Posts mit dem Label Platinum Card Services Ltd. werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Platinum Card Services Ltd. werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 11. Januar 2022

Phonify.me – Erfahrungen einer Verbraucherin

Eine Kreditkarte via Nachnahme zu einem Preis 98,90 EUR. Eine Verbraucherin berichtet uns gegenüber ihre Erfahrungen mit dem Portal Phonify.me und der Mastercard Advantia Card. Weil sie die Annahme verweigerte, folgte eine Forderung von der Euro Collect GmbH.

Titel: Phonify.me – Erfahrungen einer Verbraucherin

Mastercard Advantia Card: Hohe Nachnahme?

Die Verbraucherin Frau A., Mitglied unseres Vereins, wandte sich mit ihren Erfahrungen hinsichtlich der Mastercard Advantia Card an uns. Sie teilte uns ausführlich die Folgen mit, als sie die Annahme eines Paket mit einer hohen Nachnahme verweigerte.

Laut der Aussage von Frau A. stieß sie im Netz auf eine Seite, auf der es um eine Mastercard Advantia Card gehen soll. Leider liegen uns keinerlei Informationen wie die URL oder der Seitenname vor, noch welche Daten von der Verbraucherin übermittelt wurden. In Folge sah sie im Briefkasten eine Benachrichtigung , dass sie ein Paket bei der Post abholen kann, mit einer Nachnahme von einem Betrag in Höhe von 98,90 EUR. Sie verweigerte die Annahme.

Zahlungsaufforderungen durch Euro Collect GmbH

Ungefähr drei Wochen später erhielt sie laut ihrer Aussage eine Email von der Mailadresse me@cards-support.com mit dem Vermerk „Zahlungserinnerung Mastercard (phonify.me). Es soll argumentiert worden sein, dass eine Annahmeverweigerung kein Widerspruch sei.

Daraufhin soll sich das Inkassounternehmen Euro Collect GmbH telefonisch bei Frau A. gemeldet haben – jedoch via Bandansage. Inhalt der Ansage soll gewesen sein, dass eine wichtige Nachricht im E-Mail Postfach auf Frau A. warten würde. Ein Anruf seitens der Verbraucherin führte zu keinem Erfolg – sie berichtet uns gegenüber, dass sie niemanden persönlich erreichen konnte. Aber sie erhielt die besagte Email von dem Inkasso-Dienstleister.

Vertragsabschluss über Phonify.me?

Uns liegen diverse Unterlagen und Dokumente von Frau A. vor, die sie uns freundlicherweise für diesen Bericht zur Verfügung gestellt hat. Unter anderem das Schreiben von Euro Collect GmbH aus Monheim am Rhein. Dabei handelte es sich um eine Zahlungsaufforderung im Auftrag von „Advantia Card“, der Vertragsabschluss soll über „Phonify.me“ erfolgt sein.

Frau A. wird in dem Schreiben darüber informiert, dass bisher kein Zahlungseingang festgestellt werden konnte. Ein Gesamtbetrag von 181,30 EUR wird gefordert, zahlbar in ungefähr 10 Tagen. Wird nicht gezahlt, droht Euro Collect GmbH mit einem gerichtlichen Mahnverfahren bis hin zum Erlass eines Haftbefehls. Zuvor erhielt Frau A. eine Email von der Absenderadresse „inkasso@inkassodienst.nrw“ (Schuldner.NRW) - scheinbar mit einer Forderungsaufstellung.

Zahlung soll an Lectio Rechtsanwalts GmbH gehen

Frau A. schreibt uns, dass sie mehrere Anrufe erhalten haben will. Es soll sogar eine SMS zugestellt worden sein, in der von einer Ratenzahlung die Rede gewesen sein soll. Sie will kurz darauf einen Vertrag erhalten haben, in der sie das Geld an eine Rechtsanwaltskanzlei namens Lectio Rechtsanwalts GmbH überweisen soll. Wir berichteten bereits in einem anderen Artikel über die Kanzlei.

Was ist das Phonify.me-Starterpaket?

