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Dienstag, 22. Dezember 2015

Acanos GmbH & Co KG | DSL Datensperrliste | Anwaltsschreiben

Hartnäckig, um nicht zu sagen dreist, ging die Fa ACANOS GmbH & Co. KG bei Frau C.P. aus Berlin vor. Sie sollte einen Vertrag für eine Datensperrliste eingegangen sein und hätte dafür 99,90 EUR zahlen.

Laut Angaben der Verbraucherin erhielt sie einen Anruf mit unterdrückter Rufnummer von einem Callcenter. Eine Telefonistin fragte die verwunderte Verbraucherin, ob sie sich vorstellen könne, auf einer Sperrliste zu stehen. Unser Mitglied wurde somit mit einem Werbeanruf angerufen, das offenbar eine Sperrliste für weitere Werbeanrufe anbot.

Bild Acanos Datensperrliste


Merkwürdig für die Verbraucherin war auch, dass sowohl Telefonnummer als auch Anschrift bei dem Unternehmen ACANTOS GmbH & Co. KG aus Duisburg vorlagen. Die Vertragsunterlagen sollten per Nachnahme zugesandt werden. Diese kamen laut unserem Mitglied aber niemals an.

Cold Call mit unterdrückter Rufnummer?


Ein Callcenter, welches mit unterdrückter Rufnummer Cold Calls betreibt, begeht gleich zwei Ordnungswidrigkeiten, die mit hohen Geldbußen belegt werden können. Abgesehen davon hätte der Vorfall bereits hier beendet sein können. Ärgerlich war natürlich, dass sich scheinbar die persönlichen Daten wie Anschrift und Handynummer in fremde Hände befanden.

Es folgte jedoch schon bald eine Zahlungserinnerung über einen offenen Betrag von 99,90 EUR. In der es heißt:

„...Der mit Ihnen vereinbarte Einzug dieses einmaligen Servicebetrages über eine Nachnahmesendung durch die Deutsche Post AG blieb erfolglos.

Wir fordern Sie hiermit auf, den offenen Betrag in Höhe von 99,90 € innerhalb von 10 Tagen ab dem Datum dieses Schreibens auf das nachstehende Konto zu zahlen, wobei für die Rechtzeitigkeit der Zahlung die Gutschrift maßgeblich ist...“

Für Rückfragen stünde eine 01805 Nummer zur Verfügung. Als Festnetzpreis gibt die Acanos 9 ct/min an. Laut einer Liste auf Wikipedia belaufen sich jedoch die Festnetzkosten pro Minute auf 14 Cent bei einer 01805-Nummer (Stand 18.12.2015). Service-Dienste Wikipedia.

Servicebeitrag durch Nachnahmesendung?


Ebenfalls erschließt es sich nicht, warum ein Servicebeitrag durch eine Nachnahmesendung eingezogen werden soll. Wenn überhaupt, würden die meisten seriösen Firmen erst nach der Annahme und Bezahlung ihre Leistung erfüllen. Was eine Datensperrliste (DSL) überhaupt bieten soll, blieb zweifelhaft.

Etwa fünf Wochen später folgt die nächste Überraschung: ein Schreiben mit dem Briefkopf des Rechtsanwalts R.Czarnetzki aus Duisburg.

In dem Schreiben heißt es:

„… hiermit zeige ich an, dass ich die Acanos GmbH & Co. KG, Mercatorstraße 4, 47051 Duisburg, diese vertreten durch die Acanos Verwaltungsgesellschaft mbH, diese vertreten durch ihren Geschäftsführer Herrn Mario Kasumovic vertrete. Meine Mandantschaft führt die Datensperrliste (DSL). Darin können sich gegen Entgelt Telefonkunden eintragen lassen, die sich durch Werbeanrufe gestört fühlen…“
Was den Verbraucherdienst e.V. etwas stutzig macht ist der Hinweis:

„Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt an meine Mandantin
montags bis freitags 9.00 bis 13.00 Uhr
unter der Rufnummer
0180/55525450.“

Hinweis auf eine kostenpflichtige Hotline?


