Freitag, 30. Oktober 2026

Ärger mit Bff-friends oder Match Global Services? Hilfe bei Forderungen

Titel: Ärger mit Bff-friends oder Match Global Services? Hilfe bei Forderungen

Plötzlich landet eine unerwartete Rechnung oder eine Zahlungsaufforderung im Postfach – oft verbunden mit der Drohung von Inkassomaßnahmen und zusätzlichen Kosten. Genau diese Situation schilderte uns erst kürzlich ein ratsuchendes Mitglied, das sich an den Verbraucherdienst e.V. gewandt hat, um gegen unberechtigte Forderungen vorzugehen. Es ging um eine Mitgliedschaft für eine Dating-Seite.

Unerwartete Rechnungen von Dating-Portalen

Im konkreten Fall, der uns über das Portal bff-friends (betrieben durch die Match Global Services Ltd.) erreicht hat, wurde ein Betrag in Höhe von 680,00 Euro für eine angebliche Mitgliedschaft eingefordert. Solche Forderungen sorgen bei Betroffenen oft für großen Schreck. Insbesondere dann, wenn man sich gar nicht bewusst ist, einen kostenpflichtigen Vertrag eingegangen zu sein, oder wenn Lockangebote plötzlich in teure Abofallen münden. Druckmittel wie kurze Zahlungsfristen und die Ankündigung von Mahn- oder Inkassogebühren verschärfen die Situation zusätzlich.

Abos auf Dating-Plattformen der Match Global Services Ltd.

Dating-Seiten im Internet locken häufig mit vermeintlich kostenlosen Registrierungen oder gratis Testphasen. Das eigentliche Problem offenbart sich vielen Nutzern oft erst im Nachhinein: Hinter Angeboten wie denen der Match Global Services Ltd. (bekannt durch Portale wie bff-friends) verbergen sich häufig Abo-Modelle, bei denen eine zunächst unauffällige Anmeldung nach Ablauf einer kurzen Frist automatisch in eine kostenpflichtige Mitgliedschaft übergeht.Die Konditionen und tatsächlichen Kosten verstecken sich dabei oftmals im Kleingedruckten oder werden erst auf den zweiten Blick während des Registrierungsprozesses deutlich.

Werden diese Fristen zur Kündigung verpasst, türmen sich schnell hohe Forderungen auf, die im nächsten Schritt oft an Inkassobüros übergeben werden. In einem uns vorliegenden Inkassoschreiben des Inkassodienstleisters Debtist GmbH erhöht sich die Gesamtforderung durch hinzukommende Zinsen und Gebühren schnell auf eine Summe von über 700 Euro. Solche Schreiben erzeugen mit kurzen Fristen und der Drohung gerichtlicher Schritte (wie Klageerhebungen) massiven Druck auf die Betroffenen.

Wie der Verbraucherdienst e.V. seinen Mitgliedern hilft

Wer ungewollt ein Abo bei Match Global Services abgeschlossen hat oder Post von Inkassodienstleistern im Zusammenhang mit Bff-friends erhält, muss diesen Forderungen nicht tatenlos gegenüberstehen. Der Verbraucherdienst e.V. unterstützt seine Mitglieder aktiv und kompetent bei der Abwehr unberechtigter Ansprüche:Prüfung der Unterlagen: Wir analysieren die zugrundeliegenden Verträge, Rechnungen und E-Mails und lassen prüfen, ob die Forderungen der Match Global Services Ltd. rechtlich überhaupt Bestand haben.

Unterstützung bei Abo-Problemen

Wir zeigen auf, wie Sie sich gegen ungewollte Dating-Abos wehren und welche rechtlichen Schritte im Einzelfall sinnvoll sind.

Abwehr von Inkassoforderungen

Drohen Inkassobüros mit zusätzlichen Kosten oder gar rechtlichen Schritten, stehen wir unseren Mitgliedern zur Seite, um den Sachverhalt professionell zu klären.

Sie brauchen Unterstützung? Haben auch Sie unerwartete Rechnungen von Dating-Portalen wie Bff-friends erhalten oder fühlen Sie sich durch Forderungen der Match Global Services Ltd. und beauftragter Inkassodienstleister wie Debtist GmbH unter Druck gesetzt? 

Zögern Sie nicht, sich professionelle Hilfe zu holen. Wenden Sie sich an den Verbraucherdienst e.V. – wir unterstützen Sie bei der Abwehr unberechtigter Forderungen!

Kontakt

Verbraucherdienst e.V. – Telefon: 0201-176790

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Für Nichtmitglieder ist es uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten. Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dieser Artikel basiert auf den uns gemeldeten Informationen, Zitaten und den im Artikel genannten Quellen und spiegelt nicht unsere Auffassung wieder. Soweit es ist uns möglich ist, haben wir diese sorgfältig geprüft. Testbestellungen oder sogenannte Lockvogel-Anrufe erfolgten nicht. Sollten Sie der Meinung sein, dass uns wesentliche Punkte zum Sachverhalt unbekannt sind, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.

⚠️ Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Er ist keine Rechtsberatung und kann eine Prüfung konkreter Unterlagen durch eine qualifizierte Rechtsanwältin oder einen qualifizierten Rechtsanwalt nicht ersetzen.

