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Freitag, 14. Juli 2017

James Cook Holidays GmbH: Wie seriös ist diese Firma?

Auf das Unternehmen James Cook Holidays GmbH wurden wir aufmerksam, als uns ein Verbraucher via E-Mail benachrichtigte. Laut seiner Aussage hätte er eine „8-tägige Traumreise für 2 Personen im Werte von 998,00€ nach Zypern gewonnen“. Nun wandte er sich an uns, um zu erfahren, wie seriös die James Cook Holidays GmbH sei.

James Cook Holidays Gmbh

Zusätzliche Kosten bei der James Cook Holidays GmbH


Gewinnbenachrichtigungen für eine mehrtägige Reise, wie zum Beispiel in die Türkei, sind uns bekannt. Die Firma James Cook Holidays GmbH, die vom Namen her möglicherweise gewollt an das bekannte Reiseunternehmen „Thomas Cook Touristik GmbH“ erinnert, soll laut unseren Recherchen bereits vor einigen Jahren aktiv gewesen sein. Aktuell ist die Firma aus Bremen unter der Webseite „james-cook.reisen“ auffindbar. Dort erläutert der (laut eigener Aussage) „Spezialist für Flug Reisen“ sein Angebot. Unter anderem ist dort eine Reise nach Zypern gelistet, eine 8-tägige Reise ab 499,00 EUR.

Unter den Allgemeinen Geschäftsbedingungen finden sich erwartungsgemäß allerhand Informationen rund um die Reisen der James Cook Holidays GmbH. Besonderes Augenmerk widmeten wir jedoch dem Punkt „Bezahlung“. Dort ist von etwaigen Zusatzkosten bei Flugreisen die Rede, die „vor dem Reisebeginn direkt an Veranstalter und Ort zu entrichten“ sind. Darunter fallen ein Kerosinzuschlag und eine sogenannte „Flughafensicherheitsgebühr“.

Gewinnzusagen dürfen nichts kosten


Kann man in so einem Fall noch von einem Gewinn die Rede sein, wenn bei Reiseantritt zusätzliche Kosten entstehen? Zu dieser Frage gibt es ein noch nicht rechtswirksames Urteil, welches erst kürzlich von der IHK Dresden in einem Artikel mit dem Titel „Vorsicht bei Gewinnmitteilungen oder Gratisreisen“ erläutert wird.

Das LG Bremen, Urteil vom 22.02.2017, Az.: 12 O 203/16 (noch nicht rechtskräftig), entschied: „Gem. Nr. 17 des Anhangs zu § 3 III UWG darf eine Gewinnzusage keinesfalls mit weiteren Kosten verbunden sein, wenn die Möglichkeit, den Preis zu erlangen, von der Zahlung eines Geldbetrages oder der Übernahme von Kosten abhängig gemacht werden. Bei der Formulierung von Werbeschreiben bzw. Gewinnzusagen ist daher unbedingt große Vorsicht anzuwenden, denn bei einer eventuellen gerichtlichen Überprüfung kommt es nicht darauf an, wie der Unternehmer eine Aussage gemeint hat, sondern darauf, wie ein durchschnittlicher Adressat der Werbung/Anschreiben diese verstehen durfte.“

Fazit zu den Gewinnbenachrichtigung durch James Cook Holidays GmbH


Haben Sie eine Gewinnbenachrichtigung für eine 8-tägige Reise nach Zypern oder in die Türkei erhalten? In so einem Fall sollten Sie vor der Urlaubsplanung unbedingt die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Veranstalters genau durchlesen. Sofern zusätzliche Kosten auf Sie zukommen könnten, wie zum Beispiel ein zu entrichtender Kerosinzuschlag, müssen Sie selbst entscheiden, ob das für Sie in Frage kommt.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie Erfahrungen mit James Cook Holidays GmbH sammeln dürfen? Sind Sie die Reise angetreten und können Informationen zu dem Thema beisteuern? Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unter dieser Telefonnummer:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Mittwoch, 12. Juli 2017

Firmenverzeichnis Service SRL: Per Fax zum teuren Branchenbucheintrag

Unternehmen, Freiberufler und Selbständige sind das Ziel zahlreicher Branchenverzeichnisse, über die wir im Rahmen unseres Blogs bereits berichten konnten. Aktuell liegt uns eine Offerte der Firmenverzeichnis Service SRL vor, die einen kostenpflichtigen Firmeneintrag anbietet. Haben Sie als Gewerbetreibender auch Kontakt zu dieser Firma gehabt? Hier erfahren Sie alles, was Sie dazu wissen sollten.

Firmenverzeichnis Service SRL: Per Fax zum teuren Branchenbucheintrag

„Firmenverzeichnis Baden-Württemberg“ – Firmeneintrag via Fax


Ein Unternehmer leitete eine Offerte an uns weiter, die auf den ersten Blick wie ein „Korrektur-Fax“ wirken könnte. Versandt wurde es durch das Unternehmen Firmenverzeichnis Service SRL. Das Formular ist übertitelt mit „Ihr Firmeneintrag“ und weist dem Empfänger im folgenden Text darauf hin, die „untenstehenden Angaben auf ihre Richtigkeit“ zu korrigieren oder zu ergänzen.

Was jedoch möglicherweise erst auf dem zweiten Blick deutlich wird: im Kleingedruckten wird deutlich, dass mit der Rücksendung des Faxes ein neuer Vertrag abgeschlossen wird. Das bedeutet, dass hier keine Firmendaten „aktualisiert“ bzw. „korrigiert“ werden, sondern bei Rücksendung ein neues Vertragsverhältnis zur Firmenverzeichnis Service SRL beschlossen wird.

Firmenverzeichnis Service SRL Formular | 08.07.2017
Firmenverzeichnis Service SRL Formular | 08.07.2017

Hohe Kosten für einen Firmeneintrag


Sollte der Auftrag zurückgefaxt werden (eine Faxnummer ist angegeben, siehe Bild), wird ein „Grundeintrag“ geschaltet. Dieser beinhaltet unter anderem Kontaktdaten sowie Bilder und wird auf der Website „www.firmenverzeichnis-online.de“ veröffentlicht. Laut den Allgemeinen Geschäftsbedingungen hat der Vertrag für einen Firmeneintrag eine Laufzeit von mindestens zwei Jahren. Diese verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, sofern nicht drei Monate vor Vertragslaufzeitende gekündigt wurde.

Ein Grundeintrag werden monatlich 66,00 EUR fällig. Das macht für die gesamte Vertragsdauer eine Summe von 1584,00 EUR.

Wer sich die Mühe macht, die angegebene Webseite zu besuchen, wird feststellen, dass dort sogar ein kostenloser Eintrag angeboten wird. Bei einem solchen kostenfreien Eintrag muss auf „Optimale Platzierung in der Suchtrefferliste“ sowie „Regelmäßige Platzierung auf der Startseite“ verzichten. Sprich die Gründe, die einen Firmeneintrag in einem Branchenbuch lohnenswert machen.

Rechnung aus Frankfurt am Main?


Zusätzlich liegt uns eine Rechnung von Firmenverzeichnis Service SRL vor - für ein Jahr "Grundeintrag". Dieser muss laut dem Kleingedruckten nach Unterschrift und Rücksendung des Formulars im Voraus bezahlt werden. Als Absender ist auf der Rechnung eine Adresse in Frankfurt am Main angegeben. Möglicherweise wurde dort ein Logistikunternehmen beauftragt, um anfallende Post zu verwalten.

Rechnung von Firmenverzeichnis Service SRL | 05.07.2017
Rechnung von Firmenverzeichnis Service SRL | 05.07.2017

Hilfe bei Branchenverzeichnissen wie Firmenverzeichnis Service SRL


Sind Sie unternehmerisch, selbständig oder freiberuflich tätig und wurden durch Firmenverzeichnis Service SRL kontaktiert? Haben Sie gar das Fax zurückgesandt?
Die Firmenverzeichnis Service SRL hat laut ihrem Impressum in Bukarest, auch die angegebene Fax-Vorwahl hat eine rumänische Länderkennung.

Als Gewerbetreibender haben Sie kein Recht auf Widerruf. Unter Umständen ergibt sich jedoch die Möglichkeit einer Anfechtung. Darüber informieren wir Betroffene gerne unter den folgenden Kontaktmöglichkeiten:

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Freitag, 7. Juli 2017

Ararat Company GmbH: Gerichtsbeschluss durch „Anwältin Gabi Schütter“

„Ihr Konto wird in Kürze gesperrt“ - so droht eine „Anwältin Gabi Schütter“ in einem Schreiben, welches uns dank einer Verbraucherin vorliegt. Insgesamt aus zwei Seiten bestehend, sind die einzelnen Seiten jeweils mit „Gerichtsbeschluss“ und „Zahlungsbefehl“ überschrieben. Haben Sie auch so ein Schreiben im Briefkasten gefunden? Hier erfahren Sie mehr.

Ararat Company GmbH: Gerichtsbeschluss durch „Anwältin Gabi Schütter“

Als Gerichtsbeschluss betitelte Zahlungsaufforderung – Betrug?


Auf der Gartenfelder Straße in Berlin, nicht unweit von einer Schuldnerberatung, soll die Absenderin „Anwältin Gabi Schütter“ ihre Anschrift haben. Sie fordert in einem mit „Gerichtsbeschluss“ betitelten Brief, dass der Empfänger „trotz zahlreicher Mahnungen“ seine „Zahlungsbereitschaft nicht unter Beweis gestellt“ hat.

