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Donnerstag, 5. April 2018

Erfahrungen mit dem HelpPhone der Baser International Service GmbH

Sollten mobile Senioren in eine unglückliche Situation geraten, ist schnelle Hilfe gefragt. Bei einem Hausnotruf könnte man zum Beispiel mit Einrichtungen (z.B. Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter) Kontakt aufnehmen, um unter Umständen notwendige Maßnahmen einleiten.

Die Baser International Service GmbH bietet ebenfalls ein Notfalltelefon an, das sogenannte HelpPhone. Das Projekt klingt vielversprechend, wären da nicht das negativen Erfahrungen mehrere Verbraucher, die sich bei uns meldeten.

Titel: Erfahrungen mit dem HelpPhone der Baser International Service GmbH

Erfahrungen mit HelpPhone


Bereits Oktober 2016 berichtete Verbraucherdienst über die Erfahrungen unseres Mitglieds Frau G. mit der Baser International Service GmbH. Die Schwerpunkte der Firma aus Düsseldorf liegen laut eigener Aussage in den Bereichen Kundenverwaltung, Korrespondenz und verbraucherorientierten Service. Ein „Projekt“ der Baser International Service GmbH ist das sogenannte „HelpPhone“, ein Handy für Senioren mit u.a. 24-Stunden-Notrufnummer. Im Jahr 2016 erhielt besagte Frau G. eine Auftragsbestätigung für das HelpPhone Seniorentelefon. Frau G. bestritt, einen kostenpflichtigen Vertrag mit dem Unternehmen geschlossen zu haben und wandte sich hilfesuchend an uns.

Das Projekt HelpPhone lässt sich scheinbar über das Internet oder durch eine telefonische Bestellung in Anspruch nehmen. Angeblich soll Frau G. laut der Baser International Service GmbH zunächst telefonisch eine Bestellung abgegeben haben. Es wurde zu ihrer „eigenen Sicherheit“ sogar ein Tondokument angefertigt, welches laut der Auftragsbestätigung abzuhören sei. Das Tondokument wurde durch die Baser International Services GmbH, dem angeschlossenen Rechtsanwalt des Verbraucherdienst e.V, der die Interessen der Frau G. vertritt bis zum heutigen Tag nicht übermittelt. Auch der geforderte Nachweis eines schriftlich erteilten OPTIN (Werbeeinwilligungsbestätigung) durch unser Mitglied, blieb die Baser International Service GmbH dem Rechtsanwalt ebenfalls schuldig.

Vertragsabschluss durch Cold Call?


Wie die Kontaktdaten von Frau G. in den Umlauf kamen, kann nur vermutet werden. Zumal nicht eindeutig war, wann Frau G. eine Einwilligung erteilt haben soll, dass sie angeblich via Cold Call für Werbezwecke kontaktiert werden darf. Mehr Einsicht erhielten wir durch ein weiteres Schreiben der Baser International Service GmbH. Dort wurde behauptet, dass Frau G. auf der Online-Seite „Gewinnwelt“ eine Werbeeinwilligung erteilt haben soll. Nach Rücksprache mit Frau G. hatte sie zum angegebenen Zeitpunkt keinerlei Zugang zum Internet. Es ist also fraglich, wie Frau G., die zum angeblichen Einwilligungspunkt 83 Jahre alt war, online eine solche Einwilligung erteilt haben soll.


So das davon ausgegangen werden muss, das es sich bei dem Anruf der Baser International Service GmbH um einen sogenannten Cold Call Anruf handelte. Derartige vom Angerufenen nicht ausdrücklich genehmigte Anrufe werden in Deutschland durch das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb untersagt. Seit 2013 ist bei Zuwiderhandlung ein hohes Bußgeld bis zu 30.000 EUR möglich.

Weitere Betroffene melden sich zu Wort


Mittlerweile gibt es weitere Betroffene, die sich bei uns meldeten. Scheinbar gab es zwei weitere Vorfälle wie jene, die uns durch Frau G. geschildert wurden. An dieser Stelle zitieren wir zwei Mails, die uns erreichten:

Von Frau M:


(Zitat)„Meine 80-jährige Mutter wurde vor ca. 2 Wochen angerufen. Ihr wurde das HelpPhone der Firma Baser angepriesen. Meine Mutter willigte nach einigem Hin und Her ein, dass ihr Informationsunterlagen zugeschickt werden. Der Aufforderung, ihre Kontonummer mitzuteilen, kam sie nicht nach.

Letzte Woche erhielt sie nicht nur die Informationen zum HelpPhone, sondern auch ein Begrüßungsschreiben als neue Benutzerin mit Vertragsnummer und Kundennummer. Wenige Tage später erhielt sie per Päckchen ein HelpPhone geliefert.

Ich finde es unglaublich, das solche eine dreiste, gesetzlich verbotene Telefonaquise mit alten Menschen gemacht wird und beschwere mich bei Ihnen über das Vorgehen der Firma Baser International Service GmbH, Schadowstr. 82, 40212 Düsseldorf.“(Zitatende)

Von Frau L:


(Zitat) „Mit großem Interesse habe ich im Internet den Beitrag über die Cold Call der Firma Baser International Service gelesen und möchte Ihnen folgendesberichten:

Meine Mutter (82 J.) hat vor kurzem einen unaufgeforderten Anruf von dieser Firma erhalten. Sie erzählte mir, dass der Anrufer sie nicht habe zu Wort kommen lassen, denn sie hat versucht zu erklären, dass sie nicht interessiert ist. Mit Datum vom 13.03.18 erhielt sie nun eine Auftragsbestätigung und mit getrennter Post ein Päckchen. Zum Glück hat sie die Annahme des Päckchens verweigert und der Briefträger hat es zurückgehen lassen. Vermutlich war in dem Päckchen das "bestellte" Seniorentelefon.

Scheinbar hat diese Firma ihre Cold Call immer noch nicht eingestellt.“ (Zitatende)

Somit haben sich bereits drei betroffene Frauen zu Wort gemeldet, deren Mütter laut eigener Aussage mittels eines unerwünschten Werbeanruf der Baser International Service GmbH kontaktiert wurden.

Wir hoffen für die Nutzer des HelpPhones, dass sie bei einem Notruf in der 24-Stunden-Notrufzentrale auch zu Wort kommen. Laut den vorliegenden Aussagen scheint es der Baser International Service GmbH nicht unbedingt daran zu liegen Hilfe zu leisten, sondern kostenpflichtige Verträge abzuschließen.

Hilfe beim HelpPhone und Baser


Wurden Sie auch via Cold Call von Baser International Service GmbH ohne Ihre Einwilligung kontaktiert? Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht? Allgemeine Informationen erhalten Sie unter

0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Baser International Service GmbH | HelpPhone

Als die Verbraucherin Frau G. uns eine Mahnung der Baser International Service GmbH vorlegte, waren wir verwundert. Frau G. suchte uns auf, da sie ausgerechnet wegen der Dienstleistung mit dem passenden Namen „HelpPhone“ Hilfe suchte. Die Betreiber des „24-Stunden-Mobilnotrufs“ für Senioren behaupten, dass ein telefonisch abgeschlossener Vertrag mit Frau G. vorliegen würde.

Beitragsbild: Baser International Service GmbH  HelpPhone


HelpPhone - 42,50 EUR monatlich für den Mobilnotruf für Senioren


Was ist das HelpPhone? Diese Dienstleistung wird von der Baser International Service GmbH aus Düsseldorf angeboten und umfasst laut der Webseite verschiedene Serviceangebote wie einen rund-um-die-Uhr „Hausnotruf“, ein „Rundum-Sorgelos-Pflegepaket“ und „Flexibles Zubehör“. Um dieses Angebot zu nutzen, bieten die Betreiber zwei Tarife, wobei hier der Tarif „HelpPhone Premium“ sich nur durch die Zugabe einer SIM-Karte vom Standardtarif unterscheidet. „HelpPhone Premium“ soll monatlich 42,50 EUR kosten und hat laut den AGB eine Laufzeit von 24 Monaten (Stand: 27.10.2016).

Wie kommt Frau G. an dieses Angebot? Sie ist eine Verbraucherin im Alter von 83 Jahren und hat keinen Zugang zum Internet, wo sie das Serviceangebot „HelpPhone“ hätte bestellen können. Dafür nahm Baser International Service GmbH laut Frau G. via Kaltaquise telefonisch Kontakt auf, dem sogenannten Cold Call.

Es wurde von Verbraucherin Frau G. wie folgt geschildert: Sie teilte mit, dass Sie von einem Mitarbeiter von Baser International Service GmbH telefonisch kontaktiert wurde. Eine vorherige und ausdrückliche Einwilligung zu dem Anruf will sie nach eigenen Aussagen  nicht erteilt haben.

Cold Calling unzulässig


Wie der Gesetzgeber bereits 2013 in § 20 in Verbindung mit § 7 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) klargestellt hat: ein unerwünschter Werbeanruf, ein Cold Call ist bei Verbrauchern nicht erlaubt und kann durch die Bundesnetzanstalt verfolgt werden. Mit Inkrafttreten des Gesetzes gegen unseriöse Geschäftspraktiken sind bei Verstoß auch hohe Bußgelder von bis zu 500.000 EUR möglich.

Somit steht die Frage im Raum, ob überhaupt ein Vertrag mit Baser International Service GmbH entstehen konnte. Frau G. leitete mittlerweile eine Mahnung für die Nutzung von „HelpPhone“ an uns weiter. In dem Schreiben wird geschildert, dass ein Tonbandmitschnitt des Gesprächs mit der Verbraucherin Frau G. aufgezeichnet wurde, in dem die Bestellung getätigt worden sein soll.

Verbraucherzentralen gegen Baser


Es ist nicht das erste Mal, dass Baser in die Kritik gerät. So schrieb die Verbraucherzentrale Hamburg am 19. August 2010:

Screenshot Verbraucherzentrale Hamburg | Telefonwerbung Baser | 19.08.2010
Screenshot Verbraucherzentrale Hamburg | Telefonwerbung Baser | 19.08.2010


„Der Baser Direct GmbH (Unternehmen der Baser-Gruppe, Firmenübersicht erreichbar unter der URL elitelotto.de, Anmerkung der Redaktion) aus Düsseldorf wurde auf Antrag der Verbraucherzentrale Hamburg e.V verboten, Verbraucher ohne deren Zustimmung auf ihrem privaten Telefonanschluss anzurufen oder anrufen zu lassen, um für eine Teilnahme an einem kostenpflichtigen Gewinnspielservice zu werben. Auch das „Unterschieben“ eines Vertrages wurde untersagt (LG Düsseldorf, Urt. v. 09.09.2009, 37 O 79/09).“ Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg (Link nicht mehr aktiv, Stand 26.01.2018)

Doch auch in Nordrhein-Westfalen gab es eine Meldung der Verbraucherzentrale. Dort ging es im Zusammenhang mit der Baser International Service GmbH um das unverlangte Zusenden von Vertragsbestätigungen und Zahlungsaufforderungen ohne jeglichen Vertragsschluss.

