Freitag, 6. November 2026

Weko Media LLC: 1.860 Euro für einen Firmeneintrag?

Titel: Weko Media LLC: 1.860 Euro für einen Firmeneintrag?

Eine E-Mail mit dem Betreff „Veröffentlichung Firmen-Eintrag 2026“ erreichte Anfang November 2026 den Verbraucherdienst e.V. Im Anhang befand sich ein vorausgefüllter Antrag für einen sogenannten Business Eintrag bei firmeneintrag.net. Was zunächst wie eine Aufforderung zur Überprüfung von Unternehmensdaten aussieht, enthält im Kleingedruckten ein kostenpflichtiges Vertragsangebot: 930 Euro netto pro Jahr bei einer Mindestlaufzeit von zwei Jahren. 

Besonders bemerkenswert: Der Verbraucherdienst e.V. berichtet selbst regelmäßig über solche Branchenbuch-Offerten und die damit verbundenen Kostenrisiken. Nun ist der Verein selbst Empfänger eines solchen Schreibens geworden.

Eine neue Branchenbuch-Offerte landet beim Verbraucherdienst e.V.

Es gibt Situationen, die könnte man sich kaum besser ausdenken. Der Verbraucherdienst e.V. beschäftigt sich regelmäßig mit Angeboten für kostenpflichtige Branchenbucheinträge, Werbeanzeigen und vermeintliche Datenaktualisierungen. Wir berichten darüber, wenn Gewerbetreibende Formulare erhalten, die auf den ersten Blick wie eine einfache Überprüfung bereits vorhandener Firmendaten wirken.

Am 4. November 2026 erreichte uns nun selbst eine entsprechende E-Mail.

Der Absender bezeichnet sich als „Werbeagentur - Weko Media“. Die Nachricht wurde von der E-Mail-Adresse reply[ät]wmllcmediahub.com versandt und trug den Betreff:

„Veröffentlichung Firmen-Eintrag 2026“; Im Nachrichtentext heißt es:

„Anbei erhalten Sie den Eintragungsantrag im PDF-Format für die Veröffentlichung im Firmenregister 2026/2027. Wir bitten Sie, die enthaltenen Daten zu überprüfen. Bei Annahme und Richtigkeit senden Sie uns bitte den unterschriebenen Antrag als Antwort auf diese E-Mail oder per Fax an die im Antrag angegebene Faxnummer zurück.“

Eine kurze Nachricht, die zunächst nach einer gewöhnlichen Datenüberprüfung klingt. Doch wer das angehängte PDF genauer liest, stellt fest: Es geht nicht lediglich um die Bestätigung vorhandener Unternehmensdaten.

Scan: Weko Media LLC Offerte / Nov 2026
Weko Media LLC Offerte / Nov 2026


Weko Media LLC: Was steht in dem Eintragungsantrag?

Das einseitige PDF trägt die Überschrift „Antrag zum Branchenbucheintrag“. Als Anbieter wird die Weko Media LLC genannt. Angeboten wird ein sogenannter „Business Eintrag 2026–2027“ für das Internetportal firmeneintrag.net.

Das Formular enthält bereits zahlreiche Angaben zum Verbraucherdienst e.V. Dazu gehören unter anderem der Vereinsname, die Anschrift, die Branche und die E-Mail-Adresse.

Die Empfänger werden aufgefordert, diese Daten zu überprüfen und gegebenenfalls zu ergänzen oder zu korrigieren.

Das klingt zunächst nach einer routinemäßigen Aktualisierung eines Firmeneintrags. Tatsächlich enthält das Dokument jedoch eine ausdrückliche Beschreibung eines kostenpflichtigen Angebots.

Besonders wichtig ist dabei die folgende Formulierung:

„Die Leistungsbeschreibung und die Geschäftsbedingungen der Weko Media LLC gelten mit der Unterzeichnung als angenommen und dieser Antrag wird somit zum Auftrag und Vertragsdokument.“

Damit ist im Formular ausdrücklich festgehalten, dass die Unterschrift und Rücksendung nicht lediglich der Datenkorrektur dienen sollen, sondern als Auftrag für einen kostenpflichtigen Eintrag vorgesehen sind.

930 Euro netto pro Jahr: Diese Kosten stehen im Kleingedruckten

Wer den Eintragungsantrag aufmerksam liest, findet die Preisangaben im Beschreibungstext auf der rechten Seite des Formulars sowie in den Vertragsbedingungen im unteren Bereich.

Die angebotenen Konditionen:

  • Jährlicher Preis: 930 Euro netto
  • Mindestvertragslaufzeit: zwei Jahre
  • Gesamtpreis: 1.860 Euro netto
  • Abrechnung: Nach Rechnungserhalt innerhalb von zehn Tagen
  • Vertragsverlängerung: automatisch um ein weiteres Jahr
  • Kündigungsfrist: mindestens drei Monate vor Ablauf der Vertragslaufzeit

Die Kosten für zwei Jahre summieren sich somit auf 1.860 Euro netto. Hinzu kommt gegebenenfalls die gesetzliche Umsatzsteuer.

Besonders aufmerksam sollten Empfänger auch die Verlängerungsregelung lesen. Wer den Vertrag nicht rechtzeitig kündigt, muss mit einer Verlängerung um ein weiteres Jahr rechnen.

Das Formular enthält außerdem einen Hinweis auf einen kostenlosen Basiseintrag. Dieser könne ausschließlich über die Internetseite des Anbieters beantragt beziehungsweise abgeschlossen werden.

Damit werden zwei unterschiedliche Angebote beschrieben: ein kostenloser Basiseintrag und ein kostenpflichtiger Business Eintrag. Der uns zugesandte Antrag betrifft ausdrücklich die kostenpflichtige Variante.

