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Montag, 14. März 2016

Branchen-Auskunft-Deutschland 24.Ltd | Inkassogesellschaft König mbH

Eine Gewerbetreibende wandte sich an uns, weil sie eine Rechnung von einem in Spanien ansässigen Branchenbuch erhalten hat. Die Firma „Branchen-Auskunft-Deutschland 24.Ltd“ verschickte eine Rechnung für einen Eintrag in ein unbekanntes Branchenverzeichnis. Wenig später erhielt die Gewerbetreibende sogar eine Forderung der Inkassogesellschaft König mbH. Was hat es mit diesen Schreiben auf sich?

Branchen-Auskunft-Deutschland 24.Ltd  Inkassogesellschaft König mbH

Rechnung von der Branchen-Auskunft-Deutschland24.Ltd


Uns liegt eine Rechnung von der Branchen-Auskunft-Deutschland24 Ltd. mit Sitz in Barcelona, Spanien (die Straße 'Rambla del Poblenou' ist im Briefkopf angegeben) vor. In dieser Rechnung, die uns von einer betroffenen Verbraucherin zur Verfügung gestellt wurde, werden nahezu 300 EUR verlangt. Berechnet wird Folgendes:


  • Darstellung der Firmendaten im Internet (Laufzeit: Ein Jahr)
  • SEO Optimierung in bis zu 50 Suchmaschinen (Ohne automatische Verlängerung)


Was aber nicht angegeben wird, ist die URL bzw. Internetadresse des Branchenbuchs, auf oder in dem die Dienstleistung durch die Auftraggeberin überprüfbar wäre. Auf dem Schreiben wird außerdem mit einem grafischen Logo der Eindruck erweckt, dass es sich bei der Branchen-Auskunft-Deutschland um einen Google Partner handelt. Dies ist nicht der Fall, wie wir recherchieren konnten.

Es werden genau 299,50 EUR für die Dienstleistung verlangt, die auf eine spanische Kontoverbindung innerhalb von einer Woche überwiesen werden sollen.

Zahlungsaufforderung von der Inkassogesellschaft König mbH


Die Gewerbetreibende zahlte die Rechnung von der Branchen-Auskunft-Deutschland24 Ltd. nicht. Daraufhin erhielt sie eine Zahlungsaufforderung von der Inkassogesellschaft König mbH aus Köln. Im Auftrag des Branchenbuchs wird erneut mit der Drohung eines Schufa-Eintrages gedroht sofern die 299,50 EUR nicht bezahlt werden. Auch hier recherchierte Verbraucherdienst und nutzte unter anderem die Suchfunktion des Rechtsdienstleistungsregisters, um zu überprüfen, ob die Inkassogesellschaft König mbH berechtigt ist, Inkassoforderungen geltend zu machen. Wir fanden keinen Eintrag, demzufolge handelt es sich um kein eingetragenes Inkassounternehmen.

Gewerbetreibende können sich an uns wenden


Mittlerweile meldete sich ein weiterer Gewerbetreibender bei uns, der ähnliche Erfahrungen mit den genannten Unternehmen hatte. Hier kam allerdings noch hinzu, dass er telefonisch von der Inkassogesellschaft König mbH kontaktiert wurde. In dem Gespräch wurde behauptet, dass angeblich eine Tonaufnahme des mündlichen Vertragsabschlusses bestehen würde. Jedoch erhielt der Gewerbetreibende keine Datenträger.
Haben Sie auch eine Rechnung oder eine Zahlungsaufforderung erhalten? Oder gar eine Zahlungsaufforderung für einen Vertrag mit der Branchen-Auskunft-Deutschland24 Ltd.? Betroffene Gewerbetreibende können gerne die folgenden Kontaktmöglichkeiten nutzen:

Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.


Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.
Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Mittwoch, 16. September 2015

Angeblicher Lottogewinn aus Spanien | Anwaltskanzlei Vin and Pamela

Uns liegt eine Gewinnmitteilung der "Anwaltskanzlei Vin and Pamela" aus Madrid in Spanien vor. In diesem optisch auffälligen Schreiben werden Verbraucher darüber informiert, dass sie bei einer „Weihnachtsförderunglotterie“ [sic] ein hohes und „nicht beanspruchtes Preisgeld“ gewonnen hätten. Ob es den angeblichen Lottogewinn oder auch die entsprechende Lotterie gibt, ist fraglich.

