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Donnerstag, 7. September 2017

UGV Inkasso GmbH – Hilfe für Betroffene bei Forderungen für FKH OHG

Das Inkassobüro UGV Inkasso GmbH aus Harthausen verschickt weiterhin Forderungen für die FKH OHG an Verbraucher. Ein Verbraucher leitete ein aktuelles Schreiben an uns weiter, in dem mit einem gerichtlichen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss gedroht wird. Wie sollen Betroffene auf so ein Schreiben reagieren? In diesem Beitrag erhalten Sie Antworten.

UGV Inkasso GmbH – Hilfe für Betroffene bei Forderungen für FKH OHG

UGV Inkasso GmbH – Erfahrungen mit dem Inkassounternehmen


Inkassounternehmen genießen nicht den besten Ruf. Einer der Gründe könnten jene zweifelhafte Methoden sein, welche in den Medien sogar als „Die miesen Tricks der Inkasso-Firmen“ (Frankfurter Rundschau) bezeichnet werden. So soll auch die UGV Inkasso GmbH „nicht nachvollziehbare Gebühren“ für eher kleinere Forderungen verlangen: schnell werden aus 20 EUR durch Zinsen und Aufschläge schmerzhafte Summen.

Bereits 2015 berichteten wir über das Geschäftsgebaren der UGV Inkasso GmbH, welche für die FKH GbR angeblich noch offene Forderungen beitreiben wollte. Seinerzeit wurden vermeintliche Schuldner über die Umstände im Dunkeln gelassen und es wurde durch seitens der FKH sogar ein Zahlungsverbot ausgesprochen.

Drohung mit einem vorläufigen Zahlungsverbot


Nun liegt ein aktuelles Schreiben der UGV Inkasso GmbH vor. Einem Verbraucher wird darin mitgeteilt, dass seitens der FKH OHG (beide Firmen sind in der Modenbachstraße 1, 67376 Harthausen ansäßig) noch Forderungen bestehen. Aus diesem Grund wird mit einem Pfändungs- und Überweisungsbeschluss gedroht, welcher dem Drittschuldner bereits zugestellt und in Kraft sein soll. Eine solche Pfändung kann zweifelsfrei verheerende Folgen für den Betroffenen haben. Das Inkassounternehmen gewährt dem Verbraucher insgesamt 10 Tage Zeit, um u.a. einen Teilzahlungsvertrag unterschrieben zurückzusenden und direkt im Anschluss eine erste Rate zu zahlen.

Anschreiben UGV Inkasso GmbH | 31.08.2017
Anschreiben UGV Inkasso GmbH | 31.08.2017


Darf die FKH OHG das Konto pfänden?


Zu dem Thema, ob die FKH OHG Zwangsvollstreckungen aus dem Titel der FKH GbR geltend machen kann, gibt es seit Mai 2017 ein Urteil. In dem Gerichtsbeschluss des Bundesgerichtshofs (BGH, 17.05.2017 - VII ZB 64/16) wurde festgestellt, dass eine „ Änderung der Rechtsform und eine Änderung der Firma“ vorliegt, dass die „Personenidentität dem zuständigen Vollstreckungsorgan durch entsprechende Urkunden zweifelsfrei nachzuweisen“ sein muss.

Dies war nicht der Fall: die FKH OHG hatte beim Vollstreckungsgericht Fürstenwalde den Erlass eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses beantragt und dazu einen Vollstreckungstitel vorgelegt, der jedoch auf den Namen FKH GBR ausgestellt ist. Da in der Firmenhistorie (einsehbar im Handelsregister) keinerlei Hinweise darauf existieren, dass die FKH OHG zuvor als FKH GbR existiert hat, wurde eine vorherige Rechtsbeschwerde abgewiesen.

Sollte es sich in dem hier vorliegenden Fall genauso verhalten, hat der Schuldner gute Chancen zur Abwehr der Vollstreckungsmaßnahmen. Aus diesem Grunde ist eine Beratung durch einen Rechtsanwalt ratsam.


Post von der UGV Inkasso GmbH erhalten? Wir helfen


Sollten Sie ein oder mehrere Schreiben von der UGV Inkasso GmbH erhalten haben, sollten Sie unbedingt reagieren. Handeln Sie jetzt und nutzen Sie unsere Kontaktmöglichkeiten.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unter dieser Telefonnummer:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

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Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Mittwoch, 11. November 2015

Achtung, Mahnbescheid! | Hinweise zu Inkassoschreiben

Verbraucherdienst e.V ist in den letzten Jahren aufgefallen, dass eine Vielzahl von Inkassoforderungen kurz vor Jahresende geltend gemacht werden. Gemeint sind Inkassounternehmen wie Debcon GmbH aus Bottrop, Focus Forderungsmanagement GmbH aus Mannheim und Condor Forderungsmanagement mbH aus Ludwigshafen. Im gleichen Zusammenhang sind zusätzlich Spiegel Inkasso, Uniscore, FKH Gbr, Rhein Inkasso, EOS SAF und National Inkasso zu nennen.