Es handelt sich um die gleiche kostenpflichtige Rufnummer, die in den vorherigen Schreiben als solche markiert ist. Dass ein Anwalt keinen Hinweis auf eine kostenpflichtige Hotline gibt, ist eher ungewöhnlich. Zumal der Mobilfunkpreis sich auf bis zu 42 ct/min belaufen kann.

Nehmen Sie die Zahlungserinnerung und das Schreiben mit dem Briefkopf des Anwalts aus Duisburg bitte ernst. Wehren Sie sich gegen die Forderung, wenn Sie keinen Vertrag mit der ACANOS GmbH & Co. KG  eingegangen sind. Es gibt mit Sicherheit einige Ungereimtheiten. Es soll ebenfalls in dem uns vorliegenden Fall eine Tonbandaufzeichnung vom Vertragsabschluss aufgezeichnet worden sein. Haben Sie auch einer solchen Tonbandaufnahme zugestimmt? Juristen im unseren Haus gehen derzeit im Auftrag des Vereinsmitgliedes der Sache nach.

Sie können uns helfen: Teilen Sie uns Ihre persönliche Erfahrungen zur DSL Datensperrliste, Acanos GmbH und dem Anwaltsschreiben mit.

Gerne per Email, Formular oder per Telefon.

Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:
kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Cold Call verboten | Verbraucherdienst e.V. verurteilt die Praxis mit den unerlaubten Werbeanrufen

Seit dem Jahr 2009 sind unerwünschte Werbeanrufe (Cold Calls) verboten. Sowohl Verbraucher als auch Gewerbetreibende, Selbstständige oder Unternehmer dürfen mit Cold Calls nicht mehr belästigt werden. Viele Cold Calls werden mit Gewerbetreibenden geführt, um kostenpflichtige Branchenbucheinträge mittels Bandaufzeichnung abzuschließen. Der vorliegende Artikel soll jedoch die vielfältigen Maschen der unerlaubten Werbeanrufe bei Verbrauchern beleuchten.

Cold Call verboten | Verbraucherdienst e.V. verurteilt die Praxis mit den unerlaubtem Werbeanrufen


Unerwünschte Werbeanrufe sind seit dem Jahr 2009 verboten


Im Jahr 2009 änderte der deutsche Gesetzgeber die Handhabung mit dem sogenannten Cold Call. Bis zu diesem Jahr wurden unerlaubte Werbeanrufe auch als erfolgreiches Marketingkonzept von diversen Unternehmen gebraucht. Heutzutage ist allerdings ein Cold Call-Anruf kein Kavaliersdelikt mehr, denn hohe Geldstrafen bis zu 300.000 EUR können seit dem Jahr 2013 wegen verbotener unerwünschter Telefonanrufe verhängt werden. Trotz dieser hohen Strafen blüht weiterhin das Geschäft mit der unerwünschten Telefonwerbung (Cold Call) in Deutschland. Auch dieses Jahr werden noch mehrere Tausend Verbraucher durch einen nicht vorher beauftragten Telefonverkäufer angerufen, der Ihnen anschließend ungefragt ein Produkt oder eine Dienstleistung am Telefonhörer verkaufen möchte. Mitglied sein heißt –  auf der sicheren Seite zu stehen.

Branchenbuch-Anbieter nutzen oft den verbotenen Cold Call-Anruf


Das Ziel eines verbotenen Cold-Call-Anrufs ist in der Regel der Abschluss eines Fernabsatzvertrags (§ 312b BGB) durch den Verkauf eines möglicherweise überteuerten Produktes oder einer fragwürdigen Dienstleistung. Ein Beispiel für solch eine Dienstleistung wäre ein Branchenbucheintrag, der per Cold Call samt anschließender Bandaufzeichnung am Telefon vertrieben wird. Der Haken bei so einem Vertrag ist für dem Gewerbetreibenden jedoch, dass diesem in der Regel nicht widersprochen werden kann. Auch wenn ein Verbraucher einen Vertrag mit einem Branchenbucheintrag abschließt, wird dieser anschließend wie ein Gewerbetreibender behandelt.