Verbraucherzentrale NRW | Baser International Service GmbH | 22.05.2012
Verbraucherzentrale NRW | Baser International Service GmbH | 22.05.2012

„Danach stand zur Überzeugung des Gerichts fest, dass die Baser International Service GmbH Werbeanrufe bei den Zeugen getätigt hat, um die Bankverbindung der Verbraucher zu erlangen. Zu einem tatsächlichen Vertragsschluss sei es jedoch zu keiner Zeit gekommen, urteilten die Richter.“ Quelle: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (Link nicht mehr aktiv, Stand 26.01.2018)


Kontakt mit dem Verbraucherdienst e.V.


Wurden Sie auch via Cold Call von Baser International Service GmbH ohne Ihre Einwilligung kontaktiert? Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Sind Sie bereits Mitglied bei Verbraucherdienst e.V.?

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Mittwoch, 13. Januar 2016

Energy2day | SorglosStrom

Strompreise zum Discountpreis – gerade bei den immer höheren Energiepreisen ein verlockendes Angebot für Verbraucher. Auch der Stromanbieter Energy2day aus München bietet Energie zu Billigpreisen an, doch macht ihren Kunden das Leben nicht gerade einfach. Zumindest in dem uns vorliegenden Fall, bei dem eine Verbraucherin per Handy oder Mail einen Vertrag abgeschlossen haben soll – dabei hat sie weder einen E-Mail Account noch ein Handy.

Energy2day  SorglosStrom

Energy2day – Einstweilige Verfügungen gegen den Stromanbieter


Energy2day aus München, samt ihrer Tochterfirma SorglosStrom, haben ein Imageproblem. Die Suche nach den Firmen liefert zuhauf abschreckende Meldungen wie zum Beispiel die Warnung von Stiftung Warentest. Dort wird vor „vielen Fallen im Kleingedruckten“ gewarnt. (Quelle, test.de https://www.test.de/test-warnt-SorglosStrom-taeuscht-Kunden-4744399-0/)

Die dubiosen Geschäftsgebaren von Energy2day brachten dem Unternehmen auch eine einstweilige Verfügung ein – zum zweiten Mal. In beiden Fällen ging es um die falsche Behauptung, dass Energy2day mit diversen Stadtwerken zusammenarbeiten würde. Darüber hinaus wurden Verbraucher per unerlaubten Werbeanruf (Cold Call) kontaktiert. Mittlerweile wurde gegen das Münchner Unternehmen ein zweites Ordnungsgeld verhängt; es müssen 10.000 EUR von Energy2day bezahlt werden, da erneut eine Verbraucherin ohne vorherige Genehmigung telefonisch kontaktiert wurde. (Quelle: https://www.zfk.de/artikel/energy2day-faengt-ein-zweites-ordnungsgeld-ein.html)

Kundenfang mit unerlaubten Werbeanrufen


Der Stromanbieter Energy2day hielt auch die Seniorin Frau K. (74 Jahre alt) auf Trab, die sich vertrauensvoll an uns wandte. Angeblich sollen zwei Verträge – Strom und Gas - über das Telefon entstanden sein. Auch hier nahm der Discount-Stromanbieter per Cold Call Kontakt mit Frau K. auf, um ihr einen Anbieterwechsel vorzuschlagen. Noch einmal zur Erinnerung: ein unerlaubter Werbeanruf ohne vorherige Zustimmung verstößt gegen § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG. Frau K. war nicht damit einverstanden, dass sie einen Anruf von Energy2day erhält, da sie mit ihrem bisherigen Stromlieferanten zufrieden ist.

Laut diesem Telefonat mit Energy2day kommt ein Vertragsabschluss erst zustande, wenn Frau K. im Anschluss an das Gespräch eine zugesandte E-Mail oder SMS bestätigt. Jedoch besitzt die Seniorin Frau K. laut eigener Aussage weder einen E-Mail Account noch ein Handy. Dennoch wurden die entsprechenden Gebühren vom Konto der Verbraucherin abgebucht. Wie Energy2day bzw. SorglosStrom die Bankdaten gelangt ist, ist uns unbekannt. Darüber hinaus erhielt Frau K. keine ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung.

Verbraucherdienst e.V. konnte Frau K. in ihrer Not helfen. Jedoch fragen wir uns, ob noch weitere Verbraucher durch Energy2day bzw. SorglosStrom kontaktiert wurden. Haben Sie als Verbraucher Erfahrungen mit dem Billigstromanbieter und wurden telefonisch kontaktiert? Wurde Ihnen erzählt, dass eine Zusammenarbeit mit den ansässigen Stadtwerken bestehen würde? Verbraucherdienst e.V. liefert Ihnen zwar keinen Strom, aber dafür die entsprechenden Informationen, um sich vor dubiosen Verträgen zu schützen. Mitglied beim Verbraucherdienst sein heißt – sich nicht alles gefallen zu lassen.

Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.


Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

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Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Dienstag, 22. Dezember 2015

Acanos GmbH & Co KG | DSL Datensperrliste | Anwaltsschreiben

Hartnäckig, um nicht zu sagen dreist, ging die Fa ACANOS GmbH & Co. KG bei Frau C.P. aus Berlin vor. Sie sollte einen Vertrag für eine Datensperrliste eingegangen sein und hätte dafür 99,90 EUR zahlen.

Laut Angaben der Verbraucherin erhielt sie einen Anruf mit unterdrückter Rufnummer von einem Callcenter. Eine Telefonistin fragte die verwunderte Verbraucherin, ob sie sich vorstellen könne, auf einer Sperrliste zu stehen. Unser Mitglied wurde somit mit einem Werbeanruf angerufen, das offenbar eine Sperrliste für weitere Werbeanrufe anbot.

Bild Acanos Datensperrliste


Merkwürdig für die Verbraucherin war auch, dass sowohl Telefonnummer als auch Anschrift bei dem Unternehmen ACANTOS GmbH & Co. KG aus Duisburg vorlagen. Die Vertragsunterlagen sollten per Nachnahme zugesandt werden. Diese kamen laut unserem Mitglied aber niemals an.

Cold Call mit unterdrückter Rufnummer?


Ein Callcenter, welches mit unterdrückter Rufnummer Cold Calls betreibt, begeht gleich zwei Ordnungswidrigkeiten, die mit hohen Geldbußen belegt werden können. Abgesehen davon hätte der Vorfall bereits hier beendet sein können. Ärgerlich war natürlich, dass sich scheinbar die persönlichen Daten wie Anschrift und Handynummer in fremde Hände befanden.

Es folgte jedoch schon bald eine Zahlungserinnerung über einen offenen Betrag von 99,90 EUR. In der es heißt:

„...Der mit Ihnen vereinbarte Einzug dieses einmaligen Servicebetrages über eine Nachnahmesendung durch die Deutsche Post AG blieb erfolglos.

Wir fordern Sie hiermit auf, den offenen Betrag in Höhe von 99,90 € innerhalb von 10 Tagen ab dem Datum dieses Schreibens auf das nachstehende Konto zu zahlen, wobei für die Rechtzeitigkeit der Zahlung die Gutschrift maßgeblich ist...“

Für Rückfragen stünde eine 01805 Nummer zur Verfügung. Als Festnetzpreis gibt die Acanos 9 ct/min an. Laut einer Liste auf Wikipedia belaufen sich jedoch die Festnetzkosten pro Minute auf 14 Cent bei einer 01805-Nummer (Stand 18.12.2015). Service-Dienste Wikipedia.

Servicebeitrag durch Nachnahmesendung?


Ebenfalls erschließt es sich nicht, warum ein Servicebeitrag durch eine Nachnahmesendung eingezogen werden soll. Wenn überhaupt, würden die meisten seriösen Firmen erst nach der Annahme und Bezahlung ihre Leistung erfüllen. Was eine Datensperrliste (DSL) überhaupt bieten soll, blieb zweifelhaft.

Etwa fünf Wochen später folgt die nächste Überraschung: ein Schreiben mit dem Briefkopf des Rechtsanwalts R.Czarnetzki aus Duisburg.

In dem Schreiben heißt es:

„… hiermit zeige ich an, dass ich die Acanos GmbH & Co. KG, Mercatorstraße 4, 47051 Duisburg, diese vertreten durch die Acanos Verwaltungsgesellschaft mbH, diese vertreten durch ihren Geschäftsführer Herrn Mario Kasumovic vertrete. Meine Mandantschaft führt die Datensperrliste (DSL). Darin können sich gegen Entgelt Telefonkunden eintragen lassen, die sich durch Werbeanrufe gestört fühlen…“
Was den Verbraucherdienst e.V. etwas stutzig macht ist der Hinweis:

„Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an meine Mandantin
montags bis freitags 9.00 bis 13.00 Uhr
unter der Rufnummer
0180/55525450.“

Hinweis auf eine kostenpflichtige Hotline?


Es handelt sich um die gleiche kostenpflichtige Rufnummer, die in den vorherigen Schreiben als solche markiert ist. Dass ein Anwalt keinen Hinweis auf eine kostenpflichtige Hotline gibt, ist eher ungewöhnlich. Zumal der Mobilfunkpreis sich auf bis zu 42 ct/min belaufen kann.

Nehmen Sie die Zahlungserinnerung und das Schreiben mit dem Briefkopf des Anwalts aus Duisburg bitte ernst. Wehren Sie sich gegen die Forderung, wenn Sie keinen Vertrag mit der ACANOS GmbH & Co. KG  eingegangen sind. Es gibt mit Sicherheit einige Ungereimtheiten. Es soll ebenfalls in dem uns vorliegenden Fall eine Tonbandaufzeichnung vom Vertragsabschluss aufgezeichnet worden sein. Haben Sie auch einer solchen Tonbandaufnahme zugestimmt? Juristen im unseren Haus gehen derzeit im Auftrag des Vereinsmitgliedes der Sache nach.

