Dienstag, 13. November 2018

Offerte von der EZG GmbH für die Veröffentlichung elektronischer Firmendaten

Derzeit werden Offerten von einer Firma namens EZG GmbH an jene Gewerbetreibende versandt, die jüngst firmenrelevanten Daten ihres Unternehmens im Handelsregister veröffentlichten. So sollen für die elektronische Veröffentlichung der bereits im Internet zugänglichen Daten mehr als 800 EUR bezahlt werden.

Titel: Offerte von der EZG GmbH für die Veröffentlichung elektronischer Firmendaten


EZG GmbH will firmenrelevante Daten veröffentlichen


Eine Gewerbetreibende leitete eine Offerte des Absenders EZG GmbH an uns weiter, damit wir im Rahmen unseres Blogs darüber berichten können. Es ist nicht das erste Angebot dieser Art, welches sich als „Handels und Gewerberegister“ samt des gedruckten Bundesadlers an Unternehmer und Selbständige richtet. In der Regel werden jene Unternehmen kontaktiert, die jüngst ihre Daten im offiziellen HRB Handelsregister veröffentlichten. Auf der Website „handelsundgewerberegister.de“ sollen diese firmenrelevanten Daten erneut veröffentlicht werden – gegen eine einmalige Zahlung in Höhe von 813,96 EUR.

Der Betrag setzt sich aus der Eintragung der HRB Nummer, der Veröffentlichung des Handelsregistertexts und der Umsatzsteuer zusammen. Zahlbar ist die Summe innerhalb von kurzen drei Werktagen nach Erhalt der Offerte. Sollte nicht gezahlt werden, so werden die Daten laut der EZG GmbH aus dem System gelöscht.

Eine Offerte ist ein unverbindliches Angebot


Wichtig für Gewerbetreibende: es handelt sich hierbei um kein offizielles Verzeichnis, sondern um eine Offerte. Wird die geforderte Summe nicht gezahlt, so verfällt lediglich das Angebot und nicht der bereits vorhandene offizielle Firmeneintrag im HRB Handelsregister. Somit muss die Summe nicht innerhalb der gesetzten Frist gezahlt wird, es sei denn, eine Veröffentlichung auf „handelsundgewerberegister.de“ wird angestrebt.

Bei der Prüfung der Website (Stand 05.11.2018) wurde unter der URL jedoch keine Datenbank oder ein Verzeichnis gefunden, sondern ein Verbraucherportal. Es ist auch darauf hinzuweisen, dass auf der Offerte der EZG GmbH keine Adresse zu finden ist.

Scan: Offerte EZG GmbH / Oktober 2018
Offerte EZG GmbH / Oktober 2018


Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie weitere Fragen zum Handels und Gewerberegister der EZG GmbH? Haben Sie als Gewerbetreibender die Offerte erhalten und den genannten Betrag überwiesen? Gerne helfen wir Ihnen allgemeine Informationen via E-Mail und Telefon.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unter dieser Telefonnummer:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dienstag, 6. November 2018

Offerte vom unabhängigen HR Handelsregister

Gewerbetreibende, die Ihr Unternehmen kürzlich im offiziellen HRB Handelsregister eintrugen, könnten eine Proformarechnung des ähnlich klingenden „HR Handelsregisters“ erhalten. Für aufgerundet 450 EUR sollen die Firmendaten in eine private Datenbank eingetragen werden, sofern der Betrag überwiesen wird.

Titel: Offerte vom unabhängigen HR Handelsregister

HR Handelsregister ist kein offizielles Verzeichnis


Uns wurde durch eine Unternehmerin ein Formular einer Firma namens „HR Handelsregister“ aus Berlin zur Berichterstattung vorgelegt. Dabei handelt es sich laut der Aussage des Absenders um eine Proformarechnung. Die Erklärung in dem Dokument: „Aufgrund der kürzlich von Ihnen vorgenommenen Neueintragung im offiziellen HRB Handelsregister wurden Ihre Daten erfasst und zur Hinterlegung in die private Datenbank des unabhängigen HR Handelsregister vorbereitet“.