Kein amtlicher Eintrag: Was bedeutet der Hinweis im Formular?

Ein weiterer Punkt verdient Beachtung. Im unteren Teil des Antrags steht ausdrücklich:

„Dieser Antrag ist behörden- und kammerunabhängig und ohne öffentlichen Auftrag.“

Das ist eine wichtige Information. Es handelt sich nach dem Wortlaut des Formulars also nicht um eine Aufforderung einer Behörde, einer Industrie- und Handelskammer oder einer sonstigen öffentlichen Stelle.

Auch eine gesetzliche Verpflichtung, diesen angebotenen Brancheneintrag zu beauftragen, ergibt sich daraus nicht.

Wer ein solches Schreiben erhält, sollte deshalb nicht allein aufgrund der Gestaltung oder der bereits eingetragenen Unternehmensdaten davon ausgehen, dass eine behördliche oder anderweitig verpflichtende Aktualisierung vorgenommen werden muss.

Wer steckt hinter firmeneintrag.net?

Ein Blick auf die Internetseite firmeneintrag.net und das dort veröffentlichte Impressum liefert weitere Informationen.

Als Betreiber des Portals wird die Weko Media LLC angegeben. Als Geschäftsanschrift nennt das Unternehmen:

2201 Menaul Blvd NE STE A
87107 Albuquerque
New Mexico, USA

Auch die auf der Internetseite veröffentlichten Geschäftsbedingungen beschreiben den kostenpflichtigen Business Eintrag.

Dort wird ausdrücklich zwischen einem kostenlosen Basiseintrag und einem kostenpflichtigen schriftlichen beziehungsweise online erteilten Business Eintrag unterschieden.

Die veröffentlichten Geschäftsbedingungen nennen ebenfalls 930 Euro netto jährlich und eine Mindestvertragslaufzeit von zwei Jahren. Auch die automatische Verlängerung um ein weiteres Jahr bei nicht fristgerechter Kündigung ist dort geregelt.

Interessant ist dabei, dass die Geschäftsbedingungen die schriftliche Auftragserteilung ausdrücklich an die Unterzeichnung und Rücksendung der Offerte knüpfen.

Die Angaben im uns übersandten Formular stimmen in diesen wesentlichen Punkten mit den veröffentlichten Geschäftsbedingungen überein.

Ähnliche Warnungen gab es bereits: Auch die IHK berichtet über Weko Media

Mit unserem Fall stehen wir nicht allein da. Bereits am 2. Februar 2026 veröffentlichte die IHK Mittlerer Niederrhein eine Warnmeldung zu Eintragungsangeboten der Weko Media LLC.

Darin werden Schreiben beschrieben, die den Eindruck vermitteln können, ein bestehender Firmeneintrag müsse lediglich überprüft oder korrigiert werden. Die IHK weist insbesondere auf vorausgefüllte Unternehmensdaten, die Gestaltung der Formulare und die im Fließtext untergebrachten Kosten hin.

Auch dort werden die Konditionen von 930 Euro netto jährlich bei einer Mindestlaufzeit von zwei Jahren genannt.

Die von der IHK beschriebene E-Mail trug den Betreff „Publikation Firmen-Eintrag 2026/2027“ und wurde von einer anderen Absenderadresse versandt. Unser Schreiben vom 4. November 2026 stammt dagegen von reply[ä]wmllcmediahub.com.

Es handelt sich somit nicht um dieselbe nachgewiesene E-Mail, allerdings zeigen sich bei Anbieter, Angebotsgegenstand und Vertragskonditionen deutliche Übereinstimmungen.

Die IHK empfiehlt Unternehmen, solche Formulare sorgfältig zu prüfen und nicht ungeprüft zu unterschreiben. Quelle: Aktuelle Warnungen vor Betrugsversuchen | IHK Mittlerer Niederrhein

Unsere Einschätzung: Erst lesen, dann unterschreiben!

Dass gerade der Verbraucherdienst e.V. eine solche Offerte erhält, ist durchaus bemerkenswert. Schließlich beschäftigen wir uns seit Jahren mit entsprechenden Angeboten und informieren Verbraucher sowie Gewerbetreibende über mögliche Kostenfallen im geschäftlichen Verkehr.

Der entscheidende Punkt ist aus unserer Sicht nicht, dass ein Unternehmen kostenpflichtige Branchenbucheinträge anbietet. Entgeltliche Werbe- und Verzeichniseinträge sind im Geschäftsverkehr grundsätzlich nichts Ungewöhnliches.

Entscheidend ist vielmehr, dass Empfänger erkennen können müssen, was sie mit ihrer Unterschrift tatsächlich beauftragen.

in Formular, das zur Überprüfung bereits eingetragener Unternehmensdaten auffordert, sollte deshalb besonders aufmerksam gelesen werden. Denn die Bestätigung oder Korrektur der Angaben kann im vorliegenden Fall mit der Annahme eines kostenpflichtigen Vertragsangebots verbunden sein.

Wir empfehlen daher, vor einer Unterschrift folgende Fragen zu klären:

  1. Handelt es sich um eine behördliche Aufforderung oder um ein privates Werbeangebot?
  2. Wer ist der tatsächliche Anbieter?
  3. Welche Leistung wird konkret angeboten?
  4. Wie hoch sind die jährlichen Kosten und die Gesamtkosten?
  5. Wie lange läuft der Vertrag mindestens?
  6. Welche Kündigungsfrist gilt?
  7. Verlängert sich der Vertrag automatisch?
  8. Ist ein kostenloser Eintrag möglich und unter welchen Bedingungen?

Wer kein Interesse an einem kostenpflichtigen Eintrag hat, sollte das Formular nicht unterschreiben und zurücksenden.