💡 Transparenz-Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt, um Recherchen zu beschleunigen und Entwürfe zu strukturieren. Der Text wurde anschließend von unserer Redaktion geprüft, überarbeitet und finalisiert.

BONIBUTLER LLC / VORSCORE und Culpa Inkasso: Zahlungsaufforderung prüfen und Forderung nicht vorschnell bezahlen

Titel: BONIBUTLER LLC / VORSCORE und Culpa Inkasso: Zahlungsaufforderung prüfen und Forderung nicht vorschnell bezahlen

Wer eine Zahlungsaufforderung im Zusammenhang mit dem Online-Angebot VORSCORE, der BONIBUTLER LLC oder einer früher bzw. abweichend bezeichneten Bonibutler Limited erhält, sollte nicht allein wegen einer kurzen Zahlungsfrist, einer Inkassoankündigung oder weiterer Gebühren vorschnell zahlen.

Nach uns vorliegenden Informationen bzw. öffentlich zugänglichen Angaben handelt es sich bei VORSCORE um ein kostenpflichtiges Online-Portal mit digitalen Inhalten und Vorlagen rund um Bonitätsauskünfte, SCHUFA-Themen und Anträge. Betroffene berichten, dass nach einer Online-Anmeldung zunächst Zahlungsaufforderungen des Anbieters und anschließend Schreiben der Culpa Inkasso GmbH oder anwaltliche Aufforderungen, unter anderem im Zusammenhang mit Rechtsanwalt Albrecht König, folgen können.

Entscheidend ist stets der konkrete Einzelfall: Ist überhaupt ein wirksamer kostenpflichtiger Vertrag zustande gekommen? Wurde korrekt über Preis, Laufzeit und Widerrufsrecht informiert? Sind Inkasso- und Zusatzkosten berechtigt?

Hinweis: Dieser Beitrag erläutert die wichtigsten rechtlichen Prüfungsansätze und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Bei gerichtlichen Schriftstücken gelten kurze Fristen. Insbesondere bei einem Mahn- oder Vollstreckungsbescheid sollte unverzüglich gehandelt werden.

VORSCORE, BONIBUTLER LLC und Culpa Inkasso – worum geht es?

In den vorliegenden AGB wird die BONIBUTLER LLC, 1309 Coffeen Avenue STE 1200, Sheridan, Wyoming, USA, als Vertragspartner des Online-Angebots vorscore.com bezeichnet. Die AGB beschreiben ein Abonnement für ein Kundenportal. Dort sollen unter anderem digitale Dateien, PDF-Vorlagen, E-Books und Informationen zu Bonität bzw. SCHUFA-Themen bereitgestellt werden.

Die Angaben zum konkreten Leistungsumfang, dem Preis, der Mindestlaufzeit und möglichen Zusatzangeboten müssen Verbraucher jedoch immer anhand derjenigen Bestellseite prüfen, die beim eigenen Vertragsschluss angezeigt wurde. Eine erst später geänderte Webseite oder AGB-Fassung ersetzt nicht automatisch die damals geltenden Angaben.

Im Internet finden sich Berichte über Zahlungsaufforderungen, die sich auf einen „VORSCORE-Portal-Zugang“ beziehen. Teilweise wird im Anschluss eine Forderung durch Culpa Inkasso geltend gemacht. In weiteren Fällen wird nach den Berichten ein anwaltliches Mahnverfahren angekündigt oder eingeleitet.

Eine Inkassoforderung ist allerdings kein gerichtlicher Titel. Auch eine anwaltliche Zahlungsaufforderung verpflichtet nicht automatisch zur Zahlung.

Vertragsschluss im Internet: Der Bestellbutton ist rechtlich entscheidend

Bei kostenpflichtigen Online-Verträgen gilt die sogenannte Button-Lösung gemäß § 312j Abs. 3 und 4 BGB. Der Verbraucher muss unmittelbar vor Abgabe der Bestellung klar und verständlich über die wesentlichen Vertragsinformationen informiert werden. Hierzu gehören insbesondere:

  • der Gesamtpreis einschließlich aller Preisbestandteile,
  • die Vertragslaufzeit,
  • Bedingungen der Kündigung,
  • eine etwaige automatische Verlängerung,
  • die wesentlichen Merkmale der digitalen Leistung sowie
  • die eindeutige Zahlungspflicht.

Der Bestellbutton muss unmissverständlich auf eine kostenpflichtige Bestellung hinweisen, etwa durch die Beschriftung „zahlungspflichtig bestellen“ oder eine vergleichbar eindeutige Formulierung.

Fehlt es an einer rechtlich eindeutigen Schaltfläche oder sind Preis, Laufzeit oder Abonnementcharakter nicht ausreichend hervorgehoben, kann nach § 312j Abs. 4 BGB kein Vertrag zustande kommen. Eine bloße Registrierung, die Eingabe einer E-Mail-Adresse oder der Aufruf eines Kundenportals genügt nicht ohne Weiteres als Nachweis für einen wirksamen kostenpflichtigen Vertrag.

Wichtig: Der Anbieter bzw. der Forderungssteller muss im Streitfall nachvollziehbar darlegen können, wie und wann die Bestellung abgegeben wurde und welche Vertragsinformationen auf der Bestellseite konkret sichtbar waren.