Sie können uns helfen: Teilen Sie uns Ihre persönliche Erfahrungen zur DSL Datensperrliste, Acanos GmbH und dem Anwaltsschreiben mit.

Gerne per Email, Formular oder per Telefon.

Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

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oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

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Montag, 30. November 2015

Swagoo Internet Werbeagentur | Die Online Auskunft

Die Swagoo Internet Werbeagentur bietet für Gewerbetreibende ein Branchenbuch, mit dem sich Unternehmen durch einen dementsprechenden Eintrag bewerben können. Eine Gewerbetreibende wand sich an uns, weil sie durch einen unerlaubten Werbeanruf einen Vertrag mit dem Unternehmen abschloss.



„Mehr Auskunft geht nicht“? Online Auskunft von Swagoo


Eine Gewerbetreibende verständigte uns, da sie eine Rechnung vom Kundenservice der Swagoo Internet Werbeagentur erhielt. In dem uns vorliegendem Schreiben werden 117,81 EUR für einen Brancheneintrag auf die-online-auskunft.de gefordert, die Laufzeit beträgt 6 Monate.

Laut der Gewerbetreibenden ist der Vertrag für diesen Eintrag über einen unerlaubten Werbeanruf (Cold Call) entstanden, welche in Deutschland untersagt sind. So sind bei Missachtung dieses Verbot auch hohe Strafen fällig: „Mit Inkrafttreten des Gesetzes gegen unseriöse Geschäftspraktiken am 9. Oktober 2013 wurden die gesetzlichen Regelungen verschärft. Die mögliche Bußgeldhöhe wurde von 50.000 Euro auf 300.000 Euro angehoben.“ Quelle: Bundesnetzagentur: http://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/Verbraucher/UnerlaubteTelefonwerbung/unerlaubtetelefonwerbung-node.html. Hier handelt es sich um ein Schutzgesetz für Verbraucher. Es ist noch nicht einheitlich geklärt, ob dieses Schutzgesetz auch für Gewerbetreibende gilt. Aus diesem Grunde wurde der BGH ( Bundesgerichtshof ) durch Revision zur Entscheidung vorgelegt.

Unklar ist die Anschrift von Swagoo. Auf der Rechnung ist eine Adresse in Melle angegeben, während im Impressum der Webpräsenz die-online-auskunft.de das knapp 15 Kilometer entfernte Bissendorf angegeben wird. Nur die Rufnummern sind identisch.

Die Suchfunktion ist arg in Frage zu stellen. Auch wenn mit „Mehr Auskunft geht nicht“ geworben wird, sehen die Ergebnisse bei einer üblichen Suche eher mager aus. Zum Beispiel suchten wir ein „Blumengeschäft“ (von die-online-auskunft.de selbst vorgeschlagen) in Köln und hatten keinerlei Ergebnisse. (Stand: 30.11.2015) Ob sich so ein Eintrag für knapp 100 EUR dann lohnt, bleibt fraglich.

die-online-auskunft.de | Screenshot vom 30.11.2015 | Swagoo
die-online-auskunft.de | Screenshot vom 30.11.2015


Zusammenhang zu einem anderen Branchenbuch?


Auf der Rechnung ist als Sachbearbeiterin eine gewisse Marie Borgelt aufgeführt. Frau Borgelt ist uns in Zusammenhang mit einem anderen Branchenbuch, über das wir bereits berichteten, bekannt. So ist im Impressum des Branchenverzeichnisses „Online-Branchen-Auskunft“, die mit dem einprägsamen Slogan „Oma weiß alles!“ werben, auch eine gewisse Marie Borgelt vertreten. Unseren Artikel zu diesem Branchenbuch der B & G Verlags Marketing UG aus Bünde lesen sie hier: http://verbraucherdienst.blogspot.de/2014/05/b-g-verlags-marketing.html

Was bei einer Rechnung von Swagoo Internet Werbeagentur beachtet werden sollte


Das Unternehmen droht laut Rechnung mit einem gerichtlichen Mahn- und Vollstreckungsverfahren, sofern der Betrag von 117,81 EUR nicht innerhalb einer Woche beglichen wird. Haben Sie als Unternehmer, Freiberufler und Gewerbetreibender auch eine Rechnung von Swagoo erhalten? Wir haben Erfahrung mit Branchenbuch-Verträgen und wissen, wie Sie sich verhalten sollten.

Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.


Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

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oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

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Montag, 14. September 2015

Werbesperre.ch | Werbeanruf von der Geminis Marketing GmbH aus der Schweiz

Möchten Sie vor unerwünschten Werbeanrufen geschützt werden? Die Schweizer Firma Geminis Marketing GmbH bietet Verbrauchern genau diese Dienstleistung auf ihrer Homepage Werbesperre.ch an. Jedoch hat dieses Angebot für den Verbraucher möglicherweise einen Haken! Mit unerlaubten Werbeanrufen, sogenannten Cold Calls, soll die Geminis Marketing GmbH ausgerechnet die Dienstleistung anbieten, die im Nachhinein genau vor den Geschäftsgebaren der anrufenden Schweizer Firma schützen soll.

Werbesperre.ch | Werbeanruf von der Geminis Marketing GmbH aus der Schweiz

Werbesperre.ch soll Werbeanrufe und Werbepost verhindern


Lästigen Werbeanrufe bzw. Werbepostwurfsendungen sollen bei einer Beauftragung durch die Geminis Marketing GmbH aus Zofingen (Rathausgasse 9), eine Kleinstadt im Schweizer Kanton Aargau, der Garaus gemacht werden. Laut Eigenwerbung auf Werbessperre.ch seien Verbraucher dem „Konsum-Verführungs-Terror“ ausgeliefert:

„Werbung kann nerven. Doch wenn Werbung nervt, dann fühlen sich viele Menschen hilflos dem Konsum-Verführungs-Terror ausgeliefert. Doch das muss nicht sein, denn dank Werbesperre.ch wird dem Werbewahnsinn ein spürbar starker Riegel vorgeschoben!“  - Quelle: http://www.werbesperre.ch

Unseriöses Vorgehen durch Callcenteragents von der Geminis Marketing GmbH?


Die Geminis Marketing GmbH betreibe „äusserst unseriöses vorgehen- indem die Callcenteragents (Telefonverkäufer), in erster Linie die Konsumenten vermutlich selbst mit Werbeanrufen belästigen- und dann quasi vor sich selbst schützen wollen. Mitglied sein heißt – der Zug ist noch nicht abgefahren. Zu hinterfragen sind auch die Verkaufsmethoden.  - Quelle: https://www.konsumer.info/?p=32732

129 CHF (ca. 117 EUR) für einen einjährigen Werbeschutz?


Weiter heißt es laut "Konsumer.info", dass Verkäufer via Telefon das Abo von dem Portal Werbesperre.ch für nur 6,60 CHF (ca. 6 EUR) anbieten würden. Schaut der Verbraucher jedoch auf der Homepage Werbesperre.ch nach der geforderten Jahresgebühr werden allerdings 129 CHF (ca. 117 EUR) von dem Konsumenten gefordert. Dort heißt es vielversprechend:

„Für Sie haben wir ein Paket zum optimalen Schutz gegen lästige Werbeanrufe und Postsendungen geschnürt. Ihren nachhaltigen Werbeschutz durch werbesperre.ch genießen Sie im Jahresabonnement für nur 129,- CHF (exkl. MwSt.). Mit einer Mitgliedschaft profitieren Sie von unserem ausgezeichneten Rundum-Schutz-Paket.“ - Quelle: http://www.werbesperre.ch/mitgliedschaft.html

Der Schutz von der Geminis Marketing würden aus einen „Kostenlosen Support“, einen „Eintrag in die Werbesperrliste“, eine „Weiterleitung an Adressagenturen/Broker“, eine „Nummernrecherche“, eine „Abmahnung an andere Callcenter“, eine „telefonische Rechtsberatung“, einen „Zugang zum Mitgliederbereich mit Briefvorlagen“, einen „Briefkasten Aufkleber“ sowie „10 Abmahnungen pro Jahr“ bestehen.

Bei Nichtzahlung droht Werbesperre.ch mit einer Inkassofirma


In den AGB die Geminis Marketing GmbH unter „Zahlungsbedingungen“ sogar mit einer Adminstrationsgebühr von 20 CHF (ca. 18 EUR) sowie mit einer Einschaltung eines Inkassounternehmens, sollte die offene Rechnung von dem Kunden nicht beglichen werden. Mitglied sein heißt – Abwehrkräfte zu stärken.


„Die Zahlung der Mitgliedschaft erfolgt im Voraus für das gesamte Jahr. Die Rechnung ist jeweils mit dem zugestellten Einzahlungsschein innerhalb von 20 Tagen zu zahlen. Wird die Zahlungsfrist nicht eingehalten wird ab der zweiten Mahnung zusätzlich eine Administrationsgebühr von CHF 20.00 belastet. Nach Ablauf der Mahnfrist, wird das Dossier, einem Inkassounternehmen zur weiteren Einforderung und eventuelle rechtliche Schritte überreicht. Dies unter Kostenfolge zu Lasten des Mitglieds.“  - Quelle: http://www.werbesperre.ch/agb.html

Legen Sie Ihren Hörer auf!


Verbraucherdienst e.V. empfiehlt den Hörer aufzulegen, sollte ein Telefonverkäufer Ihnen einen Vertrag bezüglich einer Werbesperre anbieten. Auch wenn diese Dienstleistung für Ihr stationäres Telefon, für Ihren Postbriefkasten sowie für Ihr Mobiltelefon angeboten wird, ist doch deren Nutzen möglicherweise eventuell nicht nachvollziehbar und zweifelhaft. Das Schweizer Fernsehen (SRF) berichtete bereits über die die Geminis Marketing GmbH: http://www.srf.ch/konsum/themen/geld/werbesperre-ch-alte-masche-neue-firma


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Dienstag, 18. August 2015

PrintMediaService Ltd. | Bürgerinformationsfolder | London

Heute warnen wir vor dem sogenannten „Bürgerinformationsfolder“ von der PrintMediaService Ltd. aus London. Das Unternehmen vertreibt per Cold Call Einträge an Gewerbetreibende. Handelt es sich um Abzocke?

