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Dienstag, 10. Oktober 2017

Gold International SE, Urteil : Weiterer Erfolg für Anleger

Gegen die Gold International SE sowie als Gesamtschuldner Herr Eckard Schulz, Vorstand ist vom Landgericht Düsseldorf ein Versäumnisurteil Aktenzeichen 13 O 528/16 ergangen. Dieses ist rechtskräftig und die Gesamtschuldner sind verurteilt worden, dem Mitglied, ein ehemaliger Anleger der Gold International SE, 12.250,00 EUR nebst Zinsen zu zahlen. Das heißt: der Kläger hat im vollem Umfang die Summe sowie die Zinsen ausgezahlt bekommen.

Gold International SE, Urteil : Weiterer Erfolg für Anleger


Über den Vertrag mit der Gold International SE


Der Kläger hatte aufgrund eines unerlaubten Werbeanrufes (Cold Calling) der Gold International SE, indem ihn mitgeteilt wurde, er könne sich an erfolgsversprechenden Wachstumsmärkten beteiligen und Unterlagen durch die Gold International SE am 21.08.2013 zugesandt bekommen. Durch die Unterschrift des Klägers im Post-Identverfahren, soll dieser einen Vertrag abgeschlossen haben - auf Reservierung von 4.000 Goldaktien der Gold International SE - vertreten durch den Vorstand Eckard Schulz - zum Ausgabepreis von 3,50 EUR. So kam es im Gesamtverlauf dazu, dass der Kläger 12.250,00 EUR an die Beklagten überwiesen hat.

Der Kläger teilte mit, dass ihm nicht bewusst war, dass durch die Unterschrift ein derartiger Vertrag zustande gekommen sein soll. Ebenfalls sei er nicht über die Risiken eines Totalverlustes aufgeklärt worden.

Hohes Risiko für Anleger


Fazit: Die Anlagemodelle der Gold International SE sind deutlich risikoreicher als handelbare Aktien oder Fonds. Problematisch bei diesen geschlossenen Beteiligungen ist eben auch, dass es keine einfache Möglichkeit gibt, diese Anlagen wieder loszuwerden. Denn die Aktien der Gold International SE werden nirgendwo gehandelt. Zudem konnten aufgrund der hier vorliegenden Geschäftsberichte bisher keine Gewinne erwirtschaftet werden, so dass es überhaupt zu einer Auszahlung von Zinsen oder sonstigem an die Anleger kommen konnte. Auch ein in Aussicht gestellter Börsengang ist bis zum heutigen Zeitpunkt nicht erfolgt.

Verbraucherdienst e.V. konnte mit seinen angeschlossenen Anwälten bereits zahlreiche Urteile erwirken, das entweder die Gold International SE oder die Gold International SE mit dem Vorstand Eckard Schulz als Gesamtschuldner zur Rückzahlung der eingelegten Gelder verurteilt wurden. Aus diesem Grunde empfehlen wir den Anlegern der Gold International SE, ihre Rückerstattungsansprüche durch Rechtsanwälte prüfen zu lassen.

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Mittwoch, 28. Juni 2017

Goldaktie | Gold SE | Vorwurf Betrug

Verbraucherdienst e.V. berichtete bereits ausführlich über die Anlagemodelle im Zusammenhang mit der „Gold Aktie“. Mittlerweile wird der Vorstandvorsitzende, Herr Eckard Schulz als alleinvertretungsberechtigter Vorstand der Gold International SE durch die Staatsanwaltschaft unter dem Aktenzeichen 121 JS 720/13 beschuldigt, Betrug in einem besonders schweren Fall begangen zu haben.

Goldaktie  Gold SE  Vorwurf Betrug

Vorwurf des Betruges gegen den Vorstand Eckard Schulz


Herrn Eckhard Schulz wird vorgeworfen: "In der Absicht, sich oder einem Dritten einen rechtswidrigen Vermögensvorteil zu verschaffen, das Vermögen eines anderen dadurch beschädigt zu haben, dass er durch Vorspiegelung falscher Tatsachen und Entstellung wahrer Tatsachen einen Irrtum erregte, wobei er gewerbsmäßig und in der Absicht handelte, durch fortgesetzte Begehung von Betrug eine große Anzahl von Menschen in die Gefahr des Verlustes von Vermögenswerten zu bringen."

