Dienstag, 17. Juli 2018

Post von der Ffan Inkasso AG / FanFan Zahlung Service

Erst kürzlich berichtete Verbraucherdienst über die Firma ZCS Inkasso AG, welche offene Beträge für die vermeintliche Teilnahme an Gewinnspielen einforderte. Wenige Tage später wurde uns durch einen Verbraucher eine weitere Zahlungsaufforderung vorgelegt: Ffan Inkasso AG aus 12107 Berlin fordern für die bisher entstandenen Kosten eine Zahlung von nahezu 290 EUR. Doch ist diese Forderung gerechtfertigt?

Titel: Post von der Ffan Inkasso AG / FanFan Zahlung Service

FFAn Inkasso AG / FanFan Zahlung Service fordern


Beauftragt wurde die Berliner Firma namens FFan Inkasso AG durch einen unbenannten Mandanten, es sollen noch offene Beträge ein. So sollen sich Empfänger des Schreibens telefonisch bei „Top 100 Gewinnspiele / EuroWin 6-49“ angemeldet haben. Für die Überweisung eines Betrags in Höhe von 269,46 EUR (zusammengesetzt aus der Hauptforderung, Mahnkosten und vorgerichtliche Inkassokosten) wurde eine Frist von sieben Tagen gewährt. Als Kontoverbindung ist – genau wie bei der Forderung der ZCS Inkasso AG - ein belgisches Konto angegeben, als Zahlungsempfänger ist in diesem Fall ein „FanFan Zahlung Service“ eingetragen.

Auch hier wird unter anderem mit Mahnbescheid, Vollstreckungsbescheid und mit Pfändung gedroht, sofern eine Zahlung ausbleibt.

Inkassoschreiben sollte man nicht ignorieren, aber …


In dem vorliegenden Schreiben der FFan Inkasso AG sollte der Hinweis erlaubt sein, dass es sich nicht unbedingt um ein eingetragenes Inkassounternehmen handeln muss, nur weil sich das Wort „Inkasso“ in der Firmenbezeichnung befindet. Hinsichtlich der FFan Inkasso AG ist zum aktuellen Zeitpunkt kein Eintrag im Rechtsdienstleistungsregister (Stand: 16.07.2018) zu finden. Das könnte bedeuten, dass dieses Unternehmen in Deutschland zum derzeitigen Zeitpunkt keine Inkassodienstleistungen anbieten oder durchfahren darf.

Scan: Ffan Inkasso AG / Forderung / Juli 2018
Ffan Inkasso AG / Forderung / Juli 2018


Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch ein Schreiben von einer Firma namens FFan Inkasso AG erhalten? Sollen Sie noch offene Kosten bezahlen? Zahlungsaufforderungen durch eingetragene Inkassounternehmen sind unbedingt ernst zu nehmen und sollten nicht ignoriert werden. Ob das bei den hier vorliegenden Dokumenten der Fall ist, kann jedoch nicht hundertprozentig belegt werden. Bei weiteren Fragen können Sie uns telefonisch oder via Mail kontaktieren:

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E-net Payment Group verschickt Forderungen

Aus 28359 Bremen kommt das Unternehmen E-Net Payment Group, die in ihren Schreiben mit Formulierungen wie „gerichtliches Mahnverfahren“ oder „Zwangsvollstreckung“ Empfängern Sorgen bereiten.

Titel: E-net Payment Group verschickt Forderungen

Drohung einer Zwangsvollstreckung durch E-Net Payment Group


So teilt das Unternehmen „bedauerlicherweise“ mit, dass sich „in der Bundesrepublik Deutschland mehrere Sammelklagen von verschiedenen Gewinn- und Zeitschriftenverlagen gesammelt haben“ sollen. Genannt werden hier u.a. EuroMillions, EuroWinAg, und EuroWin24. Diese sollen sämtliche in Verzug befindliche Zahlungen ihrer Kunden an die E-Net Payment Group abgetreten haben.

Vergleichsangebot gilt drei Tage


Zu diesem Zweck werden vermeintlich ehemalige Kunden zur Zahlung von noch offenen Kosten mit einer Gesamthöhe von 760,00 EUR (zusammengesetzt aus Hauptforderung, Mahnkosten und vorgerichtlichen Inkassokosten) aufgefordert. Sollte der Empfänger jedoch innerhalb von drei (!) Tagen ein Vergleichsangebot von 305,00 EUR zahlen, so würde ein scheinbar bereits eingeleitetes gerichtliches Mahnverfahren eingestellt.

