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Mittwoch, 22. Juli 2015

Adressen VZ.de | Branchenbuch | möglicherweise eventuell nutzloser Eintrag

www.adressen-vz.de | Branchenbuch

Mit dem Slogan „bundesweit passende Firmen finden“ wirbt das Branchenbuch Adressen-VZ.de auf der Rechung, die der Verbraucherdienst e.V. im Augenblick im Mitgliederauftrag betreut. Es handelt sich bei diesem Online-Portal mit der Webseite www.adressen-vz.de (siehe Screenshot des Impressums) um einen möglicherweise eventuellen nutzlosen Branchenbucheintrag.

Screenshot Homepage | www.adressen-vz.de | 22.07.2015


Zielgruppe von Adressen-VZ.de sind Gewerbetreibende


Die Zielgruppe dieses Branchenbuchs sind in der Regel Gewerbetreibende, Selbstständige, Freiberufler und Unternehmer. Da der tagtägliche Geschäftsalltag in der Regel für den Gewerbetreibenden oft stressig und hektisch ist wird diese Situation von den Branchenbuchbetreibern gerne ausgenutzt. Dabei wird von den Selbstständigen auch schon einmal übersehen, wenn mittels Cold Call (unerwünschter Werbeanruf) sowie durch einen zweiten mit einer Bandaufzeichnung ein Vertrag zwischen dem Gewerbetreibenden und den Branchenbuch Adressen-VZ.de zustande kommt. Denn auch dieser sogenannte Fernabsatzvertrag ist Deutschland rechtskräftig. Mitglied sein heißt –  auf der sicheren Seite zu stehen.

adressen-vz.de - Branchenbuch - Rechnung
Rechnung | adressen-vz.de | .03.07.2014

100 EUR netto soll innerhalb 14 Tagen bezahlt werden


Kommt es zum Vertragsabschluss mit der Firma Adressen-VZ aus dem niederrheinischen Kleve wird wenig später eine Rechnung versandt. Für die Dienstleistung eines Firmeneintrags mit einer Laufzeit von zwölf Monaten „in www.adressen-vz.de sowie in den bekanntesten Suchmaschinen“ soll unser Mitglied – ein Hotelier aus NRW – den Gesamtbetrag über 100 EUR netto bezahlen. Der zu begleichende Geldbetrag sei – laut vorliegender Rechnung – steuerfrei nach § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung). Innerhalb einer Frist von 14 Tagen sollte unser Mitglied den offen Betrag auf ein Konto der Commerzbank überweisen.

Verbraucherdienst e.V. kann wegen dem Branchenbuch Adressen-VZ.de kontaktiert werden


Wird der offene Geldbetrag von den Gewerbetreibenden für einen Eintrag in das Branchenbuch Adressen-VZ nicht innerhalb der festgesetzten Frist bezahlt können im schlimmsten Fall Mahnungen für diese möglicherweise eventuell nutzlose Dienstleistung versandt werden. Verbraucherdienst e.V. informiert Sie gerne über das Internet-Portal www.adressen-vz.de aus der Stadt Kleve am Niederrhein. Mitglied sein heißt –  geschützt zu sein.

Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Dienstag, 21. Juli 2015

Branchenblitz | Branchenbuch aus Kleve droht mit der Creditreform

Mittels eines Werbeanrufs wird das Online-Branchenbuch „Branchenblitz“ von der gleichnamigen Firma vertrieben. Die Zielgruppe des Branchenbuchs sind – wie sollte es auch anders sein – Gewerbetreibende.

Online-Branchenbuch Branchenblitz aus Kleve


Möglicherweise eventuell nutzlose Branchenbucheinträge?


Der „Branchenblitz“ stammt aus der niederrheinischen Stadt Kleve (Hagsche Straße 100). Die deutsch-holländischen Grenze ist von dort auch nicht mehr weit entfernt. Von dort agiert der Geschäftsführer Harald Gregorek mit seiner „Firma Branchenblitz“ und verkauft nach Aussagen der Gewerbetreibenden über Werbeanrufe Branchenbucheinträge an Selbstständige und Unternehmer, die nach deren Berichten möglicherweise nutzlos sein könnten. Mitglied sein heißt –  auf der sicheren Seite zu stehen.