Wichtig zu wissen: es handelt sich dabei um kein offizielles Schreiben einer Behörde, sondern um eine Dienstleistung einer unabhängigen Firma. Gewerbetreibende, Unternehmer und Selbständige, die ein solches Schreiben empfangen, die auf ein solches Angebot skeptisch reagieren, haben sicher gute Gründe. So sollen die Empfänger insgesamt 446,25 EUR für eine weitere Hinterlegung der bereits veröffentlichten Daten zahlen – in eine private Datenbank, die dem Empfänger unbekannt bleibt.

Keine verpflichtende Zahlung für Gewerbetreibende


Ob die Veröffentlichung der Daten in einer unbekannten Datenbank für die Kunden nennenswerte Vorteile gewähren, bleibt anzuzweifeln. Schließlich sind exakt die gleichen Datensätze im öffentlichen Handelsregister bereits zugänglich. Auch wenn das Schreiben den Eindruck einer Behörde vermitteln sollte, sind die zusätzlichen Kosten von mehr als 440 EUR keine Verpflichtung.

Laut des Formulars werden die hinterlegten Daten gelöscht, sofern die Summe nicht innerhalb von 7 Tagen überwiesen werden. Natürlich handelt es sich dabei nicht um den offiziellen Datensatz im HRB Handelsregister. Zahlungsempfänger ist eine sogenannte Frau Engelmann, die eine deutsche Kontoverbindung auf dem mitgesandten Zahlschein in Anspruch nimmt. Als Adresse wird die Friedrichstraße 23 in 10117 Berlin genannt, wo das aktuelle Gewerbe- und Wohnprojekt „Frizz23“ entsteht und demzufolge bis zum heutigen Tag noch nicht fertig gestellt ist.

Scan: Offerte HR Handelsregister / Oktober 2018
Offerte HR Handelsregister / Oktober 2018


Kontakt zum Verbraucherdienst


Haben Sie weitere Fragen zum HR Handelsregister? Haben Sie als Gewerbetreibender die geforderte Summe gezahlt? Vielleicht ist eine Anfechtung möglich. Gerne geben wir Ihnen allgemeine Informationen via E-Mail und Telefon.

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oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

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Dienstag, 30. Oktober 2018

PLS Inkass Services Group droht mit Zwangsvollstreckung

Unsere Telefone stehen derzeit kaum still, da derzeit zahlreiche Zahlungsaufforderungen im Umlauf sind, die betroffene Verbraucher verunsichern. So auch bei einer Mahnung durch ein Unternehmen namens „PLS Inkass Services Group“ mit Sitz in Hannover.

Titel: PLS Inkass Services Group droht mit Zwangsvollstreckung

Was fordert die Firma PLS Inkass Services Group?


Das Unternehmen PLS Inkass Services Group soll laut Briefkopf seinen Sitz in Hannover haben, doch lässt sich über die Handelsregisternummer kein übereinstimmendes Ergebnis finden. Auch eine Suche im Rechtsdienstleistungsregister brachte kein Ergebnis. Das bedeutet, dass diese Firma in Deutschland keinerlei Inkassodienstleistungen anbieten oder durchführen darf.

Jedoch ist streng genommen in dem Schreiben (siehe Bild) auch nicht von „Inkasso“ die Rede, sondern von einem „Inkass“. Jedenfalls fordert die PLS Inkass Services Group die Zahlung von 760,00 EUR. Angeblich sollen Beitragszahlungen aus diversen Gewinnspielen noch offen sein. Zahlt der Empfänger innerhalb von drei Tagen, so gibt sich das Unternehmen mit 305,00 EUR zufrieden. Sollte keine Zahlung erfolgen, so droht PLS Inkass Services Group mit der Einleitung eines gerichtlichen Mahnverfahrens. Die Überweisung soll auf ein rumänisches Konto erfolgen.

Scan: Anschreiben PLS Inkass Services Group
Anschreiben PLS Inkass Services Group


Wie sollte man auf Zahlungsaufforderungen reagieren?


