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Mittwoch, 22. August 2018

yourFinance AG: Erfahrungen mit dem Kreditvermittler

Uns liegen zwei Zahlungserinnerungen der Züricher Firma yourFinance AG vor. So soll ein Empfänger via Nachnahme einen kostenpflichtigen Finanzsanierungsplan zugestellt bekommen haben, obwohl er aber eine Kreditanfrage über die Homepage der Firma gestellt hatte.

Titel: yourFinance AG: Erfahrungen mit dem Kreditvermittler

yourFinance AG: Kreditvermittlung über das Internet


Die leidigen Themen Schulden, Geldnöte oder der Wunsch einer kostspieligen Anschaffung lockt zahlreiche Verbraucher in das Internet, um sich über Kredite zu informieren. Für jene, die in finanziellen Schwierigkeiten stecken, sind unter Umständen die sogenannten „Kredite ohne Schufa“ interessant. Im Netz tummeln sich zahlreiche Kreditvermittler – mitunter auch gewisse Unternehmen, die anstatt den erwarteten Kredit auszahlen sogar noch eine Rechnung zu stellen.

Das Schweizer Unternehmen yourFinance AG ist ein Kreditvermittler, die auf ihrer Homepage mit den Angeboten „Eilkredite“, ,“Umschuldungen“ und „Finanzsanierungen“ wirbt. Letzteres ist im Grunde eine gewerbliche Schuldenberatung, die verschuldeten Personen unter anderem die Erstellung eines Haushaltsplan ermöglicht.

Weitere Kosten statt dem erhofften Kredit


Ein Verbraucher und Mitglied beim Verbraucherdienst meldete sich bei uns via Mail, dass er einen „Online Kredit“ aufnehmen wollte und das Angebot der yourFinance AG entdeckte und dementsprechend ausfüllte. Er ging laut eigener Aussage davon aus, dass ihm die Firma aus Zürich helfen würde, aber stattdessen sollte er Vorkasse leisten: 273,00 EUR für eine „Vermittlergebühr“ bzw. einen „Finanzsanierungsvertrag“.

Dieses Angebot wurde unserem Mitglied postalisch zur Nachnahme versandt. Selbst bei Nichtannahme der Postsendung folgt eine Zahlungserinnerung, in der yourFinance AG erneut darauf hinweist, dass ein unterschriebener Vertrag vorliegt. Uns liegen sogar zwei solcher Erinnerungen zwei unterschiedlicher Mitglieder vor. In beiden wird dem Empfänger mitgeteilt, dass erst nach Zahlungseingang ein „vorliegender und genehmigter Finanzsanierungsvertrag“ zugestellt werden kann.

Scan:  Erinnerung von "yourFinance AG" / Juli 2018
 Erinnerung von "yourFinance AG" / Juli 2018


Hilfe bei yourFinance AG


Haben Sie auch eine Rechnung bzw. Erinnerung von yourFinance AG erhalten? Wollten Sie einen Kreditanfrage stellen und erhielten stattdessen einen Finanzsanierungsplan? Für weitere Informationen allgemeiner Art nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten.

Allgemeine Informationen erhalten Sie unter der Telefonnummer:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Freitag, 22. Dezember 2017

Forderung von SO Rechtsdienstleistungen für Optima Finanzcheck Plus

Uns liegt aktuell eine Mahnung von dem Inkassobüro „SO Rechtsdienstleistungen“ vor, einer Zweigniederlassung der „Schuldtitel-Online AG CH“, zur Berichterstattung vor. So sollen noch Zahlungen für eine Dienstleistung der Optima Finanzcheck Plus ausstehen. SO Rechtsdienstleistungen hat laut eigener Aussage den Abrechnungsservice übernommen. Können durch eine Kreditanfrage bereits Kosten entstehen?

Titelbild: Forderung von SO Rechtsdienstleistungen für Optima Finanzcheck Plus

Optima Finanzcheck Plus: Sofortkredite auf Anfrage?

