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Dienstag, 11. August 2015

Inkasso: Was Verbraucher wissen sollten

Leider keine unrealistische Situation: Man öffnet einen Brief, enthalten ist ein Schreiben eines Inkassounternehmens. Kaum bezahlbare Forderungen über hunderte oder gar tausende Euro zuzüglich hoher Gebühren werden gefordert. Eine falsche Reaktion wäre das Ignorieren der Zahlungsaufforderung. Eng gesetzte Fristen erhöhen den Druck und lassen Betroffene schnell verzweifeln. Dabei gibt es Mittel und Wege, Inkassoforderungen unter Umständen erfolgreich abzuwehren. Wie reagiert man richtig bei Inkassoschreiben?

Inkasso: Was Verbraucher wissen sollten



Insbesondere betroffene Verbraucher, die Erfahrungen mit Abofallen via Internet /Telefon, Haustürgeschäften oder dubiosen Gewinnbriefen sammelten, könnten zusätzlich Schreiben von Inkassobüros erhalten. Nach einer ersten Prüfungen könnten diverse Fragen aufkommen: Sind die Forderungen und die Gebühren berechtigt? Wie und wo finde ich Hilfe bzw. eine Auskunft? Wie kommt diese Inkassoforderung überhaupt zustande? Manchmal kommt die Erinnerung an eine unbezahlte Rechnung, aber in manchen Fällen kann man sich die Umstände nicht erklären. Guter Rat ist hier teuer. Um nicht unnötig in ein kostspieliges Gerichts- oder Mahnverfahren zu gelangen oder horrende Gebühren zu bezahlen, sollte richtig reagiert werden.

Inkassoforderungen: Zahlen oder Ignorieren?


Es kommt vor, dass sich Inkassounternehmen, die nicht im Rechtsdienstleistungsregister eingetragen sind, durch Zahlungsaufforderungen im Namen des Ursprungsgläubigers profilieren wollen. Inkassodienstleistungen in Deutschland sind aber erlaubnispflichtig, hierfür benötigt man eine spezielle „Lizenz“.

Doch woran erkennen Verbraucher, welche Inkassofirmen seriös sind und welche nicht? Sind die Forderungen gerechtfertigt oder muss der Schuldner sich dagegen wehren?

Mahnschreiben und Zahlungsaufforderungen, die von einem Inkassobüro verschickt werden, drohen mit zahlreichen Folgen, wenn die geforderte Summe nicht im gesetzten Rahmen beglichen wird. Alleine schon, um beispielsweise einem angedrohten SCHUFA Eintrag zu entgehen, zahlen nicht wenige Verbraucher den im Schreiben festgesetzten Betrag, ohne die Höhe und den Grund zu prüfen, egal ob gerechtfertigt oder nicht.

Tipps im Umgang mit einem Inkasso-Schreiben: Forderung prüfen!


Eine Prüfung der Forderung ist das A und O. Haben Sie die im Schreiben angegebene Dienstleistung bezogen oder waren Sie nur auf einer Seite im Internet zu Besuch, ohne sich anzumelden? Haben Sie das genannte Produkt bestellt oder sich nur informiert?

In jedem Fall sollten Verbraucher, die von einem Inkassounternehmen angeschrieben wurden, auch einen Blick in frühere Unterlagen werfen. Denn wenn eine titulierte Forderung vorliegt, also ein Gericht entschieden hat, dass man zahlen muss, verjährt der geschuldete Betrag erst nach 30 Jahren ab Urteil = Titel. Auch können Sie das Inkasso-Büro kontaktieren, um sich die Unterlagen - worauf die Forderungen begründet sein soll – in Kopie zusenden zu lassen.

Seriöse Inkassounternehmen erkennbar?


Zudem hilft es, einen Blick in das Rechtsdienstleistungsregister zu werfen. Daran ist erkennbar, ob das Inkassounternehmen überhaupt berechtigt ist, Forderungen für Dritte beitreiben zu dürfen. In Deutschland muss man gem. § 10 Rechtsdienstleistungsgesetz für das Anbieten und Durchführen von Inkassodienstleistungen eine registrierte Person sein. Andernfalls dürfen Inkassodienstleistungen nicht betrieben werden.