Was tun, wenn das Formular bereits unterschrieben wurde?

Sollte ein solches Formular bereits unterschrieben und zurückgesandt worden sein, empfiehlt es sich, die Angelegenheit nicht einfach zu ignorieren.

Betroffene Unternehmen sollten sämtliche Unterlagen, die ursprüngliche E-Mail und den zurückgesandten Antrag sichern. Auch spätere Rechnungen und Zahlungsaufforderungen sollten dokumentiert werden.

Je nach Umständen des Einzelfalls kann eine Anfechtung wegen Irrtums oder arglistiger Täuschung in Betracht kommen. Auch eine vorsorgliche Kündigung zum nächstmöglichen Zeitpunkt kann sinnvoll sein. Ob und inwieweit solche Erklärungen im konkreten Fall Erfolg haben, hängt jedoch von den Umständen des Vertragsschlusses ab.

Bei rechtlichen Auseinandersetzungen empfehlen wir eine individuelle rechtliche Prüfung.

Fazit: Eine Offerte, die auch beim Verbraucherdienst landet

Manchmal braucht es keinen Hinweis eines betroffenen Gewerbetreibenden, um auf ein bestimmtes Angebot aufmerksam zu werden. Manchmal landet es direkt im eigenen E-Mail-Postfach.

Die Offerte der Weko Media LLC zeigt erneut, weshalb Unternehmen bei vorausgefüllten Formularen für Branchenbucheinträge genau hinsehen sollten. Hinter der Aufforderung, Unternehmensdaten zu überprüfen, kann sich ein kostenpflichtiges Vertragsangebot verbergen.

Im vorliegenden Fall geht es um 930 Euro netto pro Jahr und damit um mindestens 1.860 Euro netto für zwei Jahre.

Wir werden auch künftig über solche Angebote berichten und Gewerbetreibende auf mögliche Kostenrisiken aufmerksam machen.

Unser Rat bleibt deshalb unverändert: Unterschreiben Sie keine Branchenbuch-Offerte, bevor Sie sämtliche Kosten, Vertragslaufzeiten und Kündigungsbedingungen gelesen und verstanden haben.

Sie haben ebenfalls eine E-Mail oder Zahlungsaufforderung vom Bundes-Finanzservice erhalten? Dann können Sie uns Ihre Erfahrungen schildern. Verbraucherdienst interessiert insbesondere, ob weitere Verbraucher mit ähnlichen Forderungen, angeblichen Lotto-Abonnements oder kostenpflichtigen Kündigungsformularen konfrontiert wurden.

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Für Nichtmitglieder ist es uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten. Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dieser Artikel basiert auf den uns gemeldeten Informationen, Zitaten und den im Artikel genannten Quellen und spiegelt nicht unsere Auffassung wieder. Soweit es ist uns möglich ist, haben wir diese sorgfältig geprüft. Testbestellungen oder sogenannte Lockvogel-Anrufe erfolgten nicht. Sollten Sie der Meinung sein, dass uns wesentliche Punkte zum Sachverhalt unbekannt sind, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.

⚠️ Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Er ist keine Rechtsberatung und kann eine Prüfung konkreter Unterlagen durch eine qualifizierte Rechtsanwältin oder einen qualifizierten Rechtsanwalt nicht ersetzen.

💡 Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt, um Recherchen zu beschleunigen und Entwürfe zu strukturieren. Der Text wurde anschließend von unserer Redaktion geprüft, überarbeitet und finalisiert.

Montag, 2. November 2026

Bundes-Finanzservice: Kündigungsservice für angebliches Lotto-Abo sorgt für Fragen

Titel: Bundes-Finanzservice: Kündigungsservice für angebliches Lotto-Abo sorgt für Fragen

Eine angebliche letzte Mahnung über 255 Euro, massive Drohungen mit Inkasso, Rechtsanwalt und Gerichtsvollzieher und eine Kündigung, die erst nach vollständiger Zahlung wirksam werden soll: Ein Mitglied von Verbraucherdienst hat uns eine E-Mail des sogenannten Bundes-Finanzservice weitergeleitet. Wir haben uns das Schreiben und den dazugehörigen Internetauftritt näher angesehen.

Eine letzte Mahnung mit erheblichem Druck

Bei Verbraucherdienst meldete sich erneut ein Mitglied, das mit einer angeblichen Forderung im Zusammenhang mit einem Lotto-Abonnement konfrontiert wurde. Diesmal geht es um eine E-Mail des sogenannten „Bundes-Finanzservice“, Abteilung Kündigungswesen / Forderungsmanagement.

Das Schreiben trägt die Überschrift „LETZTE MAHNUNG“ und ist auf den 18. September 2026 datiert. Gefordert wird eine angebliche Restforderung in Höhe von 255,00 Euro. Als Grund wird ein nicht näher erläutertes „Kündigung Lotto-Abo“ genannt.

Besonders auffällig ist die Art und Weise, wie der Empfänger zur Zahlung bewegt werden soll.

In der E-Mail heißt es sinngemäß, dass zunächst eine Kündigung über ein angeblich gesichertes Online-Formular eingeleitet werden müsse. Erst anschließend werde eine abschließende Rechnung über 255,00 Euro erstellt. Die Kündigung gegenüber dem eigentlichen Anbieter werde wiederum erst nach vollständigem Zahlungseingang weitergeleitet beziehungsweise wirksam.

Der Empfänger soll also zunächst persönliche Angaben übermitteln und sich auf einen kostenpflichtigen Vorgang einlassen, bevor überhaupt nachvollziehbar geklärt ist, ob die behauptete Forderung besteht.

Drohungen mit Rechtsanwalt, Gerichtsvollzieher und Kontopfändung

Das Schreiben beschränkt sich nicht auf eine gewöhnliche Zahlungsaufforderung. Vielmehr wird eine ganze Reihe angeblicher Konsequenzen aufgelistet.

