler ist und keine Sofort-Kredite gewährt.

Weitere Kosten statt Schuldenrettung


Sollte ein Besucher der genannten Portale seine Daten eingeben, könnte es zu weiteren Kosten kommen. Uns liegt eine durch ein Mitglied bereitgestellte Mahnung der Optimize Consumer Service B.V. sowie eine weitere Erinnerung vor, die via Email zugestellt wurde. So lautet der Betreff „Ihr Forderungskonto ist noch nicht ausgeglichen“. Gefordert wird eine Summe in Höhe von 169,90 EUR.

Scan: Mahnung cards24.credit / April 2019
Mahnung cards24.credit / April 2019

Scan: Mahnung volks.cards / April 2019
Mahnung volks.cards / April 2019
Scan: Mahnung verbraucher.cards /April 2019
Mahnung verbraucher.cards /April 2019


Zahlungsaufforderung durch First Debit GmbH für Optimize Consumer Service B.V.


Weitere Kosten statt schuldenfrei, so hatten sich die Besucher der genannten Webseiten die Dienstleistung unter Umständen nicht vorgestellt. Bleibt die Zahlung aus, so kann eine Zahlungsaufforderung durch das eingetragene Inkassounternehmen First Debit GmbH folgen. In einer derzeit vorliegenden Forderung, die uns durch eine Betroffene zur Verfügung gestellt wurde, wird für den Auftraggeber Optimize Consumer Service B.V. gefordert.

Insgesamt wird ein Betrag in Höhe von 191,42 EUR für die offene Rechnung verlangt. Sollte keine Zahlung erfolgen, erfolgt eine Meldung bei der Schufa.

Scan: Zahlungsaufforderung First Debit Inkasso für Optimize Consumer Service BV / April 2019
Zahlungsaufforderung First Debit Inkasso für Optimize Consumer Service BV / April 2019


Hilfe bei Optimize Consumer Service B.V.


Sollten Sie eine Zahlungsaufforderungen bzw. Mahnung von der Optimize Consumer Service B.V. oder gar durch ein Inkassounternehmen erhalten haben, sollten Sie unbedingt reagieren. Es handelt sich dabei um keinen Fake, der in der Ablage Papierkorb landen sollte. Handeln Sie jetzt und nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unter dieser Telefonnummer:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Mittwoch, 16. Januar 2019

Mastercard erhalten? Erfahrungen mit Probenheld.de

Telefonisch erreichte uns ein Verbraucher, um über seine Erfahrungen mit dem Internetportal „Probenheld.de“ zu berichten. So erhielt er laut seiner Schilderungen eine kostenpflichtige Mastercard der Platinum Card Services Ltd. zur Nachnahme. Da er diese nicht abholte, folgten kurz darauf Schreiben von einem Inkassobüro.

Titel: Mastercard erhalten? Erfahrungen mit Probenheld.de

Probenheld – Daten gegen Produktproben?


Es gibt einige negative Berichte über das Portal „Probenheld.de“, die laut eigener Aussage die „besten Produktproben Deutschlands“ inne hat. Angeblich „ohne Verpflichtungen“ soll durch Probenheld Produkte aus den Bereichen Elektronik (Playstation & Spiele, iPhone, iPad, Samsung Galaxy, Huawei Smartphones, Geräte von Siemens, AEG etc.), Nahrungsergänzungsmittel (Almased, Yokebe, Formoline 112, SlimSticks, Reduxan, Nicorex) und Service Leistungen (Diverse Online-Gym Zugänge, Maxdome, Netflix, Amazon prime, Usenet) zum Test angeboten werden. Dazu wird jedoch eine Anmeldung benötigt. Für manche „hochpreisige Produkte“ müssen zuvor die Daten des Personalausweises hochgeladen und verifiziert werden.

Zwar ist die Anmeldung an sich gratis, aber sollten jene Verbraucher, die sich für Produktproben interessieren, vorsichtig mit der Herausgabe ihrer persönlichen Daten sein. So war laut der Verbraucherzentrale Niedersachsen im August 2018 nicht einmal ein Impressum auf Probenheld.de zu finden (Quelle: https://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/vorsicht-falle/probenheldde-kostenpflichtige-statt-kostenlose-proben-erhalten, Link nicht mehr aktiv 25.01.2021). Somit konnten Nutzer des Portals nicht nachvollziehen, wer ihre persönlichen Daten empfangen und verarbeitet hat.

Mittlerweile lässt sich ein Impressum auf Probenheld.de finden: Verantwortlich für das Angebot ist eine gewisse Premium Marketing Solutions ("PREMASOL") S.A. mit Sitz auf Mallorca, Spanien.

Ein Verbraucher erhielt eine Zahlungsaufforderung durch Euro Collect


Erst kürzlich kontaktierte uns ein Verbraucher via Telefon, um uns seine Erfahrungen mit Probenheld mitzuteilen. Er meldete sich laut eigener Aussage auf dem Portal Probenheld.de an und bezog eine Kreditkarte. Er soll eine Nachnahmesendung in Form einer MasterCard von Platinum Card Services Ltd. erhalten haben. Da er diesen Absender nicht zuordnen konnte, holte er die Ware laut seiner Schilderungen nicht von der Post ab. Weiter berichtete er uns, dass er daraufhin eine Zahlungsaufforderung durch das Inkassounternehmen Euro Collect in seinem Briefkasten fand.