Legen Sie Ihr Telefon bei einem verbotenen unerwünschten Werbeanruf auf


Wenn Ihnen ein Schnäppchen oder ein großer Gewinn am Telefon per Cold Call versprochen wird kann es sich um einen Fall von Gaunerei und Bauernfängerei handeln. Auch wenn dem Verbraucher die per verbotenem Cold Call versprochene Botschaft zuerst sehr erfreulich erscheint, sollten die Finger davon gelassen werden. Arglose Verbraucher laufen sonst Gefahr, in die Fallen der Gauner und Bauernfänger zu tappen. Als aufgeklärter Verbraucher ist es immer sinnvoller, das Telefon aufzulegen, sofern Sie von einem verbotenen Cold Call-Gespräch belästigt werden.

Cold Call vom Energieversorger


Eine weit verbreitete Masche - hinsichtlich eines verbotenen Cold Call-Anrufes - ist, wenn ein unbekannter Anrufer angibt, dass er bei einem bekannten Energieversorger arbeiten würde. Das Ziel dieses Anrufers ist jedoch nicht die Beratung des Verbrauchers, sondern der eilige Tarifwechsel des angerufenen Konsumenten. In der Regel entpuppt sich später der am Telefon bestellte Vertrag als eine böse Kostenfalle. Denn anstatt dem Verbraucher einem günstigeren Tarif zu verkaufen ist dieser dann meist teurer. Dazu stammt der neu abgeschlossene Vertrag noch von einem anderen Energieunternehmen. Erst wenn die schriftlichen Vertragsdokumente mit der Post an den neu eingetragenen Kunden verschickt werden, fällt der „Schwindel“ des Cold Call-Verkäufers auf.

Cold Call für eine Zeitschriften-Testlieferung


Seien Sie immer misstrauisch, wenn Ihnen am Telefon mittels verbotenen Cold Call eine kostenlose Testlieferung für ein Zeitschriftenabonnement angeboten wird. In der Regel wird bei der versprochenen Testlieferung dem angerufenen Verbraucher nicht gesagt, dass sich dieses später als ein teures Zeitungs- oder Zeitschriften-Abonnement entpuppt. Eine Kündigung des entstandenen Vertrags hinsichtlich einer Zeitung oder einer Zeitschrift ist in der Regel nur nach deren AGB – zum Beispiel nach ein oder zwei Jahren Bezug - möglich. Der Konsument bzw. der Verbraucher ist dann leider in eine Kostenfalle getappt.

Cold Call vom selbsternannten „Datenschützer“


Manche selbst ernannte „Datenschützer“ machen sich die Angst der Konsumenten vor unerlaubter Telefonwerbung zunutze, indem diese meist fragwürdigen Unternehmen mit einem „Datenzentralregister“ und dem dazugehörigen „Schutz“ davor am Telefon werben. Wird allerdings am Telefon ein rechtskräftiger Vertrag mit dem meist arglosen Verbraucher abgeschlossen, ist es dann oft schon zu spät. Auf jeden Fall sollten Sie Ihr Telefon auflegen, wenn Sie einen verbotenen Cold Call-Anruf wegen der angeblichen Entfernung von Telefonwerbung erhalten haben. Rechnungen und / oder  Mahnungen bei Nichtzahlung, die auch schon einmal mehrere Hundert Euro betragen können, werden dann bei einer möglichen Nichtzahlung zu Ihnen nach Hause geschickt. Die am Telefon angebotene Dienstleistung des Cold Call-Verkäufers ist häufig nicht für den angerufenen Verbraucher nachvollziehbar.