Dazu gehören unter anderem:

  • Übergabe an einen Rechtsanwalt und ein Inkassounternehmen
  • zusätzliche Anwalts- und Inkassokosten von mindestens 78,00 Euro
  • Einleitung eines gerichtlichen Mahnverfahrens
  • mögliche Klage und Gerichtstermin
  • Einschaltung eines Gerichtsvollziehers
  • Kontopfändung und Lohnpfändung
  • negative Eintragungen bei Auskunfteien

Hinzu kommt eine Frist von nur fünf Tagen, innerhalb derer die Kündigung über das Online-Formular eingeleitet werden soll.

Formulierungen wie „Wir dulden keine weiteren Ausflüchte“ und „Wer nicht zahlt, trägt die Konsequenzen“ sollen offenbar zusätzlichen Druck erzeugen.

Doch eine solche Wortwahl ersetzt keinen rechtlichen Nachweis. Auch die bloße Ankündigung von Inkasso, Gerichtsvollzieher oder Pfändung bedeutet keineswegs, dass diese Maßnahmen tatsächlich unmittelbar bevorstehen.

Was ist über den Bundes-Finanzservice bekannt?

Als Absender nennt sich die Organisation „Bundes-Finanzservice“. Angegeben werden eine Abteilung für Kündigungswesen und Forderungsmanagement, ein Postfach in Berlin sowie eine E-Mail-Adresse.

Der Name „Bundes-Finanzservice“ könnte bei Empfängern den Eindruck einer staatlichen oder behördlichen Einrichtung erwecken. Aus der Bezeichnung allein lässt sich eine solche Eigenschaft jedoch nicht ableiten. Das Schreiben enthält jedenfalls keinen nachvollziehbaren Nachweis dafür, dass es sich um eine Bundesbehörde oder eine staatliche Stelle handelt.

Auch beim Internetauftritt ist Vorsicht geboten. Bei unserer Prüfung ließ sich über die angegebene Impressumsadresse kein nachvollziehbares Impressum mit überprüfbaren Unternehmensangaben auslesen. Die Seite wurde lediglich als „Kündigungsformular“ angezeigt.

Damit bleiben wichtige Fragen offen: Wer ist der tatsächliche Betreiber? In wessen Auftrag wird gehandelt? Welcher ursprüngliche Anbieter soll die angebliche Forderung geltend machen? Und auf welcher vertraglichen Grundlage sollen die 255,00 Euro geschuldet sein?

Eine Postfachanschrift und eine E-Mail-Adresse reichen nicht aus, um diese Fragen zu beantworten.

Bereits 2024 gab es Kontakt wegen angeblicher Lotto-Verträge

Als besonders spannend empfanden wir die Vorgeschichte unseres Mitglieds.

Bereits 2024 hatte sich die betreffende Person an Verbraucherdienst gewandt. Damals berichtete sie von einer E-Mail, mit der sie nichts anfangen konnte. Eine schriftliche Benachrichtigung über eine Rechnung habe sie nach eigenen Angaben nicht erhalten.

Außerdem schilderte das Mitglied, bereits telefonisch wegen eines angeblichen Lottovertrages kontaktiert und belästigt worden zu sein. Einen Vertrag über Lotto 6aus49 habe es nach eigener Aussage jedoch nicht abgeschlossen.

Nun, rund zwei Jahre später, liegt eine weitere Zahlungsaufforderung im Zusammenhang mit einem angeblichen Lotto-Abonnement vor.

Ob zwischen dem damaligen Vorgang und der aktuellen Nachricht ein tatsächlicher Zusammenhang besteht, können wir anhand der vorliegenden Unterlagen nicht feststellen. Ebenso wenig lässt sich daraus ableiten, dass dieselben Personen oder Unternehmen dahinterstehen.

Fest steht jedoch: Die aktuelle E-Mail wirft erneut Fragen nach dem behaupteten Vertrag, dem ursprünglichen Anbieter und der Berechtigung der Forderung auf.

Muss man die 255 Euro tatsächlich bezahlen?

Nein, nicht allein deshalb, weil eine E-Mail eine bestimmte Summe verlangt und mit rechtlichen Konsequenzen droht.

Wer eine solche Zahlungsaufforderung erhält, sollte zunächst prüfen, ob überhaupt ein wirksamer Vertrag zustande gekommen ist und wer die Forderung geltend macht.

Ein Unternehmen muss eine Forderung nachvollziehbar begründen können. Dazu gehören insbesondere Angaben zum ursprünglichen Vertragspartner, zum behaupteten Vertragsschluss, zum Vertragsgegenstand und zur Berechnung des geforderten Betrages.

Wir weisen darauf hin, dass Inkassoforderungen nur dann berechtigt sind, wenn eine tatsächliche Hauptforderung besteht und die weiteren Voraussetzungen erfüllt sind. Wer sicher ist, keinen entsprechenden Vertrag geschlossen zu haben, sollte der Forderung schriftlich widersprechen.

Auch die angekündigten Zusatzkosten sind nicht automatisch geschuldet. Sie setzen unter anderem eine berechtigte Hauptforderung und die jeweiligen gesetzlichen Voraussetzungen voraus.

Eine Kündigung darf nicht mit einer ungeprüften Zahlung verknüpft werden

Besonders kritisch sehen wir den in der E-Mail beschriebenen Ablauf.

Nach Darstellung des Absenders soll der Verbraucher zunächst ein Online-Formular ausfüllen. Erst danach werde die abschließende Rechnung über 255,00 Euro erstellt. Die Weiterleitung der Kündigung an den angeblichen Anbieter soll erst nach vollständiger Zahlung erfolgen.