Er habe zugelassen, dass Mitarbeiter eines Callcenters unaufgefordert telefonisch Privatpersonen kontaktiert hätten, um diesen „Spar-und Reservierungspläne“ anzubieten.
Die Reservierungspläne wären bereits auf den Verkauf von Aktien angelegt. Diese Vertriebsart soll gewählt worden sein, um die die notwendige Wertpapierprospektpflicht, die der Billigung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistung bedarf, zu umgehen.

"Informationsmaterial" von der Gold SE


Die Unterlagen, die durch die Gold International SE versandt worden sind, wiesen Gewinnmöglichkeiten von 5000% -200.000% aus. Durch die Anrufer würden den Privatpersonen die Übersendung von Informationsmaterial der Gold International SE zugesagt. Doch dieses „Informationsmaterial“ wurde mittels Post ID Verfahren übermittelt. Dazu mussten die Personen bei einem Briefträger eine Unterschrift leisten.

Entgegen den Vorstellungen und dem Willen der Betroffenen sei durch die Nutzung des Post-Ident- Formulars eine Erklärung über die Reservierungen von Aktien abgegeben worden.
Doch die Empfängern seien durch die Anrufer nicht darüber informiert worden, dass sie mit der Unterschrift im Post-Ident-Verfahren einen verbindlichen Vertrag eingehen würden.
So kam es dazu, dass zahlreiche Personen erst nach weiteren Mahnungen durch die Gold International SE sich dem Druck beugten und Zahlungen leisteten. Weiterhin soll Privatpersonen nicht existierende Lottogewinne mitgeteilt worden sein, deren Auszahlung in Form von Anteilen an die Gold International SE erfolgen sollte, um so die Übermittlung von Informationsumschlägen zu veranlassen.

Die gegen den Willen der Geschädigten vorgenommen Reservierungen sollen für die Betroffenen keinerlei wirtschaftlichen Wert haben.
Bislang ist es zu einer Eröffnung des Hauptverfahrens vor einem Strafgericht noch nicht gekommen.

Update 22.09.2017: Nach Angaben der Gold International SE soll das Schöffengericht im Juli 2016 beschlossen haben, die Eröffnung des Hauptverfahrens abzulehnen. Nach hier vorliegenden Informationen hat die Staatsanwaltschaft Dortmund Beschwerde eingelegt. Derzeit soll die Akte dem Landgericht Dortmund zur Entscheidung über die Eröffnung des Hauptverfahrens vorliegen.

Eine Entscheidung ist nicht bekannt. Von daher kann nicht gesagt werden, ob die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft berechtigt sind oder nicht. Update Ende.


Weitere Fragen in Zusammenhang mit den Anbietern der Goldaktie


Verbraucherdienst e.V stellt sich die Frage, ob die Staatsanwaltschaft Dortmund überhaupt weiß, dass die Gold International SE auch sogenannte partiarisches Darlehen mittels ungefragter Anrufe an Privatpersonen angeboten hat und ebenfalls dort nicht existierende Lottogewinne mitgeteilt worden sind, um die Unterlagen übermitteln zu können und weiterhin Geld unter dem Motto „Reich werden durch Ideen“ eingesammelt worden ist.

Seit 2014 hat die BaFin das öffentliche Angebot von Aktien der Gold International untersagt.
Haben sie auch Erfahrungen mit der Gold Aktie bzw. Gold International SE machen müssen? Wir bieten Betroffenen erste allgemeine Informationen. Erste Informationen finden Sie auf unserer Seite zur Gold SE.

Kontakt zu Verbraucherdienst e.V.