Wir berichteten bereits in mehreren Beiträgen über die Euro Collect GmbH und deren Forderungen für diverse Auftraggeber, wie unter anderem die Platinum Card Services Ltd. So wurden in der Vergangenheit den Betroffenen 98,90 EUR für eine MasterCard in Rechnung gestellt, obwohl sie die Nachnahme verweigerten.

Versteckte Kosten bei den Testprodukten?


Es stellt sich die Frage, ob die sogenannten Proben oder Testprodukte auf Probenheld.de tatsächlich kostenfrei sind. Bei einem Testlauf wurde uns nach der Registrierung ein Bildschirm mit folgenden Angeboten angezeigt:

Scan: Screenshot Probenheld.de / JAN 2019
Screenshot Probenheld.de / JAN 2019


Statt den „besten Produktproben Deutschlands“ in Sachen Elektronik, Nahrungsergänzungsmitteln und Service Leistungen wurden nur sehr wenige „Proben“ vorgestellt: BEVIGRA, SLIMSTICKS, SEITENSPRUNG.TV und SOFORT.CREDIT (MasterCard und Sofort-Credit-Anfrage). Diese Produkte sind allesamt an ein kostenpflichtiges Abo gebunden, sofern nicht rechtzeitig gekündigt wird.

Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch Erfahrungen mit dem Portal Probenheld.de? Oder haben Sie eine Zahlungsaufforderung von einem Inkassobüro erhalten, da Sie scheinbar ein Abo abgeschlossen haben sollen? Wehren Sie sich! Nehmen Sie Kontakt auf unter:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

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Dienstag, 27. November 2018

Über die verschiedenen Kredit-Portale der Creative Payment & Media B. V.

Die Firma Creative Payment & Media B. V. aus den Niederlanden betreibt diverse Internetportale, die eine MasterCard bzw. einen Sofortkredit über mehrere tausend Euro anbieten. Doch statt dem erhofften Kredit kommen oftmals weitere Kosten auf interessierte Verbraucher zu.

Titel: Über die verschiedenen Kredit-Portale der Creative Payment & Media B. V.

Werbung mit „SofortKredit bis zu 7.500€ und exklusive Platin MasterCard“


„Ein neues Auto? - Schufafreier Kredit für Arbeitnehmer in Deutschland“ - mit solchen Versprechen wendet sich die Creative Payment & Media B. V. aus Kerkrade (NL) an jene Verbraucher, die auf der Suche nach Krediten im Internet sind. Der Anbieter lockt die Besucher mit Schufa-freien Krediten sowie einer Mastercard, die jeweils über diverse Webseiten bestellt werden können. Unter anderem sind uns die unterschiedlichen Webseiten „PlatinMastercard.de“, „Sorgen-Frei.club“ oder „DeinKreditClub.de“ der Creative Payment & Media B. V. bekannt.

Auf den Portalen der Creative Payment & Media B. V. wird ein Sofortkredit über mehrere tausend Euro und eine Platin MasterCard angeboten – und das auch noch ohne Schufa. Dieses Angebot lässt sich jeweils bequem über ein Bestellformular online bestellen, die Sendung kommt dann via Nachnahme ins Haus. Angeboten werden zum derzeitigen Zeitpunkt insgesamt drei Tarife, von denen die Tarife „Gebührenfrei“ und „Tarif VIP“ erst demnächst verfügbar sein sollen.

Somit bleibt das einzig verfügbare Angebot der drei Portale der Creative Payment & Media B. V. zum jetzigen Zeitpunkt der Tarif "CLUB MASTERCARD® HOCHGEPRÄGT“, der laut der Beschreibung folgende Eigenschaften mit sich bringt: kostenlose Vermittlung, echte Mastercard, Cashback beim Online-Shopping, Aufnahmegebühr 49,90 EUR, Jahresgebühr 49,90 EUR und einen Kredit bis zu 7.500,00 EUR.

Creative Payment & Media B. V.: MasterCard via Nachnahme?


Interessierte Verbraucher könnten sich unter Umständen wundern, wenn der Bote mit der versandten Mastercard vor der Tür steht, um die anfallenden Kosten zu kassieren. So sind in vielerlei Fällen statt dem erhofften Kredit weitere Kosten entstanden, die insbesondere jene Menschen belasten, die aus einer Schuldenfalle entkommen wollten. Auch die Verweigerung der Annahme des Schreibens der Creative Payment & Media B. V. kann finanzielle Folgen haben: so ist weitere Post in Form von Mahnungen und Zahlungsaufforderungen möglich, die in Sachen Kosten weit über den ursprünglich geforderten Betrag hinausgehen.

Bei Angeboten im Internet, die mit „schufa-freien“ Krediten werben, ist Vorsicht geboten. In Deutschland erfolgt die Kreditvergabe durch ein seriöses Finanzdienstleister nicht ohne vorherige Bonitätsprüfung durch eine Auskunftei.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie Erfahrungen mit der Creative Payment & Media B. V. oder den besagten Portalen „PlatinMastercard.de“, „Sorgen-Frei.club“ oder „DeinKreditClub.de? Nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern unbedingt reagieren, da weitere Kosten entstehen können. Gerne helfen wir Ihnen mit allgemeine Informationen via E-Mail und Telefon.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unter dieser Telefonnummer:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.