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Dienstag, 21. Juli 2015

Branchenblitz | Branchenbuch aus Kleve droht mit der Creditreform

Mittels eines Werbeanrufs wird das Online-Branchenbuch „Branchenblitz“ von der gleichnamigen Firma vertrieben. Die Zielgruppe des Branchenbuchs sind – wie sollte es auch anders sein – Gewerbetreibende.

Online-Branchenbuch Branchenblitz aus Kleve


Möglicherweise eventuell nutzlose Branchenbucheinträge?


Der „Branchenblitz“ stammt aus der niederrheinischen Stadt Kleve (Hagsche Straße 100). Die deutsch-holländischen Grenze ist von dort auch nicht mehr weit entfernt. Von dort agiert der Geschäftsführer Harald Gregorek mit seiner „Firma Branchenblitz“ und verkauft nach Aussagen der Gewerbetreibenden über Werbeanrufe Branchenbucheinträge an Selbstständige und Unternehmer, die nach deren Berichten möglicherweise nutzlos sein könnten. Mitglied sein heißt –  auf der sicheren Seite zu stehen.

So wirbt „Branchenblitz“ auf der Homepage des Branchenbuchs


Das Branchenbuch „Branchenblitz“ wird auf der Homepage des gleichnamigen Unternehmens vollmundig beworben. So heißt es dort: „Der Brancheneintrag bei Branchenblitz.de ist Ihre Visitenkarte mit Firmenlogo sowie weiteren Informationen zu Ihren Unternehmen. Durch gute Erreichbarkeit und zielgenaue Optimierung Ihres Eintrages, ist Ihre Firma dann auch in den Top-Positionen registriert.“ Durch eine Suchmaschinenoptimierung bei Google, Bing und Co. soll der Branchenbucheintrag in das Branchenbuch „Branchenblitz“ eine bessere Wahrnehmung des Angebots des Gewerbetreibenden, „mehr Online-Besucher durch größere Sichtbarkeit“ sowie „mehr Neukunden durch zusätzliche Online-Besucher“ hervorrufen.

Auftragsbestätigung für einen Branchenbucheintrag durch Branchenblitz aus Kleve
Auftragsbestätigung | Branchenblitz | 03.03.2015



Verkauf via Werbeanruf und Fernabsatzvertrag


Diesen Monat erreichte uns von einem Mitglied allerdings eine Rechnung mit einer letzten Zahlungsaufforderung bezüglich des Branchenbuchs. Der Gewerbetreibende – ein Gastwirt aus NRW - schloss mittels Werbeanruf und anschließender Bandaufzeichnung einen rechtswirksamen Vertrag mit dem Branchenbuch „Branchenblitz“ ab. Nichtsahnend schloss unser Mitglied am Telefon so einen kostenpflichtigen Branchenbucheintrag per sogenannten Fernabsatzvertrag ab.

Letzte Zahlungsaufforderung von dem Online-Branchenbuch Branchenblitz
Letzte Zahlungsaufforderung | Branchenblitz | 02.04.20015

Letzte Zahlungsaufforderung über 165 Euro


Da der Gewerbetreibende die anfängliche Rechnung über 150 Euro brutto nicht innerhalb 14 Tagen auf ein Konto der Volksbank Kleverland einzahlte, bekam dieser einige Tage später eine letzte Zahlungsaufforderung über 165 Euro zugeschickt. In der letzten Zahlungsaufforderung wurde der Gastwirt aus Nordrhein-Westfalen letztmalig aufgefordert, die Überweisung der ausstehenden Rechnungssumme an das Unternehmen zu leisten.

Drohung mit der Creditreform und einem gerichtlichen Mahnverfahren


Die Zahlung des ausstehenden Betrags sollte daraufhin innerhalb von sieben Tagen geschehen. Sollte jedoch die letzte Zahlungsaufforderung bezüglich des Eintrags in das Branchenbuch „Branchenblitz“ von unserem Mitglied ignoriert werden, droht das Unternehmen mit einem gerichtlichen Mahnverfahren sowie mit einer Abtretung der Forderungen an die Creditreform. Mitglied sein heißt –  geschützt zu sein.


Verbraucherdienst e.V. informiert über „Branchenblitz“


Haben Sie auch Probleme mit einem Branchenbucheintrag in die Online-Plattform „Branchenblitz“ bekommen? Haben Sie auch schon eine letzte Zahlungsaufforderung von der Firma aus Kleve (Niederrhein) erhalten?


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Freitag, 15. Juni 2012

Unerlaubter Werbeanruf – verschärfte Bedingungen


Telefonakquise bzw. der Werbeanruf ist ein beliebtes Werkzeug seit es die Möglichkeit gibt, telefonisch einen rechtsgültigen Vertrag zu schliessen. Geregelt wird dies durch das Fernabsatzrecht nach § 312b ff BGB (Link http://www.e-recht24.de/artikel/ecommerce/12.html)

Die Folge waren in den Anfangsjahren ständige Werbeanrufe bei Verbrauchern. Eine Datenschutznovelle aus 2009 sollte diesen Zustand beenden. Sie sah vor, dass Verbraucher der Nutzung ihrer Kontaktdaten für Werbezwecke, eben auch Werbeanrufe, ausdrücklich zustimmen mussten. Ohne die Zustimmung handelte es sich um einen unerlaubten Werbeanruf. Zum Ende des Jahres 2012 wird diese Regelung im Sinne des Konsumenten vereinfacht, und Strafen bei Zuwiderhandlungen seitens Unternehmen drastisch erhöht. Mitglied sein heißt –  nicht allein zu sein.


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Mittwoch, 1. Februar 2012

Locke Borchardt Spieler Service Deutschland


Es werden Forderungen aus Telefonverträgen der Firma Spieler Service Deutschland aus dem Jahr 2010 geltend gemacht. Spieler Service Deutschland beauftragte Rechtsanwälte Locke|Borchardt mit der Beitreibung der Forderungen. Laufzeit der Verträge und monatlichen Entgelte werden in den Zahlungsaufforderungen seitens RA Locke|Borchardt nicht näher erläutert. Es wird angekündigt, dass bei einem gerichtlichen Verfahren Dateien als Beweismittel verwendet werden. Die Dateien sollen beweisen, dass ein wirksamer Dienstleistungsvertrag per Telefon zustande gekommen sei. In den Verbraucherdienst e.V. zur Prüfung vorliegenden Fällen beläuft sich die Gesamtforderung auf 223,41 Euro. Mitglied sein heißt –  ein Teil der starken Gemeinschaft zu sein.


Zudem wird der Zahlungsaufforderung der Rechtsanwälte Locke|Borchardt Nachdruck verliehen mit dem Hinweis - Zitat:

“Sollten Sie die von uns gesetzte Frist fruchtlos verstreichen, so werden wir unserer Mandantschaft empfehlen müssen weitere rechtliche Schritte gegen Sie einzuleiten. Wir weisen Sie rein vorsorglich darauf hin, das hierdurch weitere Kosten entstehen, die die unterliegende Partei zu tragen hätte. Auf Grund der uns vorliegenden Beweislage wäre unsere Mandantschaft ohne weiteres gewillt diese Schritte gegen Sie einzuleiten.“ – Zitat Ende


Gleichzeitig bietet die Kanzlei Locke|Borchardt bei fristgerechter Zahlung der Forderung die Erörterung einer "Kulanzkündigung" an. Mitglied sein heißt –  Ruhe bewahren zu können.




Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

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