Betrieben wird die Webseite „Phonify.me“ von der Advanzo Services KFT (Sitz: Portyázó út 34, 1221 Budapest Stand: 11.01.2022). Auf der Seite besteht gegenwärtig die Möglichkeit, ein sogenanntes „Phonify.me Starterparket“ inklusive einem Smartphone und einer Mastercard zu bestellen.

In den AGB zur Mastercard Vermittlung wird bekanntgegeben, dass der Vertragspartner eine Firma namens Platinum Card Services UK, Ltd. (Zusätzliche Infos hier) sein soll. Unter Punkt 4 der Geschäftsbedingungen finden wir Infos zum Angebot, Zitat: „Das Schufafrei Sorglos Duo ist eine Finanzdienstleistung, es besteht aus einer Premium Prepaid Mastercard mit Gold-Design und Hochprägung zum Ausgabepreis von 98,90 Euro (…) Die Zahlung der Ausgabegebühr (…) erfolgt unmittelbar nach Bestellung via Nachnahme und vor Kartenausgabe“. Zitatende. Quelle: phonify.me/agb-widerrufsbelehrung.pdf, Stand 11.01.2022)

Aus den AGB

Wird die Annahme von dem Paket verweigert, wie es Frau A. zuvor gehandhabt hat, soll dem Kunden/der Kundin die Möglichkeit gegeben werden, die Zahlung innerhalb von 14 Tagen per Überweisung zu tätigen. Eine dementsprechende Bankverbindung fanden wir in den AGB nicht. Erfolgt auch dann keine Zahlung, tritt die Platinum Card Services UK Ltd. die Forderung an ihren Zessionar, die Advantia Card, 81 Skipper Way, Suite 335, St. Neods, PE19 6LT (UK) ab.

Sollten Kunden vom Widerrufsrecht Gebrauch machen wollen, so müssen sie innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsabschluss schriftlich reagieren. Der Widerruf is an die Platin Card Services Ltd., 85 Great Portland Street, London, England, W1W 7LT zu stellen.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.

Haben Sie Erfahrungen mit Phonify.me oder gar eine Zahlungsaufforderung von der Euro Collect GmbH oder der Lectio Rechtsanwalts GmbH erhalten? Nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern unbedingt reagieren, da weitere Kosten entstehen können. Gerne helfen wir Ihnen mit allgemeine Informationen via E-Mail und Telefon.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unter dieser Telefonnummer:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

WhatsApp (Keine Anrufe, nur Chat): +491628033374

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten. Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dieser Artikel basiert auf den uns gemeldeten Informationen, Zitaten und den im Artikel genannten Quellen und spiegelt nicht unsere Auffassung wieder. Soweit es ist uns möglich ist, haben wir diese sorgfältig geprüft. Testbestellungen oder sogenannte Lockvogel-Anrufe erfolgten nicht. Sollten Sie der Meinung sein, dass uns wesentliche Punkte zum Sachverhalt unbekannt sind, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.

Mittwoch, 16. Januar 2019

Mastercard erhalten? Erfahrungen mit Probenheld.de

Telefonisch erreichte uns ein Verbraucher, um über seine Erfahrungen mit dem Internetportal „Probenheld.de“ zu berichten. So erhielt er laut seiner Schilderungen eine kostenpflichtige Mastercard der Platinum Card Services Ltd. zur Nachnahme. Da er diese nicht abholte, folgten kurz darauf Schreiben von einem Inkassobüro.

Titel: Mastercard erhalten? Erfahrungen mit Probenheld.de

Probenheld – Daten gegen Produktproben?


Es gibt einige negative Berichte über das Portal „Probenheld.de“, die laut eigener Aussage die „besten Produktproben Deutschlands“ inne hat. Angeblich „ohne Verpflichtungen“ soll durch Probenheld Produkte aus den Bereichen Elektronik (Playstation & Spiele, iPhone, iPad, Samsung Galaxy, Huawei Smartphones, Geräte von Siemens, AEG etc.), Nahrungsergänzungsmittel (Almased, Yokebe, Formoline 112, SlimSticks, Reduxan, Nicorex) und Service Leistungen (Diverse Online-Gym Zugänge, Maxdome, Netflix, Amazon prime, Usenet) zum Test angeboten werden. Dazu wird jedoch eine Anmeldung benötigt. Für manche „hochpreisige Produkte“ müssen zuvor die Daten des Personalausweises hochgeladen und verifiziert werden.