Um diese offene Forderung zu begleichen, fordert sie nun die Zahlung von insgesamt 249,36 EUR. Um der Dringlichkeit Nachdruck zu verleihen, droht Schütter mit einer „Vorpfändung bei Ihrer Bank/Sparkasse“. Dem Empfänger des Schreibens soll scheinbar der Ernst der Lage bewusst werden, indem es heißt: „Das Formular ist bereits vorbereitet! Ihr Konto wird in Kürze gesperrt!“

Keinerlei Angaben über den Gläubiger


Es ist anhand des vorliegenden Schreibens nicht erkennbar, wer der Gläubiger dieser Forderung sein soll. Liegt ein Titel vor? Was soll Vertragsgegenstand sein? Wie lange dauert die Zahlungsfrist? Gibt es eine Aufstellung der Mahn- und Inkassokosten?

Diese Fragen bleiben offen. Möglicherweise lassen sich diese Punkte klären, indem man die angegebene Telefonnummer kontaktiert, welche neben der Adresse als einzige Kontaktmöglichkeit angegeben ist.

"Gerichtsbeschluss" - Anwältin Gabi Schütter | 28.06.2017
"Gerichtsbeschluss" - Anwältin Gabi Schütter | 28.06.2017



Zweite Seite: „Zahlungsbefehl“


Dem Schreiben ist eine zweite Seite mit angehängt, die mit „Zahlungsbefehl“ überschrieben ist. Dort ist zu erkennen, wie sich die Forderung in Höhe von 249,36 EUR zusammensetzt. Auch auf dieser Seite sind zahlreiche Schreib- bzw. Tippfehler zu finden, die man auf einem seriösen Schreiben nicht erwarten würde.

Im unteren Bereich der Seite ist ein vorausgefüllter Zahlschein für eine SEPA-Überweisung zu finden. Der Betrag soll demzufolge auf ein belgisches Konto überwiesen werden, der Zahlungsempfänger lautet „Ararat Company GmbH“.

"Zahlungsbefehl" - Ararat Company GmbH | 08.06.2017
"Zahlungsbefehl" - Ararat Company GmbH | 08.06.2017


Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Auch wenn diese Forderung wichtige Informationen vermissen und Fragen offen lässt: ignorieren Sie keine dennoch nie Zahlungsaufforderungen. Selbst wenn in Internetforen häufig von „falschen Inkassos“ und dergleichen die Rede ist: eine Forderung sollte man stets prüfen.

Haben Sie eine Forderung von Anwältin Gabi Schütter bzw. Ararat Company GmbH erhalten? Verbraucherdienst e.V. gibt erste allgemeine Informationen unter den angegebene Kontaktmöglichkeiten.

Telefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

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Mittwoch, 5. Juli 2017

Neuer Anzeigenauftrag/Offerte durch Trend Media Ltd.

Bereits 2015 berichteten wir über schriftliche Offerten der Trend Media Ltd. aus Larnaca, Zypern. Die Masche hat sich im Laufe der Zeit nicht geändert: Gewerbetreibende laufen bei Rücksendung der Offerte Gefahr, einen kostspieligen Anzeigenauftrag abzuschließen. Da die Trend Media Ltd. scheinbar weiterhin aktiv ist, aktualisieren wir unseren Erfahrungsbericht.

Neuer Anzeigenauftrag/Offerte durch Trend Media Ltd.

Warnung vor Offerte durch die Trend Media Ltd.


Ein Gewerbetreibender leitete ein aktuelles Fax der Trend Media Ltd. an uns weiter. Wie beschrieben, ist uns das Unternehmen aus Larnaca, Zypern bereits seit einiger Zeit bekannt. So wurde auch hier ein Anzeigenauftrag (oder Offerte) an den Gewerbetreibenden weitergeleitet, um einen Vertrag um insgesamt vier Anzeigen abzuschließen.

Auf dem Faxformular ist der Hinweis gedruckt: „wie telefonisch besprochen, läuft automatisch aus“. Dies ist auch tatsächlich geschehen, wie uns der betroffene Gewerbetreibende mitteilte. Er schreibt uns:

„(…) Hiermit schicke ich Ihnen nur zur Info wieder eine dubiose Faxfirma. Habe einen Anruf erhalten und es ging um die Verlängerung eines bestehenden Werbevertrags. Um diesen aber endgültig zu kündigen soll man dieses Fax (siehe Bild, Anmerkung der Redaktion) unterzeichnen und zurückschicken.“

Dem Unternehmer wurden an dieser Stelle durch den Mitarbeiter der Trend Media Ltd. möglicherweise absichtlich falsche Gegebenheiten genannt. Sollte er das Fax unterschrieben zurücksenden, geht er einen Neuvertrag ein – wie es in dem Kleingedruckten auf dem Formular zu lesen ist.

Anzeigenauftrag als Fax von der Trend Media Ltd. | 03.07.2017
Anzeigenauftrag als Fax von der Trend Media Ltd. | 03.07.2017


Gewerbetreibende haben kein Recht auf Widerruf


Ein Vertrag mit der Trend Media Ltd. wird teuer. Man erhält für insgesamt 705,50 EUR vier Anzeigen in einem „Informationsfolder“. Wie diese Anzeigen aussehen sollen und wo diese überhaupt verteilt werden bleibt ungeklärt. Der Vertragspartner erhält kein Ansichtsexemplar.

Da ein Anzeigenauftrag der Trend Media Ltd. insgesamt vier Anzeigen umfasst, würde ein Gewerbetreibender insgesamt vier Mal die genannte Summe berappen müssen. Das macht 2.822,00 EUR – ein hoher Preis für eine nie gesehene Anzeige.

Wichtig für Gewerbetreibende ist zu wissen, dass sie kein Recht auf Widerruf besitzen. Somit sind sie zur Zahlung verpflichtet, sobald sie das Fax der Trend Media Ltd. ausgefüllt zurücksenden.

Hilfe für betroffene Gewerbetreibende


Aufträge dieser Art sind angreifbar. Wenn man das Fax der Trend Media Ltd. zurückgeschickt hat und in Folge eine Rechnung erhält, ist es ratsam, sich schnellstmöglich mit der Angelegenheit zu befassen, um weitere Kosten zu vermeiden. Gerne können Sie uns ansprechen unter folgenden Kontaktmöglichkeiten:

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

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Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

FID Inkasso GmbH fordert für OVM GmbH

In Nürnberg hat die FID Inkasso GmbH ihren Sitz, der „Fränkische Inkassodienst“. Uns liegt eine aktuelle Zahlungsaufforderung gegen eine Verbraucherin vor. Laut des Schreibens ist noch eine Forderung offen - knapp mehr als 400 EUR. Hier erfahren Betroffene, wie sie in solchen Situationen reagieren sollten.


FID Inkasso GmbH ist im Rechtsdienstleistungsregister eingetragen


Der Verbraucherdienst berichtete in diesem Blog bereits mehrfach über das Geschäftsgebaren der OVM Online Vertrieb Marketing GmbH. Dieses Unternehmen bietet online sogenannte „Finanz Management Pakete“ an, die für Kunden kostspielig werden können. So kann das Angebot der OVM GmbH mehr als 350,00 EUR kosten – bei einer Laufzeit von 24 Monaten.

Nun haben laut unserer Erfahrung Verbraucher unwissentlich einen Vertrag für das genannte Paket abgeschlossen, obwohl diese einen Weg aus einem möglichen Schuldenproblem suchten. So steht auf der Homepage der OVM GmbH: „Finanzen in den Griff bekommen - Raus auf dem finanziellen Durcheinander mit unserem Finanz Management Paket - 14 Tage gratis testen“.

Leider ist dies mit weiteren Kosten verbunden, da der Vertrag über die 14 Tage hinaus geht. Sollte die Forderung bzw. die Monatsraten nicht überweisen werden, kümmert sich ein Inkassobüro um die Eintreibung des Geldes. In diesem Fall die FID Inkasso GmbH, der Fränkische Inkassodienst aus Nürnberg. Dieses Inkassounternehmen ist im Rechtsdienstleistungsregister eingetragen und ist demzufolge dazu berechtigt, Inkassodienstleistungen anzubieten.

Inkassoforderung für die OVM GmbH


In der uns vorliegende Zahlungsaufforderung der FID Inkasso GmbH wird die Zahlung der „längst überfälligen Forderung“ verlangt. Zur Beseitigung der Schulden werden sieben Tage eingeräumt. Das Inkassobüro weist darauf hin, dass zur Vermeidung größerer Unannehmlichkeiten und weiterer Kosten dies die letzte Möglichkeit darstellt, die Forderung einvernehmlich zu begleichen.

Die Gesamtforderung hat eine Höhe von 401,00 EUR. Der Betrag setzt sich aus unter anderem aus Schadenersatz und Inkassokosten zusammen. Des Weiteren ist ein Formular mit der Überschrift „Rückantwort“ beigelegt. Mit Ausfüllen und Rücksenden dieses Schriftstücks erkennt man die Forderung an und fragt eine Ratenzahlung an.

FID Inkasso GmbH Zahlungsaufforderung | 20.06.2017
FID Inkasso GmbH Zahlungsaufforderung | 20.06.2017



Inkassoforderungen der FID Inkasso GmbH ernst nehmen!