Angeblicher Gewinn | Anwaltskanzlei Vin and Pamela

Anwaltskanzlei Vin and Pamela verschenken keine Gewinne


Es geht um die sagenhafte Summe von 8.540.225,10 EUR, die Verbrauchern durch „Vin and Pamela“ in deren Anschreiben versprochen werden. In dieser Mitteilung ist von einem „nicht beanspruchten Preisgeld“ die Rede, welches angeblich durch die Teilnahme an einer spanischen Lotterie gewonnen worden sei. Die Mitteilung ist mit Schreibfehlern und Stilblüten gespickt, was mit einer minderwertigen Übersetzung durch ein Programm erklärt werden könnte.  Mitglied sein heißt – den Rest kannst du dir sparen.  Zum Beispiel ist in dem Schreiben von der Anwaltskanzlei Vin and Pamela aus Spanien zu lesen:

"Nach Ansicht der Lotteriefirma wurde ihnen das Geld nach einer Weihnachtsförderunglotterie zugesprochen.
Die Kupons wurden von einer Investmentgesellschaft gekauft.Nach Ansicht der Lotteriefirma wurden sie damals Angeschrieben um Sie über dieses Geld zu informieren es hat sich aber leider bis zum Ablauf der gesetzten Frist keiner gemeldet um den Gewinn zu Beanspruchen.."[sic]
Anwaltskanzlei Vin and Pamela | Gewinnbenachrichtigung | 16.09.2015
Anwaltskanzlei Vin and Pamela | Gewinnbenachrichtigung | 16.09.2015


Es ist fraglich, ob dieser Gewinn hinterlegt wurde oder ob diese spanische Lotterie gar existiert. Ebenfalls aus Madrid verschickte bereits im Jahr 2013 die „Anwaltskanzlei As & G, Abogados“ eine auffallend ähnliche Gewinnbenachrichtigung. Die Masche hat sich anscheinend nicht geändert.

Statt Lottogewinn aus Spanien: Die Daten der Verbraucher sind heiß begehrt


Zusätzlich erhält der Verbraucher neben dem Anschreiben ein Formular. Dort soll der vermeintliche Gewinner seine Daten eintragen. Dieses „Anmeldeformular fuer den Gewinnanspruch“ muss laut Vin and Pamela ausgefüllt werden, damit der Gewinn durch die „Internationale Lotto Investment Bank“ ausgezahlt wird.  Mitglied sein heißt – der Zug ist noch nicht abgefahren.

Anwaltskanzlei Vin and Pamela | Anmeldeformular | 16.09.2015
Anwaltskanzlei Vin and Pamela | Anmeldeformular | 16.09.2015


Nicht selten kommt es dazu, dass eine Art „Aufwendungsersatz“ oder „Bearbeitungsgebühren“ durch den Verbraucher vorab gezahlt werden müssen, ehe sie den versprochenen Gewinn überwiesen bekommen. Diese Vorauszahlung könnte allerdings für immer verloren sein, da es höchstwahrscheinlich zu keiner Zeit einen millionenfachen Gewinn gab. Stattdessen werden die empfindlichen Daten von vermeintlichen Gewinnern, die das Formular ausgefüllt zurückschickten, an Adresshändler weiterverkauft.

Sie suchen einen seriösen Anbieter? Schauen Sie doch mal auf Verbraucherdienst e.V. Empfehlungen nach.

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Dienstag, 8. September 2015

Rezeptfrei Shoppen | Erfahrung mit Nichtlieferung von Medikamenten?

Welche Erfahrungen haben Sie mit der Versandapotheke „Rezeptfrei Shoppen“ (www.rezeptfrei-shoppen.com) gemacht? Das Online-Kaufportal bietet im Internet – wie der Firmenname schon vermuten lässt - Medikamente ohne Rezept und somit ohne zusätzlichen Arztbesuch an. Ein möglicher Haken ist jedoch bei einer Bestellung auf dem Shopping-Portal „Rezeptfrei Shoppen“, dass der Verbraucher bei einer kostenpflichtigen Bestellung durch Vorauskasse die bestellten Arzneimittel nicht erhält. Der Empfänger der bestellten Ware muss mittels einer vorausgegangenen Banküberweisung den geforderten Geldbetrag auf ein Konto des spanischen Unternehmens veranlassen. Mitglied sein heißt – nicht hilflos zu sein.

Rezeptfrei Shoppen | Erfahrung mit Nichtlieferung von Medikamenten?

„Rezeptfrei Shoppen“ ist nicht „Ihre Online-Apotheke“ – Bestellen und keine Ware erhalten


„Rezeptfrei Shoppen“ bewirbt sich auf ihrer Homepage als „Ihre Online-Apotheke“. Diese Internet-Apotheke aus dem spanischen Barcelona vertreibt in Deutschland rezeptpflichtige Pharmazeutika ohne Vorlage eines Rezeptes. Viele Pharmazeutika werden in Deutschland nur bei einer durch den Arzt diagnostizierten Krankheit bei einem vorigen Arztbesuch verschrieben. Manche angebotene Arzneien enthalten zahlreiche Inhaltsstoffe, die ohne ärztliche Aufsicht nicht zu empfehlen sind. So werden zum Beispiel auf der Verkaufs-Plattform „Rezeptfrei Shoppen“ unter anderem stark wirkende Antidepressiva übers Internet feilgeboten. Die geforderten Preise für die rezeptfreien Medikamente sind ebenfalls recht hoch.