Es gibt aber auch ausländische Unternehmen, die in Deutschland tätig sein wollen oder Firmen, die als Nebenleistung zu ihrem Betrieb tätig sind. Daher gilt: Bei eingetragenen Inkassounternehmen ist grundsätzlich von einer seriösen Firma auszugehen, bei nicht im Rechtsdienstleistungsregister eingetragenen bleiben zumindest Zweifel bestehen, ob Forderungen im Namen Dritter beigetrieben werden dürfen. Dies muss man dann überprüfen.

Weitere Hinweise auf eine seriöse Inkassofirma finden sich im Bundesverband Deutscher Inkassounternehmen e.V.

Firmen, die dort Mitglied sind, werden gesondert auf ordnungsgemäße Ausführung des Inkassos geprüft und verpflichten sich mit ihrer dortigen Mitgliedschaft dazu. Dies ist also auch ein wesentliches Indiz für Seriosität. Es gilt aber: Auch seriöse Inkassounternehmen können eine Forderung unseriös beitreiben. Auch ein unseriöses Unternehmen kann eine seriöse und nicht überhöhte Forderung geltend machen.

Was muss in einem Inkassoschreiben stehen?


Gem. § 11a Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) muss bei Geltendmachung einer Forderung gegenüber einer Privatperson im ersten Schreiben folgendes stehen:


  • Name und Firma des Auftraggebers
  • Grund der Forderung inkl. Datum des Vertragsschlusses
  • Bei Zinsen eine Zinsberechnung
  • Gesonderte Hinweispflichten bei erhöhten Zinsen
  • Grund und Art und Höhe der Inkassovergütung
  • Erklärung, ob der Auftraggeber vorsteuerabzugsberechtigt ist


Weiter kann man noch eine


  • Ladungsfähige Anschrift des Auftraggebers
  • Namen der Firma, bei der die Forderung entstanden ist (bei Abtretungen=
  • Wesentliche Umstände des Vertragsschlusses


anfordern.

Wenn diese Anforderungen nicht eingehalten werden, liegt eine unseriöse Inkassoforderung vor.

Reicht eine Inkassoforderung per eMail?


Es gibt keine gesetzliche Pflicht, Postschreiben zu versenden. Seriöse Unternehmen schreiben aber meist auch per Brief an. Manchmal aber hat das Inkassounternehmen nur eine EMail-Adresse, um mit Ihnen zu korrespondieren.

Sind kurze Fristen seriös?


Nicht alles, was unangenehm ist, ist auch unseriös. Inkassofirmen sollen und müssen unbequem sein, damit das Geld eingetrieben wird. Dazu gehört auch, Druck aufzubauen, indem man auf Rechtsfolgen wie Klagen hinweist oder Möglichkeiten wie Kontopfändung ergreift. Kurze Fristen werden daher gesetzt, damit Schuldner möglichst ohne Prüfung bezahlen.

Was gilt es bei Inkassoschreiben zu tun?



  1. Besteht eine solche Forderung? Wenn ja, muss man die Höhe prüfen. Wenn nein, sollte man der Forderung sofort widersprechen, schriftlich und per Einwurfeinschreiben oder vorab per eMail/Telefax und dann per Normalbrief hinterher. Wenn Sie es nicht wissen fordern Sie weitere Informationen und Belege an
  2. Wenn man die Höhe prüft, sollten Sie über Zinsrechner und Anwaltskostenrechner im Internet die Inkassokosten gegenrechnen und ggf. Belege fordern
  3. Unterschreiben Sie keine Ratenzahlungsvereinbarungen, ohne dass diese zum Beispiel durch den Verbraucherdienst oder einen Rechtsanwalt ihres Vertrauens, rechtlich kompetent geprüft wurde. Denn hierin könnte ein Anerkenntnis auch von unberechtigten Forderungen liegen
  4. Wenn ein Schufa-Eintrag droht, Sie etwas nicht verstehen,die Kosten zu hoch sind, Sie das Gefühl haben, dass etwas faul ist oder sie sogar bedroht und zur Zahlung genötigt werden: Holen Sie sich Rat und Hilfe. Dies gilt auch, wenn Sie sich zu einer Unterschrift haben drängen lassen, die Sie bereue.


