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Montag, 14. September 2015

Werbesperre.ch | Werbeanruf von der Geminis Marketing GmbH aus der Schweiz

Möchten Sie vor unerwünschten Werbeanrufen geschützt werden? Die Schweizer Firma Geminis Marketing GmbH bietet Verbrauchern genau diese Dienstleistung auf ihrer Homepage Werbesperre.ch an. Jedoch hat dieses Angebot für den Verbraucher möglicherweise einen Haken! Mit unerlaubten Werbeanrufen, sogenannten Cold Calls, soll die Geminis Marketing GmbH ausgerechnet die Dienstleistung anbieten, die im Nachhinein genau vor den Geschäftsgebaren der anrufenden Schweizer Firma schützen soll.

Werbesperre.ch | Werbeanruf von der Geminis Marketing GmbH aus der Schweiz

Werbesperre.ch soll Werbeanrufe und Werbepost verhindern


Lästigen Werbeanrufe bzw. Werbepostwurfsendungen sollen bei einer Beauftragung durch die Geminis Marketing GmbH aus Zofingen (Rathausgasse 9), eine Kleinstadt im Schweizer Kanton Aargau, der Garaus gemacht werden. Laut Eigenwerbung auf Werbessperre.ch seien Verbraucher dem „Konsum-Verführungs-Terror“ ausgeliefert:

„Werbung kann nerven. Doch wenn Werbung nervt, dann fühlen sich viele Menschen hilflos dem Konsum-Verführungs-Terror ausgeliefert. Doch das muss nicht sein, denn dank Werbesperre.ch wird dem Werbewahnsinn ein spürbar starker Riegel vorgeschoben!“  - Quelle: http://www.werbesperre.ch

Unseriöses Vorgehen durch Callcenteragents von der Geminis Marketing GmbH?


Die Geminis Marketing GmbH betreibe „äusserst unseriöses vorgehen- indem die Callcenteragents (Telefonverkäufer), in erster Linie die Konsumenten vermutlich selbst mit Werbeanrufen belästigen- und dann quasi vor sich selbst schützen wollen. Mitglied sein heißt – der Zug ist noch nicht abgefahren. Zu hinterfragen sind auch die Verkaufsmethoden.  - Quelle: https://www.konsumer.info/?p=32732

129 CHF (ca. 117 EUR) für einen einjährigen Werbeschutz?


Weiter heißt es laut "Konsumer.info", dass Verkäufer via Telefon das Abo von dem Portal Werbesperre.ch für nur 6,60 CHF (ca. 6 EUR) anbieten würden. Schaut der Verbraucher jedoch auf der Homepage Werbesperre.ch nach der geforderten Jahresgebühr werden allerdings 129 CHF (ca. 117 EUR) von dem Konsumenten gefordert. Dort heißt es vielversprechend:

„Für Sie haben wir ein Paket zum optimalen Schutz gegen lästige Werbeanrufe und Postsendungen geschnürt. Ihren nachhaltigen Werbeschutz durch werbesperre.ch genießen Sie im Jahresabonnement für nur 129,- CHF (exkl. MwSt.). Mit einer Mitgliedschaft profitieren Sie von unserem ausgezeichneten Rundum-Schutz-Paket.“ - Quelle: http://www.werbesperre.ch/mitgliedschaft.html

Der Schutz von der Geminis Marketing würden aus einen „Kostenlosen Support“, einen „Eintrag in die Werbesperrliste“, eine „Weiterleitung an Adressagenturen/Broker“, eine „Nummernrecherche“, eine „Abmahnung an andere Callcenter“, eine „telefonische Rechtsberatung“, einen „Zugang zum Mitgliederbereich mit Briefvorlagen“, einen „Briefkasten Aufkleber“ sowie „10 Abmahnungen pro Jahr“ bestehen.