Cold Call wegen möglichen Gewinn


Seien Sie skeptisch, wenn Ihnen ein Anrufer mittels verbotenen Cold Call die direkte Auszahlung eines möglichen Gewinns verspricht. Werden für die angebliche Auszahlung Ihres Gewinns Ihre geheimen Daten für Online-Banking verlangt, sollten Sie sofort Ihren Hörer auflegen. Denn in der Regel existiert der versprochene Gewinn des Anrufers nicht. Ein Gewinn ist grundsätzlich nicht mit einer Vorauszahlung des Gewinners verbunden. Wenn Sie trotzdem Ihre intimen Daten einem Fremden am Telefon bekannt geben, kann im schlimmsten Fall Ihr Konto leer geräumt werden.

Cold Call wegen Ihrer Online-Banking-Daten


Zurückhaltung Ihrerseits ist angesagt, wenn Sie ein vermutlich gefälschtes Schreiben von Ihrer Bank in Ihrer Post gefunden haben. Darin wird angekündigt, dass Ihre persönlichen Zugangsdaten bezüglich Online-Banking via Cold Call überprüft werden sollen. Sollte sich einige Zeit später der angebliche Bankmitarbeiter bei Ihnen melden, ist es wichtig, diesem Unbekannten keine persönlichen Zugangsdaten für Ihre Bankgeschäfte zu übermitteln. Ein seriöser Bankmitarbeiter von Ihrer Bank ruft Sie niemals am Telefon via Cold Call bei Ihnen an um anschließend Ihre Telefon-PIN, Online-PIN und / oder TANs (Transaktionsnummern) zu erfragen. Denn der Bankangestellte von Ihrer Bank hat Ihre Daten als Kunde bzw. als Verbraucher schon längst vorliegen. Mitglied sein heißt –  geschützt zu sein.

Verbraucherdienst e.V. kann bezüglich der zahlreichen Cold Call-Praktiken kontaktiert werden


Es ist immer empfehlenswert, sich bei Ihrer Bank sich zu melden, wenn Dritte – zum Beispiel via verbotenem Cold Call – an Ihre persönlichen Online-Banking-Daten gelangt sind. Lassen Sie Ihre Telefon-Banking-PIN oder andere wichtige Daten sofort ändern. Verbraucherdienst e.V. kann ebenfalls von Verbrauchern, die in eine böse Kostenfalle mittels eines Cold Call-Anrufs getappt sind, kontaktiert werden. Verbraucher können uns gerne am Telefon bzw. mittels E-Mail kontaktieren.


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Mittwoch, 20. Mai 2015

Deutsches Zentralregister TCR | Fragwürdiger „Datenlöschungsauftrag“

Verbraucherdienst e.V. sowie die Verbraucherzentrale Niedersachsen informieren aktuell über das Unternehmen „Deutsches Zentralregister TCR“ aus dem nordrhein-westfälischen Dortmund.

269 Euro für „Datenlöschungsauftrag“ von der Firma „Deutsches Zentralregister TCR“


Laut den Informationen der Verbraucherzentrale Niedersachsen soll die Firma „Deutsches Zentralregister TCR“ einen sogenannten „Datenlöschungsauftrag“ am Telefon an Verbraucher vertreiben. Für diese fragwürdige Dienstleistung („Datenlöschungsauftrag“) verlangt die Dortmunder Firma „Deutsches Zentralregister TCR“ sogenannte Aktenverwaltungsgebühren über 269 Euro. Mit diesen recht zweifelhaften Gebühren (über 269 Euro) habe dann der Verbraucher das Dortmunder Unternehmen beauftragt europaweit Gewinnspielfirmen, Lotterieveranstalter sowie Zeitschriftenverlage wegen vermuteter Datenmissbrauchsfälle anzuschreiben. Mitglied sein heißt –  Gewinner zu sein.