Gutes Inkasso, schlechtes Inkasso?


Informieren Sie sich, gern auch auf dieser Seite oder via Google. Dank der schnellen Suche ist es möglich, Informationen zu erhalten, die freilich nicht stimmen müssen. Daher gilt immer die Berechtigung, eine Forderung zu prüfen. Nicht vergessen: Zahlungen auf Auslandskonten sind unüblich.

Über die Recherche auf Inkasso.de und dem rechtsdienstleistungsregister.de können Sie direkt jene Inkassobüros auszusortieren, die problematisch sein könnten. Freilich gibt es keine allgemeingültigen Kriterien, die immer passen.

Daher bietet unser Verein für Verbraucherschutz Ihnen die Möglichkeit, die nachfolgende Liste als Hilfestellung zu nutzen. Alle Inkassounternehmen die in Zusammenhang mit Forderungsbeitreibung über die Verbraucherdienst e.V. bereits berichtet und informiert hat, finden Sie hier wieder. Diese Liste wird stets aktualisiert und erweitert.

Hilfe bei Inkassoschreiben


Haben Sie ein Mahnschreiben oder eine Zahlungsaufforderung erhalten? Zögern Sie nicht lange und wenden Sie sich telefonisch an unseren Verein für Verbraucherschutz!

Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

0201-176 790

Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch kooperierende Rechtsanwälte durchgeführt.

Auch nehmen wir gerne Informationen von Verbrauchern wie Ihnen entgegen. Haben Sie Hinweise auf unseriöse Inkassobüros oder dubiose Inkassoschreiben? Mit Ihrer Hilfe können wir vor unseriösen Inkassounternehmen schützen und bieten Informationen für Verbraucher und Schuldner im Rahmen von Berichterstattungen an.

Schicken Sie uns eine Mail unter: kontakt@verbraucherdienst.com
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! Bitte beachten Sie, dass die Meldungen den Stand der Dinge zum jeweiligen Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung widergeben!

Inkassounternehmen, die im Rechtsdienstleistungsregister eingetragen sind, die aber trotzdem Gegenstand von rechtlichen Auseinandersetzungen mit unseren Mitgliedern waren:





Inkassounternehmen, die nicht im Rechtsdienstleistungsregister aufgelistet sind



Freitag, 10. Juli 2015

Mahnung | RS-Publishing B.V.

Reminder: „Beiliegend das Erinnerungsschreiben, wofür wir bis zum 17.06.2013 noch keinen Zahlungseingang Feststellen konnten.“ So beginnt eine aktuelle Mahnung der RS-Publishing B.V., welches dem Verbraucherdienst e.V. vorliegt. Gefordert werden 189,00 EUR – nur für was genau?

Mahnung vom Mahn Büro - RS-Publishing B.V.


Das „Mahn Büro“ der RS-Publishing B.V. versendet Mahnungen


Eins unserer Mitglieder leitete eine aktuelle Mahnung der RS-Publishing B.V. an uns weiter. In dieser Abmahnung, die auch als „Erinnerungsschreiben“ – Reminder - gekennzeichnet ist, wird nicht weiter erläutert, worauf die Forderung basiert ist oder welche Dienstleistung in Anspruch genommen wurde. Die RS-Publishing B.V. mit Sitz in Den Haag lässt den Schuldner im Dunkeln tappen. Stattdessen fordert das Unternehmen 189,00 EUR, die am 06.07.2015 fällig gewesen wären – die Mahnung wurde am 26.06.2015 erstellt. Mitglied sein heißt –  Gewinner zu sein.

Mahnung | Screenshot | RS-Publishing B.V.
Mahnung | RS-Publishing B.V. | 09.07.2015


Wer steckt hinter RS-Publishing B.V.?


Über das geheimnisvolle Unternehmen aus den Niederlanden konnte Verbraucherdienst e.V. Folgendes in Erfahrung bringen.