Lassen Sie sich nicht einschüchtern, aber ignorieren Sie keine Zahlungsaufforderungen. Selbst wenn in Internetforen häufig von „falschen Inkassos“ und dergleichen die Rede ist: eine Forderung sollte man stets prüfen. Haben Sie eventuell eine Ware erhalten oder eine Dienstleistung in Anspruch genommen, welche Sie nicht bezahlt haben? Oder haben Sie ganz einfach nur unbedarft Ihre Anschrift angegeben, weshalb die Mahnung vom Inkasso Unternehmen möglicherweise nicht berechtigt ist?

Haben Sie eine Forderung von FID Inkasso GmbH für die OVM GmbH erhalten? Verbraucherdienst e.V. hilft Betroffenen und gibt erste allgemeine Informationen unter den angegebene Kontaktmöglichkeiten.

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Mittwoch, 28. Juni 2017

Goldaktie | Gold SE | Vorwurf Betrug

Verbraucherdienst e.V. berichtete bereits ausführlich über die Anlagemodelle im Zusammenhang mit der „Gold Aktie“. Mittlerweile wird der Vorstandvorsitzende, Herr Eckard Schulz als alleinvertretungsberechtigter Vorstand der Gold International SE durch die Staatsanwaltschaft unter dem Aktenzeichen 121 JS720/13 beschuldigt, Betrug in einem besonders schweren Fall begangen zu haben.

Goldaktie  Gold SE  Vorwurf Betrug

Vorwurf des Betruges gegen den Vorstand Eckard Schulz


Herrn Eckhard Schulz wird vorgeworfen: "In der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt zu haben, dass er durch Vorspiegelung falscher Tatsachen und Entstellung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregte, wobei er gewerbsmäßig und in der Absicht handelte, durch fortgesetzte Begehung von Betrug eine große Anzahl von Menschen in die Gefahr des Verlustes von Vermögenswerten zu bringen."

Er habe zugelassen, dass Mitarbeiter eines Callcenters unaufgefordert telefonisch Privatpersonen kontaktiert hätten, um diesen „Spar-und Reservierungspläne“ anzubieten.
Die Reservierungspläne wären bereits auf den Verkauf von Aktien angelegt. Diese Vertriebsart soll gewählt worden sein, um die die notwendige Wertpapierprospektpflicht, die der Billigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistung bedarf, zu umgehen.

"Informationsmaterial" von der Gold SE


Die Unterlagen, die durch die Gold International SE versandt worden sind, wiesen Gewinnmöglichkeiten von 5000% -200.000% aus. Durch die Anrufer würden den Privatpersonen die Übersendung von Informationsmaterial der Gold International SE zugesagt. Doch dieses „Informationsmaterial“ wurde mittels Post ID Verfahren übermittelt. Dazu mussten die Personen bei einem Briefträger eine Unterschrift leisten.

Entgegen den Vorstellungen und dem Willen der Betroffenen sei durch die Nutzung des Post-Ident- Formulars eine Erklärung über die Reservierungen von Aktien abgegeben worden.
Doch die Empfängern seien durch die Anrufer nicht darüber informiert worden, dass sie mit der Unterschrift im Post-Ident-Verfahren einen verbindlichen Vertrag eingehen würden.
So kam es dazu, dass zahlreiche Personen erst nach weiteren Mahnungen durch die Gold International SE sich dem Druck beugten und Zahlungen leisteten. Weiterhin soll Privatpersonen nicht existierende Lottogewinne mitgeteilt worden sein, deren Auszahlung in Form von Anteilen an die Gold International SE erfolgen sollte, um so die Übermittlung von Informationsumschlägen zu veranlassen.

Die gegen den Willen der Geschädigten vorgenommen Reservierungen sollen für die Betroffenen keinerlei wirtschaftlichen Wert haben.
Bislang ist es zu einer Eröffnung des Hauptverfahrens vor einem Strafgericht noch nicht gekommen.


Weitere Fragen in Zusammenhang mit den Anbietern der Goldaktie


Verbraucherdienst e.V stellt sich die Frage, ob die Staatsanwaltschaft Dortmund überhaupt weiß, dass die Gold International SE auch sogenannte patriarchische Darlehen mittels ungefragter Anrufe an Privatpersonen angeboten hat und ebenfalls dort nicht existierende Lottogewinne mitgeteilt worden sind, um die Unterlagen übermitteln zu können und weiterhin Geld unter dem Motto „Reich werden durch Ideen“ eingesammelt worden ist.

Seit 2014 hat die BaFin das öffentliche Angebot von Aktien der Gold International untersagt.
Haben sie auch Erfahrungen mit der Gold Aktie bzw. Gold International SE machen müssen? Wir bieten Betroffenen erste allgemeine Informationen. Erste Informationen finden Sie auf unserer Seite zur Gold SE.

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Mittwoch, 14. Juni 2017

Schreiben von TEMABO BVBA Forderungsmanagement erhalten?

Aktuell liegt uns ein Schreiben mit dem Betreff „Mahnung und Kündigungsbestätigung beleg.“ von dem Absender TEMABO BVBA Forderungsmanagement vor. So wird schriftlich bekannt gegeben, dass scheinbar ein offener Betrag für eine Mitgliedschaft bei einer sogenannten „Gewinnspielzentrale“ noch offen wäre.

Beitragsbild: TEMABO BVBA Forderungsmanagement Schreiben erhalten?

TEMABO BVBA: Knapp 200 EUR für ein Gewinnspiel


In Duisburg soll ein Unternehmen mit dem Namen TEMABO BVBA Forderungsmanagement ihren Sitz haben. So erhielt ein Verbraucher eine Mahnung und gleichzeitig Kündigungsbestätigung, die auch als Beleg beigefügt war. Das TEMABO BVBA Forderungsmanagement gibt dem Empfänger gegenüber an, dass durch eine „Mitgliedschaft bei der Gewinnspielzentrale“ noch offene Beträge bestehen würden.

Weiter heißt es: „Sollte die Zahlung von Ihrer Seite aus gewährleistet sein, werden Sie automatisch aus allen Gewinnspielunternehmen gekündigt und Sie werden des Weiteren keine Inkasso-Briefe mehr erhalten“. Dieses Zitat aus dem Schreiben strotzt im Original nur so von Schreibfehlern, wie Sie anhand des eingescannten Formulars erkennen können.

Scan: TEMABO BVBA Rechnung | 25.05.2017
TEMABO BVBA Forderungsmanagement
Rechnung | 25.05.2017
Scan: TEMABO BVBA Forderungsmanagement Kündigungsbestätigung | 25.05.2017
TEMABO BVBA Forderungsmanagement
Kündigungsbestätigung | 25.05.2017



Drohung mit Vorpfändung


Insgesamt verlangt TEMABO BVBA Forderungsmanagement die Zahlung eines Betrags in Höhe von 196,36 EUR. Da der angeschriebene Verbraucher laut des vorliegenden Schreibens eine „anhaltende Zahlungsverweigerung“ betreibt, sieht TEMABO BVBA „keine andere Möglichkeit“ als eine Vorpfändung in die Wege zu leiten. Um die Drohung dingfest zu machen, wird verkündet: „Das Formular ist bereits vorbereitet!

Um zu verhindern, „dass Ihr Konto in Kürze gesperrt sein wird“ muss der genannte Betrag (196,36 EUR) sofort an die TEMABO BVBA Forderungsmanagement überwiesen werden. Zu diesem Zweck hat die Duisburger Firma einen Überweisungsträger (neben der Kündigungsbestätigung) beigelegt. Die Überweisung soll auf ein Konto in Belgien erfolgen.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch ein Schreiben von der TEMABO BVBA Forderungsmanagement erhalten? Laut des derzeitigen Stands handelt es sich bei dem Unternehmen um kein eingetragenes Rechtsdienstleistungsunternehmen (Stand 13.06.2017, geprüft mit dem Rechtsdienstleistungsregister). Ob die Forderung an sich seriös ist, könnte aufgrund des Schreibens angezweifelt werden. So wird zwar eine Kündigungsbestätigung mitgeschickt, aber mit keinem Wort der Gläubiger erwähnt. Dennoch sollten Sie eine eingehende Mahnung oder Forderung nicht als „Fake“ oder „Spam“ abtun, sondern solche Schreiben stets auf Echtheit prüfen.

Haben Sie noch Fragen zur TEMABO BVBA Forderungsmanagement? Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

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Mittwoch, 7. Juni 2017

MVG Medien Verlagsservice GmbH – Hohe Rechnung aus Weinsheim

Ein Gewerbetreibender leitete ein Schreiben der MVG Medien Verlagsservice GmbH an uns weiter, um darüber zu berichten. Die in Weinsheim ansässige Firma fordert einen hohen Betrag von mehr als 1.000 EUR. Bei unserer Recherche im Netz ergaben sich mehr Fragen als Antworten.

Titelbild: MVG Medien Verlagsservice GmbH

Wer ist die MVG Medien-Verlagsservice GmbH?


Die MVG Medien-Verlagsservice GmbH (auch MVG-mbH) hat ihren Firmensitz in Weinsheim, einer Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz. Über diverse Firmen in diesem Landkreis haben wir bereits häufiger berichten können, meist handelte es sich dabei um Werbefirmen.

Die „Abteilung Mahnwesen“ der MVG Medien-Verlagsservice GmbH versandt nun ein Schreiben an einen Gewerbetreibenden, welches den Betreff „1. Mahnung zur Rechnung“ hat. Im Text heißt es, dass eine noch offene Rechnung zu zahlen sei – ein Betrag in Höhe von 1.195,24 EUR. Zahlbar ist der Betrag innerhalb von 14 Tagen.