Kunde soll auf ein rumänisches Konto der Firma „Justorat“ überweisen


Die 269 Euro soll der Kunde anschließend auf ein Konto aus Rumänien überweisen. Der rumänische Empfänger der fragwürdigen Dienstleistung von der Firma „Deutsches Zentralregister TCR“ ist dem Verbraucherdienst e.V. mit seinen Vertragsanwälten allerdings schon bestens bekannt! Es ist nämlich die Firma „Justorat“ aus Bulgarien. Verbraucherdienst e.V. berichtete bereits über die Firma „Justorat“ aus der Hauptstadt Sofia, die bereis Mahnungen – auch als Zahlungsaufforderungen bekannt - im Auftrag des „Fachverbandes der Lotterie- und Glückspielanbieter Deutschland“ an deutsche Verbraucher verschickt hatte. Laut den Recherchen des Verbraucherdienst e.V. ist die rumänische Firma „Justorat“ auch als Inkassofirma tätig.

Verbraucherdienst e.V. informiert Sie unverbindlich!


Eine unverbindliche Telefon-Hotline bzw. eine E-Mail-Adresse vom Verbraucherdienst e.V. können bezüglich „Deutsches Zentralregister TCL“ und deren Aktenverwaltungsgebührten kontaktiert werden. Mitglied sein heißt –  stark zu sein.

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Mittwoch, 21. Mai 2014

Europaeische Datenschutzzentrale

Die selbsternannte Europäische Datenschutzzentrale gibt sich als angebliche Datenschützerin aus, die mittels eines unerwünschten Werbeanrufs (Cold Call) ahnungslose Verbraucher kontaktiert und Verträge am Telefon abschließt. Der angebotene Service soll persönliche Daten bei Gewinnspieleintragungsdiensten und Zeitschriftenverlagen löschen. Ob die angeworbene Dienstleistung wirklich erbracht wird, kann nicht bestätigt werden. Mitglied sein heißt –  nicht hilflos zu sein.


Werbeanruf von der Firma "Europäische Datenschutzzentrale" erhalten?

Für eine Löschung von europaweit gespeicherten Daten verlangen die selbsternannten Datenschützer eine Bearbeitungsgebühr über 268 Euro. Wird ein Vertrag mit den Datenschützern am Telefon abgeschlossen, kommt später ein Willkommensschreiben der DCE Data Centre Euro Limited aus Valetta (Malta) mit einer Forderung einer Zahlung über eine Aktenverwaltungsgebühr mit der Post. Der geforderte Geldbetrag soll dann auf das Schweizer Konto der SilverEagle Consulting AG überwiesen werden. Auch sollen die angeblichen Verbraucherschützer der DCE Data Centre Euro Limited eine Filiale in München betreiben.

Post auch bei keinem Abschluss eines Vertrags mit der Europäischen Datenschutzzentrale

Auch bei der Nichtangabe der eigenen Kontonummer und bei keinem Zustandekommen eines Vertrags mit der anrufenden Firma bringt der Briefträger mehrere Wochen später einen Brief mit der Auflistung der gelöschten Daten sowie mit einer Rechnung.

0900-Nummer der DCE Data Centre Euro Limited  nicht erreichbar

Die mit dem Brief der Europäischen Datenschutzzentrale (DCE Data Centre Euro Limited) beigelegten Allgemeine Geschäftsbedingungen, der Widerrufsbelehrung sowie ein Beschwerdeformular sollen seriös erscheinen. Auch kann der angeschriebene Verbraucher eine 0900er-Telefonnnummer anrufen, die aber nicht funktioniert.

Haben Sie auch einen Brief von der selbsternannten  Europäischen Datenschutzzentrale (DCE Data Centre Euro Limited) aus Malta erhalten oder sogar einen Vertrag bezüglich der Löschung Ihrer Daten unterzeichnet? Mitglied sein heißt –  immer auf den aktuellen  Stand zu sein.


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