Die angegebene Adresse auf der Mahnung ist „Fleischmarkt 1/6/12“ in 1010 Wien, Österreich. Dort befindet sich laut Recherche die Möglichkeit eines Virtual Office, von wo aus die RS-Publishing B.V. ihre Geschäftstätigkeiten durchführen kann. Die geforderte Geldsumme von 189,00 EUR soll allerdings auf ein niederländisches Konto überwiesen werden – erkennbar an der BIC Kennzeichnung. Anhand dieses Hinweises stieß Verbraucherdienst e.V. auf die tatsächliche Adresse des Unternehmenes; RS-Publishing B.V. ist laut niederländischen Unternehmensregistern ein „Finanzunternehmen“ mit 11-20 Mitarbeitern. Von Den Haag aus ist das Unternehmen seit 2002 tätig. Die „B.V.“, die niederländische Variante einer GmbH, hat sogar einen eigenen Google Plus Auftritt, auf dem Sie den Firmensitz einsehen können. Mitglied sein heißt –  stark zu sein.

Was tun bei einer Mahnung von RS-Publishing B.V.?


Haben Sie auch eine Mahnung von der RS-Publishing B.V. in Ihrem Briefkasten gefunden? Verbraucherdienst e.V. hat Erfahrung mit Mahnungen und Zahlungsaufforderungen durch Inkassounternehmen, sowie mit dubiosen Geschäftspraktiken.
Unser Verein für Verbraucherschutz beantwortet Ihnen am Telefon oder per E-Mail alle Fragen zu fragwürdigen Mahnungen.


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kontakt@verbraucherdienst.com


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Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.

Freitag, 24. April 2015

Ergopoy Inkasso Dienst GmbH | Mahnung wegen „200 Gewinnspiele / Eurowin24“

Haben Sie auch eine Mahnung wegen einer sogenannten „Kündigungsbetätigung“ von der „Ergopoy Inkasso Dienst GmbH“ erhalten? Sollen Sie auch die Gesamtforderung über 233,38 Euro (Hauptforderung 184,88 Euro, Mahnkosten 9,50 Euro, vorgerichtliche Inkassokosten 39 Euro) wegen der nichtbezahlten Dienstleistung für „200 Gewinnspiele / Eurowin24“ auf ein Konto der Commerzbank (BIC: COBADEFFXX) überweisen?

„Ergopoy Inkasso Dienst GmbH“ fordert 233,38 Euro wegen „200 Gewinnspiele / Eurowin24“


Zurzeit informiert Verbraucherdienst e.V., der bekannte eingetragene Verein aus dem Ruhrgebiet, über eine Mahnung von der „Ergopoy Inkasso Dienst GmbH“ aus Frankfurt am Main. Für unser Mitglied, Frau E.W. aus S., betreut der Verbraucherschutzverein im Moment die umstrittene Mahnung. Laut dem vorliegenden Schreiben sei die Inkassofirma aus Frankfurt am Main für das Unternehmen „200 Gewinnspiele / Eurowin24“ bevollmächtigt worden den oben genannten Geldbetrag von unserem Mitglied Frau E.W. aus S. beizutreiben. Die Verbraucherin habe die kostenpflichtige Dienstleistung mit ihren persönlichen Daten zugestimmt. Jedoch habe die Schuldnerin, Frau E.W. aus S., bis zum heutigen Tage die fällige Geldsumme über 233,38 Euro noch nicht beglichen. Mitglied sein heißt –  nicht allein zu sein.


Mahnung von Ergopoly Inkasso Dienst GmbH
Fragwürdige Mahnung von Ergopoly Inkasso Dienst GmbH

Womit droht die „Ergopoy Inkasso Dienst GmbH“ gegenüber unserem Mitglied?


