Mittwoch, 26. Juli 2017

PrimeSingles: Handelt es sich um eine Abofalle?

Die Partnersuche auf PrimeSingles kann teuer werden. Die Partnerbörse bietet kostenlose Anmeldungen, die schnell zu kostenpflichtigen Mitgliedschaften werden können. Zahlreiche Verbraucher meldeten sich bei uns, um uns ihre Erfahrungen mit dem Portal der Berliner Firma Frontline Digital GmbH mitzuteilen. Wir schauten uns deren Angebot genauer an.

Hilfe bei PrimeSingles: Kündigung

PrimeSingles - „Kündigung“ oder „Konto löschen“ gesucht


Die Suche nach Partnerschaften oder schnellem Sex im Internet ist beliebt wie eh und je und viele Portale buhlen um Mitglieder. „Singles mit Niveau“ verspricht die Partnerbörse „PrimeSingles.de“. Betrieben wir sie von der Frontline Digital GmbH aus Berlin, über die wir bereits in Zusammenhang mit Zahlungsaufforderungen durch Jedermann Inkasso GmbH berichteten.

Wer PrimeSingles via Google sucht, erkennt scheinbar dazugehörige Suchanfragen wie „Konto löschen“, „Kündigen“ oder „Abofalle“. Uns interessierte an dieser Stelle, wie es zu solchen Fragen u.a. in Internetforen und Frage-und-Antwort-Seiten kam.

(Genannte Suchergebnisse beziehen sich auf den Suchbegriff "PrimeSingles" bei der Nutzung von Google am 26. Juli 2017, ca. 12 Uhr)


Startseite der „Premium-Partnersuche“


Auf der Startseite von PrimeSingles, dem Portal für „Partnersuche auf höchstem Niveau“, wird angeboten, sich kostenlos Partnervorschläge ansehen zu können. Zu diesem Zweck muss der interessierte Nutzer Angaben über das eigene und das gesuchte Geschlecht machen. Zusätzlich wird eine Zustimmung der AGB und der Datenschutzbestimmung verlangt.

Es ist ratsam, sich bei jedem möglichen Vertragsabschluss über das Internet stets die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) durchzulesen, da dort etwaige Zusatzkosten erkennbar sein könnten.

Was steht in den AGB von PrimeSingles?


Ein Blick in die AGB zeigt, wie es von einer kostenlosen zu einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft kommen kann:

„Mit der Anmeldung entsteht zunächst ein kostenloses Vertragsverhältnis zwischen dem Anbieter und dem angemeldeten Kunden. (...) Nach der Anmeldung kann der Kunde eine kostenpflichtige Mitgliedschaft beim Anbieter erwerben und damit Zugang zu erweiterten digitalen Inhalten erhalten. Mit dem Erwerb einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft geht der Kunde ein weiteres Vertragsverhältnis mit dem Anbieter ein.“ Quelle: PrimeSingles.de, AGB

Dieser Rechnungsbetrag ist (für den jeweiligen Zeitraum) im Voraus zu leisten. Nun ist es so, dass zahlreiche Partnerbörsen zusätzliche Funktionen, wie das Empfangen und Senden von Nachrichten, erst bei einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft anbieten. Somit ist die Gefahr einer kostenpflichtigen Anmeldung groß.

Worauf man bei Partnerbörsen achten sollte


Eine Partnersuche im Internet, so verlockend und unkompliziert sie auch erscheinen mag, wird zur Kostenfalle, wenn man die Geschäftsbedingungen nicht im Auge behält. Interessierte sollten bei einer Registrierung auf etwaige Schnupperabos und Probemitgliedschaften skeptisch reagieren. Diese können trotz eines niedrigen Preises nach einer kurzen Dauer schnell das Vielfache kosten. Dann bleibt nur noch die Kündigung, die je nach Abrechnung (Laufzeit oder Anzahl der Kontakte) Probleme bringen könnte.

Generell gilt es, mit der Angabe von persönlichen wie auch Bankdaten vorsichtig zu sein. Für eine kostenlose Mitgliedschaft auf Probe sollten keine Bankdaten ausgetauscht werden müssen. Die betreffende Seite sollte ganz genau gelesen werden, besonders die AGB.

Hilfe bei PrimeSingles.de


Haben Sie eine kostenpflichtige Mitgliedschaft bei PrimeSingles wider Willen abgeschlossen? Wollen Sie kündigen oder Ihren Vertrag mit der Frontline Digital GmbH widerrufen?
Oder haben Sie gar Mitgliedsbeiträge nicht bezahlt und erhielten eine Zahlungsaufforderung von Jedermann Inkasso GmbH? Wir bieten Hilfe und erste allgemeine Informationen.

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Kommentare:

  1. Inzwischen hat
    Abo Alarm hat für mich den Widerruf bzw. die Kündigung bei Prime singles durchgeführt. Ich hatte ein 14-tägiges Premium-Abo für einen Euro online abgeschlossen und auch gleich wieder widerrufen als ich sah dass im Anschluss 89 € fällig werden. Deshalb habe ich dann noch die Kündigung über Aboalarm genutzt.
    Von der Front line GmbH beziehungsweise den PrimeSingel Team habe ich weder eine Bestätigung für das Probeabo noch für eine Mitgliedschaft. Dafür bekomme ich ständig Partnervorschläge.
    Nun mache ich mir sorgen dass ich über Lastschrift mit 89 € belastet werde und der Widerruf sich in Schall und Rauch auflöst...
    Was raten Sie mir

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    1. Vielen Dank für Ihren Kommentar. Bitte nutzen Sie für allgemeine Informationen zu Ihren Fragen zu den Themen PrimeSingles und Frontline Digital GmbH unsere Kontaktmöglichkeiten:

      Telefon 0201 - 176 79-0

      Telefax 0201 - 176 79-1

      E-Mail kontakt@verbraucherdienst.com

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    2. In der Regel lohnt sich weder ein Widerruf noch eine Kündigung. Diese wird vom Anbieter meist ignoriert, so dass Zahlungsaufforderungen ins Haus flattern. Diese können abgewartet werden, vielleicht kommen sie ja auch nicht. Wenn Zahlungsaufforderungen kommen, sollte nicht gezahlt werden, sondern ein Anwalt eingeschaltet werden. Die Forderung kann oft außergerichtlich abgewehrt werden und weitere Forderungen unterbunden werden. Zwar entstehen hier Anwaltskosten (Je früher desto günstiger, da keinen hohen Summen auflaufen), aber die Erfahrung zeigt leider, dass ohne Anwalt keine kundengerechte Lösung erfolgt.

      mit freundlichen Grüßen

      RA`in Doreen Prochnow

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  2. Bei mir genauso. Die wollen 2000 euro von Mir weil irgendjemand sich mit meinen Daten dort angemeldet hat und sich jetzt einen darauf schmirkelt einen gering Verdiener das Leben zerstört zu haben. Selbst wenn. In einen jahr kann nie und nimmer so viel Geld zusammen kommen zumal die Briefe so geschrieben sind das nur die forderung ersichtlich ist. Das Kleingedruckte ist so mit anderen Texten überlagert das man nichts entziffern kann. Für mich ganz klar versuchter bedrug das schlimmste an der Sache ist die wissen das ich mir keinen Anwalt leisten könnte und jetzt mit ihrer zahlen sie oder Gericht Masche Angst machen wollen.

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