Laufzeit und Kündigungsregelungen in den VORSCORE-AGB prüfen

Die vorgelegten AGB sehen unter anderem vor, dass bei einem Zahlungsverzug von mehr als 30 Tagen die „Gesamtabosumme“ für einen Zeitraum von zwei Jahren fällig werden könne. Außerdem soll die Kündigungsfrist drei Monate vor Ablauf eines Vertragsjahres betragen; der Vertrag solle sich jeweils um zwölf Monate verlängern.

Bei Verbraucherverträgen sind solche Regelungen nicht ohne Weiteres wirksam. Insbesondere die gesetzlichen Vorgaben des § 309 Nr. 9 BGB begrenzen bestimmte Laufzeit- und Verlängerungsklauseln in Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Für Verträge über dauerhafte Leistungen, die ab dem 1. März 2022 geschlossen wurden, gilt grundsätzlich: Nach Ablauf einer vereinbarten Mindestlaufzeit darf sich ein Verbrauchervertrag regelmäßig nicht erneut langfristig binden, sondern muss unter den gesetzlichen Voraussetzungen auf unbestimmte Zeit fortgesetzt und kurzfristig kündbar sein. Ob und inwieweit eine konkrete Klausel wirksam ist, hängt allerdings von ihrem exakten Wortlaut, dem Abschlusszeitpunkt und dem jeweiligen Vertragsmodell ab.

Auch eine Klausel, welche bei Zahlungsverzug pauschal die vollständige Vergütung für einen langen zukünftigen Zeitraum fällig stellt, muss einer AGB-rechtlichen Kontrolle standhalten. Verbraucher sollten deshalb nicht allein aufgrund eines geforderten „Gesamtbetrages“ von einer Zahlungspflicht ausgehen.

Widerruf bei VORSCORE und digitalen Inhalten

Bei online abgeschlossenen Abonnementverträgen handelt es sich regelmäßig um Fernabsatzverträge. Verbrauchern steht grundsätzlich ein 14-tägiges Widerrufsrecht gemäß §§ 312g, 355 BGB zu.

Bei digitalen Inhalten – etwa Downloads, E-Books oder dem Zugang zu einem Online-Portal – kann das Widerrufsrecht gemäß § 356 Abs. 5 BGB jedoch vorzeitig erlöschen. Dafür müssen strenge Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein:

  1. Der Verbraucher muss ausdrücklich verlangen bzw. zustimmen, dass der Unternehmer vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Vertragsausführung beginnt.
  2. Der Verbraucher muss bestätigen, dass er mit Beginn der Vertragsausführung sein Widerrufsrecht verliert.
  3. Der Unternehmer muss diese Erklärung des Verbrauchers ordnungsgemäß dokumentieren.

Ein bloßer Hinweis in Allgemeinen Geschäftsbedingungen reicht hierfür regelmäßig nicht aus. Erforderlich ist eine gesonderte und nachweisbare Erklärung im Bestellprozess. Kann der Anbieter diese nicht belegen, ist ein Erlöschen des Widerrufsrechts rechtlich zweifelhaft.

In den vorliegenden AGB wird zudem erwähnt, dass bei Nutzung der Leistungen trotz Widerrufs mindestens 100 Euro in Rechnung gestellt werden könnten. Ob eine solche pauschale Belastung im konkreten Fall durchsetzbar ist, bedarf einer sorgfältigen Prüfung. Maßgeblich sind insbesondere der tatsächliche Leistungsbeginn, eine ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung sowie die nachweisbare Zustimmung zum vorzeitigen Beginn der Vertragsausführung.

SCHUFA-Androhung und Datenweitergabe: Nicht jede Ankündigung ist zulässig

In den AGB heißt es sinngemäß, bei Pflichtverletzungen, Missbrauch oder Nichtzahlung könne ein Kundenkonto gesperrt werden; außerdem werde eine Verletzung oder Nichtzahlung gespeichert und an Dritte, beispielsweise die SCHUFA, weitergegeben.

Eine Übermittlung personenbezogener Daten über eine offene Forderung an Auskunfteien ist jedoch nicht beliebig zulässig. Für Verbraucher gelten insbesondere die Anforderungen aus § 31 BDSG sowie die Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung.

Eine Datenübermittlung setzt unter anderem voraus, dass die Forderung rechtlich ausreichend geklärt ist und die betroffene Person ordnungsgemäß über eine mögliche Meldung informiert wurde. Wird eine Forderung substantiiert bestritten, ist eine Übermittlung an eine Auskunftei rechtlich besonders problematisch.

Betroffene sollten daher eine bestrittene Forderung schriftlich und nachweisbar zurückweisen. Der Widerspruch sollte klarstellen, dass die behauptete Forderung dem Grunde und/oder der Höhe nach bestritten wird und einer Datenübermittlung an Auskunfteien ausdrücklich widersprochen wird, soweit die gesetzlichen Voraussetzungen nicht vorliegen.

Zahlungsaufforderung von Culpa Inkasso: Was Betroffene beachten sollten

Ein Schreiben der Culpa Inkasso GmbH bedeutet zunächst, dass ein Unternehmen behauptet, eine offene Forderung einzuziehen. Inkassokosten sind aber nicht automatisch geschuldet. Inkassokosten können nur dann ersatzfähig sein, wenn unter anderem:

  • eine wirksame Hauptforderung besteht,
  • der Verbraucher tatsächlich in Zahlungsverzug geraten ist,
  • die Kosten erforderlich waren und
  • die Höhe der geltend gemachten Gebühren angemessen ist.