Aber wir helfen jedem, insbesondere dann wenn bereits finanzielle Schwierigkeiten bestehen und die Schuldenprobleme (noch dazu)  immer mehr und unerträglicher werden.
Insbesondere wenn Kreditbedarf besteht, (aber die Richtlinien von normalen Kreditbanken durch den Antragsteller nicht mehr erfüllt werden) sollte man sich mit uns in Verbindung setzen.
Profitieren Sie von den vereinfachten Annahmerichtlinien für spezielle Abruf-Kredite, die von unseren Kooperationspartnern (Finanzunion) erfolgreich angeboten werden.
Unsere Dienstleistung beinhaltet sämtliche Hilfestellungen die benötigt werden und wir kümmern uns um die richtige Weichenstellung.
Es ist unser Bestreben dafür zu sorgen,  dass Probleme in finanziellen Angelegenheiten zu Ihrer Zufriedenheit gelöst werden."

Handelt es sich um eine kostenlose Anfrage?


Das bedeutet, dass bei einer einfachen Anfrage für den Verbraucher (sog. Kreditwerber) bereits Kosten entstehen können. Uns liegt ein Schreiben der Optima Finanzcheck Plus vor, in der einem Mitglied des Verbraucherdienstes aufgrund einer „schwachen Bonität“ für eine weiteren Bearbeitung Kosten berechnet werden.

Scan: Anschreiben Optima Finanzcheck Plus | 15.09.2016
Anschreiben Optima Finanzcheck Plus | 15.09.2016


So sollen für einen speziellen Bonitätsabgleich 58,40 EUR plus MwSt., sprich insgesamt 69,50 EUR, für eine „entscheidende Verbesserung“ bei einer möglichen „Bonitätsoptimierung“ führen.
Mahnung von SO Rechtsdienstleistungen, Leverkusen

Unser Mitglied zahlte die geforderte Summe nicht. Es dauerte nicht einmal vier Wochen, bis der nächste Brief im Briefkasten landete. Dieses Mal stammte er von „SO Rechtsdienstleistungen“ aus Leverkusen, einer Zweigniederlassung der Schuldtitel-Online AG CH. Es handelt sich genauer um eine Mahnung zu einer Rechnung der Optima Finanzcheck Plus. In dem vorliegenden Schreiben wir eine Summe von 89,25 EUR für einen Dienstleistungsvertrag gefordert sowie zuzüglich Mahngebühren in Höhe von 10,00 EUR. Diese 99,25 EUR sollen innerhalb von 10 Tagen auf ein angegebenes Konto überwiesen werden.

Scan: Mahnung SO Rechtsdienstleistungen | 09.10.2017
Mahnung SO Rechtsdienstleistungen | 09.10.2017


Weitere Mahnung durch EuroTreuhand Inkassobüro


Kann eine einfache Kreditanfrage solche Kosten verursachen? Auch die Forderung von SO Rechtsdienstleistungen zahlte unser Mitglied nicht. Es folgte ein weiteres Schreiben – dieses Mal von dem Inkassounternehmen EuroTreuhand Inkasso GmbH aus Köln.

Der im Rechtsdienstleistungsregister eingetragene Inkassodienstleister droht mit der Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens, sofern nicht die Summe von 168,98 EUR beglichen wird. Ferner heißt es, dass ggf. Vollstreckungsmaßnahmen oder Pfändungen eingeleitet werden. Das könnte noch weitere Probleme für diejenigen Personen bedeuten, die eh in finanziellen Probleme geraten sind und auf Hilfe durch einen Kredit bauten.

Scan: Anschreiben EuroTreuhand Inkasso GmbH | 07.12.2017
Anschreiben EuroTreuhand Inkasso GmbH | 07.12.2017


Hilfe bei Optima Finanzcheck Plus und SO Rechtsdienstleistungen


Haben Sie Erfahrungen mit der Optima Finanzcheck Plus oder der SO Rechtsdienstleistungen? Oder haben Sie gar eine Forderung/Mahnung durch die EuroTreuhand Inkasso GmbH erhalten? Wir bieten Betroffenen allgemeine Informationen zu den genannten Themen. Nehmen Sie Kontakt auf:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

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Montag, 2. Oktober 2017

Kreditclub24.com | Forderung der First Debit Inkasso für Boncheck GmbH

Im Internet gibt es Seiten, die sich an Personen mit schlechter Bonität wenden. So auch das Portal Kreditclub24, die einen „Sofort Kredit“ bis zu 7.500 EUR anbieten. Wer sich auf diesen Deal einlässt, könnte am Ende unweigerlich draufzahlen. Als Mitglied von Kreditclub24 kommen weitere Gebühren hinzu. Sollte eine Zahlung ausbleiben, könnte eine Forderung durch das Inkassounternehmen First Debit GmbH folgen.