So wirbt „Branchenblitz“ auf der Homepage des Branchenbuchs


Das Branchenbuch „Branchenblitz“ wird auf der Homepage des gleichnamigen Unternehmens vollmundig beworben. So heißt es dort: „Der Brancheneintrag bei Branchenblitz.de ist Ihre Visitenkarte mit Firmenlogo sowie weiteren Informationen zu Ihren Unternehmen. Durch gute Erreichbarkeit und zielgenaue Optimierung Ihres Eintrages, ist Ihre Firma dann auch in den Top-Positionen registriert.“ Durch eine Suchmaschinenoptimierung bei Google, Bing und Co. soll der Branchenbucheintrag in das Branchenbuch „Branchenblitz“ eine bessere Wahrnehmung des Angebots des Gewerbetreibenden, „mehr Online-Besucher durch größere Sichtbarkeit“ sowie „mehr Neukunden durch zusätzliche Online-Besucher“ hervorrufen.

Auftragsbestätigung für einen Branchenbucheintrag durch Branchenblitz aus Kleve
Auftragsbestätigung | Branchenblitz | 03.03.2015



Verkauf via Werbeanruf und Fernabsatzvertrag


Diesen Monat erreichte uns von einem Mitglied allerdings eine Rechnung mit einer letzten Zahlungsaufforderung bezüglich des Branchenbuchs. Der Gewerbetreibende – ein Gastwirt aus NRW - schloss mittels Werbeanruf und anschließender Bandaufzeichnung einen rechtswirksamen Vertrag mit dem Branchenbuch „Branchenblitz“ ab. Nichtsahnend schloss unser Mitglied am Telefon so einen kostenpflichtigen Branchenbucheintrag per sogenannten Fernabsatzvertrag ab.

Letzte Zahlungsaufforderung von dem Online-Branchenbuch Branchenblitz
Letzte Zahlungsaufforderung | Branchenblitz | 02.04.20015

Letzte Zahlungsaufforderung über 165 Euro


Da der Gewerbetreibende die anfängliche Rechnung über 150 Euro brutto nicht innerhalb 14 Tagen auf ein Konto der Volksbank Kleverland einzahlte, bekam dieser einige Tage später eine letzte Zahlungsaufforderung über 165 Euro zugeschickt. In der letzten Zahlungsaufforderung wurde der Gastwirt aus Nordrhein-Westfalen letztmalig aufgefordert, die Überweisung der ausstehenden Rechnungssumme an das Unternehmen zu leisten.

Drohung mit der Creditreform und einem gerichtlichen Mahnverfahren


Die Zahlung des ausstehenden Betrags sollte daraufhin innerhalb von sieben Tagen geschehen. Sollte jedoch die letzte Zahlungsaufforderung bezüglich des Eintrags in das Branchenbuch „Branchenblitz“ von unserem Mitglied ignoriert werden, droht das Unternehmen mit einem gerichtlichen Mahnverfahren sowie mit einer Abtretung der Forderungen an die Creditreform. Mitglied sein heißt –  geschützt zu sein.


Verbraucherdienst e.V. informiert über „Branchenblitz“


Haben Sie auch Probleme mit einem Branchenbucheintrag in die Online-Plattform „Branchenblitz“ bekommen? Haben Sie auch schon eine letzte Zahlungsaufforderung von der Firma aus Kleve (Niederrhein) erhalten?


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


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Mittwoch, 22. April 2015

Firmensucher24 | Branchenbuch aus Kleve

Firmensucher24.de – einfach schnell gefunden werden“ – Mit diesem aussagekräftigen Werbeversprechen versucht ein fragwürdiges Unternehmen vom Niederrhein teure Branchenbucheinträge an Gewerbetreibende zu verkaufen.


Homepage des Online-Branchenbuchs "Firmensucher24.de"


100 Euro für Branchenbucheintrag in Firmensucher24.de

Wurde ein Vertrag mit dem umstrittenen Branchenbuch-Portal Firmensucher24 aus Kleve (Arntzstraße 33 / 47533 Kleve) abgeschlossen stellt sich für den Gewebetreibenden die erfolgte Investition oft als eine herbe Enttäuschung dar. Obwohl der Eintrag für 12 Monate in das Online-Portal (Geschäftsführerin Anne-Cathrin Künzel) nur 100 Euro brutto für den Gewerbetreibenden kostet ist möglicherweise die dadurch erbrachte Dienstleistung auch für den „relativ kleinen“ Geldbetrag ziemlich nutzlos. Mitglied sein heißt –  den Rest kannst du dir sparen.