PrintMediaService Ltd. | Printprodukt „Bürgerinformationsfolder“

„Bürgerinformationsfolder“ von der PrintMediaSevice Ltd. ist ein „altmodisches“ Printprodukt


Per Cold Call vertreibt diese britische Firma (196 High Road Wood Green London N22 8HH) keinen sonst üblichen kostenpflichtigen Eintrag in ein Online-Branchenbuch. Bei dem beworbenen „Bürgerinformationsfolder“ handelt es sich nämlich um ein „altmodisches“ analoges Printprodukt. Dabei wird gegenüber dem Gewerbetreibenden, dem Selbstständigen bzw. dem Unternehmer am Telefon per Cold Call suggeriert, dass es sich hierbei lediglich um eine Verlängerung der „alten“ Anzeige bzw. um eine Neuauflage der Printbroschüre handeln würde. Mitglied sein heißt –  nicht hilflos zu sein.

Das Ziel ist ein kostenpflichtiger Neuabschluss mit dem Gewerbetreibenden


Hatte sich der Gewerbetreibende von dem Telefonverkäufer zu einer angeblichen Fortsetzung der Firmenanzeige in den „Bürgerinformationsfolder“ überreden lassen ist es jedoch zu einem Neuabschluss des kostenpflichtigen Abo-Werbevertrags mit der PrintMediaService Ltd. gekommen. Da Gewerbetreibende jedoch keinerlei Widerrufsrecht bei abgeschlossenen Verträgen (auch bei einem Fernabsatzvertrag § 312b BGB) besitzen kann dieser nur noch im Nachhinein juristisch angefochten werden. Oftmals wird allerdings in der sonst üblichen Hektik des tagtäglichen Geschäftsalltags von den Gewerbetreibenden übersehen, wenn ein rechtswirksamer Vertrag hinsichtlich des Printprodukts zustande kam. Dann kann der abgeschlossene Vertrag mit der PrintMediaService Ltd. aus London nicht mehr gekündigt werden. Mitglied sein heißt –  immer auf den aktuellen  Stand zu sein.

2.944 EUR netto für vier Auflagen des Printprodukts „Bürgerinformationsfolder“


Der am Telefon per Cold Call abgeschlossene Vertrag für den „Bürgerinformationsfolder“ ist im Nachhinein für den Gewerbetreibenden, Unternehmer oder Gewerbetreibenden ziemlich teuer. Für die geplanten vier Auflagen des „Bürgerinformationsfolders“ soll dieser innerhalb einer Laufzeit von zwei Jahren insgesamt 2.944 EUR netto berappen. Pro Auflage verlangt die britische Firma PrintMediaService Ltd den stolzen Betrag von 736 EUR. Dieser recht hohe Geldbetrag gliedert sich in den Nettopreis für die jeweilige Auflage (399 EUR), den Satz für den Farbdruck (159 EUR) sowie für den Versand (29 EUR) auf.


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

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oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

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Freitag, 31. Juli 2015

Deutsches Branchenmagazin S.L.U. | Branchenbuch | www.dbm-online.com

Und wieder ein neues Online-Branchenbuch von den Kanaren: www.dbm-online.com von der spanischen Firma Deutsches Branchenmagazin S.L.U.!

Deutsches Branchenmagazin S.L.U. | Branchenbuch | www.dbm-online.com


„Ihr zuverlässiger Partner Für die Suche von Firmen und Branchen in Ihrer Nähe“?


Mit dem vielversprechenden Werbespruch „Ihr zuverlässiger Partner Für die Suche von Firmen und Branchen in Ihrer Nähe“ wirbt das spanische Unternehmen auf der Homepage www.dbm-online.com für die kostenpflichtigen Branchenbucheinträge. Mitglied sein heißt –  den Rest kannst du dir sparen.
 Diese werden mittels eines Cold-Call-Anrufs an die deutsche Unternehmerin oder den deutschen Unternehmer gebracht. Dabei wird allerdings oft in dem manchmal hektischen Geschäftsalltag jedoch von dem Gewerbetreibenden übersehen, dass auch am Telefon (per Fernabsatzvertrag § 312b) ein rechtskräftiger Vertrag mit dem Branchenbuch von der Firma Deutsches Branchenmagazin S.L.U. zustande gekommen ist.

Deutsches Branchenmagazin S.L.U. stammt aus „Calle Teobaldo Power 1 Puerto 111 35100 San Bartolome de Tirajuna Las Palmas“


Der Selbstständige hat dann allerdings bei einer Beauftragung eines Branchenbucheintrags einen in Deutschland rechtskräftigen Vertrag am Telefon mittels Bandaufzeichnung (als Nachweis für den Abschluss) mit der Firma Deutsches Branchenmagazin S.L.U. aus „Calle Teobaldo Power 1 Puerto 111 35100 San Bartolome de Tirajuna Las Palmas“ abgeschlossen. Obwohl es sich hierbei um eine spanische Firma aus der spanischen Sonderzone ZEC („Zona Especial Canaria“) westlich der marokkanischen Küste Afrikas handelt, sollen deutsche Gewerbetreibende zu einem kostenpflichtigen Branchenbucheintrag in das Portal www.dbm-online.com bewegt werden.

„Branchen Neueintragung unter dbm-online.com Laufzeit 6 Monate“ für 298 EUR netto


Das Branchenbuch mit dem Online-Portal www.dbm-online.com wird mittels inzwischen in Deutschland verbotenem Cold Call (unerlaubter Werbeanruf) sowie mit einer anschließender Bandaufzeichnung durch ein zweites Telefongespräch in Deutschland vertrieben. Durch diese umstrittene Verkaufsmethode sollen Neueinträge für das Branchenbuch aus Spanien generiert werden. Für eine sogenannte „Branchen Neueintragung unter dbm-online.com Laufzeit 6 Monate“, die eventuell nutzlos ist, soll der Angerufene 298 EUR (laut § 10 AGB sind die angegebenen Preise Nettopreise) zahlen. Der abgeschlossene Vertrag ist „mit einer automatischen Verlängerung laut fernmündlichen Vertrag“ verbunden. Der Nettobetrag über 298 EUR soll auf ein Konto der Santander Bank (BIC: BSCHESMMXXX) von dem Zahlenden zeitnah überwiesen werden.

Kein Rücktritts- oder Widerrufsrecht bei der Firma Deutsches Branchenmagazin S.L.U.


Allerdings gibt es bei den abgeschlossenen Verträgen mit der spanischen Firma Deutsches Branchenmagazin S.L.U. einen bösen Haken. Denn laut § 12 und § 13 BGB ergebe „sich weder ein Rücktritts- oder Widerrufsrecht, da das Deutsches Branchenmagazin S.L.U. ausschließlich Geschäfte mit Gewerbetreibenden, Unternehmern und Freiberuflern betreibt.“

Gerne informiert Sie der Verbraucherdienst e.V. am Telefon oder per E-Mail, sollten Sie einen kostenpflichtigen Eintrag in das Branchenbuch aus San Bartolome de Tirajuna Las Palmas abgeschlossen haben. Mitglied sein heißt –  der Zug ist noch nicht abgefahren.

Verbraucherdienst e.V. informiert über Branchenbücher von den Kanaren


Wir berichteten im der Vergangenheit schon über etliche kostenpflichtige Branchenbücher von den Kanarischen Inseln. Dabei ist die Vorgehensweise für einen kostenpflichtigen Branchenbucheintrag in der Regel identisch, sofern es sich bei der Vermarktung um einen Cold-Call-Anruf mit anschließender Bandaufzeichnung handelt. Verträge mit Gewerbetreibenden werden auch mittels Korrekturfax abgeschlossen. Je nach Betreiberin des Branchenbucheintrags variiert die Vorgehensweise hinsichtlich eines rechtskräftigen Vertragsabschlusses mittels Fernabsatzvertrag. Hier ist eine kleine Auswahl aktueller zum Teil noch aktiver Branchenbücher aus dem Königreich Spanien.

Oertlicher Telefonbuchverlag S.L.U.
http://verbraucherdienst.blogspot.de/2014/09/oertlicher-telefonbuchverlag-s.I.u.html

DBV Online S.C.P.
http://verbraucherdienst.blogspot.de/2014/09/dbv-internet-branchenbuch.html

Gesellschaft für Webdesign S.L.
http://verbraucherdienst.blogspot.de/2015/07/gesellschaft-fur-webdesign-sl.html

Tele Medien Verlag
http://verbraucherdienst.blogspot.de/2015/06/branchenbuch-telemedien-verlag.html

Gewerbeverlag Online
http://verbraucherdienst.blogspot.de/2015/05/gewerbeverlag-online.html



Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

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Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.


Mittwoch, 29. Juli 2015

Cold Call verboten | Verbraucherdienst e.V. verurteilt die Praxis mit den unerlaubten Werbeanrufen

Seit dem Jahr 2009 sind unerwünschte Werbeanrufe (Cold Calls) verboten. Sowohl Verbraucher als auch Gewerbetreibende, Selbstständige oder Unternehmer dürfen mit Cold Calls nicht mehr belästigt werden. Viele Cold Calls werden mit Gewerbetreibenden geführt, um kostenpflichtige Branchenbucheinträge mittels Bandaufzeichnung abzuschließen. Der vorliegende Artikel soll jedoch die vielfältigen Maschen der unerlaubten Werbeanrufe bei Verbrauchern beleuchten.

Cold Call verboten | Verbraucherdienst e.V. verurteilt die Praxis mit den unerlaubtem Werbeanrufen


Unerwünschte Werbeanrufe sind seit dem Jahr 2009 verboten


Im Jahr 2009 änderte der deutsche Gesetzgeber die Handhabung mit dem sogenannten Cold Call. Bis zu diesem Jahr wurden unerlaubte Werbeanrufe auch als erfolgreiches Marketingkonzept von diversen Unternehmen gebraucht. Heutzutage ist allerdings ein Cold Call-Anruf kein Kavaliersdelikt mehr, denn hohe Geldstrafen bis zu 300.000 EUR können seit dem Jahr 2013 wegen verbotener unerwünschter Telefonanrufe verhängt werden. Trotz dieser hohen Strafen blüht weiterhin das Geschäft mit der unerwünschten Telefonwerbung (Cold Call) in Deutschland. Auch dieses Jahr werden noch mehrere Tausend Verbraucher durch einen nicht vorher beauftragten Telefonverkäufer angerufen, der Ihnen anschließend ungefragt ein Produkt oder eine Dienstleistung am Telefonhörer verkaufen möchte. Mitglied sein heißt –  auf der sicheren Seite zu stehen.