Zwar ist die Anmeldung an sich gratis, aber sollten jene Verbraucher, die sich für Produktproben interessieren, vorsichtig mit der Herausgabe ihrer persönlichen Daten sein. So war laut der Verbraucherzentrale Niedersachsen im August 2018 nicht einmal ein Impressum auf Probenheld.de zu finden (Quelle: https://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/vorsicht-falle/probenheldde-kostenpflichtige-statt-kostenlose-proben-erhalten, Link nicht mehr aktiv 25.01.2021). Somit konnten Nutzer des Portals nicht nachvollziehen, wer ihre persönlichen Daten empfangen und verarbeitet hat.

Mittlerweile lässt sich ein Impressum auf Probenheld.de finden: Verantwortlich für das Angebot ist eine gewisse Premium Marketing Solutions ("PREMASOL") S.A. mit Sitz auf Mallorca, Spanien.

Ein Verbraucher erhielt eine Zahlungsaufforderung durch Euro Collect


Erst kürzlich kontaktierte uns ein Verbraucher via Telefon, um uns seine Erfahrungen mit Probenheld mitzuteilen. Er meldete sich laut eigener Aussage auf dem Portal Probenheld.de an und bezog eine Kreditkarte. Er soll eine Nachnahmesendung in Form einer MasterCard von Platinum Card Services Ltd. erhalten haben. Da er diesen Absender nicht zuordnen konnte, holte er die Ware laut seiner Schilderungen nicht von der Post ab. Weiter berichtete er uns, dass er daraufhin eine Zahlungsaufforderung durch das Inkassounternehmen Euro Collect in seinem Briefkasten fand.

Wir berichteten bereits in mehreren Beiträgen über die Euro Collect GmbH und deren Forderungen für diverse Auftraggeber, wie unter anderem die Platinum Card Services Ltd. So wurden in der Vergangenheit den Betroffenen 98,90 EUR für eine MasterCard in Rechnung gestellt, obwohl sie die Nachnahme verweigerten.

Versteckte Kosten bei den Testprodukten?


Es stellt sich die Frage, ob die sogenannten Proben oder Testprodukte auf Probenheld.de tatsächlich kostenfrei sind. Bei einem Testlauf wurde uns nach der Registrierung ein Bildschirm mit folgenden Angeboten angezeigt:

Scan: Screenshot Probenheld.de / JAN 2019
Screenshot Probenheld.de / JAN 2019


Statt den „besten Produktproben Deutschlands“ in Sachen Elektronik, Nahrungsergänzungsmitteln und Service Leistungen wurden nur sehr wenige „Proben“ vorgestellt: BEVIGRA, SLIMSTICKS, SEITENSPRUNG.TV und SOFORT.CREDIT (MasterCard und Sofort-Credit-Anfrage). Diese Produkte sind allesamt an ein kostenpflichtiges Abo gebunden, sofern nicht rechtzeitig gekündigt wird.

Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch Erfahrungen mit dem Portal Probenheld.de? Oder haben Sie eine Zahlungsaufforderung von einem Inkassobüro erhalten, da Sie scheinbar ein Abo abgeschlossen haben sollen? Wehren Sie sich! Nehmen Sie Kontakt auf unter:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Mittwoch, 28. November 2018

Über die Platinum Card Services Ltd. und „sofort.credit“

Es melden sich zahlreiche Verbraucher, die sich auf Internetseiten nach einem „Kredit ohne Schufa“ umschauen und kurz darauf eine MasterCard via Nachnahme erhalten haben. Auch die Platinum Card Services Ltd. bietet Kreditkarten an; eine Verbraucherin leitete eine Mahnung an uns weiter.

Titel: Über die Platinum Card Services Ltd. und „sofort.credit“

Prepaid Kreditkarten der Platinum Card Services Ltd.