Wir informieren Sie wegen Firmensucher24.de

Laut der Rechnung, die dem Verbraucherdienst e.V. von einem bayerischen Gewerbetreibenden vorliegt, sollte der Geldbetrag innerhalb von 14 Tagen beglichen werden. Unser Mitglied, ein Handwerksbetrieb, bezahlte jedoch nicht rechtzeitig den Rechungsbetrag. Die Folge wegen der Nichtbegleichung der Rechnung wegen dem Online-Portal Firmensucher24.de war eine erste und eine zweite Mahnung über 105 bzw. 110 Euro. Bei einer weiteren Nichtbeachtung der zugeschickten Rechnung kann später sogar eine Inkassofirma die offene Rechnung einfordern. Sogar ein Mahnbescheid oder eine Klage kann dann die unangenehme Folge einer nichtbezahlten Rechnung von Firmensucher24 sein. Das muss aber nicht sein. Mitglied sein heißt –  der Zug ist noch nicht abgefahren.

Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

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Mittwoch, 11. März 2015

Agrofinanz GmbH | Ölpalmen-Investment lässt Transparenz vermissen

Auch wenn Sie noch nie was von Palmöl gehört haben sollten, konsumiert haben Sie es mit Sicherheit. Dieses preiswert herzustellende Pflanzenöl ist in zahlreichen Konsumgütern zu finden, die uns im Alltag begleiten. Neben Pflegeprodukten wie Shampoo und Zahnpasta, findet man Anteile von Palmöl in Nahrungsmitteln und sogar im Biodiesel. Die Nachfrage wird voraussichtlich aufgrund der geringen Produktionskosten in den nächsten zehn Jahren weiter immens ansteigen.

Foto: "Oil palm: nursery" by Lian Pin Koh CC by 2.0

Die selbsternannten „Plantagen-Experten“ des Klever Unternehmens Agrofinanz GmbH nutzen diese Gelegenheit um zahlungswilligen Kapitalanlegern Anbauflächen für Palmöl anzubieten. Für eine Mindestbeteiligung von 7.500 Euro bekommt der zukunftsorientierte Anleger ganze 35 Ölpalmen, sogenannte Plots, samt einer garantierten Rendite von 9 Prozent. Das Ganze bei einer Laufzeit von 10 Jahren. Mitglied sein heißt –  Gewinner zu sein.
Bram Holthausen ist der zweite Geschäftsführer der Agrofinanz GmbH. Gemeinsam mit Vertriebsleiter Stefan van Ühm lud er in seine Firma ein, um sein Investmentprojekt in Ecuador vorzustellen.

Trennung zwischen Grund und Baum?

„Umweltverträglichkeit“ und „Nachhaltigkeit“ sind die beiden Schlüsselwörter der Broschüren, mit denen das Unternehmen ihre Geldanlage in Palmöl bewirbt. Was leider verschwiegen wird, sind die Risiken, die bei einer solchen Kapitalanlage entstehen können. So soll die Plantage, auf der die 35 Ölpalmen-Setzlinge gepflanzt werden sollen, im südamerikanischen Ecuador zu finden sein. Doch wem gehört der Grund eigentlich? Laut dem Kaufvertrag, der bei Erwerb eines Plots ausgehändigt wird, ist nur von Palmen die Rede. Darüber hinaus wird im Vertrag kein Wort über die Beschaffenheit, wie z.B. die Größe der Palmen verloren. Doch ohne Grund und Boden wird der Erwerb einer Ölpalme in Frage gestellt: Ohne Grund, kein Baum. Bram Holthausen erklärte, dass im Gegensatz zum deutschen Recht in Ecuador eine Trennung zwischen Grund und Baum möglich wäre. Nach deutschem Recht ist eine Eigentumsverschaffung an Bäumen, die fest mit dem Boden verbunden sind, nicht ohne weiteres möglich. In einfachen Worten: Die Palmen mögen dem Anleger gehören. Der Boden, auf dem sie gepflanzt sind, jedoch nicht. Mitglied sein heißt –  stark zu sein.
Zeichnung einer Karikatur eines Agrar-Kapitalanleger
So kann es dem Anleger ergehen, wenn das Konzept nicht aufgeht.