„Rezeptfrei Shoppen“ vertreibt nicht frei verkäufliche Antidepressiva


Das in der Bundesrepublik Deutschland nicht frei verkäufliche Antidepressivum „Mirtazapin Actavis Filmtabl 45 mg 100 Stk“ bietet die Firma „Polígon Industrial de Can Parellada“ aus Spanien (Polígon Industrial de Can Parellada, Carrer Libra, 56, 08228 Terrassa) für 87,90 EUR an. „Diazepam 5mg 200 Tabletten Valium“ kosten für den Besteller 64,90 EUR. Das Psychopharmakon „Diazepam“ wird bei epileptischen Anfällen oder bei Angstzuständen angewendet. Es besitzt jedoch eine nicht zu ignorierende Nebenwirkung, denn dieses Psychopharmakon kann bei einer Langzeittherapie im schlimmsten Fall zu einer psychischen und körperlichen Abhängigkeit des Einnehmenden führen. Ohne ärztliche Aufsicht sollten diese beiden erwähnten Psychopharmaka bzw. Antidepressiva nicht eigenmächtig eingenommen werden. Mitglied sein heißt – nicht allein zu sein.

Rezeptfrei Shoppen | Screenshot | Erfahrungen
Rezeptfrei Shoppen | Screenshot | 08.09.2015

Bestellern auf „Rezeptfrei Shoppen“ droht eventueller Verlust


Da die bestellten Medikamente wohlmöglich nicht an den Besteller verschickt werden, droht diesem ein finanzieller Totalverlust des im guten Glauben gezahlten Geldes. Die Betreiber des Online-Portals „Rezeptfrei Shoppen“ geben scheinbar lediglich vor, die rezeptfreien Medikamente im Internet zu verkaufen, um sich finanziell zu bereichern. Der geforderte Geldbetrag wird bei der Bestellung ins Ausland überwiesen, somit ist eine Rückbuchung nicht ohne Weiteres möglich.


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Dienstag, 14. Juli 2015

European Euro Millones Loteria Commision S.L. | Gewinnversprechen über mehrere Millionen Euro?

Heute informiert Sie der Verbraucherdienst e.V. über die „European Euro Millones Loteria Commision S.L.“ aus Spanien. Haben Sie auch ein Schreiben von diesem Unternehmen erhalten? Wurden Sie auch als ein Gewinner ausgesucht? Wurden Ihnen drei Millionen Euro oder ein anderer Geldbetrag von dieser Firma versprochen?

European Euro Millones Loteria Commision S.L. | Gewinnversprechen über mehrere Millionen Euro?


Gewinnversprechen von der „Euro Millones Loteria Commision S.L“ erhalten?


Wie Verbraucher berichteten sollen zehn Prozent des zu erhaltenen Gewinns an einen Bearbeitungsagenten der „Euro Millones Loteria Commision S.L.“ gehen um überhaupt den versprochenen Gewinn zu erhalten. Innerhalb einer festgelegten Frist müsse der angeschriebene Gewinner sich bei der Euro „Millones Loteria Commision S.L.“ melden. Ansonsten hätte der Verbraucher keinen Anspruch mehr auf den versprochenen Geldbetrag. Mitglied sein heißt –  ein Teil der starken Gemeinschaft zu sein.

Verbraucher soll Formular mit persönlichen Daten ausfüllen


Um überhaupt den versprochenen Gewinn zu erhalten müsse der Verbraucher das zugeschickte Formular mit seinen persönlichen Daten ausfüllen. Aber Vorsicht! Geben Sie bitte keine Daten von Ihnen in die Hände von Unbekannten aus dem Ausland. Auch wenn der versprochene Gewinn noch so verlockend ist. Diese können von Unbekannten missbraucht werden.

Zehn Prozent des versprochenen Gewinnes soll an einen Bearbeitungsagenten abgetreten werden


Nachdem der Angeschriebene den versprochenen Gewinn von der „European Euro Millones Loteria Commision S.L.“ aus Spanien erhalten habe, müsse der „Glückliche“ nur zehn Prozent davon an den Bearbeitungsagenten abgeben. Gibt es den versprochenen Millionengewinn von der European „Euro Millones Loteria Commision S.L.“ nicht?

Gewinnversprechen ist in schlechter deutscher Sprache verfasst


Denn die in schlechter deutscher Sprache verfasste E-Mail soll den Verbraucher zur Zahlung bewegen. Der Angeschriebene hatte vorher weder Lose von der „Euro Millones Loteria Commision S.L.“ gekauft. Auch hatte der Verbraucher vorher keinen Kontakt zu der Euro „Millones Loteria Commision S.L.“ aus Spanien.

Keinen Euro-Cent an „European Euro Millones Loteria Commision S.L.“ zahlen?


Keinen Euro-Cent an die „European Euro Millones Loteria Commision S.L.“ zahlen? Den versprochenen Gewinn erhalten Sie vermutlich niemals. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen informiert aktuell über diese Firma aus Spanien. Auch die Agentur christ media berichtete (sogar mit einem Screenshot der eingescannten Gewinnmitteilung) über das spanische Unternehmen, das eine E-Mail an die gutgläubigen „glücklichen Gewinner“ verschickt werden. Mitglied sein heißt –  Ruhe bewahren zu können.