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Mittwoch, 16. November 2016

News zu Gold International SE

Titelbild: News zu Gold International SE- Düsseldorf - Erfahrungen


Verbraucherdienst e.V., vertreten durch den Vorstand, suchte am 15.11.2016 die Büroräume der Gold International SE an der Füllenbachstraße 4 in 40474 Düsseldorf auf. Ein Schreiben einer angeschlossenen Rechtsanwältin durch ein Gericht konnte nicht zugestellt werden. Vor Ort wurde festgestellt, dass die Büroräume dort aufgelöst waren. An den Briefkästen fand sich lediglich ein Zettel: „Verzogen nach Dortmund“.

Beitragsbild: Gold International SE: „Verzogen nach Dortmund“
Gold International SE: „Verzogen nach Dortmund“ | 15.11.2016


 Auf der Homepage befand sich im Impressum bis zum 15.11.2016 der Hinweis, dass sich die Gold International SE sich noch an den Standort Düsseldorf befinden sollte. Bei einem Anruf bei der Hotline durch eine Mitarbeiterin des Verbraucherdienst e.V. am 15.11.2016 wurde die Geschäftsanschrift Düsseldorf mitgeteilt.

Die Vorstandsvorsitzende suchte dann die Büroanschrift in Dortmund auf. Auch dort befand sich auf dem Türschild kein Hinweis auf die Gold international SE.

Beitragsbild: Gold International SE: Kein Hinweis auf die Firma in Dortmund | 15.11.2016
Gold International SE: Kein Hinweis auf die Firma in Dortmund | 15.11.2016


Verbraucherdienst e.V. berichtete bereits in der Vergangenheit über das geschäftliche Vorgehen der Gold International SE in dem Beitrag „Gold International SE: Warnung vor verlockenden Versprechungen“.


Call ON GmbH und Gold International SE

In einem gerichtlichen Verfahren teilte ein Mitarbeiter der Call ON GmbH mit, dass er in seiner Arbeitszeit mit Verbrauchern bis zu 100 Telefonate am Tag geführt hatte, um Unterlagen der Gold International SE zu bewerben. Der Mitarbeiter war zuvor Lokführer. Aufgrund seiner beruflichen Qualifikation zweifelt Verbraucherdienst e.V. an, dass eine sach,- sowie objektgerechte Beratung im Rahmen von Wagnisrisikokapitalanlagen gegenüber den Angerufenen tatsächlich erfolgen konnte. Wenn man die Arbeitszeit durch 100 Anrufe teilt, blieb für das einzelne Gespräch eine maximale Zeit 4,8 Minuten.

Wirtschaftliche Situationen der Gold International SE


Anhand der Unterlagen, die Anwälte des Verbraucherdienst e.V. geprüft haben, wurde festgestellt, dass die Gold International SE 10% Vertriebskosten auf die eingezahlten Anlagegelder an die angebundenen Unternehmen zu Lasten der Gold International SE gehen. Zudem ließ sich feststellen, dass von den eingezahlten Geldern (Stand 31.12.2015) in Höhe von 5.866.454,47 EUR ein Jahresfehlbetrag in Höhe von insgesamt 1.519.816,43 EUR und eine ins gesamter Bilanzverlustvortag 2.211.035,87 EUR entgegen steht.

Der Bilanzverlust beträgt (Stand 31.12.2015) insgesamt 3.730.852,30 EUR. Auch stellte sich heraus, dass bisher keine Gelder in das operative Geschäft (Firmenstartups) geflossen sind. Zudem rechnet die Gesellschaft auch für 2016 wegen der hohen Vertriebskosten und der hohen Kosten für die Erstellung eines Wertpapierprospektes nicht mit einem positiven operativen Geschäftsergebnis.

Wie werthaltig die Goldaktie aufgrund der wirtschaftlichen Ergebnisses tatsächlich ist, kann sich jeder selbst ausmalen. Auf den Kontoauszügen der Gold International SE wurden Preise der Aktie angegeben zwischen 20 und 80 EUR. Wie diese Preise aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Gold International SE zustande gekommen sein sollen, bleibt weiterhin fraglich.