Kreditclub24.com | Forderung der First Debit Inkasso für Boncheck GmbH

Kreditclub24.com: Clubmitglied statt Kredit ohne Schufa


Einen Kredit trotz negativem Schufa-Eintrag zu erhalten, ist mit Schwierigkeiten verbunden. Scheinbar suchen deshalb Betroffene Alternativen im Internet, um sich über die Möglichkeiten eines vielleicht bitter benötigten Kredits zu informieren.

Bei ihrer Suche stoßen sie unter Umständen auf das Portal „kreditclub24.com“, die mit „Sichern Sie sich Ihre exklusive Platin MasterCard ® - bis zu 7.500€ ohne SCHUFA“ werben. Auf der Startseite ist sogar ein ablaufender Timer zu sehen, um mit „Neuanschaffung, Auto, Selbstständigkeit oder Umschuldung“ zu locken.

Es ist für Besucher der Seite möglich, mittels eines Eingabeformulars „Konditionen berechnen“ berechnen zu lassen. Als Beispiel ist die Kreditsumme von 5.000 EUR mit einer Laufzeit von 128 Monaten angegeben. Eine transparente Übersicht mit Details soll auf Anfrage erfolgen. Jedoch gibt es statt eines Kredits ohne Schufa eine Clubmitgliedschaft beim Kreditclub24, die neben einer Clubaufnahmegebühr auch die Jahresgebühr für eine Prepaid-Kreditkarte samt Nachnahmegebühr berechnet.

Scan: Mahnung Kreditclub24 | 16.Oktober 2017
Mahnung Kreditclub24 | 16.Oktober 2017

Forderung durch First Debit GmbH


Weitere Kosten können für einen Kreditsuchenden ein Problem darstellen. Bei einer ausbleibenden Zahlung der Gebühren besteht die Möglichkeit eine Zahlungsaufforderung durch das Inkassounternehmen First Debit GmbH zu erhalten. In einer derzeit vorliegenden Forderung, die uns durch eine Betroffene zur Verfügung gestellt wurde, wird für den Auftraggeber Boncheck GmbH gefordert. Das Unternehmen Boncheck GmbH ist eine „Wirtschaftsauskunftei“ aus Steinhagen.

Insgesamt wird ein Betrag in Höhe von 213,81 EUR für die „Bestellung auf kreditclub24.com“ und zwar von der „Vorteilswelt und Prepaid Kreditkarte“ verlangt. Sollte keine Zahlung erfolgen, so wird die Schufa informiert.

Scan: Forderung First Debit Inkasso | 21.09.2017

Forderung First Debit Inkasso | 21.09.2017


Hilfe bei Kreditclub24.com und Forderungen der First Debit Inkasso


Haben Sie auch Erfahrungen mit dem Portal Kreditclub24.com und wurden unfreiwillig Clubmitglied? Oder haben Sie eine Zahlungsaufforderung durch die First Debit GmbH erhalten? Über unsere Kontaktmöglichkeiten erhalten Sie erste allgemeine Informationen.

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

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Freitag, 4. November 2016

OVM Online Vertrieb Marketing GmbH fordert für Finanzmanagement Paket

Verbraucherdienst e.V. liegen Mahnungen durch die OVM Online Vertrieb Marketing GmbH vor. So soll der Kunde ein „Finanzmanagement Paket“ beantragt haben, welches in Kooperation mit Bavaria Finanzservice e.K. online angeboten wird. Dabei stellte er laut eigener Aussage nur eine Kreditanfrage über ein Kreditportal, welches Bavaria Finanz Service anbietet. Nun soll der
Verbraucher über 350 EUR zahlen. Laut Aussage der OVM Online Vertrieb Marketing GmbH werden Rechnung nur nach Vertragsabschluss gestellt.

Titelbild: OVM Online Vertrieb Marketing GmbH fordert für Finanzmanagement Paket


Noch mehr Schulden trotz Finanz Management Paket?


„Raus auf dem finanziellen Durcheinander mit unserem Finanz Management Paket“ heißt es auf der Homepage der Firma OVM Online Vertrieb Marketing GmbH. OVM GmbH bietet unter anderem „Zusatzprodukte für Finanzdienstleister“ an. Ein solcher Finanzdienstleister ist die Bavaria Finanzservice e.K., die laut der vorliegenden Unterlagen mit OVM GmbH kooperiert. Das angepriesene „Finanz Management Paket“ soll Leute in finanzieller Not dabei helfen, vorhandene Schulden in den Griff zu bekommen. Umsonst ist diese Hilfe jedoch nicht: nach einer 14tägigen Probezeit soll die Schuldenhilfe soll das Paket 357,60 EUR - zahlbar in 24 Monatsraten a 14,90 EUR.

Die erste Mahnung, die uns freundlicherweise durch einen Verbraucher zugestellt wurde, beinhaltet die Forderung der monatlich fälligen Beträge. In dem uns vorliegenden Fall für zwei Monate im Jahr 2016. Da der Verbraucher jedoch die Summe nicht zahlte, folgte noch eine weitere, in der insgesamt 358,70 EUR gefordert wurden.


Vertrag durch Kreditanfrage?


Der Verbraucher, der die Unterlagen an uns weiterleitete, gab uns gegenüber an, dass er eine Kreditanfrage stellte und nicht das Angebot des Finanz Management Pakets in Anspruch nahm. Eine solche Kreditanfrage kann zum Beispiel auf der Homepage von Bavaria Finanzservice e.K. gestellt werden. Das „Kreditportal“ (erreichbar unter http://www.kredit1a.de, Stand 04.11.2016) bietet für Interessierte einen „Online Kredit“, der laut der Startseite „einfach und schnell – ohne Schufa-Auskunft“ möglich sein soll. Zu diesem Zweck kann man den Button „Jetzt Kredit anfordern“ betätigen, der zu einer neuen Seite mit Eingabeformular führt. Dort müssen Kontakt- und persönliche Daten eingegeben werden und darüber auch Informationen über den Arbeitgeber. Eine Rückmeldung via E-Mail soll innerhalb weniger Minuten erfolgen.


Bavaria Finanzservice: Ein Blick in das Kleingedruckte


Laut den AGB der Bavaria Finanz Service e.K. ist ein das Unternehmen ein Vermittler zwischen kreditsuchenden Personen und Anbietern von Krediten im Internet. Somit ist es für Menschen auf der Suche nach einem Kredit ohne Schufa-Eintrag wichtig zu wissen, dass die Kreditauszahlung nicht durch die Bavaria Finanzservice erfolgt.

Viel mehr verdient die Firma aber an einer erfolgreichen Vermittlung. So ist unter Paragraph 4 zu in den AGB zu lesen:

„§ 4 Vermittlungsvergütung für schufafreie Kredite
Unsere Vergütung wird mit erfolgter Vermittlung des Darlehens und dessen Auszahlung fällig. Wird dem Antragsteller auf dessen Antrag ein schufafreier Kredit oder Darlehen von einem Kreditinstitut zur Verfügung gestellt entstehen für den Antragsteller 3% Vergütungskosten des Nettokreditbetrages. Bavaria Finanz erklärt gegenüber dem Kunden, daß auch eine Vergütung der Bank an BavariaFinanz gezahlt wird.“ (Quelle: AGB, Stand 04.11.2016)


Kontakt mit dem Verbraucherdienst e.V.


Der Verbraucher gab uns gegenüber an, dass er nur eine Kreditanfrage an die Bavaria Finanz Service e.K. gestellt habe. Er habe nicht das Finanz Management Paket der OVM Online Vertrieb Marketing GmbH bestellt. Haben Sie auch eine Mahnung wegen noch offener Beiträge erhalten? Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Sind Sie bereits Mitglied bei Verbraucherdienst e.V.?

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Montag, 13. Juli 2015

Null-Prozent-Finanzierung | 0 Prozent ist nicht umsonst!

Hat Sie schon einmal die vielversprechende „Null-Prozent-Finanzierung“ eines Elektromarktes oder eines Möbelhauses zum Kauf gelockt? Das teuere Produkt für „lau“ einfach mitnehmen und später ohne Zinsen bezahlen ist für viele Kunden in Deutschland einfach verführerisch! Es wird in Elektromärkten oder in Möbelhäusern aggressiv mit dieser umstrittenen Finanzierungsmethode geworben.

Risiken einer Null-Prozent-Finanzierung


4K / Ultra HD-Fernseher über „Null-Prozent-Finanzierung“ gekauft


Einfach den nagelneuen 4K / Ultra HD-Fernseher, der schon mit einer kleinen Bildschirmdiagonale mehrere Tausend Euro kostet, mit nach Hause nehmen - bezahlt wird ja ganz bequem in mehreren Monatsraten ohne zusätzliche Zinsen und anfallenden Zusatzkosten. Genau derselbe Kaufpreis wie bei der sofortigen Barzahlung oder Überweisung, da ja keine zusätzlichen Zinsen dazukommen sollen. Eine sogenannte „Null-Prozent-Finanzierung“ verleitet viele Verbraucher zum schnellen Einkauf teuerer Geräte und Möbel auf „Pump“. Aber Vorsicht! Wer bei der sogenannten „Null-Prozent-Finanzierung“ nicht richtig informiert ist zahlt in der Regel sehr viel drauf. Und dann kann es für den Konsumenten sehr schnell extrem teuer werden. Ein sogenannter Ballonkredit kann die unerwartete Folge eines solchen Einkaufs sein, der anfangs mit „märchenhaften“ 0 Prozent finanziert wurde. Mitglied sein heißt –  rundum für Sie da zu sein.

Von 0 auf 15 in wenigen Monaten!


Hier ein kleines Rechenbeispiel. Aus der in Werbeprospekten zahlreicher Anbieter angepriesenen „Null-Prozent-Finanzierung“ für den Verbraucher kann daraus schnell eine kostspielige 15-prozentige Verzinsung für den Verbraucher entstehen. Dann wenn zum Beispiel neben dem eigentlichen Kreditgeschäft über „sagenhafte“ 0 Prozent das Zusatzgeschäft mit einer ungewollten Kreditkarte und einem späteren Ballonkredit (über 15 Prozent) hinzukommt.

Mit einer ungewollten Kreditkarte in die Verbraucherfalle getappt


Wird zum Beispiel in einem bekannten „blauen“ oder „roten“ Elektromarkt ein x-beliebiges Produkt über 1.000 Euro erworben und mit der „Null-Prozent-Finanzierung“ eine Ratenzahlung über zehn Monate vereinbart, ist der gekaufte Artikel jedoch nicht in dem vereinbarten Zeitraum vollständig abgezahlt. Denn der Verbraucher bekommt ohne seinen Willen eine Kreditkarte einer beliebigen Bank zugeschickt und tappt so in eine nicht beim Kauf eingeplante Kostenfalle. Denn in den mit dem Elektromarkt vereinbarten zehn Monaten werden dem Konsumenten nicht die monatlich abgesprochenen Raten über 100 Euro abgebucht, sondern nur die 30 Euro für die nicht gewollte Kreditkarte eines Bankinstituts, die als sogenanntes Zusatzgeschäft unfreiwillig mit erworben werden musste.

Geforderte Zinsen sind mit Überziehungszinsen zu vergleichen


Innerhalb den vereinbarten zehn Monaten mit der Zinsfreiheit konnte der Verbraucher somit nur 300 Euro finanzieren. Von dem zu Anfang finanzierenden Betrag über 1.000 Euro bleiben später dem Konsumenten noch stolze 700 Euro übrig. Da jedoch nach den ersten zehn Monaten die Zinsfreiheit bezüglich der „Null-Prozent-Finanzierung“ endet, muss der Verbraucher den noch fälligen Kredit mit den üblichen 15 Prozent-Verzinsung bei dem Elektromarkt abstottern. Diese Verzinsung ist dann weitaus höher als ein sonst üblicher Dispokredit (zum Beispiel bei der Deutschen Bank), der sich zwischen 7,95 und 10,95 Prozent eingependelt hat. Die extrem hohen Prozent Zinsen, die der Elektromarkt von dem Konsumenten dann abverlangt sind eher mit den sonst üblichen Überziehungszinsen (bei der Deutschen Bank circa 15 Prozent) zu vergleichen.

Fällige Ratenzahlung auch bei einem mangelhaften Produkt


Möchte der Kunde die zu zahlenden Zinsen über 105 Euro (bei 700 Euro und 15 Prozent Verzinsung) nicht zusätzlich zahlen, muss sofort die ganze fällige Restsumme des Produkts fristgerecht an die Bank überwiesen werden. Wenn der Verbraucher jedoch nicht innerhalb einer bestimmten Frist den offenen Restbetrag an das Unternehmen zahlt wird aus der einst märchenhaften „Null-Prozent-Finanzierung“ sehr schnell eine böse Kostenfalle. Denn auch bei einen nicht funktionierenden oder mangelhaften Produkt muss auch der restliche Ratenkredit von den Konsumenten abgestottert werden, wie der Bundesgerichtshof (BGH) am 30. September 2014 (XI ZR 168/13) zu Ungunsten der Verbraucher entschieden hatte.

Verbraucherdienst e.V. hält die „Null-Prozent-Finanzierung“ mit gekoppelter Kreditkarte für problematisch


Dabei ist ein Kreditvertrag mit einer Kopplung einer Kreditkarte und keiner vollständigen Abzahlung nach Ende der vereinbaren Vertragslaufzeit in der Bundesrepublik Deutschland jedoch völlig legal. Auch die in einen Kreditvertrag vereinbarten überhöhten Zinsen sind durchaus im üblichen Rahmen, die verlangt werden können. Verbraucherdienst e.V. aus Essen sieht jedoch die Handhabung mit den anschließend hohen Zinsen, die bei einer „Null-Prozent-Finanzierung“ oft im zweistelligen Bereich angesiedelt sind, als äußerst problematisch an.

Unterschreiben Sie nicht übereilt!


Deshalb sollte der Kunde bei der „Null-Prozent-Finanzierung“ (so verführerisch das zu erwerbende Produkt auch ist!) den zu unterschreibenden Vertrag mitsamt des „Kleingedruckten“ ausführlich lesen. Gegebenenfalls sollten Sie den Verkäufer nach versteckten Tücken im Vertrag gezielt ausfragen. Kaufen Sie das Produkt mittels der „Null-Prozent-Finanzierung“ nicht, wenn Ihnen dabei selbst die kleinsten Zweifel kommen. Lassen Sie sich auch nicht zu einer übereilten Unterschrift von dem Verkäufer (zum Beispiel eines Elektromarktes) aufdrängen. Seien Sie lieber äußerst vorsichtig, sodass Sie nicht später in eine fiese Kostenfalle geraten! Denn gerade die vielfach verbreitete „Null-Prozent-Finanzierung“ kann einen gutgläubigen und unbedarften Verbraucher sehr leicht zu einem übereilten und unüberlegten Kauf locken, der später in eine ungewollte Kostenfalle mit überhöhten Zinsen führt und zudem im Nachhinein sehr kostspielig wird.

Lieber mit Bargeld an der Kasse bezahlen – oder auf das Produkt sparen


Sparen Sie lieber auf das zu kaufende teure Produkt, das Sie sich nicht auf Anhieb leisten können. Bezahlen Sie dieses dann besser mit Ihrem Bargeld an der Kasse des Elektromarktes oder des Möbelhauses. Dann behalten Sie auf jeden Fall Ihre vollständige Kostenkontrolle bei Ihren Einkäufen. So tapsen Sie auch nicht ungewollt in eine Kostenfalle durch eine verlockende „Null-Prozent-Finanzierung“. Mitglied sein heißt –  Abwehrkräfte zu stärken.

Verbraucherdienst e.V. informiert über die Null-Prozent-Finanzierung“ mit Ballonkrediten


Haben Sie finanzielle Probleme mit Ihrer „Null-Prozent-Finanzierung“ bekommen? Verbraucherdienst e.V. informiert Sie gerne über die zahlreichen Tücken bei der sogenannten „Null-Prozent-Finanzierung“. Gesprächsmöglichkeiten mit den erfahrenen Mitarbeitern des Verbraucherdienst e.V. sind per Telefon oder per E-Mail gegeben. Wir informieren Sie gerne über den Teufelskreis bei einer „Null-Prozent-Finanzierung“ - mit dem späteren Ballonkredit.


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Mittwoch, 21. Mai 2014

Bearbeitungsgebühren | Bundesgerichtshof zu Verbraucherkrediten

In einem aktuellen Urteil (Az.: XI ZR 170/13, XI ZR 405/12) sprach sich der Bundesgerichtshof (BGH) gegen die Bearbeitungsgebühren bei Bankkrediten für Verbraucher aus.

Keine Goldquelle für Banken mehr  –Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH)

Durch das aktuelle Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) entstehen Bankkunden bei Verbraucherkrediten keine exorbitanten Zusatzkosten mehr. Laut dem klagenden Anwalt sei die Bearbeitungsgebühr, die von den Banken bei einem Abschluss verlangt wurde, eine (Zitat) „Goldquelle“ (Zitat Ende) bzw. ein (Zitat) „uferloses Instrumentarium“ (Zitat Ende) gewesen. Mitglied sein heißt –  auf der sicheren Seite zu stehen.


Kein Bearbeitungsgeld bei Krediten mehr

Die Richter am Bundesgerichtshof (BGH) entschieden in dem Urteil, dass die früheren Vertragsklauseln bei Kreditverträgen unwirksam seien. Das laufzeitunabhängige Bearbeitungsgeld bei Krediten darf nicht mehr von den Banken erhoben werden. Somit müssen Verbraucher nur noch zusätzlich die Zinsen zu Ihren Krediten bezahlen.

Rückforderungen über mehrere Millionen Euro werden erwartet

In der Vergangenheit verzichteten bereits einige Banken auf Bearbeitungsgebühren bei Verbraucherkrediten. Jedoch warteten andere Bankinstitute die Grundsatzentscheidung der hohen deutschen Richter ab. Da Banken bei jedem Abschluss eine einmalige Bearbeitungsgebühr von ein bis drei Prozent verlangten, könnten nun Ansprüche von Rückforderungen über mehre Millionen Euro auf die Bankinstitute zukommen. Die Banken hätten laut dem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) die Verbraucher zu sehr ungerecht behandelt.

Banken in der Revision beim Bundesgerichtshof gescheitert

Die Kläger beim Bundesgerichtshof (BGH) waren schon in den richterlichen Vorinstanzen erfolgreich bezüglich der Rückforderung der Bearbeitungsgebühren von der Deutschen Postbank und der Essener National-Bank. Diesmal sind die Banken bei der Revision jedoch gescheitert, denn die Richter am Bundesgerichtshof (BGH) folgten der vorausgegangenen Rechtsprechung einiger Oberlandesgerichte.

Rückforderung der Bearbeitungsgebühr möglich

Sie können Ihren Anspruch auf Rückforderung der Bearbeitungsgebühr bei Bankkrediten zurückfordern. Allerdings verfällt der Anspruch auf Rückforderung bereits nach drei Jahren. Keine Rückforderungsansprüche haben jedoch Kunden, die die Höhe der geforderten Bearbeitungsgebühr mit Ihrer Bank frei festgesetzt haben. Mitglied sein heißt –  geschützt zu sein.

Haben Sie Fragen zu den Rückforderungen der Bearbeitungsgebühren?

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oder per E-Mail:

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