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Dienstag, 23. März 2021

OVM GmbH, Oberschneiding: Mahnbescheid trotz Kündigung?

Neues aus Oberschneiding: bei uns meldete sich ein Verbraucher, um seine Erfahrungen mit den Firmen OVM GmbH und Euro - Invest – Inkasso UG (haftungsbeschränkt) zu schildern. Die geschilderten Ereignisse des Mitglieds waren so gravierend, dass es sogar zu einem Zahlungsverbot durch das zuständige Amtsgericht kam. Dadurch wurde sein Kontoguthaben eingefroren.

Titel: OVM GmbH, Oberschneiding: Mahnbescheid trotz Kündigung?


Statt Kredit ohne Schufa folgte Kontosperre

In unseren Beiträgen zu Krediten (ohne „Schufa“ / „Schweizer Kredit“) im Internet wurde in der Vergangenheit auch die Firma OVM Online Vertrieb Marketing GmbH genannt. So soll nach einer Kreditanfrage im Internet über die Firma Bavaria FinanzService e.K. zusätzlich zum Kreditangebot ein kostenpflichtiger Vertrag über ein Finanzmanagementpaket entstanden sein. In finanzielle Nöte geratene Verbraucher erhielten demzufolge weitere hohe Rechnungen für dieses Finanzmanagementpaket, später können bei Nichtzahlung Inkassoforderungen die Folge sein.

Aktuell wandte sich ein Verbraucher mit einem besonders gut dokumentierten Fall an uns. Auch er suchte im Netz einen Kredit, doch fand stattdessen nur weiteren Ärger – bis hin zur Vorpfändung. Ob aber für den Verbraucher erkennbar war, dass er ein Zusatzabo gegen Mehrkosten abschließt, kann er heute nicht mehr belegen. Wer speichert schon Screenshots sämtlicher Webseiten, die er besucht?

OVM GmbH : Erfahrungen eines betroffenen Mitglieds

Wir zitieren an dieser Stelle die Email des betroffenen Mitglieds:

Zitat: „(…) Anfang Juli 2014 bin ich auf der Such nach einem Online Kredit bin ich auf die Webseite von Bavaria Finanz gestoßen. Ich habe am 07.07.2014 einen Antrag auf Kredit mit meinen Daten und meine Bank Kontonummer ausgefüllt und wieder zurückgeschickt. Auf der Webseite stand nicht, dass die Bavaria Finanz Firma kostenpflichtig ist. (...) Damals, im Jahr 2014 war ich Studienanfänger und als ausländische Student beherrschte ich nicht 100% die Sprache und hatte keine Kenntnisse über AGB oder Rechtsgeschäft. Ich dachte das, dass Bavaria Finanz eine Kreditgeber Firma ist, deswegen habe ich meine Daten weitergegeben, um Kredit in Höhe von 1.500 Euro zu bekommen. Ich habe leider keinen Kredit bekommen. Später habe ich erfahren, dass eine für mich unbekannte Firmen mit Namen OVM GmbH aus meinem Konto Geld abbucht. (...) Ich habe mit Mitarbeiter von OVM oder Bavaria Finanz angesprochen und erklärt, dass nicht zahlen werde und nie meine Willenserklärung gegeben habe, um monatlich Abo zu zahlen. Hier ist irgendwelcher Irrtum gelaufen. Dann kam keine Emails oder Anrufs von der Firma und plötzlich am 01.10.2020 hat eine sogenannte Inkassofirma Euro – Invest – Inkasso UG eine Mahnung mit Gesamtbetrag von 1.094,83 EUR auf meine E-Mail-Adresse geschickt. Das hat mich natürlich schockiert und sofort habe ich angerufen, um zu klären und die haben mich Druck gemacht, wenn du das nicht zahlst, gehst du zu Gericht dann muss du noch mehr zahlen usw.“ Zitatende.

Der Betroffene gab an, aus persönlichen Gründen diese Raten nicht gezahlt zu haben. Dies hatte Folgen: ein gerichtlicher Mahnbescheid traf ein.

Gerichtlicher Mahnbescheid: Hauptforderung unerwartet hoch

Die entsprechenden Unterlagen wurden uns als Kopie vorgelegt. Im gerichtlichen Mahnbescheid wird die Hauptforderung in Höhe von 782,10 EUR genannt. Die soll für einen Dienstleistungsvertrag seit 10. Juli 2014 gelten.

Laut unseren Informationen sollen die Kosten für Dienstleistungsvertrag der OVM GmbH Oberschneiding bei einer Laufzeit von zwei Jahren 357,60 EUR laut der Seite ovm-service.de 

Screenshot ovm-service.de/?m=register / 23.03.2021
Screenshot ovm-service.de/?m=register / 23.03.2021


Kündigung

Uns liegt jedoch die Kündigung von dem betroffenen Mitglied vom 29.Oktober 2014 per Mail an die Mail-Adresse ovm@1cx.de vor.

Die E-Mail-Adresse wurde von uns am 18.03.2020 getestet. Eine Rückmeldung durch Maildamon erfolgte nicht.

Screenshot: Screenshot unserer versendeten Mail / 18.03.2021
Screenshot unserer versendeten Mail / 18.03.2021


In der Kündigung ist zu lesen, Zitat: „Ich bin **** **** (Name der Redaktion bekannt), habe einmal den Service von Bavariafinanz genutzt. Ich dachte am Anfang, dass der Service kostenlos sei. Später habe ich erfahren, dass dies ein Service mit Gebühren ist. Dann wollte ich kündigen und habe per Telefon sofort angerufen und Bescheid gesagt, dass ich kündigen möchte. Heute konnte ich leider per Telefon nichts erreichen. Ich habe zwei Mal entdeckt, dass ihr immer noch von meinem Konto Geld bucht. Deswegen möchte ich, falls Ihr noch nicht über meine Kündigung Bescheid wisst, wollte ich mich jetzt deutlich äußern, dass ich diesen Service kündigen möchte. Von daher bitte löschen Sie alle meine Daten von diesem Finanzservice. (…) Ich wollte einen Kredit nehmen, aber das hat nie geklappt und außerdem hat mir niemand ein Angebot gemacht. Bitte nicht weiter von meinem Bankkonto Geld buchen.“ Zitatende.

Aufgrund dieser Äußerungen und der vorliegenden Unterlagen stellen wir uns die Frage, wieso die Hauptforderung 782,10 EUR beträgt, wenn bereits 2014 eine Kündigung des 24 Monate laufenden Vertrages durch den Kunden vorlag. Wurde die Kündigung und der behauptete Irrtum über ein kostenpflichtiges Abo etwa nicht beachtet?


Update 01.03.2022: Fragwürdiges Vorgehen: Mahnbescheid trotz Erledigungszusage

Aktuell scheint wieder eine Welle von Mahnbescheiden auszurollen. Dem Verbraucherdienst liegen mehrere solcher vor. In einem Fall soll das Mitglied nun 998,98 EUR bezahlen, obwohl die Euro – Invest – Inkasso UG (haftungsbeschränkt) schriftlich zugesichert hatte, dass der Vorgang „erledigt“ sei:

Screenshot: Screenshot // Euro – Invest – Inkasso UG (haftungsbeschränkt) //  Brief  August 2021
Screenshot // Euro – Invest – Inkasso UG (haftungsbeschränkt) //  Brief  August 2021

Die Krux dabei: Die Klausel ohne Anerkennung einer Rechtspflicht ist leider ohne rechtliche Verbindlichkeit. Die Klausel müsste lauten „ohne Anerkennung einer Rechtspflicht, aber rechtsverbindlich“. Gleichwohl hat man damit eingeräumt, dass eine Forderung verjährt sein könnte. Dies wird ein wichtiges Indiz im Klageverfahren sein.

Wir empfehlen allen, die solche Erledigungsmitteilungen erhalten haben, dass Widerspruch eingelegt und von Antragsgegnerseite die Durchführung des streitigen Verfahrens beantragt oder eine Feststellungsklage eingeleitet wird.

Unangenehm sind solche Verhaltensweisen ohnehin: Normalerweise sollte man sich auf Zusagen eines Gegners verlassen können. Michael Langhans, Jurist des Verbraucherdienstes, hierzu: „Ich schließe grundsätzlich keine Verträge mit Firmen, auf deren Wort ich mich nicht verlassen kann und empfehle das auch unseren Mitgliedern. Wenn Sie in einer vergleichbaren Lage sind, bitte ich Sie, sich beraten zu lassen. Zahlen Sie niemals vorschnell auf Mahnbescheide“. Update-Ende.

Update 2 vom 21.07.2022

In einem weiteren Verfahren vor dem Amtsgericht Essen (Az. 130 C 101/21) erschien die Klagepartei, die OVM, erneut nicht. Wir berichteten bereits über dieses prozessuale Verhalten der OVM - siehe hier. In letzter Zeit scheint es sich zu wiederholen, dass Mahnbescheide beantragt werden und dann nach Widersprüchen in Gerichtsterminen niemand von der OVM erscheint. Woran das liegt, können wir nicht beurteilen. Man kann sich aber sehr wohl überlegen, warum man bei berechtigten Forderungen nicht bei Gericht aufwarten möchte. Eines ist aber klar: Es lohnt sich, sich gegen Forderungen der OVM zu wehren. Update 2 Ende.

OVM GmbH Oberschneiding: Weitere Kosten statt Kredit?

Tatsächlich wurde uns von anderen Mitgliedern berichtet, dass sie ebenfalls überrascht festgestellt haben wollen, dass nach einer Kreditanfrage bei der Bavaria Finanz Abbuchungen erfolgten von der OVM GmbH. Auch im obigen Fall war es so. Statt eines ausgezahlten Kredits, vermittelt durch die Bavaria Finanzservice e.K, erhielt dieses Mitglied ein kostenpflichtiges Finanzmanagementpaket der OVM GmbH, Oberschneiding. Der Verbraucher, der im Internet aufgrund finanzieller Sorgen nach einem Kredit im Internet suchte, zahlte letztlich nur, ohne einen Kredit zu erhalten.

Diese Kosten können in vielen Fällen nicht zusätzlich getragen werden.

Die Folgen können Mahnungen und Zahlungsaufforderungen durch Inkassounternehmen sein, die mit zusätzlichen Inkassogebühren die Kosten in die Höhe treiben. Doch es kann sogar noch schlimmer kommen: es kann zu ernsthaften Konsequenzen wie gerichtlicher Mahn- und Vollstreckungsbescheid und einer Vorpfändung kommen, wenn die geforderten Summen für ein Produkt, welches unter Umständen nicht bewusst gewünscht war, nicht gezahlt werden.

Euro – Invest – Inkasso UG (haftungsbeschränkt): Vorläufiges Zahlungsverbot

Durch das Amtsgericht Nürnberg wurde ein Vorläufiges Zahlungsverbot im Auftrag von der Firma OVM Online Vertrieb Marketing GmbH, vertreten durch die Euro – Invest – Inkasso UG (haftungsbeschränkt) erlassen. Vorrausgegangen waren ein Mahnbescheid sowie ein Vollstreckungsbescheid, gegen die das Mitglied aufgrund eines Auslandsaufenthaltes nicht rechtzeitig vorgehen konnte.

Das Dokument mit der Geschäftsnummer DR II 210/21 wurde uns von dem Betroffenen vorgelegt. Das vorläufige Zahlungsverbot (auch Vorpfändung) ist eine Maßnahme der Zwangsvollstreckung des Gläubigers, die den Rang bei der Befriedigung der Forderung sichern soll. Anders als bei einer Pfändung wird der Antrag vom Gericht nicht geprüft, die Zustellung erfolgt direkt durch den zuständigen Gerichtsvollzieher. Auch in diesem uns vorliegendem Fall wurde das Schriftstück durch einen Gerichtsvollzieher zugestellt.

Wie in den Äußerungen des Mitglieds zu lesen war (siehe oben), ist die Forderung im Vollstreckungsbescheid deutlich höher. So werden neben der Hauptforderung (782,10 EUR) u.a. Zinsen verlangt, letztendlich wird ein Betrag in Höhe von 1.177,39 EUR gefordert.

Wie sollten sich Betroffene wehren?

Verbraucherdienst empfiehlt, grundsätzlich Forderungen oder gar Mahnbescheide der Euro – Invest – Inkasso UG (haftungsbeschränkt) rechtlich prüfen zu lassen. Stellen Sie bei längeren Abwesenheiten (länger als 10 Tage) sicher, dass Ihr Briefkasten überprüft wird). Gegen rechtskräftige Gerichtsbescheide vorzugehen ist aufwendig und kostenintensiv. Zu einer Prüfung bieten sich Rechtsanwälte oder Verbraucherzentralen an, um erhaltene Schreiben von Inkassounternehmen zu hinterfragen. Wenn Sie im Internet Dienstleistungen und/oder Verträge abschließen wollen, sollten Sie relevante Unterlagen (ggf. Screenshots. Emails etc.) sichern. Ihr Anwalt wird es Ihnen danken. So lassen sich Abläufe bzw. Zusammenhänge selbst nach Jahren auch für Richter nachvollziehen.

Betroffene sollten unter keinen Umständen voreilig Ratenzahlungsvereinbarungen unterzeichnen oder gar einzelne Raten überweisen, da dies ein Schuldanerkenntnis darstellen kann. Ohne eine qualifizierte Überprüfung sollte kein Geld fließen.

Kontakt mit Verbraucherdienst

Haben Sie ebenfalls Erfahrungen mit der OVM GmbH oder Euro - Invest - Inkasso UG (haftungsbeschränkt) und der Bavaria Finanzservice e. K gemacht? Betroffene können sich gerne an uns wenden. Für weitere Informationen nutzen Sie die folgenden Möglichkeiten:

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790 

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten. Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Donnerstag, 23. Juli 2020

Consors Finanz / BNP Paribas: Erfahrungen einer Verbraucherin

Das Produktportfolio der Consors Finanz umfasst laut Wiki u.a. Ratenkredite und Kartenprodukte. Eine Verbraucherin wandte sich an uns, um ihre Erfahrungen mit dem Unternehmen zu schildern.

Titel: Consors Finanz / BNP Paribas: Erfahrungen einer Verbraucherin

Consors Finanz BNP Paribas buchte ab


Unser Mitglied schreibt, dass sie im September 2016 einen Ratenkauf bei einem Elektronik-Fachmarkt in Traunreut veranlasst hatte. Im Zuge des Kaufs soll sie eine Karte von der Consors Finanz erhalten haben, eine Girokarte. Die Karte vernichtete sie laut eigener Aussage; „Im Dezember 2018 wurde alles beglichen“, schreibt sie.

Ab November 2019 wurden laufend Beträge durch die Consors Finanz BNP Paribas via Sepa Lastschrift abgebucht, die dementsprechenden Kontoauszüge wurden uns zur Ansicht durch unser Mitglied vorgelegt. Sie meldete sich laut eigener Aussage bei dem Unternehmen, diese sollen ihr gegenüber gesagt haben, dass „Sachen von Amazon“ über die betreffende Karten bestellt wurde.

Unser Mitglied verneinte dies, woraufhin der Mitarbeiter der Consors Finanz erklärt haben soll, dass es sich „höchstwahrscheinlich um Betrug handeln müsste“. Entsprechende Unterlagen, die eine solche Vermutung belegen würde, will unser Mitglied bis heute nicht erhalten haben.

Mahnung wegen ausstehender Zahlung


Die Consors Finanz BNP Paribas (Sitz in Duisburg) schickte unserem Mitglied Anfang Juni eine Mahnung. Die Firma fordert in dem Schreiben den Verbraucher dazu auf, einen Zahlungsrückstand auszugleichen.

Rund zwei Wochen später erhielt sie die schriftliche Kündigung des Kredits. Consors Finanz schreibt, dass die Verbraucherin „trotz mehrfacher Mahnungen“ die geforderte Summe nicht bezahlte. Weiter heißt es: „Eine eventuell abgeschlossene Restschuldversicherung mit monatlicher Beitragszahlung ist ab diesem Monat erloschen, ein Versicherungsschutz besteht somit nicht mehr“. Des Weiteren soll die Inkassoabteilung informiert werden. Tatsächlich folgte Anfang Juli 2020 eine Mahnung von Inkasso Goldbach GmbH.

Kundin soll keine Unterlagen erhalten haben


Als unser Mitglied diese Briefe erhielt, nahm sie erneut telefonisch Kontakt mit Consors Finanz auf. Die Mitarbeiterin am anderen Ende der Leitung soll erklärt haben, dass sämtliche notwendige Unterlagen zugestellt werden. Diese hat unser Mitglied laut eigener Aussagen nicht erhalten.

Unser Mitglied stellte in ihrer Stellungnahme die möglicherweise berechtigte Frage, warum diese angeblichen Bestellungen bei Amazon nicht über den eigenen Account erfolgten, sondern „über sieben Ecken über irgendeine Karte von der Consors Finanz“.

Außerdem wäre offen, wie das Mandat für die SEPA-Lastschrift zustande kam, da bereits laut unseres Mitglieds die Zahlungen im Dezember 2018 beglichen wurden.

Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie auch Erfahrungen mit Consors Finanz oder haben eine Inkasso-Forderung erhalten? Nutzen Sie zu diesem Zweck unsere Kontaktmöglichkeiten:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

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Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Donnerstag, 2. Juli 2020

Süd West Assekuranz-Service GmbH – Kreditabsicherung bei Bavaria Finanz

Durch unser Mitglied wurde uns mitgeteilt, dass die Firma Süd West Assekuranz-Service GmbH von einem Vertragspartner noch offene Beiträge für eine Versicherung forderte, eine sogenannte „Kreditabsicherung“. Werden derartige Verträge möglicherweise bei der Suche nach einem Kredit ohne Schufa geschlossen?

Titel. Süd West Assekuranz-Service GmbH – Kreditabsicherung bei Bavaria Finanz

Das steht in der Zahlungsaufforderung der Süd West Assekuranz-Service GmbH


Ein Verbraucher legte unseren angeschlossenen Rechtsanwälten eine Zahlungsaufforderung der Süd West Assekuranz-Service GmbH vor. Laut dieses Schreibens soll eine Summe von insgesamt 87,60 EUR fällig sein. Scheinbar betragen laut der Forderung die monatlichen Beiträge 25,80 EUR, wobei die Summe von 77,40 EUR bislang offen sein soll.

Süd West Assekuranz-Service GmbH schreibt, dass sie in den vergangenen Wochen bereits mehrfach auf die Verpflichtung hingewiesen haben, dass die Beiträge zu zahlen sind. Sollte die Zahlung weiterhin ausbleiben, so droht das Unternehmen mit der Übergabe an die Rechtsabteilung, was weitere Kosten verursachen könnte.

Wie kommt es zum Vertragsabschluss?


Auf der Suche nach einem Kredit stößt man im Internet auf zahlreiche Anbieter, wie unter anderem die Bavaria Finanzservice e.K. Über die Bavaria Finanz berichteten wir u.a. in dem Beitrag „OVM Online Vertrieb Marketing GmbH fordert für Finanzmanagement Paket“.

„Jetzt Ihre Kredite absichern!“, so wirbt die Bavaria Finanzservice e.K. aktuell (Stand 29.06.2020) auf ihrer Webseite. Der Service „Kreditabsicherung“ soll einen Kreditraten-Ausfallschutz bieten, z.B. wenn der Vertragspartner unverschuldet arbeitslos werden sollte. Die Kosten für diese Absicherung: 25,80 EUR monatlich. Diese Summe ist uns bereits durch die Zahlungsaufforderung der Südwest Assekuranz-Service GmbH bekannt.

Auf der Webseite ist ebenfalls zu lesen, dass die Kreditabsicherung ein Angebot der WÜRZBURGER VERSICHERUNGS-AG (Bahnhofstr. 11, 97070 Würzburg) sei. Um eine solche Kreditabsicherung abzuschließen, wird die Eingabe der erforderlichen Daten samt der Kontoverbindung verlangt.

Bei der Eingabe der Kontodaten auf den Button „SEPA“ öffnet sich ein Fenster für ein SEPA Lastschriftmandat Süd West Assekuranz-Service GmbH. Laut der Beschreibung wird der genannten Firma gewährt, bei Vertragsabschluss Lastschriften einzuziehen.

Keine Garantie auf einen ausgezahlten Kredit


Wichtig für Personen, die im Internet auf der Suche nach einem Kredit sind: die Bavaria Finanzservice e.K. wirbt auf ihrer Webseite laut eigener Aussage „Online-Kredite – schnell und einfach – auch ohne Schufa“, aber es besteht keine Garantie auf eine Auszahlung. Bei der Eingabe der erfragten Daten besteht die Möglichkeit, statt des erhofften Kredits Verträge für kostenpflichtige Dienstleistungen abzuschließen, wie ein „Finanzmanagement Paket“ (ein Angebot der OVM-Online Vertrieb Marketing GmbH ) oder eine „Kreditabsicherung“ (ein Angebot der WÜRZBURGER VERSICHERUNGS-AG). Interessierte sollten unbedingt die Allgemeinen Geschäftsbedingungen lesen, ehe sie ihre Daten zur Verarbeitung weiterleiten.

Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie ebenfalls Erfahrungen mit der Süd West Assekuranz-Service GmbH? Oder mit der Bavaria Finanzservice e.K.? Suchen Sie Hilfe oder weitere Informationen?

Nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten:

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oder per E-Mail:

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Dienstag, 23. Juni 2020

KK Königliche Kunst GmbH: Erfahrungen und Bericht eines Kunden

Unser Mitglied Herr W. schloss insgesamt zwei Verträge mit der KK Königliche Kunst GmbH aus Hattingen über den Kauf der Produkte „Meisterwerke der Welt“ (1 & 2) ab. Jeweils soll eins dieser Angebote sage und schreibe 11.998,00 EUR kosten. Unser Mitglied teilte uns seine Erfahrungen mit.

Titel: KK Königliche Kunst GmbH: Erfahrungen und Bericht eines Kunden

„Meisterwerke der Welt“ für nahezu 24.000 EUR


Nicht jeden Tag erhalten wir Berichte von unseren Mitgliedern, in denen es um Kunst bzw. den Erwerb von künstlerischen Wertanlagen geht. Herr W. gab uns jedoch mit seinen Erfahrungen den Anlass dazu. Er gab uns gegenüber an, zwei Kaufverträge mit einem Handelsvertreter der Firma KK Königliche Kunst GmbH aus Hattingen abgeschlossen zu haben. Fragen über den tatsächlichen Wert der erworbenen Kunst kamen erst im Nachhinein auf. Hier der Ablauf des Geschehens:

Laut den Aussagen des Mitglieds Herr W. wurde dieser von einem Handelsvertreter der KK Königliche Kunst GmbH aufgesucht. Herr W. soll zuvor Kunde bei der Firma Bertelsmann gewesen sein, dies soll der Vertreter ihm gegenüber vermittelt haben. Herrn W. schloss bei diesem Verkaufsgespräch gar zwei Verträge über den Erwerb der Werke „Meisterwerke der Welt“ und „Meisterwerke der Welt – Edition II“ ab. Eine Wertsteigerung soll laut des Vertreters gegeben sein, berichtet unser Mitglied. Kostenpunkt je Ausgabe: 11.998,00 EUR.

Prüfung der Unterlagen warf Fragen auf


Mit dem Kauf soll Herr W. keine Echtheitszertifikate oder vergleichbare Unterlagen zur Wertbestimmung erhalten haben. Um die hohe Summe zahlen zu können, beantragte Herr W. einen Kredit auf Raten, um eine Finanzierung der neu erworbenen Werke zu sichern.

In einem nachfolgenden Schreiben an uns schilderte Herr W. den weiteren Ablauf. Er schreibt, dass in einem Gespräch mit einem Mitarbeiter seiner Sparkasse Fragen bezüglich von Ratenkrediten hinsichtlich der Firma KK Königliche Kunst GmbH aufkamen. Herr W. lag demzufolge seine Unterlagen vor. Er schreibt weiter: „Nach Prüfung der Unterlagen stellt die Sparkasse in Frage, ob die Reproduktionen der Meisterwerke (2 x 7 Gemälde auf Chrom Stahl) den Wert der Kreditsumme entsprechen würden.“

Über die „Meisterwerke der Welt“


Herr W. übersandt uns via Mail Eindrücke über seine erstandenen „Meisterwerke der Welt“. Als Größe der jeweiligen Bilder gab er uns gegenüber ein Format von 30 cm x 40 cm an, also ungefähr DINA3 (29,7 cm x 42,0 cm). Uns liegen drei Fotografien vor, welche die Inhalte dokumentieren. Zu sehen sind unterschiedliche Motive, wie unter anderem „Mercator“ von Frans Hogenberg und „Die Schutzmantelmadonna“, entstanden in der Werkstatt von Francisco de Zubarán.

Bei Recherchen im Internet fanden wir vergleichbare Werke, in denen ebenfalls die „Meisterwerke der Welt“ zum Kauf angeboten wurden – jedoch für weitaus weniger Kosten. Wir fanden unter anderem ein Produkt gleichen Namens mit mindestens einem gleichen Motiv für knapp 3.500 EUR.

Über KK Königliche Kunst GmbH


Das Unternehmen KK Königliche Kunst GmbH hat ihren Sitz in Hattingen, NRW. Es sind zum derzeitigen Zeitpunkt ein paar Artikel im Internet abrufbar, welche das Angebot des Geschäftsführers Kaan Ö. genauer vorstellen. Auf WAZ.de sind mehrere Beiträge über die angebotenen Dienstleistungen zu lesen. Zum einen „Königliche Kunst für Liebhaber ist made in Hattingen“ vom 08.02.2019 und „Aus Hattingen kommt eine Heilige Schrift für 29.000 Euro“ vom 24.12.2019. Geschäftsgegenstand ist laut des aktuellen Handelsregistereintrags (abgerufen am 17.06.2020): „der Handel mit Waren aller Art, insbesondere mit solchen aus dem medialen Bereich wie Bücher, Lexika, Schriften und der Kunst einschließlich deren Finanzierungen, Forderungsmanagement“.

Update: Eine Rückmeldung zu unserem Beitrag


Wir erhielten am 30.08.2020 eine Email zu diesem Artikel, die wir gerne an dieser Stelle präsentieren möchten. Wir zitieren:

"Mein im Mai verstorbener Onkel hat ebenfalls Werke beim gleichen Anbieter für 18 TEUR gekauft. Auch er ist als ehemaliger Buchclub Kunde in den Fokus von Firmen geraten, die sich auf Haustürgeschäfte mit Kunstobjekten spezialisiert haben. Er hat bei Firmen wie Wertkontor, Art & History, Royal History u.a. insbesondere Faksimiles aber auch Brockhaus-Serien in einem Umfang von mehr als 200 TEUR (!) gekauft. Dies haben wir aus den uns nun vorliegenden Unterlagen nachvollziehen können.
Mit anwaltlicher Unterstützung haben wir offene Forderungen in Höhe von 21 TEUR für zwei Werke abwehren können und die Werke zurück gegeben. Bemerkenswert ist auch, dass er im Mai 2019 einen Kauf nicht tätigen wollte, da er nicht liquide war. Daraufhin wurde ihm ein Kredit über 20 TEUR mit einem eff. Zins von 7% vermittelt. Der Vertragspartner DSL/Postbank hat auf meine Forderung, sich bzgl. der Zinshöhe zu rechtfertigen, nur auf die freie Gestaltung von Verträgen berufen.
Ich hoffe, die Informationen unterstützen Sie bei Ihrer Arbeit."
Zitatende.

Kontakt mit Verbraucherdienst


Haben Sie ebenfalls Erfahrungen mit diesem Thema? Oder haben ebenfalls einen Vertrag mit der Firma KK Königliche Kunst GmbH abgeschlossen? Teilen Sie uns Ihre Erfahrungsberichte gerne über unsere Kontaktmöglichkeiten mit.

Hier geht es direkt zum Kontaktformular.

Andere Kontaktmöglichkeiten:

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Mittwoch, 22. August 2018

yourFinance AG: Erfahrungen mit dem Kreditvermittler

Uns liegen zwei Zahlungserinnerungen der Züricher Firma yourFinance AG vor. So soll ein Empfänger via Nachnahme einen kostenpflichtigen Finanzsanierungsplan zugestellt bekommen haben, obwohl er aber eine Kreditanfrage über die Homepage der Firma gestellt hatte.

Titel: yourFinance AG: Erfahrungen mit dem Kreditvermittler

yourFinance AG: Kreditvermittlung über das Internet


Die leidigen Themen Schulden, Geldnöte oder der Wunsch einer kostspieligen Anschaffung lockt zahlreiche Verbraucher in das Internet, um sich über Kredite zu informieren. Für jene, die in finanziellen Schwierigkeiten stecken, sind unter Umständen die sogenannten „Kredite ohne Schufa“ interessant. Im Netz tummeln sich zahlreiche Kreditvermittler – mitunter auch gewisse Unternehmen, die anstatt den erwarteten Kredit auszahlen sogar noch eine Rechnung zu stellen.

Das Schweizer Unternehmen yourFinance AG ist ein Kreditvermittler, die auf ihrer Homepage mit den Angeboten „Eilkredite“, ,“Umschuldungen“ und „Finanzsanierungen“ wirbt. Letzteres ist im Grunde eine gewerbliche Schuldenberatung, die verschuldeten Personen unter anderem die Erstellung eines Haushaltsplan ermöglicht.

Weitere Kosten statt dem erhofften Kredit


Ein Verbraucher und Mitglied beim Verbraucherdienst meldete sich bei uns via Mail, dass er einen „Online Kredit“ aufnehmen wollte und das Angebot der yourFinance AG entdeckte und dementsprechend ausfüllte. Er ging laut eigener Aussage davon aus, dass ihm die Firma aus Zürich helfen würde, aber stattdessen sollte er Vorkasse leisten: 273,00 EUR für eine „Vermittlergebühr“ bzw. einen „Finanzsanierungsvertrag“.

Dieses Angebot wurde unserem Mitglied postalisch zur Nachnahme versandt. Selbst bei Nichtannahme der Postsendung folgt eine Zahlungserinnerung, in der yourFinance AG erneut darauf hinweist, dass ein unterschriebener Vertrag vorliegt. Uns liegen sogar zwei solcher Erinnerungen zwei unterschiedlicher Mitglieder vor. In beiden wird dem Empfänger mitgeteilt, dass erst nach Zahlungseingang ein „vorliegender und genehmigter Finanzsanierungsvertrag“ zugestellt werden kann.

Scan:  Erinnerung von "yourFinance AG" / Juli 2018
 Erinnerung von "yourFinance AG" / Juli 2018


Hilfe bei yourFinance AG


Haben Sie auch eine Rechnung bzw. Erinnerung von yourFinance AG erhalten? Wollten Sie einen Kreditanfrage stellen und erhielten stattdessen einen Finanzsanierungsplan? Für weitere Informationen allgemeiner Art nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten.

Allgemeine Informationen erhalten Sie unter der Telefonnummer:

0201-176 790

oder per E-Mail:

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Freitag, 22. Dezember 2017

Forderung von SO Rechtsdienstleistungen für Optima Finanzcheck Plus

Uns liegt aktuell eine Mahnung von dem Inkassobüro „SO Rechtsdienstleistungen“ vor, einer Zweigniederlassung der „Schuldtitel-Online AG CH“, zur Berichterstattung vor. So sollen noch Zahlungen für eine Dienstleistung der Optima Finanzcheck Plus ausstehen. SO Rechtsdienstleistungen hat laut eigener Aussage den Abrechnungsservice übernommen. Können durch eine Kreditanfrage bereits Kosten entstehen?

Titelbild: Forderung von SO Rechtsdienstleistungen für Optima Finanzcheck Plus

Optima Finanzcheck Plus: Sofortkredite auf Anfrage?

Aber wir helfen jedem, insbesondere dann wenn bereits finanzielle Schwierigkeiten bestehen und die Schuldenprobleme (noch dazu)  immer mehr und unerträglicher werden.
Insbesondere wenn Kreditbedarf besteht, (aber die Richtlinien von normalen Kreditbanken durch den Antragsteller nicht mehr erfüllt werden) sollte man sich mit uns in Verbindung setzen.
Profitieren Sie von den vereinfachten Annahmerichtlinien für spezielle Abruf-Kredite, die von unseren Kooperationspartnern (Finanzunion) erfolgreich angeboten werden.
Unsere Dienstleistung beinhaltet sämtliche Hilfestellungen die benötigt werden und wir kümmern uns um die richtige Weichenstellung.
Es ist unser Bestreben dafür zu sorgen,  dass Probleme in finanziellen Angelegenheiten zu Ihrer Zufriedenheit gelöst werden."

Handelt es sich um eine kostenlose Anfrage?


Das bedeutet, dass bei einer einfachen Anfrage für den Verbraucher (sog. Kreditwerber) bereits Kosten entstehen können. Uns liegt ein Schreiben der Optima Finanzcheck Plus vor, in der einem Mitglied des Verbraucherdienstes aufgrund einer „schwachen Bonität“ für eine weiteren Bearbeitung Kosten berechnet werden.

Scan: Anschreiben Optima Finanzcheck Plus | 15.09.2016
Anschreiben Optima Finanzcheck Plus | 15.09.2016


So sollen für einen speziellen Bonitätsabgleich 58,40 EUR plus MwSt., sprich insgesamt 69,50 EUR, für eine „entscheidende Verbesserung“ bei einer möglichen „Bonitätsoptimierung“ führen.

Unser Mitglied zahlte die geforderte Summe nicht. Es dauerte nicht einmal vier Wochen, bis der nächste Brief im Briefkasten landete. Dieses Mal stammte er von „SO Rechtsdienstleistungen“ aus Leverkusen, einer Zweigniederlassung der Schuldtitel-Online AG CH. Es handelt sich genauer um eine Mahnung zu einer Rechnung der Optima Finanzcheck Plus. In dem vorliegenden Schreiben wir eine Summe von 89,25 EUR für einen Dienstleistungsvertrag gefordert sowie zuzüglich Mahngebühren in Höhe von 10,00 EUR. Diese 99,25 EUR sollen innerhalb von 10 Tagen auf ein angegebenes Konto überwiesen werden.

Scan: Mahnung SO Rechtsdienstleistungen | 09.10.2017
Mahnung SO Rechtsdienstleistungen | 09.10.2017


Weitere Mahnung durch EuroTreuhand Inkassobüro


Kann eine einfache Kreditanfrage solche Kosten verursachen? Auch die Forderung von SO Rechtsdienstleistungen zahlte unser Mitglied nicht. Es folgte ein weiteres Schreiben – dieses Mal von dem Inkassounternehmen EuroTreuhand Inkasso GmbH aus Köln.

Der im Rechtsdienstleistungsregister eingetragene Inkassodienstleister droht mit der Einleitung eines gerichtlichen Verfahrens, sofern nicht die Summe von 168,98 EUR beglichen wird. Ferner heißt es, dass ggf. Vollstreckungsmaßnahmen oder Pfändungen eingeleitet werden. Das könnte noch weitere Probleme für diejenigen Personen bedeuten, die eh in finanziellen Probleme geraten sind und auf Hilfe durch einen Kredit bauten.

Scan: Anschreiben EuroTreuhand Inkasso GmbH | 07.12.2017
Anschreiben EuroTreuhand Inkasso GmbH | 07.12.2017


Hilfe bei Optima Finanzcheck Plus und SO Rechtsdienstleistungen


Haben Sie Erfahrungen mit der Optima Finanzcheck Plus oder der SO Rechtsdienstleistungen? Oder haben Sie gar eine Forderung/Mahnung durch die EuroTreuhand Inkasso GmbH erhalten? Wir bieten Betroffenen allgemeine Informationen zu den genannten Themen. Nehmen Sie Kontakt auf:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Montag, 2. Oktober 2017

Kreditclub24.com | Forderung der First Debit Inkasso für Boncheck GmbH

Im Internet gibt es Seiten, die sich an Personen mit schlechter Bonität wenden. So auch das Portal Kreditclub24, die einen „Sofort Kredit“ bis zu 7.500 EUR anbieten. Wer sich auf diesen Deal einlässt, könnte am Ende unweigerlich draufzahlen. Als Mitglied von Kreditclub24 kommen weitere Gebühren hinzu. Sollte eine Zahlung ausbleiben, könnte eine Forderung durch das Inkassounternehmen First Debit GmbH folgen.

Kreditclub24.com | Forderung der First Debit Inkasso für Boncheck GmbH

Kreditclub24.com: Clubmitglied statt Kredit ohne Schufa


Einen Kredit trotz negativem Schufa-Eintrag zu erhalten, ist mit Schwierigkeiten verbunden. Scheinbar suchen deshalb Betroffene Alternativen im Internet, um sich über die Möglichkeiten eines vielleicht bitter benötigten Kredits zu informieren.

Bei ihrer Suche stoßen sie unter Umständen auf das Portal „kreditclub24.com“, die mit „Sichern Sie sich Ihre exklusive Platin MasterCard ® - bis zu 7.500€ ohne SCHUFA“ werben. Auf der Startseite ist sogar ein ablaufender Timer zu sehen, um mit „Neuanschaffung, Auto, Selbstständigkeit oder Umschuldung“ zu locken.

Es ist für Besucher der Seite möglich, mittels eines Eingabeformulars „Konditionen berechnen“ berechnen zu lassen. Als Beispiel ist die Kreditsumme von 5.000 EUR mit einer Laufzeit von 128 Monaten angegeben. Eine transparente Übersicht mit Details soll auf Anfrage erfolgen. Jedoch gibt es statt eines Kredits ohne Schufa eine Clubmitgliedschaft beim Kreditclub24, die neben einer Clubaufnahmegebühr auch die Jahresgebühr für eine Prepaid-Kreditkarte samt Nachnahmegebühr berechnet.

Scan: Mahnung Kreditclub24 | 16.Oktober 2017
Mahnung Kreditclub24 | 16.Oktober 2017

Forderung durch First Debit GmbH


Weitere Kosten können für einen Kreditsuchenden ein Problem darstellen. Bei einer ausbleibenden Zahlung der Gebühren besteht die Möglichkeit eine Zahlungsaufforderung durch das Inkassounternehmen First Debit GmbH zu erhalten. In einer derzeit vorliegenden Forderung, die uns durch eine Betroffene zur Verfügung gestellt wurde, wird für den Auftraggeber Boncheck GmbH gefordert. Das Unternehmen Boncheck GmbH ist eine „Wirtschaftsauskunftei“ aus Steinhagen.

Insgesamt wird ein Betrag in Höhe von 213,81 EUR für die „Bestellung auf kreditclub24.com“ und zwar von der „Vorteilswelt und Prepaid Kreditkarte“ verlangt. Sollte keine Zahlung erfolgen, so wird die Schufa informiert.

Scan: Forderung First Debit Inkasso | 21.09.2017

Forderung First Debit Inkasso | 21.09.2017


Hilfe bei Kreditclub24.com und Forderungen der First Debit Inkasso


Haben Sie auch Erfahrungen mit dem Portal Kreditclub24.com und wurden unfreiwillig Clubmitglied? Oder haben Sie eine Zahlungsaufforderung durch die First Debit GmbH erhalten? Über unsere Kontaktmöglichkeiten erhalten Sie erste allgemeine Informationen.

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Freitag, 4. November 2016

OVM Online Vertrieb Marketing GmbH fordert für Finanzmanagement Paket

Verbraucherdienst e.V. liegen Mahnungen durch die OVM Online Vertrieb Marketing GmbH vor. So soll der Kunde ein „Finanzmanagement Paket“ beantragt haben, welches in Kooperation mit Bavaria Finanzservice e.K. online angeboten wird. Dabei stellte er laut eigener Aussage nur eine Kreditanfrage über ein Kreditportal, welches Bavaria Finanz Service anbietet. Nun soll der
Verbraucher über 350 EUR zahlen. Laut Aussage der OVM Online Vertrieb Marketing GmbH werden Rechnung nur nach Vertragsabschluss gestellt.

Titelbild: OVM Online Vertrieb Marketing GmbH fordert für Finanzmanagement Paket


Noch mehr Schulden trotz Finanz Management Paket?


„Raus auf dem finanziellen Durcheinander mit unserem Finanz Management Paket“ heißt es auf der Homepage der Firma OVM Online Vertrieb Marketing GmbH. OVM GmbH bietet unter anderem „Zusatzprodukte für Finanzdienstleister“ an. Ein solcher Finanzdienstleister ist die Bavaria Finanzservice e.K., die laut der vorliegenden Unterlagen mit OVM GmbH kooperiert. Das angepriesene „Finanz Management Paket“ soll Leute in finanzieller Not dabei helfen, vorhandene Schulden in den Griff zu bekommen. Umsonst ist diese Hilfe jedoch nicht: nach einer 14tägigen Probezeit soll die Schuldenhilfe soll das Paket 357,60 EUR - zahlbar in 24 Monatsraten a 14,90 EUR.

Die erste Mahnung, die uns freundlicherweise durch einen Verbraucher zugestellt wurde, beinhaltet die Forderung der monatlich fälligen Beträge. In dem uns vorliegenden Fall für zwei Monate im Jahr 2016. Da der Verbraucher jedoch die Summe nicht zahlte, folgte noch eine weitere, in der insgesamt 358,70 EUR gefordert wurden.


Vertrag durch Kreditanfrage?


Der Verbraucher, der die Unterlagen an uns weiterleitete, gab uns gegenüber an, dass er eine Kreditanfrage stellte und nicht das Angebot des Finanz Management Pakets in Anspruch nahm. Eine solche Kreditanfrage kann zum Beispiel auf der Homepage von Bavaria Finanzservice e.K. gestellt werden. Das „Kreditportal“ (erreichbar unter http://www.kredit1a.de, Stand 04.11.2016) bietet für Interessierte einen „Online Kredit“, der laut der Startseite „einfach und schnell – ohne Schufa-Auskunft“ möglich sein soll. Zu diesem Zweck kann man den Button „Jetzt Kredit anfordern“ betätigen, der zu einer neuen Seite mit Eingabeformular führt. Dort müssen Kontakt- und persönliche Daten eingegeben werden und darüber auch Informationen über den Arbeitgeber. Eine Rückmeldung via E-Mail soll innerhalb weniger Minuten erfolgen.


Bavaria Finanzservice: Ein Blick in das Kleingedruckte


Laut den AGB der Bavaria Finanz Service e.K. ist ein das Unternehmen ein Vermittler zwischen kreditsuchenden Personen und Anbietern von Krediten im Internet. Somit ist es für Menschen auf der Suche nach einem Kredit ohne Schufa-Eintrag wichtig zu wissen, dass die Kreditauszahlung nicht durch die Bavaria Finanzservice erfolgt.

Viel mehr verdient die Firma aber an einer erfolgreichen Vermittlung. So ist unter Paragraph 4 zu in den AGB zu lesen:

„§ 4 Vermittlungsvergütung für schufafreie Kredite
Unsere Vergütung wird mit erfolgter Vermittlung des Darlehens und dessen Auszahlung fällig. Wird dem Antragsteller auf dessen Antrag ein schufafreier Kredit oder Darlehen von einem Kreditinstitut zur Verfügung gestellt entstehen für den Antragsteller 3% Vergütungskosten des Nettokreditbetrages. Bavaria Finanz erklärt gegenüber dem Kunden, daß auch eine Vergütung der Bank an BavariaFinanz gezahlt wird.“ (Quelle: AGB, Stand 04.11.2016)


Kontakt mit dem Verbraucherdienst e.V.


Der Verbraucher gab uns gegenüber an, dass er nur eine Kreditanfrage an die Bavaria Finanz Service e.K. gestellt habe. Er habe nicht das Finanz Management Paket der OVM Online Vertrieb Marketing GmbH bestellt. Haben Sie auch eine Mahnung wegen noch offener Beiträge erhalten? Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

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Montag, 13. Juli 2015

Null-Prozent-Finanzierung | 0 Prozent ist nicht umsonst!

Hat Sie schon einmal die vielversprechende „Null-Prozent-Finanzierung“ eines Elektromarktes oder eines Möbelhauses zum Kauf gelockt? Das teuere Produkt für „lau“ einfach mitnehmen und später ohne Zinsen bezahlen ist für viele Kunden in Deutschland einfach verführerisch! Es wird in Elektromärkten oder in Möbelhäusern aggressiv mit dieser umstrittenen Finanzierungsmethode geworben.

Risiken einer Null-Prozent-Finanzierung


4K / Ultra HD-Fernseher über „Null-Prozent-Finanzierung“ gekauft


Einfach den nagelneuen 4K / Ultra HD-Fernseher, der schon mit einer kleinen Bildschirmdiagonale mehrere Tausend Euro kostet, mit nach Hause nehmen - bezahlt wird ja ganz bequem in mehreren Monatsraten ohne zusätzliche Zinsen und anfallenden Zusatzkosten. Genau derselbe Kaufpreis wie bei der sofortigen Barzahlung oder Überweisung, da ja keine zusätzlichen Zinsen dazukommen sollen. Eine sogenannte „Null-Prozent-Finanzierung“ verleitet viele Verbraucher zum schnellen Einkauf teuerer Geräte und Möbel auf „Pump“. Aber Vorsicht! Wer bei der sogenannten „Null-Prozent-Finanzierung“ nicht richtig informiert ist zahlt in der Regel sehr viel drauf. Und dann kann es für den Konsumenten sehr schnell extrem teuer werden. Ein sogenannter Ballonkredit kann die unerwartete Folge eines solchen Einkaufs sein, der anfangs mit „märchenhaften“ 0 Prozent finanziert wurde. Mitglied sein heißt –  rundum für Sie da zu sein.

Von 0 auf 15 in wenigen Monaten!


Hier ein kleines Rechenbeispiel. Aus der in Werbeprospekten zahlreicher Anbieter angepriesenen „Null-Prozent-Finanzierung“ für den Verbraucher kann daraus schnell eine kostspielige 15-prozentige Verzinsung für den Verbraucher entstehen. Dann wenn zum Beispiel neben dem eigentlichen Kreditgeschäft über „sagenhafte“ 0 Prozent das Zusatzgeschäft mit einer ungewollten Kreditkarte und einem späteren Ballonkredit (über 15 Prozent) hinzukommt.

Mit einer ungewollten Kreditkarte in die Verbraucherfalle getappt


Wird zum Beispiel in einem bekannten „blauen“ oder „roten“ Elektromarkt ein x-beliebiges Produkt über 1.000 Euro erworben und mit der „Null-Prozent-Finanzierung“ eine Ratenzahlung über zehn Monate vereinbart, ist der gekaufte Artikel jedoch nicht in dem vereinbarten Zeitraum vollständig abgezahlt. Denn der Verbraucher bekommt ohne seinen Willen eine Kreditkarte einer beliebigen Bank zugeschickt und tappt so in eine nicht beim Kauf eingeplante Kostenfalle. Denn in den mit dem Elektromarkt vereinbarten zehn Monaten werden dem Konsumenten nicht die monatlich abgesprochenen Raten über 100 Euro abgebucht, sondern nur die 30 Euro für die nicht gewollte Kreditkarte eines Bankinstituts, die als sogenanntes Zusatzgeschäft unfreiwillig mit erworben werden musste.

Geforderte Zinsen sind mit Überziehungszinsen zu vergleichen


Innerhalb den vereinbarten zehn Monaten mit der Zinsfreiheit konnte der Verbraucher somit nur 300 Euro finanzieren. Von dem zu Anfang finanzierenden Betrag über 1.000 Euro bleiben später dem Konsumenten noch stolze 700 Euro übrig. Da jedoch nach den ersten zehn Monaten die Zinsfreiheit bezüglich der „Null-Prozent-Finanzierung“ endet, muss der Verbraucher den noch fälligen Kredit mit den üblichen 15 Prozent-Verzinsung bei dem Elektromarkt abstottern. Diese Verzinsung ist dann weitaus höher als ein sonst üblicher Dispokredit (zum Beispiel bei der Deutschen Bank), der sich zwischen 7,95 und 10,95 Prozent eingependelt hat. Die extrem hohen Prozent Zinsen, die der Elektromarkt von dem Konsumenten dann abverlangt sind eher mit den sonst üblichen Überziehungszinsen (bei der Deutschen Bank circa 15 Prozent) zu vergleichen.

Fällige Ratenzahlung auch bei einem mangelhaften Produkt


Möchte der Kunde die zu zahlenden Zinsen über 105 Euro (bei 700 Euro und 15 Prozent Verzinsung) nicht zusätzlich zahlen, muss sofort die ganze fällige Restsumme des Produkts fristgerecht an die Bank überwiesen werden. Wenn der Verbraucher jedoch nicht innerhalb einer bestimmten Frist den offenen Restbetrag an das Unternehmen zahlt wird aus der einst märchenhaften „Null-Prozent-Finanzierung“ sehr schnell eine böse Kostenfalle. Denn auch bei einen nicht funktionierenden oder mangelhaften Produkt muss auch der restliche Ratenkredit von den Konsumenten abgestottert werden, wie der Bundesgerichtshof (BGH) am 30. September 2014 (XI ZR 168/13) zu Ungunsten der Verbraucher entschieden hatte.

Verbraucherdienst e.V. hält die „Null-Prozent-Finanzierung“ mit gekoppelter Kreditkarte für problematisch


Dabei ist ein Kreditvertrag mit einer Kopplung einer Kreditkarte und keiner vollständigen Abzahlung nach Ende der vereinbaren Vertragslaufzeit in der Bundesrepublik Deutschland jedoch völlig legal. Auch die in einen Kreditvertrag vereinbarten überhöhten Zinsen sind durchaus im üblichen Rahmen, die verlangt werden können. Verbraucherdienst e.V. aus Essen sieht jedoch die Handhabung mit den anschließend hohen Zinsen, die bei einer „Null-Prozent-Finanzierung“ oft im zweistelligen Bereich angesiedelt sind, als äußerst problematisch an.

Unterschreiben Sie nicht übereilt!


Deshalb sollte der Kunde bei der „Null-Prozent-Finanzierung“ (so verführerisch das zu erwerbende Produkt auch ist!) den zu unterschreibenden Vertrag mitsamt des „Kleingedruckten“ ausführlich lesen. Gegebenenfalls sollten Sie den Verkäufer nach versteckten Tücken im Vertrag gezielt ausfragen. Kaufen Sie das Produkt mittels der „Null-Prozent-Finanzierung“ nicht, wenn Ihnen dabei selbst die kleinsten Zweifel kommen. Lassen Sie sich auch nicht zu einer übereilten Unterschrift von dem Verkäufer (zum Beispiel eines Elektromarktes) aufdrängen. Seien Sie lieber äußerst vorsichtig, sodass Sie nicht später in eine fiese Kostenfalle geraten! Denn gerade die vielfach verbreitete „Null-Prozent-Finanzierung“ kann einen gutgläubigen und unbedarften Verbraucher sehr leicht zu einem übereilten und unüberlegten Kauf locken, der später in eine ungewollte Kostenfalle mit überhöhten Zinsen führt und zudem im Nachhinein sehr kostspielig wird.

Lieber mit Bargeld an der Kasse bezahlen – oder auf das Produkt sparen


Sparen Sie lieber auf das zu kaufende teure Produkt, das Sie sich nicht auf Anhieb leisten können. Bezahlen Sie dieses dann besser mit Ihrem Bargeld an der Kasse des Elektromarktes oder des Möbelhauses. Dann behalten Sie auf jeden Fall Ihre vollständige Kostenkontrolle bei Ihren Einkäufen. So tapsen Sie auch nicht ungewollt in eine Kostenfalle durch eine verlockende „Null-Prozent-Finanzierung“. Mitglied sein heißt –  Abwehrkräfte zu stärken.

Verbraucherdienst e.V. informiert über die Null-Prozent-Finanzierung“ mit Ballonkrediten


Haben Sie finanzielle Probleme mit Ihrer „Null-Prozent-Finanzierung“ bekommen? Verbraucherdienst e.V. informiert Sie gerne über die zahlreichen Tücken bei der sogenannten „Null-Prozent-Finanzierung“. Gesprächsmöglichkeiten mit den erfahrenen Mitarbeitern des Verbraucherdienst e.V. sind per Telefon oder per E-Mail gegeben. Wir informieren Sie gerne über den Teufelskreis bei einer „Null-Prozent-Finanzierung“ - mit dem späteren Ballonkredit.


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Mittwoch, 21. Mai 2014

Bearbeitungsgebühren | Bundesgerichtshof zu Verbraucherkrediten

In einem aktuellen Urteil (Az.: XI ZR 170/13, XI ZR 405/12) sprach sich der Bundesgerichtshof (BGH) gegen die Bearbeitungsgebühren bei Bankkrediten für Verbraucher aus.

Keine Goldquelle für Banken mehr  –Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH)

Durch das aktuelle Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) entstehen Bankkunden bei Verbraucherkrediten keine exorbitanten Zusatzkosten mehr. Laut dem klagenden Anwalt sei die Bearbeitungsgebühr, die von den Banken bei einem Abschluss verlangt wurde, eine (Zitat) „Goldquelle“ (Zitat Ende) bzw. ein (Zitat) „uferloses Instrumentarium“ (Zitat Ende) gewesen. Mitglied sein heißt –  auf der sicheren Seite zu stehen.


Kein Bearbeitungsgeld bei Krediten mehr

Die Richter am Bundesgerichtshof (BGH) entschieden in dem Urteil, dass die früheren Vertragsklauseln bei Kreditverträgen unwirksam seien. Das laufzeitunabhängige Bearbeitungsgeld bei Krediten darf nicht mehr von den Banken erhoben werden. Somit müssen Verbraucher nur noch zusätzlich die Zinsen zu Ihren Krediten bezahlen.

Rückforderungen über mehrere Millionen Euro werden erwartet

In der Vergangenheit verzichteten bereits einige Banken auf Bearbeitungsgebühren bei Verbraucherkrediten. Jedoch warteten andere Bankinstitute die Grundsatzentscheidung der hohen deutschen Richter ab. Da Banken bei jedem Abschluss eine einmalige Bearbeitungsgebühr von ein bis drei Prozent verlangten, könnten nun Ansprüche von Rückforderungen über mehre Millionen Euro auf die Bankinstitute zukommen. Die Banken hätten laut dem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) die Verbraucher zu sehr ungerecht behandelt.

Banken in der Revision beim Bundesgerichtshof gescheitert

Die Kläger beim Bundesgerichtshof (BGH) waren schon in den richterlichen Vorinstanzen erfolgreich bezüglich der Rückforderung der Bearbeitungsgebühren von der Deutschen Postbank und der Essener National-Bank. Diesmal sind die Banken bei der Revision jedoch gescheitert, denn die Richter am Bundesgerichtshof (BGH) folgten der vorausgegangenen Rechtsprechung einiger Oberlandesgerichte.

Rückforderung der Bearbeitungsgebühr möglich

Sie können Ihren Anspruch auf Rückforderung der Bearbeitungsgebühr bei Bankkrediten zurückfordern. Allerdings verfällt der Anspruch auf Rückforderung bereits nach drei Jahren. Keine Rückforderungsansprüche haben jedoch Kunden, die die Höhe der geforderten Bearbeitungsgebühr mit Ihrer Bank frei festgesetzt haben. Mitglied sein heißt –  geschützt zu sein.

Haben Sie Fragen zu den Rückforderungen der Bearbeitungsgebühren?

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