Emissionsprospektpflicht


Die Kapitalbeschaffungsmaßnahme partiarisches Darlehen unterliegt dem Vermögensanlagegesetz. Mit der Einführung des Kleinanlegerschutzgesetzes, welches am 10. Juni 2015 in Kraft getreten ist, greift grundsätzlich die Prospektpflicht für das partiarische Darlehen. Der Bundesrat hat am 12. Juni 2015 das im April vom Bundestag (BT-Drucksache 18/3994 vom 11.02.2015 und BT-Drucksache 18/4708 vom 22. April 2015) verabschiedete Gesetz gebilligt. Obwohl wie hier laufende Emissionen eine 12 Monate Übergangsfrist haben. Nach Anfrage am 16.11.2016 bei der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) liegt kein Prospekt durch die Gold International SE vor.

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Mittwoch, 24. Februar 2016

Gold International SE | Urteil

Gold International SE | Urteil


Herr K. wurde durch die Gold International SE oder von deren beauftragten Call Center durch einen unerlaubten Werbeanruf kontaktiert. Die Gold International SE war der Meinung, dass es sich nicht um einen unerlaubten Werbeanruf handeln würde, denn Herr K. wäre schon Kunde von LottoX gewesen. Die Firma LottoX gehöre zum Firmenverbund und aus diesem Grunde dürfte Herr K. angerufen werden, um die Gold Aktie angepriesen bekommen. Eine derartige Vorgehensweise war schon Gegenstand der Unterlassungsklage durch die Verbraucherzentrale Baden Württemberg beim OLG in Düsseldorf im Januar 2015. Das Gericht entschied, dass der Gold International SE untersagt ist, Verbraucher im geschäftlichen Verkehr anzurufen. Erst recht ohne eine Einwilligung für das Telefonat, in dem die Gold Aktie angepriesen wird.

Was soll Inhalt des Werbeanrufs gewesen sein?


Laut der Aussage von Herr K. wurde durch den Anrufer im Telefonat erklärt, dass er sich an erfolgsversprechenden Wachstumsmärkten beteiligen könne. Dazu könne er die Gold Aktien der Gold International SE mit hohen Gewinnmargen erwerben. Die Unterlagen können unverbindlich übersandt werden. Nach Eingang und Sichtung der Unterlagen teilte Herr K. der Gold International SE mit, dass er kein Interesse habe. Daraufhin erhielt Herr K. zwei Mahnungen, in denen er aufgefordert wurde, die Reservierungsprämie in Höhe von 65,00 EUR monatlich zu zahlen. Auf telefonischer Nachfrage bei der Gold International SE wurde ihm nach eigenen Aussagen mitgeteilt, dass er einen rechtsverbindlichen Vertrag eingegangen wäre und die Widerrufsfrist abgelaufen sei. Herrn K. wurden dann die Reservierungsprämien mittels Lastschrift vom Konto eingezogen.

Informationen zu der Gold International SE im Internet


Verbraucherdienst e.V berichtete seit längerem schon über das Geschäftsmodell der Gold International SE. Herr K. rief an und die Juristen des Verbraucherdienst e.V nahmen sich seiner Angelegenheit „Gold Aktie“ an. Es wurde die Gold International SE angeschrieben und Rückzahlungsansprüche geltend gemacht. Nachdem die Gold International SE sich verweigerte, wurde Klage eingereicht. Erfolgreich die Gold International SE wurde durch das Amtsgericht Düsseldorf (Az. 27 C 680/15) auf Rückzahlung der gesamten eingezahlten Einlage verurteilt - zuzüglich Zinsen. Ebenfalls wurden ihr die Kosten des Verfahrens auferlegt.


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Montag, 10. März 2014

Gold International SE | Goldaktie eine Abofalle?

Goldaktie - Überraschend schellt das Telefon und die Person am anderen Ende hat einen sicheren Kapitalanlage-Tipp mit der Gold Aktie International SE, II SE oder III SE.