Das wirft eine grundlegende Frage auf: Warum soll ein Verbraucher eine angebliche Restforderung bezahlen, bevor ihm überhaupt nachvollziehbar erklärt wird, aus welchem Vertrag diese entstanden sein soll?

Wer einen Vertrag tatsächlich abgeschlossen hat, muss selbstverständlich die vereinbarten Kündigungsfristen und sonstigen Vertragsbedingungen beachten. Daraus folgt aber nicht, dass ein beliebiger Dienstleister eine Zahlung verlangen darf, ohne seine Beauftragung und die zugrunde liegende Forderung nachzuweisen.

Auch sollte man nicht vorschnell ein Formular ausfüllen, das möglicherweise weitere persönliche Daten abfragt oder eine kostenpflichtige Dienstleistung auslöst.

Was Betroffene jetzt tun sollten

Wer eine vergleichbare E-Mail erhält, sollte sich nicht durch die angedrohten Konsequenzen zu einer überstürzten Handlung bewegen lassen.

Wir empfehlen:

  1. Nicht vorschnell bezahlen: Prüfen Sie zunächst, wer die Forderung stellt und auf welcher Grundlage Geld verlangt wird.
  2. Keine ungeprüften Online-Formulare ausfüllen: Übermitteln Sie nicht leichtfertig Ihre Anschrift, Ihr Geburtsdatum, Ihre Telefonnummer oder Bankverbindung.
  3. Keine weiteren persönlichen Daten preisgeben: Insbesondere sollten keine Bankdaten oder SEPA-Lastschriftmandate übermittelt werden, solange die Angelegenheit ungeklärt ist.
  4. Forderung schriftlich bestreiten: Wenn Sie keinen entsprechenden Vertrag abgeschlossen haben, widersprechen Sie der Forderung ausdrücklich und nachweisbar.
  5. Vertragsnachweis verlangen: Fordern Sie Angaben zum ursprünglichen Anbieter, zum Zeitpunkt und zur Art des behaupteten Vertragsschlusses sowie eine nachvollziehbare Aufstellung der Forderung.
  6. Unterlagen sichern: Bewahren Sie die E-Mail einschließlich Absenderinformationen, Datum und vollständigem Nachrichteninhalt auf. Dokumentieren Sie auch frühere Anrufe und Kontaktversuche.
  7. Echte Gerichtspost ernst nehmen: Eine E-Mail mit der Ankündigung eines gerichtlichen Mahnverfahrens ist noch kein gerichtlicher Mahnbescheid. Sollte tatsächlich ein gerichtlicher Mahnbescheid zugestellt werden, müssen Sie die darin genannte Widerspruchsfrist beachten. Diese beträgt grundsätzlich zwei Wochen.

Fazit: Erst prüfen, dann handeln!

Die E-Mail des sogenannten Bundes-Finanzservice enthält zahlreiche Punkte, die Verbraucher kritisch hinterfragen sollten. Besonders die Verknüpfung einer angeblichen Kündigung mit einer vorherigen Zahlung von 255,00 Euro, die fehlende nachvollziehbare Darstellung des ursprünglichen Vertragspartners und die massiven Drohungen mit rechtlichen Konsequenzen sind auffällig.

Ob die Forderung tatsächlich besteht, lässt sich anhand der uns vorliegenden Nachricht nicht feststellen. Ein Nachweis über einen wirksamen Vertragsschluss oder eine entsprechende Beauftragung wurde uns jedenfalls nicht vorgelegt.

Unser Rat: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Zahlen Sie keine ungeprüften Forderungen und übermitteln Sie keine zusätzlichen persönlichen Daten über ein Formular, dessen Betreiber und Rechtsgrundlage nicht geklärt sind.

Sie haben ebenfalls eine E-Mail oder Zahlungsaufforderung vom Bundes-Finanzservice erhalten? Dann können Sie uns Ihre Erfahrungen schildern. Verbraucherdienst interessiert insbesondere, ob weitere Verbraucher mit ähnlichen Forderungen, angeblichen Lotto-Abonnements oder kostenpflichtigen Kündigungsformularen konfrontiert wurden.

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Für Nichtmitglieder ist es uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten. Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dieser Artikel basiert auf den uns gemeldeten Informationen, Zitaten und den im Artikel genannten Quellen und spiegelt nicht unsere Auffassung wieder. Soweit es ist uns möglich ist, haben wir diese sorgfältig geprüft. Testbestellungen oder sogenannte Lockvogel-Anrufe erfolgten nicht. Sollten Sie der Meinung sein, dass uns wesentliche Punkte zum Sachverhalt unbekannt sind, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.

⚠️ Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Er ist keine Rechtsberatung und kann eine Prüfung konkreter Unterlagen durch eine qualifizierte Rechtsanwältin oder einen qualifizierten Rechtsanwalt nicht ersetzen.

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Hepativa Zahlungsaufforderung: 39 Euro für Nährstoffreport?

Titel: Hepativa Zahlungsaufforderung: 39 Euro für Nährstoffreport?

Unerwartete Zahlungsaufforderungen im E-Mail-Postfach sorgen bei Verbrauchern regelmäßig für Verunsicherung. Aktuell haben sich zwei Personen unabhängig voneinander an den Verbraucherdienst e.V. gewandt. Beide berichten von Problemen im Zusammenhang mit dem Online-Angebot Hepativa. Im Raum steht eine Zahlungsforderung über 39,00 Euro für einen persönlichen Nährstoff- und Vitaminreport. Doch was steckt hinter Hepativa und worauf sollten Betroffene achten, wenn sie eine entsprechende Zahlungsaufforderung erhalten?

Was steckt hinter Hepativa?