Agrofinanz GmbH lässt Transparenz vermissen

Agrofinanz GmbH ist ein recht junges Unternehmen, doch kann laut den Handelsbilanzen, die im Internet abrufbar sind, diese bereits Gewinne aufzeigen. Da die Firma erst seit 2011 in Deutschland tätig ist, stellt sich die Frage, woher die Gewinne stammen. Im Laufe des Gesprächs mit dem Verbraucherdienst e.V. gibt Holthausen an, dass insgesamt drei unterschiedliche Firmen an den Projekt Palmöl Investment beteiligt sind. Die Muttergesellschaft Kronos Agri Holding (Sitz in Holland) und die beiden Tochtergesellschaften Agrofinanz GmbH (Deutschland) und Titan Agro S.A. (Ecuador).

Bild der Geschäftsverbindungen


Im Gespräch erklärte Holthausen, dass die Grundstücke für die Palmen, auf dem sie nach dem Kauf gepflanzt werden, der Titan Agro S.A. gehören. Die Ölpalmen, die an die Anleger verkauft werden, werden durch die Agrofinanz GmbH von Titan Agro SA erworben. Das bedeutet für den Verbraucher, dass er beim Investment unwissentlich mit drei Unternehmen zu tun hat. Leider wird das weder im Informationsmaterial noch bei Vertragsabschluss deutlich.
Für den Verbraucher entstehen durch die mangelnde Transparenz weitere Risiken: Sollte beispielsweise eine der Tochtergesellschaften aus irgendeinen Grund in Isolvenz gehen, bedeutet das für den Verbraucher einen Totalverlust, den die Agrofinanz GmbH als „latent“ bezeichnet. Latent bedeutet „nicht offenkundig“, was zukünftige Anleger stutzig machen sollte. Schließlich ist es nicht einmal ersichtlich, dass hinter dem Palmöl-Projekt ganze drei Firmen stecken, die allesamt ein Risiko tragen.

Bram Holthausen ist laut der Emissionsbroschüre der Agrofinanz GmbH Gesellschafter und Geschäftsführer der Muttergesellschaft Kronos Agri Holding. Außerdem ist er laut derselben Broschüre zweiter Geschäftsführer der Agrofinanz GmbH, neben Anthony Berends. Über die Beteiligung an der Kronos Agri Holding ist Herr Holthausen sowohl an der deutschen Tochtergesellschaft, der Agrofinanz GmbH, als auch der ecuadorschen Tochtergesellschaft, der Titan Agri S.A., indirekt beteiligt, was er im persönlichen Gespräch bestätigte.


Hohe Risiken für Anleger


Ein derartiger Totalverlust ist gar nicht so unrealistisch, wie es von den Plantagen-Experten Holthausen und van Ühm beschrieben wird. Ganz abgesehen von dem unvermeidbaren Risiko der „Höheren Gewalt“, welches in der Land- und Forstwirtschaft immer gegeben ist, stellt sich die Frage, wie viel die Setzlinge der Ölpalmen überhaupt wert sind. Agrofinanz GmbH konnte dem Verbraucherdienst e.V. keinerlei Angaben zu den Preisen machen. Mitglied sein heißt –  den Rest kannst du dir sparen.
Sollte es beispielsweise zum Falle einer Insolvenz kommen, bleibt der Anleger auf den 35 Ölpalmen sitzen. Er erhält weder Grund noch Boden, auf dem die Bäume gepflanzt sind. Dies bedeutet, dass man zwar ein Anrecht auf die Ölpalmen hat, aber nicht auf das Grundstück, auf dem sie gepflanzt sind. Fraglich ist, ob die Titan Agro S.A., welche im Besitz der Grundstücke ist, dem Anleger neue Angebote unterbreitet, sofern eine Fortführung Geschäftstätigkeit noch gegeben ist.
Laut Holthausen erhält man nach Übereignung der Ölpalmen eine dementsprechende Urkunde mit Global Positioning Service (GPS) Daten, um die bepflanzte Plantage zu finden. Dem Verbraucherdienst e.V. liegt ein Kauf-, Miet- und Rückkaufvertrag der Agrofinanz GmbH vor.  Dort sind folgende Daten für die Lokalisierung des Ölpalmen Plots vermerkt:





Plantage:

Gavilanes

Standort:

Puebloviejo, Los Rios, Ecuador

Pflanzung:

2014

Pflanzensorte:

Deli x Ghana – ASD Costa Rica

Leider ist es anhand der Suche via Google Maps nicht möglich, genauere Informationen über den Standort zu erfahren. Wie man auf der Grafik erkennen kann, lässt die eingeschränkte Darstellung eine genaue Bestimmung nicht zu.  Auch der Name der Plantage „Gavilanes“ liefert keine Ergebnisse.