Ist der behauptete Vertrag nicht wirksam zustande gekommen, wurde fristgerecht widerrufen oder wird die Forderung aus nachvollziehbaren Gründen bestritten, fehlt regelmäßig auch die Grundlage für Inkasso-Nebenkosten. Betroffene sollten insbesondere prüfen:

  • Wer wird als ursprünglicher Vertragspartner genannt: BONIBUTLER LLC, Bonibutler Limited oder ein anderes Unternehmen?
  • Welche Leistung soll wann bestellt worden sein?
  • Welche Bestellseite, Preisangabe und Button-Beschriftung sollen verwendet worden sein?
  • Wie setzen sich Hauptforderung, Mahnkosten, Zinsen und Inkassokosten genau zusammen?
  • Liegt eine Vollmacht oder Abtretungsanzeige vor?
  • Wurde die Forderung bereits schriftlich bestritten oder widerrufen?

Eine pauschale Ratenzahlungsvereinbarung sollte nicht unüberlegt unterschrieben werden. Sie kann als Anerkenntnis ausgelegt werden und die eigene Rechtsverteidigung erschweren.

Rechtsanwalt König, Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid

Wird eine Forderung durch einen Rechtsanwalt geltend gemacht oder werden gerichtliche Schritte angekündigt, gilt weiterhin: Eine bloße anwaltliche Zahlungsaufforderung ist noch kein gerichtlicher Titel.

Anders ist die Situation bei einem förmlichen gerichtlichen Mahnbescheid. Dieser wird in der Regel in einem gelben Umschlag zugestellt. Gegen den Mahnbescheid kann binnen zwei Wochen ab Zustellung Widerspruch eingelegt werden. Der Widerspruch muss nicht begründet werden.

Erfolgt kein Widerspruch, kann ein Vollstreckungsbescheid beantragt werden. Gegen einen Vollstreckungsbescheid ist innerhalb von zwei Wochen Einspruch möglich. Nach Fristablauf drohen Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, etwa Kontopfändungen oder die Beauftragung eines Gerichtsvollziehers.

Daher gilt: Bei einem gelben Brief vom Gericht niemals abwarten. Zustellungsdatum sofort notieren und die Frist prüfen.

Typische Ansatzpunkte zur Abwehr einer VORSCORE-Forderung

Je nach Einzelfall kommen insbesondere folgende Einwendungen in Betracht:

Kein wirksamer kostenpflichtiger Vertrag

Wenn der Bestellvorgang nicht den Anforderungen der Button-Lösung entsprach oder Preis, Laufzeit und Zahlungspflicht nicht transparent dargestellt wurden, kann ein Vertragsschluss zu bestreiten sein.

Widerruf

Wurde innerhalb von 14 Tagen widerrufen, ist der Vertrag grundsätzlich rückabzuwickeln. Bei digitalen Inhalten muss der Anbieter nachweisen, dass alle Voraussetzungen für ein vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts erfüllt wurden.

Fehlerhafte oder unklare Laufzeit- und Verlängerungsklauseln

Lange Bindungsfristen, automatische Vertragsverlängerungen und vorgezogene Gesamtfälligkeitsregelungen können bei Verbraucherverträgen unwirksam sein.

Fehlende Darlegung der Leistung

Der Anbieter muss konkret darlegen, welche digitale Leistung geschuldet war, wann der Zugang bereitgestellt wurde und wie die behauptete Vergütung berechnet wird.

Unberechtigte Inkasso- und Zusatzkosten

Ohne durchsetzbare Hauptforderung und Verzug bestehen regelmäßig auch keine Ansprüche auf Inkassokosten, Rechtsanwaltskosten oder pauschale Mahngebühren.

Unzulässige SCHUFA-Meldung

Bei streitiger oder nicht hinreichend belegter Forderung sollte einer Übermittlung personenbezogener Daten an Auskunfteien ausdrücklich widersprochen werden.

Fazit: Forderungen von BONIBUTLER LLC, VORSCORE und Culpa Inkasso sorgfältig prüfen

Eine Zahlungsaufforderung im Zusammenhang mit BONIBUTLER LLC, VORSCORE, Culpa Inkasso oder einem anwaltlichen Mahnschreiben sollte ernst genommen, aber nicht ungeprüft erfüllt werden.

Maßgeblich ist nicht der Ton eines Schreibens, sondern die rechtliche Grundlage: Der Vertragsschluss, die Angaben im Bestellprozess, die Laufzeit, die Widerrufsbelehrung, der behauptete Leistungsbeginn und die Berechnung der Zusatzkosten müssen nachvollziehbar belegt sein.

Wer die Forderung für unberechtigt hält, sollte diese klar, schriftlich und nachweisbar bestreiten. Bei einem gerichtlichen Mahnbescheid ist dagegen unverzüglich zu reagieren, da sonst ein Vollstreckungstitel entstehen kann.