Gold International SE  Goldaktie eine Abofalle

Gold International SE - Goldaktie via Cold Call


Der Anruf kommt für den Verbraucher völlig überraschend, denn er hatte vorher keine telefonischen Informationen zur Goldaktie erfragt. Es handelt sich in einem solchen Fall also um einen unerlaubten Werbeanruf, auch bekannt als Cold Call. Der Anrufer nennt dem überraschten Verbraucher vollmundig überzeugende Zahlen und Fakten, verweist auf hohe Renditen ohne / mit geringem Risiko bei einer Investition in die Goldaktie. Abschliessend wird angeboten kostenloses Informationsmaterial zu Goldaktien per Post zu senden.

Annahme des Infomaterials zur Goldaktie mittels Post-Identverfahren eine Abofalle?


Zeitnah bringt der Postbote die wichtig-wertvollen Informationsunterlagen zur Goldaktie. Für die Herausgabe an den empfangenden Verbraucher muss dieser sich via Personalausweis und zwei Unterschriften gemäss dem Post-Identverfahren legitimieren. Kommt der betreffende Verbraucher dem nach, um in den Besitz des Werbematerials zur Gold Aktie zu gelangen, besteht die Möglichkeit ungewollt einen Vertrag einzugehen. Aber ist dies nicht die Vorgehensweise einer Abofalle? Und was ist geschehen? Mitglied sein heißt –  rundum für Sie da zu sein.

Post-Indentverfahren mit Gold Aktie - Verbraucher nimmt ungewollt auch Vertragsunterlagen an


Neben dem im Werbeanruf versprochenem Informationsmaterial hat der Verbraucher auch Vertragsunterlagen zur Gold Aktie bestätigt, in Empfang genommen zu haben. Inhaltlich hat er sich bspw. 4.000 Goldaktien im Wert von 10.000 Euro reserviert. Die Laufzeit der Reservierung beträgt drei Jahre bei monatlich zu zahlenden 90,00 Euro Reservierungsprämie. Das ergibt immerhin einen Gesamtbetrag von 12 x 90,00 Euro = 1.080,00 Euro/Jahr x 3 Jahre = 3.240,00 Euro für eine ungewollte Reservierung der Goldaktie.

Eigentlich ging es ja nur um die Zusendung von Informationsmaterial zur Gold Aktie – nicht aber um eine vom Verbraucher gewollte Investition – Also doch eine Abofalle?


Wenn etwas kostenlos angeboten, aber schlussendlich etwas anderes, kostenpflichtig und für den Verbraucher nicht ersichtlich, geliefert wird, muss da nicht von einer klassischen Abofallegesprochen werden?


Update zu Gold International SE vom 07.12.2015:


Achtung! Verbraucherdienst e.V. berichtet:

Derzeit berichten uns Anleger, die sich Goldaktien International reservierten, dass die Gold International SE telefonisch Kontakt aufnimmt. Laut der Berichte wird in den Telefonaten verkündet, dass der Börsengang der Goldaktie International im ersten Quartal 2016 stattfinden soll. Eine schriftliche Bestätigung des tatsächlichen Börsengangs erfolgte nicht. Auch eine aktuelle Bilanz aus 2013/2014 wurde nicht übermittelt.

Außerdem sollen bis zum 31.12.2015 sämtliche offene Reservierungsprämien voll eingezahlt werden. Andernfalls sei eine Zuteilung der Aktie laut des Unternehmens nicht möglich.

Bitte beachten Sie dabei, dass die Reservierungsprämien bisher von Gold International BV mittels Lastschrift eingezogen wurden. Das Gleiche gilt voraussichtlich für die Schlusszahlung. Die BV ist eine Gesellschaft niederländischen Rechts. Da bleibt nur zu hoffen, dass die Gesellschaft nicht nach Einzahlung aller Schlussreservierungsprämien Insolvenz anmeldet, weil der Börsengang vielleicht doch nicht vollzogen werden konnte.

Der Wert der Goldaktie hat laut Gold International SE aktuell einen Wert von 120,00 EUR, Stand des Kontoauszugs 03.12.2015. Aus diesem Grund stellt sich schon die Frage, wie sich die Kursentwicklung von 2,50 EUR auf 120,00 EUR pro Aktie begründet, wenn dementsprechende Bilanzen nicht vorliegen.

Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

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