Wir berichteten bereits über Zahlungsaufforderungen des Payment-Dienstleisters VERIPAY BV aus dem niederländischen Heerlen. In unserem Beitrag wurde von dem Unternehmen ein Betrag von von 98,90 EUR für die Bestellung einer MasterCard verlangt. Laut unserer Kenntnis wurde auch das Inkassobüro Euro Collect GmbH mit der Beitreibung der offenen Beträge beauftragt.

Aktuell wurde uns eine Zahlungsaufforderung sowie eine Mahnung von einem Unternehmen namens Platinum Card Services Ltd. von einer Verbraucherin übermittelt, die laut des Schreibens die Webseite „sofort.credit“ besuchte. Die von der VERIPAY BV betriebene Seite ist auf den Vertrieb von Kreditkarten (in diesem Fall MasterCard) spezialisiert. Scheinbar soll nach dem Ausfüllen eines Kontaktformulars die Kreditkarte als Nachnahmesendung zugestellt werden, welche den Betroffenen 98,90 EUR kosten soll.

Scan: Mastercard Bestellung Platinum Card Services Ltd./ Okt 2018
Mastercard Bestellung Platinum Card Services Ltd./ Okt 2018


Kosten entstehen auch bei Verweigerung der Annahme


Wird die Annahme verweigert, folgt nach kurzer Zeit eine Zahlungserinnerung und Bestellbestätigung der Platinum Card Services Ltd., in der um einen Ausgleich der Forderung gebeten wird. Die Überweisung soll in diesem Fall an die VERIPAY BV gehen. In der besagten Nachnahmesendung ist die beworbene MasterCard nicht enthalten, sondern nur Zugangsdaten für ein Portal namens PAYPRO (www.paypro.sg).

In den Unterlagen zur Bestellung ist ein sogenannter „Voucher“ enthalten – ein Gutschein, der üblicherweise für eine bereits bezahlte Leistung erstellt wird. Mittels der Daten des Vouchers soll die bestellte MasterCard auf dem Portal PAYPRO aktiviert werden. Wichtig zu wissen: erst in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen wird deutlich, dass es sich bei der MasterCard um eine PrePaid-Karte handelt, die vor Gebrauch erst einmal aufgeladen werden muss.

Scan: PayPro.sg / Voucherseite / März 2019
PayPro.sg / Voucherseite / März 2019

Kein garantierter Kredit beim „Schufafrei Sorglos Duo“


Das Angebot der Platinum Card Services Ltd. umfasst ebenfalls die Beantragung eines Kredits bis zu 7.500 EUR. Auch bei dieser Dienstleistung mit der Bezeichnung „Schufafrei Sorglos Duo“ lohnt sich ein Blick in die AGB. Dort wird beschrieben, dass die bei der Bestellung erfassten Daten an „das jeweilige Finanzinstitut“ weiter geleitet wird. Weitere Informationen erhalten interessierte Verbraucher nicht.

Möchte man Widerruf einlegen, muss man sich an folgende Adresse richten: Platinum Services GmbH, Am Gut Wolf 3, in 52070 Aachen. Vertragspartner scheint ein externer Dienstleister mit dem Namen „Platinum Card Services UK Ltd.“ (483 Green Lanes, GB-London N13 4BS) zu sein.

Bitte beachten:

Verbraucher auf der Suche nach Online-Krediten sollten sich die nötige Zeit nehmen, um die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der VERIPAY BV oder Platinum Card Services Ltd. genau durchzulesen. So ist gewährleistet, dass Sie mehr Informationen über die tatsächlich erhaltenen Leistungen erhalten.

Hilfe bei Platinum Card Services Ltd.


Sollten Sie ein Zahlungsaufforderungen bzw. Mahnung von der Platinum Card Services Ltd., Veripay B.V. oder gar durch ein Inkassounternehmen erhalten haben, sollten Sie unbedingt reagieren. Es handelt sich dabei um keinen Fake, der in der Ablage Papierkorb landen sollte. Handeln Sie jetzt und nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unter dieser Telefonnummer:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.