Donnerstag, 19. Juli 2018

Stadt Media Verlag GmbH: Offerte und Rechnung versandt

Aktuell liegen uns eine Offerte und eine Rechnung vom Stadt Media Verlag GmbH vor. Ein Gewerbetreibender soll über 800 EUR für eine Anzeige in einem Werbeobjekt zahlen.

Titel: Stadt Media Verlag GmbH: Offerte und Rechnung versandt


Anzeigenauftrag durch Stadt Media Verlag GmbH


Gewerbetreibende sollten genau hinsehen, ehe Formular unterschrieben an eine Firmen zurück gesandt werden , zu denen zuvor aber keinerlei Geschäftsbeziehung bestand. Die Folgen könnten hohe Rechnungen und verbindliche Aufträge mit einer Laufzeiten von mehreren Jahren sein, die möglicherweise nicht einmal widerrufen werden können, da es sich um ein B2B Geschäft handelte.

So ist auch bei versandten Formularen der Firma Stadt Media Verlag GmbH. So wird schriftlich Unternehmern, Freiberuflern und Selbständigen das Angebot (Offerte) einer Werbeanzeige in einem unbenannten und für Empfänger somit nicht einzuschätzenden „Werbeobjekt“ angeboten. Dazu muss das vorab ausgefüllte Dokument schlicht und einfach unterschrieben und zurück gefaxt werden.

Rechnung von über 800 EUR


Sollte ein Gewerbetreibender das Formular an die Stadt Media Verlag GmbH zurücksenden, kommt es zum Vertrag. Dieser soll automatisch auslaufen bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. In diesem Jahr sollen zwei kostenpflichtige Auflagen erscheinen.

Uns liegt derzeit eine Rechnung der Stadt Media Verlag GmbH vor. So wird für eine Anzeige in einer „Stadtinformation“ die Gesamtsumme von 836,57 EUR verlangt. Diese Summe setzt sich aus der Anzeige selbst, den Satz-, Repro- und Auslieferungskosten zusammen. Wichtig ist dabei zu beachten: das ist eine von zwei Rechnungen, die auf Vertragspartner zukommen könnte. Das bedeutet, dass Kosten in Höhe von 1.673,14 EUR auf jene Gewerbetreibende zukommen, die das Formular zurücksenden.

Scan: Offerte Stadt Media Verlag GmbH / Juni 2018
Offerte Stadt Media Verlag GmbH / Juni 2018


Über das Unternehmen


Als deutsche „Post-Serviceadresse“ des Unternehmens Stadt Media Verlag GmbH ist 40476 Düsseldorf angegeben. Dabei hat die Firma laut der Rechnung ihren Sitz in Bulgarien in einer Stadt namens Sadanski.

Einen Eintrag im deutschen Handelsregister ist jedenfalls derzeit nicht vorhanden (Stand: 18.07.2018). Wichtig zu wissen ist auch, dass der Auftrag der Firma in keinerlei Verbindung zu evtl. bereits bestehenden Aufträgen bei uns oder anderen Firmen.

Kontakt zu Verbraucherdienst


Haben Sie als Gewerbetreibender auch eine Offerte oder gar eine Rechnung von Stadt Media Verlag GmbH erhalten? Wurde Ihnen ebenfalls ein teure Werbeanzeige einem Werbeobjekt in Rechnung gestellt? Gerne können Sie uns für weitere Informationen kontaktieren. Auch für Gewerbetreibende in Österreich und in der Schweiz!

0201-176790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

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Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Dienstag, 17. Juli 2018

Post von der Ffan Inkasso AG / FanFan Zahlung Service

Erst kürzlich berichtete Verbraucherdienst über die Firma ZCS Inkasso AG, welche offene Beträge für die vermeintliche Teilnahme an Gewinnspielen einforderte. Wenige Tage später wurde uns durch einen Verbraucher eine weitere Zahlungsaufforderung vorgelegt: Ffan Inkasso AG aus 12107 Berlin fordern für die bisher entstandenen Kosten eine Zahlung von nahezu 290 EUR. Doch ist diese Forderung gerechtfertigt?