Unternehmensbeteiligung statt Ölpalmen-Investment

Auch wenn die Agrofinanz GmbH mit allerhand Versprechungen und der hohen Rendite lockt, sollten Anleger sich eine Investition in Palmöl genau überlegen. Zahlreiche Risiken lassen das Angebot bei weitem nicht so zukunftsträchtig wirken, wie es den Anschein hat.
Statt von einer „Unternehmensbeteiligung“ zu sprechen, was Anleger eventuell schon von einer Investition abhalten würde, wird mit nichtssagenden Wörtern wie „Nachthaltigkeit“ geworben. Die mangelnde Transparenz des Unternehmens werfen weitere Fragen auf: Warum wird die Schwesterfirma Titan Agro S.A. nicht erwähnt? Soll der Anleger gar getäuscht werden?
Es bleibt abzuwarten, ob sich die Versprechungen der Ölpalmen Plantagenbauer bewahrheiten. Da die Bepflanzung der aktuellen Setzlinge erst im Jahr 2014 statt fand laut vorliegen  Kauf-, Miet- und Rückkaufvertrag wird frühestens in drei Jahren die erste Ernte der Ölpalmen möglich sein. Wie diese  abgehandelt wird, bleibt auch ein Geheimnis von Agrofinanz GmbH.

Der Verbraucherdienst e.V. stieß bei seinen Recherchen auf das Internetportal „Palmen-Plantagen in Ecuador“, auf dem man ganze Plantagen (samt Ölbäume) für die Ölbaumbepflanzung und Palmölproduktion erwerben kann. Agrofinanz GmbH bietet für einen Kaufpreis von 7.500 Euro 35 Ölpalmen bepflanzt auf 0,25 Hektar. Zum Vergleich sei kurz ein Angebot des angesprochenen Internetportals genannt: Dort gibt es beispielsweise 1000 Hektar für rund 7.200.000 Dollar. Das wären 7.200 Dollar für 1Hektar und die Ölpalmen sind 8-10 Jahre alt und produzieren bereits 20 Metric Ton Palmenöl pro Hektar – ein deutlich besserer Deal, zumal die Ölpalmen nicht erst mehrere Jahre heranwachsen müssen. Im Vertrag der Agrofinanz GmbH wird keine Erklärung abgegeben, welche Produktionsmenge von Palmöl erwartet wird beziehungsweise überhaupt stattfindet.

„Mieten“ statt Zinsen

Bram Holthausen und sein Unternehmen Agrofinanz GmbH verspricht seinen Anlegern einen garantierten Rückkauf. Es ist wohl mit voller Absicht nicht von „Zinsen“ die Rede, sondern von „Mieten“.
Anleger erhalten beim Kauf eines Plots pro Quartal 168,70 Euro Miete. Hochgerechnet auf zehn Jahre wären das insgesamt 6748 Euro, was einen direkten Verlust von 752 Euro bedeutet. Bereits bei Unterzeichnung des Vertrages büßt man als Anleger im Falle einer Insolvenz nahezu 10 Prozent seines Anlagekapitals ein. Trifft die Insolvenz früher als Ablauf von 10 Jahren ein z.B nach 5 Jahren ist der Verlust sogar 3.374 EUR entspricht ca. 44 %. Hinzu kommt, dass die Miete ggfs. (unter Einnahmen aus Land- und Forstwirtschaft) versteuert werden muss. Die Einlage ist für 10 Jahre an die Ölpalme gebunden, ein vorzeitiger Rückkauf ist nicht möglich. Zum Vergleich: Ein Sparbrief bietet mit 3 Prozent Rendite auf 10 Jahre Laufzeit deutlich weniger Gewinne, doch die Einlage ist sicher. Das bietet die Agrofinanz GmbH nicht: Sollte es zu einer Insolvenz kommen, kann ein Rückkauf der Ölpalmen durch die Agrofinanz GmbH wohl ausgeschlossen werden. Mitglied sein heißt –  der Zug ist noch nicht abgefahren.