Verbraucherdienst e.V. informiert über das Gewinnversprechen aus Spanien


Verbraucherdienst e.V. aus Essen im Ruhrgebiet informiert Sie ausführlich per Telefon oder per E-Mail über die dubiosen Gewinnmitteilungen der „Euro Millones Loteria Commision S.L.“ aus Spanien.


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Martin Bressers Madrid | Anwalt lockt per Fax mit einer großen Erbschaft

Martin Bressers, ein Rechtsanwalt aus Spanien, lockt Verbraucher aus Deutschland per Faxbrief mit einer großen Erbschaft. Wer allerdings seine Telefonnummer, seine E-Mail-Adresse bzw. weitere persönliche Daten dem Anwalt aus der spanischen Hauptstadt Madrid preis gibt, kann jedoch schnell in eine fiese Kostenfalle geraten. Das große finanzielle Erbe wird dem „Hinterbliebenen“ allerdings nicht ausgehändigt. Bereits im Jahr 2011 berichte die Niederrhein-Zeitung über den Anwalt Martin Bressers aus Madrid.

Martin Bressers aus Madrid, Spanien | Fragwürdige Erbschaft via Fax

„Es wird Sie sicherlich überraschen diesen Brief von mir zu erhalten …“


Martin Bressers aus der Hauptstadt Madrid (Calle de Juan Bravo, 10) stellt sich in dem Schreiben an unser Mitglied Herr S. zunächst einmal vor. Mit den Worten „Es wird Sie sicherlich überraschen diesen Brief von mir zu erhalten, da es keinen früheren Schriftwechsel zwischen uns gab.“ eröffnet Martin Bressers den vielversprechenden Brief, der per Fax verschickt wird. Der Rechtsanwalt aus Spanien vertrete einen „erfahrenen Ingenieur aus dem Bergbau“ mit den gleichen Nachnahmen wie unser Mitglied. Dieser habe 13 Jahre lang bei der „Construction & Civil Engineering Company (Mota-Engil)“ in Spanien gearbeitet und sei inzwischen durch einen Autounfall mit der gesamten Familie ums Leben gekommen. Apropos - das Unternehmen Mota-Engil gibt’s wirklich (siehe http://www.mota-engil.pt/). Mitglied sein heißt –  Abwehrkräfte zu stärken.


Erbschaft über 9,5 Millionen (9.500.000.00) Euro!


Der Verunglückte, der auch ein Mandant des Rechtsanwalts Martin Bressers aus Madrid sei, habe ein Vermögen mit einem „Fondsvolumen“ über 9,5 Millionen (9.500.000.00) Euro (!) auf einer portugiesischen Bank hinterlassen. Der verunglückte Herr S. hinterließ jedoch kein Testament. Deshalb habe die Bank aus Portugal Herrn Bressers aus Madrid beauftragt, um das Erbe an unser Mitglied auszuzahlen. Denn Martin Bressers aus Madrid führt in den Fax weiter aus:
„Jetzt erkläre ich Ihnen warum ich Ihre unterstützung benötige, ich habe beschlossen einen Dutch Staatsbürger der den gleichen Nachnamen hat ausfindig zu machen, daher habe ich Sie kontaktiert.“

90 Prozent des Erbes werden zwischen unserem Mitglied und dem spanischen Rechtsanwalt aufgeteilt


Sollte Martin Bressers aus Madrid „nicht schnellst möglich einen Angehörigen oder nahstehenden Verwandten der Bank präsentieren kann teilte mir die Bank mit, dass Konto für unbrauchbar erklärt wird und der Found in ein Bankschatz abgelegt wird.“, führt das Schreiben aus. Der Rechtsanwalt aus Spanien teilt in seinem Schreiben mit, das er zehn Prozent des Geldes einer karikativen Organisation spenden würde. Die restlichen 90 Prozent des Vermögens würden anschließend zwischen unserem Mitglied Herrn S. und dem Rechtsanwalt Martin Bressers aus Madrid zu gleichen Teilen aufgeteilt.

Verbraucher soll den spanischen Rechtsanwalt kontaktieren


Sollte unser Mitglied an der großen Erbschaft über 9,5 Millionen Euro interessiert sein, müsse er nur den spanischen Rechtsanwalt per Telefon oder per Fax kontaktieren. Eine Kontaktmöglichkeit per E-Mail bestünde ebenfalls. Der spanische Rechtsanwalt entschuldigt sich allerdings am Ende des Faxschreibens. Dort schreibt er: „Allerdings, wenn dieser Geschäftsvorschlag Ihre moralische Ethik verstößt, dann bitte ich Sie meine aufrichtige Entschuldigung anzunehmen.“

Fax von Martin Bressers aus Madrid | Erbschaft
Fax | Martin Bressers | 10.07.2015


Vorsicht! Die Versprechungen des spanischen Rechtsanwalts entsprechen nicht der Realität!
Der Verbraucher, der von der großen versprochenen Geldsumme verblendet ist und den Rechtsanwalt Martin Bressers aus dem spanischen Madrid mit seinen Versprechungen glaubt und anschließend kontaktiert, kann sehr schnell zu einem Opfer werden. Denn anstatt die versprochene Erbschaft über mehrere Millionen Euro zu erhalten soll der angeschriebene angebliche „Erbe“ zuerst Geld nach der erfolgten Kontaktaufnahme überweisen. Erst danach soll es zu der versprochenen Auszahlung des versprochenen „Millionenerbes“ kommen. Dabei wird jedoch das Geld dem Opfer aus Deutschland buchstäblich „aus der Tasche gezogen“. Das versprochene Erbe bekommt der Angeschriebene am Ende jedoch nicht. Mitglied sein heißt –  rundum für Sie da zu sein.