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Für Nichtmitglieder ist es uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten. Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dieser Artikel basiert auf den uns gemeldeten Informationen, Zitaten und den im Artikel genannten Quellen und spiegelt nicht unsere Auffassung wieder. Soweit es ist uns möglich ist, haben wir diese sorgfältig geprüft. Testbestellungen oder sogenannte Lockvogel-Anrufe erfolgten nicht. Sollten Sie der Meinung sein, dass uns wesentliche Punkte zum Sachverhalt unbekannt sind, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.

⚠️ Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Er ist keine Rechtsberatung und kann eine Prüfung konkreter Unterlagen durch eine qualifizierte Rechtsanwältin oder einen qualifizierten Rechtsanwalt nicht ersetzen.

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Howlogic Kft., Astras Veritas und Novalnet AG: Unbekannte Dating-Abbuchungen prüfen, Forderungen nicht ungeprüft akzeptieren

Titel: Howlogic Kft., Astras Veritas und Novalnet AG: Unbekannte Dating-Abbuchungen prüfen, Forderungen nicht ungeprüft akzeptieren

Hinweis zur Einordnung: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Verbraucherinformation. Er erhebt keine Vorwürfe gegen die genannten Unternehmen. Die Darstellung beruht unter anderem auf einem dem Verbraucherdienst e.V. vorliegenden Schreiben vom 08.10.2026 und gibt die darin vertretene Rechtsauffassung wieder. Ob im jeweiligen Einzelfall ein wirksamer Vertrag, ein Zahlungsanspruch oder eine Kündigung vorliegt, hängt stets von den konkreten Umständen und Unterlagen ab.

Abbuchung von Howlogic Kft. oder Novalnet AG auf dem Konto entdeckt – was bedeutet das?

Wer auf seinem Bankkonto oder seiner Kreditkartenabrechnung eine Belastung durch Howlogic Kft., Novalnet AG oder eine bislang unbekannte Dating-Plattform entdeckt, sollte nicht vorschnell handeln. Zunächst ist zu klären, worauf die Abbuchung tatsächlich beruht, welches Unternehmen Vertragspartner sein soll und ob ein kostenpflichtiges Abonnement wirksam abgeschlossen wurde.

Nach den dem Verbraucherdienst e.V. vorliegenden Informationen betreibt die Howlogic Kft. mit Sitz in Ungarn verschiedene Online-Dating-Plattformen. Dort können – je nach Plattform und Tarifmodell – kostenlose Funktionen sowie kostenpflichtige Mitgliedschaften oder Abonnements angeboten werden. Die Novalnet AG kann im Rahmen der Zahlungsabwicklung als Zahlungsdienstleister auftreten; sie ist nach ihrer Funktion nicht zwingend Betreiberin der jeweiligen Dating-Plattform.

Abbuchungen erfolgen nach den vorliegenden Angaben häufig im Wege von Lastschriften von einem Bankkonto oder einer Kreditkarte. Dabei können wiederkehrende Beträge entstehen, etwa monatliche Abonnemententgelte. Gerade bei regelmäßig wiederkehrenden Belastungen ist eine sorgfältige Prüfung erforderlich: Handelt es sich um einen bewusst abgeschlossenen Vertrag, eine Testmitgliedschaft mit Folgetarif, eine verlängerte Mitgliedschaft oder möglicherweise um eine nicht nachvollziehbare Buchung?

Astras Veritas und eCollect AG: Forderungen aus Dating-Abonnements

In einem dem Verbraucherdienst e.V. übermittelten Schreiben vom 08.10.2026 teilte Advokat Radoslav Koychev, LL.M, handelnd für die eCollect AG, mit, dass mehrere offene Ansprüche gegen einen Betroffenen unter unterschiedlichen Kundennummern bearbeitet würden. Die Forderungsunterlagen seien angefordert und sollten nach Eingang jeweils gesondert übersandt werden.

Das Schreiben führt zur Begründung der Forderungen im Wesentlichen aus:

  • Der Betreiber biete über verschiedene Plattformen einen Online-Dating-Service an.
  • Durch Registrierung einer E-Mail-Adresse und Aktivierung eines per E-Mail versandten Links werde ein Profil freigeschaltet.
  • Nach Darstellung der Forderungsseite würden anschließend persönliche Angaben wie Name, Anschrift und Kontodaten eingegeben.
  • Für einen Online-Vertrag sei eine handschriftliche Unterschrift grundsätzlich nicht erforderlich.
  • Vor Abgabe der Bestellung seien Gesamtpreis und Abrechnungsbedingungen angezeigt worden.
  • Der Nutzer habe ein kostenpflichtiges Abonnement ausgewählt, seine Bankdaten eingegeben sowie Zahlungsrichtlinien und Allgemeine Geschäftsbedingungen akzeptiert.
  • Eine Kündigung müsse nach den jeweiligen AGB gegenüber dem Betreiber der Dating-Plattform erklärt werden; die eCollect AG sei ausschließlich mit dem Forderungsausgleich befasst.
  • Rücklastschrift- oder Bankgebühren seien aus Sicht der Forderungsseite nicht mit denjenigen Bearbeitungsentgelten vergleichbar, die Gegenstand bestimmter bankrechtlicher Gerichtsentscheidungen gewesen seien.

Diese Ausführungen sind zunächst die Darstellung der Forderungsseite. Sie ersetzen nicht die Prüfung, ob für den konkreten Einzelfall ein belastbarer Nachweis über den Vertragsschluss, die Preisangaben, die Bestellsituation, die Laufzeit, eine ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung sowie die konkrete Forderungshöhe vorliegt.