Bei Nichtzahlung droht Werbesperre.ch mit einer Inkassofirma


In den AGB die Geminis Marketing GmbH unter „Zahlungsbedingungen“ sogar mit einer Adminstrationsgebühr von 20 CHF (ca. 18 EUR) sowie mit einer Einschaltung eines Inkassounternehmens, sollte die offene Rechnung von dem Kunden nicht beglichen werden. Mitglied sein heißt – Abwehrkräfte zu stärken.


„Die Zahlung der Mitgliedschaft erfolgt im Voraus für das gesamte Jahr. Die Rechnung ist jeweils mit dem zugestellten Einzahlungsschein innerhalb von 20 Tagen zu zahlen. Wird die Zahlungsfrist nicht eingehalten wird ab der zweiten Mahnung zusätzlich eine Administrationsgebühr von CHF 20.00 belastet. Nach Ablauf der Mahnfrist, wird das Dossier, einem Inkassounternehmen zur weiteren Einforderung und eventuelle rechtliche Schritte überreicht. Dies unter Kostenfolge zu Lasten des Mitglieds.“  - Quelle: http://www.werbesperre.ch/agb.html

Legen Sie Ihren Hörer auf!


Verbraucherdienst e.V. empfiehlt den Hörer aufzulegen, sollte ein Telefonverkäufer Ihnen einen Vertrag bezüglich einer Werbesperre anbieten. Auch wenn diese Dienstleistung für Ihr stationäres Telefon, für Ihren Postbriefkasten sowie für Ihr Mobiltelefon angeboten wird, ist doch deren Nutzen möglicherweise eventuell nicht nachvollziehbar und zweifelhaft. Das Schweizer Fernsehen (SRF) berichtete bereits über die die Geminis Marketing GmbH: http://www.srf.ch/konsum/themen/geld/werbesperre-ch-alte-masche-neue-firma


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Kostenlose Infos erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.



Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Dienstag, 21. Juli 2015

Branchenblitz | Branchenbuch aus Kleve droht mit der Creditreform

Mittels eines Werbeanrufs wird das Online-Branchenbuch „Branchenblitz“ von der gleichnamigen Firma vertrieben. Die Zielgruppe des Branchenbuchs sind – wie sollte es auch anders sein – Gewerbetreibende.

Online-Branchenbuch Branchenblitz aus Kleve


Möglicherweise eventuell nutzlose Branchenbucheinträge?


Der „Branchenblitz“ stammt aus der niederrheinischen Stadt Kleve (Hagsche Straße 100). Die deutsch-holländischen Grenze ist von dort auch nicht mehr weit entfernt. Von dort agiert der Geschäftsführer Harald Gregorek mit seiner „Firma Branchenblitz“ und verkauft nach Aussagen der Gewerbetreibenden über Werbeanrufe Branchenbucheinträge an Selbstständige und Unternehmer, die nach deren Berichten möglicherweise nutzlos sein könnten. Mitglied sein heißt –  auf der sicheren Seite zu stehen.

So wirbt „Branchenblitz“ auf der Homepage des Branchenbuchs


Das Branchenbuch „Branchenblitz“ wird auf der Homepage des gleichnamigen Unternehmens vollmundig beworben. So heißt es dort: „Der Brancheneintrag bei Branchenblitz.de ist Ihre Visitenkarte mit Firmenlogo sowie weiteren Informationen zu Ihren Unternehmen. Durch gute Erreichbarkeit und zielgenaue Optimierung Ihres Eintrages, ist Ihre Firma dann auch in den Top-Positionen registriert.“ Durch eine Suchmaschinenoptimierung bei Google, Bing und Co. soll der Branchenbucheintrag in das Branchenbuch „Branchenblitz“ eine bessere Wahrnehmung des Angebots des Gewerbetreibenden, „mehr Online-Besucher durch größere Sichtbarkeit“ sowie „mehr Neukunden durch zusätzliche Online-Besucher“ hervorrufen.