Branchenbuch-Anbieter nutzen oft den verbotenen Cold Call-Anruf


Das Ziel eines verbotenen Cold-Call-Anrufs ist in der Regel der Abschluss eines Fernabsatzvertrags (§ 312b BGB) durch den Verkauf eines möglicherweise überteuerten Produktes oder einer fragwürdigen Dienstleistung. Ein Beispiel für solch eine Dienstleistung wäre ein Branchenbucheintrag, der per Cold Call samt anschließender Bandaufzeichnung am Telefon vertrieben wird. Der Haken bei so einem Vertrag ist für dem Gewerbetreibenden jedoch, dass diesem in der Regel nicht widersprochen werden kann. Auch wenn ein Verbraucher einen Vertrag mit einem Branchenbucheintrag abschließt, wird dieser anschließend wie ein Gewerbetreibender behandelt.

Legen Sie Ihr Telefon bei einem verbotenen unerwünschten Werbeanruf auf


Wenn Ihnen ein Schnäppchen oder ein großer Gewinn am Telefon per Cold Call versprochen wird kann es sich um einen Fall von Gaunerei und Bauernfängerei handeln. Auch wenn dem Verbraucher die per verbotenem Cold Call versprochene Botschaft zuerst sehr erfreulich erscheint, sollten die Finger davon gelassen werden. Arglose Verbraucher laufen sonst Gefahr, in die Fallen der Gauner und Bauernfänger zu tappen. Als aufgeklärter Verbraucher ist es immer sinnvoller, das Telefon aufzulegen, sofern Sie von einem verbotenen Cold Call-Gespräch belästigt werden.

Cold Call vom Energieversorger


Eine weit verbreitete Masche - hinsichtlich eines verbotenen Cold Call-Anrufes - ist, wenn ein unbekannter Anrufer angibt, dass er bei einem bekannten Energieversorger arbeiten würde. Das Ziel dieses Anrufers ist jedoch nicht die Beratung des Verbrauchers, sondern der eilige Tarifwechsel des angerufenen Konsumenten. In der Regel entpuppt sich später der am Telefon bestellte Vertrag als eine böse Kostenfalle. Denn anstatt dem Verbraucher einem günstigeren Tarif zu verkaufen ist dieser dann meist teurer. Dazu stammt der neu abgeschlossene Vertrag noch von einem anderen Energieunternehmen. Erst wenn die schriftlichen Vertragsdokumente mit der Post an den neu eingetragenen Kunden verschickt werden, fällt der „Schwindel“ des Cold Call-Verkäufers auf.

Cold Call für eine Zeitschriften-Testlieferung


Seien Sie immer misstrauisch, wenn Ihnen am Telefon mittels verbotenen Cold Call eine kostenlose Testlieferung für ein Zeitschriftenabonnement angeboten wird. In der Regel wird bei der versprochenen Testlieferung dem angerufenen Verbraucher nicht gesagt, dass sich dieses später als ein teures Zeitungs- oder Zeitschriften-Abonnement entpuppt. Eine Kündigung des entstandenen Vertrags hinsichtlich einer Zeitung oder einer Zeitschrift ist in der Regel nur nach deren AGB – zum Beispiel nach ein oder zwei Jahren Bezug - möglich. Der Konsument bzw. der Verbraucher ist dann leider in eine Kostenfalle getappt.

Cold Call vom selbsternannten „Datenschützer“


Manche selbst ernannte „Datenschützer“ machen sich die Angst der Konsumenten vor unerlaubter Telefonwerbung zunutze, indem diese meist fragwürdigen Unternehmen mit einem „Datenzentralregister“ und dem dazugehörigen „Schutz“ davor am Telefon werben. Wird allerdings am Telefon ein rechtskräftiger Vertrag mit dem meist arglosen Verbraucher abgeschlossen, ist es dann oft schon zu spät. Auf jeden Fall sollten Sie Ihr Telefon auflegen, wenn Sie einen verbotenen Cold Call-Anruf wegen der angeblichen Entfernung von Telefonwerbung erhalten haben. Rechnungen und / oder  Mahnungen bei Nichtzahlung, die auch schon einmal mehrere Hundert Euro betragen können, werden dann bei einer möglichen Nichtzahlung zu Ihnen nach Hause geschickt. Die am Telefon angebotene Dienstleistung des Cold Call-Verkäufers ist häufig nicht für den angerufenen Verbraucher nachvollziehbar.

Cold Call wegen möglichen Gewinn


Seien Sie skeptisch, wenn Ihnen ein Anrufer mittels verbotenen Cold Call die direkte Auszahlung eines möglichen Gewinns verspricht. Werden für die angebliche Auszahlung Ihres Gewinns Ihre geheimen Daten für Online-Banking verlangt, sollten Sie sofort Ihren Hörer auflegen. Denn in der Regel existiert der versprochene Gewinn des Anrufers nicht. Ein Gewinn ist grundsätzlich nicht mit einer Vorauszahlung des Gewinners verbunden. Wenn Sie trotzdem Ihre intimen Daten einem Fremden am Telefon bekannt geben, kann im schlimmsten Fall Ihr Konto leer geräumt werden.

Cold Call wegen Ihrer Online-Banking-Daten


Zurückhaltung Ihrerseits ist angesagt, wenn Sie ein vermutlich gefälschtes Schreiben von Ihrer Bank in Ihrer Post gefunden haben. Darin wird angekündigt, dass Ihre persönlichen Zugangsdaten bezüglich Online-Banking via Cold Call überprüft werden sollen. Sollte sich einige Zeit später der angebliche Bankmitarbeiter bei Ihnen melden, ist es wichtig, diesem Unbekannten keine persönlichen Zugangsdaten für Ihre Bankgeschäfte zu übermitteln. Ein seriöser Bankmitarbeiter von Ihrer Bank ruft Sie niemals am Telefon via Cold Call bei Ihnen an um anschließend Ihre Telefon-PIN, Online-PIN und / oder TANs (Transaktionsnummern) zu erfragen. Denn der Bankangestellte von Ihrer Bank hat Ihre Daten als Kunde bzw. als Verbraucher schon längst vorliegen. Mitglied sein heißt –  geschützt zu sein.

Verbraucherdienst e.V. kann bezüglich der zahlreichen Cold Call-Praktiken kontaktiert werden


Es ist immer empfehlenswert, sich bei Ihrer Bank sich zu melden, wenn Dritte – zum Beispiel via verbotenem Cold Call – an Ihre persönlichen Online-Banking-Daten gelangt sind. Lassen Sie Ihre Telefon-Banking-PIN oder andere wichtige Daten sofort ändern. Verbraucherdienst e.V. kann ebenfalls von Verbrauchern, die in eine böse Kostenfalle mittels eines Cold Call-Anrufs getappt sind, kontaktiert werden. Verbraucher können uns gerne am Telefon bzw. mittels E-Mail kontaktieren.


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Montag, 27. Juli 2015

Gesellschaft für Webdesign S.L. | City Inkasso GmbH | Branchenbuch

Verbraucherdienst e.V. informiert zurzeit über eine Mahnung von der City Inkasso GmbH für das Branchenbuch „www.wofindo.com“ von der Gesellschaft für Webdesign S.L. aus Spanien. Bei diesem Branchenbucheintrag handelt es sich möglicherweise eventuell um eine nutzlose Dienstleistung, die an Gewerbetreibende per Cold Call (unerwünschter Werbeanruf) vertreiben wird.

Gesellschaft für Webdesign S.L. | City Inkasso GmbH | Branchenbuch

City Inkasso GmbH als Rechtsdienstleister und Inkassofirma für die Gesellschaft für Webdesign S.L.


Obwohl die Gesellschaft für Webdesign S.L. aus der spanischen Ferieninsel Mallorca aus dem Ort Santa Ponsa kommt führt die City Inkasso GmbH aus Frankfurt am Main die ausschließliche Korrespondenz mit dem Gewerbetreibenden aus Deutschland. Wird der geforderte Geldbetrag für den Branchenbucheintrag nicht innerhalb von sieben Tagen von dem Gewerbetreibenden überwiesen, tritt die City Inkasso GmbH für die Gesellschaft für Webdesign S.L. als Inkassofirma auf.Mitglied sein heißt –  auf der sicheren Seite zu stehen.

Rechnung von Gesellschaft für Webdesign S.L. - wofindo.com
Rechnung | Gesellschaft für Webdesign S.L. | 06.08.2014

599 Euro netto (724 Euro brutto) für Premiumeintrag in „www.wofino.com“


Der per unerlaubten Werbeanruf und anschließender Bandaufzeichnung verkaufte Premiumeintrag in „ww.wofindo.com“ kostet dem Gewerbetreibenden für sechs Monate 599 Euro netto (724 Euro brutto) inklusive automatischer Verlängerung. Der fällige Geldbetrag soll von dem Gewerbetreibenden auf ein Konto der Sparkasse Köln / Bonn überwiesen werden.

Forderungsangelegenheit - City Inkasso - wofindo.com
Forderungsangelegenheit | City Inkasso GmbH | 31.10.2014

City Inkasso GmbH droht in der Mahnung mit der Einreichung einer Klageschrift


Da der Gewerbetreibende allerdings keine Zahlung an die Gesellschaft für Webdesign S.L. leistete droht die City Inkasso GmbH in der vorliegenden Mahnung dem Gewerbetreibenden. Dort ist zu lesen:

„… da auf unsere letzte Mahnung noch keine Zahlung eingegangen ist, haben wir uns mit unserem Auftraggeber Gesellschaft für Webdesign S.L. www.wofindo.com hinsichtlich der Einreichung einer Klageschrift bei zuständigen Amtsgericht in Verbindung gesetzt. Vor der Einleitung des gerichtlichen Verfahrens gewährt Ihnen unser Auftraggeber eine letzte Frist zur Ausgleichung der offenen Forderung.“

City Inkasso GmbH treibt für die Gesellschaft für Webdesign S.L. bei


Die City Inkasso GmbH fordert für den Branchenbucheintrag in das Online-Portal „www.wofino.com“ von der Gesellschaft für Webdesign S.L. einen Gesamtbetrag über 955,85 Euro. Dieser hohe Geldbetrag soll innerhalb einer festgelegten Frist für den möglicherweise eventuell nutzlosen Branchenbucheintrag überwiesen werden.

City Inkasso GmbH ist eine seriöse Inkassofirma


Bei der City Inkasso GmbH handelt es sich um eine Inkassofirma, die im deutschen Rechtsdienstleistungsregister gelistet ist. Mahnungen bzw. Zahlungsaufforderungen von dieser Firma sollen sehr ernst genommen werden, da es sich bei dieser Forderung nicht um Gaunerei und Bauernfängerei handelt. Mitglied sein heißt –  geschützt zu sein.