Reicht die Aktivierung per E-Mail für einen kostenpflichtigen Vertrag?

Die Aktivierung eines Nutzerkontos per E-Mail kann belegen, dass auf eine bestimmte E-Mail-Adresse zugegriffen wurde. Daraus folgt jedoch nicht ohne Weiteres, dass sämtliche Voraussetzungen eines wirksamen kostenpflichtigen Vertragsabschlusses im Einzelfall bewiesen sind.

Entscheidend können insbesondere folgende Fragen sein:

1. Welche konkrete Dating-Plattform soll genutzt worden sein?

Die genaue Internetadresse, das Impressum und der Betreiber müssen eindeutig feststehen.

2. Welche Leistung wurde gebucht?

Es muss erkennbar sein, ob eine kostenlose Registrierung, ein Probezugang, eine Premium-Mitgliedschaft oder ein längerfristiges Abonnement vereinbart worden sein soll.

3. Wie war die Bestellseite gestaltet?

Bei Verträgen im elektronischen Geschäftsverkehr ist maßgeblich, ob der Bestellvorgang die gesetzlichen Informationspflichten erfüllt hat. Insbesondere müssen Preis, Laufzeit, Kündigungsmodalitäten und Zahlungspflicht transparent dargestellt worden sein.

4. War die Schaltfläche zur Bestellung eindeutig?

Bei einer entgeltlichen Online-Bestellung muss für Verbraucher deutlich erkennbar sein, dass mit dem Klick eine Zahlungspflicht ausgelöst wird. Unklare oder nicht eindeutig beschriftete Bestellschaltflächen können rechtlich problematisch sein.

5. Welche Person hat gehandelt?

Die Nutzung einer E-Mail-Adresse oder die Hinterlegung von Kontodaten kann im Einzelfall ein Indiz sein. Sie beantwortet jedoch nicht automatisch jede Frage dazu, wer die konkrete kostenpflichtige Erklärung abgegeben hat.

6. Wurde ordnungsgemäß über Widerruf und Kündigung informiert?

Bei Fernabsatzverträgen können die Widerrufsbelehrung, die Vertragsbestätigung und die konkreten Bedingungen für Laufzeit und Kündigung rechtlich erheblich sein.

Unbekannte Lastschrift zurückgeben? Nicht unüberlegt handeln

Viele Betroffene reagieren auf eine unbekannte Abbuchung zunächst mit einer Rückgabe der Lastschrift. Das kann zwar in Betracht kommen, sollte aber nicht ohne vorherige Prüfung erfolgen.

Wer eine Lastschrift ungeprüft zurückgibt, muss damit rechnen, dass der behauptete Vertragspartner oder ein beauftragter Dienstleister anschließend Zahlungserinnerungen, Mahnungen oder Inkassoforderungen versendet. Möglich sind dann zusätzliche Positionen wie Rücklastschriftkosten, Mahnkosten oder Inkassokosten. Ob diese Kosten im konkreten Fall berechtigt und der Höhe nach erstattungsfähig sind, ist jeweils gesondert zu prüfen. 

Das bedeutet aber umgekehrt nicht, dass eine Lastschrift oder Inkassoforderung allein deshalb zu akzeptieren ist, weil andernfalls weitere Schreiben angekündigt werden. Maßgeblich bleibt, ob ein Vertrag nachweisbar und wirksam zustande gekommen ist, welche Forderung konkret besteht und ob die verlangten Nebenforderungen rechtlich durchsetzbar sind.

Diese Unterlagen sollten Betroffene anfordern

Wer von Howlogic Kft., einer Dating-Plattform, der Novalnet AG, der eCollect AG oder einem sonstigen Forderungsdienstleister Zahlungsaufforderungen erhält, sollte eine nachvollziehbare Forderungsaufstellung und Vertragsdokumentation verlangen. Sinnvoll sind insbesondere:

  • die genaue Bezeichnung der Plattform und des angeblichen Vertragspartners,
  • eine Kopie oder Darstellung des vollständigen Bestellvorgangs,
  • Datum und Uhrzeit der Registrierung, Aktivierung und kostenpflichtigen Bestellung,
  • Angaben zur verwendeten IP-Adresse, soweit datenschutzrechtlich zulässig und erforderlich,
  • die konkrete Tarifbezeichnung,
  • Angaben zu Preis, Laufzeit und Verlängerung,
  • die zum Abschlusszeitpunkt geltenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen,
  • die Widerrufsbelehrung und Vertragsbestätigung,
  • eine vollständige Aufstellung der Hauptforderung, Zahlungen, Rücklastschriften, Zinsen und Kosten,
  • bei Einschaltung eines Inkassodienstleisters: den Nachweis der Beauftragung beziehungsweise Abtretung, soweit dieser für die Geltendmachung erforderlich ist.

Die bloße Mitteilung einer Kundennummer oder einer pauschalen Zahlungsforderung ermöglicht regelmäßig noch keine abschließende rechtliche Bewertung.

Kündigung eines Dating-Abonnements: An wen muss sie gerichtet werden?