Scan: MVG Medien Verlagsservice GmbH | Rechnung vom 17.05.2017
MVG Medien Verlagsservice GmbH | Rechnung vom 17.05.2017

Anzeige via Fax?


Auf der Rechnung (siehe Darstellung) ist keinerlei Dienstleistung oder Auftrag genannt, der noch zu zahlen wäre. Bei unserer Recherche im Internet bezüglich der MVG Medien-Verlagsservice GmbH stießen wir auf diverse Berichte über das Unternehmen. So wird berichtet, dass eine Telefonakquise erfolgen soll, um Kunden (Gewerbetreibende, Freiberufler) zu generieren. Ziel der Telefonate soll sein, den Kunden eine Anzeige in einer Veröffentlichung innerhalb des Landkreises schmackhaft zu machen. Um den Auftrag abzuschließen, sollen die Gewerbetreibenden ein Fax erhalten, welches an die MVG Medien-Verlagsservice GmbH zurückgesandt werden kann.

Hilfe für Betroffene


Unser Verein ist bereits seit Jahren für Verbraucher und Gewerbetreibende tätig, welche in Kosten- und Vertragsfallen getappt sind. Bislang haben wir dank unserer Tätigkeit viele Mitglieder vor hohen Kosten bewahren können. Bei Interesse können wir auch Ihnen weiterhelfen, wenn Sie einen Vertrag mit der MVG Medien-Verlagsservice GmbH abgeschlossen haben.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch eine Rechnung von der MVG Medien-Verlagsservice GmbH erhalten? Sie sollten unbedingt reagieren und die Rechnung nicht ignorieren. Falls Sie als Betroffener weitere Informationen zu den Schreiben der Firma bieten können, würden wir uns über Ihre Rückmeldung freuen.

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Dienstag, 6. Juni 2017

IWS Interactive Webmarketing Service UG – branchenregional24

Haben Sie ein Formular von der Firma IWS Interactive Webmarketing Service UG erhalten? Diese Schreiben mit der Überschrift „Branchenbucheintrag“ sollen derzeit an Unternehmer und Freiberufler verschickt werden, um kostspielige Verträge abzuschließen. Nach Vertragsabschluss soll ein Firmeneintrag auf dem Firmenverzeichnis „branchenregional24“ erscheinen. Hier erfahren Sie, wie reagiert werden kann.

Beitragsbild: IWS Interactive Webmarketing Service UG – branchenregional24

IWS Interactive Webmarketing Service UG aus Freising betreibt ein Branchenbuch


Sollten Sie Gewerbetreibender sein, könnten Sie ein Formular erhalten von der IWS Interactive Webmarketing Service UG erhalten. Dieses Schreiben ist teilweise vorab ausgefüllt worden und stellt die Kontaktdaten des Unternehmers dar, um möglicherweise ein bestehendes Geschäftsverhältnis vorzuweisen.

Es sollen jedoch noch Angaben ergänzt werden. So ist zu lesen: „Bitte ergänzen sie Branche, Telefon und Faxnummer!“ Empfänger sollten jedoch beachten, dass es sich hierbei nicht um eine Ergänzung vorhandener Daten handelt, sondern dass man einen nigelnagelneuen Vertrag mit der IWS Interactive Webmarketing Service UG abschließt – und zwar für einen Eintrag in dem Branchenbuch Branchenregional24 für einen sogenannten „Standard Business Eintrag“.

Branchenregional24: Was kostet ein solcher Eintrag?


Das Kleingedruckte verrät, was bei Rücksendung bzw. Vertragsabschluss auf den Gewerbetreibenden an Kosten zukommt. Bei einer Vertragslaufzeit von insgesamt 24 Monaten soll ein Standard Business Eintrag mehr als 2.000 EUR kosten.

Normalerweise werden solchen Branchenbucheinträge von Unternehmern und Freiberuflern getätigt, um die Positionen im Internet zu verbessern. Ein gutes Ranking in den populären Suchmaschinen können sich durchaus lohnen, doch ist die Frage berechtigt, ob das Branchenbuch Branchenregional24 von IWS Interactive Webmarketing Service UG die Leistung der beispielsweise viel genutzten „Gelben Seiten“ verspricht.

Was müssen Gewerbetreibende beachten, die das Formular zurückschickten?


Gewerbetreibende haben keinen Anspruch auf Widerruf, wenn sie das Formular an die IWS Interactive Webmarketing Service UG zurückschickten. Dennoch sollten sich Betroffene zur Wehr setzen, da gibt es durchaus Möglichkeiten. Sie sollten in jedem Fall reagieren und nicht etwaige Forderungen ignorieren. In den AGB des Branchenbuchs Branchenregional24 ist zu lesen: „Der Auftraggeber erklärt sich ausdrücklich damit einverstanden, dass IWS Interactive Webmarketing Service UG berechtigt ist, bestehende Verträge an Dritte zu veräußern.“ Dies bedeutet, dass selbst im Falle einer Firmenauflösung der Vertrag bestehen bleiben kann.

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Haben Sie auch eine Formular oder gar eine Forderung von der IWS Interactive Webmarketing Service UG erhalten? Gewerbetreibende, die einen Vertrag mit dem Unternehmen abgeschlossen haben, können folgende Kontaktmöglichkeiten nutzen:

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
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oder per E-Mail:
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Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
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Freitag, 2. Juni 2017

RP Marketing UG | Mit „Deutscher Städteverlag“ auf Kundenfang

Der Nutzen eines Branchenbucheintrags für Unternehmer, Freiberufler und Selbständige ist umstritten. Während führende Branchenbücher wie „Gelbe Seiten“ und „Yelp“ für Gewerbetreiben durchaus sinnvoll sein können, müssen sich andere Portale erst beweisen. Dazu zählt auch die Präsenz „Deutscher Städteverlag“ (www.deutscherstaedteverlag.de), welche von der Firma RP Marketing UG betrieben wird.

RP Marketing UG

Was bietet die Branchenbuch-Plattform „Deutscher Städteverlag“ an?


Auf der Startseite von „Deutscher Städteverlag“ wird erklärt, dass mit Hilfe der „modernen Plattform“ Verbrauchern ermöglicht wird, bessere Kaufentscheidungen zu treffen. Zu diesem Zweck wurde dieses Branchenverzeichnis von RP Marketing UG ins Leben gerufen. Ein Katalog, der zu unterschiedlichen Branchen und Städten Firmen und Anbieter darstellen kann.

Wie kann man sich auf dieser Plattform eintragen? Im Gegenzug zu den bekannten Branchenbücher sind auf der Seite von „Deutscher Städteverlag“ keinerlei Informationen zur Anmeldung eines Unternehmens zu sehen (Stand 23.05.2017). Einzig und allein ein kleines „Plus“ am oberen Bildschirmrand bietet die Möglichkeit einer Anmeldung, ohne jedoch mögliche Preise für einen Eintrag zu nennen.

Wie kommt ein Vertrag mit RP Markting UG zustande?


Mehr erfährt der interessierte Gewerbetreibende unter den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, AGB (www.deutscherstaedteverlag.de/seite/agb/). Dort ist zu erfahren, dass ein Basiseintrag kostenlos ist. Aber es gibt auch kostenpflichtige Einträge! Diese entstehen scheinbar telefonisch. Dort heißt es:
„Ein kostenpflichtiger Eintrag in das Firmenverzeichnis kommt erst zustande, nachdem der Kunde in einem zweiten Telefonat gegenüber eine(m/r) Mitarbeiter(in) der RP Marketing UG (haftungsbeschränkt) den von ihm gewünschten Vertragsabschluss bestätigt.“

Gewerbetreibende haben kein Recht auf Widerruf. Sollte demzufolge telefonisch ein Vertrag durch ein simples „Ja“ in einem der beiden Telefonate geschlossen werden, könnte es teuer werden.

Hohe Kosten für einen Eintrag


Ein solcher Eintrag auf dem Portal „Deutscher Städteverlag“ kann für Unternehmer und Dienstleistende kostspielig werden. Mit einer Laufzeit von 12 Monaten kann es durchaus zu einer Rechnung über 800 EUR kommen.
Der Nutzen für Gewerbetreibende, die einen solchen Eintrag in Auftrag geben, soll ja eine gesteigerte Reichweite des eigenen Unternehmens bezwecken. Ob ein Eintrag bei „Deutscher Städteverlag“ von der RP Marketing UG das gewünschte Ergebnis erzielt, darf durchaus bezweifelt werden. „Ein kostenpflichtiges Online-Verzeichnis, das nicht bei Google, Bing und Ask unter den ersten fünf Suchtreffern platziert ist, ist wertlos und erfüllt den Tatbestand der Sittenwidrigkeit.“ Die entschied das Landgericht Wuppertal (Aktenzeichen 9 S 40/14). Quelle: https://www.golem.de/news/branchenbuch-was-google-und-bing-nicht-anzeigen-ist-wertlos-1503-112757.html

Dies ist bei diesem Portal gegenwärtig nicht der Fall. Ob ein Eintrag den hohen Preis gerecht wird, soll jeder für sich selbst entscheiden.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie eine Rechnung von der RP Marketing UG bzw. von „Deutscher Städteverlag“ erhalten? Wir bieten Betroffenen weitere Informationen. Nehmen Sie Kontakt auf:

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
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oder per E-Mail:
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Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH – Anzeigenauftrag erhalten?