Verbraucherdienst e.V. informiert über die Schreiben von Rechtsanwalt Martin Bressers aus Madrid


Diese Schreiben, die Martin Bressers aus Madrid, ahnungslosen Verbrauchern per Fax zuschickt, sind an sich nicht strafbar. Es handelt sich hierbei lediglich um einen Versuch, ein weiteres Verbraucheropfer zu finden. Haben auch Sie ein ähnliches Schreiben aus Spanien erhalten? Haben Sie schon Geld an den Rechtsanwalt Martin Bressers überwiesen? Verbraucherdienst e.V. informiert Sie gerne hinsichtlich des dubiosen Anwaltsschreibens von dem Rechtsanwalt Martin Bressers aus der spanischen Hauptstadt Madrid. Sie können uns per Telefon oder per E-Mail kontaktieren, sollten Sie weitere Informationen benötigen.


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Freitag, 10. Juli 2015

Telemedien Direkt UG | Freiheitsstrafe zur Bewährung für Betreiberin des Branchenbuchs

Über einen Branchenbucheintrag von der „Telemedien Direkt UG“ aus Siegburg informierte Verbraucherdienst e.V. bereits am 17.04.2013. (Siehe Link auf unserer Webseite Verbraucherdienst.com)

Telemedien Direkt UG - Branchenbuch

Ehemalige Branchenbuch-Betreiberin zu Freiheitsstrafe auf Bewährung sowie Geldstrafe verurteilt


Die Zielgruppe des kostspieligen Branchenbuchs der "Telemedien Direkt UG" waren Gewerbetreibende, Selbstständige und Unternehmer. Inzwischen erfuhr Verbraucherdienst e.V. durch einen Artikel im Bonner General-Anzeiger vom 02.07.2015, dass die ehemalige Betreiberin des Branchenbuchs der „Telemedien Direkt UG aus Siegburg“ zu einer Freiheitsstrafe von einen Jahr und zehn Monaten zur Bewährung sowie zu einer Zahlung über 1.500 Euro an die Landeskasse verurteilt ist. Die 36 Jahre alte Frau ist der „Gaunerei“ in einem besonders schweren Fall von dem zuständigen Richter für schuldig gesprochen worden. Mitglied sein heißt –  nicht allein zu sein.

Verkauf von Branchenbucheinträgen in einem Call-Center


Ende des Jahres 2011 wurde die Angeklagte in Deutschland von einem Gast in einem Café -in dem sie zu dem Zeitpunkt beschäftigt war - angesprochen, ob Sie in einem Call-Center arbeiten und dabei 3.000 Euro pro Monat verdienen wolle. Daraufhin arbeitete die heute 36jährige in dem Call-Center und verkaufte Branchenbucheinträge an Gewerbetreibende. Später wurde Ihr bei dieser Firma die Stelle als Geschäftsführerin angeboten, worauf sich Ihr monatlicher Verdienst bis zu 5.000 Euro im Monat steigerte.

Gründung der „Telemedien Direkt UG“ in Siegburg


Die dubiosen und gewinnbringenden Geschäftspraktiken mit den sogenannten Branchenbucheinträgen für Gewerbetreibende lockten der jungen Frau. Obwohl diese genau wusste, dass diese Tätigkeit dubios war, gründete sie die Firma „Telemedien Direkt UG“ in Siegburg. Von dort aus vertrieb die junge Frau fragwürdige Branchenbucheinträge, die in Wirklichkeit völlig „nutzlos“ waren. Die Gewerbetreibenden bekamen somit Rechnungen wegen des Branchenbucheintrags ohne „wirkliche Gegenleistungen“.

Hells Angels verhinderten den Ausstieg aus diesen „Business“


Durch die Tätigkeit bei der „Telemedien Direkt UG“ in Siegburg summierte sich ein hoher zweistelliger Euro-Betrag, der mit den Branchenbucheinträgen eingenommen wurde. Die Anklagte versuchte zwar aus diesen „Business“ auszusteigen, was ihr jedoch nicht gelang. Denn laut dem Beitrag des Bonner General-Anzeigers sei junge Geschäftsfrau von einem sogenannten „Thomas“ bedroht worden. Die „Hells Angels“ mit ihren Motorrädern wären dann gekommen, wenn sie versucht hätte aus dem „Branchenbuch-Business“ auszusteigen. Einige Zeit später war der von ihr eingesetzter Geschäftsführer nach „Thailand abgehauen“.