Erst in 10 Jahren wird feststehen, ob das Klever Unternehmen seine Versprechen einlösen kann und die Ölpalmenbestände zurückkaufen wird. Doch diese Vorstellung ist genauso wackelig wie der Boden, auf dem die Ölpalmen in Ecuador gepflanzt sind.


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Kennen Sie die Agrofinanz GmbH, was können Sie berichten? Sind Sie gar Anleger im Ölpalmen-Investment ? Wir freuen uns über jeden neuen Kommentar.

Montag, 26. Mai 2014

Blue GmbH Kleve | Aus Grün wird Blau?

Kennen Sie noch die Green GmbH aus Reichswalde (Kleve)? Die Green GmbH pries mit dem Werbeslogan (Zitat) „Wir machen Sie sichtbar!“(Zitat) umfangreiche Google-Ranking bzw. SEO-Maßnahmen für einen sogenannten Regio-Eintrag an. Dieser Eintrag kostete Gewerbetreibende damals mehrere hundert Euro. Mitglied sein heißt –  nicht allein zu sein.


Regio-Eintrag jetzt von der Blue GmbH aus Kleve

Die Green GmbH ist mittlerweile als Blue GmbH bekannt, die weiterhin in 47533 Kleve ihren Geschäftssitz hat. Mit dem Slogan (Zitat) „Blue GmbH - We do it better“ (Zitat Ende) wirbt die Klever Firma auf ihrer Webseite ihre Suchmaschinenoptimierung an.

Per Cold Call von der Blue GmbH Kleve vertrieben

Mit einen unerwünschten Werbeanruf (Cold Call) werden Gewerbetreibende von der Blue GmbH aus Kleve angerufen. Werden die Wörter „Google“ und „Zusammenarbeit“ im Telefonat erwähnt, wird dem Gewerbetreibenden ein kostenpflichtiger Vertrag mit der Blue GmbH verkauft. Dieser kostenpflichtige Vertrag soll die Nachteile des Gewerbetreibenden in der Google-Suche verbessern um auf den vordersten Plätzen zu landen. Während eines Telefonats mit Bandaufzeichnung wird ein Vertrag mit dem Gewerbetreibenden abgeschlossen, der laut der aktuellen allgemeinen Geschäftsbedingungen der Website (Stand 07.10.2015) widerrufen werden kann. So heißt es:

§5 - Widerrufsrecht - Beide Parteien können innerhalb von 7 Tagen, ab dem Zeitpunkt der Auftragserteilung, den Vertrag widerrufen. - Dies kann ohne Angaben von Gründen geschehen.Quelle: http://www.seo-marketing.hamburg/agb.pdf (Stand 07.10.2015)


Nachtrag vom 22.03.2016:

Mittlerweile wurden die AGB offenbar geändert. Am 22.03.2016 konnten wir den AGB, welche sich auf der Website der Blue GmbH mit dem Stand vom 18.01.2016 befand, entnehmen:
Diese gelten nach eigenen angaben für www.blue-seo.de und www.seo-marketing.hamburg.
Siehe auch: https://www.blue-seo.de/agb.pdf

Hinweis: Für den mit uns geschlossenen Vertrag besteht weder ein vereinbartes Rücktrittsrecht, eine Probezeit oder Widerrufsrecht. Verträge werden mit Ihnen als Gewerbebetrieb / Unternehmer / Freiberufler und nicht als Verbraucher i. S. d. § 13 BGB abgeschlossen.


Somit ist das Widerrufsrecht unter Paragraph §5 unter dem derzeitigen Stand entfallen.

Nachtrag Ende

Regio-Eintrag mit Google-Ranking (SEO) kostet 355,81 Euro brutto

Später bekommt der Gewerbetreibende eine Rechnung von der Blue GmbH zugeschickt. Bei dem Klever Unternehmen kostet ein sogenannter Regio-Eintrag mit Google-Ranking (SEO) 398 Euro netto, wobei ein einmaliger Rabatt von 99 Euro netto erstattet wird. Zum Schluss muss der Gewerbetreibende für einen Regio-Eintrag 355,81 Euro brutto (Laufzeit zwei Jahre) für eine Dienstleistung berappen, die nicht richtig nachvollziehbar ist. Mitglied sein heißt –  immer auf den aktuellen  Stand zu sein.



Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


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