Der KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH soll Anzeigenaufträge an Selbständige, Freiberufliche und Unternehmer vermitteln, um Verträge über kostspielige Anzeigen abzuschließen. Sind Sie Gewerbetreibender und haben so einen Auftrag erhalten? Hier erfahren Sie, wie Sie reagieren können.

KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH

Wer ist die KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH?


Die KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH hat ihren Sitz in Eschborn, Hessen. Das Geschäftsmodell des Unternehmens: Anzeigenaufträge mit Gewerbetreibenden abschließen. Details der Firmenphilosophie konnten auf der Homepage des Unternehmens (http://www.kks-verlag.de/) zum derzeitigen Zeitpunkt (02.06.2017) nicht festgestellt werden. Viel mehr ist dort ein Hinweis zu lesen, dass die KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH ein „neues Verlagskonzept“ mit „neuen Produkten“ und „noch mehr Leistungen“ entwickelt.

Screenshot ♦ http://www.kks-verlag.de/ ♦ 02.06.2017
Screenshot ♦ http://www.kks-verlag.de/ ♦ 02.06.2017


Unter der Adresse in Eschborn ist ein Business-Center zu finden, in dem man virtuelle Büros mieten kann. Dafür ist auf der Webseite eine Telefonnummer angegeben, falls man sich über das Unternehmen informieren möchte, mit dem ein Vertrag geschlossen werden soll.

Worauf Gewerbetreibende achten sollten


Verbraucherdienst e.V. hat Erfahrung mit Firmen, die sogenannte „Anzeigenverträge“ an den Mann bringen wollen. Auch bei dem Formular von der KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH handelt es sich um keine bestehende Geschäftsbeziehung, die man als Gewerbetreibender mit dem Unternehmen pflegte. Stattdessen würde ein Ausfüllen und Zurücksenden dieses Auftrags ein neues Geschäft abschließen – es handelt sich bei dem Formular um eine Offerte.

Gewerbetreibende haben keinen Anspruch auf Widerruf, sondern nur die Möglichkeit, diesen abgeschlossenen Vertrag anzufechten. Verbraucherdienst e.V. kann Sie dabei unterstützen. Dazu erfahren Sie mehr im Anschluss.

Hohe Kosten durch den Anzeigenauftrag


Sollten Sie das Formular der KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH ausgefüllt zurücksenden, könnten hohe Kosten auf Sie als Gewerbetreibender zukommen. So kostet alleine Anzeigenpreis (laut einer vorliegenden Rechnung) 1.299,00 EUR. Zuzüglich Satz-, Repro-, Farb- und Versandkosten wird letztlich der stolze Betrag von 2.264,09 EUR gefordert. Ein hoher Preis für so wenig Transparenz.

Denn über die Verteilung und Verbreitung der Anzeige wird sich ausgeschwiegen. Es gibt wage Infos im Anzeigenauftrag,aber keine in der Rechnung oder Homepage Hinweise oder AGB, an denen sich Geschäftspartner orientieren könnten.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch eine Rechnung von der KKS Kommunaler Kreis- u. Stadtplanverlag GmbH erhalten? Mitgliedern helfen wir dabei, sich gegen die Forderung zur Wehr zu setzen und den Vertrag anzufechten. Sie erhalten allgemeine Informationen, wenn Sie sich mit uns in Verbindung setzen.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

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Freitag, 19. Mai 2017

ALBU-Verlag, Koblenz – Erfahrungen mit dem Anzeigenvertrag

Der ALBU-Verlag aus Koblenz bietet Gewerbetreibenden die Möglichkeit, Anzeigen in Werbebroschüren bzw. Infobroschüren zu platzieren. Für die Schaltung einer solchen Anzeige werden hohe Beträge von mehreren hundert Euro verlangt. Haben Sie auch Erfahrungen mit dem Verlag? Hier erfahren Sie mehr.

albu-verlag-koblenz-erfahrungen

ALBU-Verlag: Verkauft Anzeigen in Printmedien


Der ALBU Verlag aus Bendorf erstellt regionale Printmedien für Handel, Handwerk und Heilberufe her. Als Beispiele für solche Printerzeugnisse wären zum einen die sogenannte „Info-Regional-Broschüre“ (IRB) zu nennen und zum anderen die „Branchenwegweiser-Karte“ (BWT).

In solchen Printprodukten sollen Anzeigen von Gewerbetreibenden und Freiberuflern erscheinen. Zu diesem Zweck sollen im Auftrag des ALBU-Verlag insbesondere jene Unternehmer kontaktiert werden, die bereits öffentliche Anzeigen geschaltet haben sollen. Damit ALBU-Verlag einen Anzeige in einem der Printmedien veröffentlichen kann, bedarf es eines Anzeigenvertrags, der den Gewerbetreibenden vorgelegt wird.

Was steht in dem Anzeigenvertrag?


In einem Anzeigenvertrag des ALBU-Verlags sind die Auftragsbedingungen für das Zustandekommen eines Vertrags über eine Anzeige in einem Printprodukt aufgeführt. In einem umrahmten Textfeld werden die Einzelheiten zur Broschüre genannt. Als da wären:


  • Anzeigenpreis gilt für eine Ausgabe, ein Vertrag beinhaltet drei (!) kostenpflichtige Ausgaben
  • Es entstehen zusätzlich Auslieferungs-, Druck- und Farbkosten
  • Verteilung innerhalb von 90 Nach Vertragsabschluss an mindestens 50 Stellen (innerhalb zwei benachbarter Landkreise) – ohne genaue Ortsangabe
  • Verteilt werden sollen die Broschüren via Post an ausgewählte Einrichtungen des öffentlichen Rechts (z.B. Krankenhäuser und Behörden)
  • Die Textvorlage ist verbindlich und kann während der Laufzeit nicht geändert werden


Des Weiteren sind noch die Maße der Anzeige handschriftlich eingetragen und die Vereinbarung des automatischen Auslaufens des Vertrags nach einem Jahr. Der Anzeigenvertrag wurde durch einen Kundenberater unterschrieben.

Hohe Rechnung für eine Anzeige


Jene Gewerbetreibenden und Freiberufler, die einen solchen Anzeigenvertrag abgeschlossen haben, dürften eine Rechnung erhalten, in der die einzelnen Punkte wie „Anzeigen-Nettopreis“ und „Druckkosten“ aufgelistet werden. Der Betrag in der vorliegenden Rechnung hat eine Höhe von insgesamt über 800 EUR. Zahlbar ist der Betrag innerhalb von 14 Tagen per Überweisung.

Vertragspartner mit dem ALBU-Verlag sollten beachten, dass bei einem erfolgreich abgeschlossenen Anzeigenvertrag drei Ausgaben dieser Anzeige berechnet werden. Das bedeutet, dass innerhalb eines Jahres über 2.000 EUR gefordert werden. Ob der hohe Preis eine solche Anzeige rechtfertigt, muss jeder Unternehmer selbst entscheiden. Wir empfehlen, dass Sie sich in zu diesem Zweck selbst ein Bild auf der Homepage des ALBU-Verlags machen: http://www.albuverlag.de

Aldana Media UG (Haftungsbeschränkt)


Bei unserer Recherche stießen wir auf ein zweites Portal des Geschäftsführers des ALBU-Verlags, A. Busch: Aldana-Media UG (Haftungsbeschränkt), aus Bendorf. Das Unternehmen beschreibt sich selbst so: „Die ALDANA-MEDIA ist eine Full-Service-Werbeagentur mit vielen Facetten. Wir betreuen Sie mit Ihrem Firmenauftritt von Beginn an. Von Logoentwürfen über Ausstattung Ihrer Geschäftspapiere bis hin zur Präsentation Ihrer optimierten Werbeanzeige im Web sowie auf klassischen Printmedien.“ Quelle: http://aldana-media.de/ (Stand 18.05.2017)

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch eine Rechnung vom ALBU-Verlag erhalten? Es ist stets empfehlenswert, schnell zu reagieren und nicht „einfach zu zahlen“, nur damit Sie Ihre Ruhe haben. Sie erhalten allgemeine Informationen, wenn Sie sich mit uns in Verbindung setzen.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
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Freitag, 12. Mai 2017

Orrios – Hohe Rechnung für Telefonservice

Uns wurde durch ein Mitglied ein Dokument eines Unternehmens mit dem Namen Orrios vorgelegt. Es handelt sich dabei um eine Rechnung für einen angeblich in Anspruch genommenen Telefonsexservice. Für diese schlüpfrige Dienstleistung werden 90,00 EUR verlangt. Hier erfahren Sie mehr über das Schreiben von Orrios.

Titelbild: Orrios – Hohe Rechnung für Telefonservice

90 EUR für Telefondienstleistungen


Uns sind zahlreiche Meldungen über Firmen bekannt, die aufgrund angeblich getätigter Anrufe auf Erotikhotlines Rechnungen an Verbraucher verschicken. Weil es sich unter Umständen um ein unangenehmes Thema handeln könnte und die geforderte Summe nicht allzu hoch ist, wird die Rechnung schnell gezahlt – damit ist die Angelegenheit erledigt.

