Dienstag, 25. Juni 2019

European Domains & Trademarks: Vorsicht vor Rechnungen

Haben Sie eine Webseite geschaltet und eine E-Mail oder gar Rechnung von dem Absender „European Domains & Trademarks“ erhalten? Dort wird die Zahlung für die Registrierung eines Domainnamens gefordert. Wir warnen Empfänger solcher Schreiben davor, die Summe zu zahlen.

Beitrag: European Domains & Trademarks: Vorsicht vor Rechnungen

Infos über European Domains & Trademarks aus Brüssel


In der Rue de Grand Bigard 14 in 1082 Brüssel besteht die Möglichkeit, sich ein virtuelles Büro zu mieten, wie es scheinbar auch das Unternehmen European Domains & Trademarks umgesetzt haben. Von der Adresse aus werden Rechnungen für die Registrierung einen Domainnamens an die jeweiligen Domainbesitzer versandt. Für einen Zeitraum von 10 Jahren wird vom Empfänger der Rechnung die Zahlung einer Summe in Höhe von 197,50 EUR verlangt.

Uns liegt eine dementsprechende Rechnung vor, die uns ein angeschriebener Seitenbetreiber freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat. er schreibt, dass er eine .COM Domain reserviert und bezahlte – aber erhielt darüber hinaus eine weitere Rechnung.

Scan: Rechnung European Domains & Trademarks / Mai 2019
Rechnung European Domains & Trademarks / Mai 2019


Es könnte sein, dass der Betroffene zuvor Kontakt mit der „European Trademarks & Domains“ aus Berlin hatte, die vom Namen her leicht mit der „European Domains & Trademarks“ zu verwechseln sind. Beide Unternehmen versandten laut unseren Informationen Mails mit der Aufforderung, eine Summe von rund 200 EUR für die Registrierung einer Webseite zu zahlen.

Zahlen Sie nicht!


Auch wenn die genannte Webseite in den Rechnungen möglicherweise tatsächlich vom Angeschriebenen angemeldet wurde: zahlen Sie diese Summe nicht. Es gibt mehrere Hinweise darauf, dass es ich hierbei um keine seriöse Forderung handelt.

Die Macher der E-Mail und Betreiber der jeweiligen Homepages versuchen den Eindruck zu erwecken, dass die Forderung von einer offiziellen Behörde stammt. Manchmal werden Symbole wie ein Bundesadler genutzt, um den Eindruck zu verstärken. Die bisher in den Rechnungen auftauchenden Domains enden auf „.com“ – keine deutsche Behörde verwendet diese Endung, in der Regel wäre „.de“ zu lesen. Auf den Websites der Versender fehlt das verpflichtende Impressum. In Kombination mit dem Virtual Office verstärkt dies den Eindruck, dass es sich hierbei um Abzocke handeln könnte.

Kontakt zu Verbraucherdienst


Haben Sie weitere Fragen zu der European Domains & Trademarks und/oder haben eine Rechnung? Über unsere Kontaktmöglichkeiten erhalten Sie erste allgemeine Informationen.

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Montag, 24. Juni 2019

Mediendienstportal.de – Neues Branchenverzeichnis der I.K. Mediendienst GmbH?

Neues von der I.K. Mediendienst GmbH aus Köln. Wir berichteten bereits mehrfach über das Geschäftsgebaren der Firma, die aktuell laut eines Gewerbetreibenden erneut in Erscheinung traten. Scheinbar rief ein Mitarbeiter der I.K. Mediendienst GmbH einen Unternehmer an, weil die Kündigung einer Anzeige bestätigt werden soll. Dabei wurde laut des Gewerbetreibenden keine Anzeige geschaltet.

Titel: Mediendienstportal.de – Neues Branchenverzeichnis der I.K. Mediendienst GmbH?

Mehrere Anrufe durch einen Mitarbeiter der I.K. Mediendienst GmbH?


In einer Mail berichtet ein betroffener Gewerbetreibender über seine Erfahrungen mit der I.K. Mediendienst GmbH. Er schreibt, dass er wiederholt angerufen wurde und dass laut des Anrufers eine Anzeige gekündigt wurde. Dazu wäre noch eine schriftliche Bestätigung nötig. Angeblich war die Anzeige kostenlos und es soll auch ein „schriftlicher Bescheid“ durch den Gewerbetreibenden notwendig gewesen sein, um die Anzeige überhaupt einzustellen. Der Gewerbetreibende schreibt abschließend, dass keine Anzeige geschaltet wurde.