Verkauf der „Telemedien Direkt UG“ – Gründung der „Inkasso Enciclopedia“ auf den Kanaren


Im Jahr 2013 verkaufte die Frau die „Telemedien Direkt UG“ für 10.000 Euro an ihrem Teamleiter, der das Geschäft mit dem Branchenbucheinträgen fortführte. Daraufhin gründete die junge Frau auf den Kanarischen Inseln wiederum eine neue Firma. Diese nannte die Angeklagte „Inkasso Enciclopedia“ mit der die Geldforderungen der „Telemedien Direkt UG“ des Teamleiters beigetrieben wurden. Zu Ende des Jahres 2014 beendete die junge Frau auch diese Geschäftstätigkeit. Danach gründete die Abgeklagte einen „Büroservice“, den sie bis heute nachgeht. Mitglied sein heißt –  sich nicht alles gefallen zu lassen.

Verbraucherdienst e.V. informiert Gewerbetreibende, Selbstständige und Unternehmer über fragwürdige Branchenbucheinträge


Haben Sie auch einen Vertrag mit der „Telemedien Direkt UG“ abgeschlossen? Bekamen Sie eine Mahnung von der „Inkasso Enciclopedia“ aus Spanien? Verbraucherdienst e.V. aus Essen informiert Sie gerne über die dubiosen Geschäftspraktiken bezüglich eines höchstwahrscheinlich wertlosen Branchenbucheintrags. Zu ihren Fragen hinsichtlich eines offensichtlich nutzlosen Branchenbucheintrags stehen wir mit unseren Mitarbeitern am Telefon oder per E-Mail gerne zur Verfügung.


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Mittwoch, 3. Juni 2015

Branchenbuch | TeleMedien Verlag | www.adressverzeichnis.info


Der TeleMedien Verlag mit Sitz in San Agustin, Spanien, verschickt derzeit Rechnungen für einen Eintrag in das Branchenbuch www.adressverzeichnis.info - in Höhe von 353,04 Euro. Verbraucherdienst e.V. warnt vor dubioser Abzocke von den kanarischen Inseln.

Branchenbuch  TeleMedien Verlag  www.adressverzeichnis.info unternehmerdaten.com


Update 30.05.2016 - Neue Adresse von TeleMedien Verlag: unternehmerdaten.com


Der TeleMedien Verlag verschickt auch aktuell noch Rechnungen, die allerdings das Online-Branchenbuch "Unternehmerdaten vom Örtlichen" unter der URL unternehmerdaten.com betreffen. Das Impressum dieser Seite zeigt jedoch eine andere Firma, nämlich die Business Marketing S.L.U. mit Sitz in Gran Canaria.



Im Falle einer Rechnung des TeleMedien Verlags aus San Agustin ist Vorsicht geboten. Gefordert werden 354,04 Euro für einen Eintrag in das Online-Branchenbuch www.adressverzeichnis.info. Diesen Eintrag sicherte sich das Unternehmen angeblich durch Kaltaquise, einem sogenannten Cold Call. Doch besteht tatsächlich ein Vertragsverhältnis zwischen den Kunden und des TeleMedien Verlags? Anscheinend werden Gewerbetreibende telefonisch getäuscht, indem sie laut des Anrufers bereits einen Branchenbucheintrag in Auftrag gegeben hätten. Eine Verlängerung von 24 Monaten wäre kostspielig, doch der Anrufer schlägt eine Verkürzung auf 12 Monate vor. Stimmt der Verbraucher dem zu, entsteht ein neuer Vertrag für einen Eintrag. Diese fragwürdige Geschäftstaktik und die daraufhin versandte Rechnung erscheinen höchst fragwürdig. Mitglied sein heißt –  nicht hilflos zu sein.

Screenshot www.adressverzeichnis.info | 03.06.2015

Weitere Zahlungsaufforderung durch das Inkassobüro Wolf


Überweist der Kunde die zuvor geforderte Geldsumme nicht, meldet sich das Inkassobüro Wolf mit einer Zahlungsaufforderung von insgesamt 712,23 Euro. Brisant ist, dass dieses Inkassobüro Wolf nicht in Deutschland als zulässiges Inkassounternehmen registriert ist. Ohne diese Berechtigung ist es dem Inkassobüro untersagt, Inkassodienstleistungen anzubieten.

Es ist zu vermuten, dass die gleichen Hintermänner, sprich der Telemedien Verlag aus San Augstin, hinter der Masche stehen. Das Inkassobüro Wolf gibt beispielsweise für die Überweisung die „Deutsche Bank“ an, die allerdings mit spanischen IBAN und BIC Nummern ( ESxxxx bzw. CAxxxx) versehen sind.

Auch wenn das Inkassobüro Wolf mit zusätzlichen Mahnkosten und sogar mit Pfändung des Kontos droht: Zahlen Sie die Forderung auf keinen Fall. In der Vergangenheit erreichten den Verbraucherdienst e.V. ähnliche Schreiben des dubiosen Inkassobüros:

Zahlungsaufforderung durch das Inkassobüro Wolf | 28.05.2015

Was ist zu tun bei einer Rechnung vom TeleMedien Verlag?