Sollte nicht innerhalb der nächsten drei Tage kein Zahlungseingang wegen des Mahnschreibens erfolgen, droht die Inkassofirma aus Hessen mit einem gerichtlichen Verfahren. Infolge eines sogenannten Zahlungsverzugs spricht die Inkassofirma aus Frankfurt am Main in dem Schreiben mit weiteren Folgekosten. Laut dem vorliegenden Mahnschreiben könne deshalb die „Ergopoy Inkasso Dienst GmbH“ verschiedenste Auskünfte über das Automobil, dem Arbeitslohn bzw. über die Konten der Schuldnerin ohne eines Einverständnisses der Schuldnerin einholen, damit eine schnelle Pfändung bezüglich der Nichtbezahlung der Inkassoforderung seitens des mahnenden Unternehmens möglich wäre. In dem vorliegenden Mahnschreiben weist ebenfalls die „Ergopoy Inkasso Dienst GmbH“ hin, dass laut dem 2. Kostenrechtsmodernisierungsgesetzes die anfallenden Kosten für die Rechtsanwälte, für das gerichtliche Verfahren sowie für die Zwangsvollstreckungen erheblich steigen würden.  Mitglied sein heißt –  sich nicht alles gefallen zu lassen.

„Ergopoy Inkasso Dienst GmbH“ nicht im deutschen Rechtsdienstleistungsregister gelistet


Laut den Recherchen des Verbraucherdienst e.V. darf die „Ergopoy Inkasso Dienst GmbH“ in Deutschland keine Geldforderungen legal beitreiben, da dieses fragwürdige Unternehmen nicht im deutschen Rechtsdienstleistungsregister gelistet ist. Auch Sie können selber diese Nichteintragung der Frankfurter Inkassofirma auf http://www.rechtsdienstleistungsregister.de/ nachprüfen.



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Dienstag, 21. April 2015

Hertz Forderungs Service Ltd. | Fragwürdige Mahnung aus Zürich

Im April 2015 erreichte den Verbraucherdienst e.V. eine fragwürdige Mahnung von einer sogenannten „Hertz Forderungs Service Ltd.“ aus Zürich (Schweiz). Laut unserem Mitglied Frau K. aus B. würden noch „offene rechnungen“ bestehen, wie in dem vorliegenden Schreiben (mit einem Tippfehler) von dem Schuldner nachzulesen ist. Sollte kein fristgerechter Zahlungseingang wegen dem Mahnschreiben von der „Hertz Forderungs Service Ltd.“ verzeichnet werden sei das Schweizer Unternehmen gezwungen zur Einbeziehung des ausstehenden Betrags rechtliche Schritte gegenüber dem Schuldner einzuleiten. Mitglied sein heißt –  ein Teil der starken Gemeinschaft zu sein.


Anschreiben der Hertz Forderungs Service Ltd. | Verbraucherdienst e.V. warnt vor Abzocke
Anschreiben von Hertz Forderungs Service Ltd. | Verbraucherdienst e.V. warnt vor Abzocke

198 Euro verlangt die „Hertz Forderungs Service Ltd.“ aus der Schweiz


Deshalb sollte die Angeschriebene Frau K. aus N. den von der „Hertz Forderungs Service Ltd.“ geforderten Gesamtbetrag über 198 Euro auf das Konto der TURKIYE IS BANKASI A.S. (BIC: ISBKTRISXXX) überweisen. Quelle: http://swiftcode.a1feeds.com/Swift_Code.aspx?Swift_Code=ISBKTRISXXX

Die Zahlung an die „Hertz Forderungs Service Ltd.“ sollte innerhalb von sieben Werkstagen erfolgen. Die Bezahlung der vorliegenden Mahnung von der „Hertz Forderung Service Ltd.“ sei ebenfalls gleichzeitig die sogenannte Kündigungsbestätigung. Weshalb und warum ein vorher abgeschlossener Vertrag mit der „Hertz Forderungs Service Ltd.“ aus der Schweiz gekündigt werden soll, steht nicht in dem vorliegenden Schreiben. Der Verbraucher bzw. die Verbraucherin wird mit dem vorliegenden Mahnschreiben absichtlich von Hertz Forderung Service Ltd. in Unwissenheit gehalten. Vermutlich ist es das einzige Ziel des fragwürdigen Unternehmens die sofortige Begleichung der angeblichen Geldforderung – höchstwahrscheinlich ohne irgendeine Gegenleistung gegenüber dem angeschriebenen Konsumenten.