Auch die Firma Orrios aus Dobris (Tschechische Republik) verschickt aktuell Rechnungen für den eindeutig zweideutigen Gebrauch einer Telefonservices. Es wird der runde Betrag von 90,00 EUR verlangt. Um die Echtheit der Forderung zu untermauern, auch der Zeitpunkt des Anrufs genannt. In der uns vorliegenden Rechnung wird beispielsweise die Uhrzeit 23:49:53 Uhr genannt. Die Dauer des Telefonats wird verschwiegen.

Falls Zweifel an dieser Verbindung bestehen, rät Orrios in der Rechnung, den Telefonanbieter um einen Einzelverbindungsnachweis zu bitten.

Orrios macht Forderung geltend


Der Betrag von 90,00 EUR kann auf zwei unterschiedliche Arten und Weisen gezahlt werden. Eine Barzahlung sei möglich, indem man 90,00 EUR in einen Umschlag steckt und diese an ein Postfach in Dorbis verschickt. Alternativ bietet Orrios auch die Zahlung via SEPA-Überweisung an. Die in der Rechnung dargestellte Bankverbindung verweist auf ein Konto in der Tschechischen Republik.

Der Betrag ist innerhalb von acht Tagen zu zahlen. Bleibt eine Zahlung aus, so macht Orrios die „Forderung im Wege des Factorings geltend“. Das könnte bedeuten, dass die Forderung durch ein anderes Unternehmen zuvor übertragen wurde.

Sollten Empfänger der Rechnung noch offene Fragen zur Rechnung haben, können sie sich telefonisch an Orrios in Verbindung setzten. Zu diesem Zweck ist eine Telefonnummer mit einer österreichischen Vorwahl vermerkt.

Rechnungsbild: Orrios aus Dobris vom 02.05.2017
Orrios Rechnung vom 02.05.2017

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch eine Rechnung von Orrios erhalten? Haben Sie niemals bewusst und beabsichtigt einen kostenpflichtigen Erotik Service von Orrios genutzt, müssen Sie die erhaltene Rechnung nicht bezahlen! Sie erhalten allgemeine Informationen zu dem Schreiben, wenn Sie sich mit uns in Verbindung setzen.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
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Freitag, 31. März 2017

Firmen Marketing Online Deutschland S.L.U. - Branchenbuch aus Las Palmas

Eine Gewerbetreibende leitete eine Rechnung von Firmen Marketing Online S.L.U. an uns weiter. So soll sie eine Rechnung für eine geschaltete Firmenwerbung bezahlen – in Höhe von 489,00 EUR.

Firmen Marketing Online Deutschland S.L.U. Branchenverzeichnis

Firmen Marketing Online Deutschland S.L.U. betreibt ein Branchenverzeichnis


Im sonnigen Las Palmas, Spanien hat die Firma „Firmen Marketing Online Deutschland S.L.U.“ ihren Sitz. Dieses Unternehmen betreibt ein Branchenbuch, ein Online-Verzeichnis, in dem sich Gewerbetreibende für eine höhere Reichweite und Auffindbarkeit im Internet eintragen lassen können.

Unter der Webseite firmen-marketing-online.de finden sich so einige eingetragene Unternehmen, die einen Vertrag mit Firmen Marketing Online Deutschland S.L.U. abgeschlossen haben. So auch ein Mitglied von Verbraucherdienst e.V., welches eine hohe Rechnung an uns weiterleitete.

Details der Rechnung


In der uns vorliegenden Rechnung wird für eine geschaltete Firmenwerbung ein Betrag in Höhe von insgesamt 489,00 EUR gefordert. Der Betrag ist innerhalb von 5 Tagen zu zahlen und die Firmen Marketing Online Deutschland S.L.U. weist darauf hin, dass eine Bandaufnahme vorliegen würde.

Der Vertrag hat eine Laufzeit von einem Jahr und soll laut der Rechnung automatisch auslaufen. Der fällige Betrag soll auf ein Konto in Spanien überwiesen werden.

Scan: Firmen Marketing Online S.L.U. | Rechnung | 27.03.2017
Firmen Marketing Online S.L.U. | Rechnung | 27.03.2017


Allgemeine Geschäftsbedingungen der von Firmen Marketing S.L.U.


Laut den AGB auf dem Branchenverzeichnis (abrufbar unter „http://www.firmen-marketing-online.de/index.php/agb/“) werden die verschiedenen Möglichkeiten des Vertragsabschlusses erläutert. So ist es möglich, telefonisch, via E-Mail oder per Registrierung auf dem Portal selbst einen Firmeneintrag zu beauftragen. (Stand: 29.03.2017)

Auf der Seite „Preise im Überblick“ sind noch weitere Pakete für eine Firmenwerbung zu sehen. Die jeweiligen Angebote sehen Sie auf dem Screenshot.

http://www.firmen-marketing-online.de/index.php/unsere-preise-im-ueberblick/ | 31.03.2017
http://www.firmen-marketing-online.de/index.php/unsere-preise-im-ueberblick/ | 31.03.2017


Kein Widerrufsrecht für Gewerbetreibende


Für Unternehmer, Freiberufler und Selbständige ist es wichtig zu wissen, dass sie kein Recht auf Widerruf besitzen, wenn sie einem Eintrag in einem Branchenverzeichnis zustimmen. Dies kann telefonisch erfolgen oder auch per Korrekturfax. Deshalb ist es für Gewerbetreibende empfehlenswert, eingehende Angebote gewissenhaft zu prüfen und auch die Mitarbeiter dementsprechend zu schulen.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch eine Rechnung von Firmen Marketing Online Deutschland S.L.U. erhalten? Für weitere allgemeine Informationen nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten!

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
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oder per E-Mail:
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Anwaltskanzlei Exclusive Walldorf – Drohung mit Vorpfändung

„Ihr Konto wird in Kürze gesperrt“ heißt es auf einem aktuellen Schreiben der „Anwaltskanzlei Exclusive“, welches freundlicherweise an uns weitergeleitet wurde. Die Kanzlei aus Walldorf droht aufgrund ausbleibender Zahlungen und fordert einen Betrag über 600 EUR.


Zahlungsempfänger Exclusive Claims


Ein Mitglied vom Verbraucherdienst e.V. leitete ein Schreiben der Anwaltskanzlei Exclusive aus Walldorf an uns weiter. So fordert die Kanzlei aufgrund mangelnder „Zahlungsbereitschaft“ trotz „zahlreicher Mahnungen“ einen hohen Geldbetrag in Höhe von 649,23 EUR. Sollte diese Summe nicht gezahlt werden, droht Anwaltskanzlei Exclusive mit der Anbringung einer Vorpfändung. So heißt es sogar: „Das Formular ist bereits vorbereitet!“ (siehe Bild)

Des Weiteren droht die Kanzlei mit der Sperrung des Kontos, sodass keine Zugriffsmöglichkeit besteht. Um dies zu vermeiden, soll der Betrag auf ein Konto in Belgien überwiesen werden. Als Zahlungsempfänger ist „Exclusive Claims“ angegeben. Ein Zeitrahmen, bis wann der Betrag überwiesen sein soll, ist den vorliegenden Unterlagen nicht zu entnehmen.

Anwaltskanzlei Exclusive | Vorpfändung | 01.03.2017
Anwaltskanzlei Exclusive | Vorpfändung | 01.03.2017


„Vollstreckungsbescheid“ beigelegt?


Als Anlage ist in dem Schreiben der Anwaltskanzlei Exclusive ein Vollstreckungsbescheid genannt. Dabei handelt es sich jedoch um einen „Vollstreckungsauftrag an die Gerichtsvollzieher/den Gerichtsvollzieher“, sozusagen ein Formular für eine Vorpfändung – aber in diesem Fall KEIN Bescheid.

Dieses Formular ist bereits zum Teil ausgefüllt. Als Gläubiger ist die „PVZ GmbH“ angegeben, jedoch mit falscher Anschrift. Sollte das Unternehmen PVZ Pressevertriebszentrale GmbH & Co. KG gemeint sein, hat diese ihren derzeitigen Sitz in Stockelsdorf und nicht – wie in dem vorliegenden Formular angegeben – in Bremen. (Stand 29.03.2017)

Ist das Schreiben seriös?


Anhand dieses Schreiben der Anwaltskanzlei Exclusive können betroffene Verbraucher kaum erkennen, wer der Gläubiger der angeblich noch offenen Rechnungen sein soll und ob die Forderungen überhaupt berechtigt sind. Inkassounternehmen sind seit dem 1. November 2014 dazu verpflichtet klar und deutlich den Gläubiger bzw. Auftraggeber sowie den Forderungsgrund (bei Verträgen auch Vertragsgegenstand und Datum) zu nennen. Hier sind solche Informationen nicht angegeben.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch ein Schreiben von Anwaltskanzlei Exclusive erhalten? Für weitere allgemeine Informationen können Sie uns gerne kontaktieren.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
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Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
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Montag, 27. März 2017

Medien & Design Verlag GmbH – Anzeigenauftrag aus Alicante

Eine weitere Offerte wurde uns durch ein Mitglied vorgelegt. In diesem Fall handelt es sich um die Firme „Medien & Designverlag GmbH“ aus El Vergel, Alicante. Sollte dieses Formular zurückgesandt werden, wird eine Anzeige für das angeschriebene Unternehmen in einem unbenannten „Werbeobjekt“ gedruckt.