Hepativa präsentiert sich als Online-Angebot rund um Ernährung, Vitamine und Nährstoffversorgung. Über verschiedene Selbstchecks können Interessierte beispielsweise Angaben zu Müdigkeit, Eisenmangel, Magnesium, Vitamin D, Darmgesundheit oder anderen gesundheitlichen Themen machen. Auf Grundlage der beantworteten Fragen soll anschließend ein persönlicher Nährstoff- und Vitaminreport erstellt werden. Dieser enthält laut Anbieter eine Auswertung der gemachten Angaben sowie Empfehlungen und Anregungen zu Ernährung und Lebensstil. Das Angebot richtet sich damit an Verbraucher, die mehr über ihre mögliche Nährstoffversorgung erfahren möchten. Hepativa weist einen Preis von 39,00 Euro für den persönlichen Report aus. Dabei handelt es sich laut Anbieter um eine einmalige Leistung und nicht um ein wiederkehrendes Abonnement. Der Report stellt keine medizinische Diagnose oder ärztliche Behandlung dar.

Solvenis Limited mit Sitz in Hongkong – wer ist der Anbieter?

Ein Blick in das Impressum der Internetseite Hepativa führt nach Hongkong. Dort wird die Solvenis Limited als Anbieterin des Angebots genannt. Als Geschäftsanschrift wird folgende Adresse angegeben:

Solvenis Limited Flat 5, 4/F, Won Hing Building 74–78 Stanley Street Central, Hong Kong

Als Kontaktmöglichkeit wird die E-Mail-Adresse support@hepativa.de aufgeführt. Eine deutsche Geschäftsanschrift ist im Impressum nicht angegeben.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Zahlungsaufforderung, die dem Verbraucherdienst e.V. vorliegt. Während im Impressum die Solvenis Limited als Anbieterin genannt wird, soll die Zahlung laut Mahnschreiben an die Fidio B.V. erfolgen. Als Bankverbindung wird ein Konto bei der Bank Swan angegeben.

Warum eine andere Gesellschaft als Zahlungsempfänger auftritt und in welchem Verhältnis diese zur Solvenis Limited steht, wird in der vorliegenden Zahlungsaufforderung nicht näher erläutert. Verbraucher sollten sich deshalb bei Unklarheiten eine nachvollziehbare Erklärung zur Forderungsstellung und zur Rolle des Zahlungsempfängers geben lassen.

Wer sich die im Impressum angegebene Anschrift ansehen möchte, findet hier eine entsprechende Google-Maps-Suche: https://www.google.com/maps/search/?api=1&query=Won+Hing+Building+74-78+Stanley+Street+Central+Hong+Kong

Die Kartenansicht dient lediglich der geografischen Einordnung der veröffentlichten Anschrift. Sie stellt keine Bestätigung dar, dass sich dort tatsächlich Geschäftsräume der Solvenis Limited befinden.

Zahlungsaufforderung von Hepativa: 39 Euro für einen persönlichen Report

Dem Verbraucherdienst e.V. liegt eine E-Mail aus dem Mahnwesen von Hepativa vor. Darin wird eine Verbraucherin aufgefordert, einen offenen Betrag von 39,00 Euro zu begleichen. Als Begründung wird ein angeblich bestellter persönlicher Nährstoff- und Vitaminreport mit dem Schwerpunkt Leber genannt.

Die Zahlungsaufforderung enthält unter anderem folgende Angaben:

  • Rechnungsdatum: 03.09.2026
  • Geforderter Betrag: 39,00 Euro
  • Zahlungsfrist: 14.09.2026
  • Angebliche Leistung: Persönlicher Nährstoff- und Vitaminreport
  • Zahlungsempfänger: Fidio B.V.
  • Bank: Swan

In der E-Mail wird die angeschriebene Person darauf hingewiesen, dass bislang kein Zahlungseingang festgestellt worden sei. Der offene Betrag solle innerhalb von fünf Tagen überwiesen werden.

Auffällig ist dabei die unterschiedliche Bezeichnung der beteiligten Unternehmen. Die Internetseite wird unter dem Namen Hepativa betrieben, im Impressum steht die Solvenis Limited aus Hongkong, während die Überweisung an die Fidio B.V. erfolgen soll.

Allein diese Konstellation beweist allerdings noch keine Unrechtmäßigkeit der Forderung. Sie sollte aus Verbrauchersicht jedoch nachvollziehbar erklärt werden können.

Zwei Verbraucher berichten über ihre Erfahrungen mit Hepativa

Besonders interessant sind die beiden Rückmeldungen, die den Verbraucherdienst e.V. unabhängig voneinander erreicht haben. Beide Betroffenen schildern Probleme im Zusammenhang mit Hepativa.

Eine Verbraucherin berichtet, dass sie nach ihrer Anmeldung versucht habe, den Vorgang umgehend rückgängig zu machen. Dies sei ihr jedoch nicht gelungen. Auch ihre anschließende Mitteilung, dass sie die Rechnung nicht bezahlen werde, habe nach ihrer Darstellung keine Reaktion hervorgerufen.

Eine weitere Person erklärt hingegen ausdrücklich, überhaupt keinen Vertrag mit Hepativa abgeschlossen zu haben. Sie bat den Verbraucherdienst e.V. um Unterstützung und wollte wissen, wie sie sich gegenüber der Zahlungsforderung verhalten solle.

Die beiden Rückmeldungen zeigen, dass es aus Verbrauchersicht insbesondere Fragen zum Zustandekommen des Vertrags, zur Möglichkeit einer Stornierung und zum Umgang mit den anschließenden Zahlungsaufforderungen gibt.

Ob tatsächlich ein kostenpflichtiger Vertrag zustande gekommen ist, lässt sich anhand dieser Schilderungen allein nicht beurteilen. Dafür wären insbesondere die jeweiligen Bestellabläufe und die dazugehörigen Vertragsunterlagen erforderlich.