Bei einer Zahlung innerhalb der genannten Frist soll laut der E-Net Payment Group sämtliche Daten aus allen Online-Systemen gelöscht werden und somit Kontaktaufnahmen durch Gewinnspielverbände unterbunden werden. Wird die Frist jedoch nicht eingehalten, so wird die Gesamtforderung von 760,00 EUR sofort fällig. In so einem Fall würde es laut des Schreibens auch zu einer Beauftragung eines Gerichtsvollziehers oder gar einer Zwangsvollstreckung bzw. Pfändung kommen.

Scan: E-net Payment Group / Forderung / Juli 2018
E-net Payment Group / Forderung / Juli 2018


Ist diese Forderung rechtens?


Empfänger einer solchen Forderung sollten beachten: derzeit ist kein Unternehmen mit der Bezeichnung E-Net Payment Group im Rechtsdienstleistungsregister (Stand: 16.07.2018) eingetragen. Das bedeutet, dass diese Firma unter umstehen nicht dazu berechtigt ist, in Deutschland Inkassodienstleistungen anzubieten oder durchzuführen. Die Zahlung auf ein Konto in Rumänien erfolgen. Berechtigte Inkassoschreiben sollte man als Schuldner jedoch immer ernst nehmen. Reagieren sollten Verbraucher erst recht, wenn ein offizieller Mahnbescheid vom Amtsgericht kommt.

Kontakt zu Verbraucherdienst


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Montag, 16. Juli 2018

Über AVAS Marketing + Consulting GmbH / Zimmersuche24

Zur Jahresmitte ist Urlaub angesagt. Viele Anbieter von Ferienwohnungen und Gastzimmers bieten aus diesem Grund ihre Räumlichkeiten im Internet an. Das Portal „Zimmersuche24“ der Firma AVAS Marketing + Consulting GmbH stellt ein Internetportal dar, auf dem sich Interessierte eine Übersicht verschaffen können. Die Einträge auf dem Portal sind natürlich nicht kostenlos. Eine Gewerbetreibende, die einen solchen Eintrag testete, berichtet uns über ihre Erfahrungen mit dem Service.

Titel: Über AVAS Marketing + Consulting GmbH / Zimmersuche24

Ferienwohnungssuche durch das Portal Zimmersuche24


„Zimmersuche24, die einfachste Art der Zimmervermittlung“ - das behauptet die Betreiberin AVAS Marketing + Consulting GmbH über ihr Internetportal. Auf Zimmersuche24 ist es für Touristen und Feriengästen möglich, sich über eine Suchanfrage Auskünfte über Unterkünfte einzuholen. Doch wie kommt Zimmersuche24 an die dargestellten Adressen?

Das Angebot der AVAS Marketing + Consulting GmbH


Eine Gewerbetreibende bzw. Vermieterin einer Ferienwohnung konnte uns ihre Erfahrungen mitteilen. Sie führte ein Telefonat mit AVAS Marketing + Consulting GmbH, um einen Eintrag in dem Internetportal „Zimmersuche24“ zu erhalten. Die eingeholten Daten der Gewerbetreibenden wurden im Rahmen eines kostenfreien Testeintrags (mit einer Dauer von zwei Monaten) dargestellt. Dieser Testzugang für Neukunden beinhaltet sogar die Vorzüge einer Premiumpräsentation, die scheinbar Vorteile gegenüber der Standardversion inne hat.

Was steht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen?


Ein Blick in die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gibt Aufschluss über Kündigungs- und Widerrufsfristen. Wird der zunächst kostenfreie Testeintrag nicht schriftlich zwei Wochen vor Ablauf der kostenlosen Bezugsphase gekündigt, folgt ein kostenpflichtiger Eintrag mit einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten.

Die Gewerbetreibende kündigte nicht innerhalb der besagten Frist und erhielt folglich eine Rechnung von der AVAS Marketing + Consulting GmbH. Für einen Premiumeintrag auf Zimmersuche24 (Dauer 12 Monate) werden 284,89 EUR verlangt.