Achtung, Mahnbescheid! | Hinweise zu Inkassoschreiben


Auftraggeber waren entweder Rechteinhaber, die Kosten und Schadensersatz aus Urheberrechtsverletzungen geltend machten - oder Firmen aus dem Dienstleistungssektor, die Forderungen durch die benannten Inkassounternehmen verlangen. Teilweise folgten auf versandte Zahlungsaufforderungen auch gerichtliche Mahnbescheide. Das liegt unter anderem an den Verjährungsfristen, die immer am 31.12. eines Jahres beginnen und nach drei Jahren - ebenfalls am 31.12. eines Jahres - enden. Es werden daher zeitig Mahnbescheide gegen die Schuldner beantragt, um die Verjährung hemmen zu können. Bei Forderungen aus Urheberrechtsverletzung gibt es Inkassounternehmen, welche die Meinung vertreten, dass in dem Fall eine Verjährung nicht nach drei Jahren vorliegen würde, sondern nach erst zehn Jahren. Es gab wenige Gerichte, die der Meinung folgten. Eine Mehrzahl deutscher Gerichte waren der Ansicht, dass Forderungen aus Filesharing/ Urheberrechtsverletzungen bereits nach drei Jahren verjährt wären.

Amtsgericht Hamburg, Urteil vom 31.10.2014, Az. 36a C 202/13;
Amtsgericht Frankfurt, Urteil vom 30.10.2014, Az. 32 C 2305/14;
Amtsgericht Düsseldorf, Urteil vom 24.07.2014, Az. 57 C 15659/13;
Amtsgericht Kassel, Urteil vom 24.07.2014, Az. 410 C 625/14 sowie vom
Amtsgericht Bielefeld mit Urteil vom 06.03.2014, Az. 42 C 368/13.

Hinweise zu Mahnbescheiden oder Inkassoforderungen


Wichtig! Inkassounternehmen wie die Debcon GmbH, Focus Forderungsmanagement GmbH, Condor Forderungsmanagement mbH, Spiegel Inkasso, Rhein Inkasso, National Inkasso, FKH Gbr, Uniscore, EOS SAF: diese genannten Inkassounternehmen sind im Rechtsdienstleistungsregister eintragen und sind demzufolge berechtigt, Forderungen von Auftraggebern eintreiben zu dürfen. Insbesondere haben diese Inkassounternehmen keine besondere Prüfungspflicht, weil es sich bei Inkassoforderungen meistens um sogenannte Massenmandante handelt; daher sind die Inkassounternehmen eventuell nicht in der Lage, jede einzelne Forderung zu prüfen. Diese Inkassounternehmen können, wenn die Forderung von dem Auftraggeber bzw. Gläubiger abgetreten oder durch die Inkassounternehmen aufgekauft wurde, als Gläubiger in Mahnbescheiden oder Inkassoschreiben auftreten. Zum Beispiel sind National Inkasso, FKH, Uniscore, Focus Forderungsmanagement GmbH, Condor Forderungsmanagement und Debcon GmbH sind in der Vergangenheit selber als Gläubiger in Zahlungsaufforderungen oder auch Mahnbescheiden aufgetreten.

Betroffene Schuldner sollten Inkassoforderungen / Mahnbescheide nicht ignorieren


Grundsätzlich sollten Inkassoforderungen von Inkassounternehmen wie Debcon GmbH, National Inkasso, Focus Forderungsmanagement GmbH, Condor Forderungsmanagement, Rhein Inkasso, Spiegel Inkasso, FKH Gbr und oder Uniscore, EOS SAF und weitere nicht ignoriert werden. Denn die Konsequenz könnte ein kostspieliges Gerichtsverfahren sein.
Dennoch sollte der Betroffene auch nicht übereilt zahlen, denn wenn der Betroffene der Meinung ist, die Forderungen wäre nicht berechtigt oder die geltend gemachten Kosten wären zu hoch, dann ist Handeln erforderlich. Hier können Sie einige Beispiele nachlesen, wie Forderungsabwehr erfolgreich funktionieren kann:

Urteile zu Verbraucherschutzthemen wie Inkassoforderungen:
https://verbraucherdienst.com/inkasso-verbraucherschutz.html


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Dienstag, 14. August 2012

FKH GbR Kontopfaendung Zahlungsverbot

Spätestens wenn Verbraucher nicht mehr an ihr Geld auf dem Konto kommen wegen einer Kontopfändung oder einem Zahlungsverbot, finden sie den Weg zum Verbraucherdienst e.V. So auch Herr K., dessen Konto mit einer Pfändung belegt wurde durch FKH GbR.


Er teilte dem Verein mit, dass er die Firma FKH GbR
weder kennt noch von diesem Unternehmen jemals angemahnt wurde. Eine Nachfrage bei seiner Hausbank ergab, dass seitens FKH GbR ein Zahlungsverbot ausgesprochen wurde.

Mitglied sein heißt –  nicht hilflos zu sein.


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