Erkennen Sie Ähnlichkeiten zu den Angaben in diesem Beitrag? Sollten Sie auch unwissentlich einen Branchenbucheintrag bei www.adressverzeichnis.info registriert haben, informieren wir Sie unverbindlich.. Mitglied sein heißt –  immer auf den aktuellen  Stand zu sein.


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Dienstag, 26. Mai 2015

Gewerbeverlag Online | Branchenbuch aus dem spanischen Urlaubsort Playa del Ingles

Das Branchenbuch „Gewerbeverlag Online“ kommt aus dem spanischen Urlaubsort Playa del Ingles. Zurzeit informiert Verbraucherdienst e.V. über einen per Bandaufnahme (Cold Call) abgeschlossenen Vertrag.

Gewerbeverlag Online | Branchenbuch aus dem spanischen Urlaubsort Playa del Ingles

Update 28.07.2015 - Anfrage zur "Korrektur und Bestätigung" via Email

Das Branchenbuch Gewerbeverlag Online meldet sich weiterhin bei Gewerbetreibenden, um kostspielige Branchenbucheinträge an den Mann zu bringen. Abseits von der bekannten Masche mit unerlaubten Werbeanrufen (Cold Call), wurde dem Verbraucherdienst e.V. durch ein Mitglied eine Email vom Gewerbeverlag Online weitergeleitet. Inhalt dieser Mail unter dem Absender "melinda" ist folgender:

Betreff: Wichtige Änderungen Q3/2015 
Sehr geehrte Damen und Herren,
Wir bitten um Korrektur und Bestätigung Ihrer Daten im Anhang innerhalb 7 Tage nach erhalt dieses Schreibens. Sofern Interesse besteht, kann der Anhang per Fax zurückgesendet werden.Wir behalten uns vor, Einträge, die nicht zu dem Gesamtangebot passen, abzulehnen.Sollte Ihr Unternehmen Mustermann GmbH (Name von der Redaktion geändert) nicht mehr existieren, müssen Sie uns nicht antworten. Ihr Unternehmen wird dann automatisch aus unserem Internetangebot gelöscht.
Gewerbetreibende, die eine solche Email zugestellt bekommen haben oder via Cold Call von Gewerbeverlag Online kontaktiert worden sind, erfahren innerhalb dieses Artikels mehr über das Branchenbuch aus Playa del Ingles. Mitglied sein heißt –  den Rest kannst du dir sparen.

„Gewerbeverlag Online“ aus dem größten Urlaubszentrum Spaniens


Vielleicht waren Sie während Ihres Spanienurlaubs auf der Insel Gran Canaria in Playa del Ingles, wo sich der Firmensitz vom „Gewerbeverlag Online“ befindet? Denn Playa del Ingles ist mit den Orten San Agustin und Maspalomas, die zur Gemeinde San Bartolomé de Tirajana gehören, das größte Urlaubszentrum Spaniens! Von dort aus wird der fragwürdige Branchenbucheintrag vor allem an deutsche, österreichische, schweizerische und spanische Gewerbetreibende vermarktet. Sicherlich sind Sie schon während Ihres Kanarenurlaubs unbemerkt an der Firmenadresse vom „Gewerbeverlag Online“ vorbeigegangen!

Zielgruppe sind Gewerbetreibende aus Deutschland, Österreich, Schweiz und Spanien


Die Hauptzielgruppe des spanischen Branchenbuchs sind vermutlich Gewerbetreibende aus Deutschland, die in der Regel über keinerlei Widerrufsrecht hinsichtlich abgeschlossener Verträge verfügen. Die rechtliche Anfechtung eines Vertrags des Branchenbuchs „Gewerbeverlag Online“ mit der einfach gestalteten Homepage www.firmensuchseite1.info ist für Gewerbetreibende in der Regel nicht möglich. Beim Layout der Webseite des spanischen Branchenbuchs „Gewerbeverlag Online“ (siehe Screenshot) haben Internet-User den Eindruck, dass sie sich im „Steinzeitalter“ des Internets befinden würde. Eine modern gestaltete Webseite (auch mit einer Suchfunktion) sieht heutzutage anders aus!

Screenshot Impressum | Gewerbeverlag Online | Stand 26.05.2015
Screenshot Impressum | Gewerbeverlag Online | Stand 26.05.2015

Ein „Firmeneintrag 12 Monate mit Suchoptimierung“ kostet 299 Euro


Aber zurück zu den üblichen Formalitäten bezüglich des Branchenbuchs „Gewerbeverlag Online“. Das spanische Unternehmen verlangt für einen sogenannten „Firmeneintrag 12 Monate mit Suchoptimierung“ einen Endpreis über 299 Euro. Dieser Firmeneintrag ist mit einer automatischen Kündigung verbunden. Laut des vorliegenden Vertrags mit „Gewerbevertrag Online“ ist dieser am Telefon mit dem Gewerbetreibenden zustande gekommen. Laut „Fernmündlichem Vertrag“ wurde dieser „nach § 312b ff. per Bandaufnahme“ mit dem Gewerbetreibenden abgeschlossen, heißt es in der vorliegenden Rechung vom „Gewerbeverlag Online“. Hinsichtlich abgeschlossener Verträge mit Branchenbucheinträgen, die per Cold Call und mit Bandaufzeichnung zustande gekommen sind, konnten die angeschlossenen Anwälte des Verbraucherdienst e.V. schon etliche Verträge mit Gewerbetreibenden anfechten.