Offerte für einen kostenpflichtigen Branchenbucheintrag


Zusätzlich wurde uns ein Dokument von der I.K. Mediendienst GmbH übermittelt. Dabei handelt es sich um eine Offerte für einen Eintrag in dem Branchenverzeichnis mov-portal.de. Über dieses Portal berichteten wir bereits in einem anderen Beitrag. Zuvor sollte diese Offerte unterzeichnet an eine Faxnummer zurückgeschickt werden, doch mittlerweile wurde diese durch eine E-Mail-Adresse ersetzt, die auf die Webseite mediendienstportal.de verweist. Aktuell ist die Seite noch im Aufbau (Stand: 24.06.2019), von daher ist derzeit nicht bestimmbar, ob es sich auch wirklich um ein Branchenverzeichnis handelt.

Scan: Offerte I.K. Mediendienst / Mai 2019
Offerte I.K. Mediendienst / Juni 2019


Rücksendung kann zu Vertrag führen


Auf dem vorliegenden Formular wird einleitend darauf hingewiesen, dass der Kunde sich „heute per Telefon/Fax/E-Mail an die Fa. Medien-Online gewandt“ hätte. Mit der Rücksendung dieses unterschriebenen Formulars würde ein Gewerbetreibender diese Aussage bestätigen und einen Auftrag für einen kostenpflichtigen Firmeneintrag auf mov-portal.de bestätigen. Durch den Gewerbetreibenden wurde uns berichtet, dass es umgekehrt verlaufen sein soll. Dass sich ein Mitarbeiter der I.K. Mediendienst GmbH telefonisch bei dem Gewerbetreibenden gemeldet haben soll.

Die Preise für einen Eintrag haben sich nicht verändert: Grundpreis: 399 EUR, Einstellungs- und Pflegekosten: 299 EUR sowie die Graf. Gestaltung: 199 EUR. Als besondere Vereinbarung ist schriftlich festgehalten, dass der Vertrag automatisch ausläuft. Die Laufzeit beträgt laut dem Formular drei Jahre. Gewerbetreibende, die das Formular an das „Mediendienstportal.de“ oder I.K. Mediendienst GmbH zurück mailen, bestellen somit einen teuren Branchenbucheintrag, dessen Nutzen nicht einzuschätzen ist. Des Weiteren haben Unternehmer bei solchen B2B Geschäften kein Widerrufsrecht!

Hilfe bei mediendienstportal.de oder I.K. Mediendienst GmbH


Haben Sie auch Erfahrungen mit Firmeneinträgen auf mediendienstportal.de der Firma I.K. Mediendienst GmbH? Sollen Sie als Gewerbetreibender hohe Kosten für einen Branchenbucheintrag zahlen?

Wir bieten Unternehmern, Freiberuflern und Selbständigen erste allgemeine Informationen und Hilfe bei diesem Thema. Auch Gewerbetreibende aus Österreich und der Schweiz können sich gerne an uns wenden. Nutzen Sie die unten aufgeführten Kontaktdaten:

Tel: 0201-176790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

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Mittwoch, 19. Juni 2019

RA Sebastian Kipke fordert für Webbilling AG

In einer vorliegenden Zahlungsaufforderung durch RA Sebastian Kipke wird die Zahlung einer offenen Summe in Höhe von 111,65 EUR gefordert. Auftragsgeber ist die Webbilling AG, eine Zahlungsdienstleister aus der Schweiz.

Titel: RA Sebastian Kipke fordert für Webbilling AG

„Sofortdates69.com“: Offene Beträge werden eingefordert


Eine Firma namens Boranu Online B.V. betreibt das Dating-Portal „Sofortdates69.com“, auf der interessierte Besucher sich zwar kostenlos registrieren können, aber bei der Nutzung von bestimmten Dienstleistungen dennoch Kosten entstehen können. In den AGB steht: Boranu Online B.V. kann die Zahlung für kostenpflichtige Dienste über einen von Boranu beauftragten externen Dienstleister abwickeln lassen. Dieser Dienstleister scheint in diesem Fall die Webbilling AG zu sein.

Scheinbar konnte eine genutzte Dienstleistung (Hauptforderung 59,90 EUR) durch die Webbilling AG nicht verrechnet werden, sodass weiterhin offene Kosten bestehen. Zu diesem Zweck beauftragte Webbilling AG den Hamburger Rechtsanwalt Sebastian Kipke, der erneut zur Zahlung auffordert.