Lesen Sie einen weiteren Artikel zu City Inkasso GmbH hier:
Wiedersehen mit City Inkasso GmbH - infokomfort.de

Kontaktmöglichkeit bezüglich Gesellschaft für Webdesign S.L. sowie über die City Inkasso GmbH


Verbraucherdienst e.V. informiert Sie über den möglicherweise eventuell nutzlosen Branchenbucheintrag in www.wofindo.com von der Gesellschaft für Webdesign S.L. aus der Ferieninsel Mallorca. Bedenken Sie, dass ein abgeschlossener Vertrag von dem Gewerbetreibenden nicht widersprochen werden kann. Sie können uns gerne am Telefon oder per E-Mail über eine mögliche Anfechtung eines Vertrag mit der Gesellschaft für Webdesign S.L. aus Spanien kontaktieren.


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

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oder per E-Mail:

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Post aus 35100 Fernando | Medien Verlagsgesellschaft

Mit einer letzten „Zahlungsaufforderung vor Inkassoverfahren“ droht die Medien Verlagsgesellschaft aus Fernando, einer Siedlung nördlich von Playa del Inglés. In diesem Schreiben werden über 450 EUR gefordert. Doch wofür eigentlich?

Medien Verlagsgesellschaft - 35100 Fernando


Zahlungsaufforderung für unbekannte Dienstleistung aus Fernando


Verbraucherdienst e.V. liegt ein fragwürdiges Schreiben einer Medien Verlagsgesellschaft aus 35100 Fernando vor. Dieses Unternehmen fordert von einem unserer Vereinsmitglieder einen satten Gesamtbetrag von 459,87 EUR. Die Zahlungsaufforderung soll die „Letzte“ vor einem „Inkassoverfahren“ darstellen. Leider wird aus der Forderung nicht ersichtlich, welche Dienstleistung eigentlich stattgefunden haben und vor allem bezahlt werden soll. Mit Fragen über Fragen wand sich das Vereinsmitglied an unseren Verein für Verbraucherschutz, um etwas über diese mysteriöse Forderung herauszufinden. Mitglied sein heißt –  nicht hilflos zu sein.

Die Zahlungsaufforderung der Medien Verlagsgesellschaft besteht auf „sofortigen Ausgleich“ der offenen Gesamtforderung von 459,87 EUR. Die Summe setzt sich zusammen aus 299,00 EUR für einen „Leistungszeitraum von 05/2015 bis 06//2016“ und zusätzlichen Mahn- und Bearbeitungsgebühren - samt Zinsen.

Letzte Zahlungsaufforderung vor Inkassoverfahren - Medien Verlagsgesellschaft
Zahlungsaufforderung | Medien Verlagsgesellschaft | 19.06.2015


Medien Verlagsgesellschaft – Parallelen zu anderen Branchenbüchern?


Die Medien Verlagsgesellschaft gibt als Adresse das „Einkaufszentrum Prisma Nr. 222-228, 35100 Fernando“ an. Laut unseren Recherchen existiert dort kein Einkaufszentrum mit diesem Namen, wobei es allerhand andere Shopping Malls in der Gegend zu geben scheint. Fernando liegt nördlich von Playa del Inglés, von dort aus bereits ein Branchenbuch mit ähnlichen Namen – Gewerbeverlag Online – per Cold Call Gewerbetreibende kontaktierte. Besteht die Möglichkeit, dass es sich um eine ähnliche Masche handelt?

Wenn es sich um eine ähnliche Methode handeln sollte, fehlt jedoch eine Internetadresse für ein Online-Branchenbuch auf der Zahlungsaufforderung. Das war bei Gewerbeverlag Online aus Playa del Inglés der Fall. In dem Schreiben der Medien Verlagsgesellschaft stellt sich demnach die Frage, welche Dienstleistung überhaupt in Rechnung gestellt wird. Mitglied sein heißt –  immer auf den aktuellen  Stand zu sein.

Haben Sie eine Zahlungsaufforderung von Medien Verlagsgesellschaft erhalten?


Der geforderte Geldbetrag soll auf ein Konto der Deutschen Bank überwiesen werden. Doch die genannten Kontodaten – BIC: BSABESBBXXX - verweisen auf ein spanisches Konto. Als Kontaktmöglichkeit ist eine Email-Adresse angegeben, die auf dem französischen Mail-Provider Caramail liegt. Als Telefonnummer hingegen eine Nummer aus Frankfurt am Main.
Sollten Sie eine solche Zahlungsaufforderung der Medien Verlagsgesellschaft aus 35100 Fernando erhalten haben, hat Verbraucherdienst die passenden Informationen parat. Informieren Sie sich mittels eines Anrufs oder einer Email.


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Freitag, 24. Juli 2015

Gaunerei | Bauernfängerei | Verbraucherdienst e.V. informiert

Im Jahr 2014 gab es circa 970.000 Fälle von Gaunerei und Bauernfängerei. Deutschlandweit bekannt wurde in jüngster Zeit Severeino Seeger, der „Deutschland Sucht Den Superstar“-Sieger, der Rentnerinnen um ihr Vermögen gebracht haben soll. Gaunereien und Bauernfängereien können jedoch jeden Verbraucher – von jung bis alt, von arm bis reich - treffen. Dabei spielt das Alter des Getäuschten heutzutage keine bedeutende Rolle mehr, denn nicht nur Senioren und Rentner sind von Gaunerei und Bauernfängerei betroffen.

Gaunerei | Bauernfängerei | Verbraucherdienst e.V. informiert

Vielfältige Tricks von Gaunerei und Bauernfängerei


Die Tricks der Gauner und Bauernfänger sind meist vielfältig und oft sehr gut ausgefeilt. Oft bemerkt das Opfer erst einige Zeit später, dass er getäuscht wurde. Von Romance-Scamming bis hin zu Abofallen und sogar Warenbetrug reicht die weite Palette der Täter, die mittlerweile auch im Internet unterwegs sind. Verbraucherdienst e.V. informiert hier allgemein über die zahlreichen Tricks der leider recht zahlreichen Gauner und Bauernfänger. Wir möchten mit diesem Beitrag nur die recht zahlreichen Tricks und Maschen aufzeigen. Mitglied sein heißt –  nicht allein zu sein.

Bauernfängerei durch Romance-Scammer auf Dating-Portalen


Mit dem professionellen Vortäuschen einer Liebesbeziehung auf einem Dating-Portal – dem sogenannten Romance-Scamming - geraten viele Verliebte ungewollt in eine böse Falle. Gerade wenn der Internet-User gerade verliebt ist und somit auf „Wolke sieben“ schwebt nutzen viele Romance-Scammer mit gefälschten Fake-Profilen ihre Opfer skrupellos aus, indem falsche Gefühle dem anonymen Gegenüber anonym im Internet vorgetäuscht werden. Schlimmstenfalls verlangt ein Romance-Scammer in einem Dialog auf einem Dating-Portal von seinem Opfer eine hohe Geldsumme von mehreren Tausend Euro. Wird allerdings der geforderte Geldbetrag – zum Beispiel über internationalen Bargeldtransfer - von dem verliebten und getäuschten Opfer bezahlt meldet, sich der Täter nicht mehr bei dem Verliebten.

Vorsicht vor der „Nigeria Connection“ oder bei unseriösen Ebay-Kleinanzeigen


Inzwischen machen Bauernfänger Kasse, indem sie das weltweit verfügbare Internet nutzen. Entfernungen von mehreren Tausend Kilometern oder weit entfernte Kontinente sind nur einen Klick von uns entfernt. So existiert zum Beispiel die Masche mit der Vorzahlung von gutgläubigen Verbrauchern. Bei dieser Masche, die auch als sogenannte „Nigeria Connection“ deutschlandweit bekannt wurde, handelt es sich um einem Geldtransfer ins Ausland (vorwiegend nach Schwarzafrika) auf dubiose Konten. So ist zum Beispiel immer Vorsicht geboten, wenn Vorkasse von dem Verbraucher geleistet werden soll und der Verkäufer nicht eindeutig zu identifizieren ist. Die Nichtlieferung der gekauften und vorher durch den Kunden bezahlten Ware findet häufig bei Ebay statt. Insbesondere sind Kunden bei den Ebay-Kleinanzeigen betroffen, da dieses Portal einige Sicherheitsmängel hinsichtlich des Käuferschutzes besitzt.

Bauernfängerei mit gefälschten Inkassoschreiben


Skrupellose Gauner und Bauernfänger nutzen oft fingierte Inkassoschreiben um an das sauer verdiente Geld ihrer Opfer zu gelangen. Inzwischen ist die Gaunerei mit fragwürdigen Inkassoschreiben leider kein Einzelfall mehr. Mit gefälschten Schreiben versuchen die unbekannten Täter, die sich als angebliche Inkassofirmen ausgeben, an das Geld der Verbraucher zu gelangen. Oft soll dabei das in dem Inkassoschreiben geforderte Geld auf ein rumänisches, bulgarisches oder türkisches Konto überwiesen werden. Übrigens – Seriöse Inkassofirmen sind im deutschen Rechtsdienstleistungsregister aufgelistet. Dieses Register können Sie auch im Internet aufrufen. Ein Klick genügt und Sie wissen Bescheid, ob das Inkassoschreiben unseriös oder seriös ist.

Öffnen Sie keine PC- oder Smartphone-Anhänge unbekannter Herkunft


Ebenfalls sollten Verbraucher niemals unbekannte Anhänge öffnen, die mit dem PC oder dem Smartphone zugeschickt wurden. Sollten Sie dennoch einen unbekannten Anhang unbeabsichtigt geöffnet haben könnten sich im schlimmsten Fall gefährliche Trojaner oder Viren darin enthalten. Diese herunter geladenen Trojaner oder Viren können u. a. die auf dem PC oder auf dem Smartphone gespeicherten Bankdaten des unbedarften Verbrauchers auslesen. Bei der nächsten Telefonrechnung oder bei dem nächsten Bankauszug folgt dann meist eine böse Überraschung. Dann ist nämlich schlimmstenfalls Ihr gesamtes Geld von Ihrem Bankkonto abgebucht.