Es wäre ein Fehler, sämtliche Zahlungsaufforderungen als „Betrug“ zu betiteln oder sogar direkt in den Papierkorb zu werfen. Jedoch sollte man erhaltene Mahnungen kritisch prüfen, ob denn die Forderung berechtigt ist. Dazu sollten Verbraucher diese Punkte beachten:


  • sind folgende Angaben vorhanden? Firma des Auftraggebers, Forderungsgrund, Vertragsgegenstand und Datum des Vertragsschlusses?
  • hat das Unternehmen seinen Sitz in Deutschland, aber die Bankverbindung weist ins Ausland?
  • überhöhte Inkasso-Gebühren?
  • ist der Inkassodienstleister in Deutschland (Überprüfbar auf rechtsdienstleistungsregister.de) registriert?

Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens PLS Inkass Services Group erhalten? Sollen Sie angeblich offene Beiträge bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, kann jedoch nicht hundertprozentig belegt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

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CEN BVBA Inkasso AG verschickt „Letzte außergerichtliche Mahnung“

Ein Mitglied erhielt ein Schreiben mit dem Betreff „Letzte außergerichtliche Mahnung“ von einer CEN BVBA Inkasso AG aus Berlin. So sollen eine zuvor gemahnte Forderung noch offen sein. Wie sollten Empfänger auf diesen Schreiben reagieren?

Titel: CEN BVBA Inkasso AG verschickt „Letzte außergerichtliche Mahnung“

Was hat es mit den Schreiben der CEN BVBA Inkasso AG auf sich?


Zahlreiche Verbraucher meldeten sich bezüglich einer Zahlungsaufforderung einer Firma namens CEN BVBA Inkasso AG bei uns. In den vergangenen Monaten wurden uns zahlreiche Forderungsschreiben unterschiedlicher Unternehmen vorgelegt, in denen angeblich noch offene Forderungen aus Dienstleistungsverträgen mit „Top 100 Gewinnspiele / Lottogewinnzentrale-49“ bestehen sollen. Auch die CEN BVBA Inkasso AG behauptet in dem Schreiben mit dem Betreff „Letzte außergerichtliche Mahnung“, dass der Empfänger / die Empfängerin der „kostenpflichtigen Dienstleistung“ mit „persönlichen Daten“ zustimmte, aber bislang keine Zahlung tätigte.

Unser Mitglied legte uns ein ebensolches Schreiben vor, in dem ihr eine Zahlungsfrist von insgesamt sieben Tagen gewährt wurde. Gefordert wird ein Gesamtbetrag in Höhe von 269,46 EUR. Sollte unser Mitglied nicht zahlen, so droht die CEN BVBA Inkasso AG mit einem Vollstreckungsbescheid oder gar einer Zwangsvollstreckung.

Scan: Anschreiben CEN BVBA Inkasso AG
Anschreiben CEN BVBA Inkasso AG 


Wie sollte man auf Zahlungsaufforderungen reagieren?


Die CEN BVBA Inkasso AG ist zum derzeitigen Stand (30.10.2018) nicht im deutschen Rechtsdienstleistungsregister eingetragen. Das bedeutet, dass sie innerhalb Deutschlands keine Inkassodienstleistungen anbieten oder durchführen dürfen.

Berechtigte Inkassoforderungen sollten niemals ignoriert oder gar im Papierkorb landen. Die Folgen wären kostspielig, so könnten tatsächlich ein gerichtlicher Mahnbescheid oder gar ein Vollstreckungsbescheid zugestellt werden. Es ist also zu empfehlen, erhaltene Schreiben auf ihre Richtigkeit zu prüfen.

Nun ist es so, dass es in der Vergangenheit häufiger zu unberechtigten Forderungen durch vermeintliche Inkassounternehmen gekommen ist. Betroffene Verbraucher haben die Möglichkeit, erhaltene Zahlungsaufforderungen selbst zu prüfen:


  • sind folgende Angaben vorhanden? Firma des Auftraggebers, Forderungsgrund, Vertragsgegenstand und Datum des Vertragsschlusses
  • hat das Unternehmen seinen Sitz in Deutschland, aber die Bankverbindung weist ins Ausland?
  • überhöhte Inkasso-Gebühren?
  • ist der Inkassodienstleister in Deutschland (Überprüfbar auf rechtsdienstleistungsregister.de) registriert?


Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens CEN BVBA Inkasso AG erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, kann jedoch nicht hundertprozentig belegt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

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oder per E-Mail:

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