Besitzt die „Hertz Forderungs Service Ltd.“ ein Büro im  „Zurich Seefeld Business Center“?


Das vorliegenden Schreiben von der „Hertz Forderungs Service Ltd.“ wurde vom „Zurich Seefeld Business Center“ (Seefeldstraße 69) aus verschickt. Dieses Geschäftszentrum, an dessen Vorderseite Straßenbahnen und Busse abfahren und auf das Jahr 1839 zurück geht, befindet sich in dem bekannten Züricher Stadtteil Seefeld, dem zentralem Banken- und Geschäftsviertel der Stadt Zürich. Bei dem sogenannten „Zurich Seefeld Business Center“ handelt es sich um ein Geschäftskonzept der Regus Group of Companies, die dort verschiedenste Büroräume (auch virtuelle!) für unterschiedlichte Unternehmungen anbietet. Nach Recherchen des Verbraucherdienst e.V. sind dort zum Beispiel die bekannten Unternehmen „Wolters Kluwer Financial Services Switzerland AG“, „ExxonMobile Zweigniederlassung Zürich“ sowie die „Planet Switzerland GmbH“. Eine „Hertz Forderungs Service Ltd.“, die die fragwürdige Mahnung an unser Mitglied verschickt hatte, ist dort jedenfalls nicht zu finden. Mitglied sein heißt –  Ruhe bewahren zu können.

Wir informieren Sie bei Mahnung von der „Hertz Forderungs Service Ltd.“


Auf jeden Fall informiert Verbraucherdienst e.V. hinsichtlich der Mahnung von der „Hertz Forderung Service Ltd.“, sofern Sie ein solche in Ihrer Post gefunden haben.


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Montag, 2. März 2015

Collect Inkasso GmbH | Mahnung wegen EuroMillions Ltd.

Im Moment (Frühling 2015) betreut Verbraucherdienst e.V. im Mitgliederauftrag Mahnungen von der Collect Inkasso GmbH für die Firma EuroMillions Ltd. Unser Mitglied soll wegen einen Spieleinsatzes bei dieser Gewinnspielfirma zahlen. Dieses Unternehmen sei laut der vorliegenden Mahnung ein „konzessionierter Betreiber aufgrund der Konzessionen des Bundesministeriums für Finanzen“.

243 Euro fordert die Collect Inkasso GmbH in ihrer Mahnung

Insgesamt 243,95 Euro soll unser Mitglied zahlen. Die Forderung von der Berliner Inkassofirma soll der nicht beglichen Rechung verschickt worden sein. Dabei soll es sich um einen dreimal nicht bezahltem Spieleinsatz á 54 Euro (das sind zusammen 162 Euro) von der Firma EuroMillions Ltd. handeln. Der Vertrag wäre telefonisch mittels biometrischer Sprachaufzeichnung mit unserem Mitglied zustande gekommen. Diese  Geldforderung setzt sich aus der oben genannten Hauptforderung sowie 7 Euro Kontoführungsgebühren und 74,95 Euro (!) Inkassokosten zusammen. Mitglied sein heißt –  nicht allein zu sein.

Drohung mit Schufa-Eintrag und Verschlechterung der Bonität des Schuldners

In dem Mahnschreiben sollte der geforderte Geldbetrag mit einer eng gesetzten Frist an die Piraeus Bank Bulgaria AD (BIC-Code PIRBBGSXXX) aus Sofia überwiesen werden. Sollte jedoch innerhalb dieser Frist keine Zahlung wegen der verschickten Mahnung erfolgen wird mit einer gerichtlichen Geltendmachung gefordert. Dazu droht außerdem die Collect Inkasso GmbH bei Nichtzahlung mit einem negativen Schufa-Eintrag. Dieser Eintrag von der Schufa Holding AG könne laut dem Wortlaut der Mahnung von der Collect Inkasso GmbH zu einer Verschlechterung der Bonität des angeschriebenen Schuldners führen.



Verbraucherdienst e.V. berichtete bereits über ein ähnliches Inkassounternehmen

Die Collect Inkasso GmbH soll sich auf der Billy-Wilder-Promenade 40 in Berlin (siehe Google Maps) befinden. Dort befinden sich laut Internet-Recherche ein Zoohandel sowie ein bekannter Discounter mit großer Parkplatzfläche. Die Collect Inkasso GmbH besitzt dort vermutlich nur einen Briefkasten. Diese Berliner Adresse ist dem Verbraucherdienst e.V. bestens bekannt. Denn auch dort befindet sich die bekannte Europa Inkasso GmbH. Bereits am 09.12.2014 berichtete Verbraucherdienst e.V. über eine Mahnung von der Europa Inkasso GmbH für einen sogenannten Anrufblocker. In der Vergangenheit wurden einige Verbraucher von der Europa Inkasso GmbH eingeschüchtert, wie in Abzockeforum.de berichtet wurde. Quelle

Nicht im deutschen Rechtsdienstleistungsregister zu finden

In der Mahnung von der Collect Inkasso GmbH befindet sich in der Adresszeile ein Vermerk, dass das Unternehmen eine registrierte Inkassofirma sei. Die Aufsichtsbehörde dieses Inkassounternehmen sei ein sogenanntes „Sofioter Landgericht“. Jedoch liegt keine Registrierung dieser Firma im deutschen Rechtsdienstleistungsregister vor. Dort sind drei Firmen bei der Suche aufgeführt (Anmerkung: Satz geändert). Ein Eintrag von der Collect Inkasso GmbH aus Berlin ist allerdings dort nicht zu finden (siehe Screenshot).

Bild von der Website Rechtsdiensleistungsregister
Screenshot Rechtsdienstleistungsregister

Mitarbeiter des Verbraucherdienst e.V. informieren Sie

Die Mitarbeiter des Verbraucherdienst e.V. informieren Sie. Eine erhöhte Wachsamkeit bei Mahnungen von fragwürdigen Inkassofirmen, die nicht komplett von dem Schuldner nachvollziehbar sind werden oft von fragwürdigen Unternehmen verschickt. Meistens werden arglose Senioren von fragwürdigen Firmen wie der Berliner Inkassofirma Collect Inkasso GmbH geködert.

Nutzen Sie die  Informationen vom Verbraucherdienst e.V. 

Bekamen Sie auch ein Mahnschreiben von der Collect Inkasso GmbH zugeschickt? Verbraucherdienst e.V. informiert Sie bezüglich Ihrer Mahnung! Da der Verein bundesweit tätig ist spielt die Entfernung keine Rolle. Wir beantworten Ihnen am Telefon oder per E-Mail alle Fragen zu diesem oder jedem anderen Inkassounternehmen, dass in Deutschland Mahnungen an Schuldner verschicht. Mitglied sein heißt –  sich nicht alles gefallen zu lassen.


Kontaktmöglichkeiten mit dem Verbraucherdienst e.V.

Allgemeine Informationen erhalten Sie über unser Verbrauchertelefon:

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oder per E-Mail:

kontakt@verbraucherdienst.com


Für Nichtmitglieder ist es und nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur erlaubt Fragen allgemeiner Art zu beantworten.

Eine Einzelfallberatung ist uns nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz nur für Mitglieder erlaubt und wird durch unseren Volljuristen durchgeführt.


Teilen Sie uns bitte Ihre Erfahrungen mit der Mahnung von der Collect Inkasso GmbH für die EuroMillions Ltd. mit. Wir freuen uns über jeden Kommentar.

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Culpa Inkasso Stuttgart mit neuen Mahnschreiben



Culpa Inkasso GmbH Stuttgart fordert derzeit für die Forderungsverwaltung & Management GmbH. In den versendeten Mahnschreiben informiert das Inkassounternehmen die Empfänger der Zahlungsaufforderungen darüber, dass die Forderungsbeträge im Mai 2011 durch Bestellungen bei slim.com entstanden seien. Verbraucherdienst e.V. informiert Sie über ein solches Mahnschreiben der Culpa Inkasso GmbHMitglied sein heißt –  geschützt zu sein. Mitglied sein heißt –  nicht allein zu sein. 


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