Bauernfängerei mit dubiosen Gewinnversprechungen von unseriösen Call-Center-Mitarbeitern


Verbraucherdienst e.V. kennt auch die Gaunerei von unseriösen Call-Center-Mitarbeitern bzw. die Bauernfängerei mit der Vorauszahlung. Dabei werden dem Opfer oft hohe Gewinnversprechen am Telefon von dubiosen Call-Center-Mitarbeitern versprochen. Um den versprochenen Gewinn zu erhalten, muss allerdings das angerufene Opfer – meist sind es unbedarfte und blauäugige Rentner und Senioren - in Vorkasse treten. Denn der hohe Gewinn – meist ein teures Luxusauto – soll von der dubiosen Firma nur mit einer vorher erfolgten Geldüberweisung ausgehändigt werden. Zahlt der angebliche „Gewinner“ den von den Call-Center-Mitarbeitern geforderten Betrag, ist jedoch sein Geld weg. Und der von dem Angerufenen erhoffte große Gewinn – das Luxusautomobil – kommt, wie uns Verbraucher berichten, in der Regel nicht.

Kennen Sie auch den Enkeltrick?


Oder kennen Sie den sogenannten Enkeltrick? Bei dieser Masche ruft ein vermeintlicher „Enkel“ bei dem älteren Mitbürger an. Der Anrufer erzählt, dass er sich in einer finanziellen Notlage befände. Aus diesem Grund bräuchte der Anrufer, der sich als der Enkel des Angerufenen ausgibt eine hohe Summe Geld. Wurde das von dem Betrüger geforderte Geld anschließend von einem Mittelsmann an der Haustür abgeholt, ist das betrogene Opfer schon dem Täter auf dem Leim gegangen. Von dem angeblichen Enkel hört das ahnungslose Opfer in der Regel nichts mehr. Eine hohe Geldsumme – die das Enkeltrickopfer bezahlt hat – ist dazu noch in die Hände von Gaunern und Bauernfängern gelangt.

Vertrauen Sie nicht sofort an Ihrer Haustür klingelnde Handwerker


Ebenfalls ist es– nicht nur für ältere Mitbürger – wichtig, sich einem „Fremden“, der sich auch als Handwerker oder als Vertreter ausgibt, nicht auf Anhieb zu vertrauen. Denn wenn ein Vertreter oder ein Handwerker ungefragt vor Ihrer Tür stehen sollte und für eine fragwürdige Dienstleistung eine hohe Geldsumme verlangt hilft es meist weiter, wenn Sie zuerst misstrauisch sind. Oft hilft es schon weiter, wenn Sie den Unbekannten, der an Ihrer Haustür klingelt, ausweisen lassen. Oder rufen Sie bei der angeblichen Firma an, die den Auftrag mit der Vorkasse erteilt haben soll.

Geben Sie Unbekannten keine persönlichen Kontodaten am Telefon oder im Internet preis


Verbraucherdienst e.V. aus Essen rät auch vorsichtig mit Ihren persönlichen Daten umzugehen. So kann es für Sie als Verbraucher sehr gefährlich werden, wenn Sie unbedacht Ihre persönlichen Daten am Telefon Unbekannten preisgeben. Ihre persönlichen Kontodaten wie die IBAN oder die BIC bzw. Ihre eigene Kreditkartennummer sollten Sie auf jeden Fall keinem unbekannten Dritten ohne Weiteres am Telefon oder im Internet weitergeben. Denn die Gauner und Bauernfänger sind „scharf“ auf Ihre persönlichen Daten. Seien Sie alarmiert, wenn Sie laut Anrufer Ihre persönlichen Daten im Internet oder am Telefon preisgeben sollen. Mitglied sein heißt –  sich nicht alles gefallen zu lassen.

Im Internet wird in der Regel Verbrauchern nichts geschenkt


Bitte bedenken Sie: In der Regel wird nichts verschenkt. Sofern Sie kein kostenloses Infomaterial bei einer seriösen Institution geordert haben, stellt das Word-Wide-Web zum Teil eine übergroße Verkaufsplattform dar, in der sich leider auch viele unseriöse Unternehmen tummeln. So ist es nicht verwunderlich, dass einige Betrüger mit angeblich kostenlosen Angeboten Verbraucher in die Falle locken. Zum Beispiel werden Konsumenten mit Kochrezepten in eine überteuerte Abofalle gelockt.

Sind Sie ein Opfer vom Gaunerei und Bauernfängerei geworden?


Sind Sie in ein Opfer einer unseriösen Masche geworden? Den Verbraucherdienst e.V. mit seinen Vertragsanwälten in so einem Fall aufzusuchen ist sinnvoll. Denn wir betreuen im Mitgliederauftrag schon seit einigen Jahren Verbraucher, die Opfer von Gaunern und Bauernfängern geworden sind. Sollten Sie durch eine Masche betrogen worden sein, teilen Sie uns diese mit. Denn nur mit der Hilfe von geprellten Verbrauchern können wir erfolgreich im Verbraucherschutz für unsere Mitglieder tätig sein. Kontaktmöglichkeiten per Telefon oder per E-Mail bestehen.


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

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Donnerstag, 23. Juli 2015

Inkasso | Wiedersehen mit City Inkasso GmbH | infokomfort.de

Bereits im Jahre 2013 berichtete Verbraucherdienst e.V. über Zahlungsaufforderungen durch das Inkasso-Unternehmen City Inkasso GmbH. Aktuell fordert das Inkassobüro aus Frankfurt im Auftrag von Marc-Aurel Cravide Rodrigues doGiro, infokomfort.de

Inkasso | Wiedersehen mit City Inkasso GmbH | infokomfort.de

Ein Basiseintrag ins Branchenbuch für mehr als 900 EUR


Es geht um einen Gesamtbetrag in Höhe von 929,31 EUR für einen Branchenbucheintrag auf dem Portal www.infokomfort.de. Die City Inkasso GmbH fordert diese Summe in einer Zahlungsaufforderung, die dem Verbraucherdienst e.V. vorliegt. Als Auftraggeber für diese Forderung wird „Marc-Aurel Cravide Rodrigues doGiro www.infokomfort.de“ genannt. In diesem Online-Branchenbuch gibt es die Möglichkeit, ein „Paket“ namens „Basiseintrag“ zu erwerben, welches eine Laufzeit von 6 Monaten aufweist. Mitglied sein heißt –  ein Teil der starken Gemeinschaft zu sein.

Auffällig: Laut Impressum ist ein gewisser Jens Henrik Nielsen für den Inhalt verantwortlich. Bei unseren Recherchen stießen wir auf seinen Namen auch auf dem Branchenbuch „tellmeo“, über das wir vor kurzem auch berichten durften. Stöbert man noch weiter im Archiv unserer Beiträge findet sich der Betreiber ausgerechnet bei einem Artikel über City Inkasso GmbH – für Auskunft XL SL. Anscheinend ist Herr Nielsen ein fleißiger Mann. Seine uns bekannten Branchenbücher haben alle nur einen Makel: sie sind nicht suchmaschinenoptimiert und deshalb unter Umständen für den Kunden wertlos.

City Inkasso GmbH für dubiose Online-Branchenbücher


Der Ablauf, wie so ein Branchenbucheintrag für Gewerbetreibende zustande kommt, haben wir bereits an anderer Stelle erläutert. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass häufig mit einem doppelten Anruf der Kunde in die Irre geführt wird. Erst folgt ein telefonischer Kontakt durch das Branchenbuch, bei dem erklärt wird, dass ein bestehender bislang kostenloser Eintrag in Kürze kostenpflichtig wird. Bei einem zweiten Anruf, einem „Kontrollanruf“ durch einen geschulten Mitarbeiter des Branchenbuchs wird das Gespräch geschickt geführt, so dass der Gewerbetreibende häufig nur mit „Ja“ antworten muss. Im schlimmsten Fall wird dieses Gespräch mitgeschnitten und für spätere Zwecke neu zusammengefügt, damit am Ende ein „wasserdichter“ telefonischer Vertrag entstanden ist. Als Gewerbetreibender kann man so einen Vertrag nicht widerrufen.

Gewerbetreibende staunen nicht schlecht, wenn kurz nach dem Telefonat die erste Rechnung für einen neu abgeschlossenen Eintrag bei so einem Online-Branchenbuch erhalten. Sollte diese ignoriert werden, folgt eine Zahlungsaufforderung durch die City Inkasso GmbH. Mitglied sein heißt –  Ruhe bewahren zu können.


Forderung | City Inkasso GmbH | 01.12.2014


Verbraucherdienst e.V. hat Erfahrung mit Branchenbucheinträgen


Sind Sie als Gewerbetreibender an einen unerwünschten Branchenbucheintrag geraten? Verbraucherdienst e.V. bietet allgemeine Informationen für Gewerbetreibende bei einem Eintrag in ein Online-Branchenbuch.


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oder per E-Mail:

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Mittwoch, 22. Juli 2015

Adressen VZ.de | Branchenbuch | möglicherweise eventuell nutzloser Eintrag

www.adressen-vz.de | Branchenbuch

Mit dem Slogan „bundesweit passende Firmen finden“ wirbt das Branchenbuch Adressen-VZ.de auf der Rechung, die der Verbraucherdienst e.V. im Augenblick im Mitgliederauftrag betreut. Es handelt sich bei diesem Online-Portal mit der Webseite www.adressen-vz.de (siehe Screenshot des Impressums) um einen möglicherweise eventuellen nutzlosen Branchenbucheintrag.

Screenshot Homepage | www.adressen-vz.de | 22.07.2015


Zielgruppe von Adressen-VZ.de sind Gewerbetreibende


Die Zielgruppe dieses Branchenbuchs sind in der Regel Gewerbetreibende, Selbstständige, Freiberufler und Unternehmer. Da der tagtägliche Geschäftsalltag in der Regel für den Gewerbetreibenden oft stressig und hektisch ist wird diese Situation von den Branchenbuchbetreibern gerne ausgenutzt. Dabei wird von den Selbstständigen auch schon einmal übersehen, wenn mittels Cold Call (unerwünschter Werbeanruf) sowie durch einen zweiten mit einer Bandaufzeichnung ein Vertrag zwischen dem Gewerbetreibenden und den Branchenbuch Adressen-VZ.de zustande kommt. Denn auch dieser sogenannte Fernabsatzvertrag ist Deutschland rechtskräftig. Mitglied sein heißt –  auf der sicheren Seite zu stehen.

adressen-vz.de - Branchenbuch - Rechnung
Rechnung | adressen-vz.de | .03.07.2014

100 EUR netto soll innerhalb 14 Tagen bezahlt werden


Kommt es zum Vertragsabschluss mit der Firma Adressen-VZ aus dem niederrheinischen Kleve wird wenig später eine Rechnung versandt. Für die Dienstleistung eines Firmeneintrags mit einer Laufzeit von zwölf Monaten „in www.adressen-vz.de sowie in den bekanntesten Suchmaschinen“ soll unser Mitglied – ein Hotelier aus NRW – den Gesamtbetrag über 100 EUR netto bezahlen. Der zu begleichende Geldbetrag sei – laut vorliegender Rechnung – steuerfrei nach § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung). Innerhalb einer Frist von 14 Tagen sollte unser Mitglied den offen Betrag auf ein Konto der Commerzbank überweisen.