Medien & Design Verlag GmbH – Anzeigenauftrag aus Alicante

Offerten durch Medien & Designverlag GmbH


Die Medien & Designverlag GmbH hat Ihren Sitz auf Alicante in Spanien und kümmert sich um die Schaltung von Anzeigen in Werbeobjekten, die „durch direkte Verteilung bei öffentlichen Einrichtungen, Handwerk, Handel und Gewerbe“ an den Mann gebracht werden sollen. Um Aufträge mit Gewerbetreibenden abzuschließen, werden Offerte versandt, wie in diesem Fall an eins unserer Mitglieder. Diese Gewerbetreibende leitete das Schreiben freundlicherweise zur Veröffentlichung an uns weiter.

Bei Rücksendung wird mit der Medien & Design Verlag GmbH ein Vertrag mit einer Laufzeit von zwei Jahren abgeschlossen. Dieser Vertrag verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr, wenn er nicht mindestens drei Monate vor Vertragende gekündigt wird.

Scan: Offerte | Medien & Design Verlag GmbH | 07.03.2017
Offerte | Medien & Design Verlag GmbH | 07.03.2017

Hohe Kosten für eine Anzeige


Es sollen bei Auftragsbestätigung 200 Exemplare verteilt werden. Wo dies nun genau geschehen soll, wird auf dem Formular nicht erwähnt. Auch von einem Belegexemplar ist keine Rede. Wenigstens die Kosten für diesen Auftrag sind aufgelistet:

  • Pro Ausgabe: 399,00 EUR
  • Farbkosten: 119,00 EUR
  • Satz/Reprokosten: 189,00 EUR
  • zuzüglich 30,00 EUR Versandkosten und Mehrwertsteuer

Innerhalb der Vertragslaufzeit sollen insgesamt vier kostenpflichtige Auflagen zustande kommen, was einen Gesamtbetrag in Höhe von 3.508,12 EUR ausmacht. Ob diese hohe Kosten für eine Anzeige gerechtfertigt sind, die nur eine Auflage von 200 Exemplaren hat und auch in einem unbekannten Gebiet verteilt werden, sollte von jedem Gewerbetreibenden gewissenhaft geprüft werden.

Sie suchen einen seriösen Anbieter? Schauen Sie doch mal auf Verbraucherdienst e.V. Empfehlungen nach.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch eine Rechnung von der Medien & Designverlag GmbH erhalten? Nutzen Sie die folgenden Möglichkeiten, um mit uns in Kontakt zu treten.

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Freitag, 24. März 2017

Regionale Print Medien GmbH – Inserationsauftrag aus Bad Kreuznach

Ein Mitglied legte uns ein Formular mit dem Titel „Inserationsauftrag“ der Firma Regionale Print Medien GmbH aus Bad Kreuznach vor. Es geht um eine Anzeige in einem Folder mit dem Namen „Bürger-Info“. Wer dieses Formular zurückschickt, schließt einen kostenpflichtigen Vertrag ab.

Beitragsbild: Regionale Print Medien GmbH – Inserationsauftrag aus Bad Kreuznach

Offerte von RPM GmbH


Eine Gewerbetreibende und gleichzeitig Mitglied vom Verbraucherdienst e.V. erhielt ein Schreiben von dem Unternehmen Regionale Print Medien GmbH, kurz PPM GmbH. Diese Firma ist in Bad Kreuznach ansässig und wandte sich an die Gewerbetreibende, um ihr ein Inserat zu verkaufen. Dies sollt über eine Offerte geschehen. Dieser „Inserationsauftrag“ gilt für Anzeige in einem Folder („Bürger-Info“) und soll eine Feldgröße von 45x90 mm. Die Kosten sind auch angegeben:


  • Nettopreis je Ausgabe: 399,00 EUR
  • Satz/Gestaltung: 99,00 EUR
  • Farbkosten: 199,00 EUR
  • zuzüglich 29,00 EUR Versandkosten und Mehrwertsteuer


Scan: Inserationsauftrag | RPM GmbH | 07.03.2017
Inserationsauftrag | RPM GmbH | 07.03.2017


Auf das Kleingedruckte achten!


Das Ziel einer Offerte wie der Regionale Print Medien GmbH ist ein Vertragsabschluss und somit ein Auftrag zwischen Geschäftsleuten. Gewerbetreibende haben üblicherweise kein Recht auf Widerruf. In dem vorliegendem Formular ist es jedoch im Kleingedruckten vermerkt: „Sie haben das Recht, binnen sieben Kalendertage nach Auftragserteilung diesen Auftrag ohne Angabe von Gründen zu widerrufen“ (siehe Scan).

Wer jedoch das Formular zurücksendet und das Widerrufsfrist verstreichen lässt, schließt einen kostenpflichtigen Vertrag für eine Anzeige in dem Bürger-Info ab. Dieser Folder soll eine Mindestauflage von 500 Exemplaren haben und laut dem Formular durch die Deutsche Post AG verteilt werden. Wo genau, ist jedoch nicht genau angegeben. Nur ein Postleitzahlen-Bereich lässt einen Verteilungsraum vermuten.

RPM GmbH: Hohe Kosten für eine Anzeige


Ein Vertrag über die Anzeige in dem Folder hat eine Laufzeit von mindestens zwei Jahren, pro Vertragsjahr sollen je zwei Anzeigen veröffentlicht werden. Das bedeutet, dass für alle Anzeigen zusammengerechnet (siehe Aufzählung der einzelnen Kosten oben) eine Summe von 3.455,76 EUR gefordert werden kann! Dies gilt für insgesamt vier Anzeigen, welche sich jeweils aus den genannten Kosten zusammensetzt. Gewerbetreibende, die so eine Offerte in Auftrag geben, müssen demzufolge mit hohen Kosten rechnen. Belegexemplare werden nur auf Wunsch zugesandt.

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch eine Offerte von der Regionale Print Medien GmbH erhalten? Nutzen Sie die folgenden Möglichkeiten, um mit uns in Kontakt zu treten.

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Donnerstag, 16. März 2017

Firmenredaktion online | Firmeneintrag aus Sonnenland, Maspalomas

Uns liegen zwei Rechnungen des Branchenverzeichnisses „Firmenredaktion Online“ vor, die uns freundlicherweise durch einen Gewerbetreibenden vorgelegt wurden. Dem Unternehmer wird jeweils ein Firmeneintrag mit einer Laufzeit von 12 Monaten in einem Online-Portal in Rechnung gestellt.

Firmenredaktion online  Firmeneintrag aus Sonnenland, Maspalomas

Firmeneintrag für knapp 400 EUR


Im sonnigen Gran Canaria hat das Unternehmen Firmenredaktion Online ihren Sitz; genaugenommen in C.C. Sonnenland, 310-1311 Teobaldo Power, 35100 Maspalomas – so steht es im Briefkopf und im Impressum der Webseite. Firmenredaktion Online betreibt ein Branchenbuch (firmenredaktion-online.com), in dem Firmeneinträge von Unternehmern, Freiberuflern und Selbständigen zu finden sind.

Für einen solchen Firmeneintrag erhielt ein Gewerbetreibender im Januar diesen Jahres eine Rechnung: „Ihr Firmenpräsenz auf unseren Startseiten“, 12 Monate mit Suchoptimierung für insgesamt 399,00 EUR.

In der Rechnung sind die Anschrift, Kontaktdaten und auch eine kleine Beschreibung der Dienstleistung zu sehen.

Scan: Rechnung | Firmenredaktion online | 11.01.2017
Rechnung | Firmenredaktion online | 11.01.2017


Wie kam der Vertrag zustande?


In de Rechnung schreibt Firmenredaktion Online: „Nach Rücksprache mit Herr H. (Geschäftsführer, Anmerkung der Redaktion). kündigt sich Ihr Eintrag automatisch zum 11.01.2018. Des Weiteren wurde die Anrufbestätigung am 11.01.2017, Uhrzeit 11.15 protokolliert“. Die Aufzeichnung des Gesprächs wird auch weiter unten auf der Rechnung erneut verdeutlicht (siehe Bild der Rechnung). Somit soll laut dieses Schreibens der Gewerbetreibende zum Vertragsabschluss telefonisch kontaktiert worden soll.

Der Gewerbetreibende erhielt ca. 5 Wochen später erneut eine Rechnung durch die Firmenredaktion Online, die uns auch vorliegt. Bis auf das Datum sind beide Schreiben identisch, sogar die Rechnungsnummer.

Weitere Auffälligkeiten der Rechnungen


Firmenredaktion Online ist unter der gleichen Anschrift und Telefonnummer zu erreichen wie der „Gewerbeverlag Online“, über den wir bereits 2015 berichteten. Der Geschäftsführer ist bei beiden Unternehmen Markus H.

Die angegebene Bankverbindung, auf die der Betrag von 399,00 EUR eingezahlt werden soll, liegt laut der Rechnung bei Deutschen Bank. Jedoch lässt die dazugehörige IBAN auf ein spanisches Konto schließen (siehe Bild der Rechnung).

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


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Mittwoch, 15. März 2017

Fa. Online Portal | Eintrag auf „firmendienst-portal.de“

Ein Gewerbetreibender leitete eine Offerte einer Firma namens „Online-Portal“ an uns weiter. Ihm wird durch dieses Unternehmen ein Eintrag auf dem Branchenverzeichnis „Firmendienst-Portal“ angeboten. Dieses Verzeichnis wird von einer uns bekannten Firma vertrieben: der I.K. Mediendienst GmbH.