Der Vertrag wurde laut den uns vorliegenden Unterlagen wahrscheinlich über das Telefon abgeschlossen. Die Gewerbetreibende schilderte uns gegenüber schriftlich, dass sie gekündigt hätte, jedoch keine Kündigungsbestätigung erhielt. Die auf dem zugesandten Dokument aufgeführte Widerrufsbelehrung besagt, dass der Vertrag innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen werden kann. Dies besteht jedoch nicht, wenn bei Abschluss des Vertrages eine gewerbliche Tätigkeit ausgeführt wurde – wie das Betreiben einer Ferienunterkunft.

Hilfe bei AVAS Marketing + Consulting GmbH und Zimmersuche24


Haben Sie als Unternehmer oder Vermieter auch einen Anruf durch AVAS Marketing + Consulting GmbH erhalten? Wurde Ihnen ebenfalls ein teurer Premiumeintrag auf Zimmersuche24 in Rechnung gestellt? Gerne können Sie uns für weitere Informationen kontaktieren. Auch für Gewerbetreibende in Österreich und in der Schweiz!

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

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Offerte von AK Media Reklam, Izmir

Ein Gewerbetreibender legte uns eine aktuelle Offerte der Firma AK Media Reklam für einen Anzeigenauftrag vor. Scheinbar versandte diese Firma dieses Dokument via E-Mail und wies im Text darauf hin, dass es eine telefonische Absprache zuvor gegeben haben soll. Wie sollten Gewerbetreibende auf eine solche Mail reagieren?

Titel: Offerte von AK Media Reklam, Izmir

Kein Datenabgleich, sondern Neuauftrag


„Wie telefonisch besprochen im Anhang das Dokument zur Freigabe. Bitte um Bestätigung per e-mail oder per Fax an uns“. Das ist der Text, der in einer uns vorliegenden E-Mail einer Mitarbeiterin der AK Media Reklam zu lesen ist. Dieses Unternehmen hat seinen Sitz in Tuna Mah. Kemalpasa Cad. NO:74/604, 35600 Izmir (Türkei). Im Anhang der Mail ist eine PDF-Datei, die auf dem ersten Blick möglicherweise wie ein Korrekturfax wirkt. Dabei handelt es sich um einen Anzeigenauftrag, ohne das bisher ein Vertragsverhältnis bestehen haben muss. Würde der gewerbetreibende Empfänger der Offerte die PDF ausfüllen und an AK Media Reklam zurücksenden, so würde ein neuer Vertrag abgeschlossen werden.

Hohe Kosten für eine Werbeanzeige im Werbeobjekt „Büroinfo“


Inhalt des Vertrags ist eine Werbeanzeige in einem Druckobjekt mit dem Titel „Bürgerinfo – Versicherungen“. In den Auftragsbedingungen (siehe Bild) sind wichtige Details zum Auftrag zu lesen. So würde ein Anzeigenvertrag eine Laufzeit von zwei Jahren haben und insgesamt vier (!) Ausgaben des Werbeobjekts beinhalten. Sollte der Vertrag nicht drei Monate vor Ende gekündigt werden, so verlängert er sich um ein weiteres Jahr. Anhand dieser Offerte ist es nicht ersichtlich, wo genau die Druckobjekte verteilt werden sollen. Wo genau die Anzeige erscheinen soll, ist nicht ersichtlich. Nur die Auflagenstärke ist bekannt: 1.000 Stück.

Scan: AK Media Reklam, Offerte / Juli 2018
AK Media Reklam, Offerte / Juli 2018


Die Kosten für eine geschaltete Anzeige: ein Anzeigenfeld kostet 359,00 EUR. Hinzu kommt eine Satzpauschale 148,00 EUR, eine Farbpauschale 198,00 EUR und die Versandkosten in Höhe von 25,00 EUR. Hohe Kosten für eine Werbeanzeige in einem Folder, über dessen Verteilung und Werbeerfolg möglicherweise wenig bis keine Informationen vorliegen.

Hilfe bei AK Media Reklam


Sind Sie Unternehmer, Freiberufler oder selbständig und haben eine Nachricht von AK Media Reklam erhalten? Oder haben Sie gar das Dokument ausgefüllt zurückgesandt Gewerbetreibende erhalten bei uns erste Informationen. Nutzen Sie zu diesem Zweck unsere Kontaktmöglichkeiten:

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oder per E-Mail:

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