Verbraucherdienst e.V. kann wegen dem Branchenbuch Adressen-VZ.de kontaktiert werden


Wird der offene Geldbetrag von den Gewerbetreibenden für einen Eintrag in das Branchenbuch Adressen-VZ nicht innerhalb der festgesetzten Frist bezahlt können im schlimmsten Fall Mahnungen für diese möglicherweise eventuell nutzlose Dienstleistung versandt werden. Verbraucherdienst e.V. informiert Sie gerne über das Internet-Portal www.adressen-vz.de aus der Stadt Kleve am Niederrhein. Mitglied sein heißt –  geschützt zu sein.

Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

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oder per E-Mail:

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Branchenbuch | BS Internet Vertriebsgesellschaft | UG | branchenauskunft24.eu

Unter branchenauskunft24.eu findet man im Internet das Branchenbuch der Firma BS Internet Vertriebsgesellschaft UG aus Bünde. Dieses Branchenbuch wird laut der Website von „ Internet-Spezialisten“ betrieben. Leider wird man wohl eher auf das Bernsteinzimmer stoßen, ehe man seine Firma dank eines Eintrags bei der Bärbel Schwarz Inh. BS Internet Vertriebsgesellschaft dort oben bei Google sieht.
Branchenbuch - BS Internet Vertriebsgesellschaft UG - brauchenauskunft24.eu - bärbel schwarz

Doppelter Anruf:  BS Intervertriebsgesellschaft UG lockt in die Kundenfalle


Ein Gewerbetreibender leitete eine Rechnung der  Bärbel Schwarz BS Internet Vertriebsgesellschaft UG  an uns weiter. Laut der Aussagen der Empfängerin wurde per unerlaubten Werbeanruf (Cold Call) Kontakt aufgenommen. Dieser Trick ist uns als Verein für Verbraucherschutz leider bekannt. Laut unseren Erfahrungen mit dubiosen Online-Branchenbüchern wird häufig ein doppelter Anruf getätigt. Der erste Anruf beim Gewerbetreibenden informiert über einen bestehenden Vertrag, der bis dahin kostenlos gewesen sein soll. Doch mit Ablauf der Laufzeit wird aus dem bestehenden Vertrag ein kostenpflichtiger Eintrag für eine gewisse Laufzeit – in dem Fall von branchenauskunft24.eu für ganze 24 Monate sprich zwei Jahre, laut der Vertragsbedingung der Bärbel Schwarz BS Internet Vertriebsgesellschaft. Mitglied sein heißt –  nicht allein zu sein.


Natürlich ist der angerufene Gewerbetreibende über dieses angebliche Vertragsverhältnis mit der BS Internet Vertriebsgesellschaft UG überrascht; es ist nicht auszuschließen, dass so ein Eintrag im Trubel des Geschäftsalltags unterging. Meist drohen Branchenbuchanbieter wie u.a Bärbel Schwarz Bs Internet Vertreibsgesellschaft UG mit höheren Kosten, sofern das Abo für einen Eintrag nicht gekündigt werden oder gar mit einer schlechten Platzierung bei Suchmaschinen-Ergebnissen. Der zweite Anruf durch den Anbieter wird meist per Bandaufzeichnung mitgeschnitten und absichtlich knapp gehalten. Was für den Gewerbetreibenden wie ein Datenabgleich wirkt, ist für Branchenbuchanbieter wie durch bei Bärbel Schwarz. der BS Internet Vertriebsgesellschaft aber meist der Anlass, einen neuen Vertrag zu versenden. So auch im Fall mit der BS Internet Vertriebsgesellschaft UG.
Branchenbuch | BS Internet Vertriebsgesellschaft UG | branchenauskunft24.eu | Rechnung - baerbel schwarz
Rechnung | BS Internet Vertriebsgesellschaft UG | 30.06.2015

Nutzlose Branchenbucheinträge bei branchenauskunft24.eu?


Der Gewerbetreibende erhielt eine Rechnung, in der von einer „Eintragung in bis zu 300 Suchmaschinen u.a. Google, Yahoo, Meine Stadt, Lycos“ die Rede ist. Selbst wenn das Versprechen eingehalten wird: ganze 300 für die Firma relevante Suchmaschinen zu finden, dürfte es ein schweres Unterfangen darstellen. Generell wirkt die Homepage des Branchenbuchs von BS Internet Vertriebsgesellschaft UG eher unattraktiv. Keinerlei Optimierung für Suchmaschinen hat dort stattgefunden – ein Eintrag des eigenen Unternehmens ist somit vergleichbar mit einer Anzeigenschaltung in der Sahara.

Branchenbuch | BS Internet Vertriebsgesellschaft UG | branchenauskunft24.eu | Screenshot - Baerbel schwarz
Screenshot Homepage | branchenauskunft24.eu | 22.07.2015


Für einen Eintrag beim Branchenbuch branchenauskunft24.eu soll ein Gewerbetreibender laut Rechnung 476 EUR bezahlen – 400 EUR für eine Laufzeit von 24 Monaten, zuzüglich 19% Umsatzsteuer. Laut Homepage der BS Internet Vertriebsgesellschaft bekommt man bei einer Vertragsdauer von 36 Monaten sogar ein Jahr geschenkt: „Sollten Sie Ihren Eintrag anstatt für 1 Jahr direkt für 3 Jahre schalten lassen, bekommen Sie sogar 1 Jahr geschenkt!“ – kurios, da in der vorliegenden Rechnung eine Dauer von zwei Jahren berechnet wird.

Verbraucherdienst e.V. hat Erfahrung mit dubiosen Branchenbüchern


Gewerbetreibende haben leider kein Recht auf Widerruf, sofern sie einem Vertrag mit einem Branchenbuch zugestimmt haben. Jedoch ist es möglich, diesen anfechten zu lassen. Sollten Sie in diese Lage geraten sein, lassen Sie sich von Verbraucherdienst e.V. mit seinen angeschlossenen Rechtsanwälten informieren. Mitglied sein heißt –  immer auf den aktuellen  Stand zu sein.
Haben Sie auch einen Vertrag mit dem Branchenbuchanbieter BS Internet Vertriebsgesellschaft UG abgeschlossen? Verbraucherdienst e.V. bietet allgemeine Informationen.


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

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Donnerstag, 16. Juli 2015

Tellmeo Branchenbuchverzeichnis | Abofalle?

Ein Gewerbetreibender übersandte dem Verbraucherdienst e.V. eine Rechnung der Firma tellmeo in Höhe von 950,81 EUR. Der Gewerbetreibende war völlig überrascht, da er seiner Meinung nach den dort aufgeführten kostenpflichtigen Branchenbucheintrag nicht abgeschlossen hat. Nach seinen eigenen Aussagen wird er durch eine Vielzahl von ungewollten Telefonanrufen belästigt; die Anrufer teilen ihm mit, dass bereits ein Vertragsverhältnis mit diversen Firmen bestehen soll, wie unter anderem mit der tellmeo - www.tellme.de.

tellmeo Branchenbuchverzeichnis - www.tellme.de - Abofalle?


Bei jedem dieser Anrufe bestreitet er dieses und teilt den Anrufern der Unternehmen wie auch tellmeo selbst mit, dass diese den bestehenden Vertrag bitte übermitteln sollen. Statt des Vertrages wurde ihm eine Rechnung für einen Neueintrag zugesandt. Diese Vorgehensweise fand wohl auch bei dem Anruf durch die tellmeo statt, der mittels Cold Call geschehen sein soll. Anstatt das Vertragsverhältnis nachzuweisen wurde ihm mit Datum vom 05.09.2014 eine Rechnung übermittelt. Diese Rechnung enthält einen "Volleintrag" für sage und schreibe 950,81 EUR - mit einer Vertragslaufzeit von 12 Monaten. Es sind weder AGB noch sonstige Unterlagen übermittelt worden. Auch unter der angegebenen Internetadresse laut Rechnung ist keine Homepage via Suchmaschine auffindbar. Mitglied sein heißt –  nicht allein zu sein.

City Inkasso ist Kontoinhaber für Branchenbucheintrag tellmeo


Die Kontoinhaberin ist laut Rechnung der tellmeo die City Inkasso GmbH. Was die City Inkasso allerdings mit tellmeo zu tun hat, erschließt sich nicht aus der Rechnung. Ob tellmeo ein Produkt der City Inkasso GmbH ist, bleibt erst einmal ungeklärt. Unter der auf der Rechnung angegebenen Servicenummer läuft ein Band, welches mitteilt, dass sich dort kein aktiver Dienst befindet.

Aus diesem Grunde hat der Gewerbetreibende auch die Rechnung ignoriert und eine Zahlung kam für ihn nicht in Frage. Er bestreitet, dass ein kostenpflichtiger Branchenbucheintrag bei tellmeo bestätigt noch gewollt war.

Anwaltskanzlei Dr. Harald Schneider droht mit Einleitung gerichtlicher Maßnahmen für tellmeo


Am 01.04.2015 folgte ein Schreiben mit "Ankündigung der Einleitung gerichtlicher Maßnahmen" durch die Anwaltskanzlei Dr. Harald Schneider. Es heißt, der Gewerbetreibende hätte weder auf diverse Mahnschreiben der tellmeo noch auf vorangegangene Schreiben der Kanzlei reagiert, mit dem diese ihm kostensteigernde Maßnahmen gerichtlicher und vollstreckungsrechtlicher Art angekündigt hatten. Mitglied sein heißt –  immer auf den aktuellen  Stand zu sein.
tellmeo Branchenbuchverzeichnis Rechnung - Abofalle?
Rechnung | tellmeo Branchenbuchverzeichnis | 05.09.2014

tellmeo Branchenbuchverzeichnis - Dr. Harald Schneider Anschreiben
Anwaltskanzlei Dr. Harald Schneider | 01.04.2015

Haben Sie auch einen Vertrag mit dem Branchenbuch tellmeo abgeschlossen? Telefon- bzw. E-Mail-Kontakt ist möglich.


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