Titel: Post von der Ffan Inkasso AG / FanFan Zahlung Service

FFAn Inkasso AG / FanFan Zahlung Service fordern


Beauftragt wurde die Berliner Firma namens FFan Inkasso AG durch einen unbenannten Mandanten, es sollen noch offene Beträge ein. So sollen sich Empfänger des Schreibens telefonisch bei „Top 100 Gewinnspiele / EuroWin 6-49“ angemeldet haben. Für die Überweisung eines Betrags in Höhe von 269,46 EUR (zusammengesetzt aus der Hauptforderung, Mahnkosten und vorgerichtliche Inkassokosten) wurde eine Frist von sieben Tagen gewährt. Als Kontoverbindung ist – genau wie bei der Forderung der ZCS Inkasso AG - ein belgisches Konto angegeben, als Zahlungsempfänger ist in diesem Fall ein „FanFan Zahlung Service“ eingetragen.

Auch hier wird unter anderem mit Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid und mit Pfändung gedroht, sofern eine Zahlung ausbleibt.

Inkassoschreiben sollte man nicht ignorieren, aber …


In dem vorliegenden Schreiben der FFan Inkasso AG sollte der Hinweis erlaubt sein, dass es sich nicht unbedingt um ein eingetragenes Inkassounternehmen handeln muss, nur weil sich das Wort „Inkasso“ in der Firmenbezeichnung befindet. Hinsichtlich der FFan Inkasso AG ist zum aktuellen Zeitpunkt kein Eintrag im Rechtsdienstleistungsregister (Stand: 16.07.2018) zu finden. Das könnte bedeuten, dass dieses Unternehmen in Deutschland zum derzeitigen Zeitpunkt keine Inkassodienstleistungen anbieten oder durchfahren darf.

Scan: Ffan Inkasso AG / Forderung / Juli 2018
Ffan Inkasso AG / Forderung / Juli 2018


Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens FFan Inkasso AG erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, kann jedoch nicht hundertprozentig belegt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

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E-net Payment Group verschickt Forderungen

Aus 28359 Bremen kommt das Unternehmen E-Net Payment Group, die in ihren Schreiben mit Formulierungen wie „gerichtliches Mahnverfahren“ oder „Zwangsvollstreckung“ Empfängern Sorgen bereiten.

Titel: E-net Payment Group verschickt Forderungen

Drohung einer Zwangsvollstreckung durch E-Net Payment Group


So teilt das Unternehmen „bedauerlicherweise“ mit, dass sich „in der Bundesrepublik Deutschland mehrere Sammelklagen von verschiedenen Gewinn- und Zeitschriftenverlagen gesammelt haben“ sollen. Genannt werden hier u.a. EuroMillions, EuroWinAg, und EuroWin24. Diese sollen sämtliche in Verzug befindliche Zahlungen ihrer Kunden an die E-Net Payment Group abgetreten haben.

Vergleichsangebot gilt drei Tage


Zu diesem Zweck werden vermeintlich ehemalige Kunden zur Zahlung von noch offenen Kosten mit einer Gesamthöhe von 760,00 EUR (zusammengesetzt aus Hauptforderung, Mahnkosten und vorgerichtlichen Inkassokosten) aufgefordert. Sollte der Empfänger jedoch innerhalb von drei (!) Tagen ein Vergleichsangebot von 305,00 EUR zahlen, so würde ein scheinbar bereits eingeleitetes gerichtliches Mahnverfahren eingestellt.

Bei einer Zahlung innerhalb der genannten Frist soll laut der E-Net Payment Group sämtliche Daten aus allen Online-Systemen gelöscht werden und somit Kontaktaufnahmen durch Gewinnspielverbände unterbunden werden. Wird die Frist jedoch nicht eingehalten, so wird die Gesamtforderung von 760,00 EUR sofort fällig. In so einem Fall würde es laut des Schreibens auch zu einer Beauftragung eines Gerichtsvollziehers oder gar einer Zwangsvollstreckung bzw. Pfändung kommen.

Scan: E-net Payment Group / Forderung / Juli 2018
E-net Payment Group / Forderung / Juli 2018


Ist diese Forderung rechtens?