Das steht in dem Schreiben von Rechtsanwalt Sebastian Kipke


RA Kipke schreibt, dass er die Zahlung von insgesamt 111,65 EUR fordert, da bisher kein Zahlungseingang festgestellt werden konnte. Dieser Betrag setzt sich aus der Hauptforderung, sowie der Geschäftsgebühr, der Auslagenpauschale, der Mahngebühr etc. zusammen. Sollte weiterhin keine Zahlung erfolgen, so droht RA Sebastian Kipke mit der Einleitung eines Gerichtsverfahrens. Dadurch würden noch weitere Kosten auf den Empfänger der Forderung zukommen.

„Sie sind nicht der richtige Empfänger?“ In der Zahlungsaufforderung wird dem Empfänger ein Internet-Link vorgeschlagen, hinter dem sich weitere Informationen befinden. Dort ist erneut der Hinweis zu lesen, dass möglicherweise ein kostenpflichtiger Vertrag über Waren, Dienstleistungen, Spiele oder ähnliches im Internet abgeschlossen wurde, was einen Anspruch berechtigen würde.

Hilfe bei RA Sebastian Kipke und Webbilling AG


Haben Sie auch Erfahrungen mit der Webbilling AG und/oder haben eine überraschende Rechnung für die Nutzung eines Online-Portals erhalten? Oder haben Sie gar schon eine Zahlungsaufforderung durch ein Inkasso-Unternehmen oder durch Rechtsanwalt Sebastian Kipke erhalten? Über unsere Kontaktmöglichkeiten erhalten Sie erste allgemeine Informationen.

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oder per E-Mail:

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Brandes Rechtsanwälte fordern für Webbilling AG

Für den Auftraggeber Webbilling AG, ein Zahlungsdienstleister für kostenpflichtige Unterhaltungs- und Warenangebote im Internet, fordert die Kanzlei Brandes Rechtsanwälte die Zahlung einer offenen Forderung.

Titel:   Brandes Rechtsanwälte fordern für Webbilling AG

RA Brandes fordert: offene Rechnung aus einem Online-Vertrag?


In Hamburg hat die Kanzlei Brandes ihren Sitz, die sich selbst als „exzellent vernetzte Boutique-Kanzlei“ beschreibt. RA Matthias Brandes ist laut eigener Aussage auf die Gebiete Forderungsbeitreibung und Zwangsvollstreckung spezialisiert. Eine solche Zahlungsaufforderung liegt uns derzeit vor. Im Auftrag der Firma Webbilling AG fordert RA Brandes die Zahlung einer noch offenen Rechnung. Die Webbilling AG ist laut des Schreibens eine „Zahlungsabwicklerin für entgeltliche Unterhaltungs- und Warenangebote im Internet“. Dem Empfänger der Forderung wird vorgeworfen, sich Ende April diesen Jahres mit den persönlichen Daten ein dementsprechendes Angebot angenommen zu haben. Es wird durch die Kanzlei keine zugehörige Rechnungs- und Kundennummer genannt, sondern ausschließlich eine E-Mail Adresse, die dem Empfänger der Forderung zuzuordnen sein soll.

Fand eine Anmeldung auf einem Dating-Portal statt?


Die Webbilling AG hat laut unseren Informationen ihren Sitz in Würlingen in der Schweiz. Uns ist bekannt, dass noch andere Rechtsanwälte für die Webbilling AG unter Umständen offene Kosten beitreiben – dort wird u.a. geschrieben, dass eine Anmeldung auf dem Dating-Portal „sofortdates59.com“ erfolgt sein soll. Demzufolge besteht die Möglichkeit, dass die zu zahlende Summe der vorliegenden Forderung der Brandes Rechtsanwälte auf einer Anmeldung auf einem Dating-Portal beruht. Leider ist es anhand der Forderung nicht ersichtlich, welches „Unterhaltungs- und Warenangebot“ der Empfänger online genutzt haben soll.

RA Brandes fordert in dem Schreien die Zahlung einer Summe in Höhe von 89,71 EUR. Sollte eine Zahlung ausbleiben, könnte ein gerichtliches Mahnverfahren die Folge sein.

Hilfe bei Brandes Rechtsanwälte und Webbilling AG


Haben Sie auch Erfahrungen mit der Webbilling AG und/oder haben eine überraschende Rechnung für die Nutzung eines Online-Portals erhalten? Oder haben Sie gar schon eine Zahlungsaufforderung durch ein Inkasso-Unternehmen oder die Brandes Rechtsanwälte erhalten? Über unsere Kontaktmöglichkeiten erhalten Sie erste allgemeine Informationen.

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