Was gilt rechtlich bei kostenpflichtigen Online-Bestellungen?

Für kostenpflichtige Bestellungen im Internet gelten in Deutschland besondere Informationspflichten. Eine wichtige Rolle spielt dabei die sogenannte Button-Lösung gemäß § 312j BGB.

Unmittelbar vor der Bestellung müssen Verbraucher klar und verständlich über die wesentlichen Vertragsinformationen und die Zahlungspflicht informiert werden. Wird der Vertrag über eine Schaltfläche abgeschlossen, muss diese eindeutig auf die Zahlungspflicht hinweisen. Eine Beschriftung wie „zahlungspflichtig bestellen“ oder eine vergleichbar eindeutige Formulierung ist erforderlich.

Wird diese gesetzliche Vorgabe nicht eingehalten, kommt ein entsprechender Vertrag gemäß § 312j Abs. 4 BGB nicht zustande.

Für Betroffene bedeutet das: Wer sich nicht bewusst ist, eine kostenpflichtige Leistung bestellt zu haben, sollte zunächst prüfen, wie der Bestellvorgang tatsächlich abgelaufen ist. Eine bloße Teilnahme an einem Online-Quiz oder die Eingabe persönlicher Angaben bedeutet nicht automatisch, dass damit bereits ein wirksamer kostenpflichtiger Vertrag geschlossen wurde.

Auch die Frage des Widerrufs kann eine Rolle spielen. Bei Fernabsatzverträgen besteht grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen. Bei digitalen Leistungen können jedoch Besonderheiten gelten. Insbesondere kommt es darauf an, welche Zustimmung zum vorzeitigen Leistungsbeginn erteilt wurde und ob die gesetzlichen Voraussetzungen für ein Erlöschen des Widerrufsrechts erfüllt sind.

Was sollten Betroffene bei einer Zahlungsaufforderung von Hepativa tun?

Wer eine Zahlungsaufforderung von Hepativa erhält und sich nicht an eine kostenpflichtige Bestellung erinnern kann, sollte die Forderung nicht ungeprüft begleichen. Sinnvoll ist zunächst eine schriftliche Nachfrage beim Anbieter.

Dabei sollten insbesondere folgende Unterlagen und Informationen angefordert werden:

  1. Eine vollständige Kopie der angeblichen Bestellung.
  2. Datum und Uhrzeit des Vertragsschlusses.
  3. Eine Dokumentation des konkreten Bestellvorgangs einschließlich der Beschriftung des Bestellbuttons.
  4. Die zum Zeitpunkt der Bestellung geltenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
  5. Nachweise über die Preisangaben und die Hinweise auf eine mögliche Zahlungspflicht.
  6. Einen Nachweis über die Erstellung und Bereitstellung des angeblich bestellten Reports.
  7. Eine Erklärung, weshalb die Zahlung an die Fidio B.V. erfolgen soll, obwohl die Solvenis Limited im Impressum als Anbieterin genannt wird.

Wer die Forderung für unbegründet hält, kann ihr ausdrücklich widersprechen und den Nachweis eines wirksamen Vertragsschlusses verlangen. Dabei sollte klar formuliert werden, dass die Forderung dem Grunde nach bestritten wird, sofern tatsächlich kein entsprechender Vertrag abgeschlossen wurde.

Wichtig ist, eine solche Nachricht nachweisbar zu versenden und eine Kopie aufzubewahren. Wer möglicherweise doch eine kostenpflichtige Bestellung ausgelöst hat, sollte zusätzlich prüfen, ob ein Widerruf oder eine andere rechtliche Erklärung in Betracht kommt.

Eine Zahlungsaufforderung per E-Mail ist außerdem nicht mit einem gerichtlichen Mahnbescheid gleichzusetzen. Sollte ein gerichtlicher Mahnbescheid zugestellt werden, muss bei einer unberechtigten Forderung innerhalb von zwei Wochen Widerspruch eingelegt werden. Diese Frist darf keinesfalls versäumt werden.

Fazit: Hepativa-Forderungen genau prüfen

Die beiden beim Verbraucherdienst e.V. eingegangenen Schilderungen zeigen, dass es im Zusammenhang mit Hepativa Klärungsbedarf gibt. Insbesondere die Frage, ob Verbraucher tatsächlich bewusst eine kostenpflichtige Bestellung über 39,00 Euro ausgelöst haben, sollte näher betrachtet werden.

Die derzeit veröffentlichten Geschäftsbedingungen beschreiben eine einmalige Leistung in Form eines persönlichen Nährstoff- und Vitaminreports. Ein wiederkehrendes Abonnement ist daraus nicht ersichtlich.

Gleichzeitig berichten zwei Verbraucher unabhängig voneinander von Problemen mit dem Bestellvorgang beziehungsweise einer aus ihrer Sicht unerwarteten Zahlungsforderung.

Auch die unterschiedlichen Unternehmensbezeichnungen von Solvenis Limited und Fidio B.V. sollten bei der Prüfung der Zahlungsaufforderung berücksichtigt werden.

Ob eine konkrete Forderung tatsächlich berechtigt ist, lässt sich jedoch nur anhand der jeweiligen Bestellunterlagen, der zum Bestellzeitpunkt geltenden Vertragsbedingungen und der weiteren Umstände beurteilen.

Betroffene sollten sich daher nicht allein durch eine kurze Zahlungsfrist unter Druck setzen lassen, die Forderung aber ebenso wenig einfach ignorieren.

Haben auch Sie eine Zahlungsaufforderung von Hepativa erhalten? Der Verbraucherdienst e.V. interessiert sich für weitere Erfahrungen und Hinweise zu diesem Angebot.