Fa. Online Portal  Eintrag auf „firmendienst-portal.de“

Fa. Online-Portal - Eintrag für über 1.000 EUR


Uns liegt eine schriftliche Offerte einer Firma namens „Online-Portal“ vor. Diese Firma versandte das weiter unten zu sehende Schriftstück an einem Gewerbetreibenden, der das zur Veröffentlichung an uns weiterleitete.

Es geht um die Veröffentlichung eines Firmeneintrags, die durch Rücksendung des Formulars via Fax in Auftrag gegeben wird. Dies wird ersichtlich durch den kleiner gedruckten Text oberhalb des Formulars:
„Er (der Kunde, Anmerkung der Redaktion) beauftragt die Fa. Online-Portal, einen Werbeeintrag auf der Plattform firmendienst-portal.de erstellen zu lassen. (…) Sie ist weder Inhaberin des Werbeportals noch Vertreterin oder Außendienst des dortigen Inhabers. Sie übernimmt den Anzeigenauftrag ausdrücklich in eigenem Namen, behält sich aber vor, den Vertrag an einen anderen, dem Kunden vorgestellten Werbeanbieter zu übertragen.“

Scan: Offerte | Online-Portal | 08.03.2017
Offerte | Online-Portal | 08.03.2017


Die Kosten für so einen Eintrag direkt unter dem Text einzeln aufgeführt: so soll der Grundpreis bei 399,00 EUR liegen, hinzu kommen die Einstellungs- und Pflegekosten 299,00 und die grafische Gestaltung 199,00 EUR. Zuzüglich der Mehrwertsteuer macht das einen Gesamtbetrag in Höhe von 1067,43 EUR. Die Vertragslaufzeit beträgt drei Jahre und läuft laut Vertrag automatisch aus.

I.K. Mediendienst GmbH betreibt „firmendienst-portal.de“


Der oben beschriebene Vertrag kommt nur zustande, wenn man dieses Formular an „Online-Portal“ als Rückfax versendet. Es ist eine Berliner Faxnummer angegeben, erkennbar an der Vorwahl 030.

Wer das Branchenverzeichnis „Firmendienst-portal“ aufruft, wird eine Firma als Betreiberin finden, über die Verbraucherdienst e.V. in der Vergangenheit bereits berichten konnte: das Unternehmen I.K. Mediendienst GmbH. (LINK). Ein kostenpflichtiger Firmeneintrag auf dem Portal führt folgende Daten des Vertragskunden unter anderem die Kontaktdaten sowie einen Link zu Webseite und eine kleine Firmenbeschreibung auf.

Screenshot | Firmeneintrag auf Firmendienst-Portal | 15.03.2017
Screenshot | Firmeneintrag auf Firmendienst-Portal | 15.03.2017


I.K. Mediendienst GmbH ist in Köln ansässig. Auffällig ist, dass die Webseiten firmendienst-portal.de und das uns bekannte dov-portal.de sehr ähneln. Zum Vergleich führen wir hier die Allgemeinen Geschäftsbedingungen beider Seiten auf:

http://firmendienst-portal.de/agb.php

http://dov-portal.de/agb.php

Kontakt mit Verbraucherdienst e.V.


Haben Sie auch Erfahrungen oder allgemeine Fragen zu dem Formular dieser Firma Online-Portal? Oder zu I.K. Mediendienst GmbH? Nutzen Sie die folgenden Möglichkeiten, um mit uns in Kontakt zu treten.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
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oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Freitag, 10. März 2017

Maco Verlag M. Schunk | Städteinformationstafel

Herr G. ist Mitglied von Verbraucherdienst e.V. und betreibt ein Unternehmen für Bausanierungen. Er legte uns zur Veröffentlichung Unterlagen vor, die unter anderem eine Rechnung der Firma Maco Verlag M. Schunk beinhaltet. Diese wurde für eine Anzeige auf einer „Städteinformationstafel“ ausgestellt.

Maco Verlag M. Schunk  Städteinformationstafel


Über die Anzeigen auf Städteinformationstafeln


Sogenannte „Städteinfotafeln“ kommen dem einen oder anderen bekannt vor. Diese sind häufig in Schaukästen ausgestellt und zeigen neben einem Stadtplan diverse Firmen, die durch Banner dargestellt werden. Eine solche Darstellung erinnert nicht selten an eine Visitenkarte.

Solche Städteinformationstafeln bietet das Unternehmen Maco Verlag M. Schunk an. Auf der dazugehörigen Webseite macoverlag.de sind Beispiele des Angebots zur Ansicht hinterlegt. Allgemeine Geschäftsbedingungen oder eine Auflistung der Preise und nähere Angaben zum Angebot sind aktuell nicht auf der Webseite vermerkt (Stand 10.03.2017). Der Maco Verlag M. Schunk hat laut dem Impressum seinen Sitz in Herschbach und bezeichnet sich selbst als „Spezialist für Printwerbung“.

Screenshot Maco Verlag M. Schunk | Leistungen | 10.03.2017
Screenshot Maco Verlag M. Schunk | Leistungen | 10.03.2017


Cold Call vom Maco Verlag M. Schunk


Wir wurden auf das Angebot vom Maco Verlag M. Schunk aufmerksam, weil Herr G., Mitglied von Verbraucherdienst e.V., uns seine Erfahrungen mit dem Unternehmen schilderte. So erhielt er laut eigener Aussage einen unerwünschten Anruf eines Mitarbeiters des Maco Verlags M. Schunk – einen sogenannten Cold Call.

Herr G. gab uns gegenüber an, dass laut des Telefonats bereits ein Vertrag über eine Anzeigenschaltung bestehen solle und dieser verlängert werden kann. Daraufhin wurde ein Termin vereinbart, bei dem ein Mitarbeiter vom Maco Verlag M. Schunk den Arbeitsplatz von Herrn G. aufsuchte. Bei diesem Treffen wurde ein Formular unterzeichnet, welches wir hier abbilden:

Scan: Anzeigenvertrag | Maco Verlag M. Schunk
Anzeigenvertrag | Maco Verlag M. Schunk | Kontaktdaten verpixelt


Details aus dem Vertrag


Es geht in dem dargestellten Vertrag um den Anzeigenpreis auf einer Städteinformationstafel. Hier ein Auszug aus diesem Vertrag:


  • Din A1 (oder größer) an mindestens 50 Stellen
  • Verteilung erfolgt postalisch
  • Auflage mindestens 400 Exemplare pro Ausgabe
  • basiert auf der verbindlichen Textvorlage
  • der Inserat erhält ein Belegexemplar
  • Laufzeit ein Jahr, beinhaltet drei kostenpflichtige Ausgaben
  • der dargestellte Anzeigenpreis gilt für eine einzelne Anzeigen
  • es kommen noch Druck- und Auslieferungskosten hinzu


Eine geschaltete Anzeige auf einer Städteinformationstafel kostet 698,00 EUR. Zusätzlich werden Druckkosten in Höhe von 90,00 EUR berechnet sowie die Kosten für die Auslieferung 15,00 EUR. Der berechnete Preis beläuft sich auf 955,57 EUR netto. Da ein Vertrag aber drei Ausgaben umfasst, wird für die Anzeige insgesamt ein Betrag von 2866,17 EUR.

Wie kam der Vertrag zustande?


Herr G. erhielt eine Rechnung vom Maco Verlag M. Schunk in Höhe von besagten 955,57 EUR und gaben bekannt: „Wir bedanken uns über den erteilten Auftrag und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit“.

Wenige Tage später versandte Herr G. einen Widerruf an die Firma aus Herschbach. Wir zitieren aus dem uns vorliegenden Dokumenten: „Nach vollständiger Prüfung meiner Unterlagen habe ich festgestellt, dass es sich beim letzten Treffen mit Herrn A. Lxxxxxx keineswegs um eine Anzeigenkorrekturmaßnahme zum bestehenden Vertrag gehandelt hat, wie mir am Telefon versichert wurde. Sondern Herr A. Lxxxxxx forderte mich unter Zeitdruck und unter Arbeitsstress zum Unterschreiben eines neuen, sehr dubiosen Vertrags auf“. Zitatende.

Antwort vom Maco Verlag M. Schunk


Herr G. erhielt eine Antwort vom Maco Verlag M. Schunk, welche uns auch in schriftlicher Form vorliegt. Auch hier zitieren wir: „Ihr abgeschlossener Vertrag ist ein üblicher Werksvertrag zwischen Kaufleuten, der dem Widerrufsrecht ausgeschlossen ist. Dieser Vertrag wurde nicht untergejubelt, sondern mit vorheriger Terminabsprache wurde Ihre Anzeige von Ihnen geprüft und somit der Vertrag von Ihnen unterschrieben.“ Zitatende.

Herr G. erhielt laut eigener Aussage kein Belegexemplar dieser Anzeige. Darüber hinaus ist auch unbekannt, wie viele Exemplare wo ausgeliefert wurden. Der Gewerbetreibende legte keine „verbindliche Textvorlage“ vor, stattdessen wurden die benötigten Daten in dem Vertrag (siehe Bild) per Hand durch den Mitarbeiter des Maco Verlags M. Schunk ausgefüllt.

Kontaktaufnahme mit dem Verbraucherdienst e.V.


Herr G. leitete uns freundlicherweise die Unterlagen zur Veröffentlichung weiter. Haben Sie auch Erfahrungen oder allgemeine Fragen zu dem Unternehmen Maco Verlag M. Schunk? Nutzen Sie die folgenden Möglichkeiten, um mit uns in Kontakt zu treten.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:
0201-176 790

oder per E-Mail:
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