Empfänger einer solchen Forderung sollten beachten: derzeit ist kein Unternehmen mit der Bezeichnung E-Net Payment Group im Rechtsdienstleistungsregister (Stand: 16.07.2018) eingetragen. Das bedeutet, dass diese Firma unter umstehen nicht dazu berechtigt ist, in Deutschland Inkassodienstleistungen anzubieten oder durchzuführen. Die Zahlung auf ein Konto in Rumänien erfolgen. Berechtigte Inkassoschreiben sollte man als Schuldner jedoch immer ernst nehmen. Reagieren sollten Verbraucher erst recht, wenn ein offizieller Mahnbescheid vom Amtsgericht kommt.

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Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren. Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

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Montag, 16. Juli 2018

Über AVAS Marketing + Consulting GmbH / Zimmersuche24

Zur Jahresmitte ist Urlaub angesagt. Viele Anbieter von Ferienwohnungen und Gastzimmers bieten aus diesem Grund ihre Räumlichkeiten im Internet an. Das Portal „Zimmersuche24“ der Firma AVAS Marketing + Consulting GmbH stellt ein Internetportal dar, auf dem sich Interessierte eine Übersicht verschaffen können. Die Einträge auf dem Portal sind natürlich nicht kostenlos. Eine Gewerbetreibende, die einen solchen Eintrag testete, berichtet uns über ihre Erfahrungen mit dem Service.

Titel: Über AVAS Marketing + Consulting GmbH / Zimmersuche24

Ferienwohnungssuche durch das Portal Zimmersuche24


„Zimmersuche24, die einfachste Art der Zimmervermittlung“ - das behauptet die Betreiberin AVAS Marketing + Consulting GmbH über ihr Internetportal. Auf Zimmersuche24 ist es für Touristen und Feriengästen möglich, sich über eine Suchanfrage Auskünfte über Unterkünfte einzuholen. Doch wie kommt Zimmersuche24 an die dargestellten Adressen?

Das Angebot der AVAS Marketing + Consulting GmbH


Eine Gewerbetreibende bzw. Vermieterin einer Ferienwohnung konnte uns ihre Erfahrungen mitteilen. Sie führte ein Telefonat mit AVAS Marketing + Consulting GmbH, um einen Eintrag in dem Internetportal „Zimmersuche24“ zu erhalten. Die eingeholten Daten der Gewerbetreibenden wurden im Rahmen eines kostenfreien Testeintrags (mit einer Dauer von zwei Monaten) dargestellt. Dieser Testzugang für Neukunden beinhaltet sogar die Vorzüge einer Premiumpräsentation, die scheinbar Vorteile gegenüber der Standardversion inne hat.

Was steht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen?


Ein Blick in die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gibt Aufschluss über Kündigungs- und Widerrufsfristen. Wird der zunächst kostenfreie Testeintrag nicht schriftlich zwei Wochen vor Ablauf der kostenlosen Bezugsphase gekündigt, folgt ein kostenpflichtiger Eintrag mit einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten.

Die Gewerbetreibende kündigte nicht innerhalb der besagten Frist und erhielt folglich eine Rechnung von der AVAS Marketing + Consulting GmbH. Für einen Premiumeintrag auf Zimmersuche24 (Dauer 12 Monate) werden 284,89 EUR verlangt.

Der Vertrag wurde laut den uns vorliegenden Unterlagen wahrscheinlich über das Telefon abgeschlossen. Die Gewerbetreibende schilderte uns gegenüber schriftlich, dass sie gekündigt hätte, jedoch keine Kündigungsbestätigung erhielt. Die auf dem zugesandten Dokument aufgeführte Widerrufsbelehrung besagt, dass der Vertrag innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen werden kann. Dies besteht jedoch nicht, wenn bei Abschluss des Vertrages eine gewerbliche Tätigkeit ausgeführt wurde – wie das Betreiben einer Ferienunterkunft.

Hilfe bei AVAS Marketing + Consulting GmbH und Zimmersuche24


Haben Sie als Unternehmer oder Vermieter auch einen Anruf durch AVAS Marketing + Consulting GmbH erhalten? Wurde Ihnen ebenfalls ein teurer Premiumeintrag auf Zimmersuche24 in Rechnung gestellt? Gerne können Sie uns für weitere Informationen kontaktieren. Auch für Gewerbetreibende in Österreich und in der Schweiz!

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