Auftragsbestätigung für einen Branchenbucheintrag durch Branchenblitz aus Kleve
Auftragsbestätigung | Branchenblitz | 03.03.2015



Verkauf via Werbeanruf und Fernabsatzvertrag


Diesen Monat erreichte uns von einem Mitglied allerdings eine Rechnung mit einer letzten Zahlungsaufforderung bezüglich des Branchenbuchs. Der Gewerbetreibende – ein Gastwirt aus NRW - schloss mittels Werbeanruf und anschließender Bandaufzeichnung einen rechtswirksamen Vertrag mit dem Branchenbuch „Branchenblitz“ ab. Nichtsahnend schloss unser Mitglied am Telefon so einen kostenpflichtigen Branchenbucheintrag per sogenannten Fernabsatzvertrag ab.

Letzte Zahlungsaufforderung von dem Online-Branchenbuch Branchenblitz
Letzte Zahlungsaufforderung | Branchenblitz | 02.04.20015

Letzte Zahlungsaufforderung über 165 Euro


Da der Gewerbetreibende die anfängliche Rechnung über 150 Euro brutto nicht innerhalb 14 Tagen auf ein Konto der Volksbank Kleverland einzahlte, bekam dieser einige Tage später eine letzte Zahlungsaufforderung über 165 Euro zugeschickt. In der letzten Zahlungsaufforderung wurde der Gastwirt aus Nordrhein-Westfalen letztmalig aufgefordert, die Überweisung der ausstehenden Rechnungssumme an das Unternehmen zu leisten.

Drohung mit der Creditreform und einem gerichtlichen Mahnverfahren


Die Zahlung des ausstehenden Betrags sollte daraufhin innerhalb von sieben Tagen geschehen. Sollte jedoch die letzte Zahlungsaufforderung bezüglich des Eintrags in das Branchenbuch „Branchenblitz“ von unserem Mitglied ignoriert werden, droht das Unternehmen mit einem gerichtlichen Mahnverfahren sowie mit einer Abtretung der Forderungen an die Creditreform. Mitglied sein heißt –  geschützt zu sein.


Verbraucherdienst e.V. informiert über „Branchenblitz“


Haben Sie auch Probleme mit einem Branchenbucheintrag in die Online-Plattform „Branchenblitz“ bekommen? Haben Sie auch schon eine letzte Zahlungsaufforderung von der Firma aus Kleve (Niederrhein) erhalten?


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Freitag, 15. Juni 2012

Unerlaubter Werbeanruf – verschärfte Bedingungen


Telefonakquise bzw. der Werbeanruf ist ein beliebtes Werkzeug seit es die Möglichkeit gibt, telefonisch einen rechtsgültigen Vertrag zu schliessen. Geregelt wird dies durch das Fernabsatzrecht nach § 312b ff BGB (Link http://www.e-recht24.de/artikel/ecommerce/12.html)

Die Folge waren in den Anfangsjahren ständige Werbeanrufe bei Verbrauchern. Eine Datenschutznovelle aus 2009 sollte diesen Zustand beenden. Sie sah vor, dass Verbraucher der Nutzung ihrer Kontaktdaten für Werbezwecke, eben auch Werbeanrufe, ausdrücklich zustimmen mussten. Ohne die Zustimmung handelte es sich um einen unerlaubten Werbeanruf. Zum Ende des Jahres 2012 wird diese Regelung im Sinne des Konsumenten vereinfacht, und Strafen bei Zuwiderhandlungen seitens Unternehmen drastisch erhöht. Mitglied sein heißt –  nicht allein zu sein.


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

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Montag, 7. Mai 2012

Werbeanruf für Kapitalanlage ohne Emissionsprospekt aus München.

Verbraucherdienst e.V. nahm Kontakt auf mit dem Geschäftsführer der Just EAZY GmbH München und bat um eine Stellungnahme. Stellungnahme der Just EAZY München lesen.
Mitglied sein heißt –  der Zug ist noch nicht abgefahren.

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