Einmal nicht richtig aufgepasst - und schon ist ein rechtswirksamer Vertrag zustande gekommen!


Im üblichen Stress des täglichen Geschäftsalltags achten viele Gewerbetreibende nicht auf vertragliche Kleinigkeiten und rufen meist nicht die AGB der Firma hinter dem „Gewerbeverlag Online“ im Internet auf, wenn ein Vertrag mittels Bandaufzeichnung angeschlossen wird. Dann hat der Gewerbetreibende jedoch – meist unbemerkt - einen kostenpflichtigen Vertrag mit einem Online-Branchenbuch aus dem spanischen Urlaubsort Playa del Ingles abgeschlossen. Wenig später folgt eine Rechnung von „Gewerbeverlag Online“ (siehe Screenshot) über 299 Euro, welche auf die spanische Banco de Sabadell S.A. (BIC: BSABESBBXXX) von dem Gewerbetreibenden überwiesen werden soll.

Rechnung | Gewerbeverlag Online
Rechnung | Gewerbeverlag Online 

Verbraucherdienst e.V. informiert über „Gewerbeverlag Online“


Den erhofften Werbeeffekt des sogenannten „Firmeneintrag mit Suchoptimierung“ kann Verbraucherdienst e.V. nicht einschätzen. Basierend auf der nicht suchmaschinenoptimierten Homepage vermuten wir jedoch, dass dieser eher gering ausfallen dürfte.
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Mittwoch, 10. Dezember 2014

IHK Verlag Maspalomas | Online-Marketing-Agentur mit Branchenbuch-Service

Der IHK Verlag aus dem spanischen Maspalomas bietet für Gewerbetreibende mittels Cold Call einen kostenpflichtigen Branchenbucheintrag an. Dabei handelt es sich nicht um ein Unternehmen der deutschen Industrie- und Handelskammern (IHK).

IHK Verlag ist eine Online-Marketing-Agentur mit Branchenbuch-Service


Bei dem Unternehmen aus Spanien handelt es sich um eine Online-Marketing-Agentur, die sich auf professionelle Suchmachinenoptimierung und Branchenbucheintrag Service spezialisiert habe. Die Firma aus dem spanischen Maspalomas verwendet unter anderem ein Logo (siehe Screenshot der Homepage der Webseite ihkverlag.com), dass der deutschen berufständischen Körperschaft öffentlichen Rechts zum Verwechseln ähnlich sieht. Die Verwechslungsgefahr bezüglich des plagiierten Logos ist jedoch gewollt um dem Gewerbetreibenden Seriosität einer großen deutschen Behörde vorzutäuschen. Dabei soll diese Abkürzung für Internethandel & Kommunikations-Verlag stehen, dass jedoch im Kleingedruckten zu finden ist. Mitglied sein heißt –  nicht hilflos zu sein.

Ihkverlag.com: Kennen Sie den spanischen Ferienort Maspalomas?


IHK Verlag Maspalomas | Online-Marketing-Agentur mit Branchenbuch-Service
IHK Verlag | Homepage ihkverlag.com | 10.12.2014



Die Online-Marketing-Agentur stammt aus dem Ferienort Maspalomas, der im Süden der Ferieninsel Gran Canarias zu finden ist. Vielleicht haben Sie schon in dem Urlaubsort an der Südspitze der Insel an der Atlantikküste in einer Ferienanlage Ihren Urlaub verbraucht? Nichtwissend, dass hier der IHK Verlag mit dem fragwürdigen Branchenbucheintrag seinen Firmensitz hat.

249 Euro netto kostet ein Eintrag bei dem IHK Verlag


Der Gewerbetreibende soll 249 Euro netto für einen Ein-Jahres-Vertrag bezahlen. Wird der offene Rechnungsbetrag auf ein Konto der Caixabank S.A. (Barcelona) innerhalb einer Frist von sieben Tagen überwiesen, gewährt der IHK Verlag aus Maspalomas dem Gewerbetreibenden ein Skonto von 7 Prozent. Laut der Rechnung handelt es sich dabei um einen (Zitat) „Branchenbucheintragsservice & Registereinträge sowie Suchmaschinenoptimierung für Google, Bundes Branchendienst, Regionalerfirmendienst ohne Vertragsverlängerung für 12 Monate.“(Zitat Ende). Mitglied sein heißt –  immer auf den aktuellen  Stand zu sein.




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