Hinweis zum Beitrag: Dieser Artikel basiert auf den uns übermittelten Verbraucherschilderungen, einer anonymisierten Zahlungsaufforderung sowie den öffentlich zugänglichen Angaben auf der Internetseite von Hepativa. Er stellt keine abschließende rechtliche Bewertung der konkreten Forderungen dar.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Die Prüfung eines konkreten Vertrags- oder Forderungsfalls kann nur anhand der vollständigen Unterlagen erfolgen.

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Freitag, 30. Oktober 2026

Ärger mit Bff-friends oder Match Global Services? Hilfe bei Forderungen

Titel: Ärger mit Bff-friends oder Match Global Services? Hilfe bei Forderungen

Plötzlich landet eine unerwartete Rechnung oder eine Zahlungsaufforderung im Postfach – oft verbunden mit der Drohung von Inkassomaßnahmen und zusätzlichen Kosten. Genau diese Situation schilderte uns erst kürzlich ein ratsuchendes Mitglied, das sich an den Verbraucherdienst e.V. gewandt hat, um gegen unberechtigte Forderungen vorzugehen. Es ging um eine Mitgliedschaft für eine Dating-Seite.

Unerwartete Rechnungen von Dating-Portalen

Im konkreten Fall, der uns über das Portal bff-friends (betrieben durch die Match Global Services Ltd.) erreicht hat, wurde ein Betrag in Höhe von 680,00 Euro für eine angebliche Mitgliedschaft eingefordert. Solche Forderungen sorgen bei Betroffenen oft für großen Schreck. Insbesondere dann, wenn man sich gar nicht bewusst ist, einen kostenpflichtigen Vertrag eingegangen zu sein, oder wenn Lockangebote plötzlich in teure Abofallen münden. Druckmittel wie kurze Zahlungsfristen und die Ankündigung von Mahn- oder Inkassogebühren verschärfen die Situation zusätzlich.

Abos auf Dating-Plattformen der Match Global Services Ltd.

Dating-Seiten im Internet locken häufig mit vermeintlich kostenlosen Registrierungen oder gratis Testphasen. Das eigentliche Problem offenbart sich vielen Nutzern oft erst im Nachhinein: Hinter Angeboten wie denen der Match Global Services Ltd. (bekannt durch Portale wie bff-friends) verbergen sich häufig Abo-Modelle, bei denen eine zunächst unauffällige Anmeldung nach Ablauf einer kurzen Frist automatisch in eine kostenpflichtige Mitgliedschaft übergeht.Die Konditionen und tatsächlichen Kosten verstecken sich dabei oftmals im Kleingedruckten oder werden erst auf den zweiten Blick während des Registrierungsprozesses deutlich.

Werden diese Fristen zur Kündigung verpasst, türmen sich schnell hohe Forderungen auf, die im nächsten Schritt oft an Inkassobüros übergeben werden. In einem uns vorliegenden Inkassoschreiben des Inkassodienstleisters Debtist GmbH erhöht sich die Gesamtforderung durch hinzukommende Zinsen und Gebühren schnell auf eine Summe von über 700 Euro. Solche Schreiben erzeugen mit kurzen Fristen und der Drohung gerichtlicher Schritte (wie Klageerhebungen) massiven Druck auf die Betroffenen.

Wie der Verbraucherdienst e.V. seinen Mitgliedern hilft

Wer ungewollt ein Abo bei Match Global Services abgeschlossen hat oder Post von Inkassodienstleistern im Zusammenhang mit Bff-friends erhält, muss diesen Forderungen nicht tatenlos gegenüberstehen. Der Verbraucherdienst e.V. unterstützt seine Mitglieder aktiv und kompetent bei der Abwehr unberechtigter Ansprüche:Prüfung der Unterlagen: Wir analysieren die zugrundeliegenden Verträge, Rechnungen und E-Mails und lassen prüfen, ob die Forderungen der Match Global Services Ltd. rechtlich überhaupt Bestand haben.

Unterstützung bei Abo-Problemen

Wir zeigen auf, wie Sie sich gegen ungewollte Dating-Abos wehren und welche rechtlichen Schritte im Einzelfall sinnvoll sind.

Abwehr von Inkassoforderungen

Drohen Inkassobüros mit zusätzlichen Kosten oder gar rechtlichen Schritten, stehen wir unseren Mitgliedern zur Seite, um den Sachverhalt professionell zu klären.

Sie brauchen Unterstützung? Haben auch Sie unerwartete Rechnungen von Dating-Portalen wie Bff-friends erhalten oder fühlen Sie sich durch Forderungen der Match Global Services Ltd. und beauftragter Inkassodienstleister wie Debtist GmbH unter Druck gesetzt? 

Zögern Sie nicht, sich professionelle Hilfe zu holen. Wenden Sie sich an den Verbraucherdienst e.V. – wir unterstützen Sie bei der Abwehr unberechtigter Forderungen!

Kontakt

Verbraucherdienst e.V. – Telefon: 0201-176790

Email: kontakt@verbraucherdienst.com

WhatsApp: +491628033374 (Keine Anrufe, nur WhatsApp!)

Bürozeiten: Montags bis Freitags 08:00-13:00 Uhr und 14:00-17:00 Uhr.

Für Nichtmitglieder ist es uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten. Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dieser Artikel basiert auf den uns gemeldeten Informationen, Zitaten und den im Artikel genannten Quellen und spiegelt nicht unsere Auffassung wieder. Soweit es ist uns möglich ist, haben wir diese sorgfältig geprüft. Testbestellungen oder sogenannte Lockvogel-Anrufe erfolgten nicht. Sollten Sie der Meinung sein, dass uns wesentliche Punkte zum Sachverhalt unbekannt sind, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.

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