Eine Kündigung ist grundsätzlich an denjenigen zu richten, der Vertragspartner des Dating-Abonnements sein soll. Das kann der jeweilige Plattformbetreiber sein. Die Kontaktdaten sollten im Impressum oder in den Vertragsunterlagen überprüft werden.

Wenn ein Unternehmen lediglich den Forderungseinzug übernimmt, kann es sinnvoll sein, diesem zusätzlich mitzuteilen, dass die Forderung bestritten wird und dass eine Kündigung beziehungsweise ein Widerruf gegenüber dem behaupteten Vertragspartner erklärt wurde. Wichtig ist ein nachweisbarer Versand, beispielsweise per E-Mail mit Versanddokumentation oder – bei bedeutsamen Streitfällen – über einen Zugangsnachweis.

Betroffene sollten dabei nicht lediglich allgemein erklären, „nicht mehr zahlen zu wollen“. Sinnvoll ist eine klare Erklärung, die zwischen folgenden Punkten unterscheidet:

  • Bestreiten eines Vertragsschlusses, falls keine Bestellung erfolgt ist;
  • vorsorglicher Widerruf, soweit ein Widerrufsrecht besteht;
  • hilfsweise Kündigung zum nächstmöglichen Termin;
  • Bestreiten der geltend gemachten Nebenforderungen;
  • Aufforderung zur Vorlage vollständiger Vertrags- und Forderungsunterlagen.

Forderung von Howlogic Kft. oder eCollect AG erhalten: Was sollte geprüft werden?

Vor einer Zahlung oder einer verbindlichen Erklärung sollte der Einzelfall strukturiert geprüft werden. Besonders relevant sind:

  • Ist die Abbuchung auf dem Konto tatsächlich der betreffenden Dating-Plattform zuzuordnen?
  • Wurde bewusst ein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen?
  • War die Zahlungspflicht vor der Bestellung klar und unmissverständlich ersichtlich?
  • Welche Vertragslaufzeit wurde konkret vereinbart?
  • Wurde die Mitgliedschaft rechtzeitig und nachweisbar gekündigt?
  • Wurde eine Widerrufsbelehrung erteilt?
  • Sind Rücklastschrift-, Mahn- oder Inkassokosten nachvollziehbar, erforderlich und angemessen?
  • Ist die Forderung vollständig dokumentiert oder nur pauschal behauptet?

Eine pauschale Aussage, ein Nutzer müsse wegen der Aktivierung eines E-Mail-Links und der Eingabe von Daten zwingend für alle geltend gemachten Beträge haften, ist keine einzelfallbezogene rechtliche Prüfung. Umgekehrt reicht ein bloßes Bestreiten ohne Auseinandersetzung mit den Unterlagen nicht zwingend aus. Die konkrete Vertragsdokumentation ist daher zentral.

Der Verbraucherdienst e.V. empfiehlt, Abbuchungen und Forderungsschreiben im Zusammenhang mit Online-Dating-Abonnements nicht zu ignorieren, aber auch nicht ungeprüft zu begleichen oder zurückzugeben.

Wenn Sie eine Abbuchung von Howlogic Kft., Novalnet AG oder eine Zahlungsaufforderung im Zusammenhang mit einer Dating-Plattform, Astras Veritas oder der eCollect AG erhalten haben, können Sie die Unterlagen zur ersten Einschätzung einreichen. Hilfreich sind insbesondere Kontoauszüge, Kreditkartenabrechnungen, E-Mails, Screenshots der Plattform, Vertragsbestätigungen, Kündigungen und sämtliche Mahn- oder Inkassoschreiben.

Eine fundierte Prüfung kann klären, ob ein Vertragsschluss nachvollziehbar belegt ist, ob ein Widerruf oder eine Kündigung in Betracht kommt und ob geltend gemachte Kosten rechtlich begründet sind.

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Für Nichtmitglieder ist es uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten. Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dieser Artikel basiert auf den uns gemeldeten Informationen, Zitaten und den im Artikel genannten Quellen und spiegelt nicht unsere Auffassung wieder. Soweit es ist uns möglich ist, haben wir diese sorgfältig geprüft. Testbestellungen oder sogenannte Lockvogel-Anrufe erfolgten nicht. Sollten Sie der Meinung sein, dass uns wesentliche Punkte zum Sachverhalt unbekannt sind, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.

⚠️ Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information. Er ist keine Rechtsberatung und kann eine Prüfung konkreter Unterlagen durch eine qualifizierte Rechtsanwältin oder einen qualifizierten Rechtsanwalt nicht ersetzen.

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Montag, 12. Oktober 2026

ProCollect GmbH: Zahlungsaufforderung für Terra Nova Solutions UG wegen Flirro-me

Titel: ProCollect GmbH: Zahlungsaufforderung für Terra Nova Solutions UG wegen Flirro-me

Wer eine Zahlungsaufforderung der ProCollect GmbH aus der Schweiz erhält, sollte die darin geltend gemachte Forderung genau prüfen. In einem vorliegenden Schreiben vom 7. Oktober 2026 verlangt das Inkassounternehmen 177,35 Euro im Auftrag der Terra Nova Solutions UG. Als Forderungsgrund wird eine angebliche Jahresmitgliedschaft auf der Internetseite Flirro.me genannt.

177,35 Euro für eine angebliche Jahresmitgliedschaft

Die ProCollect GmbH mit Sitz in Hünenberg bezeichnet das Schreiben als „Letzte Zahlungsaufforderung“. Als Zahlungsfrist wird der 17. Oktober 2026 angegeben.

Der geforderte Gesamtbetrag setzt sich laut Schreiben wie folgt zusammen:

  • 114,26 Euro Grundforderung: Darin enthalten sind laut Aufstellung 92,40 Euro sowie eine Mahngebühr von 20 Euro und Zinsen.
  • 46,35 Euro Inkassokosten
  • 16,74 Euro Telekommunikations- und Kontoführungsgebühren

Insgesamt verlangt ProCollect damit 177,35 Euro. Die Forderung wird der Terra Nova Solutions UG zugeordnet. Als Grund nennt das Schreiben eine Jahresmitgliedschaft bei Flirro me.

Ob tatsächlich ein kostenpflichtiger Vertrag zustande gekommen ist und ob sämtliche geltend gemachten Kosten berechtigt sind, lässt sich allein anhand der Zahlungsaufforderung nicht feststellen.

Was steckt hinter der Forderung von Terra Nova Solutions UG?

Die Zahlungsaufforderung bezieht sich auf eine angebliche Mitgliedschaft bei Flirro.me. Wer sich nicht an eine entsprechende Anmeldung erinnert oder die Forderung nicht nachvollziehen kann, sollte zunächst die Vertragsgrundlage prüfen.

Wichtig sind insbesondere folgende Fragen:

  • Wurde tatsächlich eine kostenpflichtige Mitgliedschaft abgeschlossen?
  • Welche Vertragsbedingungen und Preise galten zum Zeitpunkt der Anmeldung?
  • Kann der angebliche Vertrag durch geeignete Unterlagen belegt werden?
  • Sind die verlangten Mahn-, Inkasso- und sonstigen Zusatzkosten rechtlich begründet?

Ein Inkassoschreiben allein beweist nicht, dass die gesamte Forderung berechtigt ist. Umgekehrt sollte eine Zahlungsaufforderung nicht einfach ignoriert werden.

Was sollten Betroffene jetzt tun?

Wer die Forderung nicht zuordnen kann oder Zweifel an ihrer Höhe hat, sollte schriftlich reagieren und die Forderung ausdrücklich bestreiten, soweit sie bestritten wird.

Dabei empfiehlt es sich, von der ProCollect GmbH beziehungsweise dem Auftraggeber aussagekräftige Nachweise anzufordern. Dazu gehören insbesondere der behauptete Vertragsschluss, die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden Bedingungen und eine nachvollziehbare Aufstellung der einzelnen Forderungsbestandteile.

Betroffene sollten außerdem die geltend gemachten Zusatzkosten getrennt von der eigentlichen Hauptforderung prüfen. Nicht jede Position, die in einem Inkassoschreiben aufgeführt wird, ist automatisch geschuldet.

Wer die Mitgliedschaft tatsächlich abgeschlossen hat, sollte ebenfalls prüfen, ob die Rechnung korrekt ist und ob gegebenenfalls noch eine Kündigung erforderlich ist. Bei Unsicherheit kann eine rechtliche Beratung sinnvoll sein.

Achtung: Eine Zahlungsaufforderung eines Inkassounternehmens ist nicht mit einem gerichtlichen Mahnbescheid oder einer gerichtlichen Entscheidung gleichzusetzen. Sollte jedoch ein offizielles gerichtliches Schreiben eintreffen, müssen die darin genannten Fristen unbedingt beachtet werden.

Scan: ProCollect Zahlungsaufforderung Okt 2026
ProCollect Zahlungsaufforderung Okt 2026


Fazit: ProCollect-Forderung sorgfältig prüfen

Die ProCollect GmbH fordert im vorliegenden Schreiben 177,35 Euro für eine angebliche Jahresmitgliedschaft bei Flirro.me im Auftrag der Terra Nova Solutions UG. Ob die Forderung in dieser Höhe berechtigt ist, kann anhand des Schreibens allein nicht abschließend beurteilt werden.

Wer die Mitgliedschaft nicht kennt oder die Kosten nicht nachvollziehen kann, sollte die Vertragsunterlagen und die einzelnen Gebührenpositionen prüfen lassen, statt vorschnell zu zahlen oder das Schreiben unbeachtet zu lassen.

Sie haben ebenfalls eine Zahlungsaufforderung der ProCollect GmbH erhalten? Schildern Sie uns Ihre Erfahrungen oder informieren Sie sich über unsere Kontaktmöglichkeiten bei Verbraucherdienst e.V.

Redaktioneller Hinweis: Dieser Beitrag bezieht sich auf ein vorgelegtes Zahlungsaufforderungsschreiben. Er stellt keine abschließende rechtliche Bewertung der Forderung dar.

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Dieser Artikel basiert auf den uns gemeldeten Informationen, Zitaten und den im Artikel genannten Quellen und spiegelt nicht unsere Auffassung wieder. Soweit es ist uns möglich ist, haben wir diese sorgfältig geprüft. Testbestellungen oder sogenannte Lockvogel-Anrufe erfolgten nicht. Sollten Sie der Meinung sein, dass uns wesentliche Punkte zum Sachverhalt unbekannt sind, bitten wir Sie, uns zu kontaktieren.

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