Mittwoch, 22. Juni 2016

Inkasso Marco Braun GmbH – Forderung für Telefonbuchverlag GmbH

Ein Gewerbetreibender leitete ein Schreiben von der Inkasso Marco Braun GmbH an uns weiter, damit wir darüber berichten können. Diese Forderung wurde im Auftrag der Telefonbuchverlag GmbH versandt. Insgesamt sollen die laut dem Schreiben noch offenen Kosten für einen Eintrag in ein Branchenbuch in Höhe von nahezu 1.000 EUR gezahlt werden.

Inkasso Marco Braun GmbH – Forderung für Telefonbuchverlag GmbH

Inkasso Marco Braun GmbH fordert die umgehende Zahlung


Das Inkassobüro mit dem Namen Inkasso Marco Braun GmbH soll seinen Sitz in einem Bürokomplex an der Ulmenstraße in Frankfurt am Main haben. Von dort aus verschickte es eine Zahlungsaufforderung im Auftrag des Branchenverzeichnisses Telefonbuchverlag GmbH. Laut des Schreibens sollen die Dienstleistungen „Firmendarstellungen im Internet“ und „Suchmaschinenoptimierung“ die Dezember 2014 in Rechnung gestellt wurden, noch nicht beglichen worden sein.

Insgesamt verlangt Inkasso Marco Braun GmbH die Zahlung von 945,13 EUR von dem Gewerbetreibenden. Die Forderungsaufstellung ist dem Schreiben entnehmbar. So setzt sich der Betrag unter anderem aus „Forderung der Business Marketing“ (666,65 EUR) und Bearbeitungsgebühren (153,80 EUR) zusammen.
Der Betrag soll innerhalb von 10 Tagen auf eine spanische Kontoverbindung überwiesen werden.

Inkasso Marco Braun bietet darüber hinaus einen Vergleich an. So soll innerhalb der laufenden Kalenderwoche der Betrag in Höhe von 845,13 EUR – also 100,00 EUR weniger – überwiesen werden, damit die Forderung gegenüber des Mandanten als abgegolten wirkt.

Forderung für Business Marketing – Telefonbuchverlag GmbH


Zwar wird der Auftraggeber Telefonbuchverlag GmbH in dem Schreiben von Inkasso Marco Braun GmbH genannt, jedoch nicht das Branchenverzeichnis, in dem der Gewerbetreibende einen Eintrag haben soll. In der Forderungsaufstellung fiel auf, dass von einer „Forderung der Business Marketing“ die Rede war. Über ein Branchenbuch mit ähnlichen Namen („Business Marketing S.L.U.“) konnten wir bereits im Rahmen unseres Verbraucherblogs berichten. Diese betreiben von Gran Canaria aus das Branchenverzeichnis „unternehmerdaten.com“. Verbraucherdienst e.V. besuchte dieses Onlineverzeichnis, um den Firmeneintrag des Gewerbetreibenden zu überprüfen. Wir konnten trotz mehrfacher Suche keinen Eintrag finden.

Auch konnten wir keinen Eintrag im Rechtsdienstleistungsregister (Rechtsdienstleistungsregister.de, RDG) bezüglich Inkasso Marco Braun GmbH finden. Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Firma um kein eingetragenes deutsches Inkassounternehmen handeln muss, sondern dass "Inkasso" einen Teil des Firmennamens darstellen könnte. Somit muss unter Umständen auch kein Eintrag im RDG zu finden sein.

Haben Sie auch eine Zahlungsaufforderung erhalten?


Sollten Sie als Gewerbetreibender auch ein Schreiben von dem Inkasso Marco Braun GmbH im Briefkasten vorfinden, können Sie sich gerne für weitere allgemeine Informationen an uns wenden. Oder haben Sie Erfahrungen mit dem Branchenbuch der Business Marketing (Telefonbuchverlag GmbH) aus Gran Canaria? Nutzen Sie die folgenden Kontaktoptionen.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:


0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Kommentare:

  1. Diese Zahlungsaufforderung bekommen jetzt wahrscheinlich alle Gewerbetreibende, die sich bis dato geweigert hatten, die Rechnungen der damaliger Firma "Telefonbuch Verlag Ihr Verlagspartner" aus San Augustin (Spanien) zu bezahlen. Ich gehöre auch dazu. Ich bekam die Post als E-Mail von "info@unternehmerdaten.com", also direkt vom Business Marketing S.L.U. mit dem Sitz in 35100 Maspalomas (Spanien). Ich glaube, dass INKASSO Marco Braun GmbH nur eine Scheinfirma ist, damit die Angeschriebenen hier in Deutschland einen Ansprechpartner haben (übrigens, die "Inkasso_marco_braun@fn.de" ist eine umsonst E-Mail Adresse bei Freenet, jeder kann sie beantragen). Selbst die angegebene Fax-Nummer 069‐58 80 97 92 ist bei beiden gleich.
    Ich wurde mit dem Schreiben sehr massiv unter Druck gesetzt, man versucht mir schreckliche Angst anzujagen. Wörtlich: "Wir fordern Sie daher auf, die unten genannte Gesamtsumme umgehend anzuweisen. Bitte beachten Sie, dass weitere Aktivitäten unsererseits mit erheblich hohen Gebühren berechnet werden. Wir bestellen auf Abruf auch unseren Außendienst, dieser wird dann ohne Termin die Forderung persönlich bei Ihnen eintreiben." Sorry, aber da musste ich wirklich lachen :D. Er will von mir 945,13 EUROS haben (was für eine Währung ist das?) Weil ich die "Inkassofirma" noch nicht kenne (vielleicht gibt es sie seit dem 21.06.2016 wirklich, ist aber noch nicht im Register aktualisiert?), habe ich vorsichtshalber ein Wiederspruch eingelegt. Von mir bekommen sie nicht mal 0,01 Euros. So oder so :)

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  2. Nachtrag zu meinem Kommentar vom 23. Juni 2016 um 13:04.

    Wie geschrieben, habe ich am 22.06.2016 (also ein Tag nach Erhalt des Inkassoschreibens) ein Widerspruch per Mail, Fax und per Einschreiben mit Rückschein eingelegt. Die E-Mail-Adresse und die Faxnummer stimmen, meine Post kam an (keine Rückmeldung bei Email und laut Fax-Sendebericht ist das auch angekommen), aber der Brief per Einschreiben kam zurück. Auf dem Aufkleber der Deutschen Post heißt es: „Empfänger/Firma unter der angegebenen Anschrift nicht zu ermitteln“.
    Also doch! Inkasso Marco Braun GmbH, Ulmenstr. 25, 60325 Frankfurt am Main gibt es nicht. Es ist nicht mal eine Scheinfirma! So kann ich weiterhin behaupten, dass diese Briefe, wie die E-Mails, direkt von Business Marketing S.L.U mit der Aufgabe verschickt werden, nicht ahnende Gewerbetreibende unter der Vorwand „Inkasso“ einzuschüchtern und zur Zahlung zu bewegen. Die Spanier können sich auf dem Kopf stellen, ich werde denen definitiv keine Euros und keine Centos überweisen.

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  3. Bekomme fast wöchentlich von denen eine Mail.
    Löschen und fertig!
    Widerspruch ist hier nicht nötig.

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  4. Habe gerade mit dem Betrugsdezernat telefoniert. Die sagen das man auf jeden Fall Widerspruch einlegen soll und dann Anzeige wegen